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Die unfassbare Kunstkarriere von Schlappohr-Bob

GeschichteKrimi, Freundschaft / P12 / Gen
Allie Jamison Bob Andrews Inspektor Cotta Justus Jonas Peter Shaw Skinner "Skinny" Norris
24.02.2021
26.02.2021
9
13.898
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24.02.2021 2.619
 
Justus wurde mitten in der Nacht durch Kauderwelsch geweckt,das aus der Richtung seines neuen Computers kam.
Durch eine Prügelei von zwei Klienten in einem vergangenen Fall konnte er sein Zimmer auf Versicherungskosten neu einrichten,und gestern war endlich sein neuer PC eingetroffen.
Deluxe. Und nun spielte Bob daran,der anscheinend nicht schlafen konnte.
Der gerade erst geklärte Fall mit dem Fenster zum Schrottplatz hatte die drei Fragezeichen und Allie Jamison,die neben dem Bett auf einem Sessel schnarchte, mit desolaten Verletzungen zurückgelassen, während Justus immer noch eine Brandwunde am Fuss auskurieren musste.
So verbrachten die Freunde die Nacht auf diversen Möbeln im Zimmer von Justus,und schoben die Rückkehr zur Uni noch eine Woche auf. Oder zwei.
"Bob,du spielst Sims4!", sagte der erste Detektiv verschlafen. "Aber das muss doch wohl nachts nicht mit Ton sein!"
"Ach so!", entschuldigte sich Bob verlegen. Er hatte es nicht sonderlich mit Computerspielen,sondern benutzte den PC eigentlich überwiegend zu Fallrecherchen.
Sims4 spielte er zum ersten Mal und hatte den Ton,die merkwürdige Sprache,noch nicht deaktiviert.
Justus stand auf. "Ich hätte ja nichts anderes von dir erwartet,als ein ganzes Haus voller Badewannen und Waschbecken zu stellen", grinste er dann. "Aber das scheint mir doch etwas übertrieben. Legst du den virtuellen Personen auch Kohletabletten hin? Und Reisetabletten?"
Bob räusperte sich. "Ich werde mich exmatrikulieren."
Justus starrte ihn an. "Hä? Im realen Leben? Nur weil du einen Test in Journalismus verhauen hast?"
Bob sah ihn müde an. "Ich falle durch alle Tests! Ich muss einen neuen Beruf suchen.
Und deshalb dachte ich,einen Shop namens "Billig baden bei Bob!" einzurichten."
Justus sah höchst verblüfft aus. "Wie bitte?! Billig baden bei Bob! Du willst...ausgerechnet du mit deinem Hygienetick...du willst Kunden bei dir baden lassen?!?"
"Natürlich nicht", sagte Bob entsetzt. "Ich will ihnen Badewannen verkaufen!"
"Dann sollte das im Titel mitklingen,meinst du nicht? So hört sich das an,als würdest du ein öffentliches Klo mit Badewannenbeteiligung betreiben."
"Ein...ich soll...ein öffentliches Klo...?!" Bob nahm schon beim Gedanken daran eine Wurmtablette ein.
Und änderte den Namen seines künftigen Unternehmens in "Billige Badewannen bei Bob".
"Und warum billig?", sagte Allie zweifelnd,die ebenfalls aufgewacht war. Ihr wäre nie in den Sinn gekommen,in ihrem Zaubershop etwas gewollt billig zu verkaufen. Selbst Billiges verkaufte sie teuer. Sie und ihre Schimmelstute Queenie logierten seit Wochen auf dem Schrottplatz,da ihre Wohnung in der Zauber-WG durch Sturmflut in Mitleidenschaft gezogen worden war.
"Weil man Kunden heute nur noch durch Angebote anziehen kann", spekulierte Justus. "Aktionswochen und so weiter...Sonderangebote für einen Tag..."
"Ja,und auch billig,weil sich mein Barvermögen auf einige hundert Dollar beschränkt!", meinte Bob etwas verzagt.
"Du könntest gebrauchte Badewannen verjubeln", sagte Allie nachdenklich.
