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Rakshis

von Twiety
GeschichteSci-Fi, Action / P16 / Gen
Aria T'Loak Liara T'Soni OC (Own Character) Tali'Zorah vas Normandy
15.02.2021
15.02.2021
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Roxane

Ein Planet erstirbt unter mir im Feuer. Keine zivilen Opfer, bloß die fanatischen Anhänger einer biotischen Missgeburt sterben, als ich die Sprengladungen zünde, die den fragilen Minenplaneten vernichten. Neben mir stehen Kommandanten und Generäle, die bei diesem Plan geholfen haben. Der Sieg wird keine Kriegswende bringen, aber er sendet die richtige Botschaft an Cyns und Beryls Unruhestifter, die sich meiner Regentschaft immer noch entziehen wollen. Uraso wird ab jetzt ein Mahnmal an die Rakshis sein, so hat Cyn lächerlicherweise die Armee genannt, die sich hinter ihr versammelte, als sie mich des Mordes an Ilan bezichtigte. Soll sie sich seine Philosophie aneignen, mir ist das gleich. Vor mir retten wird sie das trotzdem nicht.
Die Nase rümpfend wende ich mich von dem Sichtfenster ab und schaue auf die strategische Holokarte.
,,Meine Damen und Herren, wo machen wir weiter?“


Cyn

Sirenen heulen, Explosionen erfüllen die Luft mit Asche, Staub, Hitze und den Resten dessen, was einmal lebende Wesen und Gebäude darstellten. Soldaten von Eclipse schießen verzweifelt auf mich, doch ihnen ist klar, dass sie mich nicht verletzen können. Meine Kräfte machen mich ebenso stark wie meine schreckliche Wut. Ich schreite auf sie zu, woraufhin sie versuchen wegzulaufen. Erbärmlich.
Im Lauf werden sie angehoben. Sie schlagen wild um sich, als könnten sie verletzen, was sie hochhebt. Dann lasse ich sie auf mich zufliegen, steche erst einen Menschen und dann einen Quarianer mit einem Kurzschwert durch ihre Visiere, werfe beide Körper zur Seite und sehe dann zu dem Gebäude, dass sich vor mir befindet.
Die Tür ist verstärkt, normalerweise würde man sie für einen Bunker benutzen. Trotzdem habe ich schon Raumschiffe mit meinen Kräften bewegt, von sowas lasse ich mich nicht aufhalten.
Die Tür beult sich ein, bis der Rahmen sie nicht mehr halten kann und abreißt. Ich werfe sie hinter mich und betrete den Raum. Soldaten rasen auf mich zu, schießen auf mich, zwei Biotikerinnen versuchen sich mir entgegenzustellen. Eine Nova später sind sie alle tot.
Eine recht unscheinbare menschliche Frau in dunkelgelber Rüstung starrt mich an. Nicht verängstigt sondern überrascht, dass ich plötzlich vor ihr stehe.
Ich ziehe mein Schwert und hebe sie hoch, woraufhin sie mich in Todesangst anstarrt.
,,Wo finde ich Roxane?“



Beryl

Leise wie eine Schneeflocke, die sich dem Boden nähert, bewegt sich die Orelit über dem Orbit Opums durch die Schlacht. Sie ist kleiner als jede andere Schlacht, die in den Söldnerkriegen im Orbit des Eisplaneten stattfand, doch man merkt eine stärkere Verbissenheit bei den Kämpfern beider Seiten.
Wie ein stiller Dirigent fliegt das getarnte Schiff durch die Reihen meiner Feinde und sendet Befehle an meine kleine Angriffsflotte aus, die aus nicht mehr als vier Schlachtschiffen, sieben Zerstörern und zwei Hangarschiffen besteht. Wir sind mächtig in der Unterzahl und hätten wohl kaum eine Chance, hätte die Orelit nicht ein mächtiges Upgrade bekommen, sodass taktische Befehle meines Feindes, oder auch meines ehemaligen Verbündeten, direkt an meine Rakshis gesendet werden. Dadurch kann mein Feind uns nicht austricksen oder überraschen.
Mit Rar'Naros an meiner Seite dirigiere ich meine Leute aus den Schatten und genieße es, meinen Feind zu besiegen. So, wie es jeder der Verräter verdient hat, für das, was sie getan haben. Ob nun ich hier oben oder Cyn auf der Planetenoberfläche von Reyfield, ob Jon mit seinen Dolchstoßeinheiten. Wir sind nicht mehr so groß wie früher, nicht mehr so mächtig. Doch wir sind wütend und wollen Vergeltung für das, was sie uns gestohlen haben. Gerechtigkeit, für die, die starben. Rache, für Ilan.


Jon

,,Arschlöcher“, zische ich, als ich auf mein Datenpad schaue.
,,Sie sind nicht zimperlich. Sie wollen diese Zivilisten wirklich abschrecken“, sagt einer meiner turianischen Freunde.
,,Sollen sie es doch versuchen. Nur weil sie unser Symbol nutzen, sind sie nicht wir. Beginnt den Angriff.“
Auf den Befehl hin starten zwei Fregatten und dreiundsechzig Jäger in den Höhlen eines vollkommen unbedeutenden Asteroiden ihre Triebwerke und steuern auf zwei Kreuzer von Eclipse zu, die es auf eine Zivilistenkolonne abgesehen haben. Die Kolonne besteht aus nicht weniger als zwanzig Transportern, auf denen jeweils bis zu hundert Personen Platz finden. Je nachdem, wie vielen Kroganern man den Zutritt gewährt. Ihr einziger Schutz stellt ein Kreuzer der Kolonialverteidigung des Zwergplaneten Itomb III dar.
Die Monster von Eclipse versuchen ein schlechtes Licht auf die Rakshis zu werfen, indem sie unter unserer Flagge die Zivilisten angreifen. Hätten wir die Warnung vor ihrem Angriff nicht von unserem Informanten aus den Schatten bekommen, wären die Flüchtlinge auf dem Weg zu ihrem sicheren Hafen vermutlich vernichtet worden
Netter Versuch, aber die Rechnung haben sie ohne mich gemacht.
Während Eclipse den Kolonialkreuzer vernichtet, bombardieren meine Jäger die feindlichen Schiffe mit Ionentorpedos. Bis sie uns bemerkt haben, sind Waffen, Triebwerke und Schilde schon vernichtet. Meine Fregatte fliegt über die Brücke eines Kreuzers und fährt seine Rampe aus. Zusammen mit meiner Einsatztruppe, bestehend aus zwanzig Veteranen der Söldnerkriege, springe ich herunter und überrasche den feindlichen Kapitän mit meiner Anwesenheit auf seiner Schiffshülle.
,,Fahrt zur Hölle ihr Schweine“, rufe ich, als ich mich in ihre Audiosysteme gehackt habe, dann zerschießen wir ihre Frontscheiben, woraufhin die Besatzung der Brücke ins Vakuum des Alls gesaugt wird.
,,Übernehmt das Schiff. Ich wollte sowieso ein neues Zuhause haben“, gebe ich meinem Team weiter. Sie nicken gehorsam und dringen ein. Währenddessen schaue ich meiner Jägerstaffel zu, wie sie den anderen Kreuzer zum brennen bringt.


Ravena

Warme Meeresluft umfängt mich, als eine weitere Welle an Flüchtlingen auf der Ozeanwelt Mavodar ankommt.
Ich blicke von meiner eisernen Festung auf die Flüchtlingsstadt, die aus unzähligen Fertighäusern besteht, hinab und muss seufzen. Wie lange, bis selbst ich keine Möglichkeit mehr habe, den verlorenen des Krieges zu helfen? Neutralität hatte sich kurz einfach angehört, ist aber eigentlich nur sehr viel logistischer als der Krieg selber. Aber sie ist notwendig, dass hat mir der Shadow Broker ganz klar gemacht. Krieg war notwendig, aber er belastet die, die nicht kämpfen und vernichtet die, die es tun. Es braucht etwas für danach. Dafür bin ich da. Dafür habe ich Prot und seine Leute auf meiner Seite. Und die Kriegsmüden ehemaligen Soldaten von Eclipse. Und meine Soldaten, für die ich mein Leben geben würde, weil sie das genauso für mich tun würden.
Ich fühle mich distanziert von den Kolonisten dort unten, die immer weiter in den Krieg hineingezogen werden. Ich tue alles, um persönlich zu helfen, doch wenn ich das tue, lasse ich andere Dinge schleifen. Wie ihre Versorgung zu gewährleisten. Oder ihre Sicherheit.
Leider, wie ich schon in ein paar Scharmützeln herausfinden muss, gewährleistet Neutralität nämlich nicht, dass Sicherheit gegeben ist. Schon gar nicht, wenn sie nicht anerkannt wird.
Dennoch, ich halte durch. Für mich, für Cyn, Beryl und ihre Armee. Weil der Shadow Broker mich darum gebeten hat. Für ein besseres Morgen. Ich hoffe nur, dass dieses bessere Morgen bald eintrifft.







 
 
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