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Laßt mich schlafen…

von - Leela -
Kurzbeschreibung
OneshotAllgemein / P6 / Gen
Dr. Liz Wilson / Bea Garfield Jonathan Q. "Jon" Arbuckle
21.02.2021
21.02.2021
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Anm. d. Aut.: Dieses Kapitel wurde für die »Wochen-Challenge« von Sira-la geschrieben. Die Vorgaben sind zur Vermeidung von Spoilern am Ende des Kapitels zu finden.
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Laßt mich schlafen…

Montag.
      Garfield öffnete die Augen. Garfield schloß die Augen. Dies war kein Tag, an dem es sich lohnte, wach zu sein.
      Am Samstag hatte er den Briefträger um drei Häuserblocks gejagt. Und gestern war er damit beschäftigt gewesen, mit Jon um die heißbegehrte Lasagne zu kämpfen. Sechs Mal hatte er gewonnen. Die siebte Lasagne hatte unter einem Lastwagen das zeitliche gesegnet, nachdem Jon proklamiert hatte, wenn er sie nicht bekam, würde sie auch kein anderer bekommen. Seitdem hing sowieso schon der Haussegen schief.
      Gerade schlummerte der Kater friedlich vor sich hin. Plötzlich spürte er, wie Hände ihn packten, aus seiner Kiste rupften, und kurz darauf fand er sich in dem mehrfach gesicherten Tierarzttragekorb wieder!
      Von einer Sekunde zur anderen war er hellwach. Zumindest so etwas ähnliches. Wenn er doch jetzt nur nicht so müde wäre! Gerade jetzt mußte er alle Sinne beisammen haben! Innerlich verfluchte er sich. Was hatte er in der Nacht auch unbedingt noch alle Teile von Star Wars gucken müssen?
      Mit angelegten Ohren rumorte er in der verschlossenen Box, doch es nützte nichts. Jon fuhr bereits los und nahm keine Rücksicht auf seine Befindlichkeiten.
      Das einzige, was Garfield erreichte, bis sie ankamen, war, daß er noch erschöpfter war als vorher. Er keuchte, versuchte, die Augen offen zu halten. Wenn gleich die Tür aufging, mußte er die erste Chance nutzen zu fliehen!
      Es ging ein Stück draußen über den Fußweg, in die Praxis, für eine angespannte Weile in den Warteraum und dann ins Behandlungszimmer. Der orange Kater ließ die Klappe vom Korb nicht aus den Augen. Den allerersten Moment mußte er nutzen! Er hatte alle Muskeln angespannt, sein Schwanz peitschte von einer Seite zur anderen.
      Jon unterhielt sich mit Liz, der Tierärztin. Die Worte kamen nur dumpf bei dem Patienten an. Er mußte konzentriert bleiben. Den Fokus ganz darauf gesetzt, den wertvollen Augenblick nicht zu verpassen, der Freiheit verhieß!
      Die Klappe des Korbes öffnete sich vorsichtig. Jetzt galt es, genau den richtigen Moment abzupassen. Noch ein kleines Stück… Jetzt! Kaum sah der korpulente Kater seine Chance gekommen, legte er alles in einen kräftigen Sprint.
      Er schoß aus seinem Gefängnis heraus, beinahe an der Tierärztin vorbei; – kaum hatte sie ihn geistesgegenwärtig abgefangen, versagte ihm sein Geist den Dienst, und er sackte schlafend zusammen.
      Liz und Jon wechselten einen verblüfften Blick. Der besinnungslose Kater bekam gar nicht mehr mit, was um ihn herum geschah, als er auf dem Behandlungstisch vor sich hinschnarchte.
      „Das war mit Abstand die entspannteste Impfung, die ich je bei Garfield gemacht habe!“ stellte Liz entgeistert fest, als sie den schlafenden Kater in den Armen hielt. „Was immer Sie mit ihm gemacht haben, Mister Arbuckle, merken Sie es sich für das nächste Mal!“


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Die Vorgabe für Kalenderwoche 08/2021 von mir war:
      In der denkbar ungünstigsten Situation ist eurem Charakter zum einschlafen zumute. Aus welchem Grund kann er kaum die Augen offen halten, und was hat das für Konsequenzen in seiner aktuellen Situation?
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