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Dumm gelaufen

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Het
Kate Beckett Martha Rodgers Richard Castle
20.02.2021
10.03.2021
7
17.520
6
Alle Kapitel
31 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
 
20.02.2021 2.827
 
Huhu! Überraschung!
Eigentlich geht ihr sicher davon aus, die neue Story würde morgen starten. War zunächst auch mein Plan gewesen, dachte mir aber, warum noch einen Tag warten und voilá - da ist sie.

Diesmal ist es  eine Geschichte passend zur momentanen Situation. Dache mir, geht nicht, dass Kate und Rick ohne eine Pandemie Story auskommen müssen.

Lest wie immer bitte den Storykopf, ich poste - na? - genau, alle DREI TAGE ;-)

Habt viel Spaß!

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Autor: The white Countess
Rating/Pairing: ab 12 Jahren / Kate & Rick
Kategorie: Romanze, Drama
Inhalt: Für das Team des zwölften Reviers gab es derzeit nicht wirklich etwas zu tun. Das Captain Gates sie aber losschickt, um einen Zeugen einzusammeln, der eigentlich nicht benötigt wird, ist eine Abwechslung, auf die Kate gerne verzichten würde - und hätte sie geahnt, was sie an ihrem Ziel erwartet … Kate hätte sich mit ihren Handschellen an den Schreibtisch gekettet.
Anmerkung 1: Spielt  nach Ende 3x22 – Martha ist dabei, kein Jim/keine Alexis
Anmerkung 2: Kursiv geschriebenes sind Gedanken / Erinnerungen
Kapitel:  7   Seiten: 22  (Arial 10, schmaler Rand) – Veröffentlichung: 20.02. – 10.03.21
Disclaimer: Wie üblich gehört mir außer der Idee zur Story nichts.  Alle Castle Charaktere sind Eigentum von ABC Studios. Diese Fanfic wurde lediglich zum Spaß geschrieben und nicht um damit Geld zu verdienen. Jegliche Ähnlichkeit zu Lebenden und Toten Personen ist zufällig und nicht beabsichtigt. Alle weiteren Charaktere sind Eigentum des Autors.

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Kate starrte missmutig auf die Akten, die auf ihrem Schreibtisch lagen und dort eigentlich nicht hingehörten. Auch auf den Schreibtischen der Kollegen lagen welche. Aber nicht, weil sie alle mit ihrem Berichten hinterherhinkten, oh nein, die waren fertig. Blöderweise aber auch verschwunden. Im Müll gelandet traf es besser. Die Berichte hatten, wie immer, im Büro des Captains zur Prüfung auf dessen Tisch gelegen. Allerdings nur die losen Blätter, ohne dazugehörige Akte. Der Berg auf dem Schreibtisch wäre sonst schlicht zu hoch. Tja, hatte bisher immer gut funktioniert. Bis vorgestern. Ein geöffnetes Fenster, ein Luftzug und die Berichte lagen auf dem Fußboden. Unbemerkt. Bis die Reinigungskraft am Abend das Büro betrat, das Chaos sah und aufräumte …

Und nun durften sie alle ihre Berichte noch einmal schreiben. Juhu, was für eine Freude.
Die Anwesenheit von Castle war auch nicht hilfreich. Aus irgendeinem Grund machte er sie heute nervös. Dabei tat er gar nichts. Saß auf seinem Stuhl, lächelte ihr gelegentlich zu und tippte ansonsten auf seinem Handy rum.
Sie hatte ihm gesagt, er sollte nach Hause fahren, aber er wollte nicht. Tja nun, rausschmeißen konnte sie ihn nicht.

Es schien so, als hätten sich die meisten Mörder in freiwillige Quarantäne begeben, denn die Mordkommission ertrank nicht grad in Arbeit.
Es hatte vor zwei Tagen einen Mord gegeben, sogar einen doppelten. Und der einzige Zeuge, Howard Randall,  war unauffindbar. Er hatte sich aus Angst vor dem Mörder kurz nach der ersten Befragung aus dem Staub gemacht. Konnte man ihm nicht verübeln, immerhin waren zwei Menschen vor seinen Augen kaltblütig erschossen worden. Scheinbar nur wegen etwas Geld. Das er nicht Opfer Nummer drei wurde, hatte er einer zufällig vorbeifahrenden Polizeistreife zu verdanken … und dem daraus resultierenden Fluchtreflex des Täters. Festgehalten worden war das alles von einer Überwachungskamera.
Sofort wurde ein Fahndung rausgegeben … und einen Tag später eine Suchmeldung nach dem Zeugen, weil seine Frau ihn als vermisst meldete.
Das ironische an der Sache war, dass sie den Täter schon Stunden nach der Tat verhaften konnten und Howard Randall sich demnach völlig unnötig versteckte. Es gab genug Beweise gegen den Täter, doch der Staatsanwalt war so ein Penibelchen, der wollte unbedingt Howards Aussage haben. Okay, die wäre das I-Tüpfelchen in der Anklage, in Kates Augen dennoch Verschwendung von Steuergeldern, wenn man den polizeilichen Suchapparat dafür in Gang setzte. Nun, der ruhte momentan, denn es gab keine Spur von Howard, der sie hätten nachgehen können. Also blieben ihnen nur ihre Akten.

****

Zur selben Zeit als sich Kate, und ihre Kollegen vermutlich ebenso, überlegte, ob es wirklich so eine gute Idee gewesen war, zur Polizei zu gehen, schaute sich Captain Gates ratlos in ihrem Büro um. Sie suchte eine Akte, wusste aber genau, dass die nicht der Aufräumwut des Reinigungspersonals zum Opfer gefallen war.
„Irgendwo muss du doch sein“, murmelte Victoria Gates und öffnete nacheinander jede Schublade ihres Schreibtisch, bis sie an die unterste kam. Die hatte sie noch nie geöffnet, weil ihr die anderen alle gereicht hatten. Sie war nicht leer, da es aber auch nicht ihre Sachen waren, vermutete der Captain das es sich um Unterlagen von ihrem Vorgänger, Roy Montgomery, handelte.
Victoria holte alles aus der Schublade, um es durchzusehen. Vielleicht waren persönliche Dinge dabei, die noch von Wert für seine Frau sein könnten. Zuunterst war eine Akte, die falsch herum in der Schublade gelegen hatte.
„Na, das hat mir noch gefehlt“, seufzte sie. „Eine Akte, die vermutlich längst gesucht worden war.“ Victoria drehte sie um. Vorne stand nichts drauf. „Seltsam.“ Noch seltsamer wurde es, nachdem sie die Akte geöffnet hatte. Es war keine Fallakte, es waren persönliche Notizen von Roy Montgomery … über Kate Beckett sowie über Rick Castle.
„Was soll das denn?“ Vergessen war ihre Suche, stattdessen begann Victoria Interessiert zu lesen …

****

Kate seufzte und starrte das Telefon an. „Klingel endlich, du blödes Ding. Ich bin für jede Abwechslung dankbar, selbst der Mord an einer Feldmaus wäre mir jetzt recht.“
Als es nur zwei Minuten später wirklich klingelte, zuckte Kate vor Schreck zusammen, hielt aber Sekunden später den Hörer in der Hand.
„Beckett.“ Interessiert hörte sie zu und fragte nach. „Ist das auch sicher? … Nein, das ist kein Problem.“ Dann bedankte sie sich und legte auf.
„Die Feldmaus?“, erkundigte sich Rick grinsend.
„Nein, leider nicht. Das wäre spannender. Jungs, unser Zeuge ist aufgetaucht.“
Esposito und Ryan schauten auf. „Und wo?“
„Auf dem Flug nach Los Angeles.“
„Und wer hat dich informiert?“, wollte Kevin wissen.
„Jemand vom Flughafen. Sie haben die Suchmeldung leider erst gesehen, als der Flug bereits gestartet war.“
„Schön, dass er kein Mörder ist“, meinte Javier kopfschüttelnd. „Was will er eigentlich dort?“
„Seine Schwester lebt in einem Vorort“, warf Rick ein und hielt die Akte hoch, welche er die letzten Minuten studiert hatte. Was bei Kate wiederum die Frage aufwarf, wann er sich die von ihrem Schreibtisch genommen und warum sie das nicht mitbekommen hatte.
„Nun, dann werden sich die Kollegen von dort darum kümmern“, meinte Kevin und wandte sich wieder seinen Berichten zu.
„Davon gehe ich auch aus“, meinte Kate. „Ich werde den Captain informieren.“

Kate klopfte und Captain Gates winkte sie herein.
„Sir, wir haben eine Spur unseres Zeugen. Er ist auf den Weg nach Los Angeles.“
„Wissen wir, ob er dort jemanden kennt, wo er sich verstecken könnte?“
„Castle hat in der Akte gelesen, dass dort seine Schwester lebt. Soll ich die Kollegen in Los Angeles anrufen, damit sie ihn darüber informieren, dass er sich nicht mehr verstecken muss?“, wollte Kate vom Captain wissen.
Victoria Gates hatte bereits die Zustimmung auf der Zunge, überlegte es sich dann aber, quasi aus einer inneren Eingebung heraus, anders.
„Nein, ich möchte das Sie hinfliegen, Detective Beckett, und ihn gleich wieder mitbringen.“
Kate runzelte die Stirn. „Ich? Aber wieso? Wir haben den Täter und …“
„Gibt es ein Problem, Detective?“
„Nein … ja. Ich …“ Kate seufzte. „Nein, kein Problem, Sir.“
„Ich würde auch ihren Kollegen schicken, Kate. Aber die Frau von Detective Ryan kann jeden Moment ihr zweites Baby bekommen und ich denke, da sollte er in der Nähe bleiben.“
„Ja, das sollte er.“ Und Esposito kuriert noch die Verletzung aus, die er sich bei einer Verfolgungsjagd zugezogen hatte und konnte daher momentan nur Innendienst schieben. „Nun gut, dann kümmere ich mich um den Flug und mach mich auf den Weg. Warum auch immer der gute Mann einen Begleitservice benötigt.“ Letzteres konnte sich Kate nicht verkneifen, aber der Captain reagierte nicht darauf. Hatte Kate auch nicht erwartet. „Ich werde wohl über Nacht bleiben müssen, also brauch ich noch ein paar Sachen von zuhause.“ Wo bleiben die Reisewarnungen, wenn man sie mal brauchte?
„Detective?“
„Ja, Sir?“
„Sie können Castle ruhig mitnehmen. Vielleicht kann er Ihnen behilflich sein.“
„Ich denke, den Zeugen werde ich auch ohne männliche Unterstützung herbringen können“, meinte Kate trocken.
„Oh, das können Sie auf jeden Fall, Kate, aber meinen Sie das hält ihren Schatten davon ab, Sie begleiten zu wollen?“
Kate schüttelte resigniert den Kopf und verließ seufzend das Büro.

„Was hat der Captain gesagt? Sollen wir die Kollegen in Los Angeles informieren?“, wollte Esposito wissen und hatte die Hand schon auf dem Telefon.
„Nein, ich soll hinfliegen, den Typen einsacken und wieder herbringen. Fragt mich aber bitte nicht warum“, erwiderte Kate, als Esposito etwas erwidern wollte, und begann innerlich zu zählen … eins … zwei …
„Oh cool. Ich komme mit“, rief Castle begeistert.
Bingo Kate verdrehte die Augen und schaute zum Büro des Captains … Victoria Gates stand in der Tür, amüsierte sich sichtlich und Kate musste keine Lippen lesen können, um zu wissen was ihre gerade formten „Habe ich Ihnen doch gesagt.“
Kate schaltete ihren Computer aus und nahm ihre Jacke. „Ich bin dann mal weg, Jungs.“  Ihren Flug wollte sie von zuhause buchen, wobei sie das vermutlich von ihrer Liste würde streichen können, da Castle gerade wieder wie wild auf seinem Handy rumtippte und gegen einen Flug in der ersten Klasse hatte sie heute absolut nichts einzuwenden.

Kate ging Richtung Fahrstuhl. Und diesmal zählte sie in Gedanken, wie lange es wohl dauern würde, bis Rick bemerkte, dass sie dabei war, das Department, ohne ihn, zu verlassen. Bis sechs kam sie.
„Man, haben Sie es aber eilig“, japste Rick, als er gerade noch in den Fahrstuhl springen konnte.
„Sie sind nur zu langsam.“
„Ich habe uns einen Flug gebucht.“
„Dachte ich mir.“
„Hach, das wird lustig.“
„Daran wird nichts lustig. Wir haben eine Pandemie, falls Sie das vergessen haben sollten, Castle. Das heißt, wir halten uns so wenig wie möglich in der Öffentlichkeit auf. Kein Restaurant, keine Kneipe, kein was auch immer Sie sonst machen, wenn Sie in Los Angeles sind. Und setzen Sie Ihre Maske auf. Sie wissen, dass das Pflicht ist, sobald wir in den Fahrstuhl steigen.“
„Ja, Mama“, nickte Rick ergeben und holte die Maske aus der Tasche.
„Baldrian“, murmelte Kate. „Ich muss unbedingt Baldrian einpacken.“

~~~~

Erstaunlicherweise war der Flug sehr ruhig, man könnte sogar sagen harmonisch verlaufen. Was schlicht daran lag, dass Rick so in seinen Gedanken versunken war, dass ihm den ganzen Flug über kaum mehr als ein paar Worte über die Lippen gekommen waren. Er hatte nicht mal mit der Stewardess geflirtet, die sogar mit Maske unübersehbar attraktiv war. Das fand Kate schon fast ein wenig besorgniserregend.
„Alles in Ordnung mit Ihnen, Castle?“, fragte Kate, nachdem sie das Flugzeug verlassen hatten.
„Warum fragen Sie?“
„Nun ja, Sie erscheinen mir nicht bei der Sache.“
„Tatsächlich? Es ist alles in Ordnung.“
„Wenn Sie das sagen.“ Kate spürte, dass Rick etwas verschwieg und irgendwie tat das weh.
Rick atmete durch. Es war nichts in Ordnung. Er hätte nicht mitkommen dürfen, den ganzen Flug über musste er an ihren letzten gemeinsamen Aufenthalt im Los Angeles denken. An das, was durchaus hätte passieren können. Am besten sie würden zwei Zimmer statt der Suite nehmen. Je weiter weg Kate über Nacht war, desto besser. Aber ihr gegenüber sollte er sich besser im Griff haben. Natürlich spürte sie, dass etwas nicht stimmte und er wollte auf keinen Fall, dass sie annahm, es würde an ihr liegen. Also sollte er sich von nun an so normal wie möglich benehmen.
„Ich schlage vor, wir checken im Hotel ein, essen etwas im Hotelrestaurant und verbringen einen ruhigen Abend“, meinte Rick, während er seine Maske zurechtrückte. Das blöde Ding rutschte immer nach oben.
„Wir sind nicht zum Vergnügen hier, Castle“, erinnerte Kate ihn.
„Das ist mir wohl bewusst, Detective“, entgegnete Rick. „Ich habe auch nicht gesagt, wir sollen uns irgendwo die Nacht um die Ohren schlagen. Ich sprach von Essen, was selbst Sie tun müssen, und von einem ruhigen Abend. Vielleicht an der Hotelbar.  Vor morgen früh geht aufgrund der Pandemie sowieso kein Flug zurück. Ich vermute nicht, dass sie mit Howard die Nacht auf dem Flughafen verbringen wollen. Er wird schon nicht verschwinden.“
Da war Kate sich bei ihrem Glück nicht so sicher, aber sie war müde und wollte die Nacht wirklich lieber in einem Bett als auf einem harten Stuhl verbringen.
Also gingen sie zur Autovermietung und wenig später saßen sie in einem roten Flitzer, der in Kate Erinnerungen an das letzte Mal weckte, als sie mit Castle in dieser Stadt war. Und an Royce.

Vor dem Hotel wunderten sie sich, dass niemand kam, um den Wagen zum Parkplatz zu bringen. Also parkte Rick ihn selbst. Und vor der Tür stand auch niemand, um sie zu begrüßen.
„Kommt Ihnen das auch seltsam vor, Kate?“, wollte Rick wissen.
„Irgendwie schon“, erwiderte sie. Das war fast unheimlich.
„Oh nein, wie sind Sie beide denn hier reingekommen?“, rief Maurice entsetzt, als er Kate und Rick in der Lobby stehen sah.
Die beiden wiederum erkannten das Hotel nicht wieder. Wo sonst Trubel herrschte war es gespenstisch still. Keiner befand sich in der Lobby … von ihnen abgesehen.
„Durch die Tür“, entgegnete Kate trocken. „Und was ist hier los?“
„Die hätte abgeschlossen sein müssen. Sie dürfen hier nicht sein“, jammerte Maurice, ohne auf Kates Frage einzugehen. „Was mach ich denn jetzt mit Ihnen?“
„Wir brauchen ein Zimmer für eine Nacht … also zwei Zimmer. Morgen früh reisen wir schon wieder ab.“
Maurice lachte, es klang schon fast ein wenig hysterisch. Jedenfalls machte der sonst so beherrschte Mann einen ziemlich derangierten Eindruck. „Eher nicht, Mister Castle, eher nicht.“
„Maurice würden Sie uns jetzt bitte sagen was hier los ist?“, bat Kate.
„Entschuldigen Sie Detective Beckett, es ist nur … das Hotel ist gesperrt. Es darf niemand rein … und vor allem keiner mehr raus.“
„Corona Quarantäne?“, fragte Rick ahnungsvoll und als der Concierge nickte, stöhnte Kate.
„Warum zum Teufel haben Sie nicht auf mich gehört, Castle, und vorher angerufen“, schimpfte Kate.
Bevor sie sich im Department getrennt hatten, um jeder nach Hause zu fahren und einige Sachen zu packen, hatte Kate ihn darum gebeten.
„Weil das nicht nötig tat. Hier ist immer etwas frei.“
„Es geht darum, dass wir dann erfahren hätten, dass das Hotel gesperrt ist und wir hier jetzt nicht festsitzen würden! Wer weiß wie lange.“  
„Tja, das ist dumm gelaufen.“
„Dumm gelaufen?“, zischte Kate und schüttelte den Kopf, als würde sie sagen wollen, was rege ich mich auf, der Typ rafft eh nichts. „Ich habe schon beim Aufstehen geahnt, dass es ein echt beschissener Tag werden wird. Wäre ich bloß liegengeblieben.“
„Na na, Detective Beckett. Solche Ausdrucksweise kenne ich gar nicht von Ihnen.“
„Sie kennen mich sowieso nicht Castle. Auch wenn Sie das ständig glauben.“ Sie wandte sich an Maurice. „Haben Sie noch etwas frei, Maurice?“
„Das Hotel ist riesig, also erzählen Sie uns jetzt nicht, dass Sie komplett belegt sind“, warnte Rick ihn.
„Die Hälfte der Zimmer ist nicht nutzbar, weil sie gerade renoviert werden. Und wir mussten die Gäste, bei denen das Virus festgestellt wurde, natürlich isolieren. Sie wurden alle auf einer Etage untergebracht. Das funktioniert gut. Das Problem ist nur, wir mussten dafür wiederum aus anderen Zimmern Möbel holen, Betten um genau zu sein.“
„Und was wollen Sie uns damit sagen? Müssen wir auf dem Fußboden in der Wäschekammer schlafen?“
„Äh nein, Mister Castle. Ihre Suite könnten Sie bekommen.“
Rick stöhnte innerlich auf. Die Suite. Er wollte doch zwei einzelne Zimmer.
„Das klingt nach einem riesigen aber“, meinte Kate.
„Nun ja, es gibt nur ein Schlafzimmer. Also das zweite Zimmer gibt es natürlich, aber es ist leer. Also ohne Bett.“
Grundgütiger. Ich werde in der Dusche übernachten müssen … unter fließend kalten Wasser „Macht nichts, Maurice. Wir nehmen die Suite.“  Habe ich das grad wirklich gesagt?
„Castle!“
„Kate.“ Rick lächelte sie honigsüß an. „Sie dürfen sich natürlich auch gerne irgendwo im Hotel an die Wand lehnen und auf das Quarantäneende warten, aber glauben Sie mir, in der Suite ist es gemütlicher.“  Ich schaufle mir grad mein eigenes Grab
Kate holte tief Luft. „Ich … ach lassen wir das. Der Tag heute ist eine einzige Katastrophe und ich möchte einfach nur meine Ruhe haben. Also meinetwegen nehmen wir die Suite. Aber Sie schlafen auf der Couch, Castle. Immerhin sind wir Ihretwegen in diese Lage geraten.“
Rick schaute zu Maurice und zuckte grinsend mit den Schultern.

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Und schon habt ihr das erste Kapitel geschafft. Ich hoffe natürlich, es hat euch gefallen und ihr werdet Kate und Rick während ihrer Quarantäne Zeit begleiten.
Und der gute Maurice ist auch wieder dabei. ;-) Ein bisschen zumindest.

Übrigens habe ich noch ein Kapitel zur letzten Geschichte "Aus dem Gleichgewicht" geschrieben. Leider hat der Supprt es nach mittlerweile über 30 Stunden noch immer nicht geschafft, die Geschichte wieder auf "in Arbeit" zu stellen, damit ich das Kapitel posten kann.

Mit dieser Geschichte geht es am Dienstag weiter. Habt noch ein schönes WE und immer brav an die Reviews denken, damit ich was zum Freuen habe.
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