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LEGACY - Ice & Caretaker (Devil's of Mayhem MC 1)

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18 / Het
23.02.2021
08.08.2021
68
249.764
27
Alle Kapitel
101 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
04.07.2021 4.252
 
Hallo ihr lieben ♥
Derzeit kommt ich in meiner rar gesäten Freizeit leider nur sehr unregelmäßig dazu neue Kapitel hochzuladen.
Leider sieht es auch bei den Arbeiten zu Teil zwei nicht viel besser aus...
ABer ich brin zuversichtlich ihn irgendwann fertig zu stellen, auch wenn es noch etwas dauern wird ;-)
An dieser Stelle möchte ich euch auf eine kleine Neuerung hinweisen: Loane ist jetzt auf Instagram!
Faszinierend nicht wahr? xD
Wenn ihr Lust habt folgt mir und bleibt so auf dem Laufenden. Hin und wieder werde ich versuchen euch mit kleinen Schnipseln aus Teil zwei und weiteren Projekten zu versorgen. Verpasst dadurch auch nicht den Moment, in dem ich es schaffe das Buch endlich fertig zu stellen ♥
Außerdem möchte ich euch für inzwischen 13.000 Aufrufe danken ♥ Damit ist LEGACY Spitzenreiter aller meiner veröffentlichten Geschichten. Und zwar mit Abstand!
Jetzt erst einmal viel Spaß mit diesem Kapitel und bis zum nächsten Mal.
Eure Loane ♥


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~ Ice ~


Ich war nervös, mehr als nervös. Gestern hatte ich telefonisch einen Termin mit meiner Chefin Silke vereinbart um mit ihr über meine derzeitige Situation zu sprechen. Noch immer war ich nicht zu hundert Prozent sicher was ich ihr alles erzählen sollte und was ich ihr lieber verschwieg. Doch ich musste auf jeden Fall mit ihr sprechen, denn ich hatte keine Ahnung wann Lord mich wieder zur Arbeit lassen würde. Und wann ich mental dazu bereit war. Auch wenn ich es nicht laut aussprechen würde – die Entführung hatte mich mehr mitgenommen, als ich ursprünglich angenommen hatte.
Bei jedem unbekannten Geräusch schreckte ich zusammen. Am wohlsten fühlte ich mich solange Care an meiner Seite war, doch ich konnte ihn schlecht an mir festketten, immerhin hatte er zwischendurch auch noch andere Sachen für den Club zu erledigen. Gestern Abend hatte ich zunächst versucht ohne ihn einzuschlafen, es jedoch ziemlich schnell aufgegeben. Bei jedem Geräusch, dass das alte Haus von sich gab war ich hochgeschreckt und von mal zu mal wurde es schlimmer. Doch kaum war Care wieder da und ich konnte mich an seinen warmen Körper kuscheln, war ich auch schon im Reich der Träume verschwunden.

„Hör auf so viel zu denken, Eisprinzessin.“ Cares halb mahnende halb belustigte Stimme riss mich aus meinen Gedanken woraufhin ich schnell den Kopf schüttelte. „Leichter gesagt als getan“ seufzte ich und leerte meine Teetasse. Ich konnte meine Gedanken nicht einfach ausschalten, auch wenn ich das gerne tun würde. Bereits bei Cares Rückkehr heute Nacht war mir das nicht gelungen und auch jetzt war das äußerst schwierig. Cares Angebot für MOD zu arbeiten, sollte ich tatsächlich meinen Job bei Baline verlieren, war extrem nett, aber auch nicht unbedingt das was ich wollte. Ich wollte weiter für Silke arbeiten. Punkt.
„Ich werde mich mal umziehen“ murmelte ich während ich mich von meinem Platz erhob und danach die Küche verließ. Oben in meinem Gästezimmer, welches derzeit nur als Kleiderlager diente, angekommen, tauschte ich meine bequemen Sachen gegen eine Jeans und ein schlichtes dunkles T-Shirt. Nach einem kurzen Abstecher ins Bad ging ich wieder nach unten. Wir hatten noch etwas Zeit ehe wir los mussten, was mir die Möglichkeit gab noch etwas mit ihm zu klären.
