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You are the one

von Wolke22
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Het
Anastasia Steele Christian Grey OC (Own Character) Taylor
15.02.2021
10.05.2021
20
36.503
27
Alle Kapitel
40 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
22.02.2021 2.076
 
Puh, es wird immer besser. 24 Herzchen. Ganz, ganz lieben Dank.

Heute wieder mein regulärer Upload Tag. Wie bekommen noch mehr von Christians Zweifeln mit und ... aber lest selbst.

Würde mich auch freuen, wenn alle, die hier lesen auch mal meine anderen Geschichten anschauen. Vielleicht ist ja da auch noch was dabei.

Ich wünsche Euch eine schöne Woche!
Eure Wolke22

_______________________________________________


CHRISTIAN POV

Seit ich heute morgen aufgestanden bin, bin ich irgendwie angespannt. Ja fast schon nervös. Nur noch eine halbe Stunde und ich werde sie wiedersehen. Anastasia. Wie dieser Name klingt! Andrea hat wirklich eine sehr gute Auswahl getroffen. Die beiden Termine von heute Nachmittag waren gut. Die erste Kandidatin, Vera, war sicher eine gute Alternative. Eine sehr beeindruckende Persönlichkeit. Vielleicht ein wenig zu hart. <Perfekte Domina> war eine meiner Assoziationen, als ich sie mir genauer ansah. Sie würde sicher alles gut im Griff haben. Ihre Zeugnisse und Referenzen waren gut. Sie hatte bereits Erfahrung als PA. Aber Andrea hatte mir verraten, dass sie besondere Hoffnungen in Miss Steele hat. Deswegen auch der letzte Termin heute mit ihr. Dann hatten wir keinen zeitlichen Druck nach hinten. Und eine Tischreservierung für uns drei hatte sie auch bereits getätigt. Andrea kannte mich nur zu gut. Und sie wusste, dass mir diese Mitarbeiterin besonders wichtig war. Niemand, außer Taylor und Gail würden so nah an mir dran sein. Ich war mir sicher, Andrea, Taylor und Gail kannten alle meine Abgründe und sie schützen meine Privatsphäre. Auch meiner Familie gegenüber. Aber ich würde in Zukunft schlecht in London anrufen können, wenn meine PA eine persönliche Besorgung für mich machen muss.

In der Nacht hatte ich mal wieder kaum geschlafen. Zuviel ging mir durch den Kopf. Die kleine Miss Steele natürlich, aber auch Susanna, Elena, meine Familie.

Elena hatte mich zu dem gemacht, der ich heute war. Daran hatte ich nie einen Zweifel. Hatte sie vielleicht Recht? War ich kein Mensch der lieben konnte? Sollte ich also doch besser mein Leben weiter so führen wie bisher? Nein! Es war in den letzten Monate nur noch unbefriedigend. Bisher hat es mir immer gefallen meine Subs zu schlagen. Ich konnte damit die Aggressionen gegen meine Mutter wunderbar loswerden. Am Anfang als Dom habe ich meine Subs zu Fehlern provoziert um sie schlagen zu können. Manchmal hatte ich ganze Wochenenden mit einer Bestrafungsaktion nach der nächsten verbracht. Angefangen von verweigerten Orgasmen bis hin zu Schlägen mit dem Rohrstock. Ich war einfach ein perverses Arschloch. Konnte ich das ändern? Konnte ich mich ändern? Oder hatte ich mich schon geändert?

Susanna und auch ihre Vorgängerin Mandy haben mich teilweise absichtlich gereizt um endlich Schläge von mir zu bekommen. Sie brauchten es und ich gab es ihnen, weil ich es vertraglich zugesagt hatte, aber nicht weil ich es wollte. Meine Verantwortung als Dom, meine Rolle, meine Pflicht dieser zu entsprechen haben mich in den letzten Monaten dazu gebracht Bestrafungen durchzuführen, nicht mehr mein Wunsch nach diesem Gefühl, dass ich Anfangs immer empfand. Oder war ich schon so abgefuckt, dass ich schlimmere Dinge tun musste um noch etwas zu fühlen?

Als Elena mich in diese Welt einführte, da glaubte ich den Gral gefunden zu haben. Eine Möglichkeit alle Seiten meiner Persönlichkeit unter einen Hut zu bringen, ohne auf etwas verzichten zu müssen. Sex haben zu können ohne berührt zu werden. Aggressionen ausleben an Menschen, die sie dankbar annahmen und ich brauchte keine Konsequenzen fürchten. Es war ein wunderbarer Ausweg aus meiner heillos kaputten Persönlichkeit. Die Regeln brachten Struktur in mein Leben. Später gaben sie mir die Kontrolle. Kontrolle über die Menschen, die sich mir anvertrauten. Ohne diese Kontrolle konnte ich nicht leben. Würde das auch gehen, wenn ich eine normale Beziehung eingehe? Sicher nicht. Oder doch?

Mein Kopf schwirrt. Noch gestern Morgen war ich mir sicher, dass ich neu anfangen muss. Ohne diese BDSM Geschichte. Und jetzt schwanke ich wieder. Aber warum? Ich war in den letzen Wochen nur noch frustriert. Alles was ich tat, brachte mir nicht mehr das gewünschte Ergebnis. Einzig mit Bastille beim Sport fühlte ich mich noch gut. Weder im Spielzimmer noch außerhalb mit Susanna konnte ich die Wochenenden genießen. Und jedes unbefriedigende Wochenende zog eine Woche mit schlechter Laune nach sich. Was also soll ich tun?

Andrea unterbricht meine Gedanken. Sie ist da. Die wunderschöne Miss Steele. Die Tür des Besprechungszimmers geht auf und mein Puls steigt an. ‚Grey, bekomm dich in Griff. Das hier ist kein Date sondern ein Vorstellungsgespräch.‘

„Mr. Grey, Miss Steele.“  Stellte Andrea uns vor.

„Wir kennen uns bereits. Schön Sie wiederzusehen, Miss Steele.“ mit einem Lächeln auf den Lippen greift sie meine Hand, die ich ihr entgegenstrecke.

„Freut mich auch Mr. Grey. Ihre Rede gestern hat mich sehr berührt. Sie leisten beeindruckendes und ich würde mich freuen, sie zukünftig dabei zu unterstützen.“

„Wir werde sehen, Miss Steele“ unterbricht Andrea sie. Mir scheint, Miss Steele ist ihr ein wenig zu forsch.

Wieder halte ich ihre Hand mit meiner und wieder ist da dieses Gefühl. Das, das ich bis gestern nicht kannte und das ich nicht einzuordnen weiß. Ob sie es auch spürt? Ist es dieses Gefühl, das es wert ist, mein bisheriges Leben hinter mir zu lassen. Vielleicht. Auf jeden Fall ist es überhaupt mal ein Gefühl. Seit Monaten mal wieder ein Gefühl. Und dazu noch ein gutes.

„Warum haben Sie sich ausgerechnet auf diese Stelle beworben, Anastasia?“ frage ich sie, während ich ihr den Platz neben Andrea am Besprechungstisch zuweise. Ich schaue in ihre wunderschönen blauen Augen. Ein blau, das gerade aussieht wie das Meer kurz hinter dem Strand. Hell und klar. ‚Wie sie wohl aussehen, wenn sie erregt ist?  Scheiße Grey, konzentriere Dich.‘

„Ich wollte von Portland weg, obwohl Ray dort wohnt, mein Vater. Seattle ist nicht weit. Ich habe mich über die größten Firmen hier informiert und dabei ist mir GEH ins Auge gefallen. Und dann fand ich im Internet ihre Stellenausschreibung und dachte, ich versuche es einfach mal. Mehr als absagen konnte ja nicht passieren.“

„Ihr Abschluss ist der Beste des ganzen Jahrgangs. Was denken sie, können sie ganz persönlich für mein Unternehmen tun?“

„Ich kann durch meine Arbeit dazu beitragen, dass der wirtschaftliche Erfolg weiter geführt wird.“ Ich muss grinsen. Wie will sie das denn machen?

