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Nicht so, wie die Meisten denken

von Lenova
GeschichteRomance, Übernatürlich / P18 / Het
Cyclops / Scott Summers OC (Own Character) Phoenix / (Doktor) Jean Elaine Grey Professor X / (Professor) Charles Francis Xavier Storm / Ororo Munroe Wolverine
19.02.2021
08.04.2021
8
16.618
2
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19.02.2021 2.172
 
Nicht so,wie die Meisten denken


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Hallo an alle die sich entschlossen haben, in meine Geschichte reinzuschauen:D
Ich bin neu auf Fanfiktion und das hier wird meine erste FF. Ich würde mich sehr über Kommentare freuen. Auch Kritik und Verbesserungsvorschläge sind natürlich willkommen.

Damit es nicht zu Verwirrungen kommt, habe ich die Kommunikationswege der Figuren nochmal unterschiedlich gekennzeichnet:

"Text"=Wörtliche Rede
Text=Gedanken meines OCs
<Text>=Alles, was per Telepathie kommuniziert wird

Das war's erstmal von meiner Seite aus:-)
Hier ist mein erstes Kapitel:

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1. Ankunft



Gedankenverloren blickte Leilani aus den Fenster des Taxis. Allmählich konnte sie sehen, wie sie sich der Villa näherten. Sie fuhren durch das große eiserne Tor, welches bereits offen stand und hielten schließlich vor der riesigen Eingangstür. "Da wären wir Miss.", meinte der Taxifahrer, der sie vom Flughafen bis hierher gebracht hatte und stieg aus. Sie tat es ihm gleich. Er half ihr, ihren Koffer und die Reisetasche aus dem Kofferraum zu hohlen. "Wie viel bekommen sie?", fragte Leilani ihn, während sie mit ihrem Gepäck zu kämpfen hatte und nach den Portmonee suchte. Die Frau überreichte dem Mann die von ihm genannte Summe und verabschiedete sich freundlicher Weise von diesem. Sie sah noch dem gelben Auto nach, als es das Grundstück wieder verließ, ehe sie die Stufen zur Tür hinauf ging. Leilani zögerte. Gleich würde sie ihm zum ersten Mal begegnen. Sie war sehr nervös. Wie er wohl sein würde?



Wem sie hier gleich begegnen würde? Das war niemand geringeres als ihr leiblicher Vater! Den Vater, den sie in ihrem Leben noch nie gesehen hatte.



Und wem hatte sie es zu verdanken, dass sie jetzt von ihrem Heimatland Deutschland in die USA gereist war, um ihn zu treffen?

Natürlich ihrer Mutter.

Soweit Leilani sich erinnern konnte, hatte ihre Mutter nie viel von ihrem leiblichen Vater gesprochen. Sie selbst hatte auch nie nach ihm gefragt, denn ihr Stiefvater hatte diese Rolle bislang immer liebevoll übernommen.

Doch seit einiger Zeit waren ihre Mutter und er wieder in Kontakt getreten und nun hatten sie beschlossen, dass Leilani ihn endlich mal kennenlernen sollte. Scheinbar hatte ihre Mutter gerade wieder eine ihrer Phasen. In diesem Fall die Wir-Hatten-Zwar-Unsere-Streitigkeiten-Aber-Unsere-Tochter-Sollte-Nicht-Darunter-Leiden-Phase.

Einen Grund, weshalb sie herkommen könnte, hatten sie auch bereits gefunden:

Vor kurzem hatte Leilani ihre Ausbildung zur Journalistin abgeschlossen und wie es schien, suchte die Schule, welche ihr "Dad" wohl leitete nach jemandem, der einen Presseartikel über sie schreiben könnte.



Ihr erster Gedanke darüber:



Ganz toll! Noch ein Lehrer in der Familie!
Es war ja nicht so, dass ihre Mutter und ihr anderer Dad auch welche waren und man sie deshalb in der Schule schon immer gemobbt hatte. Noch dazu kam, dass sie eine Klasse übersprungen hatte und damit ihr Abitur bereits mit 17 hatte. "Streber", war da das erste Worte, das den Meisten einfiehl.

Aber gut. Damit würde sie schon irgendwie klarkommen.

Was sie viel mehr beschäftigte:



Wie zum Teufel sollte sie sich ihm gegenüber jetzt verhalten? Sollte sie der kleine Sonnenschein sein oder doch eher die genervte Tochter, die eigentlich gar nichts mit ihm zu tun haben wollte und nicht mal versuchte, ein familiäres Verhältnis aufzubauen?

Ihre Mutter hätte jetzt wahrscheinlich gesagt: "Sei du selbst und tu das, was du für richtig hältst." (Sie war Religionslehrerin und ging mit solchen Situationen immer etwas speziell um)

Ja, aber was hielt ich denn für richtig?

Sie wusste es nicht. Sie hatte das Gefühl, gar nichts mehr zu wissen. Und wie zur Hölle sollte sie ihn überhaupt ansprechen?!

Leichte Panik kam in ihr auf.

Scheiße. Atme Leilani, atme! Du wirst das hier überstehen. Es gibt wahrscheinlich tausende Menschen, die ihre leiblichen Eltern auch erst im Erwachsenenalter treffen. Du bist also nicht die einzige. Das hier ist nicht der verdammte Weltuntergang!



Sie fasste sich wieder und klopfte nun endlich nach einer gefühlten Ewigkeit an die Tür. Jetzt gab es kein Zurück mehr.



Die Tür öffnete sich und ein junger Mann kam zum Vorschein. "Hallo kann ich ihnen helfen?", fragte dieser freundlich. "Ähmm.. ja. Ich ähhh.. ich möchte zu Charles Xavier.", stotterte sie ihre Antwort. Der Junge schien kurz unsicher und zögerte, bat sie dann aber hinein.

Leilani staunte nicht schlecht, als sie das riesige Haus betrat. Es war zwar schon zu erwarten, nachdem was man bereits von außen sehen konnte, aber ein bisschen überrascht war sie trotzdem. Es war alles in warmen Brauntönen und relativ altmodisch eingerichtet. Auf den ersten Blick würde man nicht wirklich vermuten, dass das hier eine Schule war. Zumindest nicht nach ihren eigenen Erfahrungen.

"Hi, ich bin Bobby.", stellte sich der Junge nun, nachdem er die Tür wieder geschlossen hatte, vor und reichte ihr seine Hand. "Leilani", entgegnete sie ihm und schüttelte diese. "Komm mit. Der Professor ist im Aufenthaltsraum. Brauchst du Hilfe mit deinem Gepäck?", bot er sich an. "Nein nein. Das geht schon."

Sie lief neben ihm den Flur entlang und konnte sehen, wie belustigt er sie anschaute. Sie gab wohl auch ein amüsantes Bild ab, so wie sie mit ihrer prallgefüllten Reisetasche über der Schulter versuchte, beim Laufen das Gleichgewicht zu behalten und nebenbei noch ihren Koffer hinterherzog. "Hast wohl vor hier einzuziehen? So viel Gepäck wie du hast.", machte er sich nun mehr oder weniger über Leilanis Situation lustig. "Nein, habe ich nicht. Zumindest nicht auf Dauer.", entgegnete diese ihm kalt. Vielleicht etwas zu kalt. Aber länger als nötig wollte sie nun wirklich nicht hier bleiben. Klar, es hieß ja immer: keine voreiligen Schlüsse. Aber sie war sich dennoch ziemlich sicher, dass sie, sobald sie diesen Artikel über die Schule fertig geschrieben hatte, wieder nach Deutschland zurückfliegen würde. Sie war noch nie ein Mensch, der gern lange Zeit weit von seiner Heimat entfernt war.



Bobby führte sie noch ein Stück weiter.



Oh man, ich werde mich hier in dem Haus sicher verlaufen. Hier sieht ja alles gleich aus!



"Da wären wir." Er deutete auf die Tür vor ihnen, ehe er sie dann auch schon öffnete. Er ging zuerst hinein. Leilani folgte ihm, konnte aber auf den ersten Blick nicht viel von dem Raum erkennen. Sie hörte lediglich einige Stimmen die durcheinander redeten und allmählich verstummten, als sie beide eintraten.

Na super. Erstes Kennenlernen mit meinem Dad vor Publikum. Genau das was ich wollte!



Als sie drin waren, trat sie hinter Bobby vor und ließ ihren Blick über die anderen Leute schweifen. Es waren einige Kinder der unterschiedlichsten Altersgruppen im Raum. Ein paar spielten scheinbar gerade Brettspiele oder hatten sich noch zuvor unterhalten. Auch Erwachsene waren anwesend.

Als sie alle hier so musterte, entging ihr natürlich nicht, dass einige von ihnen ein sehr...auffälliges Aussehen hatten.

Nun war es totenstill im Raum alles was noch zu hören war, war der Fernseher, der im Hintergrund lief.

Erst das Summen eines elektrischen Rollstuhls brach diese Stille wieder. Ein älterer Mann kam auf Leilani zugefahren. Sie konnte nicht leugnen, dass ihr diese ganze Situation hier dezent peinlich war, weshalb sie sich auch dann noch nicht rührte, als der Mann vor ihr anhielt und sie ansah. "Guten Tag, Leilani.", entgegnete ihr der ältere nun freundlich. Sie wusste genau, wen sie hier vor sich hatte. Nur leider machte das das Ganze nicht unbedingt besser. Es spannte sie nur noch mehr an.

"H-hallo", war alles, was Leilani herausbrachte.



Wow, was für epische erste Worte.



"Bobby, könntest du bitte kurz die Aufsicht übernehmen?", wandte er sich an den Jungen neben ihr. "Ja, mach ich Professor.", gehortche dieser ihm. "Wenn du mir bitte folgen könntest.", sagte er nun zu Leilani, während er seinen Rollstuhl durch die Tür navigierte.



Soll das ein Witz sein? Muss ich jetzt etwa mein Gepäck nochmal durch das halbe Haus schleppen?
Na danke dafür.




"Warte. Du kannst deine Sachen hier an der Treppe abstellen.", sagte nun eine freundliche Frau mit roten Haaren zu ihr, nachdem sie ein paar Meter gegangen waren. Leilani hatte gar nicht gemerkt, dass sie und zwei weitere ihnen gefolgt waren. Sie befolgte aber ihren Rat und schenkte ihr als Dank ein freundliches Lächeln.



Der "Professor", wie ihn alle scheinbar hier nannten, ging (oder eher fuhr?) mit ihnen in einen Raum, der Ähnlichkeit mit einem Büro hatte. In der Mitte Stand ein Schreibtisch und davor ein paar Stühle.

Er deutete freundlich auf einen davon. "Bitte. Setz dich doch." Das Mädchen tat wie ihr gehießen.



Die anderen schienen jedoch keine Anstalten zu machen, sich ebenfalls zu setzen. Stattdessen stellten sie sich etwas seitlich an die Wand. Irgendwie fühlte Leilani sich jetzt wie in einem Verhör.



"Ich freue mich dich endlich einmal zu sehen, Leilani. Ich hoffe, dir geht es gut? Hattest du eine angenehme Reise?"

Eigentlich hätte sie solche Fragen ja erwarten müssen. Sie war nur leider nicht wirklich klar bei der Sache, sodass sie kurze Zeit brauchte, bis sie realisierte, was er überhaupt von ihr wollte.

"Ja. Ja mir geht's gut. Etwas müde noch von der Reise, aber sonst ist alles okay."

"Das freut mich. Und ich bin ebenfalls froh darüber, dich an meiner Schule für begabte Jugendliche begrüßen zu dürfen. Begabt allerdings nicht unbedingt im Sinne von: überdurchschnittlich intelligent. Ich nehme an, deine Mutter hat dir bereits erzählt, dass wir eine Schule für Mutanten sind?"

Sie nickte zustimmend. Allerdings konnte sie mit dem Begriff "Mutant" nicht viel anfangen. Sie hatte nur in den Nachrichten gelegentlich von ihnen gehört. Begegnet, war sie noch keinem, weshalb sie  bei Mutanten immer an schreckliche Monster aus Filmen denken musste.

Und als ob Charles ihre Gedanken gelesen hätte, sagte er mit einem Augenzwinkern: "Nun, ich bin sicher, dass sich herausstellen wird, dass viele von uns nicht so sind, wie du es dir vorstellst."



Jetzt wusste sie scheinbar überhaupt nicht mehr was los war. Verwirrt schaute sie die anderen drei hinter ihr an. Ihr Gesichtsausdruck war so planlos, dass sich die Frau mit weißen Haaren ein Lächeln darüber nicht verkneifen konnte.

Dann hörte Leilani wieder die Stimme ihres Vaters. Doch diesmal war sie irgendwie anders:



<Ich bin ebenfalls ein Mutant, weißt du?>



Sie sah ihn an, aber seine Lippen bewegten sich nicht, als er diese Wörter sagte.



War er etwa Bauchredner?



<Ich bin ein Telepath. Ich habe die Fähigkeit, Gedanken zu lesen und über sie zu kommunizieren.>



"Was echt?", kam es etwas lauter von ihr, als beabsichtigt.

Ihr Gegenüber lächelte sie an und wandte sich nun an die Anderen, die etwas abseits standen.

"Das ist Jean Gray." Er deutete auf die nette Frau mit langen rötlichen Haar. "Sie ist ebenfalls eine Telepathin und außerdem ein Psitalent. Das heißt, dass sie Dinge durch die Kraft ihrer Gedanken bewegen kann." Er fuhr fort und deutete auf den Mann mit rötlicher Sonnenbrille neben ihr. "Scott Summers, oder auch Cyclops genannt. Er kann Energiestrahlen aus seinen Augen abfeuern. Da er es nicht kontrollieren kann, trägt er diese Brille." Scott machte eher einen angespannten Eindruck auf sie. Er nickte ihr kurz als Begrüßung zu, seine Gesichtszüge brachten allerdings kein Lächeln hervor.

"Und das ist Ororo Munroe." "Du kannst mich aber Storm nennen. Das machen die meisten hier.", meinte die etwas dunkelhäutigere Frau mit weißen Haar. Sie kam schon wesentlich netter rüber als Scott. "Sie hat die Fähigkeit, dass Wetter nach Belieben zu kontrollieren.", beendete der Professor nun seine Vorstellrunde.



"Wow. Das ist ziemlich....cool. Also was ihr alle so könnt. Ich meine, ihr seit ja im Grunde Superhelden.", meinte Leilani darauf hin. "So würde ich es eher nicht betiteln.", entgegnete ihr Scott jedoch in strengen Tonfall.



"Du musst wissen, Leilani, dass nicht jeder Mutant froh über seine Fähigkeiten ist. Viele haben große Probleme damit, sie zu kontrollieren, mit ihnen zu leben. Außerdem bedeutet Mutant sein auch, dass einen viele Menschen feindlich gegenübertreten.", erklärte ihr ihr Vater nett.



"Oh. Tut mir leid. Das wusste ich nicht. Mutanten sind bei uns in Deutschland nicht so präsent wie hier in den Staaten."



"Hey, ist schon gut. Du musst dich nicht entschuldigen. Nicht wahr Scott?" Ororo betonte den letzten Teil ihres Satzes besonders und stieß den Angesprochenen spielerisch den Ellenbogen in die Seite.



Ein kurzes Kichern entkam den übrigen Personen im Raum, doch dann herrschte wieder diese eklige Stille um alle herum. Leilani mochte Stille nicht. Dann hatte sie immer das Gefühl, dass sie jeder anstarrte.

Also versuchte sie wieder ein Gespräch zu beginnen: "Wegen dem Presseartikel den ich über die Schule hier schreiben soll..." Doch Charles unterbrach sie sofort wieder. "Das kann denke ich bis morgen warten. Dann können wir alles Wichtige besprechen. Ich denke heute solltest du dich erst einmal ausruhen. Storm, zeigst du Leilani bitte ihr Zimmer?"
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