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Honey, I'm Home

von Ari Fey
Kurzbeschreibung
GeschichteÜbernatürlich, Suspense / P18 / MaleSlash
Ann Takamaki Goro Akechi Makoto Niijima Morgana Protagonist
10.02.2021
02.07.2022
26
113.341
7
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10.02.2021 6.713
 
Arc 1 - Start

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Akira überprüfte die Uhrzeit auf seinem Smartphone. 20:30 Uhr, Zeit, das Leblanc zu schließen. Vor einer halben Stunde hatten sich bereits die letzten Gäste verabschiedet, ein älteres Pärchen aus der Nachbarschaft. Nachdem sie das Café verlassen hatten, hatte Akira begonnen die Theke und die Tische zu säubern, Reste von Sojiros Currys warm gemacht und sich selbst eine Tasse Kaffee zubereitet, die mittlerweile noch immer halb voll, aber kalt geworden war. Er stützte seinen Kopf in eine Handfläche und seufzte.

Gedankenverloren ließ er den Blick über das alte, dunkel-lackierte Holz des Tresens gleiten, hinüber zur glasbesetzten Tür. Die Straßen waren schon seit Stunden in Dunkelheit getaucht. Der Winter in diesem Januar war eiskalt. Durch das schwache, warme Licht im Inneren des Cafés sah Akira kaum mehr als seine eigene Reflektion in den Fenstern am Eingang. Es begann zu schneien. Dicke, weiße Flocken tanzten vor dem Fenster. Abgesehen vom Schnee war da aber noch etwas, dass sich hinter seiner Reflektion spiegelte; ein Schatten? Eine Person oder ein Kunde? Um diese Uhrzeit? Die Umrisse waren undeutlich, hätte sich die Person sich nicht bewegt, hätte Akira es kaum bemerkt, aber er glaubte sich nicht getäuscht zu haben, dass dort jemand im Schutz der Dunkelheit stand und ihn... beobachtete.

Akira ignorierte den Schauer, der ihm über den Rücken lief. Mit einer fließenden Bewegung ließ sich Akira vom Barhocker gleiten, auf dem er gesessen hatte, und ging vorsichtig zur Tür.

Falls es ein Kunde war würde er ihn wohl bitten, am nächsten Tag wieder zu kommen. Je nachdem wer es war, würde er vielleicht noch eine letzte Tasse Kaffee anbieten, vom Curry war ja sowieso nichts mehr da —

Akira drehte den Türknauf und stieß die Tür auf. Kalte Nachtluft wehte ihm entgegen und füllte seine Lungen mit eiskalter Winterluft. Die Glocke über ihm schellte, und Akira stand allein vor dem Café. Suchend schaute er nach links und nach rechts, aber er konnte nichts erkennen  — keinen Schatten, keine Person, nicht einmal eine verirrte Straßenkatze.

Er musste sich getäuscht haben. Seufzend ließ er den Kopf sinken. Vielleicht hatte er auch einfach gehofft, dass er ihn nach all den Jahren wiedersehen würde — und sei es auch noch so viele Jahre her. Nun, um nicht vollkommen Dramatisch zu sein - im Februar, in einem Monat, würden es genau drei Jahre sein. Akiras Herz versetzte ihm einen kleinen Stich, wie jedes Mal, wenn er an ihn dachte. Auch, wenn es mittlerweile erträglicher geworden war, konnte er nicht leugnen, dass die Sehnsucht nicht doch noch da war. Er vermisste ihn, aus tiefstem Herzen. Goro Akechi.

Akira schüttelte den Kopf und verdrängte den Gedanken an ihn, so schnell wie er aufgekommen war. Stattdessen wollte er gerade das Schild drehen, damit es nicht mehr “geöffnet” zeigte, als er den kleinen Zettel, der daran befestigt war bemerkte. Ein unscheinbares, weißes Stück Papier, vermutlich aus einem Notizblock gerissen und mit einem Streifen Klebeband befestigt. Vorsichtig riss er das Stück Papier ab, drehte das Schild und verschwand wieder in das warme Innere des Leblanc.

Er drehte den Zettel in der Hand. Es befand sich lediglich eine Zahlenkombination darauf. Elf Zeichen, geschwungene Handschrift. Allem Anschein nach eine Telefonnummer. Akira kniff die Augen zusammen und starrte die Zahlen an, als würden sie ihm verraten können, wer sie auf das Papier geschrieben hatte.

***


“Vielleicht hat sich jemand nicht getraut, dich anzusprechen! Hattest du gestern besondere Kundschaft?” mutmaßte Ann und schürzte nachdenklich die Lippen. “Jedenfalls solltest du die Nummer anrufen, dann weißt du mehr!” forderte sie Akira auf und überschlug die Beine unter dem Tisch.
Akira legte den Kopf schräg, schwarze Locken fielen ihm in die Stirn, während er Ann nachdenklich musterte. “Gestern war niemand hier, der auch nur ansatzweise in unserem Alter war.” Seufzte er nachdenklich. “Ich dachte, ich hätte gestern jemanden gesehen, aber ich konnte nichts erkennen.”

Ann zwirbelte eine ihrer weißblonden Haarsträhnen in zwei Fingern, während sie mit der anderen Hand eine duftende Kaffeetasse anhob.

“Ruf an. Oder schreib eine Nachricht. Hier zu sitzen und nichts zu tun bringt doch nichts,” stellte sie fest und nahm einen Schluck. Als sie die Tasse absetzte, hatte sich etwas von der Sahne an ihrer vollen Oberlippe abgesetzt, was sie schnell ableckte. “Oder möchtest du, dass ich für dich anrufe?” fragte sie süß.

Akira schüttelte den Kopf. “Nein, schon gut.” Er nahm sein Smartphone und begann, die Zahlenkombination einzutippen. Anns Augen weiten sich, als sie bemerkte, was Akira vor hatte. “Oh, mach den Lautsprecher an! Ich will wissen, wer es ist!” Zur Bestätigung bekam sie ein Nicken. Es klingelte ein Mal, zwei Mal, beim dritten Mal hob jemand ab.

“Kurusu?”

Akira erstarrte. Sein Herzschlag verdoppelte sich binnen einer Sekunde und jeder Schlag sendete elektrische Schauer durch seinen ganzen Körper. Mit aufgerissenen Augen starrte er Ann an, die nicht weniger fassungslos als er war. Er wollte etwas sagen, irgendwas, er öffnete den Mund, aber seine Kehle war wie zugeschnürt. Vielleicht hatte er sich geirrt? Vielleicht war das nicht seine Stimme? Es kann nicht sein, dass er am anderen Ende der Leitung war,  immerhin ist er —
Akechi war —

“Ich, uhm — Kurusu, können wir reden?”

Es war seine Stimme. Goro Akechis Stimme. Er war am Leben und mit Sicherheit kein Geist, denn Ann hörte ihn auch — und signalisierte Akira, dass er etwas antworten sollte.

“Akechi?” krächzte er und räusperte sich anschließend. Seine Kehle war plötzlich so trocken.

“Also hast du mich nicht vergessen,” erwiderte Akechi und Akira meinte, ein Lächeln in seiner Stimme hören zu können. Verdammt, wie sehr ihm diese Stimme gefehlt hatte. “Bist du heute Abend frei?”

“J-Ja, ich bin hier. Im Leblanc,” erwiderte Akira hastig, sein Herz flatterte in seinem Brustkorb wie ein Kolibri.

“Das freut mich, ich —  uhm —  also… Bis dann,” sagte er und beendete den Anruf mit diesen Worten.

“Was ist gerade passiert?” fragte Ann fassungslos, ihre Stimme zitterte. Sie sah zwischen Akira und dem Smartphone in seiner Hand hin und her. “Willst du mir erzählen, dass Goro Akechi dich gerade nach einem Treffen gefragt hat? Nach wie viel — drei Jahren? Einfach so?” spuckte sie wütend. Ihr Schock hat sich zu Ärger gewandelt - aufgebracht ballte sie eine Hand zur Faust. “Akira! Sag etwas!”

Aber was sollte er schon sagen? Goro, von dem er die letzten drei Jahre geglaubt hatte, dass er verschwunden wäre, irgendwo, weit, weit weg von ihm und alldem was hier passiert war — Goro, für den er zunächst geschwärmt und letztendlich aufrichtige Liebe empfunden hatte, der ihm das Herz gebrochen und ihn und seine Freunde betrogen hatte — Goro, der lieber sterben wollte, als die glückliche Realität zu akzeptieren — Goro, der für die psychotischen Zusammenbrüche verantwortlich gewesen war, dessen Rache für seinen Vater sein Leben bestimmt hatte — dieser Goro Akechi hatte ihn eben nach einem Treffen gefragt, als wäre es eine Verabredung mit einem, was? Einem alten Bekannten?

“Akira!” Anns besorgte Stimme holte ihn aus dem Gedankenkarusell.

Besorgt schaute sie ihn aus eisblauen Augen an. “Willst du ihn sehen?” fragte sie und nahm noch einen Schluck von ihrem Kaffee.

Akira nickte.

Ja, er wollte das. Er wollte wissen, was um alles in der Welt das zu bedeuten hatte. “Bitte erzähl den anderen nichts davon. Ich will nicht, dass sie es wissen," flehte er und sah Ann eindringlich an. “Das bleibt unter uns.”

Ann runzelte die Stirn. “Hast du keine Angst, du Idiot? Du weißt, dass er— ”

“— Wie könnte ich das vergessen? Aber nein, ich kann auf mich selbst aufpassen. Kann Morgana diese Nacht auch bei dir bleiben?”

“Du bist dir sicher, dass dir nichts passiert? Ich könnte es mir nicht verzeihen, wenn du verletzt wirst,” sagte sie sanft und legte eine Hand auf Akiras. Er schüttelte den Kopf, die schwarzen Locken schwangen energisch mit. “Nein, bitte, ich weiß worauf ich mich einlasse.” Hoffe ich jedenfalls, fügte Akira in Gedanken hinzu.

“In Ordnung. Lass mich wissen, wenn etwas ist. Ich kann so schnell wie möglich bei dir sein. Versprich es mir, ja?” seufzte sie und klemmte ihr Nasenbein zwischen Daumen und Zeigefinger. “Morgana kann bei mