Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Dark Arts

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Het
Harry Potter OC (Own Character) Severus Snape
23.02.2021
25.04.2021
23
36.256
1
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
24.02.2021 2.475
 
Als sie mit Severus durch die kleine Tür trat, die zur Empore in der großen Halle führte, hatten die anderen Lehrer schon Platz genommen und auch an den Tischen saßen schon Schüler. Professor McGonagall betrat gerade die Halle mit den Neulingen. Eine lange Reihe junger Zauberer und Hexen, die sich neugierig und ängstlich umsahen. Am Tisch waren noch zwei Plätze frei und Alana  hatte ihren Platz zwischen Snape und Weston. Severus rückte ihr den Stuhl zurecht bevor er selbst Platz nahm. Aus den Augenwinkel sah sie, wie Weston sie mit hochgezogener Braue beobachtete. Seine Blick schien zu sagen 'dachte ich es mir doch'. Allerdings hatte Alana beschlossen, ihn schlicht zu ignorieren. Sollte er doch denken was er wollte. Nun erst hatte sie einen Überblick über die Halle und sie fühlte sich merkwürdig, hier oben zu sitzen und nicht unten am Haustisch von Slytherin. Sie erkannte einige Schüler, die sie noch kannte und die jetzt kurz vor ihrem Abschluss standen oder im sechsten Jahr waren. Es würde merkwürdig werden, diese zu unterrichten. Auch das hatte sie nicht bedacht. 'Entspann dich. Du hast die richtige Entscheidung getroffen' hörte sie Severus neben sich und sie atmete tief durch. Dennoch kam sie nicht umhin zu bemerken, wie immer wieder Blicke zu ihr gingen und getuschelt wurde. Sogar Finger zeigten auf sie und Köpfe wurden zusammen gesteckt. Oder täuschte sie sich und die Schüler tuschelten aufgeregt über Weston? Das würde mehr Sinn machen, immerhin war er so was wie ein Held und er hatte sehr viele weibliche Fans. 'Wie es scheint, seit ihr das Thema des Abends, Lady de Winter.' hörte sie dann nun Weston neben sich. 'Euer Ruf eilt euch voraus. Selbst die jüngeren Stufen kennen euch.' Er klang nicht gerade freundlich. Bestimmt hatte er damit gerechnet, das Thema des Abends zu sein. 'Und zusammen mit Snape später zu erscheinen, dürfte die Gerüchteküche doch direkt mal befeuern. Hattet ihr eigentlich schon immer diesen Kleidungsstil? Oder habt ihr euch im Laufe der Jahre angepasst, um perfekt neben Snape auszusehen?'
Alana hatte alle Mühe, höflich zu bleiben und sich den Ärger nicht anmerken zu lassen. 'Ihr wisst das es unhöflich ist, ungefragt in die Gedanken anderer einzudringen. Ihr versucht es schon wieder, doch lasst euch gesagt sein, ihr werdet keinen Erfolg haben. Allerdings solltet ihr besser auf eure Gedanken achten oder man liest in euch wie in einem Buch. Und ihr würdet es nicht einmal merken.' zischelte sie und lächelte dabei süßlich, damit es nach Außen hin, wie eine gewöhnliche Unterhaltung zwischen Kollegen aussah. 'Droht ihr mir, Lady de Winter?' knurrte er und machte nicht mal mehr den Versuch seine Feindseligkeit zu verbergen. 'Natürlich nicht, ich warne euch lediglich.'
Vor ihnen hatten sich mittlerweile die neuen Schüler versammelt und Dumbledore erhob sich. 'Liebe Schüler, liebe Lehrer, willkommen zurück in Hogwarts. Und an unsere Neuzugänge ein Herzliches Willkommen. Wir werden euch nun euren Häusern zuordnen und danach das Jahr mit einem Bankett beginnen. Fangen wir an.'
