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Szenen des Lebens

Kurzbeschreibung
DrabbleAbenteuer, Action / P16 / Mix
15.02.2021
16.02.2021
3
802
1
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Dieses Kapitel
1 Review
 
15.02.2021 425
 
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Es war wieder soweit. Jener Traum, um den Träumer zu quälen. Über den magischen Immersangwald, das warme Licht und die wunderschönen Mauern von Silbermond. Er saß auf einer der Bänke und hatte sein Gesicht gen Sonne gedreht.
Eine Stimme, die rief, in einer Sprache, die er nicht verstehen und sprechen durfte. Die dunklen Wolken, welche den blauen Himmel bedeckten, waren ein übler Vorbote, aber die Verliebten nahmen es nicht wahr. Keine Grenzen, keine Rassen oder Vorsätze würden die beiden je voneinander trennen. Ihr Lächeln, welches voller Liebe strahlte und sein Herz erwärmte, verzerrte sich einige Augenblicke später in etwas fahles graues und verlor jeglichen Funken Leben.

Mit einem Satz richtete sich der junge Dämonenjäger auf, schnell ging sein Atem und sein Puls raste. Schweigend fuhr er sich über das verschwitzte, schwarze Haar und atmete tief ein und aus, das Wispern in sich bekämpfend, welches nach Kontrolle, Tod und Zerstörung rief.
„Schlecht geschlafen, was?“, ertönte eine rau klingende Stimme im Hintergrund. Hastig drehte der Blutelf seinen Kopf zum Ursprung, wo unweit von ihm ein Nachtelf saß, der in seine Richtung sah. „Wie immer“, versuchte der Jüngere von beiden das Thema schnell zu beenden. „Dämonen der Vergangenheit?“, beharrte der Ältere darauf und zog eine Augenbraue hoch, als er sich aufrichtete. „Wir sollten keine Möglichkeit geben, uns anzugreifen. Diese Kreaturen warten nur darauf“, lenkte der Dämonenjäger ab und trat mit einigen eiligen Schritten von dem kleinen Ruhrort der Illidari fort. „Man sagte schon immer, Blutelfen seien stürmischer Natur, aber du beweist es mir gerade“, entkam es dem Älteren, der gelassen folgte. „Euch jungen Dämonenjägern ist manchmal nicht zu helfen“, sprach er weiter und erntete einen verächtlichen Blick seitens des Jüngeren. „Ich habe auch nicht nach deiner Hilfe verlangt“, antwortete dieser und schüttelte kurz einen Kopf. „Vergiss nie, Jungchen, dass du unter meinem Kommando stehst. Solltest du durchdrehen, weil du deinen Kampf verlierst.“ Grob wurde der Nachtelf jedoch unterbrochen. „Werde ich getötet. Diesen Aspekt habe ich verstanden“, unterbrach ihn der Blutelf harsch. Stille breitete sich zwischen ihnen aus. „Verliere ich einen jungen Mann an seinen Dämonen. Ich möchte das nicht und du auch nicht“, beendete der Nachtelf seinen Satz. Ein Seufzen war zu hören. „Gibt es Neuigkeiten?“, fragte der Blutelf ruhiger. „Nichts neues. Also konzentrieren wir uns auf die Dämonen und ihre Portale, die sie neu aufgebaut haben. Je weniger von ihnen dadurch kommen, desto besser“, antwortete der Ältere und legte seinen Arm kurz auf die Schulter des Jüngeren. Es war die stumme Botschaft, dass keiner von beiden diese Schlacht alleine tätigen musste.


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Wortanzahl: 419
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