„Wäre es möglich noch weitere Sachen aus meiner Wohnung zu holen?“ wollte ich von Care wissen, als ich in die Küche zurückkehrte „Mit den Klamotten, die noch hier sind, werde ich nicht weit kommen.“ „Hmm“ brummte er überlegend und sah nach draußen auf das weitläufige Grundstück „Ich werde mal deinen Cousins Bescheid geben. Sie sollen einfach all deine Klamotten zusammenpacken und hierher bringen, wenn wir wieder da sind.“
„Ja, das klingt gut“ erwiderte ich seufzend und ließ mich wieder auf meinen Platz fallen. „Solltest du noch etwas brauchen, kannst du es ihnen einfach schreiben“ fügte er murmelnd hinzu und war währenddessen schon mit seinem Handy beschäftigt. Ich nickte lediglich und sah verträumt nach draußen.
So viel Platz... was hatte ich in meiner Kindheit dafür gegeben so viel Platz zu haben?

Keine Stunde später lenkte Care seine Breakout auf den Mitarbeiterparkplatz des Baline, der hinter dem Gebäude lag. Meine Hände zitterten als ich abstieg und das blieb natürlich auch von dem Biker nicht unbemerkt, doch er sagte nichts dazu sondern zog lediglich eine Augenbraue nach oben. Schweigend betraten wir das Gebäude durch den Hintereingang. Care hatte sich nicht die Mühe gemacht seine Kutte auszuziehen und an diesem Tag war es mir auch völlig egal. Sollten doch ruhig alle wissen, dass mein Freund ein Outlaw-Biker war. Irgendwie war es mir inzwischen egal. Auf unserem Weg nach oben sollten wir zumindest vor den Verkauf-Hexen unsere Ruhe haben.
Und wir hatten Glück. Ohne auch nur einer einzigen Menschenseele zu begegnen kamen wir nach oben zu Jennas Büro, welches ich durchqueren musste um zu Silke zu kommen. „Hey ihr zwei“ begrüßte sie uns lächelnd „Silke erwartet dich bereits, du kannst so reingehen.“ „Ich danke dir Jenna. Wäre es okay, wenn Care solange bei dir bleibt?“ fragte ich sie und erntete dafür einen komischen Seitenblick von dem Enforcer.
„Das klingt als würdest du einen Hund bei mir lassen“ erwiderte meine Freundin kichernd, fing sich aber schnell wieder „Klar, kein Problem.“ „Soll ich nicht mitkommen?“ fragte Care verwundert, doch ich schüttelte den Kopf. „Nein, das schaffe ich alleine“ antwortete ich lächelnd „Bleib du mal schön bei Jenna und halt sie ein wenig von der Arbeit ab.“ „Hey“ empörte meine Freundin sich halbherzig. Grinsend winkte ich ihr zu und ging dann weiter zu Silkes Bürotür.
Ich klopfte an, wartete auf ihr 'Herein' und betrat dann ihr Büro. Ein Lächeln legte sich auf ihr Gesicht als sie mich sah. „Alexandra, schön dich zu sehen“ begrüßte sie mich freundlich „Komm rein und setz dich.“ Sie deutete auf die beiden Stühle, die auf der anderen Seite ihres Schreibtisches standen und wandte sich dann wieder ihrem Bildschirm zu. Ich verschloss daraufhin die Tür und kam ihrer Aufforderung nach.

Silke tippte noch etwas auf ihrer Tastatur ehe sie diese beiseite schob und sich mir zuwandte. Ihr Blick war freundlich, aber ich erkannte auch Sorge darin. Ich hatte ihr am Telefon lediglich gesagt, dass ich etwas wichtiges mit ihr besprechen wollte und sicherlich hatte sie sich daraufhin Sorgen gemacht. „Also Alexandra“ begann sie ungewohnt zögerlich „Worüber willst du mit mir sprechen? Ich hoffe nicht, dass du uns verlassen möchtest?“ Erschrocken von ihrer Annahme riss ich die Augen auf und schüttelte schnell den Kopf. „Nein... eigentlich nicht...“ antwortete ich zögerlich. Wobei... war es nicht eigentlich genau das was ich wollte? Nur eben nicht dauerhaft?
„Okay gut“ seufzte Silke erleichtert und legte sich dabei eine ihrer perfekt manikürten Hand auf die Brust. „Es ist etwas kompliziert und ich...“ setzte ich an und wusste nicht wie ich es ihr sagen sollte, was ich ihr sagen sollte. Denn ich hatte Angst, wie sie reagieren würde. Ich sah zu meiner Chefin, die mich aufmunternd anlächelte. Was soll schon passieren? Im schlimmsten Fall schmeißt sie dich raus. Na und? Dann suchst du dir einfach einen neuen Job oder arbeitest für Care. Wäre das so schlimm?
Entschlossen atmete ich durch. Nein, das war nicht schlimm und so begann ich zu sprechen. „Du weißt sicherlich, dass mein Vater vor einigen Jahren verstorben ist“ begann ich, achtete dabei aber nicht weiter auf ihre Reaktion „Wie sich herausstellte hat er mir einige... Probleme hinterlassen. Er hat sich von den Falschen Leuten Geld geliehen und die wollen es jetzt von mir zurückhaben... Es begann vor rund dreieinhalb Monaten, doch zum Glück bekam ich unerwartete Hilfe von den Devil's of Mayhem. Seitdem schützen sie mich doch...“
Ich brach kurz ab und wischte mir die aufkommenden Tränen aus den Augenwinkeln. „Dennoch schafften diese Leute es meine Wohnung zu verwüsten und dann am Mittwoch... da war ich unvorsichtig und sie haben es geschafft mich zu entführen.“ „Oh Gott“ hörte ich Silke keuchen, doch ich ignorierte sie. Inzwischen liefen die Tränen unaufhaltsam meine Wangen hinab. Immer wieder wischte ich fahrig darüber, doch es brachte nicht viel.
„Am Samstag schaffte es mein Onkel mit seinen Männern endlich mich zu befreien, doch... Gott, es ist so verdammt scheiße.“ Schniefend schüttelte ich den Kopf und begegnete dem verwunderten Blick von Silke. „Dein Onkel?“ fragte die leicht verwirrt. „Mein Onkel ist der Präsident der Devil's. Lord, du hast sicherlich schon mal was von ihm gehört“ antwortete ich wahrheitsgemäß und ohne zu zögern. „Ja habe ich“ erwiderte Silke leise. In ihrem Blick lag zu meiner Überraschung keine Abscheu oder Angst, lediglich Verwunderung und Neugierde. „Hast du das vorher gewusst?“ wollte sie vorsichtig wissen. „Erst seit dem ersten Vorfall“ antwortete ich wage.
„Diese Typen, die mich entführt haben“ sprach ich nach einigen Minuten zögerlich weiter „Sie sind höchstwahrscheinlich noch immer hinter mir her und... das alles macht mich wirklich fertig. Daher weiß ich im Moment nicht wann ich wieder zur Arbeit kommen kann. Derzeit wäre es einfach... zu viel.“ Schniefend sah ich zu meiner Chefin, die mich mit so unglaublich fiel Verständnis ansah, dass direkt noch mehr Tränen nach draußen wollten.
Ich sah wie Silke tief durchatmete und kurz den Blick abwandte ehe sie zu einer Antwort ansetzte. „Das ist... wow...“ keuchte sie. Entsetzen schwang in ihrer Stimme mit. „Ich weiß wirklich nicht was ich darauf sagen soll, Alexandra. Aber vermutlich ist es sowieso egal, da es nichts ändern würde.“ Kurz unterbrach sie sich selbst und schüttelte leicht den Kopf. „Ich kann nur sagen, dass ich heilfroh bin, dass es dir... dem Umständen entsprechend gut geht und was deine Arbeit angeht... Ich werde eine so gute und engagierte Mitarbeiterin nicht freiwillig gehenlassen. Du kannst dir natürlich eine Auszeit nehmen um das Erlebte zu verarbeiten.“
„Danke“ keuchte ich überrascht und sah sie mit großen Augen an. „Bitte versteh aber, dass ich dich während dieser Zeit nicht weiter bezahlen kann. Immerhin muss ich eine Aushilfe als Vertretung finden“ sprach sie weiter und ich nickte schnell. „Natürlich. Das ist ja klar“ erwiderte ich woraufhin sie zufrieden nickte. „Sobald du wieder soweit bist, gibst du mir Bescheid.“ Zuversichtlich lächelte sie mich an und ich konnte es noch immer nicht so richtig fassen. So einfach sollte es sein?
„Und das ist wirklich ein Problem?“ fragte ich sicherheitshalber nach. „Es wäre nur ein Problem, wenn ich es dazu machen würde und das tue ich nicht“ erwiderte sie mit einem Lächeln „Wie ich schon sagte bist du eine gute und zuverlässige Mitarbeiterin.“ „Danke Silke“ murmelte ich gerührt und wusste nicht was ich dazu sonst noch sagen sollte. „Gerne, Alexandra. Ich werde dich dann ab sofort freistellen und mich schnellstmöglich um eine Vertretung kümmern, die solange deine Arbeit übernimmt. Du, meine Liebe, nimmst dir so viel Zeit wie du brauchst und wenn es ein halbes Jahr dauern sollte.“
„Danke“ brachte ich schniefend hervor und erhob mich von meinem Platz. Silke stand ebenfalls auf, kam um den Schreibtische herum und zog mich überraschend in eine innige Umarmung. „Ich wünsche dir alles erdenklich gute“ murmelte sie leise. Ich nickte lediglich, denn meine Stimme hatte mich für den Moment endgültig verlassen.
Gemeinsam gingen wir zurück in Jennas Büro wo sie mich noch einmal umarmte und mir alles Gute wünschte. Als ich mich wieder von ihr löste entdeckte ich Care, der es sich auf der Couch in Jennas Büro bequem gemacht hatte. Als er meine Tränen bemerkte setzte er sich ruckartig aufrecht hin. Schnell lächelte ich ihn beruhigend an, woraufhin er sich auch langsam wieder entspannte. Silke entdeckte meinen Begleiter ebenfalls und musterte ihn für einen Moment.
„Channing“ sagte sie dann und ich wunderte mich, dass sie sich nach der kurzen Begegnung auf dem Sommerfest noch an seinen Namen erinnern konnte „Hätten Sie einen Moment Zeit?“ Verwundert über die Frage zog Care die Augenbrauen zusammen, nickte jedoch und erhob sich dabei von der Couch. „Sicher.“
Leicht irritiert sah ich den beiden hinterher als sie im Büro meiner Chefin verschwanden, doch schnell zog Jenna meine Aufmerksamkeit auf sich. „Und? Was hat sie gesagt?“ wollte sie aufgeregt wissen. „Sie stellt mich frei“ antwortete ich mit einem erleichterten Seufzen „Unbezahlt natürlich. Für die Zeit wird sie eine Vertretung einstellen.“ „Ich habe dir doch gesagt, dass Silke Verständnis haben wird“ meinte Jenna und wirkte dabei genauso erleichtert wie ich mich fühlte. Ich hatte wirklich befürchtet dieses Gebäude ohne einen Job zu verlassen...
„Was sie wohl von ihm will?“ murmelte ich und blickte dabei auf die verschlossene Bürotür. „Care wird es dir schon berichten“ meinte Jenna schulterzuckend und erhob sich dabei von ihrem Platz. Oder auch nicht, erwiderte ich in Gedanken, doch eigentlich war es auch egal. Ich vertraute Care inzwischen mehr als mir selbst und Silke hatte mir ja gerade bewiesen, dass ihr meine geistige Gesundheit am Herzen lag. Was auch immer die mit ihm besprechen wollte, es würde schon nichts Schlimmes sein.
Doch noch bevor ich mir darüber weitere Gedanken machen konnte, wurde die Tür auch schon wieder geöffnet. Caretaker verabschiedete sich höflich von Silke. Diese verschwand anschließend wieder in ihrem Büro während Care zu und herüber schlenderte. „Alles geklärt?“ wollte ich wissen, woraufhin er mit einem kleinen Grinsen nickte. Wir verabschiedeten uns von Jenna und machten uns wieder auf den Weg nach unten. Von meiner Freundin war es immerhin kein Abschied auf ewig. Vermutlich würde es nicht lange dauern bis sie wieder zu Besuch kommen würde. Erneut begegneten wir niemandem und erreichten Cares Bike ohne Störungen, sodass wir uns direkt wieder auf den Rückweg machen konnten.

Einige Stunden später saß ich auf der großen Terrasse und genoss das gute Wetter. Es war warm, aber nicht heiß und ein großer Sonnenschirm schützte mich vor der direkten Sonne, denn anders als sonst saß ich in einer langen Jogginghose und einem weit geschnittenen Shirt draußen. Zwei der Teile, die Shadow und Shade mir vorbeigebracht hatten. Im Moment wollte ich mich nicht mehr als nötig mit meinem abgemagerten und von Prellungen übersäten Körper beschäftigen müssen. So versteckte ich ihn lieber vor mir selber. Langsam aber sicher kehrte auch mein Appetit zurück. So war es nur eine Frage der Zeit bis die verlorengegangenen Kilos wieder zurück waren. Hoffentlich...
Nach einer Weile näherten sich schwere Schritte von hinten. Ich legte mein Handy, mit dem ich mich bis dahin beschäftigt hatte, auf den kleinen Tisch, der neben meiner Sonnenliege stand und setzte mich etwas aufrechter hin. Mit einem Seufzen setzte Care sich auf Höhe meiner Füße zu mir auf die Liege. Abwartend beobachtete ich wie er etwas abwesend einen meiner Füße auf seinen Schoß zog und sanft begann meine Fußsohle zu massieren. Mit einem zufriedenen Seufzen schloss ich für einen Moment die Augen. So konnte ich es wirklich aushalten...
Doch ich öffnete sie schnell wieder und sah etwas besorgt zu Care, der noch immer schweigend auf meinen Fuß starrte. „Care, was ist los?“ fragte ich vorsichtig woraufhin er erneut seufzte, dann aber doch in meine Richtung sah. „Lord hat mir gestern Abend noch einen Auftrag gegeben“ begann er schließlich. Ich nickte, verstand jedoch nicht wo genau sein Problem damit lag. „Das Problem ist, dass ich dann einige Tage nicht hier sein werde, Eisprinzessin“ sprach er weiter und ich hatte das Gefühl mir hätte jemand einen Eimer Eiswasser über den Kopf gekippt.
„A-Aber... Was dann? Du solltest doch bei mir bleiben?“ fragte ich und hasste es wie verzweifelt meine Stimme dabei klang. „Solange ich weg bin werden deine Cousins bei dir bleiben“ antwortete er beruhigend und ich versuchte mich wieder etwas zu entspannen. Was verlangte ich auch? Der Betrieb im Club musste weitergehen...
„Wie lange wirst du weg sein?“ fragte ich vorsichtig, darauf gefasst eine nicht gerade zufriedenstellende Antwort zu bekommen. „Drei bis vier Tage“ antwortete er zu meiner Beruhigung. Ich hatte mit deutlich mehr Zeit gerechnet... „Okay“ murmelte ich nickend „Kannst du mir etwas über diesen Auftrag erzählen?“ Mit einem etwas erleichterten Gesichtsausdruck nickte er. Offenbar hatte er damit gerechnet, dass ich diese Nachricht schlechter auffassen würde. Machte ich so einen labilen Eindruck?
„Erinnerst du dich noch an Racers Unfall im Mai?“ wollte er wissen woraufhin ich nickte und irritiert die Augenbrauen zusammenzog. „Der Mann, der diesen Transport bei uns in Auftrag gegeben hatte, war anschließend wie vom Erdboden verschluckt. Es hat ziemlich lange gedauert, aber jetzt hat Chaser in wohl gefunden.“ „Und da kommst du ins Spiel?“ „Hmm. Ich hatte bisher am meisten Kontakt mit ihm. Vielleicht hofft Lord, dass er am ehesten mit mir sprechen wird... keine Ahnung.“ „Und was habt ihr mit ihm vor?“ fragte ich vorsichtig, unsicher ob ich die Antwort überhaupt hören wollte. „Erst einmal nur mit ihm reden. Sollte er nicht kooperieren, werden wir ihn zum Clubhaus bringen. Alles weitere... wird sich zeigen.“ „Und wann... wann musst du los?“ „Chaser wird sich noch einmal bei Lord melden. Voraussichtlich zum Ende der Woche.“ Inzwischen war es Dienstag, es war also vermutlich nur eine Frage von Tagen bis Care weg musste...

Schweigend saßen wir einige Minuten einfach nur da und jeder hing seinen Gedanken nach. Irgendwie machte Care einen nervösen Eindruck auf mich, was sehr ungewöhnlich war, und das machte mich ebenfalls nervös. Irgendwann schob er meinen Fuß von seinem Schoß, woraufhin ich meine Beine Anzog und mich im Schneidersitz hinsetzte. Care drehte sich noch etwas weiter in meine Richtung, was mich verwunderte. Ich hatte eher damit gerechnet, dass er wieder gehen würde, doch das tat er nicht.
„Du weißt das ich in so was ziemlich schlecht bin“ hörte ich ihn murmeln und ich runzelte irritiert die Stirn. „Worin bist du schlecht?“ fragte ich nach und verschränkte meine Finger auf meinem Schoß. Care schien sich etwas zu winden, im Moment war er auf jeden Fall schlecht darin die Richtigen Worte zu finden. „Gefühlskram“ brummte er so leise, dass ich ihn kaum verstand. „Gefühlskram?“ wiederholte ich fragend und hatte keine Ahnung worauf er hinauswollte. „Worauf willst du hinaus, Care?“ „Du machst es mir auch nicht gerade leichter, Eisprinzessin“ stöhnte er genervt. „Ich mache es dir also schwer?“ fragte ich empört „Entschuldige, aber ich habe keine Ahnung was du mir mit deinem herum Gestotter sagen willst, Caretaker.“
„Es geht um dich verdammt“ fuhr er mich an und ich wich erschrocken etwas zurück. „U-um mich?“ fragte ich verunsichert. Irritiert. „Ja, um dich. Um uns“ präzisierte er und ich konnte nichts anderes tun als ihn sprachlos mit großen Augen anzustarren. Uns? Gab es das, ein uns? Ich schluckte hörbar und starrte schweigend in seine Himmelblauen Augen, die mich unentwegt fixiert hielten. Warum sagte er nichts? Erwartete er etwas von mir? Wenn ja... was?
Sein Seufzen durchbrach schließlich die Stille. „Ich sagte ja, dass ich schlecht in so was bin“ brummte er kopfschüttelnd „Was ich eigentlich sagen will...“ Erneut unterbrach er sich und rieb sich kurz mit einer Hand übers Gesicht ehe er weitersprach. „Ich will nicht das du gehst!“
„Ich habe doch auch gar nicht vor zu gehen“ murmelte ich irritiert, was ihm ein genervtes Stöhnen entlockte. „Ich meine gar nicht mehr, Eisprinzessin“ sprach er weiter und fixierte mich wieder mit seinem Blick „Ich will das du hierbleibst. Die Wochen ohne dich... ich bin beinahe durchgedreht. Ich...“ Er brach ab und schüttelte den Kopf. Ich brachte einige Sekunden um richtig zu begreifen was er da gerade gesagt hatte. „Du willst das ich bleibe? Für immer?“ fragte ich vorsichtig „Brauchst du einfach nur Gesellschaft oder-“ „Nein“ fuhr er mir dazwischen, rutschte noch etwas dichter zu mir und umschloss meine Hände mit seinen viel größeren „Wenn ich Gesellschaft will, dann fahre ich zu meinen Brüdern ins Clubhaus. Es geht mir nur um dich, Eisprinzessin. Du hast mein leben auf den Kopf gestellt und daran will ich nichts ändern.“
„Du machst mein Leben besser, Eisprinzessin“ fügte er leise hinzu als ich noch immer nichts sagte. War das gerade eine Art... Liebeserklärung? Ich wusste es nicht, aber es kam dem ziemlich nahe. Ein Lächeln schlich sich auf mein Gesicht. Ich atmete tief durch ehe ich zu einer Erwiderung einsetzte. „Du bist wirklich schlecht in so was“ murmelte ich woraufhin Care das Gesicht verzog. Er war irgendwie... niedlich, wenn er so um Worte rang, aber das behielt ich lieber für mich. „Ich will gar nicht wieder gehen“ sagte ich leise und sah wie sich etwas in seinem Blick veränderte. Erleichterung. Ja, das war es wohl. „Um ehrlich zu sein... habe ich mich wohl schon vor einer ganzen Weile in diesen Outlaw verliebt, der sich irgendwie in mein Leben gedrängelt hatte, der aber niemanden an sich heranlassen wollte... Auch nachdem er mir das Herz herausgerissen hatte und darauf herumgetrampelt war... es änderte einfach nichts an diesen Gefühlen.“

Sprachlos sah Care mich an, während eine einsame Träne über meine Wange nach unten lief. „Was ich dir damit sagen will, du Gehühls-Legastheniker: Ich. Liebe. Dich.“

Hatte ich zu hoch gepokert?
Ich hatte keine Ahnung wie viel Zeit verging, in der Care mich einfach nur anstarrte und kein Wort herausbrachte. Waren es Sekunden? Minuten? Stunden?
Irgendwann hob er eine Hand und wischte damit vorsichtig die Tränen aus meinem Gesicht, die sich unaufhörlich ihren Weg nach draußen bahnten. Doch das Lächeln haftete wie festgeklebt auf meinem Gesicht. „Einprinzessin“ flüsterte er mit rauer Stimme, die einen Schauer durch meinen Körper jagte. Seine himmelblauen Augen funkelten mich an und ich war endgültig verloren. „Ich habe dir gesagt, dass ich schlecht in so etwas bin, aber... Ich will dich nicht wieder gehen lassen und alleine der Gedanke daran, dass du einem anderen Mann an dich lassen könntest weckt den Wunsch in mir irgendetwas kaputtzuschlagen. Ich will dich eigentlich immer in meiner Nähe haben... Wenn das bedeutet verliebt zu sein... Tja, dann liebe ich dich vermutlich auch.“
Ein leises Lachen quoll aus meiner Kehle, woraufhin Care wieder das Gesicht verzog. „Ich glaube das war die hilfloseste Liebeserklärung, die jemals ein Mensch von sich gegeben hat“ brachte ich kichernd hervor und befreite meine Hände aus seinem Griff um sie stattdessen an seine Wangen zu legen „Aber damit hast du mich wohl zur glücklichsten Frau überhaupt gemacht.“ Sanft zog ich sein Gesicht zu mir und hauchte einen Kuss auf seine Lippen. Kurz wirkte er so, als wollte er noch etwas sagen, doch stattdessen legte er eine Hand in meinen Nacken und versiegelte meine Lippen mit seinen.
Schnell loderte das Feuer zwischen uns. Ich streckte meine Beine aus um ihm mehr Platz zu geben, was er direkt ausnutzte. Mit einem Schnellen Handgriff löste er die Einstellung des Kopfteils meiner Liege, sodass es nach hinten sackte und eine komplett gerade Liegefläche entstand. Sanft aber bestimmt drückte er meinen Oberkörper zurück und ich folgte willig. Meine Hände krallten sich in seine Haare, während er sich zwischen meine Beine schob und sich mit den Unterarmen neben mir abstützte. „Es klingt verrückt aber“ murmelte er zwischen den Küssen gegen meine Haut und bahnte sich langsam von meinen Lippen einen Weg zu meinem rechten Ohr. „Eigentlich müsste ich diesen Pennern danken. Dafür, dass sie dich in meine Arme getrieben haben.“ Ein Kichern verließ meine Lippen, das sich in ein Stöhnen verwandelte als er sanft in mein Ohrläppchen biss.
Seine Hände verschwanden unter meinem Shirt während seine Lippen meinen Hals entlang nach unten wanderten. Kurz löste er sich von mir um an meinem Shirt zu zerren. Schnell hob ich meinen Oberkörper an und im Nu landete das Shirt irgendwo auf dem Boden. Care legte seine Lippen wieder auf meine Haut. Arbeitete sich von meinem Schlüsselbein hinunter bis zum Brustansatz. Seine großen Hände schoben die Träger meines BHs nach unten und befreiten meine Brüste aus den Cups. Ein leises Stöhnen verließ meine Lippen als er meine Brustwarze mit seinen Lippen umschloss um daran zu saugen.
Ich bewegte meine Hände zu seinen Schultern und begann an seinem Shirt zu zerren. Effektiv war es nicht, aber er richtete sich auf und sah mit einem schiefen Grinsen auf mich herab. „Ausziehen“ befahlt ich, wobei meine Stimme nur ein heiseres Keuchen war. „Wie Lady befiehlt“ erwiderte er noch immer grinsend und zog sich sein Shirt mit einer geschmeidigen Bewegung vom Körper. Ich nutzte die Gelegenheit und befreite mich von meinem BH während ich die Aussicht auf seinen Körper genoss. Wie konnte man(n) eigentlich so gut aussehen und würde ich mich je daran gewöhnen? Vermutlich nicht... Care war... perfekt. Muskulös, aber nicht übertrieben aufgepumpt. Einfach...
„Soll ich dir ein Foto machen?“ fragte er belustigt. Mein Blick wanderte an seinem nackten Oberkörper nach oben und verhakte sich schließlich in seinem. „Nein“ hauchte ich „Weil das jetzt mir gehört.“ „Das gefällt mir“ brummte er zufrieden und beugte sich wieder über mich. Sanft arbeiteten sich seine Lippen und Hände an meinem Körper hinab und hinterließen ein sehnsüchtiges Kribbeln. Feuchtigkeit sammelte sich zwischen meinen Beinen und ich sehnte mich danach ihn endlich in mir zu spüren. Care wusste absolut was er mit meinem Körper tat und brachte mich mit jeder Berührung dichter an den erlösenden Abgrund.
„Care“ keuchte ich als er meine Hose mitsamt des Höschens an meinen Beinen hinabzog. „Was, Eisprinzessin?“ fragte er grinsend, schmiss meine Sachen beiseite und begann dann in aller Ruhe sich aus seiner Jeans zu befreien. Sein Schwanz drückte sich gegen seine Hose und sprang förmlich heraus, als er sie öffnete. Schnell riss ich meinen Blick von seiner Beeindruckten Erektion los uns sah in sein Gesicht. „Was willst du, Eisprinzessin?“ fragte er erneut und ich biss mir leicht auf die Unterlippe. „Ich will dich in mir“ brachte ich keuchend hervor. Mein Körper bebte vor Lust, mir war heiß und ich sehnte mich so sehr nach ihm, dass es beinahe wehtat. „Bitte. Fick mich nicht... Schlaf mit mir.“
Kurz wirkte er etwas sprachlos, doch er fing sich schnell wieder. Langsam senkte er seinen Körper auf meinen, sein Schwanz berührte meinen Eingang, doch er drang nicht ein. „Alles was du dir wünscht“ flüsterte er und versiegelte meine Lippen mit seinen ehe er sich langsam in mir versenkte.
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