Geschichte: Freie Arbeiten / Prosa / Erotik / Aistra

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Aistra

von StillDoll
OneshotRomance / P18 / Het
23.02.2021
23.02.2021
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Aistra

Die Türe war noch nicht ganz geschlossen, da schlang sie schon ihre schlanken Arme um seinen Hals und zog ihn in einen leidenschaftlichen Kuss. Seine Hände fanden ihre Taille, als wäre es sein zuhause und presste sie gegen sich. Er knallte mit dem Rücken an die Wand und atmete schwer, als sie sich kurz aus dem atemberaubenden Kuss löste. Gänsehaut kroch ihnen über die Haut.
„Ich liebe dich so sehr....“, hauchte sie und krallte sich in sein pechschwarzes Haar. Sie zog grob daran und er stöhnte leicht vor zuckendem Schmerz. Sie klebte an seinen Lippen als könne sie nicht anders. Als wäre er ein verfluchter Magnet von dem sie sich niemals losreißen könne. Sie biss auf seine Unterlippe, genoss seine Zuckungen und seinen leichten Einknick unter ihrer entbehrlichen Leidenschaft.
Ihre Zunge verschwand in seiner warmen, feuchten Mundhöhle die sich wie ein gutes Gasthauszimmer anfühlte. Seine Zunge traf auf ihre, umspielte sie mit seinem silbernen Piercing. Eine Hand legte sich auf ihren Hals und tausend kleine Nerven sendeten Alarm. Vom Spaziergang war sie eiskalt und jagte ihr einen schaurig-schönen Funken durch den gesamten Körper. Ihr Herz pulsierte wild. Ihre Finger verwüsteten sein Haar, das sonst immer so akkurat lag. Um sie herum schwebten kleine rosa Herzchen. Wie in einem verfluchten Hollywood Liebesfilm. Sie waren beide so berauscht von einander.
Er zerrte sie wieder an der Taille an sich heran, drückte seine Hüften gegen ihre und sie japste verzweifelt auf.
„Ich will dich...“, seine Stimme glich einer tiefen Versuchung aus der Hölle. Sie vibrierte in ihr, vibrierte vor Lust und Begehren.
„Ich will dich auch...“, erwiderte sie, ihr Stimmchen nur noch ein Hauchen, „...überall...“
Sein arrogantes Grinsen erfüllte sie mit mehr Erregung. Eine seiner ranken Hände schob ihr rotes Samtkleid nach oben und legte sich um ihre hitzige Mitte. Wonne erstrahlte in ihrer Brust, weitete sich über ihren gesamten Körper aus. „Bist du denn auch feucht?“, wollte er wissen. Neckte sie mit seinem stahlblauen Blick.
„Das wäre eine Untertreibung...“, hauchte sie, kaum mehr in der Lage zu sprechen, „Ich triefe, Baby...“
Und das war doch alles was er hören wollte.
Er stieß sie ein paar Zentimeter von sich weg, schaute ihr tief in die dunklen Augen und flüsterte: „Dann komm mit ins Schlafzimmer Honey...“
Er nahm ihre Hand, leicht, unschuldig und verliebt wie zwei Teenager. Ihr Herz pochte immer schneller, wurde zum Presslufthammer, sie konnte kaum mehr stehen, folgte ihm jedoch tapsig in seine Falle. In seine sinnliche Falle.
Das Bett stand gigantisch an der Wand, lockte sie mit weichen Kissen und seidig warmer Decke. Genau der richtige Ort für ihre Unsicherheit, genau der richtige Ort für ihre Zweifel. Das Bett schrie nach grenzenloser Sicherheit. Er legte seine Hände auf ihre Schultern und küsste ihren Nacken. Seine sensiblen, zarten Lippen ließen Dynamit auf ihrer Haut explodieren. Sie bewegte sich auf einen endlos langen Trip zu. Als wäre sie komplett High von Liebe und Romantik. Seine Finger zeichneten Wirbel auf ihrer Haut.
„Ich würde alles mit dir tun...“, sagte er und knabberte an ihrem Ohrläppchen. Sie verdrehte stöhnend von Lust verzerrt die Augen. Sie brauchte ihn. Jetzt sofort. Sie hatte ja keine Ahnung, das ihre Erregung sich so steigern konnte. So verstandslos. Ihre primitivsten Triebe erwachten wie Höllenhunde zum leben. Sie schrien, brüllten und kratzten all ihre Vernunft und Sitten aus den Augenhöhlen. Alles was sie sah war rosa und rot. Alles was sie sah war Liebe. Alles was sie sah war tiefste Erregung.
Er wendete sich von ihr ab und jede Zelle schrie bitterlich nach seiner Rückkehr. Ein kalter Schauer der Einsamkeit krabbelte ihre Wirbelsäule hoch. Sie drehte herum und beobachtete ihn, wie er sich auszog. Ihre Augen hafteten gierig auf seinem zarten, maskulinen Körper. Jugendlich und frisch. Seine Haut war strahlend weiß, mit natürlicher Blässe gesegnet, kaum ein Muttermal oder andere Flecken verirrten sich auf der Fläche der puren Perfektion. Sein Schlüsselbein stand hart und wie eine Baumkrone hervor. Krönte ihn zum Kaiser der Erotik. Seine Brust bebte auf und ab. Seine Rippen gaben eine Krone der Verführung ab. Seine Lenden spuckten sinnliches Feuer an welchem sie sich liebend gerne verbrennt. Auf seinen dürren Beinen kräuselten sich schwarze, wirbelige Härchen. Sie war ganz entzückt, als er sich ebenfalls der Boxershort entledigte und sich ein Pfahl der Männlichkeit erhob.
Ein Körper wie David.
Ein Körper wie Adonis.

Ein Körper wie ein verdammter Gott.
Ihr lief das Wasser im Mund zusammen bei diesem Anblick. Seine wunderschönen, spitzen Schultern neckten sie. Sein Grinsen verführte sie. Seine Augen trieben sie in den Wahnsinn.
Ihr Körper fing an zu zittern vor Ehrfurcht und Lust. Sie könnte heulen so sehr liebte sie ihn. So sehr konnte sie ihr Glück nicht fassen einen solchen Mann zu haben. All die Jahre die sie verschwendet hatte, mit Dates die nichts brachten, Männern die nichts wussten und von Einredungen die nur lügen. Und er war so rein... So rein wie sein Körper. Sein Herz schlug in der Farbe von sauberen Blut, sein Verstand war frei von Pandoras Box. Alles an ihm war nicht von dieser Welt. Er konnte nicht von dieser Welt sein.
„Du bist ein wahrlicher Engel...“, sagte sie verträumt, saugte seine dominante Männlichkeit auf.
Er lachte bescheiden. „Ach Süße... Wenn ich ein Engel bin... Was bist denn dann du?“ Er kam auf sie zu und fing an auch sie zu entkleiden. Entblößte ihre flaumige Haut, die Härchen auf ihren Armen stellten sich auf. Er betrachtete jeden Zentimeter. Ergötzte sich an ihren, runden Brüsten und den weiblichen Rundungen, die sein Verlangen am Rande des Wahnsinns trieben.

„Eine Göttin...“, hauchte er und küsste ihren Bauch. Sie stöhnte leise und verankerte ihre Finger in sein Haar. Seine Lippen fuhren auf ihrer Haut Autobahntouren, näherten sich ihrem Venushügel. Seine Zunge leckte sie einladend und sie vergaß ihren Namen, ihre Herkunft und selbst ihre Haarfarbe. Sie war vollkommen auf ihre wollenden Instinkte fokussiert die nur noch eins verlangen: Vereinigung.
Sinnlichkeit.
Sex.

Sie stieß seinen Kopf von ihrer Mitte weg und platzierte sich einladend auf sein Bett. Der weiche Soff in ihren Rücken umarmte sie und nahm sie gefangen wie eine Venusfliegenfalle.
„Komm her...“
Auch er war benebelt von zaghafter Lust und Erregung, die seinen gesamten Körper erschauderte.
Er stieg aufs Bett, die Decke kitzelte seine Knie und er schob sich auf den Körper seiner Liebsten.
Wie Romeo und Julia.

Wie Rose und Jack.
Wie Amor und Psyche.

Seine Haarspitzen hinterließen feurige Funken auf ihrer Haut und wieder schob sich sein Kopf zwischen ihre Schenkel und seine Zunge liebkoste sie an ihrer empfindlichsten Stelle. Sein Piercing ließ alles gefrieren, die Feuchte ertränkte ihre Klitoris brutal und ohne zu Zögern. Sie Stöhnte laut, raufte sich das Haar vor Verlangen nach mehr.
„Komm zu mir... Bitte...“, heulte wie ein Wolf bei Vollmond. Sein wunderschöner Kopf erhob sich, seine spröden Lippen glänzten klebrig. Sein Lächeln war ein Sonett an ihre Sinne. Er kroch höher, wie eine Schlange am Boden. Sein Körper streifte ihren und dann war es so weit. Wie die Liebenden. Bauch an Bauch, Brust an Brust, Nasenspitze and Nasenspitze. Seine Augen waren hypnotisierend und ohne Halt presste sie ihre Lippen auf seine. Sie schmeckte ihre eigene Lust, seine Süße und seine Liebe. Er umklammerte sie und schob sich wollend in ihre warme Weiblichkeit. Sie wimmerte leise vor Erleichterung. Die Erlösung war nahe.
Ihr hauchen wurde zu keuchen.
Sein Eindringen fordernde Stöße.
Hemmungen fielen wie die Blätter vom Baum.
Sie stieß einen leichten Schrei hervor, je doller und wilder er wurde. Und das wurde er mit jeder Sekunde. Die Leidenschaft wappnete sich und entfachte sich von einem gemütlichen Lagerfeuer in eine atomare Explosion.
Sternschnuppen kreisten vor ihren Augen. In ihrem Kopf herrschte ein violetter Sturm voll sexueller Erregung. Sie wollte mehr. Sie konnte nicht genug haben. Der Mittelpunkt ihres Körpers fand sich zwischen den Beinen wieder. Blut rauschte wie eine Droge durch ihren Körper. Sauerstoff war nur noch Mangelware. Es machte sie verrückt. Seine mächtigen Stöße.
Er stemmte sich links und rechts von ihrem Kopf ab, keuchte rhythmisch zu seiner harten Bewegung und schaute auf sie herab. Prägte sich das lustverzerrte Gesicht seiner Liebsten genaustens ein. Sodass er es niemals vergisst. Sodass dies sein Ziel auf ewig sein wird. Sie verrückt zu machen. Ihr alle Brave-Mädchen-Regeln austreiben wie ein Dämon. Auf das ihre Leidenschaft und Liebe niemals verging.
In ihrer Seele warfen unbekannte Heinzelmännchen Blumen, in ihrer Brust explodierte ein Feuerwerk und langsam kroch sich der Orgasmus in ihren Kopf.
Schweiß rinn über seine stählende Brust. Es roch nach Hitze, nach Schweiß und Pheromonen.
Gleich war es so weit.
Sie krallte sich an seinen athletischen Armen fest, zählte die hervorstehenden Adern und bewunderte seine perfekte Hüftbewegung. Er verdrehte seine lieblichen, blauen Augen nach innen ehe sie kam und schrie vor Glück. Ihn selbst auf die Spitze seiner Existenz trieb, sodass er sich in ihr ergoss. Sie spürte Wärme und Zufriedenheit in ihrem tiefsten Inneren.

Der Orgasmus brachte alles um.
Nichts existierte mehr.
Nichts außer dieser Raum. Sein göttlicher Körper und seine ausklingenden Stöße, sie wurden immer schwächer, immer langsamer bis sie letztendlich vergingen und er sich auf sie niedersinken ließ. Schwer atmend. Schweißgetränkt und befriedigt – fürs erste zumindest denn... Sie konnten ihre Finger nicht voneinander lassen.
Ihre Liebe war zeitlos.
Sie fuhr durch sein seidiges Haar.
Und dort verweilten sie ein paar Minuten bis er sich erhob. Er lachte sie an und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Sie brauchten keine großen Worte, keine langen Glypte und Liebesbriefe. Ihre Körper sprachen für sich. Ihre universelle Anziehungskraft verriet genügend.
Er griff nach einer Zigarette und zündete sie an. Der erste Zug nach dem Sex – die beste Zigarette seines Lebens. Er wühlte sich in die warme Decke, eingelullt in einem Himmelreich aus Federn und Stoff. Und neben ihm – die schönste Frau der Welt.
Sie wurde ja fast schon wieder geil bei dem Anblick ihres rauchenden Liebhabers.
Sie rollte sich. Ihre Brüste hießen die Baumwolle willkommen und kuschelten sich in die knittrige Decke unter ihnen. „Ich liebe dich so unfassbar sehr...“
Er zog an der Zigarette und fuhr durch ihre Locken. „Ich weiß...“, sagte er grinsend.
Seine Arroganz war beflügelnd. Er war beflügelnd.

Das hier war die wahre Liebe. Die unendliche und reine Liebe zweier Menschen die sich mehr brauchten als alles andere auf dieser Welt.
Zusammen waren sie unsterblich.
Zusammen waren sie eins.

Ein Herzschlag und eine Seele.
„Was heißt Leidenschaft auf Litauisch?“, wollte sie wissen.
Seine gemeißelten Wangenknochen strahlten in der erotischen Lichtbrechung der Nachmittagssonne.

Er stieß grauen Qualm aus, der sich verführerisch um ihre Nase klammerte. Der Geruch von Freiheit. Der Geruch nach Liebe und gutem Sex. Der Geruch nach ihm und Zuhause.
Der Geruch nach einer Liebe, die sie irgendwann umbringen wird.
„Aistra...“, sagte er.
 
 
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