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Language of flowers || bakugou x reader

GeschichteRomance / P16 / Gen
Katsuki Bakugo OC (Own Charakter)
21.02.2021
02.03.2021
56
201.789
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23.02.2021 5.718
 
Zwei Arme schließen sich um dich, halten dich fest, drücken dich an seinen Körper. Doch du erkennst ihn nicht. Bist weiterhin umgeben von Dunkelheit, während deine Augen weit geöffnet sind und ins leere starren. Unfokussiert, emotionslos, kalt wie Eis. Das satte grün ist einem matten grau gewichen.

Einzig der letzte Augenblick als du in seine schmerzerfüllten Augen gesehen hast hat sich tief eingebrannt wie ein Brandmal und seine ängstlichen Worte wiederholen sich in einer Endlosschleife in deinen Gedanken.

Folg mir nicht. Folg mir nicht. Folg.. mir.. nicht.

Du sitzt auf dem Boden. Deine Hand ist leer mit der du nach ihm greifen wolltest. Dein Körper ist kraftlos und kalt während du von dem Zittern und Rauschen überwältigt wirst. Jede Sekunde fühlt sich an wie eine Ewigkeit aus nicht enden wollendem Schmerz und Angst. Ein Strudel, der dich immer tiefer zieht ohne dass du je den Boden erreichst.

Nur ein winziges Stück hat gefehlt. Nur ein Schritt schneller. Nur eine Sekunde früher.

Du hast versagt und sie haben gewonnen.  

Natürlich haben sie das. Was kannst du schon ausrichten. Was kannst du schon erreichen außer Niederlagen.

Über das Rauschen hinweg mischen sich andere Stimmen dazu. Bekannte Klänge, die langsam zu dir durchdringen. Eine in deinen Gedanken, mit dem rauen Unterton, die andere sanft und flehend von außen.

''Du bist Stark. Zweifel nicht an dir. Ich bin immer an deiner Seite''.

''(Y/N)chan bitte, ich bin bei dir. Du bist nicht alleine. Verlier dich nicht''.

Du schließt die Augen, bittest stumm darum, weiter von diesen Stimmen geleitet zu werden um dich aus dieser erdrückenden Dunkelheit zu führen.  

Krampfhaft versuchst du dich zu sortieren, die Empfindungen zu verarbeiten anstatt sie komplett abzublocken.

''Eiji'' angestrengt hebst du deine Arme und legst sie ihm um den Rücken. Mehr schaffst du nicht. Für mehr, fehlt dir die Kraft. Die Dunkelheit ist immer noch allgegenwärtig und zieht an dir, wie ein schwerer Stein der dich auf den Grund des Meeres befördern möchte. Doch nun endlich, hältst du dich fest. Kämpfst dagegen an auch wenn du noch keinen trockenen Boden unter den Füßen hast. Es reicht aus, um deinen Kopf über den brausenden Wellen zu halten.

''(Y/N)chan, ich bin bei dir, das weißt du'' seine Stimme bebt, sein Körper zittert. Du nickst schwach, dann löst er sich von dir und stellt dich auf die Füße. Unsicher greifst du nach seiner Hand die er sofort fest umschließt. Die Verzweiflung und der Verlust, den du gespürt hast, als deine Hand ins leere glitt sind noch da, aber es kommt dir vor, als würdest du sie nun mit deinem Bruder, deinem Verbündeten teilen. Der dir kraft schenkt, obwohl er sich selbst kraftlos fühlt.  

Du siehst dich auf der Lichtung um. Nur schwer kannst du die verschiedenen Umrisse durch den Schleier erkennen, nur gedämpft dringen Töne über das Rauschen in deine Ohren.

Es gibt keine Spur mehr von den Schurken. Eure Klassenkameraden ringen sich um einen am Boden liegenden Körper. Midoriya. Er war vorher schon so angeschlagen, dass er nicht mehr laufen konnte, doch in angesichts seines entführten Freundes ist er zu weit über seine Grenzen gegangen.

Über den Baumwipfeln züngeln blaue Flammen die sich knisternd ausbreiten. Auf der anderen Seite verflüchtigt sich giftiger rosa Nebel. Sirenen sind zu hören, die sich mit den lauten Propellern von Hubschraubern vermischen. Doch beides ist noch weit entfernt. Was hingegen stetig näher kommt ist das Geräusch von knackenden Ästen und vielen trampelnden Schritten, bis du die Rettungskräfte durch die Bäume brechen siehst.

Augenblicklich strömen sie auf die Lichtung und verteilen sich. Midoriya wird bereits auf eine Trage gelegt und abtransportiert, während die anderen ihnen folgen. Ochaco läuft nah neben ihm und hat ihre Hand sachte auf seine Brust gelegt. Ihren besorgten Blick kannst du nur zu gut nachvollziehen.

Und nun fühlst du es wieder schlimmer. Das Stück, dass dir aus deinem innersten gerissen wurde. Katsuki, der an deiner Seite sein sollte und es nun nicht mehr ist. Eijiro drückt deine Hand fester als sie erneut zu zittern beginnt.

''Geht es euch gut?'' zwei Rettungskräfte haben euch erreicht ''Könnt ihr laufen?'' du nickst, doch als du den ersten Schritt machst geben deine Knie wieder nach. Vorsichtig hebt Eijiro dich auf die Trage und läuft neben dir bis zum Krankenwagen.

Deine Stimme ist nur ein flüstern, die danach sofort wieder bricht ''Kann er bitte mit fahren?'' flehend siehst du zu den Rettungskräften, doch sie verneinen. Erneut flammt wieder Panik in dir auf. Deine Gefühle im inneren erinnern eine turbulente Achterbahnfahrt die ständig zwischen Angst und Gefasstheit schwanken und von einem extrem ins nächste brausen.

''Ich komme so schnell vorbei, wie ich kann Nee-chan'' Eijiro drückt kurz deine Hand bevor er sich abwendet und zu den unverletzten Schülern geht. Mit einem letzten Blick siehst du, wie Hanta, Denki und Mina sich näher zu ihm schieben und ihm halt geben, während er ausdruckslos, zitternd und angespannt nach vorne blickt und jede Trage mit verletzten Schülern verfolgt.

Du wirst in den Krankenwagen gehoben und setzt dich auf die Liege im inneren. Provisorisch wird dein Oberschenkel verarztet um die Blutung zu stoppen. Die anderen Kratzer und Prellungen werden erst später versorgt.

''Kann bei euch jemand mitfahren? Die anderen sind voll'' ein fremder Sanitäter tritt an die Tür und wartet auf eine Antwort.

''(L/N)? (L/N)?'' leicht wirst du an der Schulter berührt und zuckst zusammen. Du hebst deinen Kopf zu dem Rettungshelfer vor dir und siehst ihn blicklos an ''Stört es dich, wenn jemand mit fährt?''. Du verstehst seine Worte kaum, doch schüttelst leicht deinen Kopf.

Ochaco kommt rein gestolpert und setzt sich neben dich. Kurz siehst du zu ihr rüber, dann schaust du wieder auf den Boden. Du erkennst nur ihr verschwommenes Gesicht während dir schwindelig wird. Leicht legst du deine Hand auf ihre während ihr weiter Untersucht werdet und schließlich ins Krankenhaus fahrt.

Ihre Hand zittert genauso wie deine, abgesehen davon ist die Fahrt ruhig. Glaubst du jedenfalls. Du bist dir nicht sicher, ob das Rauschen alles schluckt und ausblendet, oder ob wirklich niemand etwas sagt.

Die meisten Schüler, die eingeliefert werden sind dem giftigen Rauch zum Opfer gefallen. Der glücklicherweise keine weiteren Folgen hat durch Momos schnelles Handeln indem sie für jeden in der nähe Schutzmasken erschaffen hat.

Die wild wild Pussycats hat es schlimmer getroffen. Pixie-Bob hat ernsthafte Verletzungen, die sie sofort auf die Intensivstation gebracht haben und von Ragdoll fehlt jede Spur.

3 Schurken konnten festgenommen werden. Muscular, der gegen den Midoriya gekämpft hat als er Kota retten wollte und ihm die schlimmsten Verletzungen zugefügt hat. Mustard, welcher der Quirkbenutzer des giftigen Rauches war und von Tetsutetsu und Kendo besiegt wurde. Moonfish, der von Tokoyami besiegt wurde.  

6 Schurken konnten mit Katsuki entkommen und sind bis auf weiteres Spurlos verschwunden. Dabi, Toga, Magne der für Pixie-Bobs Verletzungen verantwortlich ist, Spinner, Twice und Mr. Compress. Darüber hinaus noch Nomu und Kurogiri, dessen Warp Gate zur flucht benutzt wurde.

Gemeinsam mit Ochaco wirst du in ein Krankenzimmer gebracht, in dem ihr euch mit Hilfe der Krankenschwestern ausziehen müsst um alle Wunden zu säubern. Behutsam entfernen sie Schmutz und Fremdkörper aus den Kratzern und aufgeschürften Knien, bevor sie mit antiseptischen Pflastern versehen werden. Deine tiefe Schnittwunde am Oberschenkel wird von einem Arzt versorgt. Er möchte sicher gehen, dass keine großen Arterien verletzt wurden und näht die Wunde mit einigen Stichen. Darüber kommt ein dick gepolsterter Verband und dir werden noch Kühlkissen gereicht, um die Prellungen am Oberarm und den Rippen zu kühlen.  

Durch deine Mentale Verfassung, die mehr als schwankend ist, wirst du an einen Tropf gehängt mit Aufbaupräparaten und leichten Schmerzmitteln. Das EKG Gerät wird über klebende Sensoren auf deinem Körper befestigt. Die angezeigte Kurve zeigt schon nach kurzer Zeit deutlich an, dass dein Blutdruck ständig abfällt um kurz darauf wieder anzusteigen.

Ausdruckslos siehst du nach den Untersuchungen an die Wand. Das Rauschen in deinen Ohren ist immer noch so präsent wie zuvor und klingt nicht ab. Du hast das Gefühl wahnsinnig zu werden, dich wieder zu verlieren, obwohl du das nie wieder wolltest.

Und während all der Zeit starrst du ins leere ohne dich zu bewegen.

Was, wenn du sie wieder alle vergisst? Was wenn dein Kopf dich wieder so einschränkt, dass du keinen Zugriff mehr auf deine Erinnerungen mit ihnen hast?

Du brauchst etwas, dass sich drüber legt bevor es zu spät ist. Etwas, dass es zurück drängen kann um dir eine Verschnaufpause zu geben um deine Kraft zu sammeln. Dann kannst du dagegen Ankämpfen. Doch so wie es gerade ist scheint es dir unmöglich.

Die Tür öffnet sich nach einem leisen Klopfen und Eijiro tritt herein mit zwei Taschen in den Händen. Eine stellt er vor Ochacos Bett und tritt, nachdem er kurz mit ihr geredet hat zu dir. Du bist in deine Decke gewickelt und sitzt im Schneidersitz auf der Matratze. Angestrengt versuchst du deine Augen zu fokussieren um ihn anzusehen, um seine Worte zu hören die aus seinem Mund dringen. Doch äußerlich regt sich kein Muskel.

Eijiro kramt in deiner Tasche herum, bis er gefunden hat was er sucht. Er steckt dir beide Airpods in die Ohren und schaltet deine Playlist an. In einer Lautstärke, die dir unter normalen Umständen Kopfschmerzen bereitet hätte.  

Vorsichtig nimmt er deine kalten Hände in seine und wartet. Schweigend, zitternd, wärmend.

Ochacos Eltern kommen und nehmen sie mit nach Hause. Das ist der einzige Moment, in dem er sich kurz von dir Abwendet.

Stunden vergehen, Vitalchecks werden von Krankenschwestern durchgeführt und ihr sitzt weiterhin auf dem Bett ohne, dass sich jemand von euch wegbewegt.

Du schließt deine Augen und atmest tief ein und wieder aus. Das Gefühl in deinen Fingerspitzen kehrt langsam zurück, die Musik wird immer weniger durch das durchdringende rauschen blockiert, dein bewegungsloser Körper findet die Verbindung zu deinem Kopf.

Langsam kannst du deine Gedanken klären, sie sortieren und ordnen. Selbst entscheiden, was du gerade ausblenden möchtest und was du zulässt. Egal wie schmerzhaft es sein könnte.  

Dein Quirk, der sich selbst aktiviert hat, lässt dich langsam wieder frei, ohne sich jedoch völlig zu deaktivieren. Die Angst und der Schmerz der Vergangenheit und der Gegenwart sitzen zu tief.

Langsam öffnest du deine Augen, die Konturen von Eijiros angespanntem Gesicht werden deutlicher, die Wärme seiner Hände wird spürbarer. Du drückst seine Hand leicht, er erwidert es sofort und atmet erleichtert aus. Leise flüsterst du seinen Namen nachdem du die Airpods auf die Decke gelegt hast und siehst ihm in die Augen ''Eiji. Es tut mir leid''. Er beugt sich zu dir und umarmt dich fest, deine Arme legen sich um seinen Hals ''Ich wollte dir keine Angst machen''.

''(Y/N)chan, das wichtigste ist, dass du es jetzt wieder im Griff hast. Ich werde immer auf dich warten. Egal wie lange es dauert'' er Küsst dich auf die Haare und dir wird klar, wie wahr seine Worte sind. Du konntest dich schon immer auf ihn verlassen. Er ist immer an deiner Seite. Leise nuschelst du ein 'ja' während dir eine Träne über die Wange rollt.

''Kannst du..'' du stockst kurz ''Kannst du kurz hier bleiben? Ich will duschen, aber weiß nicht ob ich es schaffe'' du drückst bereits den Knopf an der kleinen Fernbedienung, damit eine Pflegerin herein kommt.

''Soll ich dich einschäumen?'' Eijiro kneift amüsiert die Augen zusammen, du drückst seinen Kopf halbherzig runter und robbst dich mit der Decke an die Bettkante. Er sucht bereits die Duschutensilien aus der Tasche und stellt sie in das winzige Badezimmer.  

Als die Pflegerin rein kommt fragst du sie, ob du Duschen darfst. Sie nickt zustimmend und entfernt die Elektroden sowie den Schlauch der Infusion. Die Verbände umwickelt sie ebenfalls mit wasserundurchlässigem Material bevor sie dich darum bittet, sie wieder zu rufen nachdem du fertig bist.

Mit kleinen, unsicheren Schritten tippelst du durch die Tür und gibst Eijiro durch einen Spalt die Decke nach draußen.

Für ältere Personen gibt es einen kleinen Hocker, den du sofort in Beschlag nimmst und dich drauf setzt. Beregnet von dem heißen Wasser, dass über deinen Körper läuft spült es die aufkommenden Tränen sofort herunter. Ein Großteil der Kälte weicht aus deinem Körper, hinterlässt nur das riesige ausgerissene Loch aus Verzweiflung und Angst. Laut seufzend reibst du dir die Augen, bevor du dich einschäumst und abspülst. In Handtücher gewickelt fragst du Eijiro nach Klamotten, die er dir hinein reicht.

Als du in einer schnellen Bewegung nach deinem Handy greifen willst hält Eijiro deine Hand fest ''Ich hab deine Eltern bereits angerufen, bevor sie es aus den Nachrichten erfahren. Sie sind auf dem Weg und sollten bald hier sein''. Dankbar siehst du ihn an und setzt dich wieder auf das Bett.  

Kurz danach ist die Pflegerin wieder bei dir und schüttelt entschuldigend mit dem Kopf ''Leider musst du den Pulli ausziehen. So kann ich die Sachen nicht befestigen, tut mir leid''. Mit einem seufzen tust du, was sie sagt und legst ihn zurück in die Tasche damit die Infusion weiter laufen kann und die EKG-Elektroden weiter aufzeichnen.

Am frühen Abend kommen deine Eltern ins Zimmer gestürmt und umarmen euch beide so fest, dass ihr kaum Luft bekommt.  

Sie haben sich unglaublich große Sorgen gemacht und sind nun umso erleichtert, dass es euch beiden mehr oder weniger gut geht. Du bist froh, dass sie dich nicht früher gesehen haben. Sie bleiben noch bis zum späten Abend bevor sie sich verabschieden um Eijiro nach hause zu bringen. Normalerweise hätten sie noch 2 Tage zu arbeiten, bevor die freien Tage anfangen, aber bei solchen Zwischenfällen ist es selbstverständlich, dass ihre Agentur ihnen früher frei gibt. Selbst wenn sie das nicht getan hätten, wären deine Eltern ohne Erlaubnis gekommen.

Nun alleine im Zimmer steckst du deine Airpods wieder ins Ohr und spielst die Playlist ab. Diejenige, die Katsuki am liebsten mag. Mit den Naschsachen in Reichweite auf dem drehbaren Tisch rollst du dich in die Decke und schließt die Augen. Es ist unmöglich für dich sofort einzuschlafen, aber dein Körper benötigt dringend die Ruhe um zu Kräften zu kommen.  

Nach Mitternacht kommt das Pflegepersonal erneut zur Tür hinein. Aufgezeichnet durch das Gerät, weiß sie genau, dass du noch nicht schläfst und tippt dich an. Langsam öffnest du deine Augen und stemmst dich schwerfällig hoch.

''Die Infusion ist jetzt durchgelaufen. Ich gebe ihnen eine Tablette, damit sie besser einschlafen können. Es ist wichtig, dass sie sich ausruhen'' du nickst schwach und schluckst die Tablette mit etwas Wasser. Dann sinkst du wieder ins Kissen und schließt die Augen.

Es dauert noch eine Weile, bis du tatsächlich einschläfst. Doch als es so weit ist, beginnt die Endlosschleife erneut.  

Folg mir nicht. Folg mir nicht. Folg mir nicht.

Du weißt genau, dass du träumst. Doch es fühlt sich so real an, so allgegenwärtig. Krampfhaft versuchst du aufzuwachen, doch die Tabletten entfalten ihre volle Wirkung und lassen dich weiter in den Wellen treiben, die dich jedes mal überspülen, bevor du einen kurzen Atemzug nehmen kannst.

Am nächsten Tag wachst du, weiterhin benommen durch die Tablette, auf und schwörst dir insgeheim so eine nie wieder zu nehmen. Dein Kopf dreht sich und pocht stark, während du dich kaum aufrichten kannst.  

Mit dem Kontrollbesuch der Pflegerin, kommen deine Eltern und Eijiro samt Anhang ebenfalls ins Zimmer. Nachdem das EKG Gerät ausgelesen ist werden die Elektroden entfernt und du sprichst mit den Erwachsenen, während Kikaru und Hina zu beiden Seiten von dir liegen und ihre Arme um deinen Unterkörper geschlungen haben. Eijiro sitzt am Fußende und krault dir beruhigend über den Unterschenkel.

Er weiß, dass dir diese Nähe nach so einer Situation unglaublich schwer fällt, doch die Kinder verstehen es noch nicht. Sie wären umso trauriger wenn sie abgewiesen werden, obwohl sie sich solche Sorgen gemacht haben. Eijiros Eltern halten etwas Abstand während deine, deine Hand halten. Die Stimmen von allen sind gedämpft und dringen ruhig in deine Ohren, was dich etwas entspannen lässt. Doch die Sorgen können auch sie nicht vertreiben.

Laut den Ärzten kannst du voraussichtlich morgen wieder entlassen werden. Einzig dein springender Kreislauf gibt ihnen zu bedenken, doch du lehnst weitere Zeit entschieden ab. Bisher hast du deinen Eltern aber noch nicht erzählt, wann du zurück nach hause darfst. Vorher hast du noch etwas zu erledigen.

Nachdem Eijiro dir eine Erdbeermilch vom Automaten geholt hat, wirkt er verändert. Doch im Beisein der Erwachsenen fragst du ihn nicht danach. Erst abends schreibst du ihm.

__________Whatsapp Cinnamonroll

Eiji
Was ist los?


Nichts

Nii-chan, sag


Ich.. komme morgen Vormittag zu dir.

Okay
Bis dann


Hab dich lieb, Nee-chan

Ich dich auch


__________

Langsam kreisen deine Gedanken um seine Veränderung, glauben zu erkennen was dahinter steckt. Und dir geht es genauso, auch wenn du noch keinen Plan gefasst hast. Ohne die Tabletten dauert es eine ganze Weile bis du einschläfst, doch sobald du abdriftest ist es ein unruhiger Traum, der glücklicherweise ohne Bilder bleibt.

Nach den letzten Untersuchungen gehst du duschen und ziehst dich an. Durch den dicken Verband kannst du nur in eine kürzere Hose schlüpfen und ziehst dir Katsukis Hoodie drüber. Auch wenn es schmerzt, scheint dir dieses Stück ein Gefühl der Sicherheit zu geben.

Eijiro ist bis zum Mittag nicht erschienen, also läufst du mit wackligen Beinen und deiner Tasche durch die Gänge. An einer angelehnten Tür bleibst du stehen, von innen sind Stimmen zu hören, die dir nur allzu bekannt vorkommen.  

''Ich konnte nichts machen und war keine Hilfe. Mir bleibt keine andere Wahl, ich kann es nicht einfach so hinnehmen ohne etwas zu unternehmen. Ich muss meinen Freund retten. Wir müssen ihn retten''. Eijiros Stimme ist entschlossen, doch ein leichter ängstlicher Unterton mischt sich dazu, genauso wie die Zweifel an sich selbst.

''Ich sehe das genauso wie Kirishima'' selbst Todoroki klingt härter als sonst.

Du trittst durch die Tür und schließt sie hinter dir. Um Midoriyas Bett, der dicke Verbände um beide Arme hat, stehen deine ganzen Klassenkameraden. ''Ich werde auch gehen'' langsam stellst du deine Tasche ab und gehst zu Eijiro ''Auch wenn es falsch und dumm ist. Wir müssen es einfach tun''.

Midoriya sieht dich mit einem entsetzten Ausdruck an ''(L/N) du darfst nicht gehen. Es ist in Shigarakis Nähe viel zu gefährlich für dich'' du funkelst ihn an und fauchst leise ''Du wusstest davon und hast kein Wort erzählt. Ich gehe''.

Die Meinungen der ganzen Klasse gehen unheimlich weit auseinander. Während Todoroki, Eijiro und du ihn retten wollen, halten die anderen es für zu gefährlich. Ihrer Meinung nach werden sich die Pro Heros darum kümmern. Du kannst jede ihrer Ansichten nur zu gut verstehen und doch ändert es nichts mehr. Dein Entschluss steht fest, genauso wie Eijiros und Todorokis.

Als die restlichen Schüler das Krankenzimmer verlassen haben flüstert Eijiro Midoriya eindringlich zu ''Wir werden gehen. Wir treffen und heute Nacht vor dem Krankenhaus''.

Dann macht er sich mit deiner Tasche auf den Heimweg. Du begibst dich, nach einem kurzen Gespräch mit Midoriya in Momos Zimmer, bevor du in dein eigenes geht und auf den Abend wartest. In der Zwischenzeit telefonierst du mit deinen Eltern und erzählst ihnen, dass du noch nicht weißt, wann du heim kommst, dich aber direkt bei ihnen melden wirst.

Du magst das Gefühl nicht, sie anzulügen. Doch es bleibt dir keine andere Wahl.

Nachdem du die Entlassungsunterlagen unterschrieben hast läufst du durch den Krankenhauseingang. Todoroki und Eijiro warten bereits. Unsicher sehen sie sich an, niemand weiß, ob Momo euch tatsächlich das Ortungsgerät geben wird oder nicht. Als sie endlich durch die Tür tritt, atmest du erleichtert aus. Doch das Unbehagen in ihren Augen beschert dir eine Gänsehaut.  

Iida taucht nun ebenfalls auf ''Habt ihr nicht aus meinen dummen Fehlern gelernt? Es ist falsch, was ihr vor habt. Ich bin auch frustriert, ich hab all die Verletzungen gesehen''.

Du hältst Eijiro zurück, als Midoriya weiter spricht ''Wir haben keine Wahl. Wir werden einen Plan entwickeln um ihn ohne Kampf zurückzuholen. (L/N) und ich sind schon jede mögliche Situation durchgegangen. Wenn wir uns zusammentun schaffen wir es''.  

Du nickst zustimmend ''Wir wollen nicht unsere Leben riskieren oder gegen Regeln verstoßen. Wir müssen ihn nur da raus holen''.

Nach einer kurzen Pause stimmen Momo und Iida zu. Vor allem aber werden sie mit kommen um euch zu überwachen, damit ihr nicht kopflos handelt.

Als ihr am Zielort angekommen seid bemerkt Momo, dass eure Gesichter den Schurken bekannt sind und ihr so nicht unbemerkt umherstreifen könnt um ihr Geheimversteck auszukundschaften. Gemeinsam geht ihr in einen Klamottenladen und zieht euch um. Nach langem überlegen und der dringenden Bitte von Momo, dass du keine Jeans anziehen darfst, entscheidest du dich für ein hochgeschlossenes, grünes Etuikleid mit Spitze über Dekolletee und Armen. Die Haare bindet dir Momo zu einem locker geflochtenen seitlichen Zopf und du setzt zusätzlich eine große, dunkle Sonnenbrille auf.

Die anderen sind noch weniger zu erkennen durch ihre ungewohnten Looks und die Haare. Todoroki trägt sogar eine Perücke.  

Auf dem Weg zum Versteck, kommt ihr an einem Bildschirm vorbei, in dem gerade eine Pressekonferenz der Lehrer zu sehen ist. Die Journalisten behandeln sie wie Schurken, als würden sich eure Lehrer nicht um euch sorgen und nur neuen Gefahren aussetzen. Angespannt und verärgert ballst du deine Fäuste. Die Journalisten plappern stetig weiter ''Bakugo Katsuki ist aufbrausend und kann seine Emotionen kaum kontrollieren. Was machen sie, wenn er zu ihnen überläuft?''.

Du platzt fast wegen diesen unverschämten Fragen und Unterstellungen ''Er ist kein Schurke und wird es niemals sein. Er ist nur ein Junge der von allen missverstanden wird. Immer und immer wieder. Weil sich niemand die scheiß Mühe macht und ihm richtig zuhört'' dann drehst du dich um und stapfst die Straße weiter entlang.  

Den letzten Satz von Herr Aizawa nimmst du noch wahr, bevor du außer Hörweite bist ''Als Lehrer übernehme ich die volle Verantwortung. Er strengt sich mehr an, als andere um sein Ziel zu erreichen und ein Held zu werden. Wenn die Schurken glauben, sie könnten ihn so einfach umstimmen irren sie sich''. Du atmest aus. Herr Aizawa ist ein genauer Beobachter.

Die anderen folgen dir nach einem Moment der Verwirrung.

In einer Seitenstraße vor dem Versteck bleibt ihr stehen. Du schickst bereits zarte Fäden, die kaum zu erkennen sind, unter dem Türspalt hindurch um herauszufinden ob sich im inneren etwas bewegt. Midoriya plappert wirr vor sich hin um einen geeigneten Plan auszuwählen nachdem er die wenigen Informationen mit einbezogen hat.

''Im inneren scheint sich nichts zu bewegen.'' du drehst dich zu den anderen während die Fäden sich auflösen ''Aber es steht unglaublich viel rum. Keine Ahnung was das ist''. Als betrunkene Passanten an euch vorbei laufen, entschließt ihr euch in den schmalen Spalt neben dem Gebäude zu gehen, um nicht noch mehr Aufmerksamkeit auf euch zu lenken. Oder schlimmer noch, eure Tarnung auffliegen zu lassen.

Über euch erscheint ein Fenster. Eijiro hebt dich hoch und reicht dir ein Nachtsichtgerät, dass er extra besorgt hat. Midoriya steigt auf Todorokis Schultern. Das innere ist komplett in Dunkelheit gehüllt. Nur mit dem Gerät ist es möglich, etwas zu erkennen.

Es ist keine Spur von Bewegung auszumachen, doch in der Mitte stehen dutzende Becken mit reglosen Nomus. Bei dem letzten Becken stockst du und gibst das Gerät an Midoriya. Ragdoll liegt ebenfalls in einem Becken.

Katsuki ist nicht hier. Ihr seid am falschen Ort.

Als die Erde anfängt zu beben und eine große Staubwolke euch erfasst erstarrt ihr. Dann seht ihr wie die Pro Heros Best Jeanist, den du während deines Praktika kennen lernen durftest, Mt. Lady und Tiger in das Gebäude stürmen. Tiger kann Ragdoll retten und flüchten, bevor durch eine enorme Wucht alles in Schutt und Asche zusammenbricht.

Deine Augen weiten sich, als du die Pro Heros reglos auf dem Boden siehst. Eine weitere Person kommt langsam näher, direkt auf Best Jeanist zu. ''Sehr mutig, dass du deine Kollegen im letzten Moment gerettet hast. Aber das wird dir nicht mehr helfen'' Best Jeanist Augen weiten sich bei seinen Worten und er fesselt ihn mit seinem Quirk. Doch durch eine unheimlich ausstrahlende Stärke kann sich der Schurke befreien und durchbohrt ihn. Bevor er hart und leblos auf den Boden fällt treffen seine Augen nochmal auf dich. Dann rührt er sich nicht mehr.

Du willst schreien, rüber rennen, helfen. Doch Eijiro hält dir zitternd die Hand vor den Mund und drückt dich fest an seinen Körper. Du windest dich unter seiner Kraft, doch er lässt nicht locker. Tränen laufen dir über die Wangen, Rauschen benebelt deine Sinne.

Alle um dich herum sind erstarrt, reglos, während sie unkontrolliert zittern.  

__________Katsukis Sicht

Ich konnte mein Versprechen nicht halten. Es tut mir leid.

Und jetzt bin ich gefesselt bei diesem scheiß Schurkenpack. Die spinnen doch alle und reden ohne Luft zu holen. Als würde ich mich ihnen anschließen. Tch.. Als würde es mir nur darum gehen zu gewinnen. Sie haben nichts von allem Verstanden. Ihr Horizont ist beschränkter als alles, was ich jemals gesehen habe.

''Als würde ich jemals eurer League of Bastards beitreten. Ich werde mich nie ändern. Ihr Dreckspack präsentiert alles was ich verachte. Wenn ihr wollt, dass ich zuhöre geht auf die Knie und bettelt drum''

''Bindet ihn los. Wir wollen doch eine vertrauensvolle Basis haben wenn wir zusammen arbeiten'' Shigaraki schnippt mit dem Finger zu Twice, der sich nun unsicher in meine Richtung bewegt und die Handschellen löst.

Hat der Kerl überhaupt zugehört? Ich schicke ihm augenblicklich meine Explosionen um die Ohren. Bastard.

Um uns herum wird es nun hektisch, doch Shigaraki ergreift wieder das Wort ''Lass das lieber. Bald ist auch (L/N) (Y/N) hier, dann geht es dir bestimmt besser. Es ist zu schade, dass sie nicht sofort mitgenommen wurde. Sie fehlt mir unheimlich''.

Ich erstarre. Was hat er gerade von sich gegeben? Bevor ich auch nur Nachdenken kann bewegen sich meine Füße von selbst und meine Hände erzeugen eine gewaltige Explosion in seine Richtung. Nur durch das schnelle Handeln von Kurogiri steht das Gebäude noch und Shigaraki bleibt unverletzt.

''Tztz, kleiner Bakugo. Hat da etwa jemand einen empfindlichen Punkt?'' seine Stimme wird überheblich.

Ich muss nachdenken. Egal was er gesagt hat, ich muss entkommen. Schnell sehe ich mich in dem Raum um und erblicke eine Hintertür. Schaffe ich die Strecke ohne gefasst zu werden? Es sind viele Gegner mit starken Fähigkeiten. Einfach wird es nicht.

Toga sieht verunsichert aus. Warum? Naja, sie ist auch nur ne Bitch, wer weiß schon was so ein Abschaum denkt.

Aber wenn er es tatsächlich auf sie abgesehen hat muss ich sie beschützen. Die Worte auf der Lichtung vor der Entführung konnte ich damals nicht zuordnen, aber es sieht so aus als hätte er besonderes Interesse an ihr. Bastard. Was glaubt er eigentlich, wer er ist?  

Sie gehört zu mir. Für immer. Niemand wird ihr etwas antun, dafür werde ich selbst sorgen.

Ein Klopfen reißt mich aus meinen Gedanken und All Might bricht durch die Tür genauso wie andere Pro Heros und Polizeikräfte durch die Hintertür. Erleichterung breitet sich in mir aus, endlich.

''Du siehst verängstigt aus, junger Bakugo'' dann wendet All Might sich an die Schurken ''Genug ist genug. Wir kommen zum Ende. Wir wissen alles über euch''.

Doch dann wird der Raum erfüllt von Lärm während sich aus Schlamm Nomus formen. Die Helden greifen an und erwischen einige der Nomus und der Schurken. Doch in dem Durcheinander werde ich mit den Schurken erneut verschleppt. Dieser Schlamm funktioniert anscheinend wie ein Portal.

Das einzige, an dass ich denken kann ist sie und es hilft mir, nicht aufzugeben in dieser ausweglosen Situation. Ihre Wärme, ihr lächeln, ihre Stärke. Ich werde alles geben um zu ihr zurück zukommen.
__________

__________(Y/N)s Sicht

Rauschen benebelt deine Sinne, während die anderen um dich herum erstarrt sind. Sie wollen fliehen, aber schaffen es nicht ihre Körper zu bewegen.

Du hast nur den schrecklichen Anblick von Best Jeanist vor Augen. Die Nummer 3 aller Pro Heros.

Unregelmäßig füllst du deine Lungen mit Sauerstoff, während deine Gedanken im Chaos versinken und dein Körper unkontrolliert Zittert.

Dieser ungeheuren Kraft konnte sich nicht einmal Best Jeanist stellen, wie soll es da möglich sein, dass ihr nur irgendetwas ausrichten könntet. Ihr seid nur Kinder, die meinen Helden zu werden.

Du bist stark genug. Du schaffst alles, was du dir vornimmst.

Wieder erscheinen seine Worte in deinen Gedanken und beseitigen Stück für Stück das Chaos, in dem du dich befindest. Das Rauschen wird zurück gedrängt, deine Gedanken klären sich auf so schnelle weise, wie es noch nie zuvor geschehen ist. Hoch konzentriert siehst du deine Freunde an, die immer noch erstarrt sind.

Als die Stimme von Katsuki von außen in deine Ohren dringt reißt du dich weiter zusammen und flüsterst eindringlich ''Konzentriert euch. Wir brauchen einen Plan. Er ist hier und ich kann ihn nicht nochmal verlieren.'' doch deine Worte erreichen sie nicht. Du schüttelst Midoriya an der Schulter ''Midoriya wir brauchen einen Plan um Katsuki da rauszuholen. Ein Plan ohne zu Kämpfen. Bitte. Wenn wir zögern haben wir schon verloren. Wir schaffen das.'' du drehst dich zu Eijiro ''Eiji bitte, konzentrier dich''

Ich war zu langsam und konnte ihn nicht retten weil ich überwältigt war. Nur deshalb ist alles passiert. Es wird nie wieder vorkommen. Ich brauche ihn an meiner Seite.

Langsam klären sich ihre Blicke, Midoriya ist bereits dabei einen Plan zu gestalten mithilfe der vorhandenen Informationen und Fähigkeiten von euch und euren Gegnern. Du beobachtest weiterhin den Platz und gibst alle Informationen an Midoriya weiter.

Die Schurken bewegen sich nicht und schauen nur zu. Katsuki wehrt sich entschieden um nicht festgehalten zu werden. All Might und All for one kämpfen unerbittlich. Als der Held weggeschleudert wird, zuckst du kurz zusammen, doch er stürzt sich sofort wieder in den Kampf.

Ihr geht alle in Position ''Niemand wird uns bemerken bis es zu spät ist. Wir müssen uns beeilen bevor sie ihn wieder wegschleppen''.

Momo erschafft ein Brett an dem ihr euch festhalten könnt und du sicherst eure Körper mit starken, blauen Fäden ab damit niemand den Halt verliert. Dann geht alles ganz schnell.

Todoroki erschafft eine riesige Schanze aus Eis, die weit hinauf in den Himmel reicht. Eijiro durchbricht die Mauer vor euch und Iida beschleunigt euch mit seiner schnellsten Schubkraft. Am ende der Rampe angekommen, benutzt Midoriya seinen Quirk und katapultiert euch in die Höhe.  

Unten auf dem Platz siehst du die Schurken verblüfft nach oben sehen, während All Might weiter All for one ablenkt und grinsend den Kopf schüttelt.

Deine Augen treffen auf seine roten und die Zeit scheint still für einen Moment still zu stehen. Eine Achterbahn der Gefühle bringt deinen Körper zum erzittern, doch sie sind alle positiv.

''Komm'' laut schreist du zu ihm und streckst die Hand nach ihm aus, nach einer kurzen Sekunde der Verwirrung entzündet er eine gewaltige Explosion und fliegt zu euch nach oben. Fest umschließt seine Hand deine, während Eijiro dich fest hält. Eine Träne der Erleichterung tropft aus deinen Augen und fliegt weg, dann grinst du ihn an.

''Ihr seid solche Dummköpfe'' doch seine Stimme ist nur überrascht und erleichtert. Niemand von euch beiden bricht den Augenkontakt ab, bis ihr sicher landet.

Die verletzten Helden haben euch den Rücken freigehalten und Schurken abgeblockt, damit ihr ungehindert fliehen könnt.

Als ihr in weiter Entfernung festen Boden erreicht, zieht dich Katsuki sofort in eine feste Umarmung und vergräbt sein Gesicht neben deinem Hals und dem Zopf und flüstert dir ins Ohr ''Du bist so ein Dummie. Mach das nie, nie, nie wieder''.

Du legst deine Hände auf seinen Hinterkopf ''Ich bin froh, dass du wieder da bist Kats'', dann löst ihr euch voneinander und er wendet sich an die anderen ''und ihr seid alle solche Dummköpfe!''. Eijiro legt ihm den Arm um die Schulter ''Du bist unser Freund. Also halt die Klappe''.

Als ihr zum Bahnhof lauft bleibt ihr bei einer Live Übertragung des Kampfes auf einem großen Bildschirm stehen.

Um euch herum sind Menschenmassen, die alle gebannt auf den Bildschirm starren während All Might gegen den Schurken kämpft.  

Katsuki fängt an zu zittern, als er seine schwindende Kraft bemerkt und schließlich zu einer dürren, ausgemergelten Person zusammenschrumpft. Du greifst nach Katsukis Hand, doch er zieht dich direkt vor sich und legt dir beide Arme fest um den Oberkörper.

Die Menschenmassen um euch herum verstummen. Doch im nächsten Moment feuern alle den ProHero an und ihr stimmt mit ein. Egal wie er aussieht, er ist immer noch das Symbol des Friedens. Das Vorbild vieler junger Helden, die ihm nacheifern. Jeder auf seine eigene Weise. Katsukis entschlossene Stimme in deinem Nacken und seine Hitze die dich umringt bescheren dir eine Gänsehaut.

Nach quälend langen Minuten des Hoffens und Anfeuerns gewinnt All Might den Kampf ''Als nächstes bist du an der Reihe'' dabei zeigt er genau auf den Bildschirm. Augenscheinlich ist es eine Drohung an alle Schurken, doch als Katsuki sich nach einem Seitenblick verspannt, glaubst du, dass es eine andere Bedeutung haben könnte.  

Doch das ist nichts, was dich in diesem Moment interessiert.  

Flüchtig berühren seine Lippen deine Schläfe, bevor ihr euch durch die Massen drückt und mit den verspäteten Zügen nach hause fahrt.

Es ist nur wichtig, dass er wieder bei dir ist. Alles andere kann für den Moment warten.
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