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Alte Bekanntschaft

von FiaraFray
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P16 / Gen
Alexander "Alec" Lightwood Magnus Bane
22.02.2021
27.05.2021
10
19.901
7
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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27.05.2021 3.245
 
Magnus schien die Decke über dem Kopf zusammen zu brechen. Seit einer gefühlten Ewigkeit wälzten sie jetzt schon die Bücher, jedoch ohne Erfolg. Als er seinen vertieften Blick aus einem der alten Bücher kurz löste, sah er das es den beiden Shadowhuntern nicht anders erging. Izzy saß bemüht vor einem der dicken Bücher und Jace hatte sein letztes gerade zur Seite gepackt. Magnus hatte den jungen Shadowhunter schon die ganze Zeit nicht aus den Augen gelassen und wenn dann nur für ein paar Augenblicke. Er erhoffte sich dabei etwas mehr über Alecs aktuelles Wohlbefinden heraus zu finden. Schließlich waren die Beiden Parabatai und spürten in der Regel wie es dem Anderen erging. Mit dieser Theorie sollte Magnus auch Recht behalten, denn er bemerkte wie Jace immer wieder kurz zusammen zuckte und auch seine Hand landete hin und wieder auf der dunklen Rune welche die Beiden miteinander verband. Darüber hinaus wirkte er auch schon eine ganze weile ziemlich lethargisch, fast schon benommen. Er war sich sicher das auch Izzy den Zustand ihres Adoptivbruders mitbekam. Doch keiner von ihnen sagte etwas. Stattdessen schwiegen sie und wälzten weiterhin die Bücher um eine Möglichkeit zu finden, die Alec so schnell wie möglich wieder zurück in Magnus Arme befördern würde.
Jace allerdings entschied sich dazu eine Pause einzulegen und stand auf. Izzy schaute den blonden Shadowhunter mit einem skeptischen Blick an doch dieser wich ihr aus und ging in Richtung Fenster.
„Haben wir überhaupt eine realistische Chance Alec aufzuspüren?“
Er sprach so ruhig und kraftlos das es Magnus schon fast Angst einjagte. Er hatte den meist hitzköpfigen Shadowhunter noch nie so erlebt.
„Wir finden schon einen Weg, wir müssen uns nur etwas anstrengen. Ist doch so, oder Magnus?“
Mit dem letzten Satz wand sie sich von Jace ab und sah Magnus mit einem flehenden Blick an. Er wollte erwidern und ihr Zuspruch geben, doch die Frage ist ob er selbst an das glaubte was er ihr sagen wollte. Aber er musste dran glauben, denn seinen Alexander zu verlieren kam garnicht in Frage und erstrecht nicht an diesen geisteskranken Vampir. Also riss er sich zusammen und suchte nach den passenden Worten. Doch währenddessen sah er im Augenwinkel wie Jace immer näher an eine der Wände geriet und als Magnus realisierte das Jace versuchte irgendwo halt zu finden sprang er vor Schreck von seinem Stuhl auf und ging ein Paar schritte auf den sonst so überheblichen Blondschopf zu. Izzy hechtete währenddessen schon an ihm vorbei und begann ihren Bruder zu stützen. Auf dem weg zu einem der Sofas blieben die zwei allerdings stehen da Jace mit einem krampfend unterdrückenden Schrei zu Boden ging. Magnus versuchte sich zusammen zu reißen, doch als er sah wie Jace sich reflexartig an die Parabatai Rune griff, gefror es ihm das Blut in den Adern.
ALEC!
„Alec, er-“ versuchte Jace mit gebrochener Stimme hervorzubringen, jedoch wurde er unterbrochen von dem Versuch einen weiteren Aufschrei zu unterdrücken.
„Er hält nicht mehr lange durch.“
Sagte Jace um seinen Satz zu vervollständigen, bevor er aufgrund eines weiteren stechenden Schmerzes endgültig zu Boden ging.
Magnus Herz fühlte sich an als wäre es in tausend winzige Einzelteile zersprungen.
Wenn es nach ihm ginge hätte sein Herz in dieser Sekunde einfach aufgehört zu schlagen, doch die Angst um Alec ließ dies nicht zu und trieb seinen Herzschlag erstrecht in die Höhe. Selbst über seinen Zauberglanz hatte er keine Kontrolle mehr.
Nein das durfte nicht passieren, Alec geht es gut, das ist nur ein Traum! Nur ein Traum!
Diesen Satz rief er sich immer wieder ins Gedächtnis und er würde alles tun um diesen Satz war werden zu lassen. Doch mit seinen angsterfüllten bernsteinfarbenen Katzenaugen starrte er auf den am Boden kauernden Shadowhunter und wusste das nicht alles gut war. Und das schlimmste, er konnte nichts machen.
Nach einem kurzen Moment nahm Jace seine Hand von der Parabatai Rune und Magnus konnte sehen wie sie leicht zu flackern begann.
Es dauerte also nicht mehr lang bis- Nein! Dieser Gedanke kam nicht in Frage, nicht jetzt, nicht so. Wie aus dem nichts eilte Magnus zu seinen Büchern und schlug eins nach dem anderen vor sich auf.
„Magnus? Was hast du vor?“
Fragte Izzy besorgt und mit einem zittern in der Stimme. Sie hockte immer noch neben Jace und hielt ihren Bruder stützend im Arm während sie gegen die Tränen ankämpfte. Doch Magnus antwortete ihr nicht. Er blendete alles um ihn herum aus, darunter auch die beiden Shadowhunter und das zum zweiten Mal klingelnde Telefon im Hintergrund. Es musste doch irgend einen weg geben, irgendeinen Zauber, irgendetwas was Alec retten würde.
Er wurde in seinem Handeln langsam immer hektischer und bemerkte fast garnicht wie auch ihm die Tränen kamen. Erst Eine, dann die zweite, bis er sie nicht mehr wirklich zählen konnte. Plötzlich stand Izzy hinter ihm und faste ihm an die Schulter.
Er zuckte kurz zusammen als sie ihn in die Realität zurück holte. Er drehte sich zu ihr um und wenn seine Mascara nicht vollkommen aus Magie bestehen würde, würde sie jetzt vermutlich in ein schwarz überlaufendes Gesicht blicken.
Es herrschte kurz Ruhe, bis Izzy ihm nickend und mit ruhiger Stimme zusprach.
„Es ist ok Magnus, du hast alles versucht. Es ist nicht deine Schuld.“
Magnus sah kurz an Izzy vorbei, rüber zu Jace und erhaschte einen Blick auf die Rune. Sie flackerte immer noch und verlor langsam aber sicher an Farbe. Dann drehte er den Kopf wieder zu Izzy und sah sie mit einem ernsten und schuldgeplagten Blick an.
„Doch es ist meine Schuld! Ich habe Raven damals kennengelernt und diese Situation damit erst ins Rollen gebracht! Ich wusste auch wozu er fähig ist, schließlich hatte er Alec vorher schon einmal fast umgebracht, aber ich Idiot stimme einem Treffen zu! Es wäre meine Aufgabe gewesen Alec vor diesem Vampir zu beschützen und jetzt liegt er irgendwo um sein Leben ringend und ich bin nicht bei ihm! Niemand von uns ist bei ihm, er ist ganz alleine da draußen!“
Magnus ließ all seine Gedanken in diese paar Sätze einfließen und bemerkte erst garnicht das es in seinem Gesicht mittlerweile nur so von Tränen wimmelte.
Izzy schaute ihn jetzt nur noch besorgter an, doch bevor sie etwas sagen konnte ging das Telefon zum dritten Mal los und Magnus konnte dieses Gebimmel nicht mehr ertragen.
