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Verräterisches Herz

GeschichteAllgemein / P18 / Gen
Astoria Greengrass Blaise Zabini Draco Malfoy Lucius Malfoy OC (Own Character)
22.02.2021
02.03.2021
5
7.251
 
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1 Review
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23.02.2021 1.582
 
Diese Fanfiction habe ich schon eifrig vorgeschrieben, weswegen jetzt schon ein neues Kapitel kommt.



Die ersten Tage in Hogwarts liefen wie die letzten Jahre gleich. Wir wurden in neue Sitzordnungen gesetzt und bekamen neue Bücher aus den Bibliotheken. Riley, Ada und ich hofften in jedem Unterricht nebeneinander zu sitzen, jedoch schafften wir es nur in Verwandlung und in Kräuterkunde, da dies ja im Stehen stattfand. In fast allen Unterrichten wurden zwei verschiedenen Häuser gemischt, da jedes Haus mit den anderen mindestens einen Unterricht zusammen hat. Am liebsten mochte ich den Unterricht mit den Gryffindors. Sie waren lustig und wussten trotzdem wann es gut war, um nicht mehr zu nerven, im Gegensatz zu Zabini, der in jeder freien Sekunde einen ungehobelten Kommentar abgab, so auch heute in Zaubertränke. Slughorn erklärte jedem Schüler nach dem anderen, an welchem Platz er zu sitzen hat. Ich nahm schon meine Bücher in die Hand, als mein Name ertönte. „Mrs. Reyes und Mr. Malfoy an dem Platz dort hinten links.“ Ich weitete erschrocken meine Augen und setzte mich mit verachtenden Blicken in die Richtung des Blonden neben ihn. Dieser lächelte gequält und strich sich desinteressiert durch sein Haar. Es sah so weich und perfekt aus. Nein! So einen Gedanken verlierst du nicht mal eine weitere Sekunde an ihn! „Na gut Reyes, dann wir beide bis zum Ende des Jahres hier an diesem Platz,“ raunte er halb amüsiert und ich fragte mich warum er nicht direkt einen dummen Kommentar abgab. Ich schaute ihn verwirrt an und ich hasste die Tatsache, dass ich ihn genauso anstarrte, wie er mich gestern. „Ich hab auch keine Lust darauf, aber deswegen musst du mir keine Todesblicke absenden!“, schmunzelte der Slytherin ohne mich eines Blickes zu würdigen. Ich blinzelte und drehte mich Sekundenschnell weg. „Ich starre dich gar nicht an!“ „Hab ich das je gesagt?“ Ich spürte wie ich rot anlief und Merlin, ich hätte mich selbst Ohrfeigen können. Wo war die sonst so ruhige und doch impulsive Rebecca hin? Und seit wann war ich so komisch in seiner Gegenwart. „Du irritierst mich einfach,“ gab ich kleinlaut zu und richtete meine Augen nun auf Slughorn, der uns ein paar Informationen über den diesjährigen Lernplan gab.  Er nickte nur kurz schmunzelnd und legte seine Arme entspannt in seinen Nacken. Ich roch seinen verlockenden Duft nach Aftershave und Deodorante. Ich schlug meine Hand gegen meinen dunkelblonden Schopf und konnte einfach nicht verstehen, wieso mich das so plötzlich interessierte.

Die Stunde kam mir vor wie eine Ewigkeit und ich war einfach nur überglücklich, endlich zu gehen. Draco und ich warfen uns noch ein paar verachtende Blicke zu, bis wir getrennte Wege gingen. Ich schloss genervt die Augen.

„Zum Glück haben wir nur Zaubertränke und Verteidigung gegen die dunklen Künste mit den Slytherins, Parkinson ist echt unerträglich!“, meckerte Riley und ließ prompt ihre Bücher auf den dunklen Holztisch in Verwandlung, neben mich fallen. McGonnagal musterte uns streng und drehte sich zum Pult um, um dort Dinge für den Unterricht vorzubereiten. Ich lächelte Ada zu, die etwas weiter von uns weg saß und stumm hinunter guckte. Sie war schon immer ein sehr schüchterner Mensch gewesen, jedoch war ihr Verhalten seit Beginn des Schuljahres ziemlich extrem und auch sehr komisch. Ich versuchte ihre Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen und als sie endlich aufschaute, schenkte ich ihr einen Blick, der ihr weismachen sollte, dass ich immer für sie da war. Ihre Mundwinkel gingen leicht in die Höhe und ich spürte, dass sie mich verstanden hatte.

Dracos Sicht:

Blaise war wirklich, Fluch und Segen zugleich. Oft nervte er mich mit seinen unlustigen Witzen und ich tat so, als müsste ich lachen oder schmunzeln. Ich glaube Blaise wusste, dass ich nur so tat, aber es schien ihm nichts auszumachen. Ich bewahrte meinen Namen als Eisprinzen der Slytherins sehr gut und irgendwie war ich stolz drauf. „Und dann sah ich Granger im Klassenraum, ihre Haare waren wie eine Löwenmähne weil sie so einen Trank nicht hingekriegt hat, oder zumindest nicht so gut wie Potter!“, lachte der dunkelhäutige neben mir und ich spürte wie sich meine Mundwinkel nach oben formten. „Potter ist also besser in Zaubertränke als Granger?“ Blaise nickte. „Scheint so.“ Er öffnete ein weiteres mal seinen Mund um zu sprechen, doch er wurde durch eine helle Frauenstimme, die allerdings trotzdem kindlich klang unterbrochen. „Draco! Wie schön! Wir haben uns die ganzen Ferien nicht gesehen!“ Es war Astoria Greengrass. Sie hatte sich nicht sonderlich viel verändert, doch ihre Haare schienen etwas länger und ihr Gesicht markanter. Die Kleine schmiss sich schon seit letztem Jahr an mich ran, doch ich fand sie eher niedlich als attraktiv und auch an sich war sie mir zu jung. Es klingt zwar arrogant den Altersunterschied von knappen 2 Jahren zu bemängeln, jedoch wollte ich sie nicht. „Hey Tori,“ sagte ich überrumpelt. Ich war nicht auf so ein Wiedersehen vorbereitet und als sie ihre Hände an meinen Rücken legte und mich innig umarmte, fanden meine Hände den Weg zu ihrer Taille. Es war mir mehr als unangenehm, schon aus dem einen Grund, dass ich niemals jemanden umarmte und wenn, dann in privaten Räumen und nicht mitten auf dem Korridor in der Nähe des großen Treppenaufgangs.

Astoria versuchte immer wieder mein Herz zu erobern, doch ich blockte immer ab. Sie war einfach, nicht die Art Mädchen, die ich mir vorstellte. Ich wollte mit ihr auf demselben Wissenstand sein und ihr nicht alles erklären müssen. Ich war schließlich kein Professor. Das wäre auch ein Job, auf den ich mich niemals herablassen würde.

Die Stimmung war durch Astorias Anwesenheit gekippt. Ich presste meine Lippen abstoßend aufeinander und stieß sie sanft von mir weg. „Ist was?“, fragte die Brünette geschockt, doch ich schüttelte schnell panisch meinen Kopf. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass mich ihre Anwesenheit nicht nervös machte, doch mein Verstand sagte nein zu dieser Slytherin und auf den sollte ich viel öfter hören, denn sonst hätte mein Gehirn auch bei der Begegnung mit Rebecca keinen Aussetzer gemacht. Es störte mich tierisch, dass ich komplett die Fassung verloren hatte, als ich ihr verändertes Aussehen gesehen hatte. Ich hatte mir fest vorgenommen, bei den nächsten sogenannten Treffen, meinen kalten Blick und meinen Ruf zu wahren, wer wusste schon, was dieses Mädchen sonst tun würde. Sie schien etwas selbstbewusster ohne Pony zu sein. Er war für sie wie ein Versteck gewesen und ich gab zu, dass ich ihn wirklich hässlich an ihr gefunden hatte, doch jetzt. Jetzt waren ihre Haare gelockt und fielen an ihren Schultern hinab. Ihre glitzernden blauen Augen kamen zum Vorschein und man erkannte ihr Lächeln auf ihrem Gesicht komplett. Doch wie kam ich darauf? So wie ich sie beschrieb, schien es schon so, als würde ich sie mögen! „Na gut dann geh ich wohl lieber,“ stieß Astoria hervor und klopfte mir auf die Brust. „Bis heute Abend in der Großen Halle!“ Sie lehnte sich zu mir nach vorne und küsste mich behutsam auf die Wange. Mit einem riesigen Grinsen im Gesicht lief sie rückwärts davon und winkte uns zum Abschied freundlich.

Blaise schüttelte lachend den Kopf. „Ich dachte du stehst nicht auf sie Dra!“ „Tu ich auch nicht!“, antwortete ich empört und machte eine herablassende Geste in die Richtung meines besten Freundes. „Da sagte die jetzige Situation aber etwas ganz anderes.“ Ich boxte ihn schmerzhaft auf den Arm und richtete mit meiner anderen Hand meinen Rucksack, welcher lässig an meiner Schulter hing. „Ich steh doch nicht auf Astoria, sie ist klein, jünger als wir und noch gar nicht reif genug!“ Blaise grinste und verschränkte herausfordernd seine Arme. „Aber du bist reif oder was? Wenn ich mich nicht täusche, dann bist du der, der immer noch viele Feindschaften seit mehreren von Jahren pflegt.“ „Was weißt du schon?“, murrte ich und schnaubte beleidigt.

Rebeccas Sicht:

„Los ihr schafft das!“, schrie Riley viel zu übertrieben über die Quidditch Tribüne, hinüber zu Ada und mir aufs Feld. Wir beide waren in der Quidditchmannschaft unseres Hauses. Ada war Jägerin während ich mich in die höchsten Höhen begab, um den Schnatz zu fangen. Ich liebte es als Sucherin für Ravenclaw zu spielen und Ada liebte ihre Position genauso. Sie war auf dem Feld wie ausgewechselt. Von dem schüchternen, unschuldigen Mädchen war nicht mehr ein Hauch zu sehen. Sie verwandelte sich in das sportlichste Mädchen was ich kenne und jeder wusste, dass sie die stärkste aus dem Team war. „Na los Becca, konzentrier dich!“, schrie unser Kapitän und zeigte mir mit wilden Handbewegungen, dass ich nach dem kleinen goldenen Ball Ausschau halten solle. Es war zwar nur das Trainingsspiel, welches in der Woche zweimal stattfand, jedoch nahm unser Kapitän das sehr ernst. Er erinnerte mich an den Gryffindorkapitän Oliver Wood. Doch dieser war weg und nun führte Harry die Mannschaft an. Alle wirkten entspannter ohne das harte Training. Das konnte man von uns nicht behaupten. Ich hatte die Sommerferien ohne Pflichttraining genossen, doch das fehlende Üben, machte sich bemerkbar. Ich kam nicht mal ansatzweise auf mein sonstiges Niveau und ich musste mir dementsprechend eine Standpauke anhören.

„Hast du meine Eule nie bekommen? Sie hatte tausende Briefe, die dich an das Trainieren erinnern sollten!“ Ich schüttelte unruhig den Kopf. „Ich habe alle bekommen.“ Er schnaubte. „Und du hast sie ignoriert? Rebecca du bist unsere Sucherin und wir hätten nur einen Ersatz für dich und der ist nicht mal halb so gut wie du!“ Ich fuhr mir gestresst durch mein verschwitztes Haar. Ich wollte einfach nur noch unter die Dusche. „Ich werde besser versprochen!“ Mit diesen Worten drehte ich mich weg und ging in die Umkleiden.
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