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GeschichteRomance, Freundschaft / P18 / Gen
OC (Own Character)
14.02.2021
04.08.2021
46
82.691
11
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Dieses Kapitel
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22.07.2021 1.471
 
POV Amy :

Keine Stunde später kommen wir an der Eishalle an, wo Lucy, Steph, Jill und Ellen schon auf uns warten. Alle Mädels scheinen sich riesig auf den bevorstehenden Nachmittag zu freuen und so sind wir dann auch schnell in der Halle und statten uns mit Tickets und Schlittschuhen aus. Die Gedanken an meine Mutter habe ich schon auf dem Weg hierher in die hinterste Ecke meines Gehirns verbannt, ich lasse nicht zu, dass mir das einen Abend mit meinen Freunden verdirbt. Kurze Zeit später ist dann auch alles an bestellter Ausstattung da und wir beginnen alle mit dem Schnüren, wobei der Wechsel der Schuhe meine Füße schon wieder kurz anfrieren lässt und das trotz Wollsocken. Beim Aufstehen muss ich mich erstmal an die Veränderung durch die Kufen gewöhnen und dann ziemlich beeilen hinter den anderen herzukommen, die zum Teil schon alles im Spint verstaut haben und bereits auf dem Weg zur Eisbahn sind. Scheint so als kennen die sich hier aus und können es wirklich nicht mehr erwarten. Schnell schmeiße ich meine Sachen noch mit in Jills Spint und gemeinsam staksen wir den anderen hinterher. Und keine Minute später sind alle schon auf der wirklich sehr leeren Bahn unterwegs, als hätten sie nie was anderes gemacht.

POV Ellie :
Es tut einfach gut mit den Mädels Zeit zu verbringen und dann auch noch beim Schlittschuhlaufen. Eigentlich ein perfekter Abschluss für den Tag, obwohl das hier nicht an den Morgen und Vormittag mit Amy rankommt, für die es aber hoffentlich eine gute Ablenkung von der Nachricht ihrer Mutter ist. Ich verstehe einfach nicht, wie man dagegen sein kann, dass die eigene Tochter glücklich ist und auf der anderen Seite tut mir Amy so leid, auch wenn ich alles in meiner Macht stehende tue um ihr da durchzuhelfen. Aber apropos Amy, wo ist meine Freundin eigentlich? Etwas verwirrt blicke ich mich auf der Bahn um. Neben mir unterhalten sich Jill, Ellen und Georgia über ihre Weihnachtspläne und auch Steph, Keira und Lucy fahren als Trio. Jetzt doch etwas fragender schaue ich mich nochmal um, bis ich Amy verfroren an einem der Zugänge zur Bahn entdecken. Kurzerhand erhöhe ich mein Tempo und stoppe keine Minute später gekonnt vor ihr. Unsicher und nervös steht sie vor mir und so wie sie den Blick wieder senkt nachdem sie mich gesehen hat und die Schultern hochzieht, ist ihr irgendwas unangenehm. "Worauf wartest du denn, Ams?", frage ich sie locker, sonst ist sie ja wirklich einer der unerschrockenen Adrenalin-Junkies, die sich auf jede Aktivität draufstürzen. Wozu ihr Verhalten jetzt aber so gar nicht passt. Leicht zieht sie die Schultern noch höher und wird etwas rot. "Ich kann kein Schlittschuhlaufen.", murmelt sie verlegen. Kurz bin ich etwas verwirrt, wie jetzt? Sie kann doch eigentlich immer alles. Bis bei mir ein Licht aufgeht. "Du kannst es nicht oder warst du einfach noch nie, weils in Australien keine Eishallen gibt?", frage ich sie jetzt wieder mit dem typischen verliebten Grinsen, aber sie sieht so wahnsinnig süß aus, wie sie da verlegen und mit roten Wangen steht. "Ich war noch nie.", gibt sie jetzt leise zu und guckt das erste Mal ganz zu mir hoch. Warm lächle ich sie an umd strecke ihr meine Hand entgegen. "Dann lass uns das mal ändern."

Vorsichtig nimmt sie meine Hand an, aber mustert das Eis immer noch skeptisch. "Das wird dich nicht beißen. Und ich bin immer in deiner Nähe, um dich notfalls aufzufangen." Leicht nickt sie und klettert vorsichtig aufs Eis, eine Hand in meiner und die andere fest an die Bande geklammert. Ein kurzes stolzes Lächeln schleicht sich auf mein Gesicht, als sie mit beiden Kufen auf dem Eis steht. Unsicher und fragend guckt sie zu mir hoch. Gekonnt lasse ich mich neben sie gleiten, damit sie zwischen der Bande und mir ist und sich so an jeder Seite festhalten kann. "Warst du schonmal Inliner fahren?" Leicht nickt sie. "Dann einfach genau so." Ganz langsam machen wir jetzt die ersten Fahrversuche, wobei sie immer wieder ins straucheln kommt und ich sie mehrmals vor dem Fallen retten muss. Aber irgendwie ist dieses ungewohnte, unsichere Bild von ihr auch so verdammt süß, wie sie immer noch leicht rot ist, die Zunge zwischen den Lippen einklemmt und sich ganz auf mich verlässt, dass ich ihr zeige wie es geht und sie nicht auf den Hintern fallen lasse. Aber je mehr Zeit vergeht, desto sicherer wird auch Amy, auch wenn sie meine Hand kein einziges Mal loslässt. Nach ungefähr einer Stunde machen die anderen Mädels sich auf zu einer Pause und auch wir steuern auf den Ausgang der Bahn zu, an dem Steph auf uns wartet. "Meinst du, du schaffst es bis Steph nur mit meiner Hand zu fahren und die Bande loslassen? Dann kannst du gleich mal mit dem Fortschritt angeben." Leicht lächelt sie mir zu und nickt, bevor sie vorsichtig die Hand von der Bande löst. Unfallfrei und in Amys Fall ziemlich stolz kommen wir bei Steph an, die Amy auch angrinst. "Da kommt ja das Känguru auf dem Eis. Aber wird doch, Aussie. "
Nach einer kurzen Verschnaufpause gehen wir wieder aufs Eis und Amy wird immer sicherer. Irgendwann schaffen es wir es dann auch uns von der Bande zu lösen und zu den anderen zu fahren, wo wir von allen grinsend empfangen werden und dann als große Gruppe auf dem Eis bleiben und die anderen immer mal wieder ein paar Sachen zum Entertainment der anderen ausprobieren, das definitive  Highlight davon ist der Hebefiguren-Versuch von Lucy und Keira, den sie groß angekündigt haben nur um ein paar Sekunden später auf dem Eis zu liegen.

Kaputt und leicht frierend kommen wir aus der Eishalle, aber so recht möchte noch keiner die Gruppe auflösen. "Wie wärs wenn ihr einfach mit zu uns kommt?", fragt Amy dann irgendwann, wahrscheinlich ist ihr hier draußen auch einfach viel zu kalt. "Wir könnten uns heißen Kakao machen, uns aufs Sofa legen und die Championship im Hintergrund laufen lassen, da spielt nämlich gleich ein gewisses Team aus Sheffield." Beim letzten Punkt zwinkert sie mir zu und auch die anderen grinsen mich an. "Dann auf zu euch, bevor der Aussie erfriert und der dazugehörige Ultra etwas vom Sheffield United Spiel verpasst."

In der Wohnung angekommen husche ich sofort durch zum Fernseher, während die anderen den Kakao aufsetzen und von meinen Mitbewohnerinnen mit bequemerer Kleidung ausgestattet werden. Auch ich ziehe mich schnell um und sicher mir schonmal einen Platz auf der Couch, denn das Spiel beginnt jeden Moment. Mit Tassen und ein paar Snacks bepackt kommen dann auch die anderen aus der Küche und Amy verschwindet nochmal kurz zum Umziehen, allerdings in meinem Zimmer, was alle anderen Grinsen lässt. Keine fünf Minuten später kommt sie in grauen Nike Sweatpants und einem meiner Sheffield United Hoodies, der ihr natürlich zu groß ist, zurück, was das Ganze aus meiner Sicht nur noch niedlicher macht. "Hast du kein eigenes Zimmer mehr?", fragt Jill frech nach und kurz huscht auch über Amys Gesicht ein Schmunzeln. "Warum mit einem Zimmer zufrieden geben, wenn man auch zwei haben kann?" "Hey!", beschwere ich mich jetzt. "Das ist immer noch mein Zimmer." "Ach komm, Ell. Bei mir liegt mindestens genauso viel Kram von dir rum." Okay, da kann ich jetzt nichts gegen sagen, denn es stimmt einfach. "Ja, ist ja gut. Wir teilen uns die Zimmer einfach. Und jetzt komm her." Sofort versteht sie mein Angebot und lässt sich zwischen meinen ausgebreiteten Beinen fallen und kuschelt sich von da an mich. Ich greife noch zu einer der unzähligen Decken, die immer auf unserem Sofa rumliegen und schmeiße sie über uns, damit die Brünette Australierin wieder von den britischen Wintertemperaturen auftauen kann. Amy hat sich auch noch schnell einen heißen Kakao gegriffen und dazu ein paar Weingummis. Unter der Decke schließe ich meine Arme um sie und ziehe sie noch etwas ran um mein Kinn auf ihrem Kopf abzulegen. Da alle müde sind gucken wir das Spiel einfach in einer angenehmen Stille und schlürfen unseren Kakao. In der Mitte der zweiten Hälfte (es steht zu meinem Frust immer noch 0:0) gucke ich mich kurz um, da ich mir noch ein paar Weingummis nehmen möchte und muss sofort grinsen. Auf der anderen Seite der Couch liegen Lucy und Keira genauso wie Amy und ich, aber sind dabei friedlich mit zufriedenem Gesichtsausdruck am schlafen und auch Ellen schläft an Stephs Schulter angelehnt. Georgia guckt die anderen auch kurz an und dann wieder grinsend zuir, worauf ich gespielt genervt die Augen verdrehe, was Georgia nur noch breiter grinsen, aber auch in meine Richtung nicken lässt. Amy liegt ebenfalls friedlich schlafend in meinen Armen.
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