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Das Märchen vom frommen Mädchen

von J FR
KurzgeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
15.02.2021
15.02.2021
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5.321
 
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Es war einmal eine arme Frau, die gebar eine Tochter, die hieß die fromme Gerlinde. Die Mutter, schwach und kränklich, schied noch im Kindbett dahin und ließ zurück Mann mit Kind. Das Kind wuchs zu einem jungen Mädchen heran, und als es vom Vater die Geschichte seiner armen Mutter erfuhr, schwor es sich bei Gott, aus Dankbarkeit, das Grab der Mutter immer rein zu halten.
„Ich möchte es hegen und pflegen, aus Dank mir das Leben geschenkt zu haben, das sie so selbstlos gab.“-„Fein“, sprach der Vater und ward zufrieden mit seinem Kind. „Kümmere du dich fortan um das Grab deiner lieben Mutter. Sie wird es dir danken.“
Die Winter zogen dahin und das Kind ward zu einer jungen Frau herangewachsen, da nahm sich der Vater im Frühjahr eine andere Frau. Die Frau hatte zwei Töchter, davon beide vorteilhaft verheiratet und sah dem Vater die Sorge an. „Mein armes Kind wird niemals heiraten“, sagte der Vater. „Sie sorgt sich um das Grab gar fein, doch verheiratet werde ich sie wohl niemals sehen.“
„Wir wollen sie heiraten lassen“, sprach die Stiefmutter und rief nach dem Mädchen. Das Mädchen ward im Garten, und als man es rief, kam es zu seinem Vater gelaufen und fragte: „Was wünscht Ihr Vater?“ Der Vater tat sich schwer und so sprach die Stiefmutter: „Wir wollen Dich heiraten lassen.“ Das Mädchen ward erschrocken und rief: „Wer kümmert sich dann um Mutters Grab?“
„Das wird ein Gärtner tun“, sprach die Stiefmutter. „Nein“, widersprach das Mädchen. „Für einen Gärtner fehlt uns das Geld. Vater, lasst mich weiter für das Grab meiner Mutter sorgen, für sie hat mich geboren.“ Dem Vater ward das Herz weich und so willigte er ein. „Geh mein gutes Kind, Du sprichst recht. Wer könnte sich besser um das Grab seiner Mutter kümmern als das eigen Fleisch und Blut?“ Das Mädchen bedankte sich bei seinem Vater und lief hinaus zum Grab seiner Mutter.
„Mutter“, sprach es zu dem schlichten Stein. „Mutter, die Stiefmutter will mich verheiraten.“ Ein Mäuschen schlich um das Grab. „Doch wenn ich heirate, muss ich fort, wer kümmert sich dann um Dein Grab. Mütterlein, so hilf mir doch.“
„Nimm das Grab mit“, flüsterte es vom Grabe her. Das Mädchen sah auf. „Wer spricht da? Bist Du es Mutter?“, fragte das Mädchen. „Nein, ich bin es, die Maus“, sprach das Mäuschen und trat hinter dem Grabstein hervor. „Warum nimmst Du das Grab nicht mit? So kannst Du für Deine Mutter sorgen, ganz gleich, wo Du auch bist.“
„Nein das kann ich nicht“, sprach das Mädchen empört. „Das ist nicht recht.“
„Doch Du würdest Deine Pflicht nicht verletzten“, gab das Mäuschen zu bedenken. „Nein, ich schwor bei Gott, ich würde mich um das Grab meiner armen Mutter kümmern. Nur Gott kann mich aus dieser Pflicht entbinden und es mitzunehmen wäre frevelhaft.“
„Dann geh zu Gott und bitte ihn, dich ziehen zu lassen“, riet die Maus. „Doch wie soll das gehen, wenn ich nicht fort kann?“ Die Maus schien zu überlegen, dann sprach sie: „Gehe auf die Heirat ein. Der Mann, der Dir Gottes Worte zu Deiner Bitte bringt, soll Dich mit sich nehmen.“
„Doch wie weiß ich, wessen Worte rechtens sind?“ Die Maus lief zurück in den Schatten des Grabes. „Gott hat Wege von denen weiß kein Mensch“, piepste sie und ward verschwunden. Dem Mädchen ward kein anderer Weg gegeben und so lief es zurück zu Vater und Stiefmutter. „Stiefmutter hat recht. Auch ich kann mich dem Bund der Ehe nicht länger entziehen“, verkündete das Mädchen. „Ich werde heiraten.“ Der Vater sprach: „Das freut mich, Kind. Doch woher kommt Dein Sinneswandel?“
„Ich habe eine Bedingung“, eröffnete das Mädchen. „Ich schwor bei Gott, mich um das Grab meiner armen Mutter zu kümmern.“ Der Vater nickte zustimmend. „Nur Gott kann mich aus dieser Pflicht entbinden.“
„Da hast Du recht, mein Kind“, pflichtete der Vater dem Mädchen bei. „Drum soll derjenige mein Mann werden, der mir Gottes Worte bringt. Sollte Gott mich aus meiner Pflicht befreien, werde ich mich dem verschreiben, der mir die Worte brachte.“
„Doch woher willst Du wissen, wer wahres Wort spricht und wer nicht?“, sprach die Stiefmutter.
Der Vater pflichtete seiner zweiten Frau bei: „Wie willst Du eine Lüge von der Wahrheit unterscheiden?“
„Gott, wird mich leiten“, antwortete das Mädchen. „Sollten Gottes Worte ihren Weg zu mir finden, wird er Sorge tragen, dass ich sie erkenne.“ Vater und Stiefmutter willigten ein. „So soll es sein mein Kind.“ Am folgenden Tag fanden die ersten Burschen ihren Weg zum Haus der Familie. Gekleidet in ihrer Sonntagstracht, machten sie der Familie ihre Aufwartung. „Ich bringe Wort von Gott“, sprach der Erste und auch der Zweite fiel in sein Wort ein. „Auch ich bringe die einzig wahren Worte Gottes", sprach der Dritte. „Was spricht Gott?“, fragte das Mädchen die drei Burschen. „Er lässt dich ziehen“, sprach der Erste. „Deine Pflicht ist getan“, sprach der Zweite. „Du sollst vom Grab deiner Mutter lassen“, sprach der Dritte. „Nein“, entgegnete das Mädchen. „Das sind nicht Gottes Worte. Wo traft ihr auf Gott?“ Die Jünglinge sahen einander an. „An der Schmiede“, sprach der Erste. „Ich traf ihn am Bach“, sprach der Zweite. „Ich begegnete ihm in der Scheune“, versicherte der Dritte. Erneut entgegnet das Mädchen: „Nein, das kann nicht sein. Gott lebt nicht auf Erden. Wie kann er euch an der Schmiede, am Bach oder in der Scheune begegnet sein? Das war nicht Gott.“ Das Mädchen sah die drei Jünglinge strafend an. „Das waren Hirngespinste.“
„Trollt euch“, sprach da der Vater. Schwerfällig erhob er sich von seinem Platz am Kamin. „Ihr seid meiner Tochter nicht würdig. Wer lügt, der kommt in Teufels Küche.“ Bis zum Sonnenuntergang kamen die Buben und Burschen und brachten Gottes Worte, doch keine davon waren wahr. Da trat ein junger Mann hervor und sprach: „Ich weiß nicht, wo Gott zu finden ist, drum frage ich: Habt Ihr einen Anhaltspunkt für mich? Wer solch eine Bitte formuliert, muss wissen, wo Gott zu finden ist.“ Das Mädchen ward erstaunt vom Mut und der Ehrlichkeit des Mannes und wollte ihm helfen. Doch auch sie wusste nicht, wo Gott zu finden war. „Das Mäuschen!“, fiel es ihm in den Sinn. „Suchte nach dem Mäuschen, es wird wissen, wo Gott zu finden ist.“
„Das Mäuschen?“, fragte der junge Mann. „Wo finde ich es?“ Das Mädchen deutete aus dem Fenster in den Garten der Familie. „Am Grab meiner Mutter sah ich es zum ersten und letzten Mal. Es riet mir diese Finte. Suche es, und es wird auch Dir helfen.“
„Das werde ich“, versprach der junge Mann und verabschiedete sich.
Vor dem Grab der Mutter blieb der junge Mann stehen. „Mäuschen wo bist du?“, rief er das Grab an. „Mäuschen, wo bist du? Komm zu mir, ich möchte dich etwas fragen“, rief er noch einmal, doch kein Mäuschen weit und breit. „Mäuschen, bitte“, bat er ein drittes Mal. „Weise mir den Weg zu Gott.“ Da kam das Mäuschen hinter dem Grabstein hervorgekrochen und setzte sich vor des Jünglings Füße. „Du suchst nach Gott?“, piepste es zu ihm empor. „Ja, liebes Mäuschen, ich suche nach Gott. Bitte helfe mir ihn zu finden.“
„Ich weiß nicht, wo Gott ist“, entgegnete das Mäuschen. „Aber ich kenne jemanden, der weiß es ganz bestimmt.“
„Wer ist dieser jemand?“, fragte der junge Mann. „Das möchte ich dir sagen“, entgegnete die Maus. „Zuerst aber möchte ich etwas von dir haben.“ Der Jüngling sah auf die Maus herab. „Was ist es, das du haben möchtest, Mäuschen? Ich habe nicht viel, doch ich möchte es dir geben.“
„Siehst du die Apfelbäume dort?“, fragte das Mäuschen und deutete mit einer Kralle auf die prallgefüllten Apfelbäume der Familie. „Ich hätte gerne einen davon. Den größten den du finden kannst.“
„Kannst du denn keinen der heruntergefallenen nehmen?“, fragte der Jüngling. „Nein“, entgegnete das Mäuschen. „Die Äpfel die am Boden liegen sich die Schlechten. Ich teile nicht gerne mit Wurm und Getier. Die Guten nimmt die Familie ab bevor sie fallen. Ich möchte nur einmal einen der guten Äpfel kosten.“
„Wenn das, dass einzige ist, das du verlangst, möchte ich dir einen solchen Apfel bringen.“ Die Maus wirkte zufrieden. „Bring mir den Größten“, mahnte es noch einmal. „Den größten und schönsten Apfel für das Mäuschen“, bestätigte der junge Mann und schritt zu den Apfelbäumen. Zehn an der Zahl standen sie alle dicht beieinander und jeder von ihnen trug einen Apfel größer und saftiger als der Nächste. „Doch woher soll ich wissen, welcher der beste und größte von ihnen ist?“, fragte sich der Jüngling und schritt um den Hain herum. „Hier unten sehe ich keinen, der dem Mäuschen passen könnte. Ich muss hinauf, da sind die Äpfel meist größer und saftiger.“ Da griff er nach den dünnen Ästen der Bäume und zog sich nach oben. Die Bäume knarzten gar erbärmlich unter seinem Gewicht, da erblickte er den Apfel den er suchte. „Da ist er. Der beste und größte Apfel von allen“, sprach der Jüngling und streckte sich nach dem Apfel. Fast wäre er selbst vom Baum gefallen, da packte er den Apfel und riss ihn am. Guter Dinge ließ er sich vom Apfelbaum hinab und lief zum Mäuschen. „Hier ist der Apfel, nach dem du verlangt hast“, sprach der Jüngling und übergab der Maus ihren Apfel. Die Maus, glücklich, biss ein Stückchen vom Apfel ab. „Ja, das ist der beste und größte von allen“, bestätigte das Mäuschen. „Wirst du mir nun sagen, wo ich denjenigen finde, der weiß, wo Gott wohnt?“
„Ja“, bestätigte die Maus. „Kennst du die alte Burgruine auf der Anhöhe vor der Stadt?“
„Ja, die kenne ich wohl.“ Die Maus biss ein zweites Mal von ihrem Apfel ab. „Es lebt ein alter Mann nicht weit von dieser Burg. Es ist das einzige Haus weit und breit, er wird wissen, wo Gott wohnt.“ Der junge Mann bedankte sich bei der Maus und machte sich auf den Weg zu der Burg am Rande der Stadt. „Hier muss es sein“, sprach der Jüngling zu sich  selbst. Er sah sich um und bald schon, in einiger Entfernung, sah er ein Häuschen stehen. „Das muss es sein“, sprach er und lief zu dem Häuschen. „Ist hier jemand?“, rief er und klopfte gegen den Verschlag. Als keiner antwortete, klopfte er ein zweites Mal. Als auch beim dritten Man, niemand antwortete, drückte er gegen die Tür und sie schwang auf. Im Inneren des Hauses war es dunkel. Die Verschläge waren zugezogen, keine Kerze brannte und überhaupt schien niemand in diesem Häuschen zu leben. „Was sucht ein Fremder hier?“, sprach eine Stimme aus der Dunkelheit. „Sie sind hier“, entgegnet der Jüngling. „Haben Sie keine Kerze, mit der man Licht machen kann?“
„Doch, doch dann kommen die Geister.“
„Was ist mit den Geistern?“, fragte der Jüngling. Es raschelte. „Die Geister, sie kommen, um mich zu holen.“
„Nein, bestimmt nicht“, sprach der junge Mann und tastete sich im Zimmer voran. Als er auf einen Tisch stieß, tastete er nach einer Kerze. „Hier liegt eine, lassen Sie sie mich anzünden.“
„Nein!“, heulte der Mann auf. „Sie werden mich finden!“ Kalt legte sich eine Hand um das Handgelenk des Jünglings. „Zündet nur keine Kerze an.“ Der junge Mann verstand und legte die Kerze zurück auf den Tisch. Die Hand des Mannes um sein Handgelenk verschwand. „Sagt alter Mann, wisst Ihr wo Gott lebt?“
„Gott?“, fragte der alte Mann. „Nein, hier gibt es keinen Gott nur die Toten.“
„Aber wisst Ihr wo er lebt, wo er zu finden ist?“
„Nein“, sagte der alte Mann. „Aber ich kenne jemanden, der weiß gewiss wo Gott zu finden ist.“ Der junge Mann war erfreut. Guter Dinge fragte er: „Wollt Ihr mir verraten, wo ich diese Person finde?“
„Das tät’ ich, ja“, sagte der alte Mann. „Doch müsst Ihr mir zunächst helfen.“ Der Jüngling, der dies bereits erwartet hatte, willigte ein. „Das täte ich gern, alter Mann. Was verlangt Ihr von mir?“
„Befreit mich von den Geistern“, heulte der alte Mann auf. „Ich bin es leid in der Dunkelheit zu leben und mich verstecken zu müssen. Befreit mich von meinen Ängsten!“ Der Jüngling willigte ein: „Das tät’ ich alter Mann, sagt mir nur wie.“ Ein erneutes Rascheln. „Die alte Burg nicht weit von hier, die kennt Ihr wohl. Dort leben die Geister. Sie suchen nach mir, habe ich sie doch im Spiel betrogen.“
„So werde ich zu ihnen gehen und sie bitten Euch ziehen zu lassen“, sprach der junge Mann. „Wenn Euch das gelingt, möchte ich Euch den Weg weisen“, versprach der Ältliche seufzend.
Der Jüngling machte sich auf den Weg. „Es wird bald Nacht“, sprach der junge Mann zu sich selbst und trat in die Burg ein. Im Empfangsaal ließ er sich auf einem zerfledderten Diwan fallen und wartete auf die Nacht. Als die Nacht hereinbrach kamen die Geister mit ihr. „Wer ist das?“, wisperte eine Stimme. „Den kenne ich nicht“, sprach eine zweite. „Wer seid Ihr, Bursche?“, sprach eine dritte Stimme. „Ich bin gekommen, um euch um einen Gefallen zu bitten, ihr Geister.“
„Einen Gefallen“, wisperte das zweite Gespenst belustigt. „Was können wir Geister für einen Sterblichen schon tun?“, sprach das Erste. „Lasst den alten Mann in Frieden“, verlangte der Jüngling, da materialisierten sich die Geister. „Den alten Mann?“, bauschte das dritte Gespenst auf. „Der hat uns betrogen!“
„Den lassen wir nicht ziehen. Nicht bevor er seine Schuld beglichen hat.“ Da fragte der Jüngling: „Von was für einer Pflicht sprecht ihr Geister? Lasst mich das Erfüllen, das der Alte euch schuldig ist.“ Der erste Geist trat näher an den jungen Mann heran, sodass dem Jüngling ganz kalt zumute ward. „Ein ehrliches Spiel“, sagte der Geist. „Er schuldet uns ein ehrliches Spiel ohne Trickserei und Lügen.“
„Das möchte ich euch geben“, sprach der Jüngling und die Geister willigten ein. Wie aus dem Nichts schwebte ein Tisch an den jungen Mann heran. Bald schon gesellten sich Stühle und Karten dazu. „Das soll uns recht sein“, sprachen die Geister wie aus einem Munde. „Spiel mit uns, Bursche.“ Da ließen sich die Geister um den Tisch fallen und baten den jungen Mann sich ebenfalls zu setzten. „Was spielen wir?“, fragte der Jüngling während die Geister die Karten mischten. „Geisterquartett“, antwortete der erste Geist. „Es ist ganz einfach“, sprach das Zweite. „Wie das Sterblichen Quartett. Nur müsst Ihr aufpassen Eure Karten gut zu schützen.“ Da löste sich der Kopf des dritten Geistes von seinen Schultern und schwebte davon. „Sonst schauen wir in Eure Karten und Ihr verliert.“
„Fein“, sprach der Jüngling dem sein Nachteil bewusst war. „Das soll mir recht sein.“ Die Geister stimmten frohgemut zu und legten die Karten aus. Bald schon begann das Spiel. „Ich sehe Deine Karten!“, sprach der erste Geist zum Zweiten. „Dann sieht nicht gut aus.“
„Hör auf in meine Karten zu sehen“, schimpfte der zweite Geist. „Deine sind auch nicht besser“, sprach der Dritte zum Ersten. Der Jüngling betrachtete die Geister und überlegte sich bald schon eine List. Er würde die Geister gegeneinander ausspielen. „Sehen eure Karten wirklich so schlecht aus?“
„Oh ja!“, ereiferte sich der erste Geist. „Er hat zwar zwei Könige doch alles andere ist unbrauchbar.“
„Das musst Du gerade sagen“, sprach der dritte Geist, der in die Karten des Ersten guckte. „Bei Dir sieht es noch schlimmer aus. Du hast nur einen König! Der Rest ist auch bei Dir unbrauchbar.“
„Das stimmt doch gar nicht“, sprach der erste Geist. „Hier schau, ich habe sogar zwei Neunen. Das ist schon ein halbes Quartett.“ Da unterbrach ihn der zweite Geist. „Ich fange an“, sprach er und sah zu seinem linken Nachbarn. „Ich weiß jetzt, dass Du einen König hast, gib ihn mir.“
„Fein“, sprach der erste Geist und übergab seinem Gegenspieler die gewünschte Karte. „Hast Du noch eine Sieben?“
