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Future Kids - Tiva

OneshotRomance, Familie / P12 / Het
Anthony "Tony" DiNozzo Ziva David
21.02.2021
21.02.2021
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Tony und Ziva, in Israel am Anfang der 11. Staffel.

Dieses Lied habe ich erst gestern entdeckt und es hat mich nicht losgelassen. Der OS ist vermutlich etwas OOC, aber ich hoffe er gefällt euch trotzdem.

https://www.youtube.com/watch?v=Ueh4D-0D-P4&ab_channel=SaraKays


***

FUTURE KIDS

„Ziva, öffne die Tür,“ sagt Tony zu ihr als er hört, dass sie sich übergibt. Schon wieder. In den letzten beiden Tagen musste sich Ziva immer wieder übergeben.

Sie kriecht zur Tür und lässt Tony nach drinnen, zum ersten Mal. Es wird Zeit endlich mit ihm zu sprechen. Dann wird sie von der Übelkeit wieder eingeholt und stürzt zur Toilettenschüssel.

Tony eilt zu ihr, streift ihr die Haare aus dem Gesicht und hält sie einfach fest.

Als sie fertig ist hilft er ihr auf, sie spült sich den Mund mit Wasser aus und dann gehen sie zurück ins Wohnzimmer des kleinen Farmhauses. Tony zieht eine Decke über Ziva, sieht ihr in die warmen braunen Augen, lächelt sie sanft an und gibt ihr dann einen Kuss auf die Stirn: „Ich mache mir Sorgen, du hast seit drei Tagen nichts mehr gegessen und trotzdem geht deine Übelkeit nicht weg. Und ein Virus kann es nicht sein, sonst hätte ich den auch schon…“

Ziva hat einen Verdacht, weiß aber nicht wie sie es Tony sagen soll. Also sagt sie nur: „Dort in der untersten Schublade,“ sie zeigt auf eine Kommode in der Ecke: „Die Schublade hat einen doppelten Boden. Würdest du mir das Buch bringen was sich darunter befindet?“

Tony tut ihr den Gefallen, holt ein dünnes Buch mit Ledereinband aus der Schublade.

„Libi und Theo,“ liest er auf der Vorderseite.

Ziva lächelt: „Die Namen habe ich schon lange nicht mehr gehört…“

Tony reicht ihr das Buch, setzt sich wieder zu Ziva und fragt: „Was ist los?“

Ziva schüttelt nur den Kopf, verliert sich in den Seiten, die Bilder die sie als Kind gemalt hat erscheinen ihr jetzt noch viel surrealistischer als damals. Als kleines Mädchen hat sie von ihrer Zukunft geträumt, dieses Buch angefertigt. Mit Bildern von ihrem idealen Haus, ihren beiden Kindern – Libi und Theo -, eine Beschreibung von ihrem Ehemann und so weiter. Damals als sie noch Träume hatte, Hoffnung.

Doch als sie dann vom Mossad rekrutiert wurde änderte sich alles.

Sie erinnert sich an ein Gespräch mit Tony vor einigen Monaten wo sie gesagt hat, dass Kinder und ein Ehemann für sie einfach nicht auf dem Plan stehen. Weil ihr Leben viel zu gefährlich ist. Und doch hat sie zugelassen, dass sie ungeschützten Sex mit Tony hat. Mit dem Mann den sie liebt. Sie nimmt seine Hand in ihre, drückt diese. Er muss es wissen. Sie kann keine Mutter sein. Nicht in diesem Leben…

„Tony, Libi und Theo sind die Namen meiner Kinder.“

Tony erstarrt: „Deiner was?“ ruft er erstaunt. Lässt ihre Hand los. Wie kann sie Kinder haben und er weiß nichts davon?!

Ziva realisiert was sie gerade gesagt hat und legt eine Hand auf Tonys Oberschenkel: „Meiner zukünftigen Kinder.“

„Oh…Ich dachte schon, dass du Kinder hast und ich nichts davon weiß.“

„So ist es auch Tony,“ Ziva sieht ihn an, hofft, dass er es versteht.

Doch er ist verwirrt: „Du hast doch gerade gesagt…?“

Ziva öffnet das Buch, zeigt Tony eine Zeichnung die sie als Kind gemacht hat. Er sieht ein Haus, ähnlich wie dieses wo sie sich gerade befinden. Sie blättert weiter, eine Zeichnung von zwei Schaukeln, eine rosa und eine blau.

When I was a kid, I made a book
Planning out how my future would look
I drew in pictures of houses with views
Two swings in the backyard, one pink and one blue

Now that I'm older I wish I could see
A world where that still made sense to me


„Wann hast du das gemalt, Ziva?“ fragt er vorsichtig.

„Ich war zwölf, habe mir meine ideale Zukunft aufgezeichnet…“ seufzt sie.

Er greift wieder nach ihrer Hand, sie überlässt ihm das Buch, er blättert eine Seite weiter und grinst: „Mein Ehemann!“

Ziva entreißt ihm das Buch: „Nein! Ich weiß gar nicht mehr was ich damals geschrieben habe.“

„Ach komm schon Ziva, lass es mich lesen.“

Sie schüttelt den Kopf, steckt sich das Buch unter ihr T-Shirt, in der Hoffnung, dass Tony es ihr nicht wegnimmt.

