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Bitte gib uns eine Chance

von Leakl
GeschichteAllgemein / P18 / Gen
Markus Maxi OC (Own Character) Vanessa
11.02.2021
16.05.2021
37
53.147
7
Alle Kapitel
50 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
04.05.2021 1.704
 
Vor uns kam wiedermal nur das Motorrad des geheimnisvollen Mädchens zum stehen. Sie zog elegant ihren Helm ab und grinste diabolisch. „Seid ihr bereit?“ Fragte sie und schaute einmal in die Runde, als ihr Blick bei mir ankam hob sie belustigt eine Augenbraue. Ich sah vermutlich auch mal wieder nicht besonders gut aus, immerhin war ich gerade erst aufgestanden und hatte mir noch nicht die Mühe gemacht mich vernünftig anzuziehen. Ich verdrehte die Augen und murmelte eine kurzes : „Gebt mir fünf Minuten.“ Verschwand dann im Zelt und zog mir zum aller ersten mal mein eigenes Trikot über. Der Stoff lag eng an meinem Körper und trotzdem war einfach nur unglaublich bequem. Das Trikot und die kurze Hose, für die ich mich kurzerhand entschieden hatte, umspielten meine Kurven und dennoch konnte ich mich einwandfrei in ihnen bewegen. Meine Haare band ich mir, wie immer, zu einem hohen Zopf und machte mich dann wieder auf den Weg nach draußen. „Also wo geht’s hin?“ Fragte ich, während ich noch im gehen versuchte meine Schuhe anzuziehen. „Dort wo wir spielen brauchst du schon mal definitiv keine Schuhe.“ Meinte das Mädchen und grinste immer noch amüsiert. „Sag mal, wenn du dich schon so gut über uns amüsieren kannst, musst du uns jetzt auch endlich mal deinen Namen verraten.“ Forderte Juli sie auf, endlich mal jemand, der so dachte wie ich. Immerhin waren wir uns jetzt schon öfter begegnet und nie hatte sie auch nur irgendwie ihren Namen erwähnt. „Ich bin Ayla.“ „Schöner Name.“ Marlon grinste und schwang sich ziemlich unelegant auf sein Motorrad. Ayla schüttelte lachend ihren Kopf und wendete sich an Leon. „So Herr Anführer, seid ihr jetzt endlich fertig?“ Leon nickte und gab uns das Zeichen unsere Motorräder zu starten.
Die Fahrt dauerte höchstens zehn Minuten, denn wir hielten nach kurzer Zeit schon wieder. Unsere Motorräder stellten wir neben die unserer Gegner und liefen gemeinsam mit Ayla die restlichen Meter zu Fuß. „Wow.“staunte ich und Raban pfiff anerkennend. Wir befanden uns erneut in einer Bucht, diese war allerdings um einiges größer als unsere und auch deutlich schöner. In den Dünen standen einige große Zelte und am Wasser war ein riesiges Spielfeld aufgebaut. Bei dem Spielfeld handelte es sich allerdings nicht um eine einfache Sandfläche, nein, auf dieser Fläche waren Unmengen von Hindernissen aufgebaut. Von einfachen, aufgestellten Pfeilern, über eine Schlammgrube bis hin zu Steinen, welche einem immer mal wieder den Weg versperrte und auf einem dieser Steine saß ein grinsender Fabi in einer Badehose. „Na, überrascht?“ Fragte er und kam uns entgegen. „Naja,“ meinte Joschka und zuckte mit den Schultern, „Wir haben uns irgendwie schon gedacht, dass es nicht bei einem einfachen Spiel bleiben würde.“ „Aber trotzdem hatten wir nicht mit einem Hindernissparcour gerechnet und vor allem nicht mit so viel Schlamm.“ Klette verzog bei ihren Worten etwas angeekelt ihr Gesicht, denn auch wenn sie gerne zelten ging und das Fußballspielen liebte, hielt sich nicht besonders viel von einer Schlammschlacht. Fabi ließ sich davon allerdings nicht beirren, sondern zog Leo in eine freundschaftliche Umarmung. „Dann lasst uns loslegen.“ Fabis Mannschaft hatte sich bereits zusammengefunden, die Jungen trugen allesamt eine einfache Badehose und die Mädels eine Art gut sitzenden Bikini. Da auch ich mein neues Trikot nicht unbedingt direkt dreckig machen wollte, musste es weichen. Ich zog es mir kurzerhand über den Kopf und schlüpfte noch schnell aus meinen Schuhen. Nessi schaute mich verwirrt und leicht schockiert an, „Was denn? Das Trikot ist neu und ich will es nicht gleich beim ersten Spiel so dermaßen versauen, außerdem ist es mittlerweile doch absolut warm.“ Nessi schien immer noch unschlüssig, doch Klette hatte ich anscheinend überzeugt. Blitzschnell schlüpfte sich aus ihren Schuhen und ihrem Trikot und die Anderen folgten. „Also, was ist jetzt?“ Rief Ayla, ihre Mannschaft hatte sich mittlerweile auf dem Feld verteilt und wartete auf uns, „Können wir jetzt endlich anfangen?“ Fragte ein anderes Mädchen lautstark. „Okay, den zeigen wir’s!“ Rief Leon, „Mia, Marlon, Joschka und Raban bleiben erstmal am Rand, der Rest geht aufs Feld.“ Alle nickten und befolgten seine Anweisungen. „Gibt es eigentlich eine Schiedsrichter?“ Fragte ich, wurde allerdings von einem lauten Pfiff unterbrochen und das Spiel ging los.
Ich versuchte mit all meiner Konzentration dem Spiel zu folgen, aber der ständige Ballwechsel zwischen den Mannschaften war einfach viel zu schnell. Während die Kerle eine außergewöhnlich gute Ballkontrolle hatten, allerdings aufgrund der vielen Hindernisse viel zu langsam waren, hatte Fabis Mannschaft Probleme beim genauen Spiel. Die Hindernisse stellten für sie keine Herausforderung dar, sie umliefen sie beinahe im Schlaf, dafür mussten sie ihre ganze Konzentration auf ihre Füße richten. Also genau so wie ich es zu beginn getan hatte, zumindest so lange, bis Markus es mir abtrainiert hatte. Mein Blick schweifte bei dem Gedanken an Markus schon fast automatisch zu unserem Tor, er stand leicht gebückt und verfolgte konzentriert das Spiel. Die Schwarze Sporthose lag locker auf seiner Hüfte und bildete einen Kontrast zu seiner leicht gebräunten Haute und seinen wirren blonden Haaren. Er sah, so wie er dort stand, einfach nur absolut gut aus und ich begriff gerade erst so richtig, dass dieser Junge mein fester Freund war. Markus Haltung veränderte sich, er wirkte deutlich angespannter und kniff seine Augen zusammen. Sam, ein Junge der gegnerischen Mannschaft stand genau vor ihm und setzte zum Schuss an. Aber Markus wäre ja nicht der unbezwingbare, wenn er den nicht hätte kommen sehen. Während seines Sprungs spannte sich sein gesamter Körper an und schon allein von diesem Anblick färbten sich meine Wangen rot. „Nana, wie soll das denn erst werden, wenn ihr zusammen in der Kiste landet?“ Fragte Marlon grinsend und stieß mich in die Seite. Empört schnappte ich nach Luft, „Marlon!“ Raban und Joschka lachten und nacheinander verpasste ich allen einen ordentlichen Klaps auf den Hinterkopf. Lange lachten sie allerdings nicht mehr, denn kurz darauf fiel das erste Tor für unsere Gegner, geschossen von Lilly, einem kleinen unscheinbaren Mädchen. Nessi schlug die Hände über ihrem Kopf zusammen und Maxi stöhnte gequält. „Kacke verdammte!“ Rief Leon „Los kommt, machen wir weiter!“  Motivierte Nerv die anderen und das Spiel wurde fortgesetzt. Circa 15 Minuten später stand es immer noch eins zu null und Leon verlor so langsam seine Geduld. „Halbzeit!“ Ertönte Fabis Stimme und beendete somit den Spielvorgang. „Schitte,“ murmelte Nessi und ließ sich neben mich fallen, „Das kannst du laut sagen.“ Meinte Maxi und schüttelte den Sand aus seinen Haaren. Nerv hatte bereits ziemlich zu Anfang eine perfekte Bauchlage in den Schlamm gemacht und war nun von oben bis unten in eine Schicht braunen, nassen Sand eingehüllt. „Wartet kurz, ich geh mich eben abwaschen.“ Sagte er und verschwand in Richtung Wasser. „Also?“ Fragte Joschka, „Wie geht’s weiter?“ Leon rieb sich einmal über sein Gesicht und seufzte, „Raban und Joschka gehen für Klette und Nerv aufs Feld, Marlon für Juli und Mia für mich.“ „Ich für dich? Wär das nicht außerordentlich dumm?“ Fragte ich erstaunt. „Ich meine, ich kann zwar etwas Fußball spielen, aber ob ich es mit denen aufnehmen kann weiß ich nicht.“ „Blödsinn, du machst das schon.“ Meinte Klette aufmunternd, „Genau, denk einfach ans Tanzen.“ Markus zwinkerte mir verschwörerisch zu und erhob sich. „Ich würde sagen wir machen weiter.“ „Nein, noch besser!“ Rief Nerv, der sich inzwischen wieder zu uns gesellt hatte, „Machen wir sie fertig!“
Auf dem Spielfeld fühlte ich mich deutlich unsicherer als bei den regelmäßigen Trainingseinheiten, „Hey Mia!“ Rief Markus, „Konzentrier dich auf die Melodie!“ Ich schloss für einen kurzen Moment meine Augen und versuchte mich an die vergangene Halbzeit zu erinnern, an die Bewegungen meiner Gegner und die vielen Hindernisse. Ein erneuter Pfiff erklang und ich öffnete schlagartig meine Augen. Der Ball war gerade in Fabis Besitz, dieser wurde allerdings so sehr von Nessi unter Druck gesetzt, sodass er keine andere Wahl hatte, als abzugeben. Genau in meine Richtung, zu Ayla, sie Sprang mit einer unglaublichen Leichtigkeit über einen der Steine und jagte entschlossen los. Ich hatte mich mittlerweile auch in Bewegung gesetzt und holte sie ziemlich schnell ein. Meine Füße reagierten von allein und schon kurz darauf war ich im Ballbesitz. Schnell passte ich zu Maxi, da Ayla mir schon wieder dicht auf den Fersen war. Ich kämpfe mich durch die Schlammgrube, welche das Spielfeld in zwei Hälften teilte und wartete auf den Rückpass. Der Sand auf dem ich stand, war unangenehm heiß und mir rann bereits einige Minuten nach dem Anpfiff der Schweiß den Rücken runter. Meine Haare klebten an meinem Gesicht, genau so wie der aufgewirbelte Sand. Raban hatte gerade Sam den Ball abgenommen und passte ihn nun zu mir. Ich reagierte so schnell ich konnte, nahm den Ball an und huschte mit einer eher uneleganten Drehung an Lara vorbei. Ich dribbelte durch an den Steinen vorbei, bis sich Lissi mir in den Weg stellte, ich passte so schnell zu Maxi, dass ich dabei mein Gleichgewicht verlor und im heißen Sand landete. Lissi war allerdings so auf mich fokussiert gewesen, dass sie Maxi überhaupt nicht bemerkt hatte, genauso wenig wie der Torwart, denn Maxis Schuss traf. Jubelnd sprang ich auf und warf mich in seine Arme, „Geht doch!“ Rief Leon, und sogar Ayla nickte mir und Maxi beeindruckt zu. „Und jetzt nochmal!“ Kam es von Juli, denn der Torwart hatte den Ball bereits zurück ins Spielfeld geschossen. Marlon war sofort zur Stelle und drängte seinen Gegenspieler immer weiter in Richtung Wasser. Verzweifelt versucht Sam zu Fabi zu passen, doch der Ball wurde von Raban abgefangen und direkt weiter zu Joschka gespielt. Maxi kämpfte sich gerade durch die Schlammgrube, dicht gefolgt von Ayla und versuchte verzweifelt nicht auszurutschen. Er hatte die Grube gerade verlassen, da passte Joschka auch schon zu ihm und er schoss gnadenlos erneut aufs Tor. Diesmal hatte der Torwart unsere Spielzüge genau verfolgt und faustete den Ball kurzerhand zurück ins Spielfeld. Genau vor meine Füße, erneut holte ich aus und schoss, mit aller Kraft die ich aufbringen konnte, in die linke, obere Ecke.

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Hallöchen,
ich hab mich dazu entschieden, als Entschädigung. für das fehlende Kapitel vom Wochenende, heute nochmal eins hochzuladen. Das entscheidende und langersehnte Spiel! Gebt mir gerne eine kurze Rückmeldung. ;)
Ich bin gerade wieder so im Flow, dass es durchaus sein kann, dass diese Woche noch mehr Kapitel von mir kommen.
Ich wünsche euch allen einen schönen Abend,
Liebe Grüße
Lea
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