Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Vertraust du mir?

MitmachgeschichteAbenteuer, Fantasy / P12 / Het
21.02.2021
02.03.2021
5
4.743
4
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
23.02.2021 640
 
>>ICH glaube eher an die Unschuld eines Jungen, als an die Gerechtigkeit des SternenClans<<
~Unbekannt


Eine dunkelrote Kätzin streifte durch die Nacht, doch ihre Pfoten berührten den vertrockneten Boden nicht und gäbe es an diesem Ort Licht, hätte es durch sie hindurchscheinen können. Schnell tappte die Kätzin weiter und obwohl es an diesem grausigen Ort keinerlei Orientierungspunkte gab, fand sie, wonach sie suchte. Ein kleines Nest aus verdorrten Zweigen und hartem trockenen Moos und Farnen. „Mama?“, piepste eine dünne Stimme aus dem Inneren des Nests. „Ich habe Hunger“, winselte eine andere genauso dünne Stimme. Die Kätzin schob sich durch eine der vielen Lücken in der Wand des Nestes und schmiegte sich an ihre beiden Jungen. Nun konnte man zum ersten Mal sehen, wie abgemagert sie eigentlich war. Ihre Knochen stachen mehr als deutlich hervor und ihre Jungen sahen auch nicht viel besser aus. Noch dazu hatte die junge Kätzin mehr als genügend entzündete Kratzspuren und Bisswunden, die alle zusammen tödlich enden konnten – tödlich geendet hatten. Die Jungen pressten sich an den Bauch ihrer Mutter und diese legte behutsam ihren Schweif um sie und begann eine Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte, die sie schon oft erzählt hatte. Aus irgendeinem Grund wusste sie, dass sie diese Geschichte heute zum letzten Mal erzählen würde. Zum letzten Mal, aber es war ein gutes letztes Mal.
„Eines Tages schickte der SternenClan eine Prophezeiung zu den Clans. Ein Wurf Junge sollte die ganze Zukunft der Clans gefährden – ein Wurf HalbClan-Junge. Das verleitete einige Katzen dazu, den Wurf aus der Welt schaffen zu wollen, da eine Heilerkatze grauenhafte Visionen über Mord und Verrat gesehen hatte. Es waren ja eh nur HalbClan-Junge und das verstieß gegen das Gesetz der Krieger, meinten die Katzen und obwohl die Jungen nichts für die Fehler ihrer Eltern konnten, haben sich die Anführer aller Clans dazu entschlossen, den Wurf umzubringen, um die Gefahr aus der Welt zu schaffen. Aber die Familie war längst geflohen und hätte den Clans nicht mehr schaden können, aber trotzdem wollten sie den Wurf umbringen, da der SternenClan es so wollte, wie ein Älteste meinte. Doch ein paar Clan-Katzen fanden das nicht in Ordnung und widersetzten sich ihren Anführern. Sie gründeten eine Verschwörung gegen den SternenClan, die sich dafür einsetzte das Gesetz der Krieger zu ändern, um den Wurf Junge zu schützen. Damit lösten sie allerdings einen riesigen Streit unter den Clans aus und so erneuerten die Clans das Gesetz der Krieger und wollten, dass sich jede Katze daranhielt und wenn sie es nicht täte, würde sie bestraft werden. Nicht selten mit der Verbannung aus den Clans. Aber unter den Clans gibt es wieder Verschwörer, die sich für ein faireres Leben mit weniger Gesetzen einsetzen werden“, schloss die Kätzin und blickte stolz auf ihre Jungen, die bereits eingeschlafen waren. Dann fügte sie mit einem Flüstern hinzu: „Und wenn ich nicht mehr da bin, dann denkt immer an ihr Gesetz: Es gibt keine Gesetze“, ihr leises Hauchen wurde vom Wind verweht, als sie aufstand und ein letztes Mal auf ihre friedlich schlafenden Jungen schaute. Sie wusste, dass es das letzte Mal sein würde, denn sie spürte wie das Leben in ihr zu Ende ging. Bald würde sie für immer alleine sein, aber ihre Jungen würden nach ihrem Tod wiedergeboren werden. Und dann würden sie den SternenClan dafür bestrafen, dass der Wurf der unschuldigen Jungen getötet worden ist. Das wusste sie. Und genauso war ihr bewusst, dass sie zu den unschuldigen Jungen gehört hatte und die Clans sie niemals hätten töten dürfen, denn jetzt war sie mächtiger als sie es zu Lebzeiten je hätte sein können…

-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-

Ich hoffe der Prolog konnte ein wenig mehr Klarheit in die Geschichte bringen. Sobald es genügend Charaktere gibt, kommt das erste Kapitel.
Danke für alle Steckbriefe, die ich schon erhalten habe!
Euch noch einen schönen Tag,
Louisa
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast