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Sweet like Strawberry Frappuccino

von KoLa
GeschichteRomance / P18 / MaleSlash
Joachim "Joko" Winterscheidt Klaas Heufer-Umlauf Mark Tavassol Matthias Schweighöfer
15.02.2021
02.03.2021
6
11.939
21
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15 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
23.02.2021 1.798
 
„Ich versteh nicht ganz?“
„Ich bin nicht hingegangen. Ich hab Ja gesagt und bin nicht hingegangen.“
„Das war echt scheiße von dir.“
„Was ist wenn er hier auftaucht?“
„Das klärst du lieber mal mit ihm selbst. Da kommt er nämlich.“
„Was?“
Mit einem Schwung drehte sich Joko um sich selbst und sah bereits das Klaas in seine Richtung kam. Er sah sich nach links und rechts um, wollte nach Matthi greifen damit er ihn bediente doch, der war verschwunden und hatte ihn einfach im Stich gelassen.

„Hey“, begrüßte ihn Joko unsicher ob seiner Reaktion. Sein Gegenüber ging allerdings gar nicht darauf ein.
„Wie immer?“, wollte Joko wissen doch Klaas schüttelte, ohne ihn anzusehen den Kopf, richtete seine Blicke viel lieber auf die Wand hinter ihm und studierte die Karte.
„Ich nehm heute einen Kaffee, schwarz.“
„Klaas ich …“
„und einen Cookie.“
„Okay.“
Seufzend wandte sich Joko ab, ließ das schwarze Gold in den Becher laufen, schob Klaas bereits den Cookie entgegen und stellt anschließend den Becher ab welchen er fest im Griff hatte bevor Klaas danach greifen konnte.
„Klaas es tut mir leid.“
„Lass gut sein Joko. Hier habs genau. Bis dann“, erwiderte der Kleinere lediglich, entzog Joko den Becher und verließ in schnellen Schritten den Laden.
„Herzlichen Glückwunsch du hast es mal wieder verbockt“, kam es hinter ihm von Matthias, welcher bei der Kaffeemaschine lehnte.

„Du verstehst das nicht“, erwiderte Joko verbissen, nahm sich die Schürze ab und beide beendeten ihre Schicht welche nun Jan und Katharina für sie übernehmen würden. Mit geschultertem Rucksack verließ Joko gegen 14 Uhr den Laden dicht gefolgt von Matthias. Still schweigend liefen sie nebenher, er konnte die Blicke seines Freundes auf sich spüren, wusste das ihm etwas auf der Zunge lag und Joko fragte sich wie viel Schritte es noch bis zu seiner Wohnung waren, nur um dieses Gespräch zu umgehen.

„Denkst du manchmal noch an ihn?“, kam es plötzlich völlig selbstverständlich. Joko hielt an, starrte seinen Freund fragend entgegen welcher nun die Augenbrauen hochzog. Joko wusste, wen Matthias hier gerade meinte. Er spielte mal wieder auf seine letzte Beziehung an und auch wenn das letzte Mal als er ihn das gefragt hatte lange zurücklag, war es irgendwie immer wieder aktuell. Es fühlte sich an als hätte er ihm diese Frage erst gestern gestellt und Joko knickte ein. Er musste sich eingestehen dass Matthias ihn einfach zu gut kannte, dass er wusste wie Joko sich fühlte, worüber er nachdachte wenn er alleine war, wenn nicht der ganze Trubel um ihn herum war, wenn er Zeit für sich hatte. Für Matthias war Joko ein offenes Buch.

„Ja manchmal. Ab und zu“, antwortete Joko schulterzuckend, setzte seinen Weg fort und biss nervös auf seiner Unterlippe herum.

„Vermisst du das denn nicht? Diese Gefühle?“, hörte er Matthias hinter sich welcher versuchte mit ihm Schritt zu halten.

Ja, wenn Joko so über seine Beziehung mit Chris nachdachte und sich durch den Kopf gehen ließ wie sich all diese Dinge angefühlt hatten, dann musste er zugeben… Das ihm all das schon ein klein wenig fehlte. Er wusste wie schön es gewesen war neben ihm einzuschlafen, wie wunderbar er sich gefühlt hatte morgens in die verschlafenen Augen zu blicken. Welches Gefühl durch seinen Körper geflossen war wenn er ihn in seinen Armen halten konnte, wenn er ihn umarmte, zusammen mit ihm lachte, ihn küsste, sie sich nahe waren. Und erst als Chris ihm sagte wie sehr er ihn doch liebte brach diese Angst über ihn herein, die Angst den nächsten Schritt zu gehen. Er konnte ihm nicht Antworten, sein Mund war taub gewesen und auch nach dem fünften Mal wusste er keine Antwort darauf. Liebte er Chris? Konnte er ihm gerecht werden? Was bedeutete das für die Zukunft? All das verschwamm vor seinen Augen und dann hatte er sich in die Arbeit gestürzt, um sich abzulenken, nur damit er sich nicht damit auseinandersetzen musste.

„Du liebst deine Arbeit mehr als mich.“

Hatte Chris nur gesagt und Joko hatte nichts dabei gefühlt. Rein gar nichts. Und er musste einsehen dass es stimmte und Joko würde lügen wenn er gesagt hätte dass dem nicht so wäre, dass er seine Arbeit genauso liebte wie er ihn liebte, wenn er sich nur getraut hätte es sich einzugestehen. Wahrscheinlich würde er sich immer für seine Arbeit entscheiden und wenn jemand nicht damit zu Recht kam dann sollte er doch gehen. Dann war es Joko egal wenn er alleine einschlief, weil er sich auf den nächsten Tag freute, es war ihm egal wenn er spät abends nachhause kam und niemand dort auf ihn wartete weil er einfach zu müde war.

„Nein“, murmelte Joko als Antwort.
„Eine Lüge.“
„Was willst du denn von mir hören Matthi?“
„Die Wahrheit!“
„Ja ok. Ich vermiss es.“
„Hast du dich nie gefragt ob Chris nicht doch recht hatte?“
„Vielleicht kam es so rüber.“
„und warum hast du nichts geändert?“, wollte Matthias wissen als sie endlich bei Jokos Wohnung angekommen waren. Er sperrte die Türe aufwollte alleine sein doch sein bester Freund war wirklich hartnäckig.
„Weil… weil... ist doch egal“, sprach Joko weiter und hechtete die Treppen hinauf. Matthias sah ihm zu wie er die Wohnung betrat, sich die Schuhe auszog und in die Küche ging, um sich ein Bier aus dem Kühlschrank zu holen. Er ließ sich auf die Couch fallen und der blonde Lockenkopf tat es ihm gleich. Verlegen knibbelte Joko an dem Etikett der Flasche herum.

„Er hat gesagt das er mich liebt und ich… Ich konnte ihm darauf keine Antwort geben. Es hätte keinen Sinn ergeben etwas zu ändern oder es noch einmal zu versuchen. Ich glaube das mit Chris … er war nicht der Mensch, mit dem ich mir vorstellen konnte für immer mit ihm zusammenzuleben. Ich konnte ihn nicht anlügen und dann hab ich eben mehr gearbeitet als sonst. Ich hab einfach so lang gewartet bis er geht nur um nicht selbst diese Entscheidung treffen zu müssen. Es hat mich einfach abgelenkt.“
„Wovon?“
„Von alldem. Es verhindert, dass es mich verletzt. Sie unterdrückt. Wenn ich das tue, was ich gut kann dann… brauch ich all das andere nicht“, murmelte Joko. Er fühlte sich schlecht. Er war egoistisch gewesen aber was hätte es ihm gebracht Chris anzulügen?
„Und das mit Klaas?“
„Ich kenn ihn doch gar nicht richtig.“
„Willst du ihn denn richtig kennen?“
„Vielleicht.“
„Ja oder Nein?“
„Ja!“
„Und warum sitzt du dann hier?“
„Weil ich keine Ahnung habe wie ich das anstellen soll. Ich habs versaut. Er wird nach meiner Aktion nicht auf meine Nachrichten reagieren und wo soll ich ihn denn finden?“
„Dann müssen wir das eben anders machen. Die Band spielt morgen Abend wieder im Sisyphos und wir werden da hingehen.“
__
„Bist du bereit?“
"Nein?“
Nervös nestelte Joko an dem Saum seines Shirts herum. Sie standen etwas abseits vom Club und noch immer war sich Joko nicht sicher wie Klaas reagierte, wenn er ihn entdeckte. Aber irgendetwas zog ihn hinein und als er dort in der Menge stand, die Musik anging und Klaas Stimme wieder durch die Boxen drang, da wusste er was es gewesen war. Und der Abend verging wieder in rasender Geschwindigkeit und verlegen beobachtete Joko die Band, welche wie immer an der Bar stand und anstieß.

„Sei einfach du selbst“, hörte er Matthias neben ihm sagen, welcher ihm noch auf die Schulter klopfte und ihn in Klaas Richtung schubste. Zögerlich setzte er einen Schritt vorwärts. Die Blicke des Gitarristen lagen bereits auf ihm als Joko sich räusperte. Seine Kehle war staubtrocken als sich seine Lippen auseinanderdrückten.
„Hey“, sprach Joko leise als Klaas das Gespräch mit Mark schließlich unterbrach.
„Hey“, begrüßte der Brünette ihn leicht zögerlich, die Augen musterten ihn kritisch, sprangen an seinem Gesicht auf und ab.
„Ich schau mal wo die anderen sind“, ließ Mark verlauten und schob sich an den beiden vorbei. Ließ sie alleine mit sich selbst. Unsicher steckte Joko seine Hände in die Hosentaschen und wippte mit den Fußballen auf und ab.
„Ich fands wieder wirklich toll. Langsam kann ich die Texte auswendig.“
„Achja?“, die Augenbrauen des Kleineren schossen unweigerlich nach oben, wollten ihm nicht ganz Glauben schenken was Joko da gerade von sich gab. Allem Anschein nach hatte Klaas ihm die Abfuhr ziemlich übel genommen. Er rief sich Matthias Worte ins Gedächtnis er solle einfach er selbst bleiben. Aber wer war er eigentlich? Wollte er doch lieber der lockere, smarte Coffeeshop Mitarbeiter sein oder der schüchterne, nervöse Joko der er wirklich war? Aber, wenn er, das hier wirklich wollte, musste er ziemlich überzeugend sein.

„Ja ähm.. ok also… Ich würde gerne noch einmal ganz von vorne anfangen. Ich bin Joko, ich arbeite in nem Coffeeshop und trinke meinen Kaffee am liebsten mit viel Milch. Ich mag deine Musik, deine Stimme und dein Lachen. Du bist mir aufgefallen und ich würde dich gerne kennenlernen“, entgegnete der Ältere atemlos in der Hoffnung Klaas würde darauf anspringen. Er sah wie die Mundwinkel seines Gegenübers leicht nach oben zuckten und Joko wusste, dass er bereits gewonnen hatte. Klaas hob sein Kinn, das Lächeln wurde breiter und die Falten auf seiner Stirn verschwanden endgültig.

„Danke für das Kompliment Joko. Ich bin Klaas und eigentlich hasse ich schwarzen Kaffee ich trinke am liebsten Erdbeer-Frappuccino und Bier.“
„Darf ich dich auf eins einladen, Klaas? Also auf ein Bier?“
„Wenn es wirklich von dir kommt und nicht wieder von deinem Kumpel.“
„Klar dieses Mal wirklich“, lachte Joko, bestellte 2 Bier und reichte eines davon dem Kleineren.
„Du musst wissen ich bin mega schlecht in sowas. Ich bin nicht gut in Sachen Gefühle, ich bin nicht gut darin darüber zu sprechen, ich bin schlecht darin mir etwas einzugestehen und ich hab Riesen Angst davor etwas kaputtzumachen und… Ich enttäusche Leute leider viel zu oft und ich hoffe einfach du gibt’s mir noch einmal die Chance dich wirklich kennenzulernen.“, fuhr Joko fort und erkannte das Strahlen in Klaas Gesicht.
„Ich denke das kriegen wir hin“, erwiderte der, reichte Joko die Flasche zum Anstoßen und spiegelte das Grinsen seines Gegenübers.

„Aber eines musst du mir noch verraten… Warum hast du letztens schwarzen Kaffee bestellt obwohl du ihn hasst?“, wollte Joko wissen und Klaas brach in heiteres Gelächter aus. Und Joko mochte die Fältchen um Klaas Augen, wenn er das tat.
„Nur um dich zu ärgern und ehrlich gesagt… Ich war auch ziemlich enttäuscht.“
„Tut mir leid ich… Ich kann das wirklich nicht gut.“
„Ich finde du bist auf einem guten Weg“, beruhigte ihn Klaas.

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Danke mal wieder für alles ihr Süßmäuse <3 Lasst hören wie es euch gefallen hat :) Werde versuchen jetzt jeden Dienstag und Samstag etwas hochzuladen.
Nächstes Kapitel wird auch wieder etwas länger versprochen.




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