Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

ein neuer Beginn

von Shiro82
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Harry Potter
13.02.2021
25.02.2021
11
15.170
10
Alle Kapitel
14 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
23.02.2021 1.630
 
Die Nase der Vampirin zuckte, ihre Augen weiteten sich und schienen kurz aufzuglühen. Ruckartig drehte sich ihr Kopf in Richtung der Veela, fixierte mit einem hungrigen Knurren ihren Hals. Das hielt jedoch nur einen Moment lang an bis ihre Augen sich wieder klärten. Vorsichtig wanderten sie etwas höher, bis sie Kaelyns Augen trafen, in denen die Anspannung deutlich zu sehen war.
"Tut mir Leid", flüsterte die Jungvampirin, die offensichtlich selbst am meisten über ihre Reaktion erschrocken war.
Hektor sah das sehr zufrieden. „Du kannst bleiben. Aber hier auf dem Schiff wird niemand gebissen.“ bestimmte er. „Wir werden gleich noch trinken gehen.“ Er ließ die Veela näher kommen. „Was riechst du? Du musst dich mit den Gerüchen auseinandersetzen, um mit ihnen klar zu kommen.“ meinte Hektor ruhig. So fing er an, zu testen, was Loreley konnte und was nicht.
Recht bald schickte er Caspar runter und lies sich von Kaelyn helfen einen großen Bogen aus seinen Räumen zu holen. Er war froh, dass er diese Technologie retten konnte. Er hatte noch drei weitere Tore aufgestellt. Je eines bei den Schulen und eines nach Askaban.
Er bereitete das Tor vor und stellte es auf Letzteres ein. So konnten sie direkt gehen, wenn Silas kam. Er konnte spüren, dass er neugierig beobachtet wurde und sah belustigt in absolut irritierte Augen. „In Atlantis gab es wahnsinnig nützliche Technik. Ich will keine 20 Stunden durchfliegen um mein Ziel zu erreichen und du würdest es kaum schaffen, da du die Sonne unmöglich überleben würdest.“ erklärte er, als wäre es selbstverständlich, dass man ein zwei Meter große, rundes Gestell aufbaut.
Mit großen Augen beobachtete Loreley das Geschehen. Hatte der Vampir gerade Atlantis gesagt? Wann immer sie glaubte, bald genug zu wissen, um sich hier zurecht finden zu können, zauberte Hektor eine neue Sache aus dem Hut, die alles wieder ins Wanken brachte. Um sich nun aber nicht damit auseinandersetzen zu müssen, schweiften ihre Gedanken wieder zum Geruch der jungen Veela ab. Schmeichelnd und verführerisch hatte sie gerochen, süßlich mit einer überraschenden herben Note, hatte ihr schmerzlich klar gemacht, wie lange es her war, dass sie auch nur ansatzweise satt gewesen war. Leise hatte sie zugegeben, dass sie sich das Gefühlsleben eines Mannes, der einer Veela begegnete etwa so vorgestellt hatte, als sie in der Bibliothek von Hogwarts zum ersten Mal von ihnen gelesen hatte.
Das aufgebaute Tor zog ihre Aufmerksamkeit zurück in die Gegenwart. Unglaube spiegelte sich in ihren Augen wieder, während sie sich neugierig näherte und das Tor von allen Seiten betrachtete, staunend, wie ein kleines Kind, das gerade zum ersten Mal den jährlichen Weihnachtsbaum zu Gesicht bekam.
"Wahnsinn, was ist das?", fragte sie fasziniert, gleichzeitig aber voller Ehrfurcht vor der ihr so fremden Technologie.
Hektor schmunzelte. „Das ist ein Atlantis-Tor. Sie waren früher der einzige weg in meine Heimat. Heute gibt es nur noch fünf. Auch wenn die zerstörten Tore noch einprogrammiert sind. Die fünf die noch intakt und über der Wasseroberfläche sind gehören mir. Und keiner außer mir und vielleicht noch Silas kann sie Bedienen.“ Hektors Gesicht zeigte Stolz und trauer gleichzeitig. Stolz, da es sein Volk war, das diese Wunder erbaut hat, trauer, weil er die Wunder von Atlantis nie wieder erblicken würde. Er berührte das kühle Metall. „Es ist alles, was von meiner Heimat noch übrig ist.“
Hektor sah sich die Runen auf dem Bogen nachdenklich an. Ihre Bedeutung konnte heute kaum noch einer fassen. Für ihn waren sie aber ein offenes Buch. Er kannte jede einzelne Bedeutung.
Fasziniert musterte die Vampirin das Tor, streckte kurz die Finger nach den Runen am Rand aus, wagte dann jedoch nicht, sie tatsächlich zu berühren.
"Was steht da? Kannst du das lesen?", fragte sie, reine Neugier, ohne jede Wertung in ihrer Stimme, "Und wie kann das gehen? Wie wird die Verbindung zwischen den Toren hergestellt? Ist das ähnlich wie das Flohnetzwerk? Wenn ja, warn mich bitte vor, daran konnte ich mich nie gewöhnen..."
Sie verstummte, wobei ihr Blick wieder etwas Unsicheres annahm und vom Tor zu Hektor wanderte.
"Tut mir Leid, ich rede zu viel. Es ist lang her, dass ich frei sprechen konnte."
Hektor musste darauf schmunzeln. „es ist okay. Es sind atlantische Nummern oder Ortsbezeichnungen.“ erklärte er und deutete auf eine weniger deutliche Rune. „Das war zum Beispiel das Hospital der Stadt. Auf diese gräulichen Bereiche kann man das Tor auch nicht mehr stellen. Die Tore sind zerstört. Und durch die Tore zu gehen ist, als würdest du durch einen kurzen Flur gehen. Nur dass außerhalb dieses Flures die Zeit still steht. Ich weiß nicht, wie die Erbauer das geschafft haben, immerhin war ich vor meinem Tod nur ein kleiner Händler.“erklärte Hektor leise und merkte gar nicht, wie merkwürdig das in ihren Augen sein müsste. „Du wirst es gleich ausprobieren können.“ schloss er, als Silas kam.

Hektor öffnete das Tor und bedeutete der Vampirin hindurch zu gehen. Er selbst folgte mit Silas in Schwertform. Er spürte sofort, wie Silas auf seinem Rücken schauderte. Sie mussten schnell hoch, da Silas in dieser Gestalt schnell auskühlte. Das konnte in so fern gefährlich werden, dass Silas auch in anderen Formen unterkühlte und in denen auch krank werden konnte.
Er sah zu der anderen Vampirin. Und deutete nach einer genauen Musterung hoch. „Ganz oben ist der Hochsicherheitstrakt. Menschen müssen erst durch den ganzen Turm und diverse Pausenräume der Wachmannschaften jeder Etage. Aber die Fenster sind nicht gegen Fledermäuse gesichert. Nimm die Zellen, in denen die Insassen schreien. Die sind so wahnsinnig, denen würde man eh nicht glauben, sollten sie wider erwarten überleben.“ erklärte er ruhig und verwandelten sich.
Es wird nichts machen, wenn du sie tötest. Das sind überwiegend Totesser. Wenn du sicher sein willst sieh auf die Arme nach dem Mal.
Die Telepathie unter Vampiren war schon was schönes. So konnte er mit ihr sprechen, ohne gerade wirklich sprechen zu können.
Und wenn sie versuchen sich zu wehren, denk daran, du bist stärker. Du bist keine hilflose Menschenfrau mehr. Jetzt bist du die Jägerin.
Eine der Fledermäuse sah ihr direkt in die Augen.
Wenn du Skrupel zu töten hast, denk daran, was sie dir angetan haben. Sollten sie je wieder frei kommen, werden sie damit weiter machen. Ich bitte dich nur, Sirius Black in Ruhe zu lassen.
Er hatte sich im laufe der Jahre mit dem Animagus angefreundet, der ihn überzeugen konnte, dass er völlig unschuldig hier saß. Er bedauerte den Mann, der nichts mehr wollte, als für seinen Patensohn da zu sein. Durch ihn war er auf Harry aufmerksam geworden und jetzt wollte er Sirius auch Entwarnung geben, dass Harry in Sicherheit war.
Jetzt aber wollte er sehen, wie seine Schülerin sich bei der Jagd machte. Er lies sie alleine fliegen und Silas folgte, indem er sich hoch levitierte. Hektor führte Silas durch die Zelle eines Schlafenden. Auf dem Gang verwandelte Silas sich sofort in einen Timberwolf. Das Dicke Fell schützte ihn wenigstens etwas vor der Kälte, die die beiden Vampire nicht mal im Ansatz spürten. Während Hektor seine Schülerin beobachtete ging Silas zur Treppe nach unten und legte sich auf die Lauer. Nicht dass eine Menschliche Wache in den Schmaus platzte.
Hektor behielt die ganze Jagd von Loreley im blick und suchte sich erst ein Opfer, als sie schon trank.

Der Totesser versuchte zwar sich zu wehren, aber ohne Zauberstab hatte er keine Chance. Er biss dem relativ jungen Mann in den Nacken. Der Mann wehrte sich heftig, schlug gegen den harten Körper des Vampirs. Doch es dauerte nicht lange, bis der ausgemergelte Körper erschlaffte.
Er lies den Mann zu Boden sinken. Die kleinen Einstichstellen würden nicht auffallen, das wusste Hektor genau.
Als Hektor fertig war ging er zu Sirius. Als er mit gut hörbaren Schritten auf die Zelle zuging, hörte er erst das Kratzen von Krallen auf dem Stein, dann das rascheln von Kleidung. Er lies Sirius dieses kleine Versteckspiel, wenn es ihn sicherer fühlen lies. Er trat langsam auf die Zelle zu und sah auf den geschwächten Mann runter. Er sah furchtbar aus. Die gehetzten Augen lagen tief in ihren Höhlen und das Haar war fettig und verfilzt. Die Haut des Mannes war bleich und spannte sich dünn über gefühlt blanke Knochen.
Hektor setzte sich ruhig vor der Zelle auf den Boden. „Du siehst scheußlich aus, mein Freund.“ meinte er ruhig und erntete ein müdes Lächeln. Als Hektor ihn kennenlernte, war er noch voller gerechter Wut über den verweigerten Prozess. Aber die Jahre in Askaban zeigten ihre Wirkung. Besorgt meinte Hektor einen Hauch Wahnsinn in den Augen des Menschen zu sehen.
„Wie geht es Harry?“ Wie immer war das die erste Frage des Häftlings. „Harry geht es entsprechend gut, Sirius. Der Junge ist sicher.“ erklärte Hektor ruhig. Er sah sofort, wie Sirius sich entspannte und sein Gesicht hellte auf, bevor die Anspannung schlagartig zurückkehrte. Hektor drehte sich nur kurz um. „Keine Sorge, sie gehört zu mir. Sie ist meine Schülerin.“ erklärte er mit einem lächeln. Sirius sah aber skeptisch aus. „Seit wann nimmst du Schüler? Du beißt doch gar nicht.“
Hektor verzog das Gesicht. „mein Biss verwandelt nicht. Außerdem sind wir zwei unterschiedliche Arten. Nein, ihren Meister kann man getrost als nicht geeignet bezeichnen.“ erklärte Hektor genervt.
Dann sah er zu Loreley. „Du kannst gerne näher kommen. Sirius tut niemandem was. Und nein, er ist auch kein Totesser.“ meinte er zu ihr. „Sirius hatte nur nie einen Prozess, bei dem er seine Unschuld hätte beweisen können.“ erklärte er Loreley. Dann sah er traurig zu dem Animagus. „Ich wünschte, ich könnte dir helfen. Aber wenn ich in das Visier gerate, sind Harry, Kaelyn und Samantha in Gefahr.“ meinte er entschuldigen. „und einem Vampir glauben diese Hohlköpfe sowieso nicht. Zumal ich dich nicht einmal ken...“ Es klang verdammt abgewürgt, als Hektor erstarrte. Sein Blick schoss in Richtung England, war merkwürdig verschleiert.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast