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Echo der Zukunft

von Rna
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Dr. Matteo Moreau OC (Own Character)
15.02.2021
28.03.2021
7
25.433
5
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04.03.2021 3.090
 
Es war noch immer unrealistisch das ich hier wieder neben Matteo lag und wir in 30 Wochen eine kleine Familie werden. Aber es war Realität. Es war die pure Realität. Ich strich sanft über seine unrasierte Wange und musterte seine entspannten Gesichtsmuskeln. Ich war froh das wir es geklärt hatten und irgendwie war genau jetzt der Zeitpunkt in meinem Leben gekommen den ich immer erreichen wollte. Eine gute Ärztin sein, heiraten, ein Kind bekommen und ein Traumhaus bauen. All das würde ich bald haben und hätte es mir niemals erträumen können. Ich lächelte leicht, als sich Matteos Gesichtsmuskeln bewegten. Er brummte ein wenig und regte sich dann. Ich nahm meine Hand zurück und musterte seine Reaktion einfach von der Seite. Langsam schlug er die Augen auf und musterte mich müde. Allerdings fing er auch sofort an zu schmunzeln. „Guten Morgen!“, hauchte ich und strich wieder über seine Wange. „Guten Morgen ihr beiden!“, hauchte er, beugte sich zu mir und gab mir einen leichten Kuss auf die Lippen. Dann legte er die Decke leicht frei und küsste meinen nackten Bauch, wie gestern auch schon. Sofort lachte ich auf, als er danach seinen Kopf auf meinen Bauch legte und ihn zärtlich streichelte. „Habt ihr gut geschlafen?“ „Ja!“, sagte ich und strich durch seine längeren Haare. „Und du?“ „Ich habe bestens geschlafen!“ Ich freute mich das er so glücklich war. Anscheinend hatte er seinen Aussetzer verarbeitet und die Freude kam vor der Angst. „Du hast schon ein kleines Bäuchlein!“ „Ja!“, grinste ich und schaute nach unten. „Und du weißt es wirklich erst seit vorgestern?“ „Ja. Meine Tage ist den 2. Monat ausgeblieben und ich dachte einfach das liegt an den Zyklusstörungen durch die 3-Monatsspritzen, aber dann haben meine Brüste gespannt, mein Bauch hat sich verändert und dann die letzten Tage die Morgenübelkeit!“ „Hast du einen Test gemacht?“ „Julia hat einen Ultraschall gemacht!“ „Können wir heute nochmal einen machen? Ich möchte es gerne sehen!“ „Natürlich!“ Wieder küsste er meinen Bauch. „Ich glaube es wird ein Junge!“ Jetzt musste ich lachen. „Ich bin in der 10. Woche. Ich glaube das dauert noch ein wenig!“ „Ich weiß es aber!“ „Na hoffentlich nicht. Ein Moreau reicht mir!“ Sofort zwickte er mich in den Bauch. „Auu!“, sagte ich empört. „Ist doch die Wahrheit. Der Kampf mit dir hat mir geschickt, ich brauche nicht noch so einen!“ „Ich lasse das mal unkommentiert!“, hauchte Matteo und liebkoste meinen Bauch erneut. „Wollen wir es allen sagen heute?“ Ich musterte ihn und wurde ein wenig ernster. Ich wollte ihn auf keinen Fall verunsichern, aber ich hatte mir Gedanken darüber gemacht. Bis jetzt wussten es nur Ben, Leyla, Niklas und Julia. Ich wollte vorerst das es auch so blieb, denn im ersten Trimester konnte noch eine Menge passieren. Ich schluckte. „Ich würde gerne noch ein wenig warten!“ Matteo richtete sich auf und blickte mir in die Augen. „Ich würde gerne noch bis zur 12. Woche warten, weil naja du weißt schon..!“, versuchte ich zu erklären. Er presste seine Lippen aufeinander und seine Stirnfalten kamen zur Sicht. „Ich möchte dir keine Angst machen, aber du weißt es selber Matteo!“ Er nickte. „Du hast Recht!“ „Wirklich?“ Er nickte. „Es ist besser so!“, stimmte er mir dann zu und lächelte ein wenig. Erleichtert atmete ich aus. „Wir könnten es ja zum Beispiel an unserer Hochzeit sagen!“, hauchte er. Ich überlegte kurz. Die Hochzeit würde in 2 Wochen stattfinden bis dahin war ich in der 12. Oder sogar schon 13. Woche. „Das klingt gut!“ „Dann müssen wir jetzt nur alles absagen!“, sagte er und rutschte dann zu mir nach oben. Absagen? Was wollte er denn absagen? „Was möchtest du absagen?“ „Unsere Flitterwochen!“ Er wollte was? „Was?“, fragte ich schockiert und musterte ihn. „Du bist schwanger!“ „Matteo was hat eine Schwangerschaft mit unseren Flitterwochen zutun?“ In der Schwangerschaft durfte man fliegen und auch reisen. „Du bist im ersten Trimester, was meinst du was alles passieren kann?“ „Wenn wir in die Flitterwochen fliegen bin ich im zweiten Trimester!“ „Ja aber das Risiko ist trotzdem zu groß. Wir fliegen ans andere Ende der Welt, was meinst du kann da alles passieren?“ Wir flogen nach Hawaii und Bora Bora. Es war am anderen Ende der Welt, aber das machte keinen Unterschied.  „Das ist doch nicht dein ernst?“, fragte ich empört. „Doch natürlich! Du hast keine Milz mehr, deine Thrombozyten haben sich erst eingespielt. Ich gehe doch kein Risiko ein das du eine Thrombose bekommst und unserem Kind etwas passiert. Wir müssen einfach damit umgehen das du eine Risikoschwangerschaft hast!“ Risikoschwangerschaft? „Was für eine Risikoschwangerschaft?“ „Du hast keine Milz mehr, dass ist eine Risikoschwangerschaft!“ „Matteo jetzt übertreib aber bitte nicht. Ich ziehe meine Antithrombosestrümpfe an und es geht mir gut!“ „Trotzdem wirst du auch nicht mehr operieren!“ Jetzt überstieg er eine Barriere. Das ging eindeutig zu weit. „Was? Das kannst du nicht entscheiden!“ „Doch, denn ich bin dein Ehemann!“ „Das ist mir egal. Ich operiere solange ich kann!“ „Du bist noch im ersten Trimester!“, sagte er deutlich. Ich atmete aus. „Matteo ich weiß du machst dir Sorgen, aber ich würde niemals etwas tun was das Kind gefährdet!“ „Du gefährdest es aber und dich auch!“ „Matteo es geht mir gut, warum verstehst du das nicht? Die letzten Wochen habe ich auch normal operiert und es war alles super!“ „Jetzt wissen wir es aber!“ „Willst du dich wieder streiten?“ „Ich will euch nur schützen!“ „Das weiß ich, aber ich kenne die Grenzen und wenn Julia sagt wir fliegen und ich darf in den OP werde ich das tun. Leyla hat auch operiert!“ „Leyla ist aber nicht meine Frau!“ „Okay!“, sagte ich hart. „Diskussion beendet wir sprechen mit Julia!“ „Und Niklas!“ Wenn er dann Ruhe gab. Ich wusste die beiden gaben grünes Licht. „Gut!“, stimmte ich ein und seufzte. Matteo gab mir einen Kuss und schwang sich dann aus unserem beigefarbenen Polsterbett. „Wohin?“ „Wir müssen ein Ultraschall machen!“ „Jetzt?“ „Jetzt!“, bestätigte er und zog mich hoch. „Danach frühstücken wir was in der Cafeteria!“ Und damit hatte er ein Machtwort gesprochen. Beinahe im Eiltempo schleppte er mich in die Dusche, zwang mich zum anziehen und fuhr uns dann in die Klinik, wo er sich dann meine Hand schnappte und mich durch das Gebäude zog.

Er konnte es anscheinend kaum erwarten. Er war aufgeregt und ihn so zu sehen erheiterte mich ein wenig. Allerdings war sie nicht am Counter, wie erhofft. „Ich weiß wo sie ist!“, sagte Matteo sofort und zog mich weiter zu einen der Behandlungsräumen. Dort öffnete er die Tür und eine knutschende Julia und Niklas waren vorzufinden. Ich starrte die Beiden erschrocken an. Matteo wirkte nicht überrascht. Als die Beiden uns sahen lösten sie sich peinlich berührt und räusperten sich. „Fertig?“ „Nachdem du gekommen bist!“ „Jaja!“, sagte Matteo und schloss die Tür hinter sich. Ich musterte Julia entschuldigend. „Was können wir für euch tun?“ „Ich möchte mein Baby sehen!“, sagte Matteo. Erstaunt schauten Julia und Niklas ihn an. „Ja was schaut ihr so? Macht ihr nun ein Ultraschall oder starrt ihr mich nur ein!“ „Natürlich machen wir einen Ultraschall, Matteo!“, fing sich Niklas ruhig wie er war. „Ja genau!“, sagte Julia und grinste mich an. Ich wusste genau was sie dachte. „Dann komm mal her Ally!“ Ich nickte und legte mich dann auf die Liege. Dort machte ich meinen Bauch ein wenig frei. „Willst du oder soll ich?“, fragte Niklas. „Mach du ruhig!“, sagte Julia und stellte sich hinter Niklas, der sich neben mich setzte. „Dann schauen wir uns das kleine Baby mal an!“ Er machte ein wenig Gel auf den Kopf und drückte ihn dann vorsichtig auf meinen Unterbauch. „Und da ist es auch schon!“, sagte Niklas und drehte den Bildschirm zu uns. Mein Herz fing wieder schneller an zu klopfen und Glücksgefühle durchliefen meinen Körper. Es war wirklich unser Baby. Es war so unrealistisch. Immer noch. „Hier ist der Kopf, der Körper, die Arme und die Beine!“ Niklas zeigte genau auf den mittlerweile schon Fötus. „Und es sieht alles sehr gut aus!“ Niklas lächelte uns kurz an und drückte dann einen Knopf am Ultraschallgerät. Im nächsten Augenblick hörte man dann das kleine Herz schlag. Das kleine Herz von unserem ungeborenen Kind. Es war unglaublich. Die Töne waren wie Musik in meinen Ohren. Es zeigte Leben in mir und das ein kleines Wunder heranwuchs.  Ich musterte Matteo, der einfach nur glücklich auf den Ultraschall starrte. „Also ist alles gut mit dem Baby?“, fragte Matteo nach einiger Zeit. „Es ist alles sehr gut!“ Matteo nickte. „Es ist alles so wie es sein sollte. Ich schätze 10. Woche!“ Er tippte einige Knöpfe. „Der Fötus ist knapp 30 Millimeter lang das ist völlig normal wie es sein sollte!“ „Gut!“, lächelte ich und musterte Matteo. „Es ist alles gut!“, sagte ich zu ihm. „Dürfte sie denn fliegen?“ „Solange sie sich gut fühlt, darf sie fliegen!“ „Aber wir fliegen nach Hawaii und Bora Bora das ist am anderen Ende der Welt!“ „Matteo sie darf fliegen sofern sie sich gut fühlt!“, sagte jetzt auch Julia. „Aber wegen ihrer Asplenie hat sie ein erhöhtes Infektionsrisiko und erhöhte Thrombosegefahr!“ Jetzt fing er damit an. „Matteo es ist 3 Jahre her und ich bin schon über der 2 Jahresgrenze!“ „Es kann immer was passieren!“ „Ich werde doch regelmäßig geimpft und meine Thrombozyten waren vor einem halben Jahr nur knapp über 400 Tausend. Die Gerinnungshemmer nehme ich auch schon lange nicht mehr!“ „Okay Stopp!“, mischte sich Niklas ein. „Diese Diskussion führt zu nichts!“ Er musterte uns beide. „Ich muss Matteo Recht geben ein gewisses Risiko besteht immer aber wenn du die richtigen Maßnahmen triffst, wie Antithrombosestrümpfe oder eine einmalige Gabe von Heparin über den Flug!“ „Aber das ist für das Kind schädlich!“, sagte sofort Matteo. Er machte mich jetzt schon wahnsinnig. „Es gibt darüber keine genauen Studien!“, sagte Julia. „Einige Einnahmen sind unbedenklich für das Baby. Ich habe schon viele Frauen begleitet die während der gesamten Schwangerschaft ASS genommen haben und ein gesundes Kind zur Welt gebracht haben!“ „Dann machen wir das!“, sagte ich lächelnd. „Ich bin dafür wir fliegen nicht!“ „Matteo das sind unsere Flitterwochen!“ „Matteo es ist unbedenklich. Wir nehmen jetzt schon Blut für die Mutterschaftsvorsorge ab und machen die ersten Test für Krankheiten wie HIV, Hepatits, Lues, Clamydien, Röteln und machen einen Antikörpertest!“ Ich nickte. Vielleicht würde ihn das beruhigen. „Wir testen dich auch noch auf Toxoplasmose, Varizellen, Zytomegalie und natürlich Listeriose!“ „Sie hat eine Risikoschwangerschaft!“ „Ich habe keine Risikoschwangerschaft!“ „Wir kontrollieren sie regelmäßig!“, sagte Niklas. „Wir haben alles unter Kontrolle!“ „Und was ist mit dem OP?“ „Solange es ihr gut geht kann sie auch den OP betreten!“ „Und was ist mit der Gasnarkose? Dem Immunstatus?“ „In dem Saal wird dann ausschließlich eine TIVA stattfinden und vor jeder OP wird sowieso der Immunstatus getestet!“ Ich atmete aus. „Matteo bitte!“ „Ich halte davon nichts!“, sagte er. „Es besteht immer ein bestimmtes Risiko!“ „Ich sehe keine Bedenken das sie fliegt und weiter operiert!“ „Das werden wir noch sehen!“, sagte er dann und verschwand ohne ein Wort aus dem Raum. Lediglich eine knallende Tür war zu hören. Ich fuhr mir über meine Augen und schüttelte meinen Kopf. Er drehte durch. Er drehte jetzt schon durch innerhalb von einem Tag. „Es tut mir leid!“, sagte ich zu den Beiden. „Er dreht durch!“ „Er macht sich Sorgen. Ich muss ihm recht geben eine gewissen Risikoschwangerschaft hast du schon, aber ich sehe keine Bedenken solange es dir gut geht!“ „Mir geht es auch gut!“ „Er wird sich schon beruhigen, er hat etwas traumatisches erlebt und es ist klar das er Angst hat!“, beruhigte mich Julia. „Und wenn er sieht das alles gut läuft dann wird er sich entspannen. Ich spreche aus Erfahrung das ist bei werdenden Vätern normal!“ Ich lachte auf. „Danke!“ „Es freut mich aber so das ihr geredet habt und eurer Glück genießen könnt!“ „Wenn er nicht mehr durchdreht!“ „Er wird sich beruhigen!“, sagte Julia. Und dann genießt ihr die Zeit zusammen und fliegt in die Flitterwochen!“ Ich richtete mich auf. „Das werden wir noch sehen!“, seufzte ich und machte meinen Bauch sauber. „Ihr werdet sie genießen. Er muss einfach manchmal noch ein wenig der Alte Moreau sein!“ Julia stupste Niklas an. Er hatte aber Recht. „Wenn mir jemand vor 4 Jahren gesagt hätte das mein Leben so verläuft, hätte ich gelacht!“ „Es kommt immer anders als man denkt!“, zwinkerte Julia und bereitete einiges vor. „Ich nehme dir jetzt noch schnell Blut ab und mache deinen Mutterpass noch fertig!“ „Danke!“ „Wissen es die anderen schon?“ Niklas stand auf. „Wir wollen es erstmal für uns behalten bis das erste Trimester rum ist. Wir sagen es auf der Hochzeit für alle und deshalb würde ich euch um stillschweigen bitten. Es wissen sonst nur Leyla und Ben!“ „Von mir erfährt keine was!“, sagte Niklas und gab mir neue Ultraschallbilder. „Danke!“ Er nickte. „Den Rest bekommt ihr ohne mich hin oder?“ „Geh ruhig!“, sagte Julia. „Dann sehen wir uns später!“, sagte er und verließ dann den Raum. Julia schmunzelte mich nur an und nahm mir dann noch Blut ab. Als wir dann nach kurzer Zeit fertig waren, verließen wir dann zusammen den Behandlungsraum und trennten uns.

Ich wollte unbedingt nochmal mit Matteo sprechen. Ich lief deshalb über den Flur zum Schalter und schaute mich um. „Guten Morgen!“ „Morgen Theresa!“, sagte ich. „Arbeitest du heute gar nicht?“ „Warum?“ „Na weil du noch immer in deinen Klamotten rumläufst!“ „Achso doch ich gehe gleich arbeiten. Ich suche nur Matteo!“ „Der ist hier eben lang gerauscht aber wohin keine Ahnung!“ Ich seufzte. „Danke!“, sagte ich nur und lief dann erstmal in die Umkleide. Ich würde ihn schon irgendwo finden. Ich ging erstmal zu meinem Spind und zog meine Arbeitskleidung an. Gerade als ich fertig war, tauchte Ben hier auf. „Hier bist du!“ „Dir auch einen guten Morgen!“ „Morgen!“, sagte er und musterte mich. „Was gibt’s?“ „Ich arbeite heute mit dir!“ Ich zog eine Augenbraue hoch. Wie kam er darauf? „Wie?“ „Ich würde gerne mit dir operieren!“ Das war doch nicht sein ernst. Er kam niemals einfach auf diese Idee. „Was soll das?“ „Wir arbeiten viel zu selten zusammen!“ „Wir vorgestern zusammen gearbeitet!“ „Ja ist schon lange her!“ Ich wusste genau was sich hier abspielte. Ich war doch nicht dumm. „Lass mich raten. Matteo wollte es so?“ „Wie kommst du darauf?“ „Ben erzähl mir nichts!“ Er seufzte. „Er meint es nur gut!“ Ein wenig zu gut. „Ben es geht mir gut warum versteht das keiner?“ „Weil man sich Sorgen macht das ist ganz normal bei einer Risikoschwangerschaft!“ Ich hörte den ganzen Tag nichts anderes außer ständig das Wort Risikoschwangerschaft. „Ich habe keine Risikoschwangerschaft. Andere Mütter bekommen das auch hin ihr behandelt mich wie eine schwer kranke dabei bin ich nur schwanger!“ „Aber dein Infektionsrisiko und dein Thromboserisiko!“ „Sag bitte nichts!“ „Ich meine ja nur!“ Langsam ging es mir auf die Nerven. „Es geht mir gut okay? Wenn etwas nicht in Ordnung ist werde ich es schon sagen!“ „Versprichst du es uns?“ „Ja ich verspreche es!“, murmelte ich nur genervt. „Gut ich arbeite aber trotzdem mit dir!“ Ich atmete nur schwer aus. Ich musste jetzt was tun, sonst würde ich ausflippen. „Gut dann lass uns endlich arbeiten!“ Damit rauschte ich an ihm vorbei und lief den Flur zum Counter entlang. Wie durch Zufall befand sich dort Matteo. „Matteo!“, sagte ich sofort. Jetzt wollte ich erst mit ihm reden, wenn er schon hier war. „Was gibt’s?“ „Tu nicht so. Ich weiß das du Ben auf mich abgesetzt hast!“ „Hab ich nicht!“ „Sie weiß es!“ „Ahlbeck du hattest eine Aufgabe!“ „Denkst du nicht das es ein klein wenig auffällig ist? Erst verschwindest du einfach, dann steht Ben neben mir?“ „Ich mache mir nur Sorgen!“ „Das weiß ich und das finde ich auch toll, aber du musst mir vertrauen. Wenn etwas nicht stimmt werde ich es dir schon sagen!“ Er seufzte. „Bitte Matteo du machst damit alles kaputt und setzt uns beide unter Stress!“ „Aber wehe es ist irgendwas und du sagst es nicht!“ Sofort grinste ich. „Versprochen!“, sagte ich. „Aber!“, sagte er sofort. „Sollte die kleinste Sache passieren, wird alles abgeblasen!“ „Ja!“, sagte ich zufriedenstellend. „Versprochen?“ „Versprochen!“, hauchte ich und drückte ihm einen Kuss auf die Lippen. Dabei zog er mich ein wenig zu sich und strich über meinen Bauch. „Passt auf euch auf!“, sagte er leise, damit uns keiner hörte. Schließlich arbeitete Theresa auch hier, die mich schon die ganze Zeit komisch musterte. „Bis später!“, sagte ich und gab ihm nochmal einen Kuss, bevor er los musste. „Passt auf euch auf?“ Sofort lief Theresa auf uns zu. Woher hatte sie das denn verstanden? Sie stand komplett am anderen Ende. „Haben wir was verpasst?“ Sie verschränkte die Arme vor der Brust. „Was meinst du?“ „Passt auf euch auf? Und er streichelt deinen Bauch!“ „Du musst dich verhört haben!“, setzte sich Ben ein. „Du standest dort drüben und wir hier!“ „Ich habe gute Ohren und gute Augen, also?“ Ich sagte nichts. Ich wusste nicht was ich sagen sollte. So war das definitiv nicht geplant. Auch Benn sagte nichts. Theresa machte große Augen und öffnete ihren Mund. „Bist du etwa schwanger?“ „Was?“, fragte ich sofort. „Nein!“ Vielleicht ein wenig zu schnell. „Du bist schwanger!“ „Theresa!“, zischte ich und zeigte ihr leise zu sein. Es sollte niemand mitbekommen. Schon schlimm genug das sie es jetzt wusste. „Ich fass es nicht!“, sagte sie und lachte auf. „Matteo Moreau bekommt ein Baby!“ „Theresa nicht so auffällig es weiß noch niemand und es soll auch so bleiben!“ „Meine Lippen sind versiegelt!“, sagte sie und verschloss ihre Lippen. „Hat ja gut funktioniert!“, murmelte Ben. „Sag einfach nichts!“ „Und welche Woche?“ „10. Woche!“ „Schon 10. Woche?“ Ich nickte. „Und seit wann weißt du es?“ „Seit vorgestern!“ „Und du weißt es jetzt erst!“ Ich nickte. Wieder grinste sie und kam um die Ecke gerannt. „Herzlichen Glückwunsch!“, sagte sie und umarmte mich fest. „Danke!“ „Hab ich was verpasst?“, hörte man auf einmal Elias Stimme. Theresa löste sich sofort. „Umarmungen? Und dann Glückwünsche?“ „Ach das war für eine Patientin!“ „Für eine Patienten!“ „Was ist denn mit ihr?“ „Sie wurde geheilt!“ „Sie wurde geheilt?“ Er machte große Augen. „Genau und wir müssen jetzt auch zu einer Patientin!“, sagte Ben ganz eifrig. „Erzählt doch mal!“ „Dafür ist leider keine Zeit Bährchen, bis später!“ Und schon hatte Ben mich mitgezogen. Es war zu auffällig, aber es war eine Frage der Zeit, bis es jeder wusste. Sowas verbreitete sich anscheinend schnell. „Das ist ja super gelaufen!“ „Bald weiß es jeder!“, seufzte ich nur. „Ach das wird schon, noch zwei Wochen dann sagt ihr es jedem!“ Das würden wir noch sehen, denn wenn Matteo weiter so unvorsichtig war dann würde es keine zwei Wochen mehr dauern.
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