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Dark Arts

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Het
Harry Potter OC (Own Character) Severus Snape
23.02.2021
25.04.2021
23
36.256
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24.02.2021 1.287
 
Als alle sich im Büro eingefunden hatte, verteilte Dumbledore Wein und Met und sie stießen auf das kommende Jahr an. Alana fand sich umzingelt von ihren Kollegen wieder, die wissen wollten was sie die letzten drei Jahre gemacht hatte und lauschten gebannt ihren Erzählungen von Abendgesellschaften und Dinnern, von Bällen und Soireen. Sie konnten kaum glauben, dass sie beinahe keinerlei Kontakt zu anderen Zauberern und Hexen gehabt hatte.
'Ich habe eure Familie nie verstanden. Natürlich haben eure Geschwister eine Einladung nach Hogwarts bekommen, doch nur ihr habt diese angenommen. Damals war schon klar, dass ihr einen unglaublichen Willen haben müsst und sehr überzeugend seid.' sagte McGonagall.
'Bitte Professor, lassen sie doch bitte die Förmlichkeiten. Es fühlt sich merkwürdig an, bitte bleiben sie beim einfachen Sie oder gerne auch Du.' brachte sie nun endlich hervor, da es ihr nicht richtig vorkam, dass alle ihren Titel hervor hoben. 'Ich heiße Alana, wie sie wissen.' schob sie hintendran.
'Sehr gerne, Alana. Minerva.' Schließlich boten ihr auch die anderen Lehrer das Du an, bis auf Weston, der allerdings auch bei den anderen auf Distanz blieb. Doch das sollte ihr nur Recht sein.
Danach dauerte es nicht mehr lange, bis sich die ersten verabschiedeten und so leerte sich das Büro langsam. Auch Alana beschloss, dass es langsam Zeit wurde und sie wünschte allen eine Gute Nacht und verließ das Büro. Sie war kaum auf dem Korridor angekommen, als Severus sie einholte. 'Ich begleite dich. Deine Zimmer sind im Slytherin Trakt.' eine Weile gingen sie schweigend nebeneinander her. 'Severus, ich denke wir sollten dafür sorgen, den Gerüchten keine Nahrung zu geben und Weston keine Möglichkeit bieten weitere Gerüchte zu streuen. Er ist wirklich auf einem Kriegskurs und bestens informiert. Ich versteh nur nicht woher er so viel über mich weiß?' brach Alana das Schweigen.
'Zum einen hat er einen Neffen, der im vierten Jahr ist. Der Junge ist genauso arrogant wie sein Onkel und wird ihm alles mögliche berichten. Und er lässt keine Gelegenheit aus, um auf seinen berühmten Onkel hinzuweisen. Kein schlechter Zauberer, aber leider das falsche Vorbild.' sagte Severus und legte sich seine nächsten Worte zurecht.
'Aber das heißt, er hat hier angefangen, als ich in meinem letzten Jahr war, ich habe ihn nie kennengelernt. Und er kann unmöglich etwas über mein Leben in London wissen.'  kam Alana ihm zuvor.
'Alana, du magst zwar physisch die letzten drei Jahre nicht hier gewesen sein, aber du hast diese Schule eigentlich nie verlassen. Jeder Lehrer redet immer noch von dir, fast jeder Schüler kennt deinen Namen. Du hast jeden Wettbewerb gewonnen den man gewinnen kann, du hast in allen Fächern mit Auszeichnung bestanden. Keiner von uns hat verstanden, warum du nicht Auror geworden bist oder Bücher schreibst oder zumindest einen Posten im Ministerium besetzt. Ich zeige den Schülern Tränke, die du entwickelt hast, es gibt Sprüche und Formeln die du erfunden hast. Und wenn dir das noch nicht reicht, dann muss ich dich daran erinnern, dass schon deine Mitschüler Respekt vor dir hatten, weil sie im Grunde ein wenig Angst vor dir hatten. Dich umgibt eine Aura des Mysteriösen und Dunklem und auch wenn sie nicht wissen, warum das so ist, spüren sie doch, dass du ein tieferes Verständnis für die dunkle Seite hast, für den Tod und das der Schleier für dich nur sehr dünn ist. Es ist ein Unterschied, ob man in Teeblättern liest oder ob man wirkliche Visionen hat. Keiner weiß, was du an jenem Nachmittag gesehen hast, außer Dumbledore und mir, aber sie wissen das etwas passiert ist.'