Nach einander wurden nun die Schüler aufgerufen und nahmen auf dem hohen Stuhl vor dem Lehrertisch platz. Bei einigen dauerte es nur Sekunden, für manche brauchte der Hut etwas länger. Zwar waren die Häuser klar definiert, aber natürlich gab es immer die Möglichkeit das sich zwei Fertigkeiten oder Eigenschaften duellierten oder der Schüler hatte seine eigenen Wünsche wohin er gerne möchte. Auch dies zog der Hut in Betracht. Sie erinnerte sich noch an ihren ersten Abend. Wie nervös sie gewesen war. Sie hatte im Vorfeld alles über Hogwarts gelesen und war danach unschlüssig, welches Haus sie bevorzugen würde. Sicher, sie war eine Nachfahrin von Slytherin, aber sie hatte das Gefühl dass Rawenclaw die bessere Wahl wäre. Und tatsächlich hatte der Hut sich lange mit ihr aufgehalten. Für alle hörbar hatte er verkündet, dass eine Nachfahrin des Hausgründers Slytherin ihre Ausbildung antrat, dass sie aber in Rawenclaw möglicherweise besser aufgehoben wäre. Schließlich jedoch hatte der Hut sie zu einer Slytherin gemacht und die Tatsache, dass sie sich für die Dunklen Künste begeisterte schien diese Entscheidung zu unterstützen. Allerdings hatte sie damals schon gemerkt, dass die Leute sie beobachteten und immer irgendwie vorsichtig waren. Was dachten sie denn, würde sie tun. Seither wünschte sie, der Hut hätte ihre Herkunft verschwiegen.
Alana war so in ihren Gedankengang verwickelt, dass sie gar nicht merkte was vor sich ging, bis es sehr ruhig in der Halle wurde. 'Harry Potter' hörte sie McGonagall gerade noch sagen und ein kleiner Junge trat vor. Sie spürte wie sich Severus neben ihr anspannte. Das war also der Junge, auf den sie ein Augen haben sollten. Der der überlebt hatte. Harry nahm Platz und der Hut wurde aufgesetzt. 'Harry Potter' rief er aus. Man sah den Hut murmeln und schließlich rief er 'Nicht Slytherin' und man spürte wie die Halle ausatmete. 'Bist du sicher? Alle großen Zauberer waren in Slytherin und hier kannst du wahre Freunde finden' dann verstummte der Hut wieder und schließlich verkündete er 'Gryffindor'. Der Tisch jubelte und auch die anderen Häuser außer Slytherin stiegen mit ein. 'Tja war ja abzusehen, immerhin waren seine Eltern auch Gryffindor.' hörte sie Weston neben sich.
Sie sah wie Harry an dem Tisch Platz nahm und von den anderen begrüßt wurde. 'Wir haben Harry'-Rufe hallten durch den Saal. Danach dauerte es nicht mehr lang, bis Dumbledore das Bankett eröffnete und sich alle über die vollen Platten und Teller hermachten. Alana ließ ihren Blick wieder über die Tische schweifen und immer wieder traf sie auf neugierige Blicke, die sich schnell abwendeten. Vorsichtig nippte sie am Wein und nahm ein paar Bissen zu sich. Sie war viel zu aufgeregt zum Essen und zudem war es viel zu spät. Weston unterhielt sich angeregt mit Dumbledore und McGonagall und sie bekam immer wieder ein paar Fetzen des Gesprächs mit, in denen Weston lang und breit über Okklumentik philosophierte und mitteilte, wie sehr ihm diese Technik im Kampf gegen den Dunklen Lord geholfen habe. Snape unterhielt sich mit Flitwick und Madame Sprout und so konnte sie ihren Gedanken nachhängen. Zudem hatte sie das Gefühl, sich sollte sich  nicht allzu vertraut mit Snape zeigen um den Gerüchten keine neue Nahrung zu geben. Ihr Blick blieb am Gryffindor Tisch hängen und sie sah wie Harry Potter und Percy Weasley zu ihr sahen und Weasley irgendwas erklärte. Ihre Blicke gingen zwischen ihr und Snape hin und her und sie erinnerte sich daran, wie fürchterlich sie Percy schon damals gefunden hatte, obwohl er einige Stufen unter ihr gewesen war. Warum konnten die Gespräche sich denn nicht um Weston drehen? Immerhin hatten sie hier einen echten Helden sitzen.
'Professor de Winter, haben sie schon eine Strategie wie sie den Unterricht gestalten werden? Immerhin haben sie die Schwierigkeit die höheren Stufen zu übernehmen, die schon ein gewisses Wissen erworben haben und die Neuzugänge, die noch gar kein Wissen haben.' wurde sie da plötzlich angesprochen und sie brauchte einige Sekunden um den Fragesteller zu identifizieren. Um Zeit zu gewinnen griff sie zu ihrem Weinglas.
Sie sah zu Professor Sinistra und lächelte, mehr um sich selbst zu beruhigen. Sie spürte die Blicke der anderen auf sich und wurde sich vor allem des Blicks Westons bewusst, der sie herablassend beobachtete. Doch auch auf der anderen Seite des Tisches verstummten die Gespräche und man sah sie gebannt an.
