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Hetalia(2p): Unter Freunde

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Freundschaft / P16 / Mix
03.03.2021
14.11.2021
18
37.102
1
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16.06.2021 1.954
 
....."Russkaja lass uns Amadeus besuchen!", hörte Ivan eine Männerstimme am Handy sagen und lächeln erwiderte der Russe:" YA soglasen."
Schließlich wusste er mit der Botschaft was anzufangen und den Anrufer hat er auch erkannt.

Schon wurde der Anruf beendet und Russland wollte die Haustür öffnen, um zu gehen, aber blickte zurück und beschloss eine kleine Nachricht zu hinterlassen. Der Zettel wurde dann an der Tür befestigt, bevor er rausging.....


Feli betrachtete die Skyline von Wien, während sein Gegenüber ein Bild auf die Leinwand verewigt. Norditalien schielte zum Maler rüber und sein Herz begann wild zu klopfen und das Blut rauschte in den Wangen. Allein ihm zu sehen, nach langer Zeit, ließ seine Gefühle ausarten. Als Karl sein Blick auf ihm ruhen ließ, schaute Norditalien schnell zur Skyline und seine Hände spielten nervös miteinander. Irgendwie musste der verliebte Italiener seine Hippeligkeit zum Ausdruck bringen. Es war so lange her, dass er nicht mehr wusste, mit seinen Gefühlen umzugehen.

"Entspann dich Feli und denke an was schönes.", bat Karl nun und konnte sein Blick kaum von Italien abwenden. Erst, als der fallende Pinsel ihm erinnerte, was er eigentlich tat.
Heiliges Römisches Reich tunkte neue Farbe auf und malte weiter.

Feli schaute verlegend auf den Boden und bemühte Karls Vorschlag Folge zu leisten und an was Schönes zu denken, das zur Ablenkung dienen sollte.........................

Norditalien rannte durch die grauen, teils zerrissende Flure und erreichte eine dunkle, marode Tür. Der Italiener schaute fragend um sich, aber niemand war anzutreffen. Mit etwas Mut klopfte er schüchtern gegen die alte Tür.

Als keine Antwort kam, ging der Norditaliener dennoch rein. Denn er weißt, dass ER im Büro ist. Das Büro war abgedunkelt, aber man konnte Silhouetten erkennen, die die ungefähre Büroausstattung beschrieb. Am dunklen Schreibtisch hat der Mann seine Ellbogen abgestützt und sein Blick starr auf die Karte des Tisches gerichtet. Die Augenringe des Mannes in Uniform waren dunkler als der Raum selbst und die Hände waren einander gekreuzt, als würde er beten.

"Germania?", fragte Feli vorsichtig und kam auf den Bürotisch zu. Deutschland schien seine Gegenwart kaum wahrzunehmen, denn er rührte sich nicht. Vermutlich könnten die Alliierten hereinspazieren und er würde stumm sitzen bleiben und sein Blick auf die Karte ruhen lassen.

"Die Alliierten...", setzte Feliciano unerschrocken fort, denn er war ja gekommen, um zu warnen.

"Ich weiß....", kam es ernüchtern fast ausgetrocknet von Deutschlands Kehle. Er presste sein Kopf gegen seine Handrücken und man sah ihm an, dass er aufgegeben hatte. Aus Frust ballte er Fäuste.

"Wir sollten fliehen und neu formieren, dann kö....", wandte Feli leicht optimistisch ein, aber stoppte erschrocken, als Ludwig schrie:" NEIN!"

"Aaa..aber sie werden kommen....und und...", wollte Norditalien argumentieren und schluckte die Träne weg.

"Dann sei es so! Es soll aufhören, ich kann nicht mehr! Verzieh dich zu dein Verräterbruder, dann kannst du dich noch retten! Es ist vorbei, ich habe verloren!", schimpfte Ludwig frustiert und knallte eine Faust gegen die Tischplatte.

Beide schwiegen und Deutschland biss auf seine Unterlippe. Süditalien ist übergewandert, warum sollte Norditalien diesen Vorteil nicht auch nutzen?

"Du meinst...WIR haben verloren.", setzte Feli mutig nach und perplex starren die blaugrauen Augen auf den Italiener.

"Ich werde bis zum bitteren Ende bei dir bleiben Germania. Nicht wie Fratello.", erklärte der Italiener des Norden sich.

Ludwig lächelte gequält und meinte:" Das ist dumm."

"Habe ich je was schlaues getan?", konterte Feli und grinste den niedergeschlagenen Deutschen zu.

"Du bist dumm! DUMM, einfach nur dumm...", verstand Ludwig dieses Verhalten kaum und vergrub sein Gesicht in die Hände.

Optimistisch nahm Norditalien Deutschlands Hände, um ihm ins Gesicht zu sehen und sagte lächeln:" Freunde halten zusammen, ob in guten oder in schweren Zeiten und du bist mein Freund, Deutschland."

Erstarrt sah der Deutsche auf das erschöpfte Gesicht des Italieners, der doch es zustande brachte, in dieser schweren Zeit ein Lächeln zu finden. Keine Sekunde später hat sich Ludwig erhoben, um Feli über den Tisch zu umarmen. Dabei versank er sein Gesicht auf Felis Schultern und stellte unter Tränen fest:" Du bist einfach dumm...schluck...aber ich bin froh, dass du bei mir bist..."

Feliciano strich tröstend über Deutschlands Rücken und fühlte mit ihm, weshalb ihm auch paar Tränen kamen. Sie haben verloren, aber sie haben sich..................



"Alles in Ordnung, Feliciano?", fragte Karl leicht besorgt, denn bei sein Modell sind die Tränen geflossen.

"Oh...si..alles gut.", erwähnte Feli leicht verlegend und meinte leise," Ich habe nur an was Schönes gedacht."

"Worum gings denn? Es hat dich ja förmlich zu Tränen gerührt.", möchte HRR leicht eifersüchtig wissen.

"So schön war es auch nicht...Ich musste an die Niederlage des zweiten Weltkrieges denken.", erwiderte der Italiener wahrheitsgemäß, denn er kann Karl nicht belügen.

"Ahh ja mit diesen Ludwig?", fragte Karl weiter und versetzte Feli ein leichten Schock. Es klang sehr feindselig, aber verständlich. Karl liebt ihm und möchte nicht, dass zwischen ihnen steht.

Als Feli darauf schwieg, wusste das Heilige Römische Reich die Wahrheit. Doch statt sauer zu sein, fragte er samt:" Ihr seid die besten Freunde oder?"

"Si.", staunte Feli über den erfreulichen Sinneswandel von Karl und traute auch wieder aufzuschauen.

"Na dann verstehe ich das. Tut mir Leid, dass es so grob von mir rüberkam.", entschuldigt sich der Maler und ging auf seine Muse zu.

Dann kniete sich Karl vor ihm und nahm seine Hände, dabei erklärte er weiter:" Ich möchte mein Angelo nicht verlieren. Du sollst keine Angst vor mir haben und mit Deutschland kannst du auch befreundet bleiben."

"Wirklich?", wunderte sich Feli, aber freute sich sehr.

"Wirklich, es muss nur klar sein, wem du versprochen bist.", küsste Karl darauf Felis Hand. Er errötet leicht und seine Strähne nahm eine herzförmlige Gestalt an.


Vor der Wiener Stadthalle angekommen, sah sich der 2m große Russe um sich. Die Halle erstrahlte in weiß und besaß viele Fenster. Ein Mann trat hinter Ivan voran und fragte:" Ramm?"

Lächeln erwiderte Russland:" Stein! Eis?"

"Brecher! Alles klar, ist dir niemand gefolgt?", möchte der Herr mit blaue Kappi, grünen T-Shirt und Jeans wissen. Seine braunen Augen starren skeptisch auf den Rücken des Russen.

"Njet, aber es war schwer, Amerika abzuwimmeln. Doch gut, dass du ein neuen Standort beschlossen hast, Deutschland.", drehte sich Ivan um und sah leicht verblüfft, auf den anders aussehenden Ludwig.

"Ich bin froh, dass du meine Botschaft entziffern konntest.", sagte Deutschland leicht verlegend und rückte sein schwarzen Rucksack zurecht.

"Bitte, Russkaja die Wiener Band, die 2021 den Amadeus Award hier in der Stadthalle erhalten hätte, wenn Corona nicht gewesen wär. Das war schon zu einfach, Deutschland. Kolkolkol", meinte Ivan gespielt empört.

"Gut, komm, bevor Gilbert uns gemeinsam sieht.", gab Ludwig nicht zu Ivans Kommentar und sah um sich. Sein Bruder rannte frei herum und das Schlimme war, dass Süditalien mitmacht.

"Moriarty dachte ich, ist unser Feind.", fragte Ivan verwundert und folgte Ludwig durch die Stadt.

"Auch...aber Gilbert müssen wir erstmals festnehmen, bevor er Ärger macht. Er will unbedingt Deutschland sein und jagd mich.", erklärte Ludwig und blieb an der rote Ampel stehen, wobei Ivan schnell abstoppte, da er sonst weitergelaufen wäre.

"Euch Deutschen braucht man nur eine rote Ampel vorwerfen. Xaxaxaxa", meinte Russland sarkastisch und Ludwig musste kichern bei diesen Gedanken. Ja, sie teilen den selben Humor. Das fanden sie bei den vielen Konzerten raus, die sie gemeinsam verbrachten. Sie lieben die selbe Musikgenre und da Russland ein riesen Fan von Rammstein ist, haben sie sich oft auf dessen Konzerte getroffen.

