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Racheengel

von Yoyo1984
GeschichteFantasy, Freundschaft / P12 / Gen
Alexander "Alec" Gideon Lightwood Magnus Bane OC (Own Character) Raphael Santiago
23.02.2021
23.02.2021
1
912
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Dieses Kapitel
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23.02.2021 912
 
Hey :-
Das ist das erste Kapitel meiner neuen Geschichte. Es ist eine Fan-Fiction zu Cassandra Clares Buchreihe "Chroniken der Unterwelt" und der Serie "Shadowhunters". Ich werde alle Kapitel immer auf Englisch und auf Deutsch hochladen. Die englische Version heißt "Angel of vengeance". Wenn euch etwas nicht gefällt, schreibt mir, dann kann ich daran arbeiten. Viel Spaß!
Eure Yoyo1984 ;-)


Prolog: Blutige Schlingen

Die Asche, die durch die Luft flog sah auf den ersten Blick aus wie Schnee, doch, wenn man genauer hinsah, erkannte man, dass sie eher die Form von Fetzen als von Flocken hatte und, dass sie statt weiß die Farbe von hellem grau besaß. Der Geruch von Rauch und Schwefel hing in der Luft und machte es schwer zu atmen. Vor den verbrannten Ruinen einer einst wunderschönen und majestätischen Villa saß ein nicht mal sechzehn Jahre alter Junge mit großen schwarzen Flügen auf den Knien. Von weitem sah er sehr attraktiv aus mit seinen lockigen schwarzen Haaren, die seine Schultern streiften, seiner olivbraunen Haut und seinem weiten weißen T-Shirt. Nachdem man von der Schönheit des Jungen geblendet worden war erkannte man, dass seine Haare durcheinander, seine Haut dreckig und sein T-Shirt zerrissen und blutbefleckt waren. Seine Flügel, die aus zahllosen weichen Federn bestanden, waren zerzaust und von langen Klauen zerkratzt. Um die Ansätze seiner Schwingen, seine Hand- und Fußgelenke hatte jemand schwere braune Ketten befestigt, dessen Enden tief in den Boden reichten. Mit seinen herunterhängenden Flügeln und Schultern und seinen auf den Boden gerichteten Augen bot er einen hoffnungslosen und verzweifelten Anblick. Er sah aus, wie ein gefallener Engel. Ihm gegenüber stand ein großer aus Rauch bestehender Mann mit agilen Armen und athletischen Beinen Als er sein Gesicht dem Jungen zu wandte glitzerten seine silbernen Augen gefährlich und er lächelte, wobei er seine langen scharfen Zähne zeigte. Das Wesen näherte sich seinem Gefangenen mit langsamen, geräuschlosen Schritten, die keine Abdrücke im Sand hinterließen. Als er ihn erreichte beugte er sich herunter und hob das Kinn des Jungen mit seiner rauchigen Hand, die in langen weißen Klauen endete, an. Während er vorsichtig über das Kinn strich sagte er: „Seid doch nicht so traurig, mein kleiner Engelsjunge. Es ist alles zum Besten" Er grinste aufs erneute hinterhältig und packte das Kinn des Jungen fester. Innerhalb einer Sekunde veränderte sich alles. Der Junge hob seine Lider und zeigte seine Augen zum ersten Mal. Sie waren orange und glühten wie die Flammen hinter ihm. Jetzt war es an ihm zu lächeln und in diesem Moment, mit dem schwelenden Feuer hinter ihm und der Asche, die um ihn herum flog, sah er aus wie ein Racheengel. Mit einem Schrei barst er, sie aus dem Boden reißend, aus seinen Ketten. Er schwang sich in die Luft und lachte sorglos, als ob all seine Wunden und Kratzer gar nicht existierten. "Verwechsle meine Genervtheit nicht mit Traurigkeit. Es ist nur so, du bist so unaushaltbar langweilig, ich bin fast eingeschlafen." Mit einem frechen Grinsen gähnte er laut und rieb sich die Augen, als ob er in einer langweiligen Schulstunde säße und mit Mühe versuchte nicht ein zu schlafen. „Für einen kurzen Moment wirkte der Mann aus Rauch verblüfft, was auf Grund der Tatsache, dass er nicht wirklich ein Gesicht besaß, sehr lustig aussah. Dann wurde er wütend, sehr wütend. "Du bist entweder sehr mutig oder sehr dumm mich zu verspotten", sagte er. "Vermutlich ein bisschen von beidem", antwortete der andere viel zu fröhlich angesichts der Situation, in der er sich befand.. "Ich habe nicht vor dich zu töten, dafür bis du zu wichtig, aber ich werde dir weh tun." Der Junge neigte seinen Kopf zur Seite und untersuchte seinen Gegner mit zusammengekniffenen Augen, bevor er erklärte: „Wenn du denkst, dass ich glaube, stärker zu sein als du, dann irrst du dich. Ich weiß, dass ich keine Chance gegen dich habe. Aber ich würde lieber zu Asche verbrennen, als mich dir zu ergeben. Wenn ich gegen dich verliere, und das werde ich, dann kann ich dich wenigstens dabei lächerlich machen." Sein Feind hatte ausdruckslos zu gehört. Dann sagte er geradezu träge: "Wie du willst." Mit einer entspannten, aber unglaublich schnellen Bewegung schleuderte er seine Arme in Richtung des Jungen. Zu schnell für jenen um überhaupt zu blinzeln, wurden diese länger und länger bis sie ihn erreichten und Rauch überall verteilten. Schlingen aus Rauch schlangen sich um den dünnen Körper und zogen sich zusammen, bis der Junge kaum atmen konnte. Er verzog sein Gesicht und presste seine Zähne aufeinander, während er versuchte sich frei zu winden. Der Mann lachte sehr laut und sehr trocken und seine Augen leuchteten auf, worauf silberne Fäden durch den Rauch auf den Jungen zu sausten. Als sie ihn erreichten verätzten sie seine Haut und hinterließen rote Streifen. Der Junge schrie und schrie, jedes Mal, wenn neue Fäden ihn verbrannten wurde er laute bis er schließlich ohnmächtig wurde. Sein Folterer befreite sein Opfer, sodass es durch die Luft fiel und mit einem lauten Dröhnen auf dem Boden aufschlug. Der Junge war kaum wieder zuerkennen. Sein ganzer Körper war mit blutigen Streifen und Kratzern übersehen und, wenn seine Brust sich nicht gehoben und gesenkt hätte, hätte man ihn für tot halten können. "Keine Sorge. Ich komme wieder", flüsterte sein Peiniger und mit einem leisen Lachen drehte er sich um und lief davon. Den anderen ließ er im Sand zwischen Rauch, Asche und Flammen zurück.

***
 
 
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