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The right one  – Es ist nicht einfach den Richtigen zu finden

von Catweazle
Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Freundschaft / P16 / Het
OC (Own Character) Samu Haber
20.02.2021
21.10.2021
21
45.163
24
Alle Kapitel
153 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
18.06.2021 1.667
 
Meine Lieben,

hier habe ich ein neues Kapitelchen für euch. Dem Wetter angemessen ist es keine schwere Kost.
Genießt das schöne Wetter, ich kann zu gut verstehen, dass ihr euch jetzt am liebsten draußen herumtummelt, aber ich hoffe ihr findet doch noch Zeit für ein paar Worte.

Danke an: Miwi, shootingstar, Kylja, SunriseAve66, Dani Leseratte und Sternchen1208 für die Reviews. Und natürlich vielen Dank für die Favos und das Interesse!

Liebe Grüße
Cat
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Kapitel 15:      Wozu in die Ferne schweifen?


Für mein Herz war Samu absolut der Richtige, er brachte mich zum Lachen, sorgte für ein angenehmes Klopfen dieses kleinen, aber doch so wichtigen Muskels und er löste ein wohliges Kribbeln in mir aus, wenn er mich berührte. Das war die Haben  Seite, doch leider gab es auch noch die Soll  Seite auf der ich verbuchen musste, dass diese Geschichte mit Stella ihn sehr geprägt hatte. Nicht zerstört, nein, das nicht, aber dieser Schatten war nun mal da.
Das zweite, noch viel größere Minus war natürlich sein Wunsch mit seiner Musik die Welt zu erobern. - Oder doch zumindest Finnland. Schließlich war Samu der Meinung, dass ein Musiker der viel unterwegs war sich nicht unbedingt mit der Rolle des Ehemanns und Vater der immer für seine Lieben da war vertrug.
Dennoch: Niemand konnte sagen, ob Samu tatsächlich jemals Erfolg haben und dieses Karriereziel würde. Und mir konnte auch niemand garantieren, dass sich mein Wunsch erfüllen würde irgendwann Mann und Kinder zu haben. Manche Dinge musste man einfach so nehmen wie sie kamen. Und genau an diesem Punkt befanden wir uns jetzt. Nicht an die Zukunft denken, an mögliche Schwierigkeiten, sondern jetzt und für den Moment leben.
Ich würde den Ratschlag ergreifen den meine Mutter – und  jetzt lacht mich bitte nicht aus – auf einem Geschirrhandtuch in Form eines Spruchs eingestickt hatte und der, seitdem ich denken kann, an der Küchenwand meines Elternhauses hängt.
>Wozu in die Ferne schweifen?, sieh, das Gute liegt so nah, lerne nur das Glück ergreifen, denn das Glück ist immer da.  Direkt darunter steht übrigens ein Mülleimer ...

„Warum kicherst du?“, erkundigte sich Samu und schaute mich neugierig an.
„Ach, schon gut. Einfach nur so, weil ich aufgeregt bin“, gab ich zur Antwort.
„Wegen mir?“  Warum nicht seinem Ego schmeicheln?
„Natürlich wegen dir. Immerhin hast du mich gerade gefragt, ob ich deine Freundin werden möchte und ich habe Ja  gesagt.“
„Echt? Hast du?“ Nachdenklich kratzte er sich am Kopf, aber dann lachte er. „Natürlich weiß ich das, aber ich muss mich erst daran gewöhnen.“
„Wie meinst du denn das?“ Inzwischen waren wir beim Auto angekommen und ich schloss auf.
„Eigentlich hatte ich noch keine richtige Freundin. Das mit Stella war ja nicht deshalb, weil ich mich in sie verliebt hatte. Und danach ...“ Mit einer Hinterbacke setzte er sich auf die Kühlerhaube. „Da waren Frauen, ja, aber ich habe mich immer geweigert sie näher kennen zu lernen. Nicht mehr, als nötig um ...“ Samu verstummte.
„Um sie in dein Bett zu bekommen“, beendete ich seine ganz offensichtlichen Gedanken.
„Ja“, gab er schließlich zu, „und mit dieser Schiene bin ich auch ganz gut gefahren. Ich habe von Beginn an klargestellt, dass ich nicht an einer Partnerschaft interessiert bin und dann hatten die Frauen die Wahl, ob sie sich darauf einlassen oder ganz verzichten. Und ehrlich gesagt finde ich das für mich auch gut. Natürlich wäre es ab und zu schön jemand  Festen zu haben, das gebe ich zu, aber das sind einfach nur bestimmte Situationen. Dann sage ich mir immer, dass ich doch ein ganz anderes Ziel habe, etwas viel Größeres.“
„Aha“, legte ich die Hand auf mein Herz. „Und du glaubst wirklich, dass es etwas Größeres gibt als das hier? Als die Liebe?“
„Liebe“, wiederholte er, „macht verletzlich.“
„Ja, das tut sie“, gab ich ihm recht, „aber sie macht auch stark. Man sagt nicht umsonst, das Liebe Berge versetzen kann und Unmögliches möglich macht.“
„Es wirkt“, drehte er seine rechte Hand hin und her, „mach weiter.“
„Mehr Weisheiten habe ich auch nicht zu bieten, aber vielleicht wirkt ja auch das hier?“
Ich beugte mich vor, schlang schnell meine Arme um seinen Nacken, um dann meine Lippen auf seine zu drücken. Samu, der noch immer auf der Kühlerhaube saß, legte die Hände auf meine Hüften und zog mich so nahe es ging an sich heran, das heißt, soweit, bis meine Knie beinahe schmerzhaft mit dem Auto in Berührung kamen. Seine Beine, rechts von links von mir, verschränkte er hinter meinen Kniebeugen. Vermutlich wäre ich umgefallen, wenn er mich nicht festgehalten hätte.

Knabbernd traktierte er meine Lippen, bis ich sie leicht öffnete. Seine Zunge drang vorsichtig tastend immer weiter vor, suchte und fand den Kontakt zu meiner. Eine leichte Berührung, ein Umkreisen, ein stilles Verharren und dann presste er seinen Mund noch heftiger auf meinen. Das Spiel unserer Zungen wurde zu einem Kampf in dem sich Gier und Neugierde die Waage hielten. Schon längst hatte ich das Denken aufgegeben, ließ mich einfach treiben. Sich atemlos küssen ... ja, das erlebte ich hier zur Perfektion. Samu war in dieser Hinsicht ganz offensichtlich besser trainiert als ich, denn obwohl ich bereits nach Atem rang saugte er sich in meinem Mund fest. Es war schön, ja, aber ich wollte doch nicht dabei sterben!

„Samu“, versuchte ich zu nuscheln. Und noch mal: „Samu“, was sich aber nur nach einem komischen Keuchen anhörte das er auch prompt erwiderte. Mit dem Händen drückte ich gegen seine Schultern, sodass auch ihm auffiel, dass ich etwas wollte. Nämlich Luft!
Heftig atmete ich ein und aus, seine Hände lagen noch immer auf seinen Schultern. Oh Mann, wenn seine Küsse schon so kraftvoll waren, wie würde er erst ... Nein, kein Kopfkino!
„Alles in Ordnung, Jo?“, fragte er leise.
„Das ... kann ... kann ich dir beantworten ... hhhhh... wenn ich wieder Luft bekomme.“ Samu lachte und hielt mich weiterhin fest. „Mein Kiefer tut weh“, stellte ich fest.
„Du bist eben nichts Gutes gewohnt“, kommentierte er daraufhin selbstbewusst.
„Das stimmt wohl, aber ich bin mir sicher, dass du das im Handumdrehen ändern kannst“, gab ich trocken zurück.
„Das kann ich. Und jetzt gibt es mal eine etwas andere Version. Mach einfach die Augen zu.“
„Was?“
„Nicht was.  Augen. Zumachen!“ Gehorsam schloss ich die Augenlider. Nichts passierte. Hätte er mich nicht weiterhin gehalten, so hätte ich mich nun gefragt, ob er überhaupt noch da ist.
„Samu?“
„Ja?“
„Gehts auch noch weiter?“
„Möchtest du das denn?“ Dieser Schweinebuckel! Ließ mich hier einfach schmoren!
„Moment“, tippte ich mir mit der Fingerspitze auf der Nase herum, „ich muss erst überlegen.“
„Überleg aber nicht zu lange, sonst ist es zu spät“, hörte ich seine leicht raue Stimme. „Eins, zwei ...“ Schon spürte ich seine Hand in meinem Nacken. Bis  drei,  kam er gar nicht mehr, beziehungsweise da verschmolzen unsere Lippen.
Diesmal war alles sehr sanft und Samu überließ es mir was passierte. Zumindest was den Kuss betraf. Die Hand in meinem Nacken bewegte sich, seine Fingerspitzen streichelten dort behutsam auf und ab. Mein ganzer Körper schien daraufhin  zum Leben zu erwachen, hochsensibilisiert für seine Berührungen. Die linke Hand, die bis jetzt auf meiner Hüfte gelegen hatte, suchte sich kraulend den Weg auf meine Haut. Es fühlte sich einfach umwerfend gut an! Ich löste mich aus dem Kuss, sah ihn an, auch wenn ich der Lichtverhältnisse wegen natürlich nicht jede Einzelheit seines Gesichts erkennen konnte. Aber es reichte, um das herrliche Funkeln seiner Augen zu sehen und um zu bemerken, dass er auch mich ganz aufmerksam betrachtete. Seine Hand zog weiter ihre Bahnen, nun kam auch Hand Nummer Zwei dazu.
„Sag mir, wenn du das nicht magst“, forderte er mich auf.
„Nicht mögen? Bist du verrückt?“ Seine Hände hatten sich bis zu meinen Brüsten hochgearbeitet, berührten nun die Spitze des Stoffes.
„Fühlt sich gut an“, meinte er, „ob sich das darunter ebenso gut anfühlt?“

Obwohl das natürlich nur eine rein rhetorische Frage war antwortete ich mit einem: „Probiere es auch aus.“ Es bedurfte keiner weiteren Aufforderungen, und eine Anleitung brauchte der Herr erst recht nicht. Geschickt öffneten die Finger der einen Hand den Verschluss des BHs und schon konnten seine Hände problemlos dahin gelangen wohin sie wollten. Zart reizte er die Igelnäschen die prompt reagierten, ich konnte ein wohliges Aufstöhnen nicht unterdrücken.
„Berühre mich auch“, bat er. Also begann ich vorsichtig an seinem Hemd zu zuppeln und meine Hände mit seiner nackten Haut vertraut zu machen. „Augenblick.“ Samu nahm die Hände von mir und knöpfte betont langsam sein Hemd auf. Alles in mir begann zu kribbeln.
Eine Nacht in Helsinki, mitten im Mai, ist wahrlich nicht warm, aber das war mir bis jetzt ganz entgangen, doch nun, beim Anblick von Samus entblößter Brust begann ich doch zu zittern. Trotzdem wollte ich nicht, dass es endet, also küsste ich seinen Mund um dann langsam mit meinen Lippen abwärts zu wandern. Bei seinen Brustwarzen angekommen knabberte ich sanft mit meinen Zähnen daran, was mit einen tiefen Stöhnen von ihm belohnt wurde.

Keine Ahnung wie weit das noch gegangen wäre, hätte uns das Wetter nicht einen Streich gespielt. Plötzlich kam Wind auf und gleich darauf fielen schon die ersten Regentropen.
„Ab ins Auto“, kommandierte Samu. Da ich es  war die fahren musste nahm ich auf der Fahrerseite Platz, Samu neben mir. Kaum hatte er die Tür zugezogen da prasselte es auch schon los. „Glück gehabt“, schnaufte er, „aber hier sind wir ja geschützt.“
„Wirklich?“
„Hm?“, drehte er den Kopf in meine Richtung.
„Das war mal ein junges Pärchen“, erzählte ich, „sie sind von einem Gewitter überrascht worden. Der Kerl sagte: los, schnell ins Auto, da kann uns nichts passieren.“
„Und?“, sah Samu mich fragend an.
„Neun Monate später hatten sie ein gemeinsames Baby.“
Schallend begann Samu zu lachen.
„Ich habe gerade schon gemerkt, dass du mich um den Verstand bringen kannst, aber gerade deshalb ...“ Er begann sein Hemd wieder zuzuknöpfen, „ ... sollten wird das hier beenden. Ich meine natürlich nur für den Moment“, stellte er grinsend klar. „Fortsetzung folgt, einverstanden?“
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Ich gebe die Frage dann mal an euch weiter. ;)
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