'Naja, ich hatte ja nicht so viel Zeit darüber nachzudenken, aber dennoch kam ich zu dem Schluss, dass es das A und O ist, dass die Schüler ein Verständnis dafür erwerben, wo gegen sie sich überhaupt verteidigen und das Verteidigungszauber nicht grundsätzlich gegen Dunkle Magie gerichtet sind, sondern gegen jeden Angriff. Es gibt ja genügend Sprüche die nichts Dunkles haben, aber dennoch sehr effektiv im Angriff sind.' sie unterbrach sich und sah die aufmerksamen Gesichter ihrer Kollegen, die zustimmend nickten. 'Dennoch bin ich der Meinung, dass jeder Magier ein Grundverständnis der Dunklen Künste braucht, um diese zu verstehen und sich wehren zu können.' sprach sie nun weiter und wurde sofort von Weston unterbrochen 'Ihr wollt den Schülern Dunkle Magie lehren?' er tat überrascht, aber sie sah ihm an, dass er sie nur provozieren wollte. Wahrscheinlich kannte er auch ihren Ruf in dieser Richtung. Und auch in den Gesichtern einiger anderer Lehrer, sah sie diese Frage. 'Nun, nein. Aber es geht darum verständlich zu machen, was Dunkle Magie ist und wozu sie fähig ist. Man muss seinen Feind kennen, um ihn bekämpfen zu können. Im Grunde kann ich jeden Zauber zu dunklen Zwecken nutzen, wenn ich dunkle Absichten hege. Es geht um die Einstellung, mit der ich den Zauber wirke. Die wirklich Schwarze Magie, ist eine Kunst die nur in sehr intensiven Studien erworben werden kann und die den Anwender an den Rand seiner Existenz bringen würde. Der Preis ist sehr hoch und nur sehr wenige sind bereit diesen zu zahlen.'  Wieder hielt sie inne und wartete auf Einwände, die jedoch ausblieben. Sie wollte gerade fortfahren, als Weston ihr wieder ins Wort fiel 'Sprecht ihr da aus Erfahrung?' er musste ein Lächeln unterdrücken. Sie beschloss ihn zu ignorieren. 'Darüber hinaus sollte jeder Zauberer und jede Hexe wissen, das jede magische Disziplin zur Verteidigung genutzt werden kann und dass die Bereiche Hand in Hand gehen. Ich habe zum Beispiel nie verstanden, wie ich man sich für das Brauen von Tränken begeistern kann, aber Kräuterkunde ablehnt. Um den Trank richtig herstellen zu können, muss man die Wirkung aller Stoffe kennen, die er enthält. Kennt man die Wirkung der Pflanzen und Stoffe, ist man in der Lage neue Tränke zu erschaffen. Ich denke das Prinzip ist klar. Um sich gegen Dunkle Künste verteidigen zu können, brauche ich alle Fähigkeiten um erkennen zu können, mit was man es zu tun hat.'
Aus dem Augenwinkel nahm sie ein leises Lächeln von Snape wahr und Madame Sprout nickte zustimmend. Selbst Dumbledore nickte ihr zustimmend zu, er wusste das dies schon immer ihre Einstellung gewesen war.
'Das mag ja als Ansatz für die Neuen eine gute Sache sein, vielleicht sogar für die im zweiten Jahr, aber wie ihr das allen anderen beibringen wollt, dass bleibt mir ein Rätsel.' warf Weston nun ein. Doch bevor Alana antworten konnte, ergriff Dumbledore das Wort.
'Ich bin sicher, dass sich Professor de Winter auch da Gedanken gemacht hat. Sie kann sehr überzeugend sein und ich sehe, ich habe die richtige Entscheidung getroffen. Nun denn, ich denke es wird Zeit die Tafel aufzuheben.' Damit hatte er Weston sehr deutlich in seine Schranken gewiesen, was ihm alles andere als schmeckte. 'Wir werden sehen.' murmelte er und starrte starr in die Halle.
'Gut gemacht' flüsterte Snape ihr ins Ohr und drückte ihre Hand. Eine sehr vertraute Geste, die nicht unbemerkt blieb, wie sie an einigen Blicken an den Tischen sehen konnte.
Dumbledore war inzwischen aufgestanden und hatte die Tafel aufgehoben. Es wurde leise und alle Blicke wandten sich erwartungsvoll nach oben.