„Dann lies es mir zumindest vor.“

Darauf geht sie schließlich ein, zieht es wieder hervor und schlägt es auf:

„Mein Ehemann,“ sie räuspert sich und erstarrt kurz als sie die Worte für sich selber liest…

„Was denn?“ fragt Tony und sieht sie besorgt an.

Ziva gibt sich schließlich einen Ruck und liest ihm die Zeilen vor: „Mein Ehemann ist größer als ich, hat braune Haare, haselnussfarbene Augen.“

Sie sieht Tony an, all dies trifft auf ihn zu.

Dann liest sie weiter: „Er ist nicht von hier, er ist Amerikaner mit spanischer oder italienischer Abstammung…“

Tony zieht die Luft ein: „Das hast du doch gerade erfunden, oder?“

Ziva zeigt ihm die Seite. Tatsächlich steht es dort schwarz auf weiß.

Tony legt seinen Arm und Ziva und lacht: „Du wusstest anscheinend damals schon was du willst.“

Ziva löst sich aus seiner Umarmung, dreht sich ein Stück von ihm weg und liest weiter: „Er ist witzig und bringt mich immer zum Lachen, er stärkt mir immer den Rücken, ist immer für mich da, ist mein Seelenverwandter, er ist der Vater meiner Kinder Libi und Theo, wir führen ein glückliches Leben.“

„Wow,“ stößt Tony aus.

„Ja wow, du hast Recht,“ sagt Ziva, Tränen in den Augen: „Schade nur, dass das niemals wahr werden kann.“

„Was? Ziva was redest du da! Wenn du willst, dass es wahr wird dann wird es das auch.“

Sie springt vom Sofa auf: „Wenn unsere zukünftigen Kinder wie ich sind, dann schlafen sie niemals vor drei Uhr nachts ein, hören nicht auf zu kämpfen bis es vorbei ist, auch wenn sie so ihr Leben riskieren, sie werden sich ändern wollen obwohl ich genau das nicht will! Ich will, dass sie nicht so aufwachsen wie ich. Sie sollen eine Zukunft haben...“

'Cause if my future kids end up like me
They won't get to sleep earlier than three
They'll be thinking 'bout how they can be
Better than they are, taking it too far
Trying to change the things I love the most about them
And I don't think I could ever stand to see that happen, no


Tony hat nur ein Wort gehört… „Unsere?“

Ziva sieht ihn schockiert an, hat sie das gerade tatsächlich gesagt?

„Tony! Du verstehst es nicht, ich kann keine Mutter sein! Mein Leben ist zu kaputt, es geht nicht.“

Tony nähert sich Ziva, zieht sie in eine Umarmung und lässt sich nicht mehr los. Sie wird von den Tränen eingeholt, schüttelt sich, will Tony von sich stoßen doch ist zu schwach.

„Ziva, ich liebe dich. Du weißt das, ich habe es dir schon mehrmals gesagt. Und wenn du es endlich zulässt dann können wir glücklich werden. Ich kann mich für dich ändern. Gott verdammt, ich habe mich bereits geändert. Ich werde nie mehr von deiner Seite weichen. Und wenn du noch nicht bereit bist dann lasse ich dir Zeit. Wir müssen nicht heiraten, wir müssen keine Kinder haben. Ich will einfach nur bei dir sein.“

„Dafür ist es zu spät Tony…“ sagt Ziva leise.

„Nein! Ist es nicht. Ich gehe nicht weg. Niemals,“ flüstert er ihr ins Ohr, küsst ihre Schläfe.

I was too young when I picked out their names
And wrote them at the top of every page
'Cause I didn't know I would grow up to hate
The way that I look in my size and my shape

I wish I could make sure that they never see
Themselves in the same way that I see me


„Das meine ich nicht. Ich glaube, dass ich schwanger bin Tony,“ sagt Ziva atemlos.

Tony sieht sie überrascht an, schiebt sie von sich. Das würde die Übelkeit erklären, denkt er sich. Er geht vor Ziva in die Knie. Legt seine Hände auf ihren Bauch, schiebt das T-Shirt ein Stückchen bei Seite und gibt ihr einen Kuss neben den Nabel. Leise flüstert er: „Libi oder Theo – wer auch immer du bist, ich bin so gespannt dich kennen zu lernen.“

Ziva schluchzt immer noch, gerührt von Tonys Worten. Sie zieht ihn wieder nach oben: „Oh Tony… Ich liebe dich auch. So sehr.“

Sie legt ihre Lippen auf seine, lässt sich mit ihrem ganzen Gewicht in seine Arme sinken, er gibt sich dem Kuss hin und hält sie einfach nur fest: „Vertraust du mir?“

Sie nickt: „Ja.“

„Okay, dann schaffen wir das. Zusammen.“

Er drückt Ziva noch fester an ihn und will sie am Liebsten gar nicht mehr loslassen.

Sie sind bereit für eine Zukunft zusammen, mit ihren zukünftigen Kindern. Libi und Theo.

I'll keep the book in a safe place
'Cause I'm not quite ready to throw it away
 
 
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