Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Alte Bekanntschaft

von FiaraFray
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P16 / Gen
Alexander "Alec" Lightwood Magnus Bane
22.02.2021
27.05.2021
10
19.901
7
Alle Kapitel
26 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
25.02.2021 1.602
 
Kurzes Vorwort

So, es ist zwar schon spät aber ich will nicht bis morgen früh warten um das Kapitel hochzuladen und vielleicht gibt es ja die ein oder andere Nachteule die wach ist und das Kapitel jetzt noch durch ließt.  
Bevor ich euch aber wieder in die Welt unsere zwei liebsten eintauchen lasse, möchte ich mich nochmal ganz deutlich für das positive Feedback bedanken. Es gibt doch nichts schöneres als ein Kapitel online zu stellen und dann so liebe Reviews zu bekommen, danke.
Aber jetzt viel Spaß beim lesen. XD

~•~

„Du hast ihn nicht verdient!“
Dieser Satz... diese Stimme.
Alecs Kopf brannte förmlich vor all dem Chaos. Ein Chaos was immer größer wurde und anfing auszubrechen. Es wütete wie ein Sturm in seinem ganzen Körper und riss alle Gedanken mit sich. Alec fühlte sich als wäre er mitten im Auge des Sturms. Überall diese Gedanken und Bilder aus den letzten Stunden die an ihm vorbei zogen und ihn jedes mal erneut von Gefühlen überwältigten. Er sah sich unter Wasser und da war diese Angst um Magnus und diese Verzweiflung das er sich nicht verteidigen konnte. Er spürte die Hilflosigkeit als er sich aus dem Fluss kämpfte. Und er spürte den Schmerz und die Sorge in Magnus Augen, als er ihm gegenüber stand. Diese Gedanken und Emotionen kreisten um ihn wie Planeten um die Sonne. Aber sie drehten sich immer schneller und Alec kam nicht mehr hinterher.
Er brach auf die Knie. Immer noch gefangen im Auge des Sturms fühlte er sich so verloren. Er wollte schreien. Seine ganze Seele würde sonst unter dem Druck zusammen brechen, aber er bekam keinen Ton heraus. Der Sturm wurde immer dichter und die ganzen Bilder und Stimmen verschmolzen miteinander. Alec schloss die Augen und versuchte das ganze Chaos auszublenden.
Doch es half nichts.
Er wurde immer hektischer und seine Verzweiflung wurde immer größer, als sich plötzlich eine Stimme von den anderen abgrenzte. Alec versuchte sie zu greifen, wollte ihr zuhören, jedoch waren die anderen Gedanken zu laut und er kam nicht an ihnen vorbei. Er verfiel wieder in Panik als er die Stimme nicht mehr wahrnahm und wollte wieder schreien. Mehr noch als zuvor. Er nahm all seine kraft zusammen und schrie in den Sturm hinein.  
„MAGNUS!“
Der Sturm verflüchtigte sich ein wenig, doch er sah noch immer keinen Ausweg um ihm zu entkommen.
Alec wollte erneut schreien, als ihn eine warme Berührung am Arm kurz zusammen Zucken ließ. Die wärme fühlte sich gut an und wie aus Reflex entspannte sich ein teil von ihm. Auch die Stimme war wieder da und kam immer näher. Sie klang immer vertrauter in Alecs Ohren und als er sie erkannte war der Sturm wie auf Knopfdruck verstummt.

Alec riss die Augen auf und sah Magnus sorgenden Gesichtsausdruck. Er wollte etwas sagen, jedoch ließ sein Kopf ihn immer noch nicht klar denken und bevor er etwas sagen konnte, strich ihm Magnus auch schon sanft über die Wange. Der Sorgen erfüllte Ausdruck entwickelte sich zu einem liebevollen lächeln, welches Alec innerlich aufleuchten ließ.
„Da bist du ja wieder.“
Magnus Stimme klang ruhig und voller liebe. Und obwohl Alec ganz genau wusste das sein Hexenmeister innerlich alles andere als ruhig war, schaffte er es dennoch sämtliche Anspannung aus Alecs Körper zu verbannen.
Er wollte sich aufrichten, als der drückende Kopfschmerz ihn wieder ergriff und er sich mit einer Hand an die Stirn fasste. Es dauerte nicht lange bis auch Magnus seine Hand an Alecs Stirn legte und ihn mit prüfendem Blick ansah.
„Nicht das du mir jetzt noch Krank wirst.“
Daraufhin nahm Alec Magnus Hand von seiner Stirn und drückte sie liebevoll in seiner.
„Mir geht es gut.“
Sagte er leise um beruhigend zu klingen und hauchte einen Kuss auf Magnus Handrücken. Dieser lächelte wieder leicht und strich eine verirrte Haarsträhne aus Alecs Gesicht. In dem Moment bemerkte er auch, dass er immer noch durchnässt und leicht am zittern war. Magnus sah seinen Blick und reichte ihm auch schon ein Handtuch, welches Alec über seine Haare wuscheln ließ.
„Na dann wollen wir dich erstmal aus den nassen Klamotten bekommen.“
Alec musste kurz schmunzeln. Setzte sich dann noch etwas weiter auf und begann sich umzuziehen.
Am liebsten hätte er sich unter die Dusche gestellt und die letzten Stunden einfach von sich abgewaschen. Doch ihm fehlte die nötige Kraft und selbst wenn... funktionieren würde es eh nicht.
Wie kraftlos er aber tatsächlich war merkte er erst, als er versuchte aufzustehen und wieder nach hinten viel. Magnus war allerdings schon aufgesprungen und stütze ihn um zu verhindern das der junge Shadowhunter unsanft auf der Couch landete.
Sie setzten sich beide und Magnus blickte ihn fragend und in Sorge an.
Alec vergrub sein Gesicht mit einem leisen stöhnen in den Händen und spürte wie Magnus Hand sanft über seinen Rücken strich. „Hab ich lange geschlafen?“
Fragte Alec ruhig als er seinen Kopf wieder hob und seinen Blick auf Magnus richtete.
„Nein, ich hatte gerade noch mit Izzy telefoniert, als du plötzlich unruhig wurdest und nach mir riefst. Ich habe versucht dich zu beruhigen, aber dann bist du auch schon aufgewacht.“
Gerade als Magnus seinen Satz beendete, setzte Alec auch schon an.
„Bei den Engeln, ich hab Izzy und Jace ganz vergessen. Sie machen sich bestimmt große sorgen und das ist alles meine schuld. Ich-“ Magnus nahm seine Hand und er stockte.
„Hey, gib dir nicht die Schuld. Ich hab ihnen gesagt das es dir gut geht und sie kommen morgen früh vorbei.“
Alec sah ihn überrascht an.
„Hat Jace nicht protestiert?“
Es war allgemein bekannt das der blonde Shadowhunter nich direkt der geduldigste Zeitgenosse war und erstrecht nicht wenn es um seine Familie ging.
Magnus grinste leicht als er auf seine Frage antwortete.
„Du kennst ihn ja, aber ich kann auch ziemlich stur werden wenn es um meinen Alexander geht. Und wenn ich ihm sage er kommt erst Morgen früh vorbei, dann sollte er sich auch besser daran halten.“
Er ließ kurz seine Katzenaugen aufblitzen und Alec konnte sich ein spielerisches grinsen nicht verkneifen. Die Stimmung hielt jedoch nicht lange an und Magnus Gesichtsausdruck wurde wieder ernster.
„Alec,ich... ich hab mir die letzten Stunden so Sorgen gemacht und als ich dich sah... du warst so kraftlos und deine Verletzungen. Bitte sag mir was passiert ist.“ Alec spürte wie schwer Magnus sich damit tat die richtigen Worte zu finden um ihn mit der Frage nicht zu überfallen.
Er schluckte kurz und überlegte was genau er sagen sollte. Er wusste, er musste es ihm sagen, aber er wollte ihm nicht noch mehr Sorgen bereiten als er es sowieso schon tat.
„Ich war auf dem weg zu dir, als ich plötzlich angegriffen wurde. Ich hatte ihn nicht kommen sehen. Er war auf einmal da und ich konnte mich nicht mehr wehren.“
„Er?“ ergriff Magnus das Wort und sah ihn fragend an. Alec nickte leicht bevor er weiter sprach.
„Ich hab ihn nicht erkannt, aber die Stimme war eindeutig männlich.“
„Die Stimme?“ Diesmal wich Alec seinem fragenden Blick aus und drehte den Kopf leicht zur Seite. Doch Magnus umfasste sein Kinn und drehte seinen Kopf wieder zurück. „Hey sieh nicht weg. Ich bin hier, es ist alles okay.“
Während er sprach nahm er Alecs Hände und umschloss sie mit seinen.
Alec schloss kurz die Augen und versuchte die richtigen Worte zu finden.
„Er...er sagte ich hätte dich nicht verdient und... du würdest diese Entscheidung noch bereuen.“ Magnus sah ihn geschockt an aber Alec sprach weiter. „Danach weiß ich nicht mehr viel. Ich landete irgendwann im Wasser und ich weiß noch das ich am Ufer ankam und zu dir wollte, doch das nächste an das ich mich dann erinnere, ist wie ich schon vor dem Appartement stand.“
Alec schaute auf Magnus Hände und drückte sie liebevoll. Er spürte wieder diese Angst in sich und merkte wie seine Stimme langsam brüchig wurde.
„Ich... ich hatte so eine Angst Magnus. Wenn dir etwas passiert, ich könnte mir nie verzeihen...“
Alecs Stimme war am ende ganz zittrig und bevor er fortfahren konnte, hatte Magnus ihn schon in eine Umarmung geschlossen.
Er erwiderte diese und konnte nicht verhindern das sich ein paar Tränen ihren weg bahnten. Es war einfach zu viel.
Die ganzen Gedanken und Gefühle, diese Kraftlosigkeit, diese Angst. Das ganze Chaos in seinem Kopf musste endlich Ruhe geben. Und wenn nur für einen kurzen Moment.
Als er ein leises Schluchzen von sich gab löste sich Magnus aus der Umarmung und strich mit dem Finger liebevoll eine Träne von Alecs Wange.
„Mein armer Alexander.“
Er sprach so leise und abwesend das Alec nicht sicher wusste, ob Magnus zu ihm oder zu sich selbst sprach.
Dann zog er ihn auch schon in eine weitere Umarmung und Alec schloss die Augen. Er ließ sich vollkommen in die Umarmung fallen, denn er wusste bei Magnus war er sicher.
„Es wird alles wieder gut, hörst du?!“
Alec nickte nur als Antwort und klammerte sich weiter an Magnus. Als sie sich aus der Umarmung lösten fühlte Alec sich leichter und das Chaos verstummte etwas.
„Was hältst du davon wenn wir endlich schlafen gehen?“ Magnus war schon vom Sofa aufgestanden und reichte Alec seine Hand, die dieser ohne zu zögern annahm.
Sie gingen ins Schlafzimmer und umrundeten das Bett. Dann dauerte es auch nicht mehr lange bis die beiden zusammen gekuschelt unter der Decke lagen und ihre Augen schlossen.

~•~

Ich weiß, wir wollen endlich wissen wer dieser mysteriöse Angreifer war und was er denn nun geplant hat. Aber ihr müsst euch noch ein bisschen gedulden.
Ich hoffe euch hat das Kapitel trotzdem gefallen und ich freue mich schon auf eure Meinungen. XD
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast