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Hetalia(2p): Unter Freunde

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Freundschaft / P16 / Mix
03.03.2021
14.11.2021
18
37.102
1
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Dieses Kapitel
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27.03.2021 2.805
 
In Michigan befand sich der Grenzübergang „Blue Water Bridge". Die Brücke verband die Länder, Brüder, Zwillinge Kanada und Amerika. Ein roter Meteor mit kanadischem Kennzeichen wollte die Sonderfahrbahn des Nexus Programms nutzen. Als Bruder von Alfred F. John besaß Matthew natürlich so einen Pass, um erleichtert die Grenze zu passieren. Selbst wenn, noch nie wurde Kanada am Flughafen oder Ähnlichem abgepasst und kontrolliert. Wie auch, Personen, die niemand wahrnehmen kann, können nicht kontrolliert werden. In vielen Bereichen ist Matthew so gut wie unsichtbar. Sein Land hat viele Projekte, auch international, aber dennoch auf Konferenzen schien es, als sei er nicht da. Als würde er nicht existieren. Immer war sein Bruder in Vordergrund, wird beachtet, war überall bekannt. Selbst sein Ziehvater Großbritannien kümmerte sich mehr um Alfred als ihm.

Leicht enttäuscht seufzte Matthew über die Sinnlosigkeit seines Daseins, als er einen Stoppschild von Beamten des Grenzschutzes wahrnahm. Galt das ihm? Unmöglich, sicherlich ein Irrtum. Aufgeregt fokussierte die violetten Augen Kanadas den Beamten, der ihm anhielt und wahrgenommen hat. Zum ersten Mal in seinem Leben wurde er angehalten. Ist das echt oder ein enttäuschter Traum?

„Bitte aussteigen, das ist eine Routine Untersuchung! Haben sie Drogen, Schusswaffen oder andere illegale Substanzen dabei?“, fragte der muskulöse Mann mit schwarzen Haaren und dunklen Augen.

„Mich? Ihr meint mich?“, wollte Matthew aufgeregt wissen und musste seine Aufregung zurückhalten.

„Wer denn sonst, ihr Plüschbär am Beifahrersitz? Los aussteigen!“, fragte der Beamte verwirrt.

„Ja, sofort!“, strahlte Kanada überglücklich und stieg aus.

„Komm wir müssen einige Fragen stellen. Es dient zur Sicherheit.", meinte der Herr und auf dem Namenschild seiner Uniform las man S. Morgan.

„Kein Problem, ich freue mich so.“, strahlte der junge Mann mit blonden lockigen Haaren glücklich.

„Von mir aus.", verdrehte der Beamte die Augen und sie gelangten in die Zentrale.

Dort lächelte ein blondhaariger Mann mit braunen Augen sein Kollegen an.

„Ausweis und Pass bitte.", bat der Kollege hinter den Tisch mit Akten freundlich. Eine riesige Fensterreihe ließ einen schönen Ausblick auf die Grenze zu, wie die Autos Schlange standen und von Beamten geprüft werden; ähnlich wie Mautübergänge. Nachdem der blondhaarige Grenzbeamte die Pässe durchleuchtete, baute er kurzen Blickkontakt zum Kollegen auf. Er nickte und ging. Nun gab der Blondhaarige die Angaben des Passes im PC ein und konnte so einiges überblicken.

„Ähm...stimmt was nicht?", fragte Matthew leicht nervös.

„Hm ich sehe, ihr seid öfters im Kuba gewesen. Ein Drogenherkunftsland. Wir werden sie einem Drogentest unterziehen und ihr Fahrzeug durchsuchen. Bitte sehe es uns nach.“, erwiderte der Mann hinter den Tresen ruhig.

„Öhm...in Kuba lebt ein Freund von mir, aber gern.“, erwiderte Matthew ehrlich.

„Ist wohl ihre erste Kontrolle. Seien sie unbesorgt, wenn sie nichts zu verbergen haben, wird dies ganz friedlich ablaufen.“, meinte der Beamte lächelnd und wies Kanada hin, ihm zu folgen.

In einem geschlossenen Raum prüfte der Beamte mit den Namen W. Morty, ob Matt sauber ist. Ein Schweißtest war gängig und war wie erwartet negativ.

„Ich denke, ich kenne den Grund, warum sie nie angehalten werden. Sie sind von gut auf vorbildlich.“, sprach der Mann in Uniform lächeln.

„Ja...sicherlich“, gab Kanada verlegen von sich, aber dachte nur, wenn das nur wäre. Es ist sein Fluch immer im Schatten seines mächtigen Bruders zu stehen.

„Seien sie weiter so vorbildlich. Menschen wie sie gibt es nur selten auf der Welt. Viele sind eher laut, ignorant und egoistisch.“, meinte der Beamte und schmiss den negativen Drogentest weg. Sie gingen wieder in den hellen großen Flur und der Kollege kam ihnen entgegen.

„Das Auto war sauber, wir können ihm passieren lassen.“, erwiderte Morgan grinsend.

„In Ordnung, gute Fahrt Williams, Matthew.“, verabschiedete sich der Beamte und Kanada seufzte, aber war doch zufrieden. Er ist wohl doch nicht unscheinbar, wurde sogar gelobt, obwohl er sie nicht kannte. Sie machen einen guten Job. Zufrieden ging Matthew ins Auto zurück.

„Ich wurde wahrgenommen. Wie toll ist das denn.“, möchte Matthew wissen und das Plüschtier fragte:„Wer bist du?“

„Naja außer von dir natürlich.“, seufzte Kanada, der diese Phrase kannte.

„Nicht den Motor anschalten...“, wollte der Eisbär erwidern, aber es war zu spät. Der Motor lief und Rauch stieg augenblicklich auf.

„Oh No, ein Motorschaden....wieso...bin ich...gähn....so müde....“, schlief Kanada nach und nach ein und auch sein Begleiter nickte ein. Sein Kopf knallte aufs Lenkrad und löste die Hupe aus.

„Es ist soweit. Uns bleib nicht viel Zeit!“, erwähnte der blondhaarige Beamte von eben.

„Verstanden. Ich mach das schon, Will.“, grinste der Kollege.

„Gut Moran, es ist unser zweiter Versuch. Bin gespannt, wie das wird.“, erwähnte der Beamte und sie gingen zum Meteorauto des Kanadiers.....

Lächeln blickte William auf Gilbert, der verärgert sein Handy wegschmiss. „Der Piepmatz hat gepetzt. Tssss“

„Sollen wir dir helfen oder kümmerst du selbst um deinen Bruder? Du hast die Wahl.“, fragte William unschuldig.

„Ach ich habe noch paar Ässe im Ärmel und werde Deutschland finden und vernichten. Endlich zahlt sich die Stasizeit aus. Ksesesesese“, grinste Gilbert diabolisch und hob sein Handy wieder auf. Nach paar Klicks sah man eine Karte und leuchtende Punkte.

„Ich gebe dir 3 Tage, dann greifen wir ein.“, erwiderte Moriarty, weil er noch einige Baustellen hatte, die noch bewältigt werden mussten., bevor das Team sich anderen Schritte zuwenden konnte. Außerdem musste sich Gilbert beweisen. Das war eine gute Möglichkeit.

Gilbert grinste, denn er wusste, wo sein Ziel steckt! „Ich borge mir das Motorrad“, meinte der ehemalige Preuße und „borgte“ das Zweirad, das in der Lagerhalle stand.

„Gern, lasse es heile. Moran kann sehr ungemütlich werden.“, warnte William lächelnd und hörte nur das Motorengeräusch.


„Eine WaHmmmm?“, brachte Feli geschockt von sich, nachdem Ludwig ihm dieses Geheimnis ins Ohr geflüstert und die Hand vor seinem Mund gehalten hat.

„Sssscht!“, zischte der strenge Mann mahnend und entfernte seine Hand von Italien.

„Bitte durchsucht mich einfach.“, bat Ludwig nun ruhiger und zog dabei sein Oberteil aus, sodass er seinem Oberkörper entblößte. Wenn Gilbirds Tipp stimmen sollte. Unwahrscheinlich wäre das nicht, schließlich diente Gilbert einst der Stasi unter Ivans Kommando.

Nach längeren Momenten fiel Deutschland auf, dass Norditalien noch nicht angefangen hatte, ihm nach diesem Ding abzusuchen.

„Feli, worauf wartest du?“, möchte Ludwig ungeduldig wissen. Sie dürfen sich nämlich nicht viel Zeit lassen., trotz Gilbirds Wache am Eingang des Motels. Das Küken würde sie sofort warnen, wenn feindliche Aktivitäten auftauchen sollten.

Blinzeln erwachte der Träumer und schluckend rückte er Deutschland näher, sodass er dicht neben Ludwig auf dem Einzelbett saß. Es war ein Zwei-Personen-Zimmer mit getrennten Betten. Stumm streckte der stärkere Mann seine Arme aus, um Feli für das Abtasten behilflich zu sein. Fast ängstlich tastete Feli erstmals die Arme seines Gegenübers ab und wich peinlich berührt dem Blick des Deutschen aus.

„Es tut mir leid, aber es muss sein.“, bemerkte Ludwig natürlich das Unbehagen seines Gegenübers. Ihm würde es nicht anders gehen. Doch um die Wanzentheorie auszuschließen, muss geprüft werden. Für ihn würde es zwar besser sein, das selbst zu machen, aber das könnte er nicht.

„No-no schon gut. Alles va bene!“, versicherte Feliciano, aber konnte nicht, ihm in die Augen blicken. Seine Wangen fingen an zu glühen.

Peinliches Schweigen traf ein und eine Gänsehaut übermannte Ludwig, als die Suche an seinen Schlüsselbein weiterging. Felis Hände waren so schön warm und sanft. Die Berührungen des Abtasten fühlte sich seltsam, aber doch angenehm an.

„Ludwig.“, sprach die nördliche Hälfte Italiens nervös.

„Du sollst einfach nach Unebenheiten oder kleinen Narben absuchen!“, erwiderte der Angesprochene sicher, obwohl ihm innerlich nicht so war.

„No, das weiß ich doch....Ähm...ich...ich habe gedacht....um genau sicher zu sein...das wir...ich meine... ob du....seufz... Ludwig, würdest du mich danach auch abtasten? Um sicher zu sein.“, stotterte Feli anfangs, aber schaffte kurzdarauf, sein Anliegen zu schildern.


“Ähm...sicher...gute Idee.“, bestätigte Deutschland unsicher, aber recht hat Feliciano. Was ist, wenn auch er verwanzt wurde? Es ist ungewöhnlich, dass er nicht selbst darauf gekommen ist.

„Lud dein Rücken!“, sah der Italiener erschrocken.

„Ach das. Diese Narbe stammt aus den Zeiten des Eisernen Vorhangs. Such weiter.“, wusste Deutschland gleich, was Feli gesehen hat. Auf seinem Rücken war nämlich eine große Narbe, die ihm immer an die Mauer erinnern sollte. Sie erschien, als die Mauer gebaut wurde und blieb, weil die Konflikte immer noch vorhanden waren. Allerdings war sie heller geworden.

„Aber diese sieht sehr frisch aus.“, strich Feli sachte mit den Finger auf die Narbe entlang und auch Deutschland zog schmerzhaft die Luft ein. Darauf ließ der besorgte Freund schnell die Narbe los.

„Das ist wohl nicht gut...“, seufzte Ludwig und meinte dann, „Bitte such weiter.“

„Was ist nicht gut?“, wollte es Feli unbedingt wissen, während er den Rücken entlang strich und bewusst die Narbe umging.

„Ach...“, gab Ludwig keine Erklärung, aber damit wollte Norditalien sich nicht zufrieden geben.

„Germania. Bitte sage es mir!“, bat der Italiener und das weitere Schweigen des Deutschen ließ ihn provokant auf die Narbe tippen.

„Aua Feli, was soll das?“, klagte Ludwig schmerzvoll und drehte sich genervt zu seinem Freund um. Schließlich soll nicht weiter auf die Wunde getippt werden. Allerdings erstaunte ihn das entschlossene Gesicht von Feliciano.

Nach einem genervten Seufzen freute sich Italien, dass Ludwig ihm es doch verrät. Denn Deutschland kann ihm fast nichts ausschlagen. „Also wenn die Narbe frisch ist, wie du es sagst. Dann kann man es so annehmen, als sei die Mauer wieder da. Vermutlich hat das mit Gilbert zutun. Wenn es eskaliert, dann könnte es im schlimmsten Fall wieder zwei deutsche Länder geben.“, erklärte Ludwig seine Sorge.

„Oh Ludwig...“, erwähnte Feliciano bedrückt. Nachdem der Italiener Deutschland tröstend in die Arme schloss, sagte er:„Bestimmt wird das nicht so weit kommen! Gilbert werden wir retten, sowie Romano auch! Wir suchen diesen Moriarty Club und dann ähm...“

„Und dann machen wir es rückgängig. Kling nach einem Plan. Wie untypisch.“, setzte Deutschland sarkastisch fort und verweilte in der Umarmung.

„Ve gefunden!!!!, jubelte eine euphorische Stimme mit italienischen Akzent.

„Hmmmm?!“, schreckte Deutschland auf und spürte wie ein Finger auf sein Hals berührte. „Da ist eine kleine, fast verheilte Narbe.“, erklärte Feli seinem Fund.

„Scheiße, warum da?“, knurrte Ludwig und richtete sich verärgert auf, um ins Bad des Motelzimmers zu gehen.

„Ve?“, fragte Norditalien sich und folgte ihm.

„Bleib draußen!“, kam es vom Bad und Feli stoppte vor der Tür.

„Alles in Ordnung, Lud?“, möchte der besorgte Italiener wissen und bemühte sich den Drang der Neugier zu unterdrücken.

„Jaaahaaa! Wie die Kugeln damals...“, meinte Ludwig genervt, mit ein konzentrierten Blick auf den Spiegel. Eine Klinge des Taschenmessers, das Deutschland von der Schweiz, Vash, geschenkt bekommen hat und immer in der Hosentasche mitführte, nähert sich an die Stelle des Halses, die zum Fundort der vermutlichen Wanze auserkoren wurde.

„Bring schon mal einen Erste-Hilfe-Kasten oder sowas.“, bat Deutschland und begann eine Wunde aufzuschlitzen. Blut floss schon ununterbrochen, aber das Waschbecken diente als Auffangbehälter und die Klinge des Schweizer Taschenmessers wurde mit einer kleinen Schere ausgetauscht. Verbissen wurde ein provisorischer OP-Eingriff durchgeführt und etwas rausgenommen, was nicht in den menschlichen Körper hingehört. Sowas hätte Ludwig nie getan, wenn er ein Mensch wäre, es sei denn, dies sei die einzige Möglichkeit.......

Im Schützengraben, wo die einzige Deckung vor dem sicheren Tode durch die Feuerüberlegenheit bestimmt wird, schossen feindliche Länder gegeneinander. Soldaten des Deutschen Reiches und Vereinten Königreichs beschützten die Fronten. Es war der erste richtige Krieg, den Ludwig erleben durfte. Jeden Tag und überall fielen Menschen zum Opfer und das weil sich Länder, wie sie, nicht einigen konnten. Verbittert fragte sich das Deutsche Reich, warum so viele Landsleute wegen ihrer Streitigkeiten sterben mussten. Fallende und schreiende Menschen gehörten schon zum Alltag ihres erbarmungslosen Krieges. Tod, überall wo man nur hinsieht. Darunter waren viele Minderjährige. Wie konnte es nur soweit kommen? Stöhnend fiel ein junger Soldat zu Boden und hielt sich schmerzerfüllt am Arm fest. Ludwig stellte sein Feuer ein und duckte sich zum Verletzten. Nicht noch mehr Leid. „Alles klar, Basti?“, fragte Ludwig bestimmt und sah schon beim ersten Blick, dass der junge Mann nur am Arm angeschossen wurde.
„Mein Arm...mein...Arm stöhn!“, klagte der Verletzte unter starken Schmerzen.
„Keine Sorge, das wird schon.“, beruhigte das Land den Rekruten. Mit den Gürtel seines Mantels wurde der betroffene Arm in der Nähe des Körperstamms sehr fest zugebunden, sodass die Blutung erstmals gestillt wurde und mit eine Pinzette, die der erfahrende Beilschmidt dabei hatte, wurde die Kugel aus der Schusswunde rausgefischt. Der Druckverband tat den Rest und Ludwig befahl:„Kamerad, pass besser auf!“, „Jawohl...danke Oberfeldarzt...“, nickte der junge Mann und sah wie Ludwig sich aufrichtete, um das Feuer wieder zu eröffnen........

Verblüfft blickte Ludwig die kleine Wanze in den Fänge der Mini-Schere an. Gilbird hatte recht behalten. Nicht zu fassen, wann hat Gilbert das gemacht?! Oder besser gefragt, warum hat er ihm nichts gesagt!? Wütend über diese Tatsache, das wohl sein Bruder immer wusste, wo er war, schmiss der Deutsche die Wanze in die Toilette und knallte den Deckel zu.

„Lud hier ist....Ahhhhhhh!“, kam Feli fröhlich mit einem grünen Kasten mit weißen Kreuz-Motiv an, aber schrie als er all das Blut sah.

„Feli, beruhige dich bitte!“, bat Ludwig, was aber zu spät war, weil Norditalien zu ihm hinrannte und verzweifelt nach passenden Utensilien im Kasten suchte.

„Feliciano! STOPP!“, schaffte es Deutschland ihn zu stoppen. Ruhig nahm Ludwig dann mit einer Hand mehrere Verbandrollen und sterile Pflaster aus dem Kasten raus.

„Lass mich dir helfen...“, flüsterte Feliciano und sah auf Deutschland. Gerührt lächelte Ludwig und nickte.