'Ich denke wir sind nun alle satt und müde. Dennoch möchte ich noch ein paar Worte an euch richten. Ich begrüße noch mal alle zu einem neuen Schuljahr in Hogwarts. Für alle gilt, der Wald ist verboten. Ebenso der oberste Flur in der Burg. In der ersten Woche findet die Auswahl für neue Quidditch Spieler statt. Wer daran teilnehmen möchte, meldet sich bitte beim jeweiligen Hausleiter. ' Dumbledore hielt kurz inne, bis das aufgeregte Geschnatter nachließ.
'Und zu Guter Letzt, möchte ich euch die neuen Lehrer vorstellen. Wie die älteren Jahrgänge bemerkt haben, gibt es einige Veränderungen am Tisch. Für das Fach Alte Runen, wird Professor Pergit zuständig sein.' Die kleine Hexe stand kurz auf und lächelte in die Runde und setzte sich dann wieder hin.
'Dann wird es dieses Jahr ein neues Fach geben, das ausschließlich die Jahrgänge sechs und sieben betrifft. Es geht um die Hohe Kunst der Okklumentik und Legilimens. Das Lesen von Gedanken und deren Abwehr. Natürlich können Ausnahmen gemacht werden, sollte sich jüngere Schüler dafür interessieren und ihre Noten lassen einen Extraunterricht zu.'
Alana sah in die Runde und sie spürte die meisten Blicke auf sich. Natürlich würden die Schüler sie in diesem Fach erwarten und Weston als Lehrer gegen die Dunklen Künste.
'Dieses Fach wird Professor Weston übernehmen. Ich denke es gibt Niemanden hier, der noch nicht von ihm gehört hat und es ist eine große Ehre, dass er sich bereit erklärt hat, diese Kunst zu unterrichten.' hörte sie Dumbledore sagen.
Sie spürte wie Weston neben ihr aufstand und sein Gesicht sprach tausend Bände. Der Applaus kam nur zögerlich, die Schüler mussten erst einmal verdauen, dass er nicht der Lehrer für die Verteidigung gegen die Dunklen Künste sein würde. Dennoch jubelten vor allem die Mädchen, aber es war wohl nicht das was er erwartet hatte.
'Und zu guter Letzt möchte ich euch eure Professorin zu Verteidigung gegen die Dunklen Künste vorstellen.'
Alana sah wie die Schüler sich fragend ansahen. Ihr Herz raste, wie würden die Schüler wohl reagieren. Sie ging davon aus, dass die meisten mit Snape auf dem Posten gerechnet hatten und sie die neue Tränkemeisterin wäre.
'Professor de Winter. Einige werden sie noch als Schülerin kennen, denn sie hat ihren Abschluss erst vor drei Jahren gemacht. Doch lasst euch gesagt sein, dass das Alter nichts mit dem Können zu tun hat. Es wird jedem gut zu Gesicht stehen, ihrem Unterricht aufmerksam zu folgen.' Alana stand auf und hörte ihre Kollegen neben ihr klatschen, Dumbledore drehte sich kurz zu ihr um und nickte ihr zu und so langsam fielen auch die Schüler in den Applaus ein, vor allem Slytherin schien die Tatsache, dass eine ehemalige Slytherin diesen Posten nun inne hatte, gut zu gefallen.
Als sie wieder saß, sprach Dumbledore weiter und wünschte allen eine Gute Nacht. 'Erstsemester bitte folgt euren Vertrauensschülern. Und einen Guten Start in dieses Schuljahr.'
In die Schüler kam Bewegung und die Schüler strebten dem Ausgang zu. Die Erstsemester folgten aufgeregt ihren Vertrauensschülern. Dumbledore kam an den Tisch zurück. 'Ich weiß dass es morgen direkt los geht, aber ich denke wir sollten uns noch zu einem kleinen Umtrunk treffen und ein wenig Plaudern. Immerhin gibt es drei neue Kollegen die wir kennen lernen müssen.' lud er die Lehrerschaft in sein Büro ein. Nach und nach folgten alle dem Schulleiter, Snape rückte ihren Stuhl von der Tafel ab und reichte ihr die Hand. Sie folgte ihm durch die kleine Tür und sah noch einmal kurz zurück, da sie Westons Blick im Rücken spürte. Er schien sie geradezu zu durchbohren, seine Augen wirkten fast schwarz. Ohne ihr zu tun hatte sie sich einen Feind gemacht. Dann war es jedoch er, der den Blick zuerst abwendete.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast