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A Bond beyond Times

von Kessy 116
CrossoverAbenteuer, Mystery / P12 / Gen
Jaden Yuki Yami-Yuugi Yugi Mutou Yusei Fudo
23.02.2021
04.04.2021
25
35.474
1
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26.02.2021 1.006
 
"Oh man, wenn ich noch einen Schritt gehen muss, sterbe ich!" Bei diesen Worten legte sich Judai auf den Treppenabsatz. Er war jetzt schon mehrere Monate unterwegs und inzwischen in Mittelamerika angelangt. Und weil er die meiste Zeit zu Fuß unterwegs war, machte sich diese Strecke allmählich bemerkbar. Er war jetzt irgendwo im Süden Mexikos, es war warm und sein Vorrat an Wasser fast aufgebraucht. Keine guten Aussichen, da es erst früher Nachmittag war.
    "Du kannst jetzt keine Pause machen. Es würde dir mehr schaden als nutzen."
    "Du kannst gerne für mich weiterlaufen, Yubel", entgegnete er etwas zu pampig. Er wusste ja selbst, dass ihm die pralle Sonne noch den Rest geben würde. Mit einem Seufzen setzte er sich auf, murmelte "Ich muss in den Schatten" und stand schließlich auf.
    Ungefährlich war es hier nicht- auch ohne Hitzschlag und Sonnenstich. Und bis zur nächsten Stadt war es noch ein gutes Stück. Dennoch setzte sich Judai in Bewegung.
    "Wie weit mag es noch bis Mexico-City sein?", dachte er laut. Vor einer Woche war er noch in Guatemala gewesen. Sein nächstes Ziel war Oaxaca de Juárez. Die Stadt lag in einem Talkessel, im Umfeld gab es Tempel und Höhlen. In Peru hatte er Hinweise gefunden - Yubel hatte ihn darauf aufmerksam gemacht - dass es in Mexiko ein Dimensionstor gab. Wohin es führte, wollten sie heraus finden.
Peru hatte ihn beeindruckt. So viele versteckte Tempel! Nur die Nazca-Linien weckten ein ungutes Gefühl in ihm. Sie strahlten etwas... Böses aus. Judai hoffte, dass das, was auch immer in diesen Linien versiegelt war, niemals befreit werden würde. Denn was auch immer unter diesen Linien war, würde nur Unheil über die Welt bringen - er und Yubel waren sich da einig. Andererseits wüsste er nicht, wer es schaffen sollte - und wie - diese Siegel zu brechen.
    Judai erreichte den Gipfel des Berges und sah vor sich eine Stadt. War das etwa schon Oaxaca? Aber das war erstmal unwichtig. Diese Stadt versprach Wasser und einen Schlafplatz- genug Motivation für Judai seine letzten Kräfte zu mobilisieren.
Schnellen Schrittes folgte er dem Weg hinuter ins Tal zu dieser Stadt.
Bei Einbruch der Nacht hatte er die Stadtgrenze passiert. Endlich war es kühler und eine leichte Brise wehte, er konnte wieder klar denken. Zuerst wollte er sich ein Hostel suchen. Er könnte ja herumfragen, ob sich eins in der Nähe befand.
    "Sei vorsichtig, wenn du hier mit jemandem redest!" Yubel schien plötzlich sehr besorgt. Doch Judai hatte nicht auf seine Umgebung geachtet. Wurde er etwa verfolgt? Wie lange schon?
    "Hast du etwas gesehen?"
    "Nein, die Menschen hier sind dir nicht sehr wohlgesonnen. Es liegt etwas Böses in der Luft."
Ratlos fuhr sich Judai durch die Haare. Es war jetzt schon oft vorgekommen, dass er nicht sehr freundlich in einer Stadt oder einem Dorf begrüßt wurde. Aber Yubel war deshalb noch nie besorgt gewesen. Irgendetwas war hier anders. Und so lange er noch nicht sagen konnte was, war es besser auf Yubel zu hören und auf der Hut zu bleiben.
    An einem Brunnen löschte Judai seinen Durst und füllte seinen Wasservorrat auf. Es sah nicht so aus, als würde er in der unmittelbaren Nähe einen Schalfplatz finden.
    "Der ist aber nicht von hier", ertönte eine Stimmte hinter ihm. Auch wenn er nicht direkt angesprochen wurde, war es unmissverständlich, dass er gemeint war.
    "Ist vielleicht so ein Work-and-Travel-Student. Wie ein Touri sieht der mir jedenfalls nicht aus", erklang eine zweite Stimme. Sonderlich freundlich klangen sie nicht.
Judai verstand zwar nicht alles, aber sein Spanisch war gut genug, um zu merken, dass diese Typen Ärger bedeuteten. Er nahm seinen Seesack und wollte von Dannen ziehen, lief aber in jemanden hinein.
    "Sorry, ich..." Judai stockte der Atem. Der Kerl, in den er gelaufen war, war gut 2 Meter groß und fast genauso breit. Und er schien zu den anderen beiden Typen zu gehören. Wie er Judai ansah, stand ihm nichts Gutes bevor.
Sein Kopf arbeitete plötzlich auf Hochtouren. Judai ging im Kopf seine Optionen durch: Wenn er sich auf einen Kampf einließe, standen die Chancen nicht sehr gut, dass er heil daraus hervorgehen würde. Mit Sicherheit hatten diese Typen irgendwelche Waffen bei sich. Und wenn er sich ergab, wären alle seine Sachen weg. Seine bisherigen Erkenntnisse und Aufzeichnungen durfte er aber keinesfalls verlieren! Er entschied sich daher für die dritte Möglichkeit: Weglaufen!
    "Sorry, aber ich muss weg!", sagte er dem riesigen Kerl auf spanisch, dann warf er seinen Seesack über den Riesen hinweg und machte einen Ausfallschritt nach rechts, um an dem Kerl vorbei zu rennen.
Sein Plan ging auf! Noch ehe diese Kerle verstanden, was passiert war, hatte Judai seinen Seesack erreicht, schnappte ihn im Laufen und verschwand. Diese Stadt war wirklich anders, bisher war er noch nie überfallen worden, kaum dass er eine Stadt betreten hatte. Am besten sie würden schnell wieder von hier verschwinden. Oder sollte er der Ursache nachgehen?!
Im Moment war es aber wichtiger eine Bleibe für die Nacht zu finden.
Nach einer kurzen Verschnaufpause in einer Seitenstraße holte er sein Smartphone aus der Tasche und schaltete es ein, um nach einem Hostel zu suchen. In der Nähe befand sich wohl wirklich eines. Es war nur ein paar Starßen entfernt. Er hoffte, dass er unbeschadet dorthin gelangte. Mit dem geschulterten Seesack machte er sich auf den Weg dorthin.


Es ist gut möglich, dass die Kapitel von Judai qualitativ von denen abweichen, die sich um Yugi und Yusei drehen. Ich war nie ein GX-Fan, versuche hier aber trotzdem alles so gut wie möglich umzusetzen. Aber da eh noch etwas Recherche auf mich zukommt- egal für welchen Handlungsstrang- bin ich zuversichtlich hier auch etwas Gutes abzuliefern.
Bitte seht es mir nach, wenn es in Judais Kapiteln Ungenauigkeiten gibt, konstruktive Kritik ist erwünscht. :)
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