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Manga-Reviews einer Hand

von Die Hand
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
01.03.2021
23.11.2021
39
19.353
3
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
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01.03.2021 677
 
Name: Atelier of Witch Hat, Band 1
Von: Kamome Shirahama
Verlag: Egmont Manga
Original-Titel:Tongari Booshi no Atorie 1
Genre: Fantasy
Story: Coco lebt in einer Welt, in der Magie alltäglich ist. Da sie allerdings nur Hexen und Zauberern vorbehalten ist, malt sie sich selber keine Chancen aus, selber eine Hexe zu werden- bis sie jedoch hinter die Geheimnisse der Magie kommt und beim Freisetzen ebendieser aus Versehen ihre Mutter versteinert. Der Zauberer Quiffrey nimmt sie daraufhin als Schülerin unter seine Fittiche...
Fazit: Die Serie verfolge ich, seitdem der erste Band vor einigen Jahren in Deutschland neu erschien. Da die Serie mittlerweile sieben Bände hat und der achte bereits in Sicht ist, habe ich mich jedoch dazu entschieden, die Bände noch einmal zu lesen, hauptsächlich, weil mir bereits viele Details entgangen sind.

In diesem Band wird erst einmal die Welt vorgestellt. In dieser gibt es ein Magiesystem, das auf Zeichnungen basiert, und welches einst von jeder Person genutzt werden konnte, bis sich einige Zauberer und Hexen dazu entschieden, die Geheimnisse der Magie nur Eingeweihten zu offenbaren, in der Hoffnung, so weitere Kriege und Konflikte zu verhindern- doch natürlich ist nicht jeder damit einverstanden. In diese Welt wird nun Coco geworfen, nachdem sie beim Einsetzen der Magie aus Versehen ihre Mutter versteinert. Große Auswirkungen hat die Tatsache, dass sie als Unwissende Quiffreys Schülerin wird, jedoch kaum- zwar hängt einer der Gründe, warum ihre Mittschülerin Agathe sie nicht leiden kann, damit zusammen, aber der Fokus liegt in dieser Serie eindeutig woanders.

Für mich ist die Welt der Serie mal etwas Neues. Zwar habe ich so einige Serien mit Magie konsumiert, aber eine, in der die Magie auf Zeichnungen basiert, deren Linien und Pfeile das Endprodukt beeinflussen, ist mir außerhalb dieses Mangas auch nicht untergekommen- man merkt, dass sich die Mangaka dabei und auch beim Erschaffen dieser Welt Mühe gegeben hat, eigene Wege zu gehen. Das ändert nichts daran, dass stellenweise zu viele Hintergrundinformationen auf einmal auf einen einstürzen, denn besonders Kapitel 2 besteht fast nur daraus. Wobei das auch etwas Sinn ergibt, schließlich ist Quiffrey in diesem Band hauptsächlich damit beschäftigt, Coco eine Welt zu erklären, mit der sie vorher nichts zu tun hatte.

Auch werden in diesem Band Cocos Mitschülerinnen vorgestellt: Tethia, Liche und Agatha. Während Liche und Tethia kurz vorgestellt werden und dann eine Nebenrolle einnehmen, spielt Agatha eine wichtige Rolle in diesem Band und tritt in der zweiten Hälfte auch einen Konflikt los, indem sie Coco wissentlich in eine gefährliche Situation lockt. Das ist auch der Hauptgrund, warum ich bei ihr zwiegespalten bin.

Einerseits kann ich etwas mit Agatha mitfühlen. Sie hat sich große Mühe gegeben, um ihre jetzige Position zu erreichen, und hat sich sogar richtig für ihr Ziel abgerackert, weshalb ich verstehen kann, dass sie frustriert ist, dass Coco aus ihrer Sicht nach einem Fehler eine Hexenausbildung auf dem Silbertablett serviert bekommt. (Um fair zu sein, muss ich sagen, dass Quiffrey seine Entscheidung nicht traf, um Coco zu belohnen, sondern, weil er eine eigene Agenda verfolgt und sie stellenweise auch als Mittel zum Zweck sieht.)
Andererseits ändert das nichts daran, dass sie Coco schon beim ersten Treffen vorwirft, am Versteinern ihrer Mutter Schuld zu sein, auch, wenn Coco die Folgen ihres Handelns bei weitem nicht einschätzen konnte, und ihr dann lang und breit zu erklären, dass die Mutter nicht mehr gerettet werden kann- das ist buchstäblich das Schlimmste, was man jemanden in so einer Situation sagen kann, weshalb ich mir gewünscht hätte, dass Agathe da etwas sensibler gewesen wäre.
Auch rechtfertigt ihr Frust nicht die Tatsache, dass sie Coco buchstäblich aufgefordert hat, eine unglaublich gefährliche Sache zu erledigen, die für eine Person für Coco, die erst seit kurzem von den Grundlagen der Magie weiß, buchstäblich lebensgefährlich sein kann… Wenn ich an Cocos Stelle wäre, könnte ich ihr wahrscheinlich nicht so schnell verzeihen!

Ansonsten ist dieser Manga ein guter Auftakt für eine neue Serie. Ich gebe ihm 7 von 10 Punkten


Weitere Informationen: Dies ist der erste Band einer bis jetzt achtbändigen Serie, die ich hier im Laufe der Zeit reviewen will.
 
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