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Tales of Prisoners - The Next Generation

von SeiSarash
GeschichteDrama / P16 / MaleSlash
01.03.2021
01.06.2021
5
9.269
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01.04.2021 1.554
 
Thomas sitzt mit seinem Freund Winfried in einem Café. Die beiden haben heute ein Treffen mit Big Daddy, der sich ein wenig verspätet. Er hat sich den Rat von Thomas und Blondie zu Herzen genommen und hat einen Termin bei seinem Augenarzt gemacht. Und wirklich sind seine Augen schlechter geworden. Der ehemalige Häftling kommt nun mit einer neuen Brille in das Café, wo Thomas ihm schon einmal einen Kaffee bestellt hat, der zeitgleich mit dem Mann am Tisch ankommt. Winfried gibt Daddy zur Begrüßung die Hand. Dieser schüttelt sie, bevor er sich setzt. Der Lehrer ist etwas verwundert und muss einfach nachfragen.
„Es freut mich wirklich sehr Sie kennenzulernen. Mein Name ist Winfried Jochem. Sagen Sie, Mister Connolly, Thomas hat mir so einiges erzählt. Er sagte sie könnten ziemlich einschüchternd wirken. Allerdings fürchte ich, dass die Schüler sie mit Brille und Gehstock nicht ernst nehmen werden.“
Daddy schaut auf seinen Gehstock.
„Ich weiß, was Sie meinen. Und ich schätze es sehr, dass Sie sich Sorgen um meine Person machen. Das tue ich wirklich. Allerdings habe ich es trotz Brille und Gehstock in einem Gefängnis mit Kriminellen ausgehalten und stets die Kontrolle behalten. Ich denke, da sind ein paar Kinder in der Pubertät das kleiner Übel.“
Winfried muss kurz lächeln.
„Sie scheinen ein wirklich selbstbewusster Mensch zu sein. Das ist erfreulich. Und ich hoffe, dass meine Schüler ein wenig von Ihnen lernen können. Ich mache mir nämlich um den Großteil von ihnen Sorgen. Diebstähle und Drohungen sind fast alltäglich und noch das harmloseste. Gerade die Kinder aus den leistungsschwachen Familien leiden. Weil sie nicht die neusten Handys oder Markenklamotten tragen. Das bisschen Geld, was sie haben, wird ihnen dann auch noch gestohlen. Es ist ein Trauerspiel. Am Ende heißt es selbst von den Opfern, dass doch alles in Ordnung wäre. Und so läuft es nur unter den Schülern. Aber sie machen von den Lehrern auch nicht Halt. Die Lehrer werden beleidigt, angespuckt, geschlagen, getreten...“
Thomas beugt sich zu Winfried rüber, nimmt dessen Hand und legt den anderen Arm um ihn. Big Daddy betrachtet die beiden Männer. Dem Lehrer scheint das alles sehr an die Nieren zu gehen. Der ehemalige Häftling atmet einmal tief durch.
„Oh man, bei Ihnen ist ja wirklich die Hölle los. Mit einmal wird es wohl nicht getan sein, wenn es so ist, wie Sie es erzählen. Ich werde wohl dem Gefängnis einen Besuch abstatten. Vielleicht bekommen wir ja ein paar Insassen ausgeliehen.“
Der Lehrer schaut zu dem Halb-Russen.
„Ausleihen? Sie meinen, dass sie in die Schule kommen?“
Daddy nickt, was Winfried den Schreck in die Knochen jagt.
„Aber… Das kann ich nicht verantworten!“
Thomas tätschelt die Hand seines Freundes.
„Du musst dir wirklich keine Sorgen machen. Big Daddy würde nur nie Häftlinge nehmen, die auf ihn hören.“
Der Ex-Häftling nickt eifrig.
„Ja, natürlich. Auch wenn dies natürlich unter der Aufsicht von Wärtern geschehen würde, würde ich niemals einen aussuchen, der nicht auf mich hören würde. Das hätte ich vielleicht gleich sagen sollen. Ich wollte Sie nicht in Panik versetzen.“
Winfried atmet erleichtert auf. Dann kann er auch wieder lächeln.
„Ich danke Ihnen wirklich sehr.“
„Da wäre noch eine Sache. Wenn ich meinen Vortrag halte, bräuchte ich jemanden, der sich um die technischen Sachen kümmert. Die Folien weiter schaltet und so weiter. Würden Sie mir da assistieren, Mister Jochem?“
Der Lehrer lächelt und nickt.
„Mit dem größtem Vergnügen.“
Er legt seine Hand auf die von Thomas. Daddy lehnt sich zurück.
„Eine Frage hätte ich noch. Seit wann läuft das zwischen euch Beiden?“
Winfried schaut kurz überrascht dann lächelt er. Thomas lächelt ebenso.
„Wir sind seit zwei Jahren zusammen. Wir überlegen sogar, zu heiraten.“
Der ehemalige Häftling lächelt.

Roman sitzt auf seinem Bett. Er und dieser Alpha sollen sich eine Bucht teilen. Wie soll er das nur überstehen? Der reist ihm doch bei der ersten Gelegenheit den Arsch auf. Der junge Mann denkt nach. Er müsste sich jemanden suchen, der es mit Alpha aufnehmen kann. Gerade in diesem Augenblick gehen zwei große und kräftige Häftlinge an der Bucht vorbei. Sofort springt der junge Mann auf und läuft den beiden hinterher.
„Entschuldigung! Verzeihung die Herren?“
Die beiden Männer drehen sich zu dem jungen Mann um. Der ist kurz erschrocken, als sie sich zu ihm umdrehen. Der eine ist etwa in sein 50ern und hat einen südländischen Touch. Der andere ist vermutlich jenseits der 70 und trotzdem noch ziemlich attraktiv. Der Südländer legt seinen Arm auf die Schulter seines Kumpels, ehe er spricht.
„Schau an. Du bist doch der Neue. Der, der es sich sofort mit Alpha verscherzt hat? Sei froh, dass du nicht sein Typ ist. Der ist im Bett wie eine Naturgewalt!“
Der Ältere verschränkt die Arme vor der Brust.
„Das musst ausgerechnet du sagen. Wenn du schlau bist, Neuling, geh ihm aus dem Weg.“
Roman schaut kurz etwas irritiert, dann kratzt er sich verlegen am Kopf.
„Das ist nicht so leicht. Dieser… Der mit den weißen Haaren, hat uns in eine Bucht zusammen gepackt.“
Nun kichert der Ältere.
„Oh, Rhodos ist manchmal wirklich gehässig. Aber wie Sergio schon sagte, du bist nicht Alphas Typ. Er fügt gerne Schmerzen zu. Und Rhodos lässt sich gerne Schmerzen zufügen. Und solange Rhodos keinen physischen Schmerz empfindet, bist du sicher.“
Der Neuling ist nun noch verwirrter.
„Schmerzen?“
Sergio, der Südländer grinst.
„Unser lieber Rhodos hat kein physisches Schmerzempfinden mehr. Erst wenn Alpha ihm Schmerzen zufügt, die er auch spürt, wird er eventuell das Interesse verlieren. Aber ich denke, dass es wahrscheinlicher ist, dass die Hölle zufriert. Also hast du nichts zu befürchten.“
Romeo senkt kurz den Blick und wird dann verlegen, als er spricht.
„Dürfte ich trotzdem Fragen, ob ihr mir helfen könnten, wenn Alpha… etwas versucht.“
Die Männer schauen einander an. Sergio schaut etwas mitleidig zu dem jungen Mann.
„Abraham und ich haben gemeinsam Entschieden, dass wir uns aus Streitigkeiten raus halten, mit denen wir nichts zu tun haben. Du solltest dich vielleicht mal mit Big Daddy unterhalten. Der kann dir bestimmt ein paar Tipps geben. Er hat Alpha schließlich… ‚ausgebildet‘. Ich kann dir seine Nummer geben.“

Noch am gleichen Tag wartet Romeo im Besucherraum. Er hat nur kurz mit diesem Big Daddy gesprochen. Und der klang wirklich autoritär. Da kommt auch schon Daddy in den Raum. Romeo erkennt ihn von dem Foto in der Einganghalle. Der Mann setzt sich zu dem Häftling. Der ist ganz erstaunt. Dieser Mann jenseits des Tisches sieht nicht so aus, als könne er einen Mann wie Alpha in die Schranken weisen. Daddy wendet sich dem jungen Mann zu.
„Also, du hast Probleme mit Alpha, hab ich das richtig verstanden?“
Romeo nickt.
„Ich hab einen blöden Witz gemacht. Ich hätte das vielleicht nicht machen sollen. Aber jetzt bin ich mit ihm in einer Bucht. Und wenn er mich nun...“
Der Halb-Russe legt sich einen Finger auf den Mund. Der Häftling ist überrascht, dass er automatisch schweigt. Er hat die Ausstrahlung dieses Mannes wohl unterschätzt. Der Ex-Häftling schaut zu ihm rüber.
„Du überschätzt deine Attraktivität. Viele von den Männern hier haben an Männern wie… dir kein Interesse. Du bist recht klein, schmächtig. Ich sag es mal so, diejenigen, die an Männern wie dir interessiert wären könnten, sind entweder schon gebunden oder eben sehr rar gesät.“
Der Neuling wirkt nun enttäuscht. Offenbar ist er so ein hoffnungsloser Fall, dass nicht einmal ein Big Daddy ihm helfen kann. Dieser schaut den jungen Mann an und seufzt.
„Was genau willst du denn überhaupt?“
Romeo schaut auf und hat ein wenig Hoffnung zurück bekommen.
„Ich will nicht Alphas Schlampe sein. Und auch nicht die von einem Anderen. Ich will einfach nur in Ruhe meine Strafe absitzen, ohne irgendeinen Zwischenfall.“
Der ehemalige Häftling seufzt und streicht sich über den Bart.
„Das ist alles? Dann entschuldige dich bei Alpha für den Witz, sag dass du nur deine Ruhe willst und fertig.“
„So einfach geht das? Ich weiß ja nicht.“
Daddy legt sich eine Hand auf die Augen, wirft dann seinen Blick zu einem Wärter, der kurz nickt und dann verschwindet. Nach einiger Zeit tritt Alpha ein. Als er Big Daddy sieht, lächelt er und geht zu ihm. Die Beiden Männer umarmen sich. Der Häftling schaut an dem ehemaligen Blockboss runter.
„Du siehst gut aus, Daddy. Die Freiheit tut dir gut. Also, was kann ich für dich tun?“
Der Halb-Russe schaut kurz zu Romeo.
„Unser Freund hier will sich für sein Verhalten dir gegenüber entschuldigen. Und er würde gerne seine Zeit unbehelligt absitzen, ohne jemandes Bückstück zu werden.“
Alpha schaut nun auch zu Romeo uns seufzt.
„Ja, Rhodos hat auch schon so was in der Art gesagt. Also von mir aus steht dem nichts im Wege.“
Daddy schaut nun zu Romeo.
„Siehst du? Ganz einfach.“
Der Neuling schaut die beiden Männer an. Sie verarschen ihn, da ist er sich sicher. So springt er auf.
„Ihr lügt mich an! Ich lasse mich nicht verarschen.“
Romeo stürmt an den Beiden vorbei und verlässt den Raum. Daddy hebt kurz eine Augenbraue, dann schaut er zu Alpha.
„Und wir haben James damals für zart besaitet gehalten. Aber der schießt den Vogel am. Mach es ihm nicht zu schwer.“
Alpha schaut zu Big Daddy.
„Ich mache es wie du einst. Reist er sich am Riemen, hat er vor mir nichts zu befürchten.“
„Braver Junge.“
Der Halb-Russe und Alpha verabschieden sich, dann gehen sie ihrer Wege.
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