"Bäh!", machte Bob nur. "Und wer soll die zuerst putzen?" "So etwas kannst du auch nicht aus dem Nichts finanzieren", lachte Peter,der ebenfalls aufgewacht war. "Mit ein paar hundert Dollar kannst du doch keinen Shop eröffnen! Die Miete...die Versicherungen...die monatlichen Zusatzkosten..."
Justus sah den zweiten Detektiv erstaunt an. "Du klingst aber gut vorbereitet!"
Peter hüstelte. "Nun...ich hatte mal mit dem Gedanken gespielt,einen eigenen Raubtierzoo zu eröffnen."
Seit einem vergangenen Fall war Peter Raubtierflüsterer und arbeitete zweimal die Woche im Zoo, neben dem Studium.
Justus grinste. Peter mit seinen Raubtieren!
"Vielleicht könntest du deine Eltern um Starthilfe bitten", meinte Allie.
"Wohl kaum", sagte Bob bitter. "Als ich Dad gestern abend am Telefon sagte,ich wolle einen Badewannenshop eröffnen,dachte er,ich sei schwer betrunken und würde nur Unsinn faseln."
Mr Andrews war Mitleiter einer Zeitung.
Justus warf einen Blick auf den Monitor. Einige Sims tippten sich an den Kopf,als sie statt erwünschter neuer Küchengeräte und Betten wieder nur neue Badewannen bekamen,als der Tag sich zuende neigte.Sie kochten immer noch auf dem billigsten Herd mit Anbrenneffekt, Essen mit Kühlschrankgeschmack, besassen aber luxuriöseste Nasszellen.
"Das sieht aber nicht nach low budget Wannen aus", spottete Allie. "Ich biete dir an,eine Ecke im Zaubershop als Probe zu übernehmen. Du bezahlst gerechte anteilige Miete. Du 75 Prozent,ich 25."
"Abgemacht!", sagte Bob erleichtert,und Justus zauderte. Bob schien nicht wirklich ein guter Geschäftsmann zu sein.
"Ich stifte dir sogar zwei Badewannen!", meinte Allie. "Mit der letzten Sturmflut habe ich jede Menge Müll...wertvolle Möbeln ins Haus gespült bekommen."
Bob lehnte hastig ab. Badewannen mit Tang,Quallenhinterlassenschaften und so weiter...er schauderte.
"Aber ich haue dir,sobald ich wieder richtig gehen kann..." Sie deutete auf den Verband um ihren Fuss, "...zwei Badewannen aus den Badezimmern der anderen Mietwohnungen heraus, sie sollen neu gemacht werden..."
Bob war mehr als gerührt. Justus schnaubte empört, als sein Kollege zum ersten Schaumbad des Tages aufgebrochen war.
"Du willst deine siffigen Badewannen doch nur von der Versicherung ersetzen lassen!"
Allie lachte nur. Völlig unbeeindruckt.
"Willst du wirklich ein krankes Mädchen wie mich alleine in die überschwemmte WG schicken,um nach den Badewannen zu sehen?", säuselte sie und setzte ihren berüchtigten Mitleidsblick auf,mit dem sie den drei Fragezeichen andauernd das Geld aus der Tasche zog.
"Schick doch Peter hin,oder Onkel Titus."
Doch Justus lachte nur matt. "Onkel Titus zerschlägt dir deine Wannen bestimmt nicht. Er lebt gesetzestreu. Und Peter auch. Noch dazu müssen wir Peter schonen."
Allie starrte ihn genervt an. "Und warum? Ach ja,als einziger,der nur wenige Fussverletzungen hat,kann er wenigstens noch zur Bäckerei tappeln,um dir Kuchen und Plätzchen zu holen."
Justus hustete verlegen. Seit den misslichen Folgen der vergangenen Ermittlung,bei denen die vier Freunde aufs Krankenbett geworfen wurden,war tatsächlich nur Peter noch einigermassen mobil.
Tante Mathilda hätte natürlich auch Nachschub holen können,doch sie war äusserst gereizt seit der Fallösung. Sie war der Ansicht,die vier Freunde hätten sich bei den Festnahmen absichtlich durch Schrotthaufen verletzt,um nicht so viel auf dem Wertstoffplatz arbeiten zu müssen.
Und ihre Reaktion zeigte sich besonders in den Mahlzeiten,die sie derzeit servierte. Graupensuppe mit Hering. Wirsing ohne Gewürz. Reformhausaufstrichbrote.
