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Eine Liebesgeschichte (FF Kíli)

von KiliDurin
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Fili Gandalf Kili OC (Own Character) Thorin Eichenschild
18.02.2021
17.05.2021
30
33.243
4
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18.02.2021 1.512
 
Obwohl das Mädchen dachte es wäre eine halbe Ewigkeit gefallen, war dies tatsächlich nur Einbildung wie sich herausstellen sollte. Madlen fiel nicht tief, denn sie wurde aufgefangen – doch von wem? Als sie langsam wieder zu sich kam, wusste sie überhaupt nicht wo sie war und was passiert war. Sie glaubte auf einem Kissen zu liegen. Als sie ihren Kopf drehte und langsam die Augen öffnete, stellte sie fest, dass sie nicht zu Hause oder einem Krankenhaus war – nein, sie lag auf dem Boden einer Hobbithöhle und wurde von zwölf Zwergen, einem Zauberer und einem Halbling voller Sorge angesehen. Das konnte nicht sein! Das war doch nicht etwa Thorin, der ihre Hand hielt, um ihren Puls zu erfühlen und Fíli, der neben ihr kniete. Sie schloss wieder die Augen, um sicher zu gehen, dass dies nur ein Traum war. Doch als sie die Augen wieder öffnete, sah sie dasselbe Bild „Wach bleiben! Bleib bei uns.“, sagte Fíli. „Es ist alles gut.“ Madlen war total überfordert, wusste überhaupt nicht was passiert war und wo sie war. Sie atmete schnell und unregelmäßig – in ihr stieg Panik hoch. „Mir ist soo schwindlig, alles dreht sich.“, lamentierte sie. Sie warf ihren Kopf hin und her. „Schnell was zum Trinken und einen kalten Lappen oder ein kaltes Handtuch.“, ordnete Thorin an und versuchte sie zu beruhigen. „Ruhig ein- und ausatmen. Wir sind alle da. Alles wird gut. Wir tun dir nichts.“, sagte er und strich ihr über ihren Kopf.

Bofur brachte einen nassen Waschlappen und gab ihm Thorin. Diesen legte er vorsichtig auf ihre Stirn. „Alles wird gut. Bleib erst mal liegen. Ich hol dir was zum Trinken. Fíli, versuch sie wach zu behalten. Rede mit ihr.“, sagte er. „Wo bin ich überhaupt?", blubberte sie unbewusst vor sich hin. „Du bist in Mittelerde. Bei Bilbo Beutlin und den 13 Zwergen, die ihre Heimat namens Erebor zurückgewinnen möchten.", sagte Fíli und drehte den Waschlappen auf ihrer Stirn. „Das kann nicht sein." Da kam Thorin mit einem Glas Wasser.

Dann bewegte sich auch noch ihr Kissen, auf dem sie lag. Sie krallte sich daran fest. „Ssshhh. Ruhig. Alles ist gut. Keine Angst.“, sagte es zu ihr. Madlen hob ihren Kopf und sah in zwei dunkelbraune Augen. Seine längeren, welligen Haare hingen ihm ins Gesicht, da sich einige Strähnen aus der Spange gelöst hatten. Sie erkannte ihn anscheinend - trotz Schwindel. „Kíli?“, fragte Madlen benommen. „Ja, ich bin es. Ich pass auf dich auf.“, sagte er ruhig. „Wir legen dich mal auf die Couch. Dann wird es dir hoffentlich gleich besser gehen. Du liegst auf dem kalten Boden – nicht, dass du dich noch verkühlst. Keine Angst.“ Fíli nahm ihre Beine und Kíli griff unter ihre Arme. Madlen krallte sich an seinen Armen fest.

Als sie auf der Couch lag, wurde ihr noch etwas Kaltes ins Genick gelegt. Sie erzitterte. Sofort brachte ihr Kíli eine Decke, die sie dankend annahm und deckte sie zu. Sie krallte sich regelrecht darin fest. Auf ihrer Stirn bildeten sich langsam immer mehr Schweißperlen, sie warf ihren Kopf hin und her, schrie, schlug um sich - ihr Körper rebellierte. „Hey Kleine! Hörst du mich?“, fragte Kíli. Sie reagierte nicht mehr – nahm ihre Umwelt kaum noch wahr. Die Brüder blieben an ihrer Seite und versuchten, sie irgendwie zu beruhigen – sie redeten mit ihr, rüttelten an ihren Schultern ohne Erfolg. Oín, der Arzt unter den Zwergen, untersuchte das Mädchen und stellte fest, dass sie sehr hohes Fieber hatte. „Sobald sie wieder ansprechbar ist, muss sie unbedingt etwas trinken, sonst dehydriert sie uns.“, ordnete er an. Sie machten bereits kalte Wadenumschläge, um das Fieber zu senken. Nach zwei Stunden wurde es endlich besser mit ihr. Zum Glück war sie zumindest bei Bewusstsein und öffnete leicht die Augen. Sie sah erschöpft aus.

„Wie geht es dir? Du hattest hohes Fieber.“, wollte Thorin wissen, der neben ihr auf der Couch saß. Fíli und Kíli saßen auf dem Boden. „Mir ging es schon mal besser.“, meinte sie. „Du musst etwas trinken.“ Sie wollte sich dagegen wehren, wollte nur schlafen. „Lasst mich bitte weiterschlafen.", flehte sie. „Nein, du musst trinken. Danach kannst du gerne noch etwas schlafen. Jungs, helft mir sie mal aufzusetzen.", ordnete er an. Fíli setzte sich hinter sie, damit sie sich an seine Knie anlehnen konnte, Kíli hielt sie fest und Thorin kniete sich vor sie hin. Ihr lief ein kalter Schauer über den Rücken. Ihr wurde eine Decke um die Schultern gelegt. Man konnte regelrecht sehen, wie schwindlig ihr war - sie schwankte ja schon im Sitzen. „Mir ist so verdammt schwindlig. Es ist so kalt.", lamentierte sie und legte ihren Kopf auf Kílis Schulter. „Trink bitte einen Schluck. Du brauchst Flüssigkeit. Sonst wird es gar nicht besser. Komm schon.", flehte sie Kíli an und strich ihr über die Wange. Thorin gab ihr das Glas und sie trank es aus. „Meine Ohren dröhnen irgendwie, es dreht sich alles extrem und mir wird gerade so übel." Thorin rannte wie eine Rakete zu Bilbo und bat ihn um einen Eimer. In der Zwischenzeit legten die Brüder sie wieder in die Ausgangsposition. „Besser?", fragte Kíli sie besorgt. Sie schüttelte den Kopf und schloss die Augen. „Es ist soo kalt hier. Mir ist soo kalt.”, klagte sie. „Fíli, schau mal ob du noch paar Decken findest. Alles wird gut.” Madlen wurde wieder unruhiger. Sie zitterte extrem. Sie warf ihren Kopf hin und her und atmete sehr schnell. Fíli kam nach einiger Zeit mit einer weiteren Decke und legte ihr diese über den Rücken. „Ich bin da. Keine Panik.", sagte Kíli, nahm ihre Hand und setzte sich neben sie auf die Couch. Sie wurde langsam ruhiger. „Ist der Schwindel oder die Übelkeit gerade schlimmer?“, sagte Kíli ganz ruhig. Sie lächelte schwach. „Schwindel.” Die Brüder wichen nicht von ihrer Seite. Thorin stellte den Eimer neben die Couch Und meinte: „Wir kriegen dich schon wieder hin.”

Sie schloss kurz die Augen als sie plötzlich wieder zu zittern begann. Fíli und Kíli fanden noch paar Decken und wickelten sie darin ein - bevor sie hochschreckte, da sie sich übergeben musste. „Ich bin hier.”, sagte Kíli und hielt sie fest. Er öffnete seine Spange und machte ihr schnell einen Zopf, damit ihr ihre langen blonden Haare nicht im Weg waren. Sie atmete schnell. Er versuchte sie zu beruhigen, indem er ihr behutsam über den Rücken strich und setzte sich hinter sie, damit sie sich anlehnen konnte. So ging das jetzt schon über eine halbe Stunde. Was war nur los mit Madlens Körper? Sie hatte doch nichts Unrechtes gegessen. Madlen ließ ihren Kopf vor Erschöpfung nach hinten fallen. „Lehn dich an.", sagte Kíli und legte die Decke um ihre Schultern, da sie noch immer extrem zitterte. Sie war am Ende ihrer Kräfte. „Ich kann nicht mehr.“, sagte sie und begann zu weinen vor lauter Panik. „Ssshhh. Alles wird gut. Ich weiß auch nicht was du hast. Aber wenn alles aus dir draußen ist, was deinem Körper nicht gefällt, wird es dir besser gehen.“, meinte der Zwerg. Sie ließ ihren Kopf zur Seite fallen ehe sie sich wieder übergeben musste. Sie ließ sich wieder nach hinten fallen und schloss die Augen. Sie sah furchtbar aus. Kíli strich ihr über die Wange. Die Zwerge machten sich wirklich Sorgen um das Mädchen. Nach knapp einer Stunde war der Spuk endlich vorbei. Das Mädchen war sitzend und total erschöpft an Kílis Brust gelehnt eingeschlafen. Daher wurde sie wieder auf die Couch gelegt und dick eingepackt mit gefühlten 10 Decken. Sie schlief dann fast sechs Stunden ohne Zwischenfälle durch.

„Was ist mit ihr? Eine Stunde lang musste sie sich übergeben. Sie hat sich regelrecht die Innereien herausgekotzt.", wollte Thorin von Gandalf wissen. „Sie kommt aus einem komplett anderen Klima. In ihrer Welt war sie ein Mensch. Sie ist zwar noch immer ein Mensch, aber ich musste sie etwas schrumpfen, damit sie nicht so auffällt. Ihr Körper kämpft, dieses hier anzunehmen. Mir war nicht bewusst, dass das solche Auswirkungen haben kann. Geben wir ihr noch bisschen Zeit." „Können wir irgendetwas für sie tun? Warum tut man ihr das an?“ „Nein, leider nicht. Ihr Körper muss sich einfach an das Klima und die Umstände gewöhnen. Sie schafft das.“ Da öffnete Madlen die Augen.

„Hey, Kleine. Wie geht es dir?", fragte Kíli, der nach wie vor neben ihr auf der Couch saß und die letzten Stunden über sie gewacht hatte. „Besser. Aber immer noch müde und irgendwie ausgelaugt." Sie setzte sich vorsichtig auf. „Langsam. Mach bitte keine schnellen Bewegungen - nicht, dass dein Kreislauf wieder schlapp macht.", sagte er und lächelte sie an. Madlen nickte und war froh, dass endlich der Schwindel zumindest weg war. Da kam Oín auf sie zu, der alles mitgehört hatte: „Du hattest ganz schön gegen dieses Klima zu kämpfen. Hast uns ganz schön auf Trab gehalten." „War nicht meine Absicht. Wenn ich nur wüsste, wie ich hier her gekommen bin. Ich hab keine Ahnung." Oín untersuchte das Mädchen nochmal und stellte fest, dass soweit alles gut ist. „Du solltest eine Kleinigkeit essen und bisschen was trinken", meinte er.
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