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Language of flowers || Lof

GeschichteRomance, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Katsuki Bakugo OC (Own Charakter)
21.02.2021
12.05.2021
83
346.409
17
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10.04.2021 5.125
 
''Rück endlich an die Wand''

Du öffnest deine Augen einen Spalt und sieht direkt in Katsukis leuchtend rote. ''Nein da ist es kalt. Geh du doch rüber'', deine Augen schließen sich wieder und du drückst dich enger an seine Brust''.

''Tch.. ich steh nicht auf. Wenn ich falle, fällst du mit mir'', er festigt die Umarmung.

''Pscht'', weiter kommst du nicht. Ein kurzes Lachen lässt deinen Atem stocken dann fällst du bereits über die Kante des Bettes. Mit einem Rums landet Katsuki auf dem Boden und du auf ihm. Die Decke ist fest um euch gewickelt, seine Arme halten dich weiterhin fest. ''Du bist so ein Trottel'', du versuchst dein Kichern zu unterdrücken und kuschelst dich wieder an ihn.

Katsukis Versuch sich aus der Decke zu winden scheitert. Leise grummelnd gibt er schließlich auf und bleibt mit dir auf dem Boden liegen und schließt die Augen. Ihr kuschelt miteinander bis der Wecker ertönt und ihr euch zum Schulbeginn fertig macht.  

Erholt und wach läufst du in den Gemeinschaftsbereich und frühstückst mit Eijiro. Die anderen Mitschüler, die erst heute zurück gekommen sind, bringen ihre Taschen in die Zimmer und setzen sich danach dazu.  

''Eiji was hast du am Wochenende noch gemacht?'', du beißt ein großes Stück von dem dürftig belegten Brot ab und siehst ihn an.

''Wir waren mit den kleinen unterwegs und dann..'', er stockt kurz. Seine Wangen färben sich leicht bevor er einen großen Bissen nimmt und vor sich hin nuschelt ''..wie immer halt, du weißt schon''.

Fragend neigst du deinen Kopf, weißt aber das von ihm keine weitere Erklärung kommen wird. In deinen Gedanken schwirrt ein winziger Funke umher, der es womöglich erklären könnte. Doch du schaffst es nicht ihn zu fassen um ihn genauer zu verfolgen. Du hasst es, wenn du etwas nicht verstehst und davon gibt es eine ganze Menge.  

Du presst die Lippen aufeinander und schiebst die Gemüsesticks grübelnd auf dem Teller umher. Forschend siehst du weiter in Eijiros Gesicht und suchst nach Antworten. Erst als er aufsteht schlingst du die letzten Gemüsestücke herunter und folgst ihm nach draußen.  

Ihr beschleunigt eure Schritte etwas um Katsuki einzuholen der bereits einige Meter vor euch ist. Hanta und Denki reden auf ihn ein, wobei es mehr einem auslachen gleicht als einer Konversation. Katsuki kommentiert alles mit lauten Beleidigungen.

''Oh (Y/N)! Kannst du dem explosion boy mal sagen, dass er uns beim lernen helfen soll?'', Hanta legt einen Arm um deine Schulter. ''Er stellt sich wieder an wie der größte Griesgram''.

''Ja genau! Oder wir lernen mit dir, du bist doch sowieso besser'', Denki schiebt sich an deine andere Seite.

Abwechselnd siehst du beide an, dann bleibt dein Blick auf Katsuki hängen. Über seine Schulter hinweg funkelt er dich wütend an ''Sie ist nicht besser als ich, ihr Dummköpfe. Sie wär es nur gerne''.

''Achja?'', du grinst leicht und streckst ihm die Zunge raus als er auch schon auf dich zustürmt. Hanta und Denki springen schnell zur Seite. Laut seufzend bleibst du vor Katsuki stehen. Noch bist du dir nicht sicher was dich mehr nervt. Die beiden Kerle die dich ausliefern würden ohne mit der Wimper zu zucken oder der blonde Motzkopf der dir den Weg versperrt.

Von oben herab sieht er dich an, dann legt er die Hand an deinen Hinterkopf und küsst dich sanft auf die Schläfe. ''Wo ist deine Tasche?''.

Du siehst ihn direkt an als er seine Hand sinken lässt. Dein Blick wandert weiter von seinen leeren Händen die nun tief in den Hosentaschen stecken zu der einen Tasche über seiner Schulter. ''Hast du sie nicht? Ich dachte..''.

Er schüttelt den Kopf und küsst dich nochmal auf die Schläfe ''Hab sie nicht gefunden, Dummie''.

''Eh? Fuck'', du drehst dich um und rennst zurück ins Wohnheim. Knapp rufst du den anderen zu ''Bin gleich zurück''. Ihr wart fast am Hauptgebäude. Auch wenn der Weg nur kurz ist hättest du darauf gerne verzichten können. Du hattest so oft deine Tasche gesucht obwohl Katsuki sie bereits hatte. Irgendwie bist du davon ausgegangen, dass er sie auch heute mit nimmt. Wie naiv.

Die Sekunden in denen du auf den Aufzug wartest kommen dir vor wie eine halbe Ewigkeit. Das Vorklingeln ertönt bereits. Dir bleiben nur noch wenige Minuten bis der Unterricht anfängt. Auch wenn Herr Aizawa nicht immer pünktlich ist weiß er doch genau, wer von den Schülern zu spät ist. Auch eine Strafarbeit hast du in dieser Woche keine Lust.

Ungeduldig tippst du wieder auf den Knopf, dann rennst du ins Treppenhaus und sprintest nach oben. Das Piepen kündigt den Aufzug an 'Fuck, wie nervig'. Unter dem Wäscheberg kramst du die Tasche heraus und rennst wieder nach unten. Kurz ziehen sich deine Mundwinkel nach oben als du 3 andere Schüler aus den Wohnheimen stürzen siehst.  

Vorne im Gang siehst du bereits Herr Aizawa die Tür öffnen. Du schlüpfst unter seinem Arm hindurch und setzt dich schnell auf den Platz dann ertönt die Schulklingel. Zufrieden packst du die heutigen Unterlagen aus. Den mahnenden Blick deines Klassenlehrers ignorierst du. Doch der kalte Schauer auf deinem Rücken ist mehr als präsent. Hanta hinter dir und Denki auf deiner Seite verkneifen sich ein lachen und halten die Hefte dicht vor ihre Gesichter.

Akribisch richtest du die Hefte und Stifte aus damit alle parallel zueinander liegen. Dann siehst du mit einer Unschuldsmiene nach vorne. Herr Aizawa wirft dir noch einen verärgerten Blick zu um sich schließlich dem Unterricht zu widmen.  

Nach dem aufregenden Wochenende und dem Schurkenangriff auf I-Island kommen dir die Theoriethemen nun unfassbar langweilig vor. Es geht lediglich um die richtigen Verhaltensweisen im Umgang mit Passanten um kein schlechtes Licht auf Helden zu werfen. Du verstehst, dass vor allem in dieser schwierigen Zeit nach All Mights offiziellem Rücktritt die Präsenz nach außen umso wichtiger ist. Dennoch kannst du dem Thema nichts abgewinnen.  

Wahrscheinlich ist es für einige Schüler aus deiner Klasse umso wichtiger. Unbewusst schweift dein Blick zu Katsuki der auf seinem Stuhl kippelt und murrend nach vorne sieht. Du lehnst deinen Kopf auf deine Hand und notierst einige Stichpunkte damit du nicht alles im Dorm nachholen musst. Auch wenn es dich nicht sonderlich interessiert ist dir deine eigene Schulleistung wichtig. Lieber passt du einmal mehr im Unterricht auf als nachträglich lernen zu müssen oder noch schlimmer, schlechte Noten zu schreiben.

Auch Katsuki notiert sich nun einiges, wenn auch nur widerwillig. Im Nachholunterricht der Lizenzprüfung wird er, genauso wie Todoroki, genau diese Themen noch weiter vertiefen.  

Wissend fängt Katsuki deinen erneuten Blick auf. Für einige Sekunden seht ihr euch stumm an bis deine Wangen sich leicht färben. Grinsend siehst du wieder auf dein Blatt vor dir. In all den Wochen gibt es Dinge, die sich nicht geändert haben. Es kommt dir immer noch vor als würde er tief in dich hinein sehen. Als wärst du ein offenes Buch für ihn während die anderen nur den Einband betrachten.  

Vor der Mittagspause und dem lang ersehnten praktischen Training sammelt sich die ganze Schule. Grinsend läuft Togata Mirio an deiner Klasse vorbei, dicht gefolgt von Hado Nejire und Amajiki Tamaki. Auch Shinso siehst du etwas entfernter, der gelangweilt und mit hängenden Schultern zwischen seinen Klassenkameraden der Allgemeinen Abteilung der 1C steht.  

Als euer Schulleiter Nezu anfängt lehnst du dich seufzend Eijiros Schulter. Er flüstert dir leise zu ''Ist das sein ernst? Ist das wirklich wichtig?''. Nezu erörtert aufs genaueste, warum genug Schlaf wichtig für ein glänzendes Haar ist. Auch genügend Lernpausen erachtet er als äußerst Ziel fördernd. Er ist eine außergewöhnliche Gestalt. Sein Körper erinnert an die eines Hundes oder einer Maus. Dazu ist er das einzig bekannte Tier, das einen Quirk manifestiert hat das ihn normal kommunizieren lässt. Seine Intelligenz übersteigt selbst die vieler Menschen und macht ihn zu einem überragenden Taktiker. Bei den Trimesterprüfungen hatte er es gegen Denki und Mina mehr als deutlich gemacht. Auch wenn du ihren Kampf nicht gesehen hast sprechen die Erzählungen deiner Klassenkameraden Bände.  

Dein Blick bleibt auf den beiden Personen vor dir hängen. Denki streicht, wie auch in der Klasse, über Ojiros Fell. Jedenfalls ihm dürfte es wichtig sein, dass Ojiro genug schläft.

Benutzt er eine spezielle Spülung dafür? In den leichten Sonnenstrahlen glänzt sein Fell unglaublich. Ein kurzer eifersüchtiger Anflug überkommt dich. Du hast ihn immer noch nicht nach seinem Geheimnis gefragt. Ohne, dass du dir der Situation bewusst bist streckst du deine Hand aus und streichst über das schimmernde Fell. Es erinnert dich etwas an den Kittenflaum als sie noch ganz klein waren. Nur ein kleines bisschen fester und grober.  

Erst als Ojiro sich anspannt und verwirrt nach hinten sieht wird es dir richtig bewusst. Langsam lässt du deine Hand sinken. Denki unterdrückt ein lachen. Eijiro tippt an deine Wange ''Bring ihn nicht so durcheinander''. Leise schnaufend siehst du wieder nach vorne.

HoundDog sieht vor dem Mikrophon und möchte ebenfalls etwas zu den Sicherheitsaspekten des UA Geländes sagen. Das einzige, das durch den Maulkorb zu hören ist sind lautes Knurren und Bellen. Lustigerweise verstehst du die Hälfte seiner Worte und kannst dir den Rest zusammenreimen bevor Herr Kan, der Klassenlehrer der 1B, eine kurze Zusammenfassung gibt.  

Wegen des Streits zwischen Midoriya und Katsuki, die damit die oberste Regel der Sperrstunde missachtet haben werden die folgenden Strafen für weitere Verstöße weitreichender. Auch wird HoundDog mehr nächtliche Patrouillen durchführen.

Als der offizielle Teil schließlich vorbei ist weichst du Ojiros verunsichertem Blick aus und läufst in die Kantine. Durch die gemeinsame Versammlung strömen nun alle Schüler gleichzeitig hinein. Das Gedränge vor dir lässt deinen Kopf schmerzen. Einige Schritte zurücktretend wartest du an der Wand bis sich der Großteil im inneren befindet. Leises Rauschen umgibt deine Gedanken. Wütend auf dich selbst verschränkst du die Arme fest vor der Brust und siehst auf den Boden vor dir. Dutzende Schuhe laufen in deinem Blickwinkel vorbei, Ellbogen stoßen dich an und Stimmengewirr untermalt das ansteigende Unwohlsein. Dir wird stetig kälter.

Kurz überlegend wie viel Hunger du tatsächlich hast wallt die Wut nun noch mehr auf. Du kannst nicht fassen welche Gedanken sich die Situation zu eigen machen und schamlos ausnutzen. Noch weniger kannst du dich selbst verstehen wenn du sie für wenige Sekunden tatsächlich in Betracht ziehst.

Deine Beine geben einen kleinen Impuls zum weglaufen, das Rauschen überschattet nun sämtliche Umgebungsgeräusche, deine Finger zittern. Du bleibst dennoch standhaft am selben Fleck und hältst die Situation aus.

Eine Situation die den meisten anderen so simpel vorkommt, so nichtssagend. Dennoch schafft sie es dich fast aus der Bahn zu werfen.  

Du konzentrierst dich auf eine regelmäßige Atmung. Nicht zu schnell, nicht zu langsam. Und bloß nicht die Luft anhalten. Doch mit den fortlaufenden Sekunden gelingt es dir immer weniger. Du lehnst dich fester gegen die Wand, es ist als wärst du von einer riesigen Blase umgeben die deine Empfindungen abschwächt.  

Ist dein Quirk aktiviert? Genau kannst du es nicht sagen, aber irgendwie kommt es dir so vor als wäre er es. Dein Körper wird kühler, jegliche Wärme weicht langsam hinaus als würde sie aufgesaugt werden.

Herr Aizawas Worte hallen dumpf in deinen Gedanken ''..verändern sich die auslösenden Handlungen.. kann weiterhin alles benutzen.. sind nicht verschwunden.. alte Muster abarbeiten und finden so nicht den richtigen Weg um sie einzusetzen..''.

Einige male hast du deinen Verschiebungsquirk im Angriff eingesetzt und wurdest im Umgang mit ihm zunehmend sicherer. Langsam reift eine Idee in deinem Kopf.

Angestrengt suchst du nach neuen Wegen die dir das Atmen erleichtern. Keine Techniken die du offensichtlich anwendest. Es sind neue Wege über die Nerven, die dein Hirn mit den richtigen Bahnen verknüpfen um deine Organe normal arbeiten zu lassen.  

Es kommt dir vor als würdest du ständig in eine Sackgasse laufen und vor einer riesigen Wand stehen. Immer wieder änderst du den Weg, probierst neue aus bis er schließlich, als du den letzten Schritt machst, der ganze Pfad hell erleuchtet wird. Deine Atmung normalisiert sich, reagiert ohne weitere Behinderungen auf die geschickten Anweisungen von oben und versorgt dich, als wäre nie etwas gewesen.

Du spürst genau, dass das die richtige Lösung ist. Doch deine Kraft schwindet immer weiter. Dir bleibt keine Möglichkeit, auch die anderen Dinge richtig zu verknüpfen.

Langsam strömen weniger Füße aus deinen Blickfeld an dir vorbei. Auch das Rauschen lässt nach, aber nur weil der Quirk den Eigenschutz runter fährt und dich gewähren lässt. Du atmest tief ein und hebst deinen Kopf bevor du ihn erleichtert gegen die Wand hinter dir lehnst.

Karamell

Du musst deinen Kopf nicht neigen um zu wissen das Katsuki bereits neben dir steht. Wahrscheinlich ist er schon seit der ersten Sekunde da als du nicht ins innere der Kantine gegangen bist. Forschend sieht er dich an, konnte selbst nur schwer dem inneren Verlangen stand halten sich schützend vor dich zu stellen. Doch er wusste, dass das ein Kampf ist den du gerade alleine austragen musst. Den du alleine austragen willst.

Deine Hand sinkt nach unten und wird von seiner umschlossen. Augenblicklich strömt seine Wärme in dich. Ein winziges lächeln zeichnet sich auf deinen Lippen ab. ''Danke dass du in meiner Nähe bist Kats''.

''Tch..'', er küsst dich flüchtig auf die Schläfe und zieht dich Richtung Tür ''Du weißt, dass ich es immer sein werde''. Er lässt deine Hand wieder los. Alle Empfindungen sind so wie sie sein sollten. Doch eine Sache hast du heute tatsächlich geschafft. Eine Sache, die deinen weiteren Weg bereiten könnte.

Mit einem vollen Tablett setzt du dich neben Denki. Die anderen deiner Gruppe sind fast fertig und reden nun aufgeregt über das bevorstehende Training. Du bist noch etwas neben der Spur und kannst ihren Enthusiasmus nicht offen zeigen, dennoch bist du nicht weniger gespannt was euch erwarten wird.

Nachdem du auch Katsukis Pudding gegessen hast bleibt ihr noch einige Minuten sitzen. Dann holt ihr eure Sportsachen und lauft zu den Umkleiden. Deine Erwartungshaltung steigt immer weiter an.

Endlich ist es soweit und ihr bekommt eine Vorführung von einem der besten Schüler der UA.

In GYM Gamma stehst du im Mittelfeld und lockerst deine Muskeln. Eijiro, genauso erwartungsvoll wie du selbst, steht dicht neben dir. Herr Aizawa hält sich im Hintergrund auf. Neben ihm ist Amajiki Tamaki, der nur zur Wand sieht. Auch Todoroki und Katsuki stehen am Rand da sie die Lizenzprüfung nicht bestanden hatten. Vor allem Katsuki ist sein Unmut deutlich anzusehen.  

''Zeigt was ihr könnt!'', die anstachelnden Worte eures Lehrers haben einen faden Beigeschmack als wüsste er genau, was gleich geschehen wird. Ihr seid schon gegen Pro Heroes angetreten auch wenn sie ein Handicap hatten. In den Praktikas hatte auch jeder von euch die Möglichkeit mit Helden zu trainieren in verschiedenen Umfängen.

Hinter dir stehen die Schüler mit den Fernangriffstechniken. Darunter Kyoka, Tsuyu und Aoyama. Koda schaut unsicher umher als wolle er der Situation am liebsten entkommen. Im inneren eines Gebäudes kann er seinen Quirk nicht anwenden, jedenfalls wäre es nutzlos. Kein Tier würde die Tür öffnen können falls sie ihn doch hören.

Vorne stehen die Schüler für Nahkämpfe wie Midoriya und Ochaco. Auch Eijiro reiht sich nun bei ihnen ein. Winzige Linien bilden sich auf seiner Haut und zeigen mehr als deutlich, dass er bereit ist für alles was nun kommen mag.

Dein Blick schweift kurz nach hinten, dann läufst du entschlossen vor und gehst in Stellung. Auch wenn das Cotton Candy eher für unterstützende Angriffe aus der Entfernung ist magst du die Nahkampftechniken mehr und favorisierst sie jedes einzelne mal.

Nach einer kurzen Begrüßung von Togata Mirio fängt er auch direkt an. Du siehst wie seine Sportjacke durch ihn hindurch gleitet und auf dem Boden landet. Dann ist er auch schon verschwunden. Zurück bleibt lediglich seine Hose.  

Im Hinterfeld liegen die ersten Mitschüler keuchend auf dem Boden. Du kneifst deine Augen zusammen und analysierst die Situation, anstatt unbeherrscht loszustürmen. Bei seiner Erfahrung würde das zu deinem vorzeitigen aus führen.

Seine Bewegungen sind präzise und schnell. Du beobachtest ihn gespannt und machst deine Muskeln bereit. Doch dann wirst du schon nach hinten gezogen. Eine Hand liegt fest über deinem Gesicht. Knurrend dringt Katsukis Stimme in deine Ohren ''OI! Was soll der Scheiß?! Warum ist er nackt?!''.

Du windest dich unter seinem Griff heraus und stößt ihn weg ''Bist du bescheuert?! Was soll das?!''. Du stößt ihn nochmal nach hinten und funkelst ihn verärgert an. Du kannst es nicht fassen, dass er in so einer Situation so impulsiv handelt. Wobei, eigentlich hättest du es ahnen sollen.  

Um euch herum gehen die nächsten Schüler in die Knie, doch du hast nur Augen für Katsuki. Grün leuchtend fixierst du ihn und weichst seiner Explosion mit einem kleinen Schritt zur Seite aus, er blockt deinen Schlag mit der Hand.

Gleichzeitig drehen sich eure Köpfe zur Seite, ein winziges lächeln zeigt sich auf euren Lippen. Es sind keine weiteren Worte nötig um eure Taktik zu erklären. Euer neues Ziel steht fest und die kleine Auseinandersetzung rückt in weite ferne.

''Ihr seid unachtsam!'', Togata springt aus dem Boden nach oben. Dein Kopf rattert im Eiltempo, alles um dich herum scheint in Zeitlupe abzulaufen. Er kann durch Dinge hindurch gleiten. Dazu zählen jegliche Hindernisse wie Wände oder ähnliches. Auch Schläge gehen einfach durch ihn hindurch als wäre er nichts weiter als Nebel.

Leise, mehr ein Flüstern als ein hörbares Wort sagst du seinen Namen. Katsuki entlädt augenblicklich eine riesige Explosion in seine Richtung, durch die euer Gegner zwar einfach hindurch stürmt ohne Schaden zu nehmen, aber die Sicht nach vorne behindert.  

''Du bist dran, Babe'', Katsukis Stimme ist ebenfalls leise wie deine eigene zuvor. In ihr liegt die Zuversicht und das unausgesprochene Abkommen es gemeinsam zu schaffen. Zwei gespannte Fäuste rasen in eure Richtung. Du stößt Katsuki zur Seite und weichst der anderen in einem Rückwärtssalto aus.

Du streckst deine Hand nach Togata Mirios Körper aus, Katsuki holt mit seiner rechten aus, unzählige Funken erleuchten den Rauch um euch herum. Du hast das Gefühl mit ihm an deiner Seite jeden Gegner bezwingen zu können.

''Bakugo! Du hast nichts auf dem Feld zu suchen'', Herr Aizawa legt seine ganze Autorität in die Stimme. Scheint dennoch einen Funken Bewunderung für Katsukis schnelle Auffassungsgabe zu haben. Euer Lehrer hätte ihn schon von Anfang an zurückhalten können, hat sich aber ganz bewusst dagegen entschieden und erst jetzt eure Taktik unterbrochen.

Eure Bewegungen stocken und euer Gegner ist erneut im Boden verschwunden. Du atmest tief ein, unterdrückst das aufkommende grollen in deiner Brust. Katsuki läuft mit den Händen tief in den Taschen und angespannten Gesichtszügen wieder vom Feld und lehnt sich an die Wand. Sein tiefes Grollen hörst du bis zu deinem Standpunkt. Eijiro legt ihm beruhigend den Arm um die Schulter und lacht aufmunternd.

Du springst einen Schritt zurück und bedeckst den Boden der Übungshalle mit dünnen Zuckerwattefäden. Midoriya steht noch aufrecht, die anderen schleppen sich schwerfällig an die Seite. Tief einatmend machst du dich bereit. Die Fäden sind kaum zu sehen, verraten dir jedoch die genaue Position von allen Anwesenden.  

Ein winziges zucken in deinem Rücken lässt dich in einer schnellen Bewegung umdrehen. Der Faust, die auf deinen Bauch gerichtet ist, weichst du aus. Dann packst du sein Handgelenk um seinen Quirk zu verschieben. Der Schwung beschleunigt deinen eigenen Angriff und du triffst seine Seite mit dem Knie. Du nickst Midoriya zu, der bereits in eure Richtung springt und ebenfalls ausholt.

Leichtes Rauschen benebelt deine Sinne. Doch deine Atmung, die für einen Bruchteil stockte ist nun wieder vollkommen kontrollierbar als hätte dein Kopf sofort die neuen Nervenbahnen gefunden die es benötigt.

Überrascht schwankt Togata für einen Herzschlag und sieht dich nicht schreckgeweiteten Augen an. Mit einem breiten grinsen, dass seine Unsicherheit wegbläst trifft dich seine nächste Faust im Bauch. Alle Luft wird aus deinen Lungen gepresst und du fliegst zwei Meter zurück. Der Aufprall war zu gewaltig, als dass du ihn weiter hättest festhalten können.  

Durch deine Schwäche gleitet nun Midoriyas Angriff durch ihn hindurch und er wird ebenfalls getroffen. Entschuldigend siehst du zu ihm als er keuchend am Boden aufkommt.

''Du warst großartig'', leise murmelnd beugt sich Katsuki über deine Schulter. Dann greift er behutsam um deine Taille und stellt dich wieder auf die Füße. ''Zusammen hätten wir das gepackt''.

Immer noch benommen nickst du knapp. Du bist dir zwar nicht so sicher wie er, aber weißt dennoch dass es anders gelaufen wäre wenn ihr seinen Quirk vorher durchschaut hättet. Durch bessere Absprachen hätten auch die anderen Mitschüler besser standhalten können.  

Doch darum geht es als Held. Genau darauf bereitet euch Herr Aizawa tagtäglich vor. Besser gesagt, er bereitet euch nicht vor und gibt nur die notwendigen Informationen weiter damit ihr selbst die verschiedenen Situationen analysiert und euch in wenigen Sekunden eine Strategie zurecht legt. Manchen liegt es mehr als anderen, dennoch hilft es jedem einzelnen von euch. Selbst Eijiro, der sich meistens gegen ausgefeilte Angriffszüge sträubt und seinem Gefühl nachgehen will ist nun etwas überlegter als zuvor.

Nachdem Togata wieder angezogen ist und alle Mädchen die Blicke stur an die Wand gerichtet haben möchte er abschließend noch etwas sagen. Ihm zuvor kommt jedoch Hado Nejire ''Oh eure Quirks sind alle großartig! Bist du ein Laubfrosch? Sind die Bälle deine Haare oder hast du noch etwas drunter? Kannst du deinen ganzen Körper mit deinem Schwanz in die Luft katapultieren? Agiert Dark Shadow alleine?''.

Selbst als Togata Nejire erneut unterbrechen will plappert sie weiter ''Lass mich es ihnen erklären. Bitte! Also sein Quirk ist die Durchlässigkeit..''.

Erst bei Herr Aizawas mahnendem Blick schafft es Togata sich Gehör zu verschaffen. ''Mein Quirk ist die Durchlässigkeit wie Nejire bereits gesagt hat'', Hado stellt sich mit verschränkten Armen und aufgeplusterten Wangen an die Seite. Er erzählt außerdem, wie schwierig es am Anfang war die Spezialität so zu beherrschen dass er sie einsetzen kann. Aus diesem Grund ist er in den ersten beiden Jahren stark zurückgefallen was im Nachhinein abzusehen war. Während er sie anwendet dringt alles durch ihn hindurch. Das gilt auch für Licht, Sauerstoff, Schall und alles andere. Heißt er kann in dieser Zeit nicht Atmen und nimmt keinerlei Außenreize wahr.

Dir schwirrt der Kopf bei der Masse an Informationen. Auch wenn dein Quirk selbst komplizierter ist weigert sich dein Hirn die weiteren Informationen von ihm aufzunehmen.  

Togata sieht noch einmal über die Schulter zu dir, du erwiderst stumm seinen Blick, kannst ihn jedoch nicht deuten. Dann folgt er den anderen durch den Ausgang.  

''Ihr habt jetzt gesehen wie Zielführend die Interships für euch sein können. Bedenkt jedoch immer, dass es sehr viel Arbeit sein wird und viele Stunden auf euch warten'', Herr Aizawa entlässt euch für den heutigen Tag. Nur Katsuki und Todoroki müssen direkt weiter zum Nachhilfeunterricht für die vorläufige Lizenz.

''Herr Aizawa?'', du läufst etwas schneller um den Klassenlehrer einzuholen ''hätten sie noch einen Moment?''. Neutral sieht er zu dir und nickt. Du fährst fort ''Die Verschiebung. Ich glaube ich weiß nun was Stufe 3 ist. Ich konnte einen der Wege in meinem inneren neu verfolgen und hatte eben keine weiteren Probleme damit. Bei Stufe 3..'', du stockst und siehst auf den Boden ''Es ist die Verschiebung von Lebenswichtigen Funktionen, hab ich recht?''. Du hofft, dass deine Schlussfolgerung falsch ist, doch als du den Blick hebst siehst du einen kurzen Anflug von Besorgnis in dem Gesicht deines Lehrers.

''Das stimmt. Wende es niemals an. Versprich es mir''

Du nickst. Gänsehaut breitet sich auf deinem ganzen Körper aus. Dein Blick heftet sich wieder auf den Boden ''Ich werde es schaffen, oder? Irgendwann..''.

''Ja. Irgendwann. Aber nicht jetzt'', er wendet sich ab und verlässt den Trainingsraum. Du stehst noch weitere Sekunden am gleichen Fleck. Erst als du Eijiros Stimme von draußen hörst läufst du in seine Richtung und ziehst dich um.  

Du wirst deine eigenen Empfindungen kontrollieren und die verschiedenen Wege austesten, bis du sie vollständig verinnerlicht hast. Niemals wirst du jemand anderen durch deine Unerfahrenheit gefährden. Eine kurze Szene vom Schulfest schwirrt in deinen Gedanken herum. War Monmoa wirklich nur verwirrt über seinen nicht funktionierenden Quirk oder hattest du mehr verschoben als beabsichtigt?

Zurück im Dorm räumst du mit den anderen die Gemeinschaftsräume auf. Nachdem du schließlich auch dein eigenes Zimmer aufgeräumt hast setzt du dich im Erdgeschoss aufs Sofa und liest eines deiner Bücher die schon seit Wochen auf dich warten. Du kannst dich jedoch kaum auf die Zeilen konzentrieren, immer wieder ploppt Herr Aizawas bitte auf und kreist umher. Vielleicht solltest du diesen Quirk doch niemals wieder anwenden.

Ein Arm legt sich locker um deine Schulter und reißt dich aus deinen kreisenden Gedanken. Kurz schweift dein Blick zu Eijiro der mit hochrotem Kopf neben dir sitzt und auf seine Beine starrt. Du kneifst deine Augen zusammen und musterst ihn eine Weile, doch für keine Sekunde sieht er auf. Nur das Rot auf seinen Wangen macht seinen Haaren immer mehr Konkurrenz.

Eine Berührung an deinem Oberschenkel lässt dich zur anderen Seite sehen. Dicht neben dir sitzt Mina, ihre Pinken Wangen haben nun fast die selbe Farbe wie Eijiros. Auch ihr Blick ist starr nach unten gerichtet. Zögernd greift ihre Hand nach oben und verschränkt sich danach mit Eijiros.

Genervt rollst du mit den Augen ''Soll ich aufstehen?!''. Beide verneinen sofort und rücken etwas näher zu dir. Seufzend lässt du den Kopf sinken und vergräbst dein Gesicht in den aufgestellten Händen. Du nuschelst noch vor dich hin bis Katsukis raue Stimme erklingt und deine undeutlichen Worte knurrend ausspricht ''Ihr seid so bescheuert. Setzt euch einfach nebeneinander! Tch..''.

Leicht berührt Katsuki dich am Kinn und hebt deinen Kopf an. Du siehst in sein ramponiertes Gesicht das mit Ruß und Staub bedeckt ist. Auch Todoroki, der hinter ihm vorbei läuft, hat es genauso erwischt.

Deine Augenbrauen ziehen sich hilfesuchend zusammen. Sofort versteht er den stummen Hilferuf und hebt dich hoch. Dankbar drückst du deinen Kopf in seine Halsbeuge und schließt die Augen für einen Moment. Dann schiebt er dich zum Aufzug und ihr fahrt in euer Stockwerk.

''Was ist heute nur mit allen los?'', genervt läuft er neben dir ins Zimmer und lässt sich aufs Bett sinken. Du zuckst mit den Schultern und setzt dich neben ihn. Lange treffen sich eure Blicke bevor du dich zu ihm streckst und sanft seine weichen Lippen küsst. Er legt seine Hand vorsichtig um deine Taille und zieht dich auf seinen Schoß. Ihr intensiviert den Kuss bis du dich langsam von ihm löst. Mit dem Finger tippst du ihm an die dreckige Wange und kräuselst die Nase amüsiert. Knurrend schiebt er dich runter und geht aus dem Zimmer.

Du nutzt die Zeit und setzt dich an die wenigen Hausaufgaben des heutigen Tages und ziehst dich um.

Nach einer Stunde kommt Katsuki zurück und sieht sofort viel frischer aus, auch wenn seine Augen dich müde mustern. Er legt sich auf dich und vergräbt sein Gesicht in deinen Haaren. Du kraulst ihm langsam über den Kopf und summst leise vor dich hin.  

Der rosa Schein, der durch deine Fenster dringt verwandelt sich bereits in die tiefe Dunkelheit der Nacht. Doch Katsuki scheint die Zeit benötigt zu haben. Erst jetzt hebt er seinen Kopf wieder und stützt sich neben dir ab um in deine Augen zu sehen. Du lächelst sanft und ziehst ihn wieder runter für einen Kuss der sich schnell intensiviert und deinen Atem schwerer macht.  

Leidenschaftlich berührt dich seine Hand und fährt unter dem Shirt nach oben. Du spürst genau die Unsicherheit in seinen Bewegungen, genauso wie die aufsteigende Hitze als er mit zitternden Fingern an der Außenseite deiner Brust entlangfährt. Als er sie komplett umfasst keuchst du leise und beißt in seine Unterlippe.  

Dadurch angestachelt drückt er sich fest gegen dich, seine gespannte Hose ist deutlich spürbar. Seine Finger fahren immer fordernder über deinen Körper, dann dreht er sich auf den Rücken und zieht dich auf ihn. Schnell ziehst du ihm sein Shirt über den Kopf und widmest dich anschließend seinem Hals. Er öffnet bereits deine Hose und greift fest um deinen Hintern.

...

Ihr seid immer noch unsicher. Klar, es ist auch erst das zweite mal. Doch es ist unmöglich genug von ihm zu bekommen. Ihm ist es unmöglich dir zu widerstehen, auch wenn er sich durchgehend zurück hält aus Angst seinen Quirk nicht richtig beherrschen zu können. Die roten Flecke an deinen Oberschenkeln versuchst du zwar zu verdecken, doch er erblickt sie sofort und knurrt leise vor sich hin. Jeden einzelnen Zentimeter deines Körpers bedeckt er mit sanften Küssen. Selbst genuschelte Entschuldigungen kannst du hören.  

''Kats, es ist in Ordnung''. Er hört dir nicht zu.

Du ziehst ihn behutsam nach oben und kraulst wieder seinen Kopf. Deine Atmung hat sich noch nicht normalisiert, dein Herz rast im Eiltempo und deine Haut kribbelt obwohl die Berührungen schon längst aufgehört haben. Langsam entspannt er sich wieder und küsst deinen Hals. Einzig der leichte Bissabdruck scheint ihm nichts auszumachen als er ihn genau begutachtet. Ihr kuschelt noch eine Weile, dann zieht Katsuki seine Shorts an und legt sich eng neben dich. Du schlüpfst in sein Shirt von zuvor und drückst dich an ihn.

''(Y/N). Ich liebe dich''

Du drückst dich etwas von ihm weg und siehst in seine Augen ''Bist du krank? Was ist los?''.

''Tch..'', er legt seine Hand an deinen Hinterkopf und drückt dich wieder gegen seine Brust ''Halt die Klappe, -cheeks''.

Du kicherst leise und streichelst über seine Außenlinie ''Ich liebe dich. Immer''.

''mhm.. Immer Baby. Du gehörst zu mir'', er legt seine Lippen auf deine Stirn. Gemeinsam gleitet ihr in einen tiefen Schlaf. Umgeben von seiner Wärme und den starken Armen die dich fest umschlossen halten fühlst du dich zuhause und bist dir sicher, das nichts das Vertrauen zwischen euch jemals brechen kann.
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