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Once A Wildcat, Always A Wildcat

GeschichteRomance, Freundschaft / P12 / Het
Gabriella Montez Troy Bolton
21.02.2021
04.05.2021
9
33.803
1
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
21.02.2021 1.781
 
Hallo ihr Lieben,
zum HSM-Jubiläum hab ich festgestellt, dass ich alle Lieder noch mitsingen kann, und dann musste natürlich auch eine Geschichte her!

Genre: Romanze/Freundschaft
Rating: P12
Pairings: Troy/Gabriella, Chad/Taylor, Sharpay/?

Kurzbeschreibung:
"Natürlich liebe ich Gabriella noch, aber sie ist glücklich mit Martin und ich werde mich ihr ganz sicher nicht in den Weg stellen!", fuhr Troy ihn an. "Außerdem, was kann ich ihr schon bieten?" Chad schnaubte spöttisch und schaukelte das Baby auf seinem Arm. "Hm, vielleicht, dass du der amtierende Sieger der NBA bist?" "Ich weiß nicht mal, ob ich das überhaupt sein möchte!"
"Taylor, atme tief durch." Gabriella legte ihrer Freundin eine Hand auf die Schulter. "Du bist stellvertretende Bürgermeisterin von Albuquerque, hast eine wunderbare Beziehung zu Chad und zwei atemberaubende Kinder. Was könnte denn besser sein?" "Ich hab einfach das Gefühl, dass ich irgendwas verpasst habe."
"Für Ryan gibt es keine Schattenseiten der Berühmtheit", gab Sharpay zu. "Aber ich kann dich verstehen, Troy."

Ich wünsche euch viel Spaß und lasst gerne ein Review da!
LG Jenni

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Konzentrier dich aufs Spiel. KON-ZEN-TRIER-DICH-AUFS-SPIEL, hämmerte sich Troy in den Kopf, die Augen auf den Ball gerichtet, aber in Gedanken ganz woanders. Und das konnte er sich im Finale einfach nicht leisten. Dennoch stellte er fest, dass es verdammt schwierig war, sich auf ein Spiel einzulassen, wenn man am Morgen noch die eigene Freundin mit dem Center-Spieler seiner eigenen Mannschaft erwischt hatte.

Fokussier dich.

Er nahm den Ball an, drehte sich auf der Stelle und hatte den Ball schon wieder abgespielt, bevor seine Gegner hinterherkamen. Seine Leichtfüßigkeit war ein großes Ass, ebenso wie das strategische Denken, das ihn vor knapp einem Jahr hierher in die NBA mit den Los Angeles Lakers gebracht hatte. Er war schnell und wendig und ehe er sich versah, hatte Ray ihm wieder den Ball zugepasst. Troy starrte ihn für den Bruchteil einer Sekunde verdutzt an, denn scheinbar gelang es Ray viel besser auszublenden, dass er es gewesen war, der heute Morgen mit Troys Freundin Jasmine Sex gehabt hatte.

Im ersten Moment hatte Troy kein Wort herausgebracht. Es war Jasmine gewesen, die das Schweigen gebrochen hatte.

„Was zur Hölle machst du hier?“

„Das ist meine Wohnung!“

„Du hättest längst auf dem Weg zur Halle sein sollen!“

„Ich hatte meine Schuhe vergessen.“

Erst im Nachhinein war ihm bewusst geworden, wie lächerlich dieser Wortwechsel gewesen war. Weder Jas noch Ray hatten einen Funken Schuldbewusstsein gezeigt.

Troy erreichte den Ball gerade noch mit den Fingerspitzen und spielte ihn schnell an Luke ab. Sein kurzes Zögern zuvor hatte ihn wertvolle Sekunden gekostet, aber noch lief die Uhr für sie. Wenn sie dieses Spiel gewinnen würden, wäre er zum zweiten Mal Meister. Er positionierte sich besser und erlangte den Ball von Luke zurück, der den gleichen Gedanken wie Troy gehabt hatte. Lukes Spielweise erinnerte Troy immer wieder an Chad, was es ihm leicht machte, den Angriff auszuführen. Er setzte zum Sprung an, legte in den Wurf alle Wut hinein, die Jas bei ihm ausgelöst hatte, und versenkte den Ball schmetternd im Korb. Der Schiedsrichter pfiff und das Stadion johlte.



***



Gabriella speicherte ihren Forschungsbericht und fuhr mit einem zufriedenen Seufzen den Computer herunter. Sie grinste zu ihrer Kollegin Lydia hinüber, die gerade noch einmal über die Arbeitsfläche putzte.

