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Dark Arts

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Harry Potter OC (Own Character) Severus Snape
23.02.2021
02.03.2021
10
17.863
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23.02.2021 2.080
 
Alana stand mitten in ihrem Zimmer und sah sich um, über all lagen Kleider herum, Bücher stapelten sich auf jeder erdenklichen Fläche und ihre Reisekiste war bis zur Hälfte gefüllt und dennoch musste noch sehr viel mehr hinein. Fleur, ihre Zofe lief hektisch im Raum umher und zeigte ihr noch mehr Kleider die sie mit einem Kopfnicken und einen Kopfschütteln bedachte. 'Ich sagte doch schon, zwei Abendgarderoben reichen. Ich werde mich in einer Schule aufhalten und unterrichten. Also bitte, Fleur.' sagte sie ungeduldig und verdrehte ihren Augen, als ihre Mutter das Zimmer betrat.
'Alana, ich bin nach wie vor nicht sehr angetan von der Idee, dass du diesen Posten als Lehrerin angenommen hast. Und auch dein Vater hält es für unangebracht, das eine de Winter eine  so gewöhnlichen Posten annimmt. Vor allem als Lady de Winter, solltest du dich wirklich lieber in London zeigen und dich um einen Ehemann bemühen und nicht in einer Schule fern ab der Zivilisation, Kindern Zaubersprüche beibringen. Was sollen nur die Leute denken, wenn sie herausfinden, wo du wirklich bist?' begann sie sofort das Gespräch.
'Mutter, wir haben das in den letzten zwei Wochen ausführlich besprochen, meine Entscheidung steht fest und ich werde die Stelle annehmen. Ich hege nicht den Wunsch zu heiraten und ich möchte anders als ihr und meine Geschwister, mein Erbe nicht verleugnen. Wir sind eine der ältesten Zaubererfamilien des Landes, unsere Linie reicht zurück bis auf Salazar Slytherin, einer der Gründer von Hogwarts, es ist also mehr als nur eine gewöhnliche Anstellung.'
Sie sah wie ihre Mutter tief einatmete und von vorne loslegen wollte um noch mehr Argumente vorzubringen. 'Mutter, lass es gut sein. Dumbledore hat mich gebeten die Stelle als Professorin gegen die dunklen Künste anzunehmen und ich habe zugesagt. Und damit Schluss.' 'Ich verstehe nur nicht, warum er ausgerechnet dich in dieser Position haben will? Du bist gerade einmal drei Jahre weg von Hogwarts und es gibt doch sicherlich weitaus erfahrenere Zauberer um diesen Posten zu übernehmen. Und warst du nicht ohnehin immer mehr den Tränken zugetan? Ich finde es nicht gut, dass du dich mit den dunklen Künsten beschäftigen musst, um den Kindern zu zeigen, wie man sich dagegen verteidigt.'
Alana verzog kurz ihre Lippen zu einem Lächeln und zuckte dann die Schultern. 'Der Posten des Tränkemeisters ist besetzt und ich weiß nicht, was sich Dumbledore gedacht hat. Ich finde es jedenfalls eine sinnvollere Tätigkeit als jeden Abend irgendeine Abendveranstaltung und Ball zu besuchen und mir das hirnlose Geschwätz der anderen Mädchen anzuhören. Es mag euch allen entgangen sein, aber ich fühle mich in der Welt der Magie wohler und habe nicht vor, so zu tun, als gäbe es diese nicht. Ich verstehe nicht, wie ihr zu Seancen gehen könnt, von denen ihr wisst, dass sie Betrug sind und die wahre Kunst des Sehens zu verleugnen? Und nun muss ich mich langsam beeilen. Es gibt noch viel zu tun und ich werde heute Abend in Hogwarts erwartet.'
Sie sah ihre Mutter an und hoffte, sie würde sich damit zufrieden geben, denn sie konnte ihr schlecht sagen, dass der Schulleiter ihr diesen Posten angetragen hatte, weil sie weitaus mehr Erfahrung mit den dunklen Künsten hatte, als es gut für sie war und sie weitaus mehr Erfahrung in der Verteidigung hatte, als so mancher Zauberer, der doppelt so alt war. Ihrer Ansicht nach, musste man seinen Gegner kennen, um sich verteidigen zu können und sie kannte schon in ihrem zweiten Jahr mehr Sprüche zur Verteidigung, als ihr Lehrer.
In dem Brief den sie vor zwei Wochen von Professor Dumbledore erhalten hatte, hatte er sie gebeten den Posten anzunehmen, da er befürchte die Dunkelheit sei zurückgekehrt und die Schüler müssten darauf vorbereitet werden um sich verteidigen zu können. Er hatte nicht mehr sagen müssen, war es doch sie gewesen, die vor vier Jahren in einer Vision die Auferstehung des dunklen Lords gesehen hatte. Damals wie heute, war es ihr verboten darüber zu sprechen.
'Du weißt, dass Lord Sommerset dir den Hof macht. Es ist eine sehr große Ehre, dass er dich erwählt hat und würde deinem Vater einen großen Dienst erweisen. Denk wenigstens darüber nach.' versuchte ihre Mutter es noch einmal.
'Mutter, Lord Sommerset ist ein Muggle, denkst du wirklich ich könnte sein, wer ich bin, wenn ich seine Frau bin?  Seine Einstellung zum Spiritismus ist sehr deutlich, was glaubst du wie er reagiert, wenn er herausfindet, dass es Magie gibt und Spiritismus im Vergleich dazu, nur ein Spiel ist? Wie dem auch sei, ich habe weniger als eine Stunde um aufzubrechen. Meine Entscheidung steht fest.' Damit drehte sie sich demonstrativ zur ihrer Reisekiste um und verstaute weitere Bücher darin. Um ihre Mutter nicht weiter zu verärgern, verzichtete sie auf Magie. Sie hörte ihre Mutter das Zimmer verlassen und atmete tief durch.
Alanas Wunsch nach Hogwarts zurück zu kehren gärte schon lange in ihr, nur dort konnte sie wirklich sie selbst sein, auch wenn ihr bewusst war, dass sie selbst in dieser Welt eine Außenseiterin war. Doch immerhin musste sie dort nicht so tun, als wäre sie 'normal'. Schon von klein auf, hatte sie ihre Umwelt anders wahrgenommen als andere Kinder, hatte Dinge gesehen die ihre Geschwister nicht sehen konnten und sie konnte sich an die Blicke ihrer Eltern erinnern, die besorgt  zwischen ihnen gewechselt wurden. Doch erst als sie elf wurde und der Brief aus Hogwarts eintraf, blieb ihren Eltern keine andere Wahl mehr, als ihr die Familiengeschichte zu erzählen. Das sie nicht nur eine der ältesten Familien in England sind, sondern vor allem eine der ältesten Zaubererfamilien des Landes, die auf einen der Schulgründer zurückging, zumindest väterlicherseits. Und auch ihre Mutter entstammte einem alten Geschlecht von Zauberern und Hexen, doch habe man gemeinsam beschlossen dieser Welt den Rücken zu kehren und völlig ohne Magie zu leben. Später erfuhr sie, dass sie diesen Entschluss gefasst hatten, als der Dunkle Lord an die Macht kam. Sie wollten keine Seite wählen und hatten nicht den Wunsch und den Mut gehabt, sich gegen das Böse zu stellen. Zudem war keiner übermäßig begabt oder hatte das Interesse daran Magie zu nutzen. Sie wählten einen Weg der sie in der Gesellschaft nach ganz oben brachte und da war für Magie kein Platz. Auch ihre Geschwister hatten nie gezeigt, dass sie überhaupt Magie in sich hatten und waren zufrieden mit ihrer Stellung in der Gesellschaft. Ihr Bruder hatte einen Sitz im Unterhaus und arbeitete als Anwalt, ihre Schwester war mit einem Hochrangigen Berater der Königin verheiratet. Alana hatte nie erfahren, ob es auch für sie Briefe aus Hogwarts gegeben hatte.
Ihre Eltern hatten mit allen Mitteln versucht, sie davon abzuhalten nach Hogwarts zu gehen, doch sie hatte sich durchgesetzt und man ließ sie ziehen. Auch wenn sie für alle anderen außerhalb ihrer Familie, ein Internat in Frankreich besuchte. Anfangs kam sie in den Ferien noch nach Hause, doch schon in ihrem zweiten Jahr blieb sie in den Ferien in der Schule oder begleitete die wenigen Freunde die sie gefunden hatte zu ihren Familien. Die langen Sommer in London jedoch waren ein Qual, da man zuhause nichts von ihrer Welt erfahren wollte. Dennoch gab zumindest ihre Mutter ihrer Neugier manchmal nach und fragte sie nach dem was sie in Hogwarts lerne und was sie mit diesem Wissen einmal anfangen wolle. Doch als sie ihr erzählte, dass sie in der Lage sei, mit Geistern zu sprechen und bewusst Kontakt zu Verstorbenen aufzunehmen und sie von Zeit zu Zeit Visionen hatte, sah sie den Horror in den Augen ihrer Mutter und ja vielleicht sogar Angst und sie beschloss nichts mehr davon zu erzählen. Denn diese Reaktionen waren ihr auch bei ihren Freunden aufgefallen und so behielt sie ihre Gedanken für sich. Einzig dem Schulleiter und ihrem Professor für Tränke konnte sie sich anvertrauen und so war es nicht verwunderlich, dass sich
Dumbledore an sie gewandt hatte, an die Schule zurück zu kehren.
Schließlich war alles in den Reisekisten verstaut und sie war bereit zum Aufbruch. Sie ließ die Kisten runter bringen und folgte langsam, sie wollte den Moment hinaus zögern sich von ihren Eltern zu verabschieden. Doch als sie die letzte Stufe betrat, traten ihr Vater und ihre Mutter aus dem Salon in die Eingangshalle und sahen zu ihr hoch. Sie sah das Missfallen im Gesicht ihres Vater, so wie immer wenn er sie sah. Er konnte ihren schwarzen Kleider die sie stets trug nicht ausstehen, Schwarz war für Trauer gedacht und nicht für junge Mädchen. 'Ich hatte gehofft du würdest dich umentscheiden, vor allem nachdem Lord Sommerset so deutlich geworden ist und die Absicht hegt, um deine Hand anzuhalten. Der Vorwand du seist auf Reisen, wird nicht lange Stand halten.' begrüßte sie ihr Vater und sah an ihr herab, als sie vor ihm stand. 'Ich hatte nie die Absicht den Antrag anzunehmen und das weißt du auch. Ich muss los. Wir sehen uns möglicherweise zu Weihnachten. Bis dahin.' Sie deutete ein Lächeln an und holte ihren Zauberstab hinaus, tippte auf ihre beiden Reisetruhen und sagte Hogwarts. Die Truhen verschwanden und danach verschwand auch sie aus dem Haus ihrer Eltern und landete vor den Toren der Schule, die hell erleuchtet vor ihr lag. Neben sich die Kisten. Über dem See ging langsam die Sonne unter und sie sah sich um, alles sah so vertraut aus und nichts schien sich in den drei Jahren verändert zu haben. Doch sie sollte sich sputen, es konnte nicht mehr lange dauern, bis die Schüler eintrafen und das Bankett in der großen Halle begann. 'Du hast dich kein bisschen verändert' hörte sie da eine tiefe Stimme hinter sich und sie drehte sich langsam um. 'Professor Snape' sagte sie erstaunt und lächelte den Mann der im Tor stand an. Dieser erwiderte das Lächeln, eine Seltenheit wie Alana wusste und ging auf ihn zu, um ihm ihre Hand hinzuhalten. Snape beugte sich darüber und hauchte eine Kuss darauf. 'Lass die Truhen hier, Filch bringt sie in deine Räumlichkeiten. Wobei ich nun wahrscheinlich 'Eure' sagen sollte.' Schon sah sie Filch auf sie zu humpeln und Snape gab ihm Anweisungen, die der Hausmeister grummelnd nach kam. 'Hat sich wohl nicht verändert' murmelte Alana und gemeinsam mit Professor Snape ging sie auf das Schloss zu. ''Ich soll euch direkt zum Schulleiter bringen, er will vor dem Bankett noch was besprechen, Lady de Winter. Bevor die anderen Lehrer dazu kommen. Zudem wird es noch zwei weitere Neuzugänge geben. Und zumindest einem davon wird es wenig gefallen, dass ihr den Posten als Professorin gegen die Dunklen Künste besetzt.' begann Snape nach wenigen Schritten das Gespräch. 'Das mit dem Lady solltet ihr sein lassen, Professor. Erstaunlich, ich habe die Mauern noch nicht einmal betreten und schon neidet mir Jemand was. Ich habe mich nicht beworben auf den Posten und wenn dann hätte ich mich für Tränke beworben. Dann hättet ihr die Verteidigung gegen die Dunklen Künste übernehmen können.' Alana spürte ein unangenehmes Ziehen in ihrem Bauch, sollte es schon wieder jemanden geben, der ihr das Leben schwer machen würde? 'Macht euch keine Sorgen, Lady de Winter, Dumbledore weiß genau was er tut und warum er euch gewählt hat. Und ja, ich möchte diesen Posten schon lange haben, aber noch nie hat es mir so wenig ausgemacht, ihn nicht zu bekommen. Ihr ward schon immer die Beste in diesem Fach, obwohl ihr auch eine hervorragende Tränkemeisterin wärt.' Snape lächelte auf sie herab und Alana erwiderte dieses Lächeln. Noch eines der Dinge, die ihr das Leben schwer gemacht hatte, denn schon vom ersten Tag an in Hogwarts war sie mit Professor Snape gut ausgekommen. Er war nicht nur ihr Hausleiter, sondern auch ihr Mentor gewesen. Sie hatte eine Seelenverwandtschaft gefühlt, die er erwiderte und zumindest in den letzten beiden Schuljahren für viel Getuschel unter den anderen Schülern geführt hatte. Doch diese Beziehung war rein intellektueller Art, auch wenn sie manchmal den Bruder in ihm sah, den sie sich immer gewünscht hatte. Außerdem wusste sie, dass sein Herz einer anderen Frau gehörte, eine Frau die lange Tod war.
'Danke.' murmelte sie einfach nur und schweigend gingen sie weiter, bis sie zum Aufgang zum Büro  von Dumbledore standen. 'Sherbet Lemon' sagte Professor Snape und die Tür öffnete sich und offenbarte eine Wendeltreppe die nach oben führte.' Nach euch, Professor' sagte Snape und ließ ihr den Vortritt.
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