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süß, süßer, Sofia

von MarieSol
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Het
OC (Own Character) Riku Rajamaa
01.03.2021
14.04.2021
21
15.961
8
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43 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
04.04.2021 861
 
... heute spiele ich für euch mal den Osterhasten... viel Spaß beim "auspacken"



< Gehst du heute Abend mit mir essen? Ich hol dich ab… > schrieb Riku auf der quälend langen Fahrt an Sofia, er vermisste sie. < Gerne, ich freu mich! >

Um sich etwas abzulenken wollte er sehen, ob die bekannten Profile vom Auftritt gestern berichteten. Vor Schreck ließ er jetzt allerdings beinahe sein Smartphone fallen „Schau dir das an!“ hielt er es Tom unter die Nase. „Das ist frech!!“ meinte der, als er die Bilder in den sozialen Netzwerken sah: Die drei Damen hatte Bilder gepostet, die definitiv in Rikus Zimmer bzw. in seinem Hotelbett entstanden sein mussten und hatte diese mit dem Kommentar ASpecialNightWithRiku versehen. Im Hintergrund waren seine Jacke und sein Gitarrenkoffer zu sehen. „Wie kamen die da rein? Kann man dagegen was machen?“ fragte Tom. Doch das war Riku im Moment herzlich egal, er machte sich mehr Sorgen wegen Sofia.

Die Fahrt zog sich wie Kaugummi, Helsinki schien am anderen Ende der Welt zu liegen. Zuhause stellte Riku seine Sachen nur schnell in die Ecke und warf sich in Schale: dunkle, gutsitzende Jeans und ein hellgraues Hemd. Er hoffte inständig, dass nichts von Sofia zu hören, gut war und sie die Bilder noch nicht gesehen hatte. So schnell wie heute war noch nie bei ihr. Sie öffnete ihm in einem weichfließenden, wadenlangen Kleid und haute ihn damit beinahe um. „Wow, du siehst umwerfend aus!“ streichelte er ihr die langen blonden Haare von der Schulter und küsste sie „Können wir kurz reden bevor wir gehen?“. Sie nickte verwundert, ließ ihn aber herein. In der Küche zog er sein Handy aus der Tasche und zeigte ihr die Bilder „Ich habe damit nichts zu tun, glaub mir das bitte!“ flehte er schon fast. Sofia sah sich das Profil an und lachte los als sie erkannte, wer dahintersteckte „Riku, mach dir bloß keine Gedanken. Die probieren wohl immer noch dich zu kriegen. Ich würde zu gern wissen, was ihr Wetteinsatz ist, dass sie so beharrlich dranbleiben.“ Erleichterung machte sich in ihm breit, hatte er doch mit allem gerechnet, aber nicht damit, dass sie so locker damit umging und ihm ein dermaßen großes Vertrauen entgegenbrachte. Jetzt konnte der Abend beginnen.

Sie saßen in einer kleinen Nische im Restaurant, tranken ihren Espresso nach dem köstlichen Essen und Riku erzählte von den zwei vergangenen Tagen. „… aber alles in Allem war es die Hölle.“ „Waren die Drei so ätzend?“ fragte Sofia, der nicht einleuchten wollte, was so schlimm gewesen sein könnte. „Ach die, die waren furchtbar. Es gibt immer wen, der nicht zwischen dem Berufsmusiker und der Privatperson unterscheiden kann und dann willkürlich Grenzen überschreitet: es ist schön, wenn den Menschen gefällt was du tust, auch wenn du dich noch kurz mit ihnen unterhalten kannst, aber hinterherrennen, Autograme und Fotos einfordern, Küsschen hier, Tatschen da, dich regelrecht bedrängen, das geht einfach zu weit. Ich versuch mich da rauszuziehen, so gut es geht. Dieses Wochenende war ich regelrecht auf der Flucht… Aber was eigentlich die Hölle war, war das du nicht bei mir warst.“ Er sah sie intensiv an und erkannte, dass es ihr genauso gegangen sein musste. „Jetzt bist du ja wieder hier und wir können das restliche Wochenende miteinander genießen…“ streichelte ihr Daumen liebevoll über seinen Handrücken. Diese kleine Zärtlichkeit ließ ihm das Herz übergehen. Ein Räuspern kündigte den Oberkellner an „Verzeihen Sie Herr Rajamaa, da vorne stehen drei Damen, die vorgeben mit ihnen hier verabredet zu sein. Ich denke, es muss sich um eine Verwechslung handeln. Wenn Sie einverstanden sind, werde ich den Damen sagen, dass Sie nicht hier sind.“ Riku schielte um die Ecke und traute seinen Augen kaum „Danke, Jussi, das wäre mir sehr recht.“ Dieser nickte „Sie können gerne den Hinterausgang benutzen, dann müssen Sie und ihre Begleitung nicht durch das Restaurant.“ und zog sich wieder diskret zurück.

Kurze Zeit später gingen die beiden unbehelligt über den Parkplatz hinter dem Restaurant und Riku schimpfte immer noch leise vor sich hin „Das gibt’s doch gar nicht, so dreist…“. „Hej jetzt ärger dich nicht weiter. Das heißt doch nicht, dass für uns der Abend jetzt gelaufen sein muss, oder?“ Sofia mühte sich ab mit ihm Schritthalten zu können, was bei seinen langen Beinen gar nicht so einfach war, bis sie abrupt stehenblieb. „Renn ruhig weiter, aber meine Schuhe und das Kopfsteinpflaster vertragen sich nicht.“ Er kam erschrocken über sich selbst mit schnellen Schritten wieder auf sie zu „Tut mir leid. Wenn es nur um mich geht, kann ich damit“ er deutete auf das Restaurant „umgehen, aber wenn es auch die trifft, die mir lieb und teuer sind, dann geht es mit mir durch.“ Er zog sie fest an sich, legte seine Stirn auf ihre „Entschuldige bitte. Soll ich dich tragen?“ Sofia lachte kurz auf „Nein, nur langsamer gehen. Wo sind wir hier eigentlich?“ „Noch zwei Querstraßen, dann sind wir bei mir. Natürlich nur wenn du magst.“ „Heute bin ich dann die, die nichts dabeihat.“ Das ließ Riku breit grinsen „Meine Shirts zum Schlafen kennst du ja schon und eine neue Zahnbürste habe ich, glaube ich, auch noch. Also, was sagst du, gehen wir zu mir?“
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