„Wochenende!“

„Hast du was Schönes vor?“

„Nichts Besonderes“, lachte Gabriella. „Martin ist morgen mit Freunden unterwegs, deswegen machen wir es uns heute nochmal gemütlich und ich hab den Samstag ganz für mich allein. Für Sonntag hat uns meine Mum zum Essen eingeladen. Aber du hast morgen das Date mit dem Typen aus dem Fitnessstudio, oder?“

„Ja, genau, ich bin schon echt nervös!“ Lydia friemelte ihren Schlüssel aus der Tasche und schloss das Labor hinter ihnen ab. „Was ist, wenn es ein riesiger Griff ins Klo wird? Ich meine, im Fitnessstudio einen Kerl kennenzulernen, klingt nicht gerade nach intellektueller Elite, oder?“

„Moment mal!“, widersprach Gabriella ihr sofort. „Du bist die intellektuelle Elite und du warst im Fitnessstudio, wo du zufällig einen Typen kennengelernt hast. Das ist doch nicht besser oder schlechter als irgendwo sonst!“

Lydia schmunzelte.

„Hast ja Recht. Nervös bin ich trotzdem.“

„Das macht ja nichts.“ Gabriella hielt ihr die Eingangstür auf und verabschiedete sich winkend von Robert am Empfangstresen. „Du darfst dir nur nicht von Anfang an die Chance auf ein gutes Date nehmen, das ist die einzige Regel.“

„Du bist ein Schatz!“

„Halt mich auf dem Laufenden, ich möchte alles wissen!“

„Aber klar doch!“

Die beiden verabschiedeten sich auf dem Parkplatz voneinander und Gabriella stieg in ihr Auto. Die untergehende Sonne schien ihr entgegen, als sie zu Martins Wohnung fuhr. Sie rief ihn an.

„Hey Schatz, hast du Hunger auf Tacos? Ich kann gleich noch beim Supermarkt reinspringen.“



***



Sharpay merkte, wie sich ihr Atem deutlich verlangsamte, als Lava Springs am Horizont erschien und sie ihr Cabrio darauf zusteuerte. Der Countryclub war momentan der Ort, an dem sie am liebsten ihre Wochenenden verbrachte. Ein zufriedenes Lächeln legte sich auf ihre Lippen, als sie zur Eingangshalle vorfuhr.

„Willkommen in Lava Springs, Miss Evans“, begrüßte sie ein junger Angestellter mit dunklen Locken und blitzenden Zähnen. Er öffnete ihr die Tür und bot seine Hand an. Sharpay ergriff sie.

„Ich danke dir … Jacob“, sagte sie mit einem Blick auf sein Namensschild. Der Junge – er konnte kaum 18 sein – lief rot an, als sie ihm strahlend die Autoschlüssel in die Hand drückte. Es war immer das Gleiche mit den Neuen: Unter Sharpays Lächeln wurden sie weich wie Butter und überschlugen sich beinahe beim Versuch, ihr behilflich zu sein. Es war fast schon komisch.

„Ein wunderbarer Abend, nicht wahr?“, fragte sie, um ihm ein wenig die Angst zu nehmen. Die untergehende Sonne tauchte Lava Springs in ein warmes, orangenes Licht. Für einen Moment schloss Sharpay die Augen. Sie liebte die Hitze, liebte den sommerlichen Glanz ihrer Haut, liebte die Tage, an denen die ganze Welt in so intensiven Farben strahlte, dass sie ohne Sonnenbrille kaum zu ertragen war.

„In der Tat, Miss Evans. Von der Hauptterrasse aus können sie den Sonnenuntergang genießen“, schlug Jacob ihr vor.

Sharpay nickte ihm freundlich zu und betrat das Anwesen. Sie hatte kaum die Lobby durchquert, da wurde sie schon von einem altbekannten Gesicht empfangen.

„Willkommen zurück, Miss Evans“, begrüßte Mr. Fulton sie mit seinem betont gut gelaunten Lächeln und einer angedeuteten Verbeugung. „Sie werden bereits von Ihren Eltern im Restaurant erwartet.“

Hoffentlich sitzen sie wenigstens auf der Terrasse, dachte Sharpay sich, sonst würde sie die beiden noch ein wenig länger warten lassen müssen, um den Sonnenuntergang zu genießen.

„Ich danke Ihnen, Mr. Fulton“, sagte sie aalglatt, gab sich dann aber einen Ruck. „Es ist schön, jedes Mal, wenn ich hier hinkomme, von Ihnen begrüßt zu werden und zu wissen, dass Lava Springs bei Ihnen in den besten Händen ist. Hoffentlich bleiben Sie uns lange erhalten.“

„Selbstverständlich, Miss Evans“, erwiderte Fulton, offensichtlich überrascht von so viel spontanem Lob. Er verbeugte sich erneut und Sharpay durchquerte mit langen Schritten die Halle, bis sie zum Restaurant gelangte. Ihre dünnen Absätze kündigten sie früh an, sodass nicht nur ihre Eltern sich zu ihr umdrehten. An die Blicke war sie gewöhnt und sie hätte gelogen, hätte sie gesagt, dass sie die Aufmerksamkeit nicht genießen würde. Schwungvoll trat sie auf die Terrasse hinaus, wurde von der Sonne in warmes, leuchtendes Licht getaucht. Lachend drehte sie sich zu ihren Eltern um.

„Es ist so zauberhaft hier!“



***



Einen Sekundenbruchteil zu spät bemerkte Troy, dass er – abgelenkt von Ray – seine Gegenspieler nicht richtig im Auge behalten hatte, und er knallte mit voller Wucht in Leroy Manners von den Boston Celtics hinein. Ein stechender Schmerz schoss durch seinen Finger.

Leroy hob sofort die Hände. Der Pfiff des Schiedsrichters mischte sich mit Entsetzensrufen der Lakers und einem Aufschrei, der durch das ganze Publikum ging.

Troy schnappte auf dem Boden nach Luft. Leroy beugte sich besorgt über ihn und streckte die Hand aus.

„Bist du okay, Mann?“

Troy ließ sich von ihm auf die Beine ziehen. Sein Finger glühte. Er bewegte ihn vorsichtig. Das ging, obwohl es wehtat.  

„Mein Fehler, tut mir leid.“

„Mir tut’s leid, ich dachte, du hättest mich gesehen.“

„Wär‘ wohl besser gewesen.“

Jetzt bemerkten auch die anderen, dass Troy offensichtlich Schmerzen im Finger hatte.

„Bist du wirklich okay?“, fragte Leroy zweifelnd.

Troy nickte.

„Der Finger ist noch dran.“

Die Notfallsanitäter hatten ihn schon erreicht und drückten nach einer blitzschnellen Inspektion eine Packung Eis auf seine Hand. Der Schiedsrichter setzte die Pfeife an, um den Lakers einen Freiwurf zuzusprechen. Troy riss die unverletzte Hand hoch.

„War meine Schuld!“

Der Schiri hielt inne, ebenso wie das gesamte Stadion. Aus dem Augenwinkel sah Troy, wie Ray und Jackson die Augen verdrehten, dass er den Vorteil für ihre Mannschaft abgelehnt hatte, aber ein anerkennender Klaps auf die Schulter versicherte ihm, dass andere ihn für seine Fairness schätzten.

Sein Trainer war neben ihm aufgetaucht.

„Komm runter, dann können wir uns das mal in Ruhe anschauen. Gute Arbeit, Junge, fantastisches Spiel!“, lobt er Troy und kündigte laut an: „Pressker für Bolton!“

Unter Jubelrufen verließ Troy das Spielfeld und wurde sofort von mehreren Ärzten unter Beschlag genommen. Den Celtics gelang während der verbleibenden Spielzeit noch ein weiterer Korb, aber es genügte nicht, um die Führung abzunehmen, die Troy im Verlauf des Spiels ausgebaut und verteidigt hatte. Mit dem Abpfiff und den einhergehenden Schreien riss Troy ebenfalls den Arm hoch. Da war sie, die Meisterschaft. Und er als Spielmacher.

Seine Ohren klingelten und er verstand kaum, was die anderen Menschen um ihn herum brüllten, geschweige denn, was sein Arzt sagte, der gerade dabei war, seinen verletzten Finger mit einem gesunden zusammenzutapen. Eine Traube von Menschen hatte sich auf dem Spielfeld um die Lakers geschart, hauptsächlich bestehend aus Trainerteam, Managern und Spielerfrauen. Troy sah, wie Jasmine Ray unverhohlen um den Hals fiel.

Plötzlich war der Schmerz in seinem Finger nur noch ein dumpfes Pochen. Er stand ruckartig auf.

„Wir können auch erst später röntgen“, sagte sein Arzt ruhig. „Wenn du erst feiern willst.“

Troy schüttelte den Kopf. Er hatte kaum Zeit zum Nachdenken, da war er schon von seinem Team umringt (zumindest vom größten Teil) und bekam den goldenen Pokal in die Hand gedrückt. Zusammen mit Luke hob er ihn in die Höhe. Das Stadion tobte.

Troy wusste, dass alle Kameras in diesem Moment auf ihn gerichtet waren, und zwang sich zu einem Lachen.

„Aufs Fairplay!“, rief er und wurde mit lauten Rufen unterstützt. Von allen Seiten kamen Menschen auf ihn zu, griffen nach ihm und er hatte alle Mühe, seine Hand zu schützen. Es war sein Trainer, der ihn schließlich fest am Arm packte und Richtung Ausgang schob.
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