"Hilfst du mir?", fragte Ludwig nun ernster, mit starren Blick auf das rote Männchen.

"Da~ Sonst müsste ich immer allein zu den Konzerten und ich gebe zu, an deine Gegenwart habe ich mich gewöhnt.", lächelte Ivan scheinheilig.

"Fein.", nickte Deutschland zufrieden und sie gehen über Grün.

"Ach ja, ich weiß, warum Gilbert so tickt.", kam Russland mit der Sprache raus und sie schlängeln sich durch die Menschenmassen auf den Markt.

"Ach ja?", blieb Deutschland weiterhin skeptisch, denn er vergaß nicht, wem er vor sich hat. Trotz ihrer Konzertfreundschaft.

"Da, Moriarty will Länder sein Willen aufbrummen und holt ihre böse Seite zum Vorschein.", berichtet der große Begleiter.

"Was? Ich dachte, er will Körper tauschen, um ein Land zu sein.", war Deutschland erstmals verwirrt und führte sie aus den Menschendschungel.

"Das ist ja Unsinn. Moriarty hat das vor paar Jahren mit mir versucht, aber es klappte dank mein frostigen Partner nicht. Ich denke, du weiß, wem ich meine.", grinste Russland diabolisch seinen Konzertfreund zu.

Verbittert nickte Ludwig, denn er kann sich die Anspielung auf Väterchen Frost schenken. ZU grausam diese Zeit damals.

"Wie dem auch sei. England hat es erwischt, aber darum habe ich mich gekümmert. Ich frage mich, wann Amerika das merkt. Kolkolkolkol armer Arthur.", lachte Ivan auf und genoss die Schadenfreude.

"Du hast ein Mittel, es rückgängig zu machen?", starrte Deutschland ihm hoffnungsvoll an.

"Da ~ und dieses Wissen hat sein Preis, Deutschland! Entweder nimmst du den Deal an oder dein Bruder wird so bleiben.", kam nun die dunkle Seite Russlands zum Vorschein.

"Ich dachte, du hilfst mir............", stoppte Deutschland und sie fanden sich in eine enge Straße Richtung Hauptstraße wieder.

"Tu ich, aber ich muss auch sehen, wo ich bleibe. Am Ende bin ich doch wieder der große, böse Verlierer, aber wenn du mir was garantieren würdest, könnte ich damit leben.", erklärte Russland, der bei beiden Weltkriegen die Gewinnerseite war, doch von allen Ländern wegen seiner Politik verächtet wird.

"Gut, was wäre das?", will Deutschland erst wissen, bevor er abwägt, was wichtiger war.

"Du sollst mir bei der Wirtschaftkraft aufhelfen! China und Amerika kann ich so nicht das Wasser reichen und ich bin sogar von Großbritannien abhängig und ich hasse es, abhängig zu sein!", stellte Ivan seine Bedingung und ging nicht zu irgendein Land. Sondern zu Deutschland, das europastärkste Wirtschaftsland. Das nach zwei Niederlagen, dennoch sich hochkämpfen konnte.

"Das ist alles?", möchte Deutschland skeptisch wissen.

Ivans Nicken war Antwort genug und Ludwig dachte nach. "Na gut, etwas unter die Arme greifen, kann ich dir ja. Aber du muss mir auch entgegenkommen!", nahm Deutschland diesen Deal erstmals an.

"Gut, deine Landsleute sollen einige Vorteile genießen dürfen, aber nicht offensichtlich. Keine Lust meinen Chef große Erklärungen zu liefern.", sagte Russland und holte aus seiner Reisetasche ein Schriftstück hervor. Damals waren seine Landsleute so doof und dachten, ein Handschlag reiche aus, aber nicht bei Amerikaner.

Deutschland sah sich das Schriftstück leicht schockiert an, denn seidwann hat Ivan diese Kooperation geplant? Hat er etwa auf die passende Gegenlegenheit gewartet? Russland ist ein unheimlicher Stratege wie sein Chef.

Ein Müllcontainerdeckel diente als provisorischen Tisch, dann las Deutschland gründlich das Schriftstück durch. Darauf geachtet, dass wirklich das unterzeichnet wird, was abgemacht wurde, konnte Ludwig auf eine leere Zeile seine Bedingung hinzufügen. Dann unterschrieb Ludwig das Schriftstück und schüttelte noch Ivans Hand.

"Der Deal ist aber geplatzt, wenn Gilbert nicht gerettet wird!", stellte Deutschland streng klar und Russland sah lächeln auf den Vertrag.

"Das wäre ja wohl klar. Dann suchen wir ihm!", meinte der Russe zuversichtlich und ging zur Hauptstraße.

"Hm das ist nicht nötig! Wir lassen ihm zu uns kommen. Lust was zu Essen? Ich zahle auch!", grinste Deutschland und erhob seine Kreditkarte.
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