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A Bond beyond Times

von Kessy 116
CrossoverAbenteuer, Mystery / P12 / Gen
Jaden Yuki Yami-Yuugi Yugi Mutou Yusei Fudo
23.02.2021
04.04.2021
25
35.428
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23.02.2021 1.525
 
"... Setze die Karte weise ein. Ich weiß, ihre Macht ist größer als die der normalen Duell Monsters Karten. Vielleicht hatte es Pegasus ja nicht nur bei den äqyptischen Götterkarten geschafft die Kraft von Göttern zu bannen.
Lebe wohl"

Yugi las den kurzen Brief wieder und wieder. Aber der Sinn dieser Zeilen wollte einfach nicht in seinen Kopf. Eine Karte, die genauso mächtig war, wie die ägyptischen Götterkarten - das konnte nicht möglich sein! Oder etwa doch?!
    Yugi sah sich die Karte genauer an. Sie zeigte ein Wesen, das alles und nichts sein konnte. War es ein Drache? Oder doch ein Krieger? Ein Magier vielleicht? Stellte es überhaupt einen Mann dar? Es konnte genauso gut eine Frau sein.
Und wenn er die Karte so betrachtete, würde er sie einer antiken Kultur Südamerikas zuordnen.
Er legte die Karte in die Box, in der einst die Teile des Milliumpuzzles waren, strich sanft über ihren Deckel und ging schlafen.
    So viele Jahre waren inzwischen vergangen. Aus dem kleinen "Gameshop", den sein Großvater geführt hatte, war inzwischen eine international bekannte Firma für Brettspiele geworden. Durch die Kontake seines Vaters, hatte Yugi in Ostasien Fuß fassen können. In Südkorea, Thailand oder auch Hongkong war Muto dieser Tage ein bekannter Name. Und durch die Zusammenarbeit mit der Kaiba Corp. wurden seine Spiele auch in Amerika und Europa bekannt. Es konnte nicht besser laufen.
    Duell Monsters spielte er inzwischen nur noch zum Spaß. Der Titel war für ihn nur noch ein Relikt aus der Vergangenheit. Jetzt war er Spieleentwickler. Doch dieser Brief und diese merkwürdige Karte weckten sehr viele Erinnerungen in ihm. Es waren Erinnerungen an mörderische Spiele, größenwahnsinnige Milliardäre, aber auch so viele schöne Erinnerungen an seine Freunde. Jetzt waren sie in alle Winde verstreut.
Anzu lebte in New York und verdiente ihren Lebensunterhalt mit Auftritten am Broadway , bei Konzerten als Background-Tänzerin oder auch mit Werbeauftritten. Zum Jahreswechsel war sie bisher aber immer zurück nach Domino Citiy gekommen.
Honda lebte seit ein paar Jahren in Shanghai und studierte. Er hatte sich inzwischen damit abgefunden die Nachfolge für seinen Vater anzutreten. Auch er würde bald eine Firma leiten. Ob es eine Möglichkeit gäbe zusammen zu arbeiten? Aber wie sollte das funktionieren?! Ein Fahrzeughersteller verfügt vielleicht über die finanziellen Mittel, aber wieso sollte er eine Technologie für Animationen verwenden? Hirngespinnste, mehr war es nicht, beschloss Yugi.
Jonouchi war in die Provinz gezogen. Er lebte in der Nähe seiner Schwester und seiner Mutter. Yugi konnte es ihm nicht verübeln, er hätte es bei diesem Vater auch nur so lange ausgehalten wie unbedingt nötig.
Ryo war nach Großbritannien gegangen. Von ihm hatte Yugi schon ewig nichts mehr gehört. Vielleicht wusste er ja etwas mehr über diese Karte? Ryos Vater war ja so etwas wie ein Schatzjäger gewesen. Oder sollte er sie doch lieber Seto Kaiba zeigen? Er könnte sie analysieren lassen. Dann könnten sie sicher erfahren, wieso diese Karte so mächtig sein sollte wie die ägyptischen Götterkarten. Und vielleicht auch, worin ihre Macht bestand.
Yugi erstellte sich eine Erinnerung für morgen an seinem Smartphone und schlief schließlich ein...

Die Sterne zogen über den Himmel und verblassten in der aufgehenden Sonne.
Es war schon fast Sommer, die Sonne begrüßte einen klaren Morgen und versprach bis zum Abend einen herrlichen Tag.
    Yugi erwachte total gerädert. Während er sich den Schlaf aus den Augen rieb, trottete er ins Badezimmer. Wieso hatte er so schlecht geschlafen? Hatte er schlecht geträumt? Eine kalte Dusche würde ihm sicher Abhilfe verschaffen. Als er aber zurück ins Schalfzimmer ging, musste er festellen, dass auch eine kalte Dusche nicht geholfen hatte seine Schläfrigkeit zu vertreiben.
Sein Blick fiel auf die Milleniumsbox und... Hatte er die Karte aus diesem Brief  gestern Abend nicht IN die Box gelegt? Warum lag sie jetzt aber DANEBEN?
Seufzend nahm er die Karte und sah sie sich noch einmal an. "Quetzalcoatl" hieß sie. 8 Sterne, 3.000 Angriffspunkte, 1.800 Verteidigungspunkte. Das waren ganz gute Werte. Und die Effekte... Sie konnte 2 weitere Karten beschwören: Eine vom Typ Krieger und eine vom Typ Magier. Allerdings würde der Krieger am Ende des Zuges zerstört werden. Aber wenn das passierte, wurde eine Kettenreaktion von Folgeeffekten ausgelöst. Diese Karte hatte so starke Effekte, die aber alle am Ende wieder mehr oder weniger aufgehoben wurden... Was für eine merkwürdige Karte.
    Sein Smartphone riss ihn durch einen leisen Ton aus seinen Gedanken. Er sollte sich bei Kaiba melden. Yugi warf einen Blick auf sein Smartphone, dann auf die Karte. Nach einem weiteren Seufzer legte er die Karte neben die Milliumsbox und wählte Kaibas Nummer.