Justus fühlte sich,als habe er schon die Grenze zu seinem Mindestgewicht unterschritten, auch wenn Allie postulierte,dass er mehr als wohlgenährt aussah durch die viele Liegerei seit mittlerweile vier Wochen.
Was wusste sie schon! Noch dazu stahl sie ihm dauernd den ein oder anderen Riegel Schoki.
Bald wäre Justus so untergewichtig,dass Allies Stute Queenie ihn im Haus herumtragen müsste. Genau,das wäre so! Das Blöde war,dass sich seine Barschaft so langsam dem Ende zuneigte,denn er war nicht fähig,im Augenblick Schrottplatzarbeiten auszuführen und Nachhilfe zu erteilen. Er hatte nur Taschengeld.
Und der Bäcker war tatsächlich so kleinlich,nicht anschreiben zu lassen.
Jedenfalls ihn nicht,wegen der Mengen, wie er einwandte. Mengen! Justus schnaubte. Man brauchte doch mindestens zehn Plätzchen am Tag. Und einen Kuchen.
Er musterte seinen Fuss. Damit würde er noch ewig nicht selbst backen können.
Wenn Bob schon Badewannen verkaufte...sicher! Justus schnappte sich seinen neuen Computer und entwarf das Geschäftsmodell "Detektivfreie Aufklärung Ihrer Fälle durch nicht vor  Ort anwesende Detektive!".
Das war die Idee. Nun ja. Vielleicht. Aber versuchen konnte er es.

Am Ende des nächsten Tages vermochte Justus nicht zu sagen,was ihn zu der Hoffnung bewogen hatte, einen  Fall virtuell aufzuklären.
Nicht,dass es auf seine Internetanzeige hin wirklich angebotene Fälle gegeben hätte.
Eine Zwanzigjährige rief mit einem überaus spannenden Fall an. Justus begann schon zu kombinieren, als Bob lakonisch vermutete,dass es sich dabei um ein abgelesenes Buch handelte. Er hatte recht.
Dann hatte ein älterer Herr in feuchtfröhlicher Trinkrunde den Auftrag, einen Kaugummi zu suchen,den man ihm direkt aus dem Mund gestohlen habe.
Justus konnte den Fall ad hoc lösen: das Kaugummi klebte an des Mannes Ohrläppchen.
Der Klient war so entzückt von der schnellen Problemlösung,dass er sich des Tags immer wieder meldete mit einer Eigenvertonung von "Ein Prosit der Gemütlichkeit!" Wie das zustande gekommen war,wusste Justus nicht,aber irgendwie war das Lied danach als Systemsound abgespeichert,und bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit ertönte nun die sehr betrunkene Version von "Ein Prosit".
Vor allem zu unpassenden Gelegenheiten.
Tante Mathilda kam ins Zimmer, sah die Freunde ärgerlich an und beklagte sich über ihre fehlenden Arbeitskräfte. Einem munteren "Prosit der Gemütlichkeit" stand sie deshalb gerade nicht sehr geduldig gegenüber.
Bobs Eltern erschienen und beklagten sich bei ihrem Sohn,dass die für eine Ermittlung benötigte Schrankwand immer noch nicht aus der Asservatenkammer zurückgekehrt sei.
Bob könne sich nicht vorstellen, wie ungemütlich und befremdlich der fehlende Wohnzimmerschrank auffiel,als Bobs Vater Sponsorenbesuch zuhause gehabt hatte.
Auch sie wurden keinen Deut fröhlicher beim "Prosit der Gemütlichkeit!", zumal sie mutmassten,dass die drei Fragezeichen es selbst in betrunkenem Status eingesungen hatten.
Die Ärztin von Justus,die vorbeikam,um nach seiner Brandwunde zu sehen und beklagte,dass sie schon vierzig Stunden hintereinander im Dienst sei, und ob Justus auch daran denke,dass er während des Heilungsprozesses besser keinen Alk trinken sollte, war dem "Prosit" gegenüber auch gerade nicht aufgeschlossen.
Justus überdachte die weiteren Aufträge des Tages.
Ein Klient rief höchst aufgeregt an,dass Justus mit allen in seinem Haus befindlichen Bewohnern sofort zu ihm kommen müsse,um einen schwierigen Fall zu lösen.
Wichtig wäre dabei,dass Justus die Eingangstür von Schrottplatz und Haus unabgeschlossen lassen würde.
Sicher,dachte Justus perplex. Klar.
Dann las er auf der Detektivseite,dass Skinny potentielle Kunden warnte,nicht das Zimmer von Justus Jonas aufzusuchen,da es dort hunderte von Mäusen gab.
In Anlehnung an den gerade abgeschlossenen Fall.
Das Gesundheitsamt kam noch gegen Abend vorbei. Tante Mathilda war selten so entrüstet gewesen.
Auf dem Schrottplatz gäbe es keine Ratten, Mäuse oder Molche. Und selbst wenn ihr Neffe in seinem Zimmer Mäusekäfige meterhoch stapeln würde, ginge die Mitarbeiter vom Gesundheitsamt das einen feuchten Kehricht an,denn dort würden schliesslich keine Kunden empfangen.
Kaum waren die beiden Beamten weg,befahl sie Justus heftigst mit Androhung von wochenlanger Graupensuppe,ungesalzen,sämtliche Mäuse,Ratten, Molche etc im Wald  in tiefer Natur freizulassen,da sie keinen Mäusezirkus betreiben konnte.
Justus besass nur die Maus im Mauseloch seines Zimmers,und es lag ihm fern,sie in einem düsteren Wald auszusetzen.
Er spendierte ihr ein grosses Stück Käse.
Stunden später hatte der erste Detektiv noch Ärger mit irgendeinem Amt, das bemängelte,er habe keine Lizenz für ein privates Detektivunternehmen beantragt.
Worauf Justus erwiderte,das Unternehmen sei völlig kostenlos nutzbar und dauere ohnehin nur einen Tag.
Die restlichen emails beinhalteten Abofallen und Werbung sowie die Aufforderung,sofort in den Kult des "Gemeinen Borkenkäfers" einzutreten.
Ein wirklich verlorener Tag, seufzte Justus,als er vergeblich versuchte, endlich einzuschlummern.
Das war nicht leicht,denn neben dem immer noch schmerzenden Fuss,dem Magenknurren- er hatte am Tag ungefähr zehn Mahlzeiten verpasst- ertönte jede Stunde der "Prosit der Gemütlichkeit", der alle Zimmerbewohner weckte und eine sehr gereizte Stimmung hervorrief.
Allie schaffte es vor dem Frühstück,den Ton wieder durch den Systemsound zu ersetzen-nun, nicht ganz, denn tagsüber tönte jetzt "kaufen Sie in Allies Zaubershop wertvolle Artefakte" aus dem Computer. Aber immerhin nicht nachts.
Bob suchte am kommenden Tag in den Kleinanzeigen der Zeitung seines Dads nach neuwertigen Badewannen,die er im Zaubershop würde verkaufen können.
Warum gaben so wenige Menschen Badewannen ab? Nun ja...die Überzahl Wannen war einfach fest in ein Zimmer eingebaut.
Er würde mobile Badewannen modern machen. Aufblasbare Badewannen,das wäre doch auch etwas! Aufgeregt teilte er den anderen seinen Plan mit.
Justus grinste.
"Ein Planschbecken bleibt ein Planschbecken, und du kannst es nur umständlich befüllen und noch umständlicher wieder leeren. Irgendwie denke ich,dass viele Kunden es ablehnen würden,nach einem Bad ihre Wohnung zu überschwemmen."
"Kannst du da nicht was mit deinem Baukasten entwerfen?", fragte Bob.
Justus seufzte. "Bob,du willst doch nicht allen Ernstes in Allies Shop Planschbecken verkaufen!"
"Doch,das werde ich", trotzte Bob. "Anstatt nur immer negative Zensuren einzusacken,werde ich einer Tätigkeit nachgehen,die mir besser liegt.
Ich werde ein ganz neues Beratungssystem starten und dabei meine Fähigkeiten als Detektiv nutzen. Ich finde die passende Badewanne für jeden Kunden!"
Aufgeregt notierte er sich den Slogan.
Allie,Peter und Justus gingen nach dem Frühstück nach draussen; Allie und Peter halfen Tante Mathilda beim Hofverkauf, und Justus rechnete für seinen Onkel die Kasse aus. Bob plante,surfte und telefonierte.
Am Abend wurden am Schrottplatz zwanzig Badewannen angeliefert,und Bob rückte sein Barvermögen heraus. Stolz betrachtete er den Wannenstapel.
Das wäre der Grundstein seiner Milliardärskarriere.
"Sinniger wäre es gewesen,die Wannen zum Zaubershop liefern zu lassen", knurrte Justus. Bob sah ihn verblüfft an. Das wäre tatsächlich sinnvoller gewesen.Wie sollten sie den Stapel nun zum Zaubershop fahren? Niemand von ihnen hatte so unverletzte Füsse,dass er einen Pickup hätte fahren können.
Murrend erledigte Onkel Titus den Auftrag,und kaufte im Zaubershop mehrere Artefakte,die er zuhause sofort im Lagerschuppen für unverkäufliche Sonderposten vor Tante Mathilda versteckte.
Die Freunde fuhren mit,auch Justus,der sich nach den Wochen zuhause richtig freute,die altbekannten Strassen wiederzusehen.
Obwohl sein Fuss sehr schleppend heilte und heftig schmerzte. Arbeiten konnte er damit nicht.
So setzte er sich im Zaubershop auf einen Stuhl,der nach einiger Zeit rätselhafte Formeln zu murmeln begann. Doch dann sah er einen winzigen Chip an einem Stuhlbein.
Bob packte die Badewannen aus.
Sehr,äh,wertvolle Einzelstücke. Eine Blechbadewanne,die dezent nach Metall stank...eine angeschepperte Porzellanwanne...eine zwei Meter lange Plastikwanne,die nasenbetäubend nach
Eukalyptus roch...eine grässlich schmutzige Wanne,bei deren Anblick Bob fast in Ohnmacht gefallen wäre...eine Wanne,die jahrelang als Kuhtränke gedient hatte... Eine Wanne mit mehr Löchern als Wanne...Eine Holzbadewanne mit Moosbefall...eine Wanne mit Unmengen Farbresten darin.
Bob war ziemlich ernüchtert. Doch Allie meinte sorglos: "Du musst die Wannen einfach mysteriös ausleuchten und dir eine Geschichte dazu einfallen lassen...und besonders bei jeder Wanne betonen,dass du dich nur schwer von ihr trennen kannst..."
Nachdem sie seltsame Lichtergebilde in Bobs Ecke installiert hatte, sah das Ganze wie ein aberwitzig absurdes Kunstwerk aus.
Bob fragte sich,wie er Kunden beraten sollte,diese alten Badewannen zu kaufen. Zunächst musste er niedrigste Preise ansetzen. So hätte er zwar nur einen Dollar Gewinn per Wanne... aber besser als nichts.
Justus überlegte,Bob am nächsten Tag in Sherlock-Manier verkleidet als Kunde zu dienen und ihm eine der Schrottwannen abzukaufen.
Doch mit seiner Hinkerei würde sein Kollege ihn sofort erkennen.
Dass Bob mit diesem Unternehmen baden ging,war gar keine Frage.
Er hatte viele Talente,ein Verkaufstalent war er nicht. Das sah man schon an der anteiligen Miete,mit der Allie ihn reingelegt hatte.
Peter schrubbte die äusserst schmutzige Badewanne eine Stunde lang,doch der Dreck klebte förmlich daran.
Nichts half. Bob holte mehrere Putzmittel-nichts ging. Der zweite Detektiv spekulierte über einen Fluch des Schmutzes. Bob schob die Badewanne in ein Hinterzimmer.
Es wäre gesundheitsschädlich gewesen,sie anzubieten.
In diesem Hinterzimmer gab es Dinge,die von der dauernden Sturmflut in den Keller gespült wurden. Bob schauderte entsetzt. Sobald er Zeit hatte,würde er ausgiebig desinfizieren.Und das Schlammonster würde er auch baden. Vielleicht in der dreckigen Wanne,weil...Augenblick...ein...ein Monster!
Pelzig,schlammig,und es starrte ihn aus geröteten Augen an.
"Allie!", schrie er fassungslos auf. "Da...du hast ein Meermonster im Hinterzimmer!"
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