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Dramione-Das Schicksal der Liebe

von writer05
GeschichteRomance, Erotik / P16 / Gen
Draco Malfoy Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
19.02.2021
15.06.2021
20
31.996
12
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11.06.2021 1.831
 
,,Du hast keine Ahnung also halt dich da gefälligst raus", sagte er in einem bedrohlichen Ton. Hermine zog ihre Augenbrauen hoch.

,,Ich habe keine Ahnung? Ich glaube ich habe genug gesehen und gehört, um zu sagen, dass ich weiß, was hier los ist."

,,Genau das tust du nicht. Du hast nur das gesehen, was du sehen wolltest und mich direkt verurteilt", sagte er und entfernte sich von ihr.

,,Es gibt da nicht viel zu analysieren, Malfoy. Du hast es selber gesagt, was du machen musst und dabei ist es doch wohl klar, dass du verdammt nochmal jeden hier in Lebensgefahr bringst!", schrie sie ihn an.

,,Ich will die ganze scheiße doch gar nicht machen!", brüllte er sie ebenfalls an und Hermine wollte gerade wieder zum reden ansetzten, als sie seine Worte nochmal durch ging.

,,Was?!", fragte sie nun völlig verwirrt.

,,Ist doch auch egal", sagte er wütend und wollte gerade Anstalten machen zu gehen.

,,Oh nein, nein, nein, nein. Du sagst nicht erst sowas und gehst dann einfach! Du erklärst mir jetzt sofort, was bei Merlins Bart du damit meinst!" Sie stellte sich vor ihn, um ihm dem Weg zu versperren. Dabei prallten ihre Körper mit voller Wucht gegeneinander, da er so vor Wut schäumte, dass er sie nicht gesehen hatte.

,,Verdammt!", fluchte er und schaute Hermine zornig an. Diese jedoch musterte ihn eher interessiert und besorgt zugleich an, was nun auch ihn wieder beruhigte.

,,Was meinst du damit?", fragte sie sanft. Er entfernte sich von ihr und fuhr mit den Händen durch seine Haare, welche er dadurch verwuschelte. Am Geländer des Astronomie Turms angekommen, lehnte er seine Ellbogen auf dieses. Hermine folgte ihm und stellte sich neben ihn.

,,Ich will es nicht machen und wollte es auch nie. Ich wollte nie zu all diesem gehören", sagte er nun sanft und Hermine hörte ihm aufmerksam zu. ,,Ich wollte nie so sein, wie ich war. Ich wollte nie in den scheiß mit rein gezogen werden und ich wollte einfach meine eigenen Entscheidungen treffen. Aber mein Vater er... er hat mich immer manipuliert und gezwungen."

,,Draco", hauchte Hermine, legte ihre Hand auf seine und er wandte sich ihr zu.

,,Weißt du, bevor du es gesagt hast, ist es mir nicht mal aufgefallen." Er lachte auf und entfernte die Hand von Hermines, um sich über die Stirn zu streichen.

,,Ich wusste das nicht. Es tut mir so leid, alles. Dass ich dir nicht zugehört habe, obwohl ich es sollte und dich direkt verurteilt habe. Ich war nicht fair zu dir." Er lächelte sie an. ,,War es das weswegen du damals deinen... naja kleinen Nervenzusammenbruch hattest?", fragte Hermine in der Hoffnung er würde nicht wieder dicht machen. Er nickte auf ihre Frage, jedoch mied er sofort den Blick. Nach einiger Zeit der Stille und nachdem sie über seine Worte nachgedacht hatte, schoss ihr eine Frage durch den Kopf.

,,Kann ich dich was fragen?"

,,Hast du doch gerade", entgegnete er doch schnell fuhr Hermine fort.

,,Bist du das damals mit mir eingegangen, um deine eigene Entscheidung zu treffen, weil du wusstest, dass dein Vater es nicht gutheißen würde?" Sein Kopf schnellte in ihre Richtung und damit hatte sie ihre Antwort. Sie nickte und wandte sich von ihm ab.

,,Verstehe", erkannte sie traurig und fühlte sich verletzt und benutzt. Sie war also nur etwas, was er kontrollieren konnte.

,,Nein, du verstehst nicht. Ich meine ja, anfangs dachte ich mir, dass das mit uns etwas sein könnte worüber ich selbst entscheiden kann, was ich zum ersten Mal in meinem Leben selber kontrollieren kann. Etwas, was mein Vater nicht abhaben könnte, aber dann... dann hat sich was geändert."

,,Hast du mich dann damals deswegen geküsst?", fragte sie nun beleidigt und ging schon gar nicht mehr auf seine Worte ein.

,,Geküsst habe ich dich, weil ich es musste."

,,Hast du dann auch mit mir geschlafen, weil du es musstest?", fragte sie schnell und kalt.

,,Nein, ich habe mit dir geschlafen, weil ich es mehr als alles andere wollte. Nach dem Kuss konnte ich an nichts anderes mehr denken." Hermines Ausdruck wurde wieder sanfter und ein aufgeregtes Kribbeln breitete sich in ihrem Bauch aus. Doch schnell wurde es wieder unterdrückt, da ihr noch etwas anderes in den sinn kam.

,,Und was war damals mit dem Gespräch, das du mit Blaise geführt hast? Ich weiß zwar nicht, ob du es dir denken konntest, aber ich habe es gehört." Nervös fuhr er sich durch die Haare.

,,Das... das war wohl ein verzweifelter Versuch, das alles zu ignorieren, was mich so durcheinander gemacht hat." Als er merkte, dass es Hermine nicht sonderlich überzeugte, setzte er erneut zum sprechen an. ,,Das, was ich gesagt habe meine ich auch so. Nach unserem Kuss, konnte ich an nichts anderes mehr denken, als wieder deine Lippen auf meinen zu spüren." Hermines Augen fingen an zu glitzern, so dass sich Tränen der Rührung in ihnen bildeten.

,,Ja?", fragte sie nochmal zu Sicherheit und er nickte bestätigend.

Beide schauten sich tief in die Augen und Hermine konnte sehen, dass seine Antwort aufrichtig und ehrlich war. Langsam kamen sie sich näher und die Anziehung zwischen ihnen beiden wurde immer stärker. Als sich ihre Hände berührten, hatte Hermine das Gefühl, als würden hunderte von elektrischen Schlägen durch ihre Hand und ihren Arm aufwärts wandern, bis sie dann bei ihrem Herzen förmlich explodierten. Und wieder sog sie seinen Geruch in sich auf und sie konnte schon seinen heißen Atem auf ihren Lippen spüren. Sie wollte gerade nichts mehr als ihn zu Küssen. So lange hatte sie auf diesen Moment gewartet jetzt war sie nur wenige Zentimeter davon entfernt. Doch kurz bevor sich ihre Lippen trafen machte er halt. Jedoch entfernte er sich nicht einen einzigen Millimeter von ihr. Zu stark war gerade das Verlangen die Lippen des jeweils anderen zu spüren.

,,Hermine", hauchte er und es war das erste Mal, dass er sie beim Namen nannte, weswegen sie es nicht verhindern konnte, dass sich ein Lächeln auf ihre Lippen schlich. ,,Es gibt da noch etwas, was ich dir sagen muss-"

,,Oh... äh... ups tschuldigung", ertönte eine Stimme neben ihnen und beide sprangen mit einem großen Satz voneinander weg.

,,Ginny?! Was machst du denn hier?!", empörte Hermine sich.

,,Naja", sie lachte unsicher auf. ,,Ich habe dich gesucht nach deinem Abgang und nachdem ich eine halbe Ewigkeit durch die Korridore gelatscht bin, habe ich Peeves getroffen, der mir gesagt hat, dass du hier bist." Hermine starrte ihre Freundin immer noch komplett perplex an und konnte einfach nicht fassen, dass das gerade wirklich passiert war.

Draco räusperte sich. ,,Ich geh dann mal. Ich glaube ihr habt einiges zu klären." Ohne, dass Hermine noch protestieren konnte, macht er sich auf den Weg nach unten. Als er an Ginny vorbei ging, konnte Hermine genau sehen, wie sie ihm ein verschmitztes Lächeln zu warf und verdrehte die Augen, weil sie genau wusste, was jetzt kommen würde.

,,Alsoooo", sagte Ginny mit einem breiten Lächeln und vor Erwartung glitzernden Augen.

Hermine hob entwaffnet die Arme. ,,Ist ja gut, ist ja gut. Ich werde dir alles erzählen. Setzten wir uns." Beide setzten sich auf die Treppen des Turms, woraufhin sie begann zu erzählen. ,,Es fing alles vor ein paar Wochen an. Ich habe Abends komische Geräusche gehört und wollte dem nachgehen. Was ich dann vorgefunden habe war ein Draco Malfoy in einem nicht besonders gutem Zustand." Sie schaute zu Ginny, welche sie gebannt anschaute und Hermine fuhr fort. ,,Er hat irgendwie meine Neugierde aber auch mein Mitgefühl erweckt und ich wollte unbedingt wissen, was ihn so aus der Bahn geworfen hatte. Als ich ihn dann im Augen behalten habe wurde es immer interessanter."

,,Interessanter?", fragte Ginny verschmitzt.

,,Nicht so wie du denkst. Darüber rede ich mit dir ein anderes Mal, versprochen." Ginny nickte zustimmten und Hermine fuhr fort. Sie erzählte Ginny so gut wie alles, bis auf einige Details, die mit Voldemort zu tun hatten. Die würde sie ihr wie versprochen ein anderes Mal erzählen, denn Ginny sah schon jetzt ein bisschen benommen aus vor lauter Informationen. Immer wieder schnappte sie aufgeregt nach Luft oder ihr entfuhren einige ,,Ahh's" und ,,Ohh's" bis Hermine fertig war und Ginny mit weit aufgerissenen Augen neben ihr saß. ,,Wow", entfuhr es ihr und sah ein wenig benommen aus, doch schnell schien sie nochmal alles durch zu gehen und sie riss ihre Augen aus.

,,DU HAST MIT IHM GESCHLAFEN!", entfuhr es ihr hysterisch und Hermine musste sich ihr linkes Ohr zuhalten, da sie das Gefühl hatte, dass ihr Trommelfell jeden Moment platzen würde.

,,Ja, habe ich doch gerade gesagt", entgegnete Hermine während sie über ihr Ohr fuhr.

,,Es war gut oder?", hackte sie aufgeregt nach.

,,Ja, es war-", doch Hermine stoppte und in ihren Augen sammelten sich Tränen.

,,Hey, was ist los?", fragte sie verwirrt.

,,Es ist nur... ich merke erst jetzt, wie sehr ich ihn vermisst habe." Ginny zog sie an sich und Hermine weinte sich an der Schulter ihrer Freundin aus, die sie immer fester an sich drückte.

Nach einiger Zeit löste Hermine sich von ihr und Ginny schaute sie aufmunternd an. ,,Ich glaube du solltest nochmal mit ihm reden." Hermine nickte und verabschiedete sich von ihr. Sie war gerade dabei zu gehen, als sie sich wieder zurück auf die Treppen plumpsen ließ und sich ihrer besten Freundin zuwandte.

,,Ginny? Ist alles gut bei uns? Ich meine das war schon eine Menge zu verdauen mit Draco."

,,Aber natürlich, Hermine. Ich bin sehr froh darüber, dass du es mir erzählt hast, ich würde dich niemals verurteilen. Wenn er dich glücklich, dann habe ich nichts dagegen. Auch wenn ich das erstmal verdauen muss. Außerdem, glaub nicht ich hätte nicht schon vorher gewusst, dass da was läuft." Ginny stieß ihrer Freundin neckend in die Seite, welche daraufhin grinsend ihre Augen rollte. Noch ein letztes Mal nahm Hermine Ginny in den Arm und drückte sie fest an sich.

,,Danke." Ginny erwiderte diese Geste und Hermine machte sich deutlich erleichtert nach diesem Gespräch auf zum Gemeinschaftsraum. Erst jetzt fiel ihr auf, wie sehr dieses Gespräch nötig war und wie wichtig es war mit jemandem zu reden. Auch wenn sie Ginny noch nicht die ganze Geschichte erzählt hatte, weil sie ihr erstmal Zeit geben wollte das Neue zu verdauen, war sie fest entschlossen es in den nächsten Tagen zu tun. Sogar der Gedanke es Harry zu erzählen schlich sich das ein oder andere Mal in ihre Gedanken. Aber wenigstens fühlte sie sich für heute befreit. Was in der Zukunft lag, sollte sollte erstmal in der Zukunft bleiben. Der Druck der letzten Wochen war nach dem Gespräch mit Ginny weg und sie hatte das Gefühl, als könnte sie zum ersten Mal nach Wochen wieder richtig durchatmen. Das wollte sie einfach genießen.
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