„Und wie wollen sie das anstellen?“ Ich bin neugierig wie sie antwortet

„Als ihre persönliche Assistentin halte ich ihnen den Rücken frei, helfe ihnen, sich optimal auf Gespräche vorzubereiten. Bringe ihnen alle nötigen Informationen. Bereite sie so vor, dass sie ihnen in der bestmöglichen Form vorliegen. Tabellen, Kurzinfos, Factsheets. Stelle alles in Präsentationen zusammen, digital mit Powerpoint oder analog als Kopien. Koordiniere ihre Termine. Private wie geschäftliche. Erledige einfach alles, wofür ihre Zeit zu kostbar ist.“ Richtige Antwort Miss Steele.

„Erreichbarkeit 24/7“

„Wenn sie das wünschen und mir entsprechendes Equipment bereitstellen.“

„Sie müssten meine Launen ertragen.“

„Sie aber auch die meinen.“ Touché Miss Steele. Sie gefallen mir. ‚Mehr als das.‘

„Ich habe eine Familie die manchmal ziemlich anstrengend sein kann, insbesondere meine Schwester Mia.“

„Sie wollen mich bereits ihrer Familie vorstellen.“ Diese Frau. Ich lächle. Auch etwas, was ich in letzter Zeit selten getan habe. Wer hat es in den vergangenen Wochen geschafft, dass ich so eine Stimmung habe wie gerade? Niemand!

„Einen Schritt nach dem anderen. Die Familie ist wichtig und hat immer Priorität. Allerdings in einem gewissen Rahmen. Es kann nicht sein, dass mich meine Schwester bei einem wichtigen Termin unterbricht nur um mit mir Shoppen zu gehen. Hier müssen sie ein Gespür entwickeln.“

„Ich werde mein Bestes geben.“

„Ich bin ein Kontrollfreak. Habe ich etwas nicht unter Kontrolle, dann werde ich unausstehlich.“

„Die Kontrolle zu haben ist unerlässlich bei einem solchen Unternehmen. Aber manches sollte man delegieren, denn sie können nicht überall gleichzeitig sein.“

„Dafür habe ich meine Leute. Wo und wie wohnen sie Miss Steele?“

„Ich habe eine Wohnung am Pike Place Market. Sie ist klein, aber ausreichend für mich.“ Gut, nicht weit vom Escala und alleine. Das beruhigt mich.

„Haben sie ein Auto?“

„Kein Auto.“

„Dann wird sie ein Fahrer morgens zur Arbeit abholen und wieder nach Hause bringen.“ Andrea schaut ganz komisch. Das hab ich ihr nie angeboten. Aber die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmittel ist einfach zu gefährlich.

„Meinen Sie nicht, das geht ein wenig zu weit. Welcher Mitarbeiter bekommt schon einen Fahrerservice?“

„Übertrieben vielleicht, aber sicherer. Sie werde auch zu ungewöhnlichen Zeiten arbeiten müssen und mich auf Geschäftsreisen begleiten.“ Oh, das hatte ich gerade so gesagt. Andrea war nie mit. Aber so ändern sich halt die Zeiten. Woher kam dieser Gedanke? Ja, andere CEO machten das auch. Meist wenn sie auch ein privates Verhältnis zu ihrer PA pflegten. So konnte man schön die Affäre vor der eigenen Ehefrau vertuschen. Alles nur Business, ha. Würde es auch darauf hinauslaufen? Ich hoffe mal nicht. Ich hatte keine Ehefrau also auch keine Affäre.

„Mr. Grey, sie sind der Boss. Sie ordnen an, ich folge.“ Braves Mädchen. Die perfekte Sub. ‚Scheiße, wo kommt dieser Gedanke her.‘ Ich wollte mit diesem Teil meines Lebens abschließen und keine neue Sub akquirieren.

„Gut, Miss Steele. Ich denke, wir werden gut miteinander auskommen. Andrea holen sie bitte den vorbereiteten Vertrag. Lesen Sie sich diesen gut durch und dann gehen wir Drei gemeinsam Abendessen.“ Ich stehe auf und verlasse kurz das Besprechungszimmer. Das Gespräch hat einfach zu lange gedauert. Diese Frau. Ich weiß nicht was sie macht. Aber sie hat einen direkten Draht zu meinem kleinen Freund und den hab ich jetzt langsam nicht mehr im Griff. Bevor wir essen gehen muss ich das ändern. Im Bad verschaffe ich mir Erleichterung und denke dabei an die schöne Ana.

‚Scheiße Grey, das hast Du noch nie gemacht. Diese Frau. Was macht sie nur mit mir?‘ Was hat das Schicksal gerade mit mir vor? Setzt mir diese Frau vor die Nase um mir zu zeigen, dass es auch was anderes gibt wie Subs und Spielzimmer? Ich wusste es nicht. Was ich aber wusste: Ich muss mehr über diese Frau erfahren.

Auf dem Weg zum Abendessen gingen mir unendlich viele Dinge im Kopf rum. War das gut was ich hier tat? Würde ich mich zurückhalten können? War es klug sie einzustellen? Wäre es nicht besser, ihr abzusagen und dann privat Kontakt zu knüpfen? Andererseits, hatte ich das Recht ihr die Chance auf eine Karriere zu nehmen? Sicher nicht. Was, wenn ich nach drei Wochen merke, sie ist nicht die Richtige? Dann hat sie nichts mehr. Ich darf in dieser Sache kein Egoist sein. Vielleicht muss ich das mal mit Flynn besprechen.



ANA POV

Ich bin wieder zu Hause. Die paar Meter vom Grey House nach Hause bin ich gelaufen. Noch immer bin ich ganz durcheinander. Ich hab die Stelle. Wirklich und wahrhaftig. Der Vertrag liegt auf meinem Schreibtisch. Ein schönes Gehalt, das mir ermöglicht, all die Dinge zu kaufen, die ich haben möchte.

Mit einem Glas Wein habe ich es mir auf meiner Couch bequem gemacht, nachdem ich Ray informiert habe. Auch er ist glücklich, dass alles so gut funktioniert hat.

Und wieder denke ich an ihn. Es war wieder da, dieses Kribbeln, als er mir die Hand reichte. Und wieder hatte ich das Gefühl er schaut mir mitten in meine Seele. Diese Blicke. Ob ich dem standhalte? Ich muss! Jetzt ist er wirklich mein Chef. Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Das Abendessen war sehr nett. Die nächste Woche wird Andrea mich einarbeiten. Dann fliegt sie schon nach London. Und ich bin mit ihm alleine.

Heute Abend, im Restaurant, da gab es einen Augenblick, der mich noch immer erschaudern lässt. Da war diese Frau, Susanna. Sie sah fast aus wie ich. Sie kellnert dort. Sie hat Christian mit ihren Blicken fast ausgezogen und er hat sie so seltsam angesehen. Immer wenn sie seine Blicke erhaschte, dann senkte sie ihren Blick und wie unterwürfig sie mit ihm umging. <Ja Sir, sicher, Sir, Bitte Sir>. Und sein Ton ihr gegenüber. So barsch, kalt und dominant. Und dann hat sie mich angesehen. Ihr Blick war tödlich. Ob sie eine seiner Verflossenen ist? Man könnte es meinen. Also doch nicht schwul. Hätte mich auch gewundert.

Jedenfalls werde ich in diesem Restaurant keinen Tisch für ihn reservieren. Und ich werde mich dort auch nicht mehr blicken lassen. Wieder läuft mir ein Schauer über den Rücken, wenn ich an ihren Blick denke.  

Ab Montag bin ich seine PA, Christian Grey CEO Grey Enterprises Holdings Inc. Jeden Tag in Deiner Nähe. Jeden Tag Deine wunderschönen Augen. Jeden Tag Deine perfekten Hände, ansehen und nicht berühren. Ana, Du musst stark sein.
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