Wieso musste dieser Kerl eigentlich immer mit allem so prahlen? Gläserner Aufzug, gut und schön. Aber mussten wirklich fünf der sechs Wände verglast sein?!
Yugi seufzte zum x-ten Mal an diesem Tag und bereitete sich auf einen entnervenden Gesprächsbeginn vor. Er nahm noch einmal die Karte in die Hand, um sich die Effekte durchzulesen. Wieso wurde die schöpferische Kraft nur wenig später ins Gegenteil verkehrt?
    "Hallo, Seto", begrüßte er den Geschäftsführer der Kaiba Corp.
    "Das kannst du dir sparen", gab Kaiba in einem sehr herablassenden Ton von sich. Yugi blieb einen Augenblick irritiert stehen. Kaiba drehte ihm weiter den Rücken zu und redete einfach weiter: "Ich habe gesagt, der Bug muss bis Ende des Monats behoben sein! Wenn das neue Duell-Disk-System nicht reibungslos funktioniert, können wir die Kooperation vergessen! ... ja. ... in Ordnung. Ich erwarte heute Nachmittag deine Rückmeldung!" Ohne ein Wort der Verabschiedung legte Kaiba auf und verstaute das auffallend kleine Headset in einer Schreibtischschublade.
    "Hallo, Yugi. Entschuldige das eben. Es gibt leider noch ein paar Dinge, die dringend erledigt werden müssen."
Yugi musste über diese Worte lächeln. Kaiba war immer am Weiterkommen seiner Firma interessiert - Geschäftsmann durch und durch. In solchen Momenten fiel es Yugi schwer wirklich zu akzeptieren, dass sie beide Ende zwanzig waren. Kaiba wirkte einfach älter, dabei betrug der Altersunterschied nur einige Monate.
    "Wie immer schwer beschäftigt anderen die Hölle heiß zu machen?"
Kaiba winkte ab. "Ach, nur das Übliche. Aber kommen wir zu dir. Du wollstest mir eine ungewöhnliche Karte zeigen?! Hast du eine neue Koriboh-Karte gefunden?"
Jedes Wort troff vor Hohn. Doch es amüsierte Yugi trotzdem. Denn auch, wenn Yugi und Kaiba nicht mehr in Konkurenz standen, blieb diese alte Feindschaft doch das Fundament ihrer ungewöhnlichen Freundschaft.
Während Yugi auf Kaiba zuschritt, erklärte er im Plauderton: "Eine Koriboh-Karte ist mir erst kürzlich in die Hände gefallen. Aber die habe ich bereits jemandem geschenkt, zu dem sie besser passt. Ich habe eine... etwas andere Karte gefunden. Besser gesagt, sie ist mir zugekommen." Mit den letzten Worten legte er die Quetzalcoatl-Karte auf Kaibas Schreibtisch und schob sie in seine Richtung.
    Kaiba nahm die Karte und betrachtete sie eingehend. Zuerst war auf seinem Gesicht Spott und etwas Neugier zu sehen. Doch je länger er sich die Karte ansah, desto schneller änderte sich sein Blick zu größer werdender Verblüffung.
    "Woher hast du die, Yugi!"
    "Wie schon gesagt, sie ist mir in die Hände gefallen", und lächelte entschuldigend.  
    "Hast du etwas dagegen, wenn ich sie analysiere?"
In Kaibas Blick war der gleiche Ausdruck, den Yugi auch von ihm kannte, wenn er kurz davor war "Weißer Drache mit eiskaltem Blick" oder "Obelisk der Peiniger" zu beschwören. In seinen Augen lag Triumph und Gier und so unendlich viel Freude diese Karte in Händen zu halten. Dennoch erwiderte Yugi gelassen und mit einem Schulterzucken: "Nur zu. Ich bitte sogar darum."
    Kaiba stand auf, ging aus seinem Büro und sagte, kaum dass er das Vorzimmer betreten hatte, in den Raum: "Alle weiteren Termine absagen!"Dann verschwand er auch schon durch die nächste Tür. Yugi hatte einige Probleme mit Kaiba mitzuhalten. Mit dieser Karte hatte er also wirklich einen Nerv getroffen. Er sagte allerdings kein Wort. Wenn Kaiba - genau wie er - herausfinden wollte, was es mit dieser Karte auf sich hatte, musste es wirklich eine ungewöhnliche Karte sein.
    "Hattest du schon jemals von ihr gehört?", fragte Yugi als sie im Aufzug standen.
    "Noch nie. Und bis jetzt habe ich alle Duell-Monsters-Karten digitalisiert. Es ist also keine in Umlaf befindliche Karte. Es könnte sich um einen Prototyp handeln. Aber auch das ist unwahrscheinlich. ... von wem hast du die Karte, Yugi?" Kaiba hatte ihn während der Unterhaltung nicht einmal angesehen. Seine Augen fuhren unentwegt über sein Tablett.
    "Von niemand bestimmten. Ich fand sie", erklärte er ausweichend.
Kaiba war von dieser Antwort ganz offensichtlich nicht zufrieden gestellt. Aber er bohrte auch nicht weiter nach. Yugi wollte ihm noch nicht sagen, von wem er den Brief und damit auch die Karte bekommen hatte.
Als sie, wer weiß wie weit unter der Erde waren, blieb Kaiba vor einer stählernen Tür stehen, gab einen Code ein und betrat das Labor. Yugi folgte ihm erfürchtig ins Innere.
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