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Language of flowers || Lof

GeschichteRomance, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Katsuki Bakugo OC (Own Charakter)
21.02.2021
06.05.2021
80
333.627
15
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22.03.2021 8.500
 
Umgeben von seiner Wärme wachst du langsam auf. Bist dennoch nicht bereit, sie jetzt schon aufzugeben. Du schmiegst dich noch enger gegen seine Brust, drückst deinen Kopf in seine Halsbeuge und atmest seinen herben Karamellduft ein. Sicher, dass du nie genug davon bekommen kannst hauchst du einen Kuss auf sein Schlüsselbein. Unter deinen Fingern spürst du seine warme Haut und die straffen Muskeln.  

Deine Gedanken sind erfüllt von ihm. Nur kurz schweifen sie zu der blonden ab und beschwören ein leises Grollen in deiner Brust herauf. Rau hörst du darüber hinweg Katsukis lachen und spürst seine Hände, die dich noch näher ziehen. Seine Lippen berühren deine Schläfe flüchtig, dann lässt er dich los und setzt sich auf um deine unordentlichen Strähnen zurecht zu zupfen.

Verwundert blinzelst du ein paar mal. Das Gewicht auf dir ist noch nicht vollständig verschwunden. Fixieren deine Beine weiterhin, obwohl er sogar aufsteht um ins Bad zu laufen.

Nochmal blinzelnd drehst du dich auf den Rücken und siehst ihm nach. Dein Blick schweift über seinen nackten Oberkörper bevor er zu deinen eigenen Beinen wandert. Leicht schmunzelnd greifst du in die roten Haare um sie aus der Stirn zu streichen. Eijiro dreht sich um und grinst müde zurück. Die Decke verhüllt seinen Körper nur bedingt und die schwarzen Linien um seine Augen sind verwischt.  

Du schwankst zwischen dem Drang aufzustehen oder dich wieder in die warmen Laken zu kuscheln. Eine innere Unruhe macht sich in dir breit, lässt dich gedankenverloren an die Wand starren während deine Finger durch Eijiros Haare fahren. Vorsichtig trennst du die verklebten Strähnen voneinander und rollst dich näher zu ihm. Die Hoffnung durch ihn ruhiger zu werden verflüchtigt sich. Es kommt dir vor, als hättest du etwas wichtiges vergessen.

Erst als Katsuki aus dem Bad kommt, fällt es dir wieder ein. Schnell stehst du auf, springst zu deinem Handy um die Uhrzeit zu kontrollieren. Dass Eijiro dabei fast vom Bett gefallen wäre, bekommst du selbst nicht einmal mit.

''Ich.. Wir.. Ich habs vergessen zu erzählen. Wir sind zu einer Empfangsgala eingeladen und treffen uns mit den anderen um 20 Uhr. Bleibt also noch Zeit zum fertig machen''

Du duckst dich unter dem Kissen weg, das Katsuki nach dir wirft bevor er sich wieder ins Bett legt. Grummelnd sieht er dich an ''Ich geh nirgendwo hin. Lass mich in ruhe''. Danach steckt er seinen Kopf unter die Decke.  

Eijiro hingegen ist augenblicklich hellwach ''Gala? Dafür waren die Klamotten? Das wird so cool!''

''Ja ich weiß'' du ziehst die Decke grob von Katsuki herunter ''Du kommst auch mit''.

''Lass mich'' er zieht die andere Decke drüber ''Ich hab eh nichts zum anziehen dabei''.

Bevor deine Augen sich ungläubig weiten, grinst Eijiro breit ''Ich hab was für dich mitgenommen Bro. Alles kein Problem''. Doch Katsuki weigert sich weiterhin. Du wechselst einen kurzen Blick mit Eijiro, dann verlässt er das Zimmer um sich fertig zu machen.  

Du legst dich aufs Bett und siehst in seine funkelnden Augen, die dich über den Rand der Decke hinweg fixieren. Er nuschelt einige unverständliche Worte. Du siehst ihn weiter stumm an und wartest geduldig.

Sein innerer Zwiespalt scheint sich langsam zu verflüchtigen. Er rollt sich aus der Decke und zieht dich grob näher um seine Lippen mit deinen zu verbinden. Du erwiderst den Kuss sofort und wärmst deine kühlen Hände an seiner Brust. Ein leichter Schauer durchfährt ihn und lässt ein kurzes knurren entstehen, bevor er sanft fortfährt.  

Seine Nähe umspült dich wieder. Lässt alles andere im verschwommenen Schleier verblassen während du nur noch ihn wahrnehmen kannst. Innerhalb weniger Sekunden steigt die Intensität immer weiter an. Seine Hände umfassen deine Handgelenke und drücken sie über deinem Kopf in die Matratze und kribbeln unaufhörlich. Sein Oberkörper legt sich schwer auf deinen eigenen doch ein innerer Impuls sagt dir, dass dir der Abstand immer noch zu groß erscheint.  

Er löst sich von deinen Lippen und küsst deinen Hals hinauf bis zum Ohr ''Teddybear''. Überschwemmt von ihm füllt sich dein Herz mit unzähligen Gefühlen bis es droht zu explodieren. ''Willst du wirklich gehen?''. Er gibt dir keine Möglichkeit zu antworten, unterbricht jeden einzelnen Versuch mit einem leichten Biss in deinen Hals der dich keuchen lässt.  

Das einzige, das du schaffst ist ein kurzes nicken des Kopfes. Doch die Sicherheit deiner vorigen Entscheidung schwebt nun so wage in der Luft wie Nebel bis du selbst nicht mehr weißt was du eigentlich willst.  

Grinsend löst er sich von dir. Merkt deine Unentschlossenheit sofort, die er durch seine eigenen Berührungen ausgelöst hat. Ein Gefühl des Triumphs kann er nicht unterdrücken und setzt sich auf. Mit zusammengekniffenen Augen siehst du ihn an, bis er dich nach vorne zieht und du auf seinen Beinen sitzt, deine eigenen legen sich um seinen Körper.

''Wir gehen. Wie viel Zeit haben wir?''

Du zuckst mit den Schultern, legst deinen Kopf auf seiner Schulter ab damit er seine Umarmung weiter verstärkt. Ohne ein Wort kommt er der stillen Bitte nach. Wohlig seufzend küsst du leicht seinen Hals und flüsterst ''Danke Kats''.

''Für was genau?''

Du kannst es selbst nicht sagen. Bedankst du dich, weil er mit kommt? Oder weil er dich umarmt? Vielleicht ist es auch beides und noch vieles mehr. Stille breitet sich um euch herum aus. Die Stille, die dir mit ihm nie unangenehm ist. Die Stille, die die gegenseitigen Gefühle lauter hinaus schreit als es Worte jemals können.  

Noch ein einziges mal atmest du tief ein bevor du aufstehst um ins Bad zu laufen. Bevor du selbst an den Bund des Shirts greifen kannst spürst du Katsukis warme Finger an deinem Bauch und seine Lippen an deinem Nacken. Zitternd zieht er das Shirt über deinen Kopf und drückt seinen eigenen nackten Oberkörper gegen deinen Rücken. Seine Finger wandern langsam nach oben, bescheren dir einen heißen Schauer nach dem anderen und du kannst nicht anders, als dich gegen ihn zu lehnen. Du umschließt seine Hand mit deiner, spürst seine Beule in der engen Shorts an deinem Hintern.  

Dann, so schnell wie er dir hinterher gekommen ist drückt er sich an dir vorbei und schaltet den Wasserstrahl der Dusche an. Mit einem letzten Blick auf dich, wie du weiterhin alleine, halbnackt und fast verloren in der Mitte des Badezimmers stehst, zieht er sich komplett aus und lässt das heiße Wasser über seinen Körper laufen.  

''Oi! Kommst du endlich?''

Du schüttelst deinen Kopf um die Verwirrtheit zu vertreiben und steigst zu ihm. Das Wasser benetzt deinen Körper, lässt die unordentlichen Haare glatt nach unten hängen. Du schließt deine Augen, in der Hoffnung dass das warme Wasser deine Röte aus dem Gesicht vertreibt. Widerstehst dem Drang ihn zu mustern, doch es ist vergebens. Als du deine Haare einschäumst siehst du die dünnen Rinnsale über seine straffen Muskeln laufen. Nur durchbrochen von seinen eigenen Händen, die ihn einschäumen.

Er fängt deinen Blick auf und grinst dich verschmitzt an. Der leichte Kuss auf deine Schläfe wird schnell von einem Knurren abgelöst als er sich den Schaum aus dem Mund spült. Du grinst leicht, lachst noch lauter als sein verärgerter Blick auf dir liegt bis du selbst Schaum ins Auge bekommst und sie brennend zusammenkneifst.  

Mit einem Finger hebt er dein Kinn hoch, ein anderer streicht sanft über deine bereits geröteten Augen um den restlichen Schaum aus ihnen zu spülen. Deine Hand legt sich auf seine Brust bis du die leichten Vibrationen spürst.

Als würde sich dein Körper selbst bewegen umarmst du ihn fest und drückst deine Stirn gegen ihn. Du bist von deinen Gefühlen übermannt. Einsam rollt dir eine Träne über die Wange die sofort weggespült wird. ''Du machst mich so glücklich''. Für mehr hast du nicht die Kraft, nicht die Worte. Es ist alles, was du über deine Lippen bringst. Mehr ist auch nicht nötig. Mehr war nie nötig.

Er legt seine Hand an deinen Hinterkopf, die andere streichelt deinen Rücken. Leise, viel weniger als ein flüstern, dringt seine raue Stimme über den brausenden Wasserstrahl hinweg in deine Ohren. In deine Gedanken. In dein Herz. ''Du bist alles was ich brauche''.

Immer wenn du in seiner Nähe bist fühlt es sich an als wärst du erfüllt mit positiven Gefühlen. Als wäre kein Platz mehr für negatives. Du weißt, tief in dir drin, dass dafür immer Platz sein wird, dass es sich immer Platz machen kann wenn es das nur will. Dennoch kommt es dir in diesen Momenten nicht so vor.  

Die Welt ist nicht perfekt und wird es niemals sein. Doch mit ihm wird der weite Weg der vor dir liegt etwas leichter mit vielen Etappen, die sich anfühlen als wärst du schwerelos. Er lässt dich fliegen, fängt dich auf wenn du fällst, hilft dir hoch wenn du am Boden liegst.  

Er ist für dich da. Immer.

Du atmest tief ein. Nimmst seinen Geruch in dich auf der durchsetzt ist von der scharfen Zusammensetzung des Duschgels. Katsuki küsst dich erneut auf die Schläfe und schiebt dich nach hinten. Seine Augen liegen sanft auf dir, wie die rote, intensive Farbe des Sonnenaufgangs ''Ich liebe dich''. Es liegt keinen Zweifel in seiner Stimme. Seit dem er es dir zum ersten mal gesagt hat, war nie ein hadern in den Worten zu vernehmen. Es ist ehrlich und wird, selbst wortlos durch seine Taten immer wieder untermauert.  

Nicht erst seit dem die Worte seine Lippen verlassen haben. Die Gefühle füreinander schwebten schon viel früher um euch herum und begleiteten jeden einzelnen Tag.

''und ich liebe dich''

''Immer''

''Immer''

Du nimmst eine kleine Menge Shampoo in die Hand und schäumst seine Haare ein. Mit jeden weiteren Handbewegungen sinkt sein Kopf tiefer bis er schließlich auf deiner Schulter liegt. Grinsend verteilst du den Rest mit festen Fingerstrichen um seine Kopfschmerzen zu vertreiben. Sein seufzen wird von dem leisen Schnurren abgelöst und er legt seine Arme locker um deine Taille.  

Selbst als du ausrutschst, hilft er dir sofort um das Gleichgewicht wieder zu erlangen und stellt dich ordentlich auf deine Füße. Keinen Moment vergrößert er den Abstand zwischen euch, bleibt stets dicht vor dir stehen.

Zum Schluss schäumt er noch deinen Körper ein und genießt es sichtlich. Jeder Zentimeter deiner Haut wird akribisch befühlt, während er immer wieder vor sich hin murmelt ''Du bist so hübsch Baby. Warum ist deine Haut so weich? Schau nur wie schön deine Taille geschwungen ist. Mh.. Du bist perfekt''. Die feinen Linien am Rippenbogen und den Oberschenkeln fährt er ganz genau nach, jedoch sanfter als auf deinem restlichen Körper. Genauer. Als wolle er den Schmerz, der dahinter liegt nicht verstärken. Als er sich den leichten Bissspuren widmet hörst du sein zufriedenes Schnurren.

Du selbst siehst nur stumm und mit roten Wangen an die Wand gegenüber während du krampfhaft versuchst seine kribbelnden Handinnenflächen zu ignorieren. Deine Lippen pressen sich fest aufeinander, verhindern jedes schnelle Ausatmen sofort und verbieten weiteres seufzen.  

Als er jedoch seine Finger weiter über deinen Körper gleiten lässt, bekommen sie eine andere Intensität.  

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Leise keuchend küsst du seinen Hals und fährst mit den Händen über seine Brust nach unten. Er lehnt sich fester an dich, schafft es nur noch stockend deine Außenlinien nach zufahren. Ein raues Stöhnen verlässt seine Lippen als du sein pulsierendes Glied umschließt, dass sich zuvor schon fordernd gegen dich gedrückt hat.  

Gänsehaut breitet sich auf deinen Armen aus. Dein Rücken liegt kalt an der Duschwand hinter dir, das Wasser prasselt weiter heiß auf euch herunter. Dampf steigt vom Boden auf, bringt eure Sicht dazu zu verschwimmen.

In einem unkontrollierten Anflug von Lust fixiert er deinen freien Arm über deinem Kopf und reibt knisternd über deine empfindlichste Stelle. Du stöhnst mit jeder seiner Bewegungen lauter, schaffst es nicht dich in irgendeiner Weise zu kontrollieren.

Zwischen Katsukis keuchen und knurren erhöhst du immer weiter das Tempo und stöhnst seinen Namen. Getrieben von dieser kleinen Sache beißt er dich heftig in den Hals ''hah.. Fuck Baby..'', dann küsst er die Stelle sanft als sich sein Körper wieder entspannt. Danach spült er alles ab, schäumt dich nochmal ein und bedeckt deinen Körper mit weiteren Küssen.

Nur er dicht vor dir hindert dich daran zusammenzusacken. Grinsend hüllt er dich in die Handtücher und wirft dich danach aufs Bett. Mit roten Wangen rubbelst du die Haare trocken und siehst ihn weiterhin an.

Als es an der Tür klopft lässt Katsuki Eijiro hinein. Deine Augen weiten sich ungläubig, als er mit nassen Haaren und einem, deiner Meinung nach, viel zu kleinem Handtuch um die Hüften neben dich aufs Bett springt. Du drückst ihm dein feuchtes Handtuch ins Gesicht und schiebst ihn etwas weg.  

''Bist du so den ganzen Weg her gelaufen Shitty-Hair?''

''Klar! Wir sind doch im selben Stock, also alles kein Problem''

''Eiji.. dein Zimmer ist am anderen Ende des Flures!''

''Ja manche haben komisch geguckt als ich vorbei gelaufen bin. Aber das nur weil ich so männlich bin, weißt du'' Eijiro schlägt seine Fäuste zusammen, dir spritzen feine Wassertropfen ins Gesicht und du kneifst die Augen zusammen.

''Du bist doch bescheuert'' Katsuki hebt die unordentlichen Kleiderbügel auf und hängt sie ordentlich an die Tür. Dann setzt er sich dicht hinter dich und schließt die Arme um deinen Oberkörper.

Du lehnst dich nach hinten ''Wie viel Uhr haben wir?''

''Noch ne halbe Stunde. Wir können immer noch hier bleiben'' Katsuki vergräbt sein Gesicht in deinen leicht feuchten Haaren, wohl wissend dass ihr verneint.

Du löst dich von ihm und tappst ins Badezimmer. Deine Knie haben wieder Stabilität, dennoch setzt du dich auf den Badewannenrand um die Haare zu föhnen. Kopfüber machst du weiter bis zwei Füße in dein Blickfeld kommen. Du hebst den Kopf nicht, weißt bereits beim Blick auf die Oberschenkelmuskeln wer vor dir steht. Nur der Föhn wird nach oben gehalten und bläst Eijiro die heiße Luft entgegen als er sich auf dich lehnen will.  

Du kicherst leise über das Rauschen hinweg, er drückt deinen Kopf weiter nach unten bis du fast abrutschst. Schließlich machst du deinen Platz frei damit er sich weiter fertig machen kann. Katsuki, dessen Haare durch das Handtuch trocken genug sind stellt sich hinter dich vor den Spiegel. Ihr seht euch in die Augen, während er deine Haare vorsichtig kämmt und einige Strähnen um die Finger wickelt.  

Als du die aufsteigende Hitze spürst und das leise knistern, weiten sich deine Augen erschrocken. Er jedoch küsst dich nur auf den Hinterkopf und greift nach den nächsten. Wellig fallen sie über deinen Rücken.

''So was kannst du mit deinem Quirk?'' du kannst deinen Augen immer noch nicht recht trauen. Greifst nach einer Strähne und begutachtest die zarten Wellen genau.

''Halt die Klappe'' er meidet deinen Blick wieder, richtet seine Augen auf deinen Hinterkopf als du anfängst zu grinsen. Zum Schluss schüttelt er deine Haare etwas aus und befestigt zwei der seitlichen Strähnen an deinem Hinterkopf. Doch nicht nur einfach so, er flechtet sie in zwei unordentlichen Zöpfen, die sich perfekt an das restliche, wellige Aussehen deiner Haare anpassen.  

Nachdem er fertig ist drehst du dich zu ihm um und küsst ihn sanft auf die Lippen. Danach holst du deine Klamotten aus dem Flur und schiebst die anderen beiden aus dem Bad. Hinter der geschlossenen Tür kannst du Katsukis lautes knurren hören und Eijiro, der krampfhaft versucht ihn von den Klamotten zu überzeugen.  

Du seufzt leise und ziehst dich an. Es ist ein schwarzes, etwas engeres Kleid das bis zu deinen Knien reicht, sie aber nicht vollständig bedeckt. Ab der Taille, um die ein Band liegt, fällt es locker nach unten. Abschätzend siehst du in den Spiegel und gehst dann wieder zu den anderen. Eine Hand hält das Kleid hinten zusammen.

Eijiro ist bereits fertig angezogen und hat ein schwarzes Hemd mit der passenden Jacke, sowie eine rote Krawatte an. Katsuki steht grummelnd vor ihm und drückt ihn weiter weg ''Lass mich in ruhe Shitty-Hair. Ich hab keinen Bock auf die Scheiße''.

''Bro!''

Als Katsuki sich knurrend zu dir umdreht funkelt er dich für einen Moment wütend an. Unsicher schaust du von ihm auf den Boden und wieder zurück. Er trägt eine schwarze, einfarbige Weste die seine breiten Schultern noch mehr betont als sonst, darunter ein weißes Hemd. Verzweifelt steht Eijiro weiter im Raum und hält die Krawatte in Händen.

Mit schnellen Schritten kommt Katsuki auf dich zu, du weichst zurück. Er legt seine Hand an deinen Hinterkopf um die Haare zur Seite zu schieben und schließt den Reißverschluss vorsichtig an deinem Rücken. Die Anspannung weicht langsam aus deinem Körper. Mit den Armen über seiner Schulter drückst du dich an ihn, er flüstert leise in dein Ohr ''Du bist wunderschön, wie immer''. Seine Lippen berühren deine Schläfe.

''Bro komm schon!''

Katsuki ignoriert Eijiro weiterhin. Du spürst Stoff zwischen den Fingern und stutzt kurz. Dann nimmst du die Enden in die Hände und trittst etwas zurück. Mit der Krawatte ziehst du seinen Kopf zu dir runter, küsst ihn auf die Lippen und bindest sie danach ordentlich um seinen Hals.

Knurrend sieht er dich an, bewegt sich aber nicht und wartet bis du fertig bist. Nach einem kurzen Check verlasst ihr das Hotel und macht euch auf den Weg zur Empfangsgala. Katsuki hält deine Hand und grummelt weiter vor sich hin. Kurz bevor ihr ankommt, verabschieden sich die beiden von dir. Katsuki gibt dir nur einen flüchtigen Kuss aufs Handgelenk, weitere Erklärungen bekommst du nicht und läufst alleine zum Treffpunkt.

Bevor der Aufzug stoppt, hörst du schon die Stimmen deiner Klassenkameraden. ''Ich erreiche sie nicht. Warum kann sich niemand an vereinbarte Uhrzeiten halten? Und wir sollen Schüler der UA sein?!''.

Als die Türen sich öffnen trittst du zu den anderen und wendest dich zuerst an Iida ''Iida, bleib locker. Wir haben noch genug Zeit''.

Kyoka und Denki springen direkt zu dir. Du lässt deinen Blick über alle Anwesenden gleiten und bewunderst ihre Kleidung. Momo hat ein helles, fast Bodenlanges Kleid an mit tiefem Ausschnitt, Iida trägt einen hellblauen Anzug mit allem was dazu gehört, Ochacos Kleid ist rosa und ziemlich kurz, Todoroki hat einen weißen Anzug mit farbigem Hemd und Midoriya ein weißes Hemd mit Fliege.

Mineta und Denki tragen ihre Klamotten von der Arbeit und Kyoka trägt eine kurze Lederjacke mit einem ausgestellten Kleid und rotem Haarschmuck. Dein Blick bleibt auf einer Person mit blonden Haaren hängen. Erschrocken weiten sich deine Augen für einen Herzschlag, bevor du erkennst, dass es sich nicht um die gleiche vom Mittag handelt. Du schaffst es dennoch nicht deine Gesichtszüge zu entspannen. Die Gedanken kreisen wieder um sie. Ihre unverschämte Art, dein beklemmendes Gefühl in der unangenehmen Situation und die unheimliche Wut wegen ihrem Auftreten.

''(Y/N)?''

du schüttelst deinen Kopf um die Gedanken zu vertreiben. ''Hm?''

