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Never too late

von Lara1695
GeschichteRomance / P12 / Gen
OC (Own Character) Oikawa Tooru
22.02.2021
03.03.2021
16
17.678
4
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22.02.2021 916
 
Toru POV

Es war ein wunderschöner sonniger Tag. Ich saß im Park auf einer Bank und neben mir saß meine wundervolle Misaki. Seit einem Jahr durfte ich sie meine feste Freundin nennen. Sie hatte die Augen geschlossen und lauschte den Geräuschen um uns rum. Wie gerne würde ich auch das sehen können, was sie sah. Misaki war Synästhetikerin. Das heißt sie sah die Geräusche um sich herum, als Farben. Ein Vogel zwitscherte über uns als sie lächelte und leise „Silber.“ murmelte. Ich beobachtete sie und lächelte auch. Plötzlich wurde durch ein widerliches Gekreische unsere Ruhe durchbrochen. „Oikawa!“ „Da ist er!“ „Aber warum sitzt Iwaizumi schon wieder bei ihm?“. Ich seufzte genervt und blickte noch mal zu der Schönheit neben mir. Sie verzog das Gesicht, öffnete die Augen und sah mich an. „Gelb. Ekeliges nerviges gelb.“ Ich lachte und wie gerne hätte ich sie jetzt an mich gezogen um sie zu küssen. Doch das ging nicht, nicht jetzt wo uns so viele Leute sehen konnten.

Wir waren zwar seit einem Jahr zusammen, doch es wussten nur die wenigsten. Das ganze Volleyballteam wusste es und unsere Familien. Das wars. Misaki wollte es am liebsten der ganzen Welt entgegen brüllen und ich konnte das verstehen. Doch ich machte mir zu große Sorgen um sie. Meine Fangirls würden sie nicht mehr in Ruhe lassen. In letzter Zeit war das oft ein Streitpunkt zwischen uns. Ich hasste es mit ihr zu streiten. Für mich war es das schönste, sie lächeln zu sehen. Oh man. Ich war sowas von in sie verliebt, um mich war es total geschehen. Hatte ich ihr das eigentlich jemals gesagt? Sie hatte es mir schon oft gesagt.

Ich grinste ihr zu uns stand auf. Sie seufzte genervt. „Ignorier sie doch einfach, Toru. Wir sitzen doch gerade hier so schön zusammen.“ Ihr Blick war gequält und das gefiel mir überhaupt nicht. „Es dauert nicht lange, Saki.“ Ich grinst noch einmal und ging auf die kreischende Meute zu. Dabei sah ich nicht den traurigen Blick von Misaki und wie sie aufstand und ging. Ich machte einige Fotos und bekam unzählige Geschenke, die ich nur aus Höflichkeit annahm. Mich interessierten diese Mädchen alle nicht. Mich interessierte nur meine schöne Misaki, die auf der Bank saß und auf mich wartete.

Als ich mich zu ihr umdrehte, war sie nicht mehr da. Verwirrt drehte ich mich in alle Richtungen, um sie irgendwo sehen zu können. Nur ganz eben war sie noch zu sehen. Ich entschuldigte mich bei den Mädels und rannte los. Wieso war sie denn einfach so gegangen? Schnell rannte ich ihr nach und griff, sobald ich in ihrer Nähe war, nach ihrem Handgelenk.
Sie versuchte sich, ohne mich anzusehen, aus meinen Griff zu lösen, doch ich ließ sie natürlich nicht los. „Saki, wieso gehst du denn einfach?“ „Warum ich einfach gegangen bin?“ ihre Stimme zitterte. Bitte nicht! Sie drehte sich zu mir um und ich sah, dass sie weinte. Iwalein bringt mich um! Ich bringe mich selber um! Wieso weinte sie denn? Das gefiel mir ganz und gar nicht. „Misaki, warum weinst du denn?“ ich wollte sie zu mir ziehen, doch sie entzog sich mir. „Ich bin dir doch völlig egal, Toru! Wieso zum Teufel, können wir nicht jedem zeigen, dass wir zusammen sind? Bin ich dir so peinlich? Bin ich nur ein Spielzeug für dich?“ ich war geschockt. „Das stimmt doch alles überhaupt nicht! Was redest du denn da? Du weißt wieso ich es nicht allen erzählen will. Wir haben doch nur noch dieses eine Jahr an der Seijoh! Danach können wir es doch öffentlich machen!“ ich war unfassbar verzweifelt. Was redete sie denn da nur?

Immer mehr Tränen bahnten sich den Weg über ihre Wangen. Sie versuchte sie immer wieder wegzuwischen, aber es kamen immer mehr. Wieder wollte ich sie zu mir ziehen, doch sofort zog sie ihre Hand zurück. „Lass mich! Wenn ich dir so wichtig wäre, würdest du andere Prioritäten setzen!“ „Was soll ich denn bitte machen? Es ist ja nicht so, als würde ich darum betteln, dass diese Weiber mir hinterher rennen!“ so langsam wurde auch ich wütend. „Aber du tust auch nichts dagegen! Egal wann sie ankommen, du schenkst ihnen immer deine Aufmerksamkeit.“ „Soll ich sie einfach weg schicken oder was?“ „JA, VERDAMMT!“ ich war so geschockt über ihren Ausbruch, dass ich nicht anders konnte als sie anzustarren. „Ich würde auch jeden weg schicken, der mich anspricht, wenn ich mit dir zusammen bin!“ ich wollte gerade antworten, als wirklich so ein komischer Kerl kam und es wagte Misaki anzusprechen. „Entschuldige, bitte nicht jetzt.“ Er verbeugte sich tief und entschuldigte sich gefühlte 1000 Mal. „Das war ja wohl eine völlig andere Situation! Das kann man überhaupt nicht vergleichen.“ „Ach, nein? Dann beweis es.“ erst sah ich sie verwirrt an, doch dann hörte ich es.
Die wilde Meute hatte uns gefunden. Kurz blickte ich in die Richtung. Ich seufzte und sah zu Misaki. Sie nickte und versuchte krampfhaft weitere Tränen zu unterdrücken. „Oke, ich habe verstanden. Weißt du was, Toru? Es ist aus!“ ohne ein weiteres Wort drehte sie sich um und ließ mich erstarrt stehen. Hatte sie gerade wirklich mit mir Schluss gemacht? Und wieso verdammt konnte ich mich nicht bewegen?

Nach einiger Zeit, in der ich mich nicht rühren konnte, klingelte mein Handy. Scheiße. Hajime ruft mich an. Seufzend ging ich ran und wurde auch direkt angeschrien. „Hey, Shittykawa! Was zur Hölle hast du mit meiner Schwester gemacht?“ als er Misaki erwähnte, schluchzte ich auf und erzählte meinem besten Freund was passiert ist.
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