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Dramione - Aus Hass wurde Liebe

von hexxex
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Blaise Zabini Draco Malfoy Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
14.02.2021
12.04.2021
43
126.476
20
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24.02.2021 3.340
 
Die nächsten beiden Tage hatte Hermine den Laden geschlossen. Sie musste sich jetzt erst einmal um ihre Mutter kümmern. Freitag war sie bis spät in der Nacht bei ihr und am Samstag verbrachte sie den ganzen Vormittag mit ihr.

Gegen 16.00 Uhr würde Harry Albus bei ihr vorbeibringen. Sie freute sich schon sehr darauf den Abend mit Albus und Draco zu verbringen. Etwas Ablenkung würde ihr sicherlich gut tun. Ihr Vater hatte sich immer noch nicht bei ihr gemeldet. Das war so untypisch für ihn, sonst hat er sich immer sofort bei seiner Tochter gemeldet, egal was war. Hermine war gegen 15.00 Uhr wieder zuhause in ihrer Wohnung. Sie hatte noch einige Lebensmittel besorgt, damit sie heute etwas Schönes für Albus kochen konnte. Hermine sprang noch kurz unter die Dusche und zog sich eine Leggings und ein bequemes, kurzärmliges, langes Oberteil an, dann sah sie, dass ihr Handy blinkte. Es war eine Nachricht von Draco. „Wann darf ich heute bei dir sein?“ Hermine schüttelte lächelnd den Kopf und antwortete. „Wie oft soll ich dir noch sagen, dass du nicht fragen brauchst?!?!?!“ Es dauerte nur eine Minute, dann stand Draco neben ihr. „Hallo Süße.“ Er gab ihr einen liebevollen Kuss. „Na. Warum kommst du denn nicht einfach her, wenn es dir passt?“ Draco zog sie fest an sich. „Weiß ich denn, wobei ich dich störe, wenn ich hier einfach auftauche? Wie lange haben wir noch bis der kleine Pirat da ist?“ Er küsste sie verlangend am Hals.“ Hermine schob ihn sanft von sich weg. „Nicht mehr lange. Harry sollte gleich hier sein. Und übrigens, wenn du einfach hergekommen wärst ohne nachzufragen hätten wir zusammen duschen können.“ Draco blickte etwas enttäuscht. „Alles klar, ich werde definitiv nie wieder nachfragen. Und danke, dass ich jetzt den ganzen Abend darüber nachdenken darf, was ich hätte haben können.“ Hermine lachte und drückte ihm einen kurzen Kuss auf die Lippen. „Ach, du armer.“

Fünf Minuten später klingelte es auch schon an der Tür. Draco stand an den Türrahmen zur Küche gelehnt und Hermine öffnete die Tür. Albus stürmte mit einem kleinen Rucksack auf dem Rücken rein. „Tante Emine, Albus schlafen hier.“ als Albus dann Draco sah lief er mit ausgestreckten Armen auf ihn zu „Alfo“ und Draco nahm ihn auf den Arm. „Na du kleiner Pirat, spielen wir heute schön?“ Albus nickte. „Jaaaa.“ Hermine lachte. „Willst du noch kurz reinkommen Harry?“ Harry schüttelte den Kopf. „ Nein, danke Hermine. Ich muss gleich los, sonst komme ich zu spät. Hier sind noch ein paar Windeln und Wechselsachen und Spielzeug. Albus wollte am liebsten all sein Spielzeug mitnehmen.“ Harry gab ihr eine kleine Reisetasche, dann sagte er zu Albus gewandt. „Du bist heute lieb zu Tante Hermine und Malfoy, ja Albus? Und du Malfoy bring meinem Sohn keinen Blödsinn bei.“ Draco nickte ihm zu. „Keine Sorge Potter, von mir kann er nur lernen.“ Harry lachte. „Keine Sorge Harry, ich pass auf.“ flüsterte Hermine. „Wie war das?“ fragte Draco und sagte dann zu Albus gewandt. „Wollen wir Tante Hermine heute ein bisschen ärgern?“ Albus schüttelte den Kopf und sagte: „Neeeeiiin, Tante Emine lieb sein.“ Harry umarmte Hermine kurz und machte sich dann wieder auf den Weg. Hermine schloss die Tür und sagte zu Draco: „Tja, das war wohl nichts was?“ und lachte, dann gab sie Albus einen Kuss auf die Stirn und fragte: „Willst du Malfoy mal deine Spielsachen zeigen?“ Albus schrie aufgeregt: „Jaa, Auto spielen.“ Hermine zückte ihren Zauberstab und zauberte auf den Boden des Wohnzimmers einen weichen Spielteppich auf dem die beiden bequem spielen konnten. Während Draco und Albus mit seinen Autos spielten, packte Hermine in der Küche noch die Einkäufe aus und bereitete schon einmal einen Vanillepudding zum Nachtisch zu. Als sie damit fertig war stand sie im Rahmen der Küchentür und beobachtete die beiden. Draco ging so liebevoll mit ihm um, dass Hermine sich fragte ob sie vielleicht auch irgendwann mal heiraten und Kinder haben würden. Sie konnte es sich zumindest wirklich gut vorstellen. Er war genau das Gegenteil von seinem Vater, der immer streng und rau mit ihm umgegangen war, aber vielleicht war Draco deswegen so anders. Sie war so tief in ihren Gedanken versunken, dass sie gar nicht merkte, das Draco sie schon seit ein paar Minuten ansah. Hermine ging hinüber und setzte sich zu den beiden. „Na Albus was möchtest du denn heute Essen? Vielleicht Brokkoli?“ Albus sah sie angewidert an. „Ihhhh, kein Brokki.“ Dann verschränkte er die Arme vor seiner kleinen Brust und zog eine Schnutte. Hermine lächelte. „Uunnndd, wie wär es mit Spaghetti?“ Albus sprang auf und viel ihr um den Hals und strich sich dann über den Bauch. „Jaaa Tante Emine. Ghetti lecker.“ Hermine stand wieder auf und fragte noch. „Hast du schon Hunger?“ Albus nickte und beschäftigte sich schon wieder mit Draco und den Spielzeugautos. Dann ging sie wieder in die Küche und fing an das Essen zu kochen, als es plötzlich an der Tür klingelte.

Als Hermine die Tür öffnet steht Ron vor ihr. „Hallo Ron. Was machst du denn hier?“ Ron sagte verlegen. „Ich wollte fragen, ob du Zeit hättest. Ich würde mich gern mal wieder mit dir unterhalten.“ Hermine öffnete die Tür etwas weiter, damit Ron sehen konnte das Albus bei ihr war. „ Wie du siehst ist es momentan gerade schlecht. Ich habe Albus hier, weil Harry und Ginny heute einen Abend zu zweit verbringen.“ Ron riss die Augen auf. Wieso verdammt spielte Malfoy da seelenruhig mit seinem Neffen. Der pure Hass loderte wieder in ihm auf. Ron konnte sich einfach nicht mehr beherrschen und schrie Draco an. „Malfoy du Penner, willst du dir jetzt auch noch meinen Neffen unter den Nagel reißen oder was? Lass deine Drecksgriffel doch endlich mal von meiner Familie und meinen Freunden.“ Albus fing an zu weinen und versteckte sich hinter Malfoy. Hermine packe Ron am Hemd, zog ihn auf den Hausflur und schloss die Tür hinter sich. „Ron, sag mal drehst du jetzt total durch oder was? Du kannst doch hier nicht so rumschreien, wenn Albus da ist. Was verdammt nochmal hat dir den Zauberstab verknotet? Albus kann nichts dafür, dass du mit Draco nicht klar kommst.“ Ron sah sie wütend an. „Wissen Harry und Ginny überhaupt, dass er hier bei dir ist während Albus da ist?“ Hermine verschränkte die Arme. „Was denkst du denn bitte, Ron? Draco war schon hier als Harry Albus hergebracht hat. Hast du immer noch nicht verstanden, dass die beiden sich angefreundet haben?“ Ron schrie schon fast wieder. „Nein, das kann ich nicht verstehen. Wie könnt ihr ihm all den Scheiß der Vergangenheit einfach so verzeihen? Ich versteh es nicht, Hermine. Nach all dem, was er dir angetan hat, kannst du ihn doch gar nicht lieben. Das kann nicht sein. Was ist denn an dem bitte liebenswert?“ Hermine trat näher an ihn heran und mittlerweile war sie richtig wütend. „Ron, ganz ehrlich ich habe momentan ganz andere Probleme und keinen Nerv für solche Nummern hier. Mein Vater hat meine Mutter betrogen über Monate und ist jetzt zu seiner Affäre abgehauen, die er wohl liebt, meiner Mutter geht es verdammt schlecht und mir geht es auch nicht so gut, weil mein Vater sich nicht mal mehr bei mir meldet. Ich hatte mich heute einfach darauf gefreut einen schönen Abend mit Albus zu verbringen und du machst hier so eine Szene. Es geht dich überhaupt nichts an ob ich Draco liebe und warum. Eins kann ich dir aber mit Sicherheit sagen ich liebe Albus und so eine Nummer in seiner Gegenwart lass ich dir nicht durchgehen. Wenn du dich wieder beruhigt hast und tatsächlich reden willst, dann kannst du morgen gegen 15.00 Uhr gern noch einmal bei mir klingeln. Damit ist das Gespräch hier beendet und wage es nicht heute noch einmal hier aufzutauchen.“ Dann ging Hermine wieder in die Wohnung und schloss die Tür hinter sich ohne sich noch einmal umzudrehen.

Hermine ging direkt in die Küche, ohne Draco und Albus anzusehen. Sie machte sich wieder an das Abendessen während ihr die Tränen die Wangen hinunter liefen. Draco sagte zu Albus „ Ich bin gleich wieder bei dir, ja kleiner? Spiel schön weiter. Ich schau mal was Tante Hermine macht.“ Dann stand Draco auf und ging zu Hermine in die Küche, trat von hinten an sie heran und legte die Hände auf ihre Schultern. „ Ist alles in Ordnung bei dir?“ Hermine nickte nur und dreht sich nicht um. „Ja klar. Albus hat Hunger, ich will schnell das Essen fertig haben.“ Doch Draco hörte an ihrer Stimme, dass nicht alles in Ordnung ist und dreht sie zu sich herum. Als er sah, dass sie weinte wurde er innerlich verdammt sauer auf Weasley. „Heulst du etwa wegen Weasley?“ sagte er, wobei in seiner Stimme ein verächtlicher Unterton mitschwang. Hermine wischte sich die Tränen weg. „Fang du jetzt bitte nicht auch noch so an Draco.“ sagte sie etwas verletzt und drehte sich wieder zum Essen um. „Ich kann eben einfach nicht verstehen welchen Grund es gibt, dass du jetzt wegen diesem Weichei heulst.“ Draco konnte diesen Unterton in seiner Stimme nicht unterdrücken. Hermine wurde jetzt auch auf ihn etwas wütend. „Dann lass es Draco. Es tut mir weh, dass sich einer meiner beiden besten Freunde von mir entfernt. Tut mir leid, wenn du das nicht verstehen kannst. Geh am besten einfach wieder zu Albus.“ Draco wusste genau, dass er sich in diesem Moment nicht so verhalten hat wie er sollte, aber er wusste auch nicht genau wie er da jetzt wieder rauskommen soll, also ging er ohne ein weiteres Wort wieder zu Albus.

Als das Essen 10 Minuten später fertig war, wischte sich Hermine noch einmal die Tränen aus dem Gesicht, holte Geschirr aus dem Schrank und deckte den Esstisch. „Na Albus, wollen wir essen?“ Hermine füllte in der Küche etwas von den Spaghetti auf einen kleinen Teller und auf 2 große. Als sie damit wieder zum Tisch kam, hatte Draco Albus schon an den Tisch gesetzt. Hermine holte aus der Tasche die Harry ihr gegeben hatte noch ein Lätzchen, band es Albus um und streichelte ihm über den Kopf. „Wenn du das brav aufisst, dann bekommst du auch noch Nachtisch mein Schatz.“ sagte sie zu Albus der die Spaghetti mit Tomatensoße, die Hermine ihm klein geschnitten hatte, mit einem Löffel in sich hinein schlang. „Schmeckt es dir?“ Albus, der schon einen ganz roten Mund hatte nickte. „Es schmeckt wirklich sehr gut.“ sagte Draco liebevoll zu ihr und legte seine Hand auf ihr Bein. Hermine wusste, dass das so viel wie es tut mir leid heißen sollte. Sie legte ihre Hand auf seine und lächelte ihn an. Sie hatte einfach keine Lust mehr heute noch zu streiten. „Albus Fertig, Nachtis.“ Hermine lachte. „Den bekommst du gleich, wenn wir auch aufgegessen haben.“  Als sie fertig waren räumte Hermine das Geschirr in die Küche, das würde sie später schnell abwaschen wenn Albus schläft. Sie nahm Albus auf den Arm, kitzelte ihn und sagte: „Dann wollen wir dir erstmal das Gesicht waschen.“ Albus legte den Kopf an ihre Schulter und gähnte. „Bist du müde kleiner Mann? Dann putzen wir auch gleich die Zähne und ziehen dir einen Schlafanzug an.“ Sie verschwand mit Albus im Badezimmer und Draco räumte das Spielzeug etwas zusammen, damit keiner darüber fallen würde. Nach dem Hermine mit Albus wieder aus dem Badezimmer kam brachte sie ihn direkt ins Schlafzimmer und legte ihn auf das Bett. „Willst du noch einen Geschichte hören, Albus?“ Albus nickte begeistert. „Jaa Puh.“ Hermine lächelte ihn an und verwuschelte ihm die Haare auf dem Kopf. „Und wer soll die Geschichte lesen?“ Albus überlegte und sagte ganz leise. „Alfo. Emine nis traurig.“ Sie lachte. „Nein, keine Angst. Tante Hermine ist nicht traurig, wenn du ihr noch einen Gutenachtküsschen gibst.“ Albus beugte sich zu ihr, legte die Arme um ihren Hals und gab ihr ein Küsschen auf die Wange, dann ging Hermine ins Wohnzimmer und kramte in der Tasche von Albus herum. Sie hatte das Buch gefunden, es handelte von dem Zauberbär Puh. Sie warf das Buch Draco zu und sagte: „Dein Typ wird verlangt, du sollst vorlesen.“ Draco sah sie verwundert an. „Na geh schon, der Kleine mag dich eben.“ Draco lief ins Schlafzimmer, machte die Tür etwas ran und Hermine hörte noch wie er zu Albus sagte: „Rutsch mal rüber kleiner Pirat.“ Danach ging Hermine in die Küche um die Reste vom Abendessen zu beseitigen. Als sie damit fertig war und wieder ins Wohnzimmer ging, wunderte sie sich über die Stille. Hermine linste durch den Spalt der Schlafzimmertür und sah, dass Albus und Draco nebeneinander auf dem Bett lagen und beide schliefen. Draco’s Hand lang auf dem Bauch von Albus und Hermine musste schmunzeln. Da sie sowieso ziemlich ausgelaugt von den letzten Tagen war, legte sie sich zu den beiden und beobachtete wie friedlich die beiden schliefen. Nach einer Weile schlief auch sie ein.

Am nächsten Morgen war Albus schon um 5.00 Uhr wach und sprang auf dem Bett herum. „Emine, Alfo auf.“ Dann lief er ins Wohnzimmer und holte das Spielzeug wieder raus. Draco rückte näher an Hermine, legte einen Arm um sie und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. „Guten Morgen. Wie hast du geschlafen?“ Sie sah ihn an. „Nicht besonders gut. Aber es hilft ja nichts.“ dann gab sie ihm noch einen liebevollen Kuss, als Albus wieder ins Zimmer gestürmt war. Er hatte seinen Piratenhut auf und das Schwert in der hat und kletterte wieder auf das Bett. „Arrrr Arrr“ Hermine schnappte sich Albus, legte ihn flach hin und kitzelte ihn ab, dann rief Draco: „Ich rette dich Albus.“ Er packte Hermine und fing an sie zu kitzeln und sagte zu Albus. „Willst du mir nicht helfen?“ Dann fing auch Albus an Hermine zu kitzeln. Sie lachte aus ganzem Herzen und ihr liefen schon die Tränen. „Ich gebe mich geschlagen ihr zwei Schurken.“ Als sie von ihr abließen, sprang Hermine schnell aus dem Bett auf und lief immer noch lachend ins Bad. Als sie sich die Zähne geputzt und sich etwas frisch gemacht hatte, waren Albus und Draco schon wieder im Wohnzimmer und spielten mit den Autos. Sie setzte sich im Schneidersitz zu den beiden und Albus kletterte auf ihren Schoß und spielte weiter. „Was haltet ihr beiden von Pfannkuchen zum Frühstück?“ Draco lachte. „Ja, ich habe einen riesen Hunger.“ Hermine spielte noch etwas mit Albus bevor sie in die Küche ging. Draco ging in der Zwischenzeit mit Albus ins Bad und zog ihm danach frische Sachen an. Als sie gegen 8.00 Uhr am Frühstückstisch saßen und Pfannkuchen aßen, klingelte es an der Tür.

Draco stand auf und öffnete die Tür. Harry war schon da um Albus abzuholen. Als Albus ihn sah rief er: „Daddy, Pfannikuchi.“ Hermine musste lachen. „Komm doch rein Potter, Albus hat dir bestimmt noch einen Pfannkuchen übrig gelassen.“ sagte Draco. Harry setzte sich zu den dreien an den Tisch. „Also dazu sage ich nicht nein, Ginny bekommt die nie hin.“ Hermine holte ihm einen Teller. „Und hatten ihr beiden gestern einen schönen Abend?“ Harry nickte. „Ja, danke nochmal, dass ihr auf Albus aufgepasst habt.“  Albus sah seinen Vater an und sagte stolz. „Albus lieb, Daddy.“ Harry streichelte ihm über den Kopf. „Na wenn du lieb warst, dann darfst du bestimmt irgendwann noch mal bei Tante Hermine übernachten.“ Albus sah Hermine mit strahlendem Gesicht an. „Aber natürlich mein Schatz.“ sagte sie. Eine halbe Stunde später machten Harry und Albus sich auf den Weg nach Hause.

Hermine suchte direkt Klamotten aus dem Schrank und wollte duschen gehen, als Draco sie zu sich zog und fragte: „Was ist los? Du wirkst durch den Wind.“ Hermine lächelte traurig. „Der schöne Abend mit Albus ist vorbei und ich muss nachher gleich wieder zu meiner Mutter, wer weiß was mich dort wieder erwartet und dann wird heute Nachmittag auch noch Ron für ein Gespräch vorbeikommen. Wenn er sich denn wieder beruhigt hat. Das ist für mich gerade alles nicht so einfach Draco. Tut mir leid.“ Draco sah sie etwas erstaunt an. „Wie Weasley kommt heute zu einem Gespräch vorbei? Warum hast du mir das gestern nicht erzählt?“ Hermine trat einen Schritt zurück. „Ist das dein ernst Draco? Wann hätte ich das denn tun sollen? Du bist zusammen mit Albus eingeschlafen falls du dich erinnern kannst.“ Draco wurde wütend. „Denkst du ich lass zu, dass du dich allein mit Weasley triffst? Ganz sicher nicht.“ Sie sah ihn Augen rollend an und schüttelte den Kopf. „Danke Draco. Das letzte was ich jetzt gebrauchen kann ist, dass du einen auf eifersüchtig machst. Ich habe Probleme genug, falls es dir noch nicht aufgefallen ist. Und Ron ist immer noch mein bester Freund, das weißt du ganz genau. Ach, egal.“  Hermine schnappte sich ihre Sachen und verschwand unter der Dusche.

Als sie nach 15 Minuten wieder aus dem Badezimmer kam, war Draco verschwunden. Das hatte sie erwartet, auch wenn es sie traurig stimmte. Sie hatte aber keine Zeit jetzt darüber nachzudenken, sie musste zu ihrer Mutter. Hermine dachte schlimmer kann es doch nicht mehr kommen. Doch sie irrte sich, denn als sie an ihrem Elternhaus ankam, fand sie ihre Mutter reglos im Schlafzimmer, sie hatte eine Überdosis Schlaftabletten geschluckt. Hermine rief sofort einen Krankenwagen. Es war noch nicht zu spät ihre Mutter konnte noch reanimiert werden. Sie saß stundenlang im Krankenhaus und wartete darauf, dass die Ärzte ihr sagten was nun mit ihrer Mutter ist. Gegen 13.00 Uhr kam der behandelnde Arzt dann auf Hermine zu. „Miss Granger?“ Hermine stand von ihrem Stuhl auf. „Wir konnten ihre Mutter stabilisieren, aber sie liegt jetzt in einem künstlichen Koma. Es ist noch nicht sicher, wie sehr ihr Gehirn geschädigt wurde. Wir müssen nun abwarten. Es wäre wohl das Beste, wenn sie heute erst einmal nach Hause gehen und morgen wieder kommen, um sie zu besuchen.“ Hermine brach in Tränen aus und der Arzt legte ihr eine Hand auf die Schulter. „Es tut mir leid, Miss Granger.“ Hermine nickte nur und ging wie paralysiert aus dem Krankenhaus heraus. Sie versuchte ihren Vater anzurufen, doch der ging wieder nicht an sein Telefon. Wo war er nur, jetzt wo sie ihn am meisten brauchte. Hermine lief eine Zeit lang ziellos durch die Gegend und apparierte dann nach Hause. Sie hatte schon gar nicht mehr an das Treffen mit Ron gedacht, darauf konnte sie sich jetzt auch gar nicht konzentrieren. Bevor sie die Tür aufschließen konnte stand Ron schon hinter ihr „Hallo, Hermine.“ Sie konnte nicht einmal antworten, denn plötzlich kam Draco mit einem Strauß Blumen in der Hand von der anderen Seite des Flurs und sagte: „Boar Weasley, was willst du denn bitte ihr?“ Ron sah ihn wütend an. „Ich bin mit Hermine verabredet Malfoy.“ Hermine lehnte sich mit dem Rücken an die Wand neben ihrer Haustür. Es war ihr einfach alles zu viel, sie verstand nicht einmal mehr genau was die beiden sagten. Sie bekam nur mit, dass sie sich gegenseitig anschrieen. Sie konnte nicht mehr und sackte an der Wand entlang zusammen und saß nun auf dem Boden, dann schrie sie die beiden an: „Verschwindet, beide. Sofort. Ich will jetzt keinen von euch sehen.“ Die beiden Männer bemerkten erst jetzt das Hermine am Boden kauerte. „Aber Hermine..“ sagte Ron und Draco „Was ist denn los?“ Hermine hatte ihr Beine angezogen und die Arme darum geschlungen und weinte. „Ich habe gesagt ihr sollt verschwinden. Beide. Sofort.“ Keiner der beiden verstand was los war, aber sie gingen. Draco machte sich verdammte Sorgen um sie und rief Harry und Ginny an, dass die beiden sich bitte um sie kümmern sollen, denn ihn wollte sie momentan nicht sehen.

Als Harry und Ginny 10 Minuten später an Hermines Wohnung ankamen, saß sie immer noch am Boden gekauert neben ihrer Haustür. „Süße, was ist passiert?“ fragte Ginny. Hermine sah auf und fiel ihr um den Hals. Sie war so glücklich, dass jemand bei ihr war, der nicht Ron oder Draco war. „Meine..meine Mutter, sie hat versucht sich umzubringen.“ presste Hermine heraus. Ginny nahm ihr den Haustürschlüssel aus der Hand und schloss die Wohnung auf, während Harry ihr hoch half und sie in die Wohnung schaffte.
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