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Dramione- Über dem Horizont

GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Draco Malfoy Hermine Granger
24.02.2021
08.04.2021
25
75.879
104
Alle Kapitel
505 Reviews
Dieses Kapitel
13 Reviews
 
07.04.2021 5.146
 
Oh Gott Leute, leider was schief gelaufen!

Es fehlte ein Teil!

Danke dass ihr mich darauf hingewiesen habt!

Dafür kommt nachher noch ein Kapitel!

——-



Hermine setzte sich an den angebotenen Platz von Malfoy und krallte sich an ihre Clutch, um das zittern zu unterdrücken, während auch er sich einen Stuhl nahm und sich zu ihr setzte.
Für einen Moment hatte sie ihren Kopf gesenkt, doch vielleicht empfand er es als unhöflich und Hermine fragte sich, wann der Tag gekommen war, dass seine Anwesenheit ihr das freches Mundwerk nahm und sie sich mehr oder weniger wie ein jämmerlicher Teenie benahm.
Sie musste sich definitiv zusammenreißen.

Doch jedes Mal wenn sie ihren Blick zu ihm hob, hätte sich in seinem Blick verlieren können und sie verlor den Mut.
Seine Augen leuchteten heller, als je zuvor.
Oder kam es ihr nur so vor?
Wie er sie ansah.. fast, als würde ihm gefallen, was er sah. Obwohl so viele hübsche Mädchen vor dem Ballsaal standen, oder hinein liefen. In den schönsten Kleidern, mit den schönsten Frisuren. Und er hatte nur Augen für sie.
Oder bildete sie es sich ein?
Wieso war es so seltsam?
War es nur die Hoffnung in ihr?
Denn es war, als wäre alles wie damals. Als hätte sich nichts zwischen ihnen verändert.
Es war, als würden sie sich in die Augen schauen und wüssten ganz genau ihre tiefsten Geheimnisse, die keiner kannte. Nicht einmal Harry kannte den intimsten Moment von ihnen im Regen, als sie ihm diesen Abschiedskuss auf die Wange gedrückt hatte, dabei sanft seine Lippen berührte. Und nun saß er vor ihr und sah sie an, als würden sie noch immer eine Verbindung miteinander haben.

„Guten Abend, Granger“, flüsterte er mit tiefer Stimme und funkelnden Blick.

„Guten Abend, Malfoy“, erwiderte Hermine schüchtern.
Draco sah sie noch immer an, sein Blick wanderte erneut über ihr Kleid, während Harry und Lynette im Gespräch vertieft waren.

Hermine stieg die Hitze in den Wangen. Es war so unfassbar seltsam, mit Malfoy zu sitzen, während die Gefahr bestand, dass viele Augenpaare sie beobachteten. Was sie wohl über sie dachten? Hermine ließ den Blick schweifen. Nicht dass seine Eltern hier irgendwo waren. Noch so eine peinliche Szene würde sie nicht überleben. Doch es war noch relativ leer im Saal und die Leute zu sehr mit sich beschäftigt.

„Das Ministerium hat mich eingeladen,“ rechtfertigte sich Hermine ungefragt während er sie ansah.

„Ich weiß“, antwortete Malfoy belustigt.

Er wusste es? Hermine warf Harry einen Hilfesuchende Blick zu, Harry allerdings war beschäftigt. Sie wandte sich wieder zu Malfoy um.

„Übrigens danke für eben. Ich wollte im Erdboden versinken.“

Sie senkte lächelnd den Blick auf ihre Armbänder, um an ihnen zu spielen. Er beobachtete ihre Hände dabei, seine Ellenbogen abgestützt auf seinen Oberschenkeln.

„Granger..“ flüsterte er, sodass es niemand außer ihr hören konnte. Hermine hob den Blick.

„Hm?“

Er sah ihr tief in die Augen.
„Es ist schön, dich zu sehen.“

Hermine lächelte schüchtern.
„Es ist auch schön dich zu sehen.“

Er grinste verschmitzt, während Hermine sich umwandte und sich umsah. Malfoy schien es nicht im Geringsten zu stören, dass er sie in aller Öffentlichkeit so vertraut musterte.
Und das war das letzte, womit sie gerechnet hätte. Sie glaubte, er würde sie ignorieren.
Als Hermine sich wieder zu ihm umwandte, hatte er sich gegen seinen Stuhl in ihre Richtung gelehnt und war ihr somit noch näher als eh schon.
Seine Augen funkelten, während er rau zu ihr sprach.
„Ich hätte geglaubt, du kneifst.“

Hermine verspürte am gesamten Körper eine Gänsehaut und es erschien ein ehrliches, schüchternes Lächeln auf ihrem Mundwinkel. Sein Blick war aufrichtig und es war Hermine, als hätte er sich noch näher zu ihr vorgebeugt.

„Warum sollte ich kneifen Malfoy..“ flüsterte Hermine schnippisch, mit einem kleinen verschmitzten grinsen im Gesicht.
„Die Gelegenheit, dich verzweifelt bei der Qual der Wahl der hübschen Reinblüterinnen hier zu beobachten, habe ich mir nicht entgehen lassen.“

Er hob erstaunt seine Brauen, dann erschien ein süffisantes Grinsen auf seinem Gesicht.

„Ach ist das so? Ich dachte eher, es hätte deinen Kampfgeist geweckt..“

Bei Merlin... flirtete er wieder? Hermine spürte, wie ihr Puls stieg, während die beiden sich in die Augen sahen.

„Warum sollte es das, Malfoy.. du musst heiraten, nicht ich.“

Draco fuhr sich durch seinen gestutzten, attraktiven dreitage Bart.
Seine Augen blitzten belustigt.
„Stimmt, da war ja was. Mein rassistischer Vater..“

„Hey.. ich hatte mich dafür entschuldigt!“

Hermine lächelte und stupste ihn für einen Moment an. Dabei verdrehte sie die Augen und spürte sofort seine Finger, die sie festhielten.
Sie sahen sich an.
Es fühlte sich an, wie zu Zeiten, als noch alles okay zwischen ihnen war.. und bevor ihr Herz ihr aus der Brust springen würde, räusperte sie sich und reckte sie spielerisch die Nase in die Höhe um ihre Unsicherheit zu verdecken.
Sie ließen sich los.
„Außerdem… Es gibt hier genug Auswahl für dich.. such dir doch eine von ihnen aus. Vielleicht findet sich ja eine, die es länger mit dir aushält als ich.“

„Ach ja?“ flüsterte er und rückte noch näher mit dem Stuhl an sie heran. Er beugte sich seitlich mit dem Kopf zu ihr, sah in die Menge und legte lässig eine Hand auf Hermines Stuhllehne ab.
Seine Augen wanderten lässig durch die Menge.
„Dann sag du mir doch mal, welche Frau zu mir passen würde.“

Hermine wandte sich zu ihm um während er abwartete, dass sie eine Antwort gab. Er warf ihr so nah, dass sie von der Seite seine hellblauen, Kristall farbenen Pupillen mit den türkisen Tupfern erkennen konnte. Seine Lippen waren geschwungen und luden zum Küssen ein. Der betörender Duft seines Parfüms, den Hermine liebte, stieg ihr dezent in die Nase. Eine lange Strähne fiel ihm ins Gesicht, die er sich lässig mit der anderen Hand nach hinten streifte. Und es war gut, denn Hermine war kurz davor es zu tun. Bei Merlin...
Er wandte seinen Kopf lässig zu ihr um. Ihre Gesichter waren keine 10 cm von einander entfernt.
Es knisterte zwischen ihnen gewaltig und Hermine hielt die Luft an.
Er war vom nahen erschreckenderweise noch attraktiver.
Wie gemalt.

„Und?“ flüsterte er und hob abwartend  seine Brauen.

Gerade als Hermine etwas sagen wollte, rollte er genervt mit den Augen und blickte zu Harry und Lynette, die verstummt waren und die beiden gespannt beobachteten.

„Ist was?“

Hermine wandte sich um und bemerkte ebenfalls, dass die beiden Hermine und Draco mit offenem Mund und einen dämlichen grinsen beobachteten.

„Alles super!“ erwiderte Lynette heiter und hob abwehrend ihre Hände.

Hermine tauschte nervös Blickkontakt mit Harry, der seine Brille rückte und ihr aufmunternd zuzwinkerte.
Dann sprachen Lynette und Harry weiter.

Hermine wandte sich wieder zu Malfoy, der sie noch immer ansah.

„Ich warte“, sagte Malfoy belustigt und Hermine wandte sich unsicher zu der Menge um.
Sie ließ ihren Blick schweifen.

„Was ist mit dem Mädchen im grünen Kleid und den blonden Haaren da drüben?“

Draco verzog die Mundwinkel.
„Claudia Shirley. Tochter des Unternehmers Matt Shirley. 23 Jahre alt. Hatte eine Affäre mit dem 47 jährigen Geschäftspartner ihres Vaters. Außerdem, nicht mein Typ.“

Hermine sah ihn.
Ohne sie anzuschauen, forderte er sie auf weiter zu machen.
„Weiter.“

Hermine ließ ihren Blick erneut schweifen.
„Die rothaarige, im hellblauen Kleid.“

Draco schüttelte Kommentarlos den Kopf und zog die Brauen zusammen, als sei das lächerlich.
Hermine runzelte die Stirn.
„Du bist vielleicht anstrengend. Was ist mit dem Mädchen links neben der tribüne, im pastel-Rosanem Kleid?“

Draco schnaubte leise, während er Hermine mit schiefer Grimasse ansah.
„Ernsthaft?“

Hermine rollte mit den Augen.
So makellos die Mädchen ihr alle vorhin am Eingang vorgekommen waren, so unperfekt wirkten sie plötzlich. Jede hatte ihre Makel und Hermine Fan auf Anhieb keine Frau, die Malfoy vielleicht gefallen könnte. Die eine war zu groß, die andere zu klein, eine hatte eine lange Nase, die andere war zu stark geschminkt. Es könnte jede sein, die ihm gefiel, aber auch keine.

„Schönheit ist relativ und liegt im Auge des Betrachters Malfoy.“ erwiderte Hermine daraufhin.
„Es könnte sein, dass das Mädchen, dass dir optisch am wenigsten zusagt, die jenige ist, in die du dich verliebst, weil sie dich mit ihrem Charakter überzeugt hat.“

„Stimmt. Aber sie muss mir vom ersten Moment an gefallen. Sowohl charakterlich als auch äußerlich. Ich begehre einen bestimmten Typ Frau.“

„Was ist denn dein Typ?“ Rutschte es Hermine unüberlegt raus und er hob erstaunt seine Brauen über diese Frage. Doch statt zu antworten, fing er nur verschmitzt an zu lächeln, während er seinen Blick kurz über sie schweifen ließ.
Hermine nahm einen tiefen Luftzug und spürte dann den Blick von Lynette auf sich.
Merlin sei Dank, waren sie bisher nur den älteren Herren nebenan aufgefallen weil sie so weit hinten saßen. Noch erregten sie kein Aufsehen.

Hermine lehnte sich in ihren Stuhl und starrte auf einen bestimmten Fleck, während Draco sich nachdenklich durch sein Kinn fuhr.

In dem Moment kam eine junge Frau hinein, die die Blicke aller auf sich zog. Glänzende Rückenlange schwarze Haare, ein atemberaubendes Samtgrünes Kleid und das wohl makelloseste Gesicht, dass Hermine jemals gesehen hatte. Die Haut blass, die Lippen blutrot, die Augen so dunkel, dass sie fast schwarz wirkten.

Hermine spürte ein unangenehmen Schmerz in der Brust. Sie war bildhübsch, wenn nicht sogar die Schönste im gesamten Saal. Und Hermine glaubte, Dracos Blick kurz zu ihr schweifen gesehen zu haben. Während Hermine genau seine Mimik studierte, wurden sie wieder von einem Wärter unterbrochen.

„Sir, der Señor und seine Frau suchen Sie. Und es gibt Probleme mit der Deckenbeleuchtung.“

Draco nickte und stand auf. Und es war fast, als hätte er ihre Hand nicht zufällig sondern gewollt berührt. Er wandte sich zu Hermine um.

„Wir sehen uns mit Sicherheit später. Amüsier dich.“

Hermine nickte und lächelte tapfer.
„Werde ich.“

Draco warf Hermine noch einen letzten Blick zu, ehe er dann neben dem Wärter in eine bestimmte Richtung lief. Fast, als wollte er bei ihr bleiben. Doch er schritt davon. Und er fiel plötzlich in der Mitte des Saals auf, sodass sich jegliche Gäste zu dem attraktiven blonden umwandten. Unter anderem das wunderschöne Mädchen, dass selbst Hermine die Sprache verschlagen hatte. Für einen Moment blieb Draco vor ihr stehen, denn sie hatte etwas zu ihm gesagt. Er wandte sich um und begrüßte sie Kurzatmig. Es wirkte irgendwie vertraut. Hermine starrte die beiden an und es fühlte sich nicht gut an.
Am liebsten wäre sie hingelaufen, hätte Draco an die Hand genommen. Hätte der blöden Schönheit gesagt, dass sie ihn nicht so anstarren solle. Es tat so unheimlich weh, ihn mit anderen schönen Frauen zu sehen und es kratzte ganz schön am Ego. Sie senkte betrübt den Kopf, hob ihn wieder zu ihm und sah ihn schließlich in ihre Richtung blicken. Mist! Er hatte gesehen, dass sie ihn beobachtet hatte.
Draco sagte etwas zu dem Mädchen, nickte ihr zu und lief anschließend mit den wartenden Wärter davon. Ob Draco sich ertappt fühlte? Das Mädchen sah ihm hinterher, als hätte sie das Gespräch am liebsten vertieft.

Plötzlich stand Harry auf.
„Ich muss mal eben telefonieren.“

„Warum?“ fragte Hermine entgeistert. Er konnte sie doch jetzt nicht alleine lassen!

„Ich bin sofort wieder da.“

Harry lief an ihnen vorbei und steuerte in Richtung Ausgang.
Hermine wandte sich zu Lynette um, die Hermine die ganze Zeit über beobachtet hatte.

„Weißt du vielleicht was er hat?“

Lynette presste die Lippen zusammen.
„Ich schätze, er hat gerade etwas erfahren, dass er nicht wusste und ich habe mich verplappert.“

„Was denn?“ fragte Hermine besorgt.

„Nun ja, anscheinend wusste er nicht, dass seine Verwandten nun offiziell dank Draco als Squibs im Zauberer Einbürgerungsbuch eingetragen sind.“

Hermine starrte sie verständnislos an.
„Wie bitte? Was hat Malfoy mit den Dursleys zu tun?“

Lynette rückte näher an Hermine heran und nahm ihre Hand.
„Weißt du es wirklich nicht?“

Hermine schüttelte den Kopf.
„Lynette, wenn du etwas weißt, dann sag es mir bitte.“

Lynette sah sie lächelnd an.
„Vielleicht sollte Draco es dir selbst sagen. Es wäre nicht fair von mir. Ich glaube, ich habe schon genug verraten.“

Hermine runzelte nachdenklich die Stirn. Was ging hier nur vor sich?