„Nein! Jetzt bin ich dran. Gib mir Deine Neun, ich weiß, Du hast eine.“ Der dritte Geist, der links neben dem Ersten saß, lachte triumphierend. „Ich habe keine Neun, das war eine Sechs. Ich habe sie falsch herumgedreht. Du bist darauf hereingefallen. Ich bin dran.“ Da wandte sich der dritte Geist dem Jüngling zu. Der hatte währenddessen unbemerkt in seine Karten geschaut und sie wieder auf den Tisch gelegt. „Ich weiß nicht, was Eure Karten sind“, sprach der Geist. „Ihr seid klug. Sie wieder verdeckt auf den Tisch zu legen war der richtige Gedanke. Durch Gegenstände hindurch sehen können wir Geister nicht.“
„Ich weiß“, sprach der Jüngling. „Hättet Ihr es gekonnt, hättet Ihr es schon versucht. Sprich, welche Karte wünschst Du?“
„Gibt mir Eure Sechs“, forderte der Geist. „Die möchte ich Dir geben.“
„Ihr müsstet noch eine Sechs haben, gibt sie mir.“ Der Jüngling lachte. „Ich habe keine Sechs. Euer Zug ist vorbei.“
„Ihr müsst sie aber haben!“, brauste der Geist auf. „Nein, er hat sie nicht. Ich habe noch eine Sechs und er hat auch noch eine“, sprach der erste Geist und zeigte ihm seine Karte. „Fein“, sprach der dritte Geist und ließ den Jüngling gewähren. „Welche Karte wünscht Ihr Euch Bursche?“, fragte der zweite Geist. Der Jüngling hatte währenddessen gut zugehört und wusste um die drei Könige die der Geist zu seiner linken hatte. „Gib mir Deine drei Könige“, forderte er und der Geist zu seiner linken übergab sie ihm. Dann erst nahm der Jüngling seine Karten wieder auf und warf vier davon auf den Tisch vor sich. „Quartett!", sprach der junge Mann. „Das kann nicht sein“, sprachen die Geister. „Und doch ist es wahr“, widersprach der Jüngling. „Ich habe gewonnen. Lasst ihr nun den alten Mann in Frieden? Ich habe gewonnen ohne zu Lügen oder zu Betrügen, ihr Geister habt euch selbst verraten.“ Den Geistern blieb nichts anderes übrig, als einzuwilligen. „Da habt Ihr wohl recht“, sprachen sie. „Wir sind rechtschaffene Geister, der alte Mann ist von seiner Schuld befreit. Wir halten uns an unser Wort.“
„Das freut mich“, sprach der junge Mann und stand vom Spieltisch auf. „So lasst mich zurück zu dem alten Mann gehen und ihm die frohe Botschaft überbringen.“ Die Geister ließen ihn ziehen und als er aus der Burg schritt war es schon Morgen. Als er dann an des alten Mannes Häuschen klopfte, rief er: „Ihr seid befreit alter Mann, Ihr braucht Schatten und Dunkelheit nicht mehr zu fürchten, die Geister lassen Euch ziehen.“ Da öffnete sich die Tür zum Haus und der alte Mann trat hinaus. „Wahrhaftig, Ihr spricht Wahres. Ich danke Euch Fremder. Lasst mich Euch also den Weg zu meinem Freund dem Riesen weisen.“ Zusammen gingen sie auf eine kleine Anhöhe, dort deutete der alte Mann auf eine Gebirgskette in einiger Entfernung. „Dort lebt mein Freund der Riese. Ich habe ihn schon lange nicht mehr gesehen, drum möchte ich Euch bitten etwas für ihn auf Euren Weg mitzunehmen.“
„Das möchte ich tun“, sprach der junge Mann bereitwillig und ging mit dem alten Mann zurück zu dessen Haus. „Bitte nimmt das mit Euch“, sprach dieser und übergab dem Jüngling ein Säckchen mit einigen Flaschen Branntwein. „Die mochte mein Freund stets am liebsten, drum grüßt ihn von mir und er wird Euch bereitwillig helfen.“ Da bedankte sich der junge Mann und schied von ihm.
Nicht lange und er erreichte den Gebirgshang. „Herr Riese bist Du da?“, rief er in die Berge hinein. „Was willst Du Fremder von mir?“, hallte eine Stimme zurück. „Ich habe Dir etwas mitgebracht von dem alten Mann, der an der Burgruine wohnt.“ Da bewegte sich in einiger Entfernung ein Bergmassiv. „Was hast Du mir mitgebracht?“, fragte der Riese, der sich aus dem Berg erhob. „Ein paar Flaschen Branntwein.“, sprach der junge Mann und gab das Täschchen dem Riesen. „Ich möchte Dich um etwas bitten, Riese.“
„Was möchtest Du von mir, Mensch?“
„Weißt Du wo ich Gott finden kann?“, fragte der junge Mann. „Was willst Du von Gott?“, fragte der Riese. „Es gibt ein Mädchen, dort wo ich herkomme“, sprach der Jüngling. „Ich verliebte mich in sie, doch kann ich sie nicht zur Braut nehmen. Nicht, bis ich ihr Wort von Gott selbst gebracht habe.“
„Was möchte dieses Mädchen von Gott?“, fragte der Riese. „Sie schwor sich bei Gott stets über das Grab ihrer Mutter zu wachen. Nun kann sie nicht ziehen.“
„Erst wenn Gott sie gehen lässt darf sie heiraten“, vervollständigte der Riese. Der Mann stimmte zu: „Genau.“
„Dann will ich Dir helfen“, sprach der Riese und legte das Säckchen zur Seite. „Ganz oben auf dem Berg bist Du Gottes Reich am nächsten. Suche dort nach ihm. Dort wirst Du ihn gewiss finden.“ Da bedankte sich der Jüngling beim Riesen und ging von dannen.
Der junge Mann ward schon lange gegangen, da wurde ihm auf einmal ganz kalt. „So weit oben ist es kalt. Sollte ich noch lange so laufen müssen, werde ich wohl erfrieren“, sprach er zu sich selbst. Dennoch setzte er seinen Weg fort. Bald schon begegneten ihm zwei Engel. „Ihr Engel, sagt mir“, sprach er zu den goldenen Engeln, die seinen Weg kreuzten. „Wo finde ich Gott? Ist der Weg noch weit?“ Da hielten die Engel inne und sahen den Fremden gar erstaunt an. „Ein Sterblicher so weit oben“, sprach der erste Engel zum Zweiten. „Nicht einmal der Riese der Berge traut sich so weit den Berg hinauf.“
„Ihr Engel, wisst Ihr wo ich Gott finde? Ist der Weg noch weit?“, fragte er ein zweites Mal und die Engel antworteten: „Nein, nicht mehr allzu weit. Doch wissen wir nicht ob ein einfacher Mann wie Du den Aufstieg schafft.“ Da zog einer der Engel ein schneeweißes Tuch hervor und band es dem Jüngling um den Hals. „Es wird nicht viel nützen“, sprach der Engel dem der junge Mann leid tat. „Doch vielleicht wird es deinen Weg vereinfachen.“ Der junge Mann bedankte sich bei den Engeln und lief weiter. Bald schon lichteten sich die Wolken und so fragte er die letzte große Wolke nach dem Weg: „Wolke sag mir, ist der Weg zu Gott noch weit?“
„Ein Mensch?“, sprach die Wolke und regnete vor Schreck einige dicke Tropfen. „Was macht ein Mensch wie Du so weit oben im Himmel?“
„Ich suche nach Gott“, sprach der Jüngling. „Ist der Weg noch weit?“
„Nein, nicht weit“, sprach die Wolke. „Bald bist Du da, noch ein bisschen dann wirst Du die Bergspitze erreichen. Leidest Du denn keinen Hunger, keinen Durst?“, fragte die Wolke. „Hunger habe ich keinen“, antwortete der junge Mann. „Doch Durst habe ich bestimmt.“ Da riss die Wolke ein Stück von sich ab und reichte es dem jungen Mann. „Nimm dies. Legst Du es in Deinen Mund wird es zu Wasser schmelzen.“ Da bedankte sich der junge Mann bei der Wolke und setzte seinen Weg fort. Bald schon hatte er die Wolke hinter sich gelassen. Durstig lutschte er an der Gabe der Wolke und stillte seinen Durst, beschloss jedoch ein Stück davon aufzubewahren. „Mir fröstelt es“, sprach der junge Mann zu sich selbst und zog das Tuch fester um den Hals, da sah er ein Häuschen stehen. „In dem werde ich mich wärmen“, sprach er und lief zu dem rettenden Häuschen. „Ist da jemand?“, sprach er und klopfte an des Häuschen Tür. Da öffnete ihm ein alter Mann. „Was kann ich für Dich tun?“, fragte der alte Mann. „Ich suche nach Gott. Sagt mir, ist es zu Gott noch weit?“, antworte der Jüngling. „Zu Gott ist es nicht mehr weit“, sprach der Mann. „Komm nur herein und setze Dich für eine Weile an meinen Tisch. Dir ist kalt und hungrig bist Du bestimmt auch.“ Da willigte der junge Mann ein und trat in das Haus. Im Inneren des Hauses stand ein Bett, ein Tischchen, und eine winzige Kochstelle. „Setze Dich nur an den Tisch“, sprach der Alte und goss warmes Wasser in zwei Becher. „Ich danke Dir alter Mann“, dankte ihm der junge Mann und setzte sich an den Tisch. „Was sucht ein junger Mann wie Du so weit oben in den Bergen?“
„Ich suche nach Gott. Von ihm möchte ich Wort für meine Liebste erbitten.“ Der alte Mann setzte sich zu ihm. „Warum kommt Deine Liebste nicht selber zu Gott und bittet um sein Wort.“ Da seufzte der Jüngling auf: „Das täte sie gerne, doch kann sie nicht. Sie schwor sich bei Gott immer auf das Grabe ihrer verstorbenen Mutter zu achten, so kann sie es nicht verlassen, doch nur Gott kann sie aus ihrer Schuld befreien.“ Der alte Mann nickte. „Ist Deine Liebste ein frommes und gutes Mädchen?“
„Ja, das ist sie wohl“, sprach der junge Mann. „Sie sorgt sich gar rührend um Vater und Mutter. Selbst als der Vater sich eine neue Frau nahm, so grämte sie ihm nicht und freute sich.“
„Du hast ein gutes Mädchen gefunden.“ Der Jüngling lächelte. „Das habe ich wohl, drum möchte ich sie gerne und mit mir nehmen. Doch kann sie ihres Vaters Haus nicht verlassen, liegt doch ihre Mutter dort begraben.“ Da stand der alte Mann auf und schritt an die Tür. „Geh zurück mein junger Freund und berichte ihr: Gott lässt sie ziehen und ist stolz auf sein Lämmchen, dass Mutter und Vater solch gute Dienste geleistet hat.“ Der junge Mann erhob sich von Tischlein und trat an den alten Mann heran. „So werde ich gehen“, sprach er und bedankte sich bei dem alten Mann für seine Gastfreundschaft. „Nimm dies mit Dir“, sprach der alte Mann und nahm ein Fläschchen mit heißem Wasser zur Hand. „Der Abstieg ist lang und kalt. Nimm dieses Fläschchen es wird Dich wärmen und nähren.“ Der junge Mann bedankte sich abermals bei dem alten Mann und trat dann samt Fläschchen den Weg zurück an. Überzeugt, Gott gefunden und sein Wort erhalten zu haben, schritt er den Berg wieder hinab. Bald schon traf er auf die Wolke, die fragte ihn: „Sag Bursche, hast Du denn Gott gefunden, gab er Dir sein Wort?“ Da Sprach der junge Mann: „Ich denke, das habe ich. Gott lässt meine Liebste ziehen, wir werden Heiraten. Liebe Wolke, ich danke Dir für Deine Hilfe. Komm’ zu unserer Hochzeit, wir täten uns freuen.“ Da stimmte die Wolke zu und ließ den Jüngling ziehen. Bald darauf begegnete der junge Mann den beiden Engeln. „Sag Bursche“, forderten sie. „Hast Du denn Gott gefunden, gab er Dir sein Wort?“ Da sprach der junge Mann abermals: „Ich denke, das habe ich. Gott lässt meine Liebste ziehen, wir werden Heiraten. Liebe Engel, ich danke euch für eure Hilfe. Kommt zu unserer Hochzeit, wir täten uns freuen.“ Da stimmten die Engel zu und entließen den jungen Mann. Als er am Fuße des Berges ankam, wartete der Riese auf ihn und sprach: „Sag Bursche, hast Du denn Gott gefunden, gab er Dir sein Wort?“ Da nickte der junge Mann fröhlich und antwortete: „Ich denke, das habe ich. Gott lässt meine Liebste ziehen, wir werden Heiraten. Lieber Riese, ich danke Dir für Deine Hilfe. Komm’ zu unserer Hochzeit, wir täten uns freuen.“
„Das tät’ ich gerne“, sprach der Riese und wünschte dem jungen Mann alles Gute. Als der Jüngling schon bald an der Burg und dem Häuschen des alten Mann vorbeikam, klopfte er an dessen Tür. „Alter Mann, ich bin es“, sprach er, da öffnete sich die Tür und der alte Mann trat heraus. Der freute sich über den Anblick des jungen Mannes und fragte: „Sag Bursche, hast Du denn Gott gefunden, gab er Dir sein Wort?“
„Ich denke, das habe ich“, sprach der Jüngling. „Gott lässt meine Liebste ziehen, wir werden Heiraten. Alter Mann, ich danke Euch für Eure Hilfe. Kommt zu unserer Hochzeit, wir täten uns freuen.“ Da willigte auch der alte Mann ein und wünschte dem Jüngling alles Gute. Dieser machte sich weiter auf den Weg zurück zu seiner Liebsten, da begegnete er auf dem Weg zu dessen Haus am Grabe der Mutter der Maus. „Sag Bursche“, fiepte die Maus. „Hast Du denn Gott gefunden, gab er Dir sein Wort?“ Da beugte sich der Jüngling zu der Maus hinab und berichtete: „Ich denke, das habe ich. Gott lässt meine Liebste ziehen, wir werden Heiraten. Liebes Mäuschen, ich danke Dir für Deine Hilfe. Komm’ zu unserer Hochzeit, wir täten uns freuen.“ Da willigte auch die Maus ein und begleitete den jungen Mann bis an die Tür des Hauses. Dort verabschiedeten sie sich und der Jüngling klopfte an die Tür. „Was wünscht Ihr?“, sprach eine Stimme aus dem Inneren. „Ich bringe Wort von Gott“, sprach der junge Mann, da öffnete sich die Tür und der Vater trat hinaus. „Ihr seid es“, begrüßte er den jungen Mann und ließ ihn ein. „Lasst mich nach Frau und Tochter schicken.“, bat der Vater und bald schon saßen Vater, Frau und Tochter sowie der junge Mann im Wohnzimmer der Familie. „Du bringst Wort von Gott“, sprach das Mädchen. „Das bringe ich“, bestätigte der junge Mann. „Was sagt er?“
„Gott lässt Euch ziehen und ist stolz auf sein Lämmchen, dass Mutter und Vater solch gute Dienste geleistet hat.“ Da sprach der Vater: „Doch wie können wir Euch glauben?“
„Lasst mich berichten“, bat der Jüngling und die Familie gewährte es ihm, waren sie doch allesamt Gespann auf des Mannes Wort. „Ich ging zu der Maus, wie Ihr geraten. Die wusste den Weg zu Gott nicht, doch verlangte von mir den schönsten und größten Apfel vom Baum zu pflücken. Im Gegenzug schickte sie mich zu einem Mann von dem Sie sicher war, er wüsste den Weg. Dieser Mann lebte nahe der zerfallenen Burg. Er hatte furchtbare Angst vor Geistern und so lebte er zurückgezogen in seinem Häuschen, das er niemals verließ. Doch als ich ihn nach Gott fragte, wusste auch er den Weg nicht. Da wollte er mich zu jemanden schicken, der es ganz bestimmt wusste, im Gegenzug musste ich ihn jedoch von den Geistern befreien. Ich lief zu der alten Burg und wartete auf die Nacht, da traf ich die Geister. Ich spielte mit ihnen Quartett und als ich gewann, willigten sie ein, den armen Mann in Frieden zu lassen. Dieser schickte mich zu dem Riesen am Fuße der Gebirgskette. Dieser sprach, Gott sei ganz oben auf dem Berg. So bestieg ich den Berg, traf Engel und Wolke und gelangte schließlich zu einem kleinen Holzhaus. Dort traf ich ihn. Er bat mich in sein Haus, wir sprachen miteinander und er gab mir sein Wort für Euch. Da lief ich den ganzen Weg wieder zurück, jetzt bin ich hier.“
„Doch wie können wir Eurer Geschichte glauben?“, sprach der Vater erneut, da kam dem Jüngling eine Idee. „Seht ihr dieses Tuch um meinen Hals?“, fragte er und übergab der Familie den kostbare Stoff. „Die Engel gaben ihn mir, mich warmzuhalten. Einen solchen Stoff gibt es auf Erden nicht.“ Das musste auch der Vater eingestehen. Da holte der junge Mann das Stück der Wolke heraus, dass er aufbewahrt hatte und gab es seiner Liebsten. „Ich war so durstig, da gab die letzte der Wolken mir ein Stück ihrer selbst. Nimmt es in den Mund, und es wird zu Wasser.“ Da tat das Mädchen wie ihm geheißen und ward gar erstaunt. „Wasser“, rief es aus. „Das kann nur von einer Wolke kommen.“ Als letztes zog er das Fläschchen hervor und überreichte es der Stiefmutter. „Das Fläschchen ist ganz warm“, sprach sie und reichte es an ihren Mann weiter. „Gott selbst gab mir dieses Fläschchen. Es sollte mich auf meinem Weg wärmen und nähren. Wer selbst außer Gott kann ein solches Wunder vollbringen, ein Fläschchen voll Wasser das nicht erkaltet.“ Da stimmten Eltern und Tochter ihm zu. „Ihr habt recht. Jemand anderes außer unser lieber Gott könnte so etwas niemals erschaffen. Ihr spricht wahres Wort.“, lobte der Vater und ward erfreut über seinen zukünftigen Schwiegersohn. „Ich bin befreit“, sprach da das Mädchen. „Du hast mich befreit.“ Glück lag in ihren Augen und der Jüngling ließ sich hinab auf seine Knie sinken. „Drum lasst mich Euch heiraten. Werdet meine liebe Frau, und ich werde Euch stets treu ergeben sein.“ Da willigte das Mädchen überglücklich ein. „Willkommen in der Familie“, sprachen die Eheleute und freuten sich aufrichtig für das junge Glück.
Bald schon ward die Hochzeit gefeiert und wie versprochen fanden sowohl das Mäuschen als auch der alte Mann, Riese, Engel und Wolke ihren Weg zur Hochzeit. Sie gratulierten dem frischvermähltem Paar überschwänglich und gaben ihre Garben. Und so setzten sie sich beisammen, und aßen und tranken und feierten bis in die Nacht hinein.
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