„Also wichtig ist es, ruhig zu bleiben. Erstmals die Blutung stillen. Mach erst das Pflaster drauf, dann folgt der Druckverband.“, wies der erfahrene Mann hin.

Gehorsam legte Feli das Pflaster auf die Wunde, während Ludwig die Verbandsrolle von der Verpackung befreite. „Keine Sorge das sieht meist schlimmer aus, als es ist.“, erwähnte Deutschland lächelnd.

„Du kannst leicht reden. Du hast Medizin studiert.“, seufzte Feli leicht beleidig, denn er musste auch an seine damaligen Kriegszeiten zurückdenken. ER hasst förmlich den Anblick von Blut, denn dieser brachte meist den Tod mit sich.

„Nicht um den Hals, unter den Arm entlang. Sonst erwürgst du mich ja.“, ermahnte Deutschland und hob seinem Arm, damit Feli verstand wo genau der Verlauf der Rolle sein muss. Der Druck am Hals wirkte, wenn Ludwig seinen Arm wieder senkte.

„Scusa...“, brachte Feli nervös raus und befestigt das Klebestück am Ende des Verband.

„Danke, das soll erst mal reichen. Nun machen wir mal sauber, solange wir noch Zeit haben.“, meinte Deutschland entschlossen. Schließlich sind Gilbert und Co. sicherlich unterwegs. Nur fragt sich, wann sie hier auftauchen werden. Paar Stunden haben sie bestimmt und übernachten werden sie woanders. Sicher ist sicher! Das letzte Signal wurde bestimmt weitergegeben.

„Warte, ich mach das.“, nahm Norditalien Ludwig diese Aufgabe ab und bewässert das Handtuch, das für die Gäste bereitgestellt wurde. Leicht dominant setzte Italien Deutschland auf den Deckel des Toilettensitzes hin. Verblüfft beobachtet Ludwig sein Gegenüber beim Abtupfen seines Blutes. Nachdem die überschüssigen Flecken Blut gesäubert wurden, setzte sich Italien grinsend auf seinem Schoß. Das ließ Deutschlands Wangen heiß laufen und Feli erklärte sich: „Nun bin ich dran.“

„Hm?“, fragte Ludwig verwundert.

„Na beim Absuchen. Wir müssen doch sicher gehen.“, erinnerte Norditalien fröhlich und verstand, dass die Vergessenheit teils an den Blutmangel lag.

„Rich-tig...“, gab der Blondhaarige verwirrt von sich.

Sie sahen sich an und etwas lag in der Luft. Der Puls stieg rasant an und plötzlich wurde Ludwig über die Ausmaße seines Handels bewusst. Ob Feliciano genauso unwohl war, wie er in diesen Moment?

„Ludwig, worauf wartest du?“, fragte Feli gespielt unschuldig und Deutschland hatte ein Deja Vú.

Schließlich überwand Ludwig sich und strich mit beiden Händen unter Felis Hemd. Seltsam bei vielen Bodychecks, die er je im Länderleben durchgezogen hatte, um das Überleben vieler Verwundeten zu sichern, fühlte es sich diesmal befremdlich an. Norditalien half, indem er wie Ludwig, einfach sein Hemd auszog. Kurz schwiegen sich beide an und dann beschloss Ludwig einfach weiter die Arme zu checken.

„Germania. Was genau empfindest du für mich?“, ergriff Feliciano die Initiative. Es musste endlich mal klargestellt werden.

Kurz hielt Deutschland inne, sah in das ernste Gesicht des Italieners und verstand.

„Ich mag dich sehr. Wie sieht es mit...“, konnte Ludwig ehrlich beantworten, wurde aber unterbrochen.

„...ti amo, Germania.“, flüsterte Feli schüchtern, aber entschlossen. Er musste es endlich sagen. Das Ventil der Gefühle ist geplatzt und das nur, weil ihm Ludwig so wahnsinnig machte. Leichte Panik stieg sich in dem Brünetten auf, je mehr Deutschland schwieg. Wieso musste sein Freund so ruhig sein? Feli will nicht sein panisches Herz schlagen hören. Es verstummte als Deutschland überglücklich strahlte. Freute er sich? Kann es sein, fühlt Ludwig wie er? Oder lacht er ihm gleich aus?

Stumm glitt die Hand des Größeren über Felis geröteten Wangen. Ludwig überbrückte ihre Distanz und legte behutsam seine Lippe auf die von Norditalien. Das ist seine Art die Liebe zu erwidern. Feliciano mochte diese Art und genoss überglücklich den lang ersehnten Kuss, der ihre wahren Gefühle besiegelte.
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