„Ich hätte aber eine Frage an dich.“ sagte Lynette plötzlich und Hermine sah auf. Die attraktive schwarzhaarige ließ Hermine noch immer nicht los.

„Ja?“ fragte Hermine.

„Du bist verliebt in ihn. Stimmt es?“

Hermine starrte Lynette an und spürte, wie sie Magenschmerzen bekam. War sie so durchschaubar?

„Wie kommst du darauf?“ fragte Hermine unsicher und die Hitze stieg ihr in die Wangen. Es war plötzlich so furchtbar warm im Saal.
„Deine Blicke verraten dich süße.“

Hermine schwieg und das sagte alles. Ein Moment verging. Schließlich räusperte sich Hermine.

„Lynette, kann ich dich was fragen?“
Lynette lächelte.
„Alles.“

„Wer ist dieses Mädchen?“ fragte Hermine und deutete mit dem Blick auf das wunderschöne Mädchen, dass an einem der vorderen Tische mit anderen Mädchen saß und sich suchend umwandte.

„Das ist Astoria Greengrass.“ antwortete Lynette zögernd und Hermine wandte sich mit schweren Herzen zu ihr um. Sie hatte es innerlich geahnt. Pansy hatte mal den Namen erwähnt.
„Sie war mit Malfoy zusammen, stimmt’s?“

„Ja.“ bestätigte Lynette und Hermine liebte ihre Ehrlichkeit, auch wenn es verdammt weh hat. Mit Sicherheit war noch etwas zwischen ihnen und Hermine war zum weinen zumute. Vielleicht hatte er deswegen die Flucht ergriffen, als der Wärter kam. Damit seine exfreundin ihn nicht mit ihr hier sitzen saß. Hermine stand die Traurigkeit ins Gesicht geschrieben.

Lynette schien das zu bemerken und drückte Hermine ihren Wein von vorhin in die Hand.

„Trink, dann wirst du lockerer.“

Hermine nahm einen großen Schluck und spürte sofort das prickeln im Hals.

„Und zwischen den beiden ist nichts mehr. Da brauchst du dir keine Sorgen machen.“

Lynette sagte es so selbstverständlich, als wäre es klar, dass etwas zwischen Draco und ihr lief.

Die Brünette lächelte traurig.
Die Kraft, es zwischen Draco und ihr zu leugnen hatte sie nicht mehr. Deswegen schwieg sie einfach.

Schließlich stand Hermine auf.
„Ich schau mal nach Harry.“

Lynette nickte und drückte ihre Hand.

„Natürlich. Vergiss nicht, zurück zum Tisch der Minderheiten zu kommen.“

Hermine drückte ihre Hand.
„Ich vergesse es nicht.“

Sie lief wie betäubt entlang der Tische und spürte wieder diese gierigen Blicke der älteren Herren, dann die der Gäste auf der Tanzfläche und letztendlich traf sie sogar der Blick von Dracos exfre undin Astoria, die ihr in einer gruppe mit Mädchen hinterher blickte.
Hermine wollte in dem Moment einfach nur raus und schaffte es schließlich aus den Saal nach draußen, in die kühle Luft zu flüchten.

Angekommen atmete sie tief durch und entfernte sich etwas vom Saal, um sofort ihr Handy zu zücken und Harry anzurufen.

Doch sein Handy war besetzt und Hermine blickte stattdessen auf die Nachricht Ginnys, die ihr nur viel Spaß wünschte und morgen den Abend detailliert wissen wollte. Hermine steckte Verzweifelt ihr Handy in ihre Clutch zurück und überlegte was sie tun solle. Sie sah sich suchend nach Harry um, als sie wieder Gäste in den Saal hineinlaufen sah.

Hermine blickte in den Himmel empor, der sich nun langsam in Richtung Sonnenuntergang neigte. Genau in dem Moment wurden die Laternen vor dem Tor angeknipst und die Brünette entfernte sich etwas, um eine Runde spazieren zu gehen und einen ruhigen Platz für sich zu finden. Diese Informationen, die sie so eben erhalten hatte, versuchte sie logisch in ihrem Gedächtnis zu katalogisieren, allerdings kam sie immer nur auf eines hinaus. Er musste es mit Absicht gemacht haben. Und plötzlich hinterfragte sie alles, was er getan hatte und versuchte in allem eine Logik zu finden, nur um dann wieder zum Entschluss zu kommen, dass es vielleicht doch keine große Absicht dahinter war. Dass mit den Dursleys war wirklich seltsam und ja, vielleicht wollte er Hermine eifersüchtig machen, weil er ein gekränktes Ego besaß.. Aber warum? Warum? Das machte für Hermine überhaupt keinen Sinn! Als sie ihn betrunken geküsst hatte, hatte er den Kuss nicht einmal erwidert. Oder lag es daran, dass er einfach nicht ihren Zustand ausnutzen wollte? Hermine fühlte sich verzweifelt, ratlos und wusste nicht was sie tun sollte! Hätte sie zumindest seine Nummer noch, sodass sie ihn eventuell anrufen und hinaus bitten könnte. Sie hatte das Gefühl, langsam den Verstand zu verlieren!

-

Plötzlich spürte Hermine, wie jemand unsichtbares an ihrem Arm rüttelte.

„Hermine! Wo warst du?!“

„Harry! Du hast mich fast zu Tode erschreckt!“ wisperte Hermine verärgert und hielt sich die Hand aufs Herz.

„Komm mit..“, flüsterte Harry und Hermine entfernte sich mit ihm in eine ruhige Ecke. Harry riss sich den Tarnumhang von Kopf.
„Was ist denn los?“, fragte Hermine unsicher und Harry wandte sich hektisch um.

„Ich habe Pansy und Zabini gerade belauscht.“

Hermine bekam augenblicklich Magenschmerzen.
„Und?..“

„Es sollen gleich ‚Tänze‘ für den Wohltätigkeitszweck verkauft werden. Das heißt, dass die Gäste, die teilnehmen einen Tanz mit sich versteigern können. Das Geld wird dann gespendet. Wenn jetzt der Teilnehmer beispielsweise 3000 Galleonen für einen Tanz bietet und sich jemand aussucht, kann die Person zustimmen oder nicht. Aber ich denke, wer ablehnt, gerät in ein ziemlich schlechtes Licht.“

Hermine nahm tief Luft.
Das hieß, dass...
Harry sprach weiter.

„Die Showeinlage kommt wohl erst zum Ende hin. Ich habe gehört, wie sie über ein Biest gesprochen haben, für den letzten Tanz.“

„Letzten Tanz? Wie ist das gemeint?“

„Pansy sagte, dass keines der Mädchen sich auf das Biest einlassen wird und auch keiner dafür Auktionieren wird, weil sie sich ansehnlichere Tanzpartner wünschen werden. Aber von einer Versteigerung war nicht die Rede. Ich persönlich glaube, dass das inoffiziell dann die Braut für Malfoy sein wird. Symbolisch dafür, dass er wohl das Biest ist und die Prinzessin mutig genug. Aber ich weiß es nicht, was es auf sich hat.“

Hermine runzelte die Stirn.
„Die Malfoys lassen sich die Aufmerksamkeit echt nicht nehmen..“

„Stimmt.“

Hermine seufzte tief und senkte den Kopf.
„Haben sie noch etwas gesagt?“

Harry druckste herum.
„Nun ja..“

„Bitte sag es mir Harry..“, flüsterte Hermine und es breitete sich ein stechen in ihrer Brust aus. Es klang nicht positiv.

„Zabini erzählte, dass Malfoy sicher nicht damit rechnete, dass ‚sie‘ kommen wird. Er hat keinen Namen gesagt, ich denke aber, er meint dich.“

In Hermines Augen sammelten sich Tränen und Harry legte sofort eine Hand auf ihre Schulter.
„Hey.. Was ist denn los.. Das ist doch ein gutes Zeichen.. Oder nicht?“

Hermine schüttelte lächelnd den Kopf und wandte ihren Blick weg, während die Tränen aus ihren Augen traten.
Es tat unheimlich weh...

„Ich glaube, er meinte Malfoys ehemalige Freundin Astoria..“

„Hermine!“, sagte Harry lächelnd und fasste sie an die Schulter.
„Natürlich kann es sein, dass er vielleicht sie meinte. Aber ich bin mir sicher, dass du es bist. Weißt du warum? Sieh mich an.“

Hermine hob unter Tränen den Blick und Harry fuhr ihr sanft durch die Wange.

„Ich habe gerade mit Big D telefoniert. Malfoy war bei ihnen. Zumindest hat Big D von einem großen blonden Mann mit Wolfsaugen gesprochen. Er wollte die Dursleys erst bestechen, doch sie wollten kein Geld. Du weißt ja, für kein Geld der Welt wollten sie Kontakt zu mir. Dann hatte Malfoy sie wohl gefragt, was das Problem zwischen uns sei, weil er ihnen helfen wollte. Daraufhin offenbarte Petunia, dass die Zaubererwelt die Familie gespaltet hatte.“

„Was?!“, flüsterte Hermine ungläubig und Harry nickte.

„Weil nur Mum eine Einladung von Hogwarts bekommen hatte. Daraufhin hatte er versprochen sich dafür einzusetzen, dass sie zumindest als Squibs anerkannt werden, damit wir uns wieder näher kommen. Sie haben zugestimmt. Und in letzter Zeit haben sie mich sogar öfter angerufen. Ich wollte es euch nur nicht erzählen, weil ich irgendwie.. Angst hatte, dass sie andere Absichten haben. Aber nachdem Lynette sich verplappert hatte, ist mir bewusst geworden, dass sie sich wirklich mit mir verbunden fühlen. Und weißt du was? Es fühlt sich gut an.“

Hermine schwieg einen Moment nachdenklich. Sie konnte sich keinen Reim darauf machen, warum Malfoy dies getan hatte.

„Harry?.. Ist es nicht ein Zufall, dass Ginny ihn ausgerechnet an dem einen Tag im Theater gesehen hatte?“

Harry zuckte grinsend mit den Schultern. „Ich denke, Malfoy hat den Tag und die Uhrzeit mit den Dursleys eingefädelt, um dich eifersüchtig zu machen. Oder warum ist er nach einer halben Stunde gegangen, als er statt dir, Luna gesehen hatte? Und deswegen nahm er auch Lynette mit. Weil mit ihr theoretisch keine Gefahr für dich bestehen würde.“

Auf Hermines Mundwinkel erschien ein kleines, trauriges Lächeln.
„Ich wünschte, ich hätte deinen Optimismus.“

Harry legte seine Hand auf die Wange seiner besten Freundin.

„Hermine.. Du bist erwachsen. Und es steht uns nicht zu, uns in dein Leben einzumischen. Du musst dich entscheiden. Entweder bist du heute nicht mutig und überlässt Malfoy einer anderen, oder du gehst da rein und sagst den Reinblüter Schnepfen den Kampf an.“

„Harry.. Ich-...“

Plötzlich unterbrach eine snobistische Tiefe Stimme die beiden.

„Na sieh mal einer an..“

Hermine und Harry wandten sich um und blickten direkt in die hellen grauen Augen von Lucius und Narzissa Malfoy, die zwar dieselbe Nuance wie, die ihres Sohnes hatten, doch viel kälter wirkten.

Hermine fühlte sich wie versteinert, während die beiden eingehakt auf sie zugeschritten kamen, Lucius Malfoy mit einen gebundenen, strengen Zopf, Mrs Malfoy ihre Haare halb hochgesteckt, beide dieses süffisante Grinsen im Gesicht.

Sie blieben vor Harry und ihr zum Stehen und Lucius setzte seinen Gehstock in der linken Hand geräuschvoll ab.
Der Brünetten lief es eiskalt den Rücken runter.

„Guten Abend“, sagte Harry tonlos, doch freundlich und ließ zu, dass die Malfoys sie von oben herab musterten. Narzissa fing an zu lächeln und Hermine konnte nicht einmal einordnen, ob dieses ein echtes war.

„Guten Abend Mister Potter. Es ist lange her..“ säuselte sie und Harry rückte selbstbewusst seine Brille zurecht, ohne den Blick abzuwenden.

„Ja das stimmt wohl.“

Lucius trat süffisant grinsend zu ihm hervor und streckte ihm seine große, knochige und mit teuren Ringen übersäte Hand aus.

„Nun, ich weiß zwar nicht, woher sie die Einladung haben, aber ich heiße Sie hiermit herzlich willkommen. Sicher erleben Sie nicht oft solch Veranstaltungen, Mister Potter.“

Harry ergriff seine Hand mit einem höhnischen Lächeln und schüttelte sie selbstbewusst.

„Ich, als der Auserwählte, wurde zu noch viel größeren Vorstellungen geladen. Diese habe ich allerdings dankend abgelehnt.“

Lucius Augen blitzten und seine Lippen verzerrten sich zu einem schmalen, freundlichen, falschen Lächeln.
„Dann dürfen wir uns wohl geschmeichelt fühlen, Mister Potter.“

„In der Tat, Mister Malfoy.“, erwiderte Harry und sie ließen ihre Hände schwungvoll los.

„Und.. Wie läufts?“ fragte Lucius ihn mit Schlitzaugen und setzte ein belustigtes Grinsen auf, während er sich die Hand, die Harry berührt hatte, geräuschvoll an seiner Robe abwischte.

„Man lebt. Und bei Ihnen?“ erwiderte Harry gespielt desinteressiert.

Lucius lachte trocken.
„Immer noch auf Hauselfen suche, da Sie mich um meine gebracht haben.“

Harry lächelte süffisant.
„Zu schade, dass sie in den Jahrzehnten keine neue gefunden haben, die gerne im Manor bleibt. Ich würde Ihnen aber zur Entschädigung meine Hauselfe Kreacher anbieten. Sie diente Jahrzehnte dem Hause Black, was ihre Frau mit Sicherheit erfreuen dürfte. Zudem sind Sie und Kreacher sich ziemlich ähnlich.“

Hermine stupste Harry verärgert an. Er ging zu weit. Doch Lucius hatte schon gekontert.

„Es freut mich, dass zumindest ihr Humor nicht vergraben liegt, wenn auch alles andere in ihren Leben.“

Narzissa stieß ihren Mann an und murmelte verärgert: „Lucius..“

Hermines klopfte das Herz so stark, dass sie befürchtete, es würde herausspringen. Sie hatte keine Angst vor den Malfoys, nein.. Auf keinen Fall, es war eher die Tatsache, dass die Eltern des Mannes vor ihr standen, den sie liebte.
Seltsamerweise, interessierte es sie doch, was sie von ihr dachten, so egal sie ihr auch vorher waren- Moment...
Hatte Hermine sich gerade das erste Mal.. Eingestanden, dass sie.. Ihn.. Liebte? Sie zuckte aufgrund ihrer eigenen Gedanken zusammen.

Und während sie zu viert da standen, ergriff Narzissa das Wort, nachdem sie sich betont langsam zu Hermine umgewandt hatte.
„Mrs Granger, richtig? Ich habe Sie fast nicht erkannt.“

‚Fast nicht erkannt‘.. Ob das negativ gemeint war?
Hermine nahm sich vor, neutral zu bleiben, während sie die neugierigen und abschätzigen Blicke der Malfoys auf sich spürte.

„Ja Mrs Malfoy. Was ich von Ihnen nicht behaupten kann. Sie sehen genauso jugendlich und schön, wie vor 10 Jahren aus“, erwiderte Hermine wahrheitsgemäß und klang wohl freundlicher, als sie es wollte.
Denn seltsamerweise wollte eine Region in ihrem Gehirn seinen Eltern gefallen.. Und es schien zu wirken.
Auf den Lippen seiner Mutter erschien ein charmantes Lächeln und Hermine spürte die ungläubigen Blicke von Harry an sich. Hatte sie Narzissa Malfoy gerade wirklich ein Kompliment gemacht?

„Wie überaus reizend von Ihnen meine Liebe. Ist sie nicht wunderbar Lucius?“
Narzissa stupste ihren Mann lächelnd an und Lucius hatte sich nun prüfend zu ihr ungewandt.

„Wie gefällt Ihnen die Veranstaltung?“

Hermine tauschte einen Blick mit Harry aus und sah Lucius Malfoy schließlich zurückhaltend an.
„Zu der Veranstaltung kann ich nicht viel sagen, aber die Inneneinrichtung ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet worden. Besonders die Dekorationen haben mir gefallen.. Sie sind luxuriös, doch auf ihre eigene Art elegant und schlicht. Das Kulturgut hat mich an die italienische Renaissance erinnert.“

Lucius und Narzissa starrten Hermine überrascht an. Der ältere fing beeindruckt an, süffisant zu grinsend.

„Erstaunlich, dass Sie anscheinend die einzige sind, der es aufgefallen ist.“

Hermine presste lächelnd die Lippen zusammen.
„Nun ja, der Stil ist unverwechselbar. Und die Skulptur von dem berühmten Muggel-und Zauberer Porträt Künstler Leonardo Da Vinci hat mir die Bestätigung gegeben. Es fühlt sich an, wie eine kleine Zeitreise Mister Malfoy.. sehr beeindruckend.“

Die Malfoys warfen sich erneut Blicke zu und auf Lucius Gesicht erschien ein zufriedenes Grinsen. Harry schien es die Sprache verschlagen zu haben und Hermine konnte nicht verstehen, warum plötzlich Komplimente aus ihrem Mund sprießten.

„Sind Sie denn ursprünglich auch aus Italien oder woher kommt ihr Interesse an dieser Zeitepoche Mrs Granger?“, fragte Narzissa lächelnd und hatte anscheinend nicht vor das Gespräch zu beenden. Hermine dachte einen Moment nach.

„Nein Mrs Malfoy. Meine Eltern sind ursprünglich aus Frankreich. Ich interessiere mich seit ich denken kann für die Geschichte.“ antwortete sie freundlich.

„Aha. Woher aus Frankreich? Ich nehme an aus Marseille?“fragte Lucius interessiert mit einer erhobenen Braue.

„Nein. Paris“, erwiderte Hermine und vergaß in dem Moment, dass sie gerade von Dracos Eltern ausgefragt wurde. Ob das ein gutes Zeichen war?

„Und Sie arbeiten jetzt im Ministerium?“

„Ja Mister Malfoy. Aber erst seit kurzem.“

„Aha..“, sagte Lucius. „Und wie gefällt Ihnen die Stelle?“

Hermine räusperte sich. Wollten die Malfoys jetzt wirklich Smalltalk? Hermine fühlte Misstrauen in sich aufsteigen. Vielleicht sollte sie vorsichtig sein.. Andererseits.. War da immer noch dieses dringende Gefühl, sich zu beweisen. Damit sie Hermine vielleicht mal von einer anderen Seite kennenlernen konnten und verstanden, dass sie, trotz der Tatsache eine Muggelgeborene zu sein, vielleicht nicht so schlecht war, wie sie dachten.

„Ich arbeitete vorher als Juristin und die neue Stelle ist eine überaus gelungene Abwechslung. Ich habe das Gefühl, als könnte ich mein Potenzial mehr ausschöpfen. Die Arbeit ist vielseitig und interessant.“

Lucius nickte langsam.
„Das freut uns doch zu hören, dass Sie so ambitioniert sind Mrs Granger. Vielleicht hätten dann Sie in Malfoys Industries einsteigen sollen und nicht ihr Vorgänger Barkley den Unfähigen Trottel, den mein Sohn mit in die Firma angeschleppt hat und der seitdem sein Unwesen treibt, obwohl er übertariflich bezahlt wird.“

Narzissa stieß ihren Mann erneut vorwurfsvoll an.
„Liebling, das gehört sich nicht.“

„Ach ist doch wahr!“

„Wie- bitte..?“ stotterte Hermine und Harry klappte die Kinnlade auf.
„Sagten Sie gerade, dass Barney Barkley nun bei Ihnen arbeitet?“

„Nicht mehr lang.“, wisperte Lucius verärgert und nun wechselte wieder Narzissa das Thema.

„Und Sie sind mit Mister Potter liiert?“ Ihre Blicke wanderten von Harry zu Hermine und zurück.

„Nein nein!“, sagte Hermine und wedelte wild mit den Händen.

„Der Tagesprophet erzählt viel, wenn der Tag lang ist. Harry ist mit Ginevra Weasley verheiratet.“

Lucius schnaubte kurz und lachte schließlich falsch in Richtung Harry.
„Arthurs Tochter also. Dann wünsch ich-..“

In dem Moment unterbrach ein Wärter die Runde und flüsterte den Malfoys etwas zu, die schließlich nickten. Lucius wandte sich schwungvoll zu Hermine und Harry um.

„So, lang genug Pläusschen gehalten. Ich hoffe, Sie verpassen nicht die beeindruckende Show, die gleich stattfinden wird, Mrs Granger.“

Lucius grinste süffisant und schritt schließlich mit der lächelnden Narzissa in den Ballsaal.

Hermine senkte den Blick. Das war mit Sicherheit eine Anspielung darauf, dass Draco gleich mit einer anderen Frau tanzen würde.

Harry stupste Hermine an, wie die paralysiert in Richtung der Malfoys blickte, die in den Saal traten.
„Hermine!“, zischte Harry aufgeregt.
„Hast du das gerade mit Barkley mitbekommen? Ist das Zufall?“

Hermine ließ das Gespräch Revue passieren und hatte das Gefühl, als würden sich ihre Eingeweide zusammenziehen.

„Harry.. Ich brauche einige Minuten für mich. Ist das ok für dich?“

Harry umarmte Hermine innig und nickte schließlich.
„Wach endlich auf..“, flüsterte er ihr ins Ohr und lief anschließend in Richtung des Balls zurück.

Hermine blickte in den Himmel empor, der sich nun langsam in Richtung Sonnenuntergang neigte. Genau in dem Moment wurden die Laternen vor dem Tor angeknipst und die Brünette entfernte sich etwas, um eine Runde spazieren zu gehen und einen ruhigen Platz für sich zu finden. Diese Informationen, die sie so eben erhalten hatte, versuchte sie logisch in ihrem Gedächtnis zu katalogisieren, allerdings kam sie immer nur auf eines hinaus. Er musste es mit Absicht gemacht haben. Und plötzlich hinterfragte sie alles, was er getan hatte und versuchte in allem eine Logik zu finden, nur um dann wieder zum Entschluss zu kommen, dass es vielleicht doch keine große Absicht dahinter war. Dass mit den Dursleys war wirklich seltsam und ja, vielleicht wollte er Hermine eifersüchtig machen, weil er ein gekränktes Ego besaß.. Aber ob er Barkley wirklich abgekauft hatte? Das würde aber bedeuten, dass er wollte, das Hermine die Stelle bekam. Aber warum? Warum? Das machte für Hermine überhaupt keinen Sinn! Außer, dass er wollte, dass sie glücklicher sei. Und das hieße ja, dass er mehr für sie empfand als nur Freundschaft. Oder? Oder hatte er einfach nur Mitleid, weil die so einsam und unzufrieden war?

Als sie ihn betrunken geküsst hatte, hatte er immerhin den Kuss nicht einmal erwidert. Oder lag es daran, dass er einfach nicht ihren Zustand ausnutzen wollte? Hermine fühlte sich verzweifelt, ratlos und wusste nicht, was sie tun sollte! Hätte sie zumindest seine Nummer noch, sodass sie ihn eventuell anrufen und hinausbitten könnte. Sie hatte das Gefühl, langsam den Verstand zu verlieren! Hermine nahm tief Luft und lief schließlich Richtung Eingang, als plötzlich Astoria Greengrass, Malfoys exfreundin hinauskam. Hermine blieb stocksteif stehen. Entsetzt musste sie feststellen, dass Astoria von näheren betrachtet noch hübscher war. Was für ein Glück sie hatte, mit Malfoy eine Beziehung geführt geh haben. Selbst, wenn sie geendet war. Die Vorstellung war für Hermine so unrealistisch, dass er sie küssen würde, auf romantischer Ebene Zeit mit ihr verbringen würde, dass sie tiefe Eifersucht gegenüber dieser schönen Frau empfand.

Hermine presste die Lippen zu einem verhaltenen Lächeln zusammen und wollte sich gerade in den Saal an ihr vorbeistehlen, als sie die feminine Stimme hörte.

„Hermine Granger, richtig?“

Überrascht wandte Hermine sich zu ihr um.
„Ja?“
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