Snape war in seiner Rede stehen geblieben und hatte sich Alana zugewandt, die nun überrascht zu ihm hoch sah. Sie hatte das nie so empfunden, sie hatte sich immer gefragt, warum ihre Freunde die sie in den ersten drei Jahren hatte, plötzlich distanziert hatten. Und in ihrer Erinnerung hatten die meisten schon immer hinter ihrem Rücken geredet. Später kamen dann noch die Andeutungen über sie und Snape dazu, etwas das sie nie verstanden hatte.
'Die Tatsache, dass du nichts dafür tun musstest ist für die meisten Menschen nicht verständlich. Es gibt Schüler die nichts anderes tun als lernen und doch nie erreichen, was du mühelos schaffst.' Snape hob die Hand, um sie am sprechen zu hindern.'Ich weiß dass du viel gelesen hast und du Tag und Nacht an etwas gearbeitet hast. Aber du musstest nicht mühsam lernen um etwas zu verstehen. Du suchst nach Antworten, für Fragen, die anderen nicht mal in den Sinn kommen. Ist dir eigentlich bewusst, dass du jeden einzelnem Lehrer etwas beibringen könntest? Die meisten von uns sind in unseren Grenzen gefangen, Grenzen die du überschreitest. In der Geschichte gab es nur wenige Menschen die das getan haben und keiner von diesen Menschen hat dies für etwas Gutes genutzt. Es ist ein sehr dünner Grad den du beschreitest und das führt dazu, dass andere Menschen sich von dir abgrenzen, weil sie die Konsequenzen fürchten und sie dir nicht folgen können. Und wenn sie einem nicht mehr folgen können, dann kommt der Neid und der führt zu Gerede und zu Gerüchten. Wenn alle dich für den Bösewicht halten und denken du bist arrogant, dann verhalte dich genau so. Sie haben dich auf dieses Podest erhoben, dann müssen sie damit leben, dass du auf sie herab siehst. Allerdings wirst du feststellen, dass selbst dies bei dir nicht gilt. Es mag so scheinen, dass sie über dich tuscheln und die wildesten Theorien aufstellen, aber im Grunde empfinden sie Ehrfurcht und glaub mir, in deinem Unterricht werden alle aufmerksam sein. Sie haben dich auf dieses Podest erhoben, weil sie wissen, dass du dort hingehörst.'
Alana sah ihn einfach nur an und wusste nicht, was sie sagen sollte. 'Und was diese Gerüchte angeht, du und ich wissen, das unsere Beziehung tiefer geht als eine Liebesbeziehung, als eine Affäre. Dass das nie eine Rolle gespielt hat, du kennst meine wahren Gefühle und deshalb ist es unwichtig was andere denken, solange wir die Wahrheit kennen.' Das letzte hatte er so leise gesagt, dass sie wusste, dass es ihm nicht so egal war, wie er sagte. Es war nur eine weitere Gemeinheit die  er ertrug. Er lächelte und fuhr ihr durchs Haar, nahm ihr Gesicht in beide Hände und sah ihr in die Augen, 'Es macht mir etwas aus, weil es dich verletzt. Ich ertrage es kaum, wenn du leidest und würde alles dafür tun, alles von dir abzuwenden. Meine Gefühle für dich sind tiefer, als es die für Lily jemals waren, aber sie sind nicht vergleichbar. Du bist meine Seelenverwandte, sie war die Frau die ich geliebt habe, die ich liebe.' Alana spürte wie ihr Tränen in die Augen traten und versuchte diese zu unterdrücken, es gelang ihr nicht und Severus wischte sie mit seinem Daumen von ihrem Wangen.
'Es tut mir Leid, Alana, dass ich ausgesprochen habe, was du ohnehin weißt. Ich habe meine Gedanken nie vor dir verborgen und du deine auch nicht.'
Er ließ sie los und wollte weiter gehen. 'Ich lese deine Gedanken nicht und habe es auch nie getan, nicht seit ich das kontrollieren kann.' brachte sie hervor. Es war ihr wichtig, dass er wusste, dass sie diese simple Regel beachtete. 'Ich weiß.' war alles was er sagte und ging voran. Sie blieb noch kurz stehen und folgte ihm dann. Denn Rest des Weges gingen sie schweigend, bis sie vor ihren Räumen standen. 'Gute Nacht, Professor de Winter. Ich bin wirklich froh, dass du zurück gekommen bist. Du gehörst nach Hogwarts.' sagte er und wartete eine Antwort gar nicht erst ab.
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