„Kann vielleicht irgendwer dieses Ding ausschalten bevor ich es gegen die nächste Wand befördere!?“
Izzy lief daraufhin nichts sagend zu dem Apparat und nahm ab.
„Isabell Lightwood hier, tut mir leid ihnen das mitteilen zu müssen, aber Magnus Lightwood-Bane ist aktuell nicht erreich-“
Magnus verstand nicht was los war und sah sie skeptisch fragend an.
Izzy allerdings sah ihn nur geschockt an und reichte ihm das Telefon. Er nahm es an, hielt es sich ans Ohr und wessen Stimme er dort hörte ließen seine Katzenaugen vor Wut funkeln.
„Raven!?“
„Ja ganz richtig mein Liebster.“
„Wo ist Alec!? Was hast du mit ihm gemacht!?“
Seine Stimme war wutentbrannt, doch ein leichtes Zittern konnte er nicht unterdrücken.
„Mach dir um diesen Shadowhunter keine Gedanken mehr, er müsste mittlerweile schon so gut wie tot sein.“
Magnus schwieg. Er hätte diesem Vampir gerade am liebsten durch den Hörer die Kehle herausgerissen, doch bei dem Gedanken an Alec erstarrte jede einzelne Zelle in ihm.
„Hör zu, es tut mir ja leid das es so kommen musste, aber du hast mir keine Wahl gelassen. Sieh es doch endlich ein, dieser Shadowhunter stand unserem Glück nur im Wege und ich musste ihn loswerden. Ganz tief in dir drin weiß ich das du etwas für mich empfindest und wenn du mir eine Chance gibst verspreche ich dir alles für dich zu tun. Ich würde ganz dir gehören und wir könnten auf Ewigkeit zusammen sein, keine lästige Sterblichkeit. Nur du und ich,  gib mir nur diese eine Chance.“
„NEIN Raven! Jetzt hörst du mir mal zu! Es wird niemals ein wir geben hast du mich verstanden! Ich werde dich ab dem heutigen Tag jagen und finden und wenn ich mit dir fertig bin, wirst du dir wünschen mich niemals getroffen zu haben. Für das was du Alec angetan hast wirst du büßen müssen und du wirst es noch bereuen ihm jemals auch nur zu nahe gekommen zu sein!“
Mit diesem letzten Satz legte er auf ohne auch nur auf eine Antwort zu warten und schmiss das Telefon mit einem kurzen Aufschrei durch den Raum.
Er versuchte sich zu beruhigen doch seine Trauer übermannte ihn aufs neue. Izzy kam etwas auf ihn zu und versuchte ihm beizustehen, doch er drehte sich weg. Er wollte jetzt keine Zuneigung, von niemandem, er wollte nur seinen Alec zurück.
„Izzy, Magnus!“
Jace`s Ruf kam so plötzlich das er kurz zusammen fuhr, doch als er sich zu dem Blondschopf umdrehte konnte er seinen Augen nicht trauen. Die Parabatai Rune hatte aufgehört zu flackern und nahm langsam wieder an Farbe zu.
Magnus verstand nicht so recht was gerade geschah, aber es war ihm auch egal solange das bedeutete, dass es seinem Alexander gut ging.
Izzy hingegen stellte die Frage welche allen im Kopf herumgeisterte.
„Aber wie ist das möglich ich meine,...“
Jace, der in der Zwischenzeit schon wieder auf die Beine gekommen war, sah sie an, doch er konnte ihre Frage auch nicht beantworten.
„Ich weiß es auch nicht aber auf einmal schien es im besser zu gehen und-“
Jace stockte kurz und Magnus blickte ihn fragend an.
„Was ist los?“
Fragte er, woraufhin ihn der junge Shadowhunter ernst anschaute.
„Ich spüre ihn wieder, ich weiß wo Alec ist“
In dieser Sekunde viel Magnus wirklich ein Stein vom Herzen, wenn alles gut läuft würde er seinen Alec schon in ein paar Minuten wieder in seinen Armen halten können.
„Wo ist er?“


Alecs Kopf dröhnte noch immer und Katelyns stimme kam auch nur verschwommen bei ihm an, doch wenn alles gut lief würde dieser Albtraum bald ein Ende haben.
„Kannst du aufstehen?“
Alec zuckte kurz zusammen als er Katelyn hörte und er sah sie nur etwas fragend an.
„Ob du aufstehen kannst hatte ich gefragt, denn du solltest so schnell es geht von hier verschwinden.“
Er antwortete ihr nicht und versuchte sich alleine auf seine Beine zu konzentrieren, doch es klappte nicht, er hatte nicht die genügende Kraft um aufzustehen, geschweige denn zu laufen.
Katelyn verstand und schien leicht zu grübeln.
„Okay, wir müssen dich erstmal wieder auf die Beine bekommen. Am besten ich hole dir erstmal etwas zu trinken.“
Mit dieser Aussage verließ sie auch den Raum und Alec sah nur wie die Tür hinter ihr wieder zu schlug.
Er packte sich mit einer Hand erschöpft an die Schläfe, doch dadurch wurden seine Kopfschmerzen auch nicht weniger. Alec versuchte sich auf einen klaren Gedanken zu konzentrieren, allerdings hatte er nicht wirklich die Chance dies zu tun. Denn wie aus dem nichts stand Raven plötzlich vor ihm, gefolgt von einem leichten Windzug.
„Du willst wohl einfach nicht drauf gehen, was!?“
Mit diesem Satz umklammerte er auch schon Alecs Hals und er spürte wie ihm die Luft ausging. Alec versuchte sich zu wehren und umgriff Ravens Arme um ihn weg zu stoßen, aber er hatte nicht die ausreichende Kraft. Er rang nach Luft und bemühte sich bei klarem Verstand zu bleiben, doch ganz abrupt spürte er wie Raven von ihm weg gezogen und der Druck auf seiner Kehle weniger wurde. Alec schnappte unter schmerzen erneut nach Luft und als er die vertrauten Umrisse seines geliebten Hexenmeisters wahrnahm viel eine gewisse Anspannung von ihm ab. Magnus sah ihn kurz besorgt an. Allerdings änderte sich seine Mimik schlagartig als er auf Raven, den er eben noch zu Boden gerissen hatte, herab sah. Seine gold-braunen Katzenaugen funkelten vor Wut und Alec könnte schwören ihn noch nie so zornig gesehen zu haben. Kaum hatte der Vampir sich aufgerappelt, schoss Magnus einen Energieball auf ihn, womit er quer durch den kleinen Raum flog und neben der Tür zu Boden viel. Magnus ging ein paar Schritte auf ihn zu und bereitete schon den nächsten magischen Stoß vor. Doch in dem Moment wo er ihn abfeuern wollte ging die Tür auf und er wurde selbst von einem Energieball getroffen. Alec sah wie Katelyn im Türrahmen stand, allerdings schien sie noch immer nicht bei vollen Kräften zu sein, denn abgesehen von einem kurzen erschrockenen Gesichtsausdruck, ließ sich Magnus nichts anmerken. Aber die Sekunde der Ablenkung reichte Raven voll und ganz aus um in dem Morgengrauen zu verschwinden.
„I-Ich sollte wohl besser auch verschwinden.“
Hörte er Katelyn mit einem leichten zittern in der Stimme sagen. Kurz darauf rannte sie auch schon in die Richtung welche auch Raven eingeschlagen hatte und er konnte es ihr nicht verübeln.
„Na warte die krieg ich noch!“
„Nein Jace warte!“
Izzy packte ihn gerade noch an der Schulter bevor er Katelyn hinterher jagen konnte und erst jetzt bemerkte Alec das die beiden auch im Raum waren.
„Lass sie laufen Jace! Hauptsache wir haben Alec wieder, das ist das einzige was jetzt zählt.“
Er hörte wie Izzy ihren Satz vollendete und Jace schien sich tatsächlich etwas zu beruhigen.
Als er seinen Blick dann wieder von seinen Geschwistern abwandte, sah er das Magnus sich vor ihn gehockt hatte und ihn leicht anlächelte.
Magnus legte eine Hand an seine Wange und er lehnte sich hinein. Da war es endlich wieder, das Gefühl von Geborgenheit. Er schloss für einen kurzen Moment die Augen und als er sie wieder öffnete sah er wie Magnus ein paar Tränen über die Wangen hinunter kullerten. Alec wischte sie mit seiner immer noch zitternden Hand vorsichtig weg und sprach ihm leise zu.
„Es wird alles wieder gut, ich verspreche es!“
Er versuchte seine Stimme so klar wie möglich zu gestalten, doch sein ganzer Körper bebte und er ließ seine Stimme nicht verschont.
Magnus gab ein leises belustigendes Schnauben von sich und murmelte etwas in sich hinein.
„Ich dachte ich hätte dich verloren.“
Alec wusste nicht ob der Satz für ihn bestimmt war oder ob Magnus unterbewusst zu sich selbst sprach. Aber es war ihm auch egal, denn diese schreckliche Nacht hat nach der ganzen Tortur doch noch ein Ende gefunden.
„Ich will euch zwei ja nicht unterbrechen, aber was haltet ihr davon wenn wir endlich von hier verschwinden, sonst werde ich diesen Vampir Geruch gar nicht mehr los.“
Alec musste kurz schmunzeln, doch Jace hatte recht.
Er versuchte erneut aufzustehen und mit viel Kraft gelang es ihm diesmal auch tatsächlich. Doch er setzte nur zu einem Schritt an und wenn Magnus ihn nicht gestützt hätte wäre er vermutlich auf dem Boden aufgekommen. Alec wollte sich gerade wieder aufrappeln als Magnus ihn packte und in der nächsten Sekunde lag er auch schon in seinen Armen. Normalerweise hätte er jetzt wahrscheinlich protestiert, aber in diesem Moment war es ihm sogar ganz Recht. Er vergrub sein Gesicht in Magnus Brust und genoss nur den lieblichen Geruch seines Ehemannes. Er wollte diese ganze Umgebung einfach nur noch ausblenden.


Jetzt gibt es für euch noch eine kleine extra Szene wegen der großen Verspätung des Kapitels, viel Spaß ;)

Auf den Straßen hörte man das Plätschern des Regens im Morgengrauen. Jedoch wurde dieses Geräusch von dem üblichen New Yorker Verkehr und den durcheinander sprechenden Menschen übertönt. Unter der Menschenmasse war eine Junge Frau. Ihre rötlich braunen Haare trieften nur so vor nässe und auch ihre grünlichen Sneaker waren völlig durchnässt. Vollkommen in den Gedanken vertieft lief sie mit verschränkten Armen in der Masse von tausenden von Menschen. Doch an einer kleinen Seitengasse blieb sie stehen und verschwand in dem dunklen Durchgang. Sie ging zielgerichtet auf eine alte rostige Tür zu doch als sie sie öffnen wollte zögerte sie kurz. Dies hielt sie aber nicht davon ab doch hinein zu treten und sobald sie die Tür geöffnet hatte stand sie auch schon in dem alten Gebäude. Es war dunkel und verlassen. Doch das störte sie eher weniger. Sie zuckte kurz zusammen als die Tür hinter ihr mit einem Rums wieder ins Schloss viel, aber sie ging dennoch leicht zitternd vor der Kälte voran. Außer ein paar alten, mit planen abgedeckten Möbeln war in dem Gebäude alles leer. In einem Zimmer jedoch Stand eine dunkle gestallt mit dem rücken zur Tür.
„Ich dachte mir schon das ich dich hier finden würde.“
Sagte sie leise während sie in dem Türrahmen stand. Die Gestallt drehte sich um und musterte sie kurz von oben bis unten.
„Was willst du hier Kate.“
„Die Wahrheit Raven. Sag mir endlich was für ein Spiel du hier spielst.“
Katelyn hatte immer noch die Hoffnung sie hätte sich geirrt, doch Ravens Blick zu urteilen hatte der Shadowhunter vermutlich recht gehabt.
„Was ich tue geht dich gar nichts an, hast du mich verstanden!“
Katelyn verstand nicht so recht, doch Raven hatte sich bereits wieder von ihr abgewandt.
„Was soll das heißen es geht mich nichts an! Raven ich weiß nicht was in deinem Kopf gerade abgeht, aber wir sind doch eine Familie. Gemeinsam bekommen wir das wieder zurecht gebogen.“
Sie ging ein paar Schritte auf ihn zu, doch kaum hatte sie zu Ende gesprochen drehte Raven sich zu ihr um und funkelte sie böse an.
„Eine Familie!? Wir? Nein Kate, wir sind und waren auch nie eine Familie und du kennst mich auch nicht! Du warst damals nur ein dämlicher Teenager mit Zauberkräften und Rachegedanken den ich aufgenommen habe weil du mir noch zu nutzen sein könntest! Doch dann warst du so blöd und hast diesem Shadowhunter das Leben gerettet! Ich meine, du hattest nur eine Aufgabe und selbst an der bist du gescheitert!“
Katelyn traute ihren Ohren nicht und am liebsten hätte sie gerade ihre gesamte Wut an ihm heraus gelassen, doch sie konnte nicht. Sie traute sich nicht mal ihm in die Augen zu sehen. Aber sie entschied sich das zu tun was sie schon hätte viel früher tun sollen. Sie riss sich zusammen, drehte um und ging ohne ein Wort zu sagen aus der Tür. Ihr Herz war gerade in winzige Teile zerrissen worden und zwar von der einzigen Person die sie noch hatte. Die Tränen liefen ihr die Wangen hinunter doch als sie wieder aus dem Gebäude heraus trat viel dies zwischen dem schüttenden Regen nicht mehr auf. Sie verließ die Gasse und auf der Straße mischte sie sich wieder unter die Menschen. Ihr Kopf war gefüllt von so vielen Gedanken und Gefühlen, es war schon fast so als würde sie jeden Moment in diesen ertrinken. Selbst in der großen Menschenmasse ging sie unter.
Sie hatte nichts und niemanden mehr, keine Person, kein Ort wo sie hin könnte.
Sie war jetzt ganz auf sich alleine gestellt.


Huch da ist jetzt in einem Kapitel aber ganz schön viel passiert. Aber das wars fürs erste auch wieder. Ich möchte mich nochmal für diese große Verspätung entschuldigen. Ich weiß es rechtfertigt es nicht euch so lange warten zu lassen, aber durch die aktuelle Situation wurden bei mir jetzt Prüfungen bestätigt die eigentlich schon längst abgesagt waren und die jetzt doch schreiben zu müssen bringt mich etwas ins straucheln. Darum werde ich es ab jetzt so machen das ich die Angaben wann das nächste Kapitel kommt oder wenn ich etwas Neues anfange, dies in meine Profil Beschreibung packe. Dann ist es vielleicht für euch als Leser auch etwas angenehmer zu wissen wann es weiter geht, als die ganze Zeit im dunklen zu tappen.
Ich möchte mich sowieso nochmal für alle Leser und erstrecht für meine treuen Rewie Schreiber bedanken. Das motiviert mich immer sehr und ich hätte niemals gedacht das die Storyline überhaupt wen wirklich interessiert. Daher ein großes danke an alle von euch :)
Lg, Fiara
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