''Alles okay? Wie lange brauchen Kirishima und Bakugo?'' Kyoka hat sich in dein Blickfeld geschoben und versperrt so die Sicht zu der unbekannten. Du nuschelst kurz, dass sie warten soll und läufst zu den anderen um sie zu begrüßen.

Bei Midoriya angekommen lässt er dir keine Zeit dich selbst vorzustellen sondern ergreift stotternd das Wort ''H-Hallo (L/N). Das ist Melissa Shield''. Melissa jedoch unterbricht ihn ''Hallo. Schön dich kennenzulernen. Du gehst auch an die UA nehme ich an? Nenn mich Melissa. Ich studiere hier auf I-Island und entwickle verschiedene Gegenstände''. Sie trägt ein kürzeres, weit ausgestelltes Kleid ähnlich wie Ochaco und hat lange, blonde Haare. Die wärme in ihrer Stimme ist sofort spürbar, genauso wie ihr freundlicher Blick mit dem sie dich ansieht.

''uhm.. Hallo. Schön dich kennenzulernen. Ich bin (L/N) (Y/N). Ich gehe in die gleiche Klasse wie Midoriya und die anderen''. Dein Unbehagen von zuvor ist nun vollständig verschwunden. Erleichtert aufatmend lächelst du sie leicht an und gehst wieder zu Kyoka und Denki ''Ich weiß nicht wo die beiden hin sind. Entweder kommen sie noch pünktlich, oder eben zu spät''.

''Sie sind so unzuverlässig''

''Kaminari, du hättest den Weg doch nie alleine gefunden. Du bist nur hier weil wir dich abgeholt haben'' Kyoka gibt ihm eine leichte Kopfnuss und drückt ihn wieder zur Seite. ''Dein Kleid ist wirklich hübsch (Y/N)'' mit roten Wangen sieht sie auf den Boden vor euch.

Du stellst dich näher vor sie ''Deins auch Kyoka. Danke!''.

Bevor Denki noch etwas einwerfen kann bekommt er eine zweite Kopfnuss und stellt sich wieder zu Mineta, der alle Mädchen mustert. Unweigerlich ziehen sich deine Augenbrauen zusammen als du einen dünnen Sabberfaden siehst. Du stellst dich hinter Todoroki, der unbeteiligt in der Mitte steht.

Plötzlich ertönt ein lautes Geräusch und lässt dich zusammenzucken. Der Schreck ist in dein Gesicht geschrieben als du die Lampe rot aufleuchten siehst. Du siehst deine Klassenkameraden an, doch sie scheinen ebenfalls keine Erklärung zu haben. Ohne es selbst zu merken rückst du näher zu Todoroki und Kyoka.

Die Situation verunsichert dich. Leises Rauschen breitet sich in deinen Ohren aus, deine Fingerspitzen werden kälter als würde eine andere Kraft den Blutfluss stören. Warum nur mussten Eijiro und Katsuki noch mal weg? Warum sind sie nicht hier?

Du hasst es, wenn du übermannt wirst. Auch wenn du dich wieder fokussieren kannst erinnern dich diese kurzen Momente hart an deine Vergangenheit und bringen dich zum schwanken.  

Du greifst um dein Handgelenk und drückst es fest bevor du tief ein und wieder ausatmest. Die Berührung der Stelle gibt dir Sicherheit, scheint dich aufzufangen bevor du in den Strudel gerätst. Midoriya kommt wieder und berichtet von den Geschehnissen im Empfangsbereich. Du hast nicht einmal bemerkt, dass er für einige Sekunden verschwunden war. Nun konzentrierst du dich voll und ganz auf seine angespannte Stimme, kontrollierst deine eigenen Gefühle bis das Rauschen wieder verklingt.

Schurken haben die Pro Heros von der Gala gefesselt und bedrohen die Zivilisten. Das Sicherheitssystem wurde, nach Melissas Aussage, umprogrammiert und läuft jetzt außerhalb der Norm. Die Meinungen zu dem weiteren Vorgehen unterscheiden sich. Iida und Momo sind der Meinung, auf Verstärkung zu warten, Kyoka scheint unsicher zu sein während Midoriya und Ochaco das selbst in die Hand nehmen wollen.  

Seine Gründe sind einleuchtend, schlüssig. Wie alle seine Pläne klingt auch dieser hier gut durchdacht und festigt deinen eigenen Entschluss ihnen zu folgen um die Helden und Zivilisten befreien zu können. Auch die anderen lassen sich überzeugen. Selbst Melissa, die keinen Quirk besitzt, möchte mitkommen und muss es schlussendlich, da sie die einzige ist, die das Sicherheitssystem kennt und neu starten kann.

Wie hättet ihr das ohne sie bewältigen wollen? Du kannst zwar Schaltkreise manipulieren und Denki kann sie auf- und überladen, aber außer Zerstörung kommt bei euch beiden nichts brauchbares heraus. Das selbe gilt für Kyoka die durch ihre Schallwellen nur die Stromkreise behindert. Höchstens Momo könnte vielleicht mit dem ganzen technischen Kram etwas anfangen. Oder nicht? Vielleicht interpretierst du auch gerade viel zu sehr in ihre vorausschauende Art hinein.

Ihr wisst nicht, wie viele Schurken sich tatsächlich in dem Gebäude aufhalten. Sicher ist jedoch, dass es mehr sind als die im Empfangsbereich. Weitere werden im Kontrollzimmer sein und wahrscheinlich noch einige, die die Flure absichern. Die Aufzüge sind außer betrieb, einzig das Treppenhaus steht zur Verfügung.  

Du rennst mit den anderen hinauf, weiter über einen der breiten Gänge. Im Augenwinkel siehst du die Kameras an der Wand, die euren Bewegungen folgen ''Midoriya! Sie beobachten uns!''.

Bevor er sie entdeckt hörst du von hinten laute Geräusche. Ein Blick über die Schulter verrät dir, dass sie euch eindeutig aufhalten wollen. Die Feuerschutztüren die bei einem Ernstfall eine Ausbreitung verhindern sollen, dienen nun dazu euch den Rückweg zu verwehren. Krachend verankern sich die schweren Stahltore im Boden, das selbe geschieht vor euch. Doch bevor die letzte Wand hinab gelassen wird stürzen drei Schurken hindurch und attackieren euch augenblicklich.

Ihr sitzt in der Falle. Hinter dir stehen Momo, Iida, Ochaco und Todoroki vor dem massiven Tor, neben dir sind Denki und Kyoka. Melissa, Midoriya und Mineta sind vor dir, wobei der kleinste sofort an dir vorbei springt um hinter den anderen Schutz zu suchen.  

Du hältst deine Handflächen nach vorne, schickst Zuckerwattefäden voraus. Die Cotton Chains legen sich fest um die Beine der Schurken und hindern sie am näher kommen. Denki zieht Melissa zurück und übergibt sie an Kyoka, die sich schützend vor sie stellt, flankiert von Iida.

Midoriya stürzt auf einen der Schurken los, ein anderer aktiviert seinen Quirk und scheint sich zu verflüssigen. Deine Fäden lösen sich auf und sind nur noch als bunter Schimmer auf der unförmigen Oberfläche zu erkennen die den direkten Weg zu dir und Denki einschlägt. Du stockst kurz, deine Gedanken setzen aus und du kannst nur gebannt auf die rosa und blauen Flecken sehen. Die Szene die dir so bekannt vorkommt.. Bevor du jedoch weiter in deinen Gedanken kreist stößt Denki dich zur Seite und entlädt eine elektrische Ladung in der Flüssigkeit die ihn sofort außer Gefecht setzt.  

Dankend nickst du ihm zu und rennst an seiner Seite zu dem letzten Schurken. Du stößt ihn mit einem gezielten Kick gegen die Mauer dahinter, Denki setzt ihn unter Strom und Todoroki gefriert schließlich alle in einer Ecke damit sie euch nicht mehr verfolgen können.

Melissa schiebt sich wieder nach vorne und ergreift das Wort ''Hinter dieser Barriere ist ein weiterer Raum und der Hauptfahrstuhl, der uns direkt ins oberste Stockwerk bringt''.

Ohne weitere Absprache beschleunigt Iida dank seines Quirks in wenigen Metern auf seine Höchstgeschwindigkeit, Midoriya nutzt den Schwung und die Aufprallenergie um mit seinem eigenen die hinderliche Wand zu durchbrechen.  

Verdutzt siehst du ihn an, erkennst die ungewohnte Vorrichtung an seiner Hand und staunst über die ausbleibenden Knochenbrüche trotz der heftigen Attacke.

Ihr schlüpft durch das entstandene Loch und steht nun vor der großen, geschlossenen Tür die zum nächsten Raum und dem Aufzug führt. Melissa gibt einige male einen Code ein, doch bekommt immer eine Fehlermeldung angezeigt. Grübelnd tritt sie etwas zurück. Du schiebst dich an ihr vorbei und legst die Hand auf den Schaltkreis um ihn mit deinem short circuit zu zerstören. Du musst ungewohnt viele Fäden ins innere schicken bis schließlich kleine Funken entstehen und sich die Tür stockend öffnet.

In der Mitte des Raums ist der große, runde Schacht des Aufzugs. Die Decken sind hoch und überall stehen Pflanzen, als wärt ihr in einem Gewächshaus. Du läufst etwas dichter an Todorokis linker Seite. Versuchst unbemerkt die winzige ausstrahlende Wärme von ihm aufzusaugen um die Kälte aus deinen Fingern zu vertreiben. Doch es reicht nicht.

Für weitere Versuche bleibt dir keine Zeit. Bei einem Klingen, dass den Aufzug ankündigt zieht Todoroki dich hinter einen flachen Busch zu den anderen. Kleine Dornen kratzen über deine nackten Beine und hinterlassen aufgeschürfte Haut. An manchen, winzigen Stellen bilden sich kleine Blutstropfen die an der Luft schnell trocknen. Du spähst durch das dichte Blattwerk und siehst zwei Schurken hinaus kommen die sich wütend unterhalten.

''Die Balgen haben die anderen besiegt, kannst du das glauben?''

''Die drei waren doch sowieso die schwächsten. Sie hätten direkt uns schicken sollen''

''Hast recht. Jetzt müssen wir ihnen hinterher räumen''

Als zwei Personen von der anderen Seite hinein schlendern verstummen ihre Gespräche. Deine Augen weiten sich ungläubig als du zuerst Katsukis knurren hörst und ihn schließlich siehst. Du möchtest aufspringen und ihn rufen, doch Todoroki drückt dich wieder nach unten und hält seine Hand vor deinen Mund. Für einen Herzschlag wehrst du dich, dann nickst du verstehend und hörst auf.  

Eijiro entdeckt die Schurken und läuft er etwas schneller in ihre Richtung ''Hallo. Wir haben uns verlaufen und wollen zu der Empfangsgala. Können sie uns sagen wohin wir müssen?''. Katsuki der die Hände tief in die Taschen der Hose gesteckt hat knurrt genervt.

Du kannst fast deinen Ohren nicht trauen. Wie haben sie es geschafft sich zu verlaufen und hier oben zu landen? Haben sie nichts von dem Schurkenangriff mitbekommen?  

Dein Blick wandert von ihnen zu den beiden Schurken. Als sich ihre Augen verengen springst du, gleichzeitig mit Todoroki, auf und ihr stürzt nach vorne über die Hecke. Bevor die Gegner ihren Angriff starten können habt ihr sie so überrascht, dass du sie mit den Cotton Chains fesseln kannst und Todoroki eine Eiswand vor ihnen erschafft.  

Mit großen Augen sieht Eijiro dich verwundert an und kommt dir entgegen. Katsuki überholt ihn und drückt dich an seine Brust ''Was ist hier los?''. Er spürt deine kalten Finger und dein erleichtertes ausatmen als du endlich wieder in seiner Nähe bist. Flüchtig küsst er deine Schläfe und schenkt dir die Sicherheit, die dir die ganze Zeit über gefehlt hat.

Auch die anderen kommen hinter dem Busch hervor und sammeln sich. Doch euch bleibt keine weitere Zeit für Erklärungen. Die Schurken zerstören die Eiswand und haben sich aus den Cotton Candy Fäden befreit. Katsuki stellst sich schützend vor dich ''Bleib hinter mir''. Tiefes, bedrohliches Knurren steigt in seiner Kehle auf als er die Gegner vor sich fixiert. Du willst an seine Seite schlüpfen, doch Todoroki stößt dich zu den anderen und befördert euch mit einer Eissäule nach oben. Fassungslos siehst du über die Kante, fängst Katsukis verwirrten Blick auf und siehst verängstigt zurück.

Du bist nicht bereit, seine Nähe zu verlassen. Er ist nicht bereit, dich gehen zu lassen. Mit letzter Überwindung nickt er dir aufmunternd zu. Ein stummes Versprechen, dass er gleich wieder bei dir ist. Du beugst dich noch weiter runter bis Denki dich zurück zieht und auf den schmalen Gang schiebt der direkt unter der Decke verläuft.

Stolpernd läufst du hinter den anderen her, siehst noch einmal kurz zu Eijiro, Katsuki und Todoroki die sich mutig den Schurken stellen um euch mehr Zeit zu verschaffen. Der Notausgang zur Feuertreppe ist blockiert, auch dein Quirk schafft es nicht sie zu öffnen. Der einzige Ausweg bleibt ein winziger Lüftungsschacht der an die Außenseite führt um die Tür von dort zu öffnen.

Eure Blicke wandern zu Mineta, der erschrocken zurückweicht und heftig mit dem Kopf schüttelt. Du nuschelst leise vor dich hin, deine Worte können dich selbst nicht überzeugen ''Ich schaffe es vielleicht. Wenn der Wind nicht so stark ist könnten womöglich die Fäden genug halt geben''.

Denki und Midoriya verneinen gleichzeitig. Zu hoch ist das Risiko, aus dieser Höhe herabzustürzen. Die vermuteten Windböen geben den ausschlaggebenden Punkt. Ohne Zögern packt Denki seinen Freund am Kragen und befördert ihn in den offenen Schacht. ''Beweg dich schon Minoru, wir brauchen dich jetzt''. Minetas ängstliche Miene verschwindet und weicht einer zuversichtlichen. Getrieben von dem inneren Bedürfnis sich zu beweisen und zu helfen, macht er sich auf den Weg und kriecht durch den Schacht. Nach wenigen Sekunden öffnet sich die Tür vor euch und ihr Eilt über die Feuertreppe in das nächste Stockwerk.  

Vor euch breitet sich ein Gewirr aus metallenen Zugängen aus. Hinter den Geländern geht es in die Tiefe. Euch bleibt keine andere Wahl als ihnen zu folgen. Von allen Seiten rauschen kleine Roboter auf euch zu. Kyoka drückt Denki nach vorne und er schickt eine volle Ladung auf sie. Doch anders als erwartet stocken sie nur kurz, während er geistesabwesend herum schwankt.

Du springst vor über einige von ihnen bis du Denki zu fassen bekommst und ihn weiter ziehst. Die Zuckerwattefäden verkleben die Kreisläufe bis sie knisternd zusammensacken. Es erscheinen immer mehr, deine Kraft lässt nach. In dem Moment wirst du von Midoriya und Iida überholt, die den restlichen Weg freiräumen.

Nach der nächsten Tür eröffnet sich wieder einer der breiten Gänge, die Last neben dir schafft es nun selbstständig zu laufen. Der benommene Blick verschwindet aus seinen Augen und er fokussiert sich.

''Denki, alles in Ordnung?''

Er nickt zuversichtlich ''Ja alles gut. Wir schaffen das. Die anderen drei kommen auch bald''.

Du darfst dich nicht auf die negativen Gefühle konzentrieren. Eine Aufgabe liegt direkt vor dir, die es zu meistern gilt. Die Leben retten kann. Du atmest tief ein und nickst. Kurz berührt Denki deine Schulter mit seiner Hand, Kyokas Arm berührt dich auf der anderen Seite.  

Wir schaffen das gemeinsam.

Das ungewohnte Umfeld hat dich mehr als einmal dazu gebracht Raum für Zweifel zu schaffen. Hat versucht den Glauben an dich selbst, deine Fähigkeiten und deine Quirks zu brechen. Rüttelte unerbittlich um dich zum fallen zu bewegen.

Endlich ist das Ziel wieder klar vor deinem inneren Auge. Nur noch darauf konzentrierst du dich. Die stille Hoffnung, dass die anderen drei bald zu euch stoßen bleibt weiterhin bestehen, doch du weißt, dass sie es schaffen werden. Die Zuversicht, die sie in ihre eigenen Fähigkeiten haben überspült dich schließlich, auch wenn sie nicht in deiner Nähe sind. Ihre Stimmen sind Präsent in deinen Gedanken und leiten dich den richtigen Weg zu finden.

Fast prallst du gegen Midoriya, der unvermittelt stehen geblieben ist. Eine weitere Armee von Robotern kommt auf euch zu, von hinten wird euch der Weg von anderen abgeschnitten. Momo, Iida, Kyoka, Mineta und Denki stellen sich auf und treten den Gegnern gegenüber. Du willst dich zu ihnen stellen, als Melissas Stimme über das surren hinweg zu hören ist ''Midoriya, wir müssen dort lang! Uraraka, (L/N) kommt bitte auch mit''.

Du erzeugst einige schnelle Zuckerwattekugeln und gibst sie Momo als Energiereserve, dann folgst du den dreien. Ihr lauft durch verschiedene Gänge bis ihr die Außenseite erreicht habt. Zwischen beiden Gebäuden befindet sich eine breite Fläche, vor euch erhebt sich der runde Turm in die Höhe.

Ochaco macht Midoriya und Melissa schwerelos und sie gleiten langsam nach oben um in den Turm zu gelangen in dem die Sicherheitszentrale sitzt. Die Tür am Eingang lässt sich, wie die Feuertür zuvor, nicht öffnen.

Du stellst dich schützend vor Ochaco ''Konzentrier dich nur auf die beiden. Ich versuche und so viel Zeit wie möglich zu verschaffen''. Immer mehr Roboter strömen aus dem Gang den ihr zuvor passiert habt.

Deine Fäden gleiten über den Boden und führen in dem inneren der Roboter zu einem Kurzschluss. Der Wind nimmt zu, macht es den Fäden umso schwerer ihren Weg zu finden während ein Großteil von ihnen in der starken Brise unkontrolliert umher tanzt, bevor sie über den Abgrund gleiten.

Du konzentrierst dich immer mehr, zwingst deinen Quirk bis ans äußerste zu gehen und ignorierst die Kälte, die deinen Körper nun vollkommen übernommen hat. Wie Wasser aus einem Sieb, rinnt sie schnell heraus und lässt nur leere zurück. Der Wind bläst immer stärker, die Roboter strömen immer zahlreicher auf euch zu ohne dass ein Ende in Sicht kommt.

Taumelnd springst du nach vorne, versuchst mit gezielten Tritten die Roboter am näher kommen zu hindern. Midoriya und Melissa haben noch nicht die obere Kante erreicht, Ochaco konzentriert sich auf beide, doch man sieht die Besorgnis in ihrem Blick als sie die Massen an Gegner wahrnimmt und der Wind noch mehr zunimmt.

Deine Knie geben nach, mühsam bleibst du auf den Beinen und schützt Ochaco weiterhin. Deine Bewegungen werden schleppender, unkontrollierter. Dein Körper zittert.

Eine laute Explosion lässt dein Herz schneller schlagen, bringt deinen Körper dazu weiter zu arbeiten und noch nicht aufzugeben. Katsukis blick ruht auf dir, lächelt dich sanft und beruhigend an bevor er sich den Gegnern stellt und sie erledigt. Todoroki an seiner anderen Seite hilft unaufhörlich.  

''Kats!'' als er dich wieder ansieht, zeigst du nach oben zu Midoriya, der durch eine Windböe erfasst wurde. Sofort eilt er ihnen zur Hilfe, Todoroki verschafft durch seinen Feuerquirk genug auftrieb, dass sie schließlich das Geländer erreichen und in das Gebäude können.

Du rappelst dich wieder auf, läufst an Ochacos Seite nach vorne um weitere Roboter unschädlich zu machen die den gewaltigen Attacken von den anderen beiden entwischt sind.

Sicherheitssystem wird auf Werkseinstellungen zurückgesetzt und neu gestartet.

Die rote Anzeige der Roboter erlischt. Sie klappen sich zusammen und bleiben reglos liegen. Erleichtert atmest du auf. Du wirst von einem kalten Schauer übermannt bis Katsuki dich fest in den Arm nimmt und deinen Körper mit seinem eigenen wärmt. Noch enger schmiegst du dich an ihn, atmest seinen herben Karamellduft ein der teilweise verbrannt in deiner Nase sticht. Doch es interessiert dich nicht. Du bist nur froh, dass er unverletzt zurück ist.

Die Tür hinter dir öffnet sich mit einem leisen Knacken und ihr folgt Ochaco ins innere. Katsuki bleibt dicht an deiner Seite, stützt deine taumelnden Bewegungen und schenkt dir die Wärme, die dein Quirk vollkommen aufgebraucht hat. Die Stufen scheinen endlos nach oben zu führen, der Wind pfeift durch die offene Tür und weht deine Haare weiterhin umher. Doch mit jeder weiteren Stufe merkst du die Kraft zurück kehren. Deine Muskeln schmerzen, doch sie arbeiten wieder sicher und geben deinen Schritten den benötigten hat um die letzten Meter nach oben zu laufen.

Ihr seid nun ganz oben, direkt unter dem Dach. Doch der Kontrollraum ist leer. Schurken liegen bewusstlos auf dem Boden und werden von dem hektischen Blinken der Kontrollanzeigen beleuchtet. Die Tür am anderen Ende wackelt im Wind und trägt Geräusche von Kampf zu euch.  

Mit geweiteten Augen beschleunigt ihr eure Schritte bis ihr auf die Tür zu stürmt und ins freie tretet. Angst überkommt dich als du die Szene vor dir versuchst zu verstehen. Ein riesiges Monster aus Metall ragt am anderen Ende auf, hat einen Mann in seiner Gewalt gegen den Midoriya an All Mights Seite kämpft. Melissa steht schluchzend davor bis Ochaco sie in sichere Entfernung bringt.

Überall um euch herum werden Rohre und Stäbe durch die Luft geschleudert, zerstören alles was ihnen in den Weg kommt. Erst jetzt erkennst du, dass das Monster eine menschliche Erscheinung hat.  

''Bleib zurück Baby'' Katsuki schiebt dich nach hinten doch du schlüpfst unter seinem Arm hindurch und stellst dich neben ihm auf ''Ich hab doch gesagt du sollst hinten bleiben!''.

''Hast du das gesagt? Tut mir leid'' gespielt demütig siehst du ihn an doch deine Augen glänzen vor Entschlossenheit. Er seufzt laut durch das Knurren in seiner Brust hinweg und stellt sich mit Todoroki dem Gegner vor euch.

Du weißt selbst, dass du nicht mehr viel schaffst, aber die Wärme die er dir geschenkt hat nutzt du nun um die Körper der Beiden mit einer Schicht aus Zuckerwatte zu schützen. Vor Ochaco und Melissa errichtest du ebenfalls eine starke Wand, dann rennst du nach vorne um die Entfernung zu Midoriya und All Might zu verringern. Weitere Fäden gleiten in ihre Richtung schaffen es teilweise sie zu erreichen und zu schützen, der Rest wird davon geweht und verschwindet in der Dunkelheit.

Du weichst den entgegen kommenden Metallteilen aus, beobachtest deine Verbündeten genau und schickst immer mehr Fäden zu ihnen die zusätzlich zu dem starken Wind verbrennen. Du kannst nicht sagen wie lange ihr bereits hier oben seid, siehst nur wie Katsuki sich schmerzerfüllt die Handgelenke hält und dennoch immer weiter über seine Grenzen hinaus geht. Todoroki geht es ähnlich. Sie keuchen erschöpft, geben aber nicht auf. Genauso wenig wie du.

Auch wenn deine körperlichen Grenzen schon lange erreicht sind hörst du nicht auf sie zu schützen obwohl es fast ausweglos erscheint. Die Kraft des Gegners ist enorm, immer mehr konzentriert er seine Angriffe auf den ehemaligen Pro Heroe und du bündelst deine Fäden ebenfalls auf ihn.  

Vollkommen fokussiert ignorierst du den stechenden Schmerz an deiner Wange, als du dem fliegenden Metallstück nicht rechtzeitig ausweichst. Erschrocken weiten sich deine Augen als zwei Blöcke den Helden zwischen sich zerquetschen, doch Midoriya schafft es sie zu zerstören und sie kämpfen weiter Seite an Seite gegen ihn.  

Deine Beine geben wieder unter dir nach, doch Katsuki legt dir fest seine Arme um den Körper und ihr feuert sie Lautstark an. Auch Todoroki hat seine Angriffe eingestellt und steht nicht weit entfernt von euch. Als der Gegner durch die Kraft seiner Angreifer geschlagen ist seufzt du laut und lehnst dich nach hinten. Katsuki lächelt leicht bis Todoroki ihn freundlich ansieht. Seine Brust vibriert wegen des aufkommenden Knurrens und er drückt sein Gesicht in deine Haare um seinen Blicken nicht weiter ausgesetzt zu sein.

Der Mann, der sich als Melissas Vater herausstellt wird befreit und seine Tochter stürmt auf ihn zu. Du umschließt Katsukis glühende Hände fest mit deinen eigenen. Ihr seufzt erleichtert, als der Schmerz langsam eure Körper verlässt und die Temperaturen sich angleichen bis die sich langsam normalisieren.

''Alles okay bei dir? Ich hab gesagt du sollst zurück bleiben. Warum hörst du nicht auf mich''

Du ignorierst seinen Tadel in der Stimme und küsst ihn auf die Wange ''Ich liebe dich''.

''Tch.. und ich liebe dich.. Dummie'' er drückt dich noch fester, bis er dir fast die Luft zum atmen raubt. Du fühlst dich weiterhin schwach, auch nachdem dein Körper wieder etwas wärmer ist verschwindet das Zittern nicht, der Schmerz nimmt langsam zu. Katsuki hebt dich hoch und du drückst deinen Kopf gegen seine Brust. Beruhigt durch den regelmäßigen Herzschlag in deinen Ohren und die leichten Vibrationen seines Schnurrens schließt du die Augen und lässt dich von ihm den Weg zurück tragen.

An der Treppe angekommen, eilt die andere Gruppe bereits nach oben bis sie euch fast überrennt. Todoroki gibt allen ein kurzes Update und ihr lauft gemeinsam nach unten durch die gewundenen Gänge bis zum Ausgang. Eijiro läuft dicht neben euch. Er hatte sich nach dem Kampf im Gewächshaus der anderen Gruppe angeschlossen und sie tatkräftig unterstützt.

Nun seid ihr alle erledigt, aber glücklicherweise hat niemand von euch ernsthafte Verletzungen davon getragen.  

Katsuki küsst dich auf die Schläfe, als Denki neben ihn springt ''Zu ihr bist du immer voll freundlich und leise, zu uns bist du der größte Arsch auf der Welt. Das ist nicht fair Bakugo!'' gespielt traurig legt er ihm eine Hand auf die Schulter, du kicherst leise gegen seine Brust. Am liebsten würde er jetzt los schreien, doch ohne eine Hand frei zu haben schafft er es nicht wenn du ihm so nah bist. Zwischen zusammengebissenen Zähnen knurrt er ihn nur an ''Halt die Klappe Pikachu! Schau lieber dass du mit dem Ekelpaket ins Hotel kommst bevor ihr euch verlauft''.

''Meinst du so wie du und Kirishima vorher?''

''Tch.. das war alles Shitty-Hairs Schuld. Er wollte unbedingt einen anderen Eingang nehmen''

''Bakubro! Ich war mir doch so sicher dass es da schneller geht''

''Offensichtlich nicht! Komm jetzt wir müssen zurück'' Katsuki beschleunigt seine Schritte etwas, die andere laufen in die Querwege zu ihren eigenen Hotels. Am Empfang bekommt ihr noch ein kleines Erste-Hilfe-Paket nachdem ihr abgelehnt habt euch von ihnen versorgen zu lassen und fahrt mit dem Aufzug nach oben.  

Im Zimmer setzt Katsuki dich behutsam in einen der Sessel und holt einen feuchten Lappen aus dem Badezimmer. Du legst deine Beine über die Armlehne und siehst ihn mit halb geschlossenen Augen dabei zu wie er die Kratzer säubert und desinfiziert. Das leichte brennen quittierst du lediglich mit einem zusammengekniffenen Auge, beschwerst dich aber nicht weiter. Eijiro auf dem anderen Sessel säubert nur die kleinen Staubflecken die sein Gesicht bedecken, ansonsten ist er unverletzt. Nur sein schwarzes Hemd hat einige Risse davongetragen. Wahrscheinlich durch die verschiedenen geblockten Angriffe und seinen eigenen Quirk.  

Katsuki ist etwas rußbedeckt, ansonsten sind seine Klamotten noch in Ordnung. Als er sich deiner Wange und den Armen widmet wischst du ihn mit dem Tuch sauber und lockerst seine Krawatte. Er platziert eine kleine Mullbinde über dem Riss und fixiert sie mit zwei dünnen Streifen Tape.

Eijiro ist bereits ausgezogen, Katsuki entledigt sich ebenfalls seinen Klamotten und sie ziehen nur Shirts drüber. Du wirst wieder auf die Beine gestellt, was du dieses mal mit einem leisen murren kommentierst. Du bist unglaublich müde und willst am liebsten einfach schlafen ohne weitere Umwege. Deine Stirn sinkt gegen seine Brust als er den Reißverschluss öffnet und dich ins Badezimmer schiebt.

Du hörst ein leises Klopfen an der Tür und Eijiros freundliches Danken bevor sie wieder geschlossen wird.

Katsuki zieht dich in der Zwischenzeit aus, knurrt bei dem Anblick der Flecken die bereits blau werden und kämmt die verknoteten Haare bevor er sie zu einem Zopf flechtet. Seinen Pulli zieht er dir grob über den Kopf und schiebt dich wieder nach vorne.

Auf dem kleinen Tisch stehen verschiedene Häppchen, die das Hotelpersonal als Dank zubereitet hat. Der Vorfall hat sich in Windeseile auf der ganzen Insel herumgesprochen. Auf dem Sideboard stehen weitere Dinge die als Preis für die gewonnenen Platzierungen dienen. Doch das erregt nicht deine Aufmerksamkeit. Deine Augen bleiben an einem Strauß mit Sonnenblumen hängen.

Katsuki bemerkt deinen Blick, setzt sich auf den Sessel, zieht dich dazu und legt eine Decke über deinen Körper. ''Die sind für dich Teddybear''. Du drückst dich enger an ihn, legst die Beine wieder über die Armlehne und nuschelst ''Danke Cutiepie'' gegen seine Brust.  

Mit schweren Armen und schweigend esst ihr die bereitgestellten Häppchen während eure Augen immer weiter zufallen. Als du wegdöst hörst du noch wie Eijiro das Zimmer verlässt und Katsuki dich zum Bett trägt. Eng umschlungen schlaft ihr ein und füllt eure Kraftreserven wieder auf.

Ohne ihn, ohne Eijiro, hättest du das alles nicht durchgestanden. Ohne sie hättest du es nie so weit geschafft und deine Stärke weiter geleugnet und ignoriert.

Ohne sie..

Du liebst sie. Unendlich..

Es ist nicht wichtig wie stressig der Tag war oder wie schwer ihr es hattet. Entscheidend ist, dass ihr am Ende zusammen seid und es gemeinsam durchsteht.




Am nächsten Morgen, lange nachdem es Zeit fürs Frühstück war, wachst du wieder auf und läufst gähnend durch das Zimmer ins Bad. Du putzt dir schnell die Zähne, lässt Eijiro herein der sich mit müden Augen ins Bett legt und schlüpfst selbst wieder unter die Decke zu Katsuki.

Es fühlt sich gut an sie um dich zu haben. Zu wissen, dass sie immer da sein werden, so wie du es für sie bist.  

Den restlichen Tag verbringt ihr im Spa Bereich des Hotels. Entspannt euch in dem heißen Wasser, Döst im Ruhebereich weiter und bekommt ein ausgiebiges Mittagessen im blauen Raum geschenkt.

Du hast die Chefs deiner Eltern nicht gesehen, dennoch bist du dir sicher, dass sie den Vorfall mitbekommen haben. Mit deinen Klassenkameraden hast du zwar das Gebäude so schnell verlassen, dass ihr niemanden von den Galagästen gesehen habt, doch Midoriya war noch längere Zeit mit All Might dort.

Am späten Nachmittag packt ihr eure Koffer und Taschen um die beiden Hotelzimmer zu verlassen. Beim auschecken dankt euch die Rezeptionistin nochmals und beglückwünscht euch zu den erhaltenen Preisen für die gewonnenen Herausforderungen.

Platz 1 – Glitch – 13.36 Sekunden – Hindernisparcours
Platz 1 – Red Riot – Stufe 13 – Widerstandsroboter
Platz 1 – Bakusatsuou – 4051 psi – Schlagkraftmessung

Für jeden von euch gab es einen Gutschein für eine kostenlose Beratung für Supportgegenstände und eine kleine Medaille. Darüber hinaus habt ihr, genauso wie die anderen Anwesenden aus deiner Klasse, ein erneutes Freiticket bekommen für einen I-Island Besuch zur Wintermesse.

Das Angebot der Rezeptionistin, eure Koffer zum Flugplatz zu bringen nehmt ihr dankend an und lauft zum Ausgang. Langsam schlendert ihr über die breite Straße, seht den Aufräumarbeiten zu und beobachtet die hektischen Personen, die einen der früheren Flüge erreichen wollen.

Katsuki verschränkt seine Finger mit deinen, in deiner anderen Hand hältst du den Strauß mit Sonnenblumen. Der Grund, weswegen er gestern so spät kam. Der Grund, weswegen sie sich schließlich verlaufen hatten.

Doch wie könntest du sauer sein? Selbst wenn es ein anderer Grund gewesen wäre, wär das ebenso in Ordnung. Du hast gezweifelt, du warst unsicher. Doch es ist nichts, was dich so sehr aus der Bahn wirft wie früher. Auch wenn es dir in den jeweiligen Situationen fast unerträglich vorkommt, weißt du tief im inneren, dass es nicht so schlimm ist.

Ein leichtes Lächeln breitet sich auf deinen Lippen aus, als du Eijiros Erzählungen lauschst bei denen du nicht dabei warst.  

Einmal mehr wird dir bewusst wie sehr er gewachsen ist. Nicht körperlich sondern emotional und geistig. Seine Schulnoten sind sicherlich noch im Mittelfeld, aber er hat alles was einen Helden ausmacht. Sein Selbstbewusstsein nimmt zu, er setzt sich für seine Freunde ein ohne zu zögern und verkörpert schiere Kraft und Freundlichkeit in jeder seiner Handlungen.

Auch Katsuki, dessen Blick du den ganzen Weg auf dir spürst, hat sich verändert. Nicht so offensichtlich, dass alle es sehen könnten. Aber in seinem inneren herrscht mehr Ruhe als zuvor. Mehr Verständnis für andere und ebenfalls der Mut, sich jeder Situation entgegenzustellen und für seine Freunde alle Gefahren auf sich zu nehmen.

Manchmal machst du dir Sorgen darum, bei beiden. Weißt aber genau, dass du nicht anders bist. Es ist ein schmaler Grad auf dem ihr wandelt um eure Ziele zu erreichen. Ein schmaler Grad zwischen Retten und sich selbst gefährden ohne Rücksicht auf den eigenen Körper.

Noch sind die Sorgen leise und werden von dem Rest überschattet, doch tief im inneren sind sie weiterhin da und flüstern leise vor sich hin. Nur zwei Stimmen sind gänzlich verschwunden. Sie vermisst du aber nicht, bist froh, dass sie endlich verstummt sind.

An einem Eisstand kauft Eijiro sich ein Schokoladensofteis. Katsuki bestellt ein Vanillesofteis mit Schokoüberzug das er dir den restlichen Weg bis zum Flughafen in regelmäßigen Abständen hinhält damit du etwas davon bekommst, bevor er selbst das fluffige Eis ableckt. Du hast angeboten, das Eis selbst zu halten aber das beinhaltet das loslassen seiner Hand und da ist er gerade strikt dagegen.  

Erst am Flughafen lässt er sie los um durch den langen Gang ins Flugzeug zu steigen. Auf euren Plätzen legt er seine Hand auf deinen Oberschenkel und lehnt den Kopf gegen deinen. Ruhig lauscht er deinem Gespräch mit Eijiro und döst vor sich hin bis ihr schließlich ankommt und in die Dorms unterwegs seid.
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