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Ihr seit doch noch Kinder // die Vorstadt Krokodile

von freyajoan
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
OC (Own Character) Olli
16.02.2021
16.02.2021
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Seine Hände klebten am ledrigen Lenkrad, während die strahlende Sommersonne seine Beine verglühte. Die Sonnenbrille lag auf seiner Nase um ihn gegen das Licht zu schützen. Er bog links in die nächste Strasse ein und verlangsamte sein Tempo, bevor er stehen blieb. Sein Blick flog aus dem Beifahrerfenster und er erblickte sein altes Zuhause. Er zog den Schlüssel raus und legte ihn in seine Hand und spielte kurz mit dem Krokodilanhänger welcher früher mal eine Kette war. Sein Kopf war komplett leer, als gegen seine Scheibe gehämmert wurde. "Hab doch gesagt das is Olli." Ein etwas molliger, orange haariger Kerl stand neben olli's Auto, seine Hand gegen die Scheibe gepresst. Olli steckte den Schüssel in seine Hosentasche und schnallte sich ab. Er gab dem Jungen neben seiner Tür ein Handzeichen, dass er ein wenig Abstand nehmen solle, so, dass er rauskommen konnte. Sobald er aus dem Auto stieg, wurde er von einer Umarmung überrumpelt.

"Fette Karre, Anführer." Eine Hand schlug seine Schulter, als er sich endlich aus der verschwitzten Umarmung lösen konnte. "Jorgo, ich dachte wir haben aufgehört mit dieser Kinderkacke?" Der etwas dunkelhäutige Kerl lachte auf und hielt sich an franks Schulter fest. Kein Stück haben die beiden sich verändert. Sie waren endlich keine Kinder mehr, benahmen sich aber so wie früher. "Was macht ihr überhaupt hier?" Olli schlug die Tür hinter sich zu und lief auf den Hauseingang zu. Es war etwas heruntergekommen wenn er ehrlich sein sollte. Die Tür verlor langsam aber sicher ihre Farbe und das Geländer wackelte auch stärker als zuvor. Olli lief vor und drückte auf die Klingel, welche auch kein Geräusch mehr von sich gab. "Maria hat uns gesagt, dass du vorbei kommst. Du denkst doch nicht, wir verpassen den Besuch unseres Anführers. Ist ja lang genug her." Frank schob sich an Olli vorbei, öffnete die Tür und lief hinein. Olli sah hinter sich, wo Jorgo ihm zu lächelte und in Richtung Eingang nickte. Er sah die Treppe hoch, wo alle Türen geschlossen waren. Als er weiter ging, sah er jemanden in den Kühlschrank gucken, lief aber weiter ins Wohnzimmer. "Olli !" Seine Schwester zog ihn in ihre Arme und hielt seinen Kopf fest. Sie war gewachsen aber sie hatte ihre Haare auf Schulterlänge gelassen. "Na Schwesterchen, was gibts neues ?" Er setzte sich auf einen Sessel, welche neben zwei Sofas stand. Er sah im Raum herum und sah erst jetzt Kai in seinem Rollstuhl. "Krass habt ihr euch verändert." Er nahm seine Sonnenbrille ab und schenkte jedem ein Lächeln. "Ausser Kai, der is immer noch im Rollstuhl!" Jorge fing an laut zu lachen und schlug Kai auf die Schulter,  während er sich eine Träne vom Auge wegwischte. Der Rest war still und schaute ihn nur an. "Mach dir nichts draus, wenigstens kriegst du Mädels ab." Nun kam Jenny aus der Küche und legte eine Hand auf den Rollstuhl. Sie lehnte sich leicht nach vorne und lächelte Olli an, welcher sich auch etwas nach vorne lehnte. "Hätte nicht gedacht, dass du noch schöner werden kannst."

Ausserhalb seines Blickfeldes hörte er ein leichtes Räuspern. "Sie ist meine, Herr Anführer."

Olli drehte sich zur Seite und sah Peter im Türrahmen stehen. Er ist grösser und breiter geworden, trotzdem erkannte man noch den schüchternen Jungen von früher. "Kacke du kannst ja sprechen." Olli sprang auf und lief auf ihn zu, um ihn in seine Arme zu schliessen. Es gab zwischen beiden immer ein unausgesprochenes Band, welches niemand neben den zweien verstand. "Hab dich auch vermisst Olli." Peter zog von ihm weg und legte seine Hand auf die Schulter von seinem besten Freund. "Hannes?" Olli sah im Raum herum und wartete auf den Jungen, welchen er früher als kleinen Bruder sah.  "Frühschicht." Maria setzte sich auf das Sofa und lies ihre Kopf gegen die Wand fallen. Die Anderen fingen auch an sich hinzusetzten. Jenny sass auf der Armlehne vom Sofa mit peter's Arm um ihre Hüfte. Sie lächelte leicht zu ihm runter. "Ernsthaft? Es ist Sommer. Selbst ich hab frei." Olli sass zurück auf den Sessel und legte seine Arme auf die Lehnen. "Er kommt später, so , dass wir heute Abend mal wieder zusammen feiern können." Maria lächelte ihren Bruder an. "Wie läufts eigentlich mit dem Studium?" Kai nahm eine Flasche aus der Seitentasche seines Rollstuhls und nahm einen Schluck. Olli zuckte mit Schultern und lehnte sich zurück in den weichen Sessel. "Stress pur, nicht mal für Larissa hatte ich Zeit. Aber mit nem Job schaff ich es locker über die Runden." Er nickte zu Kai und schloss kurz seine Augen um die Ruhe zu geniessen. "Ihr habt euch getrennt?" Olli nickte als Antwort seiner Schwester zu, behielt seine Augen aber geschlossen. Im Hintergrund hörte er wie die Tür aufgerissen und wieder zugeknallt wurde. "Bin zuhause!" Man konnte lautes atmen hören und wie eine Jacke auf die Treppe geschmissen wurde. "Scheisse Maria, die bringen mich da wirklich irgendwann mal-... Olli!?" Der ältere Junge öffnete seine Augen und grinste zu einen mit Öl verschmierten Jungen hoch. Dieser stand vor ihm, seine Augen wurden grösser. "Man hab ich dich vermisst!" Olli stand auf und Hannes spring in seine Arme. "Jaja, ich dich auch." Er klopfte dem kleineren auf den Rücken und lächelte. Als beide wegzogen strich Hannes sich mit seiner Hand über die Stirn und schaute im Raum herum. "Die Gang ist wieder vereint." Kai rollte vor und gab Hannes einen Handschlag. Er drehte sich zu dem Rest der Gruppe und lächelte sie an.

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"Melone.." Er hielt seine Hand gegen seine Stirn und rieb gegen eine kleine Beule. Freya rollte ihre Augen und nickte ihrem Bruder zu. "Ja ich weiss, du hast n Ball in die Fresse bekommen." Sie griff nach seiner Hand und lächelte ihn leicht an, wobei ihr die Tränen hochkamen. Seit über 5 Jahren besuchte sie ihren älteren Bruder im Gefängnis. Nur noch 3 Jahre und er würde endlich raus kommen und ein relativ normales Leben führen können. Freya hat sich selbst versprochen, auf Kevin aufzupassen. Sie würde täglich arbeiten gehen nur, um ihm die Möglichkeit geben zu können, ein eigenes Leben aufzubauen. "Ich muss wieder zurück." Er stand vom Tisch im Besucherraum auf und schaute zu seiner Schwester runter. Sie nickte und stand auch auf. Er trat neben den Tisch und sah auf den Boden. "Komm her du Idiot." Freya stoss den Stuhl hinter sich weg und zog Kevin in ihre Arme. Dieser war geschockt und stand nur da, bis ein Wärter die beiden wieder auseinander zog. "Komm schon Freya, du kennst die Regeln." Sie lies Kevin los und nickt dem Wärter zu. "Sei gut Kevin." Dieser nickte hastig, griff nach dem Buch welches Freya ihm mitgebracht hatte und folgte einem der Wärter im Raum, zurück in seine Zelle. "Geht's dir gut?" Sie drehte sich zu dem jungen Wärter und schüttelte ihren Kopf während sie sich mit den Hintern auf den Tisch setzte und ihre Beine baumeln lies. "Man Max, warum ist er denn noch hier? Checkt den niemand, dass er vielleicht in eine psychiatrische Anstalt sollte. Hier kann er ja nicht mal seinen scheiss Abschluss machen. Seit 5 Jahren ist er dran." Max lächelte sie an und zog ihre Hand in seine. Er war ihr in den vergangenen Jahren sehr ans Herz gewachsen. Durch ihn hatte sie die Möglichkeit, Kevin auch nach den Besucherzeiten zu sehen. Er wusste, dass sie den ganzen Morgen in einem Kiosk arbeitete und Abends dann in einen Club zum arbeiten geht.  Max gab ihr immer die Möglichkeit, Kevin ein neues Buch mitzubringen, so, dass er die Hoffnung nie verlieren würde, seinen Hauptschulabschluss im Knast nachholen zu können.  "Das wird schon du. Na komm, ich bring dich wieder raus." Er nickte in Richtung Ausgang. Das Mädchen stoss sich vom Tisch ab und griff nach ihrer Handtasche. Sie wurde durch das Treppenhaus geführt, bevor sie wieder über den Hof musste. Es war lustig, ihrer Meinung nach. Da sollen die sich doch mal freuen eine Frau zusehen. Besser als sich auf Papier einen runterzuholen. Nur Max war nicht so begeistert davon. Jedes Mal musste er die Insassen darauf aufmerksam machen, dass so etwas nicht ginge und man Frauen nicht so anspricht. Wo er recht hat, hat er recht. Max hielt ihr die schwere Metalltür auf, durch welche sie durch lief. "Morgen um die selbe Zeit?" Er nahm etwas Tempo auf, um neben ihr zu laufen. "Mal schauen, ich muss morgen wohl ein bisschen länger arbeiten." Sie schaute zu ihm hoch und lächelte. Er grinste zurück und öffnete seinen Mund. Jedoch wurde er bereits von den Insassen mit Blick auf den Hof unterbrochen.

"Ey Freya, warum kommst du mich nie besuchen?"

"Keine Ahnung wie du kevin's Schwester bist eh!"

Pfeifen schallte von den Wänden ab und das Mädchen lächelte hoch. "Bis dann Lars." Sie winkte in die Luft und lief an Max vorbei, welcher ihr bereits die nächste Tür aufhielt.  Sie grinste zu sich selbst und bedankte sich bei Max. Beide liefen leise zum Ausgang, wo Freya sich ihr Handy zurücknahm und sich von Jens, dem Typen am Eingang, verabschiedete. Max folgte ihr bis zum Tor, welches er aufschloss und sie raus begleitete. "Schreib mir einfach wegen morgen, ok?" Sie nickte und griff sich ihr altes Fahrrad. "Oder auch wenn du einfach nur reden willst.." Sie drehte sich um, band das Schloss um das Lenkrad und lächelte ihn an. "Oder du kommst mich einfach mal auf der Arbeit besuchen." Sie grinste zu dem Mann und schwang ihr Bein über das Rad. Max nickte und lächelte ihr zu, bevor sie sich auf den Weg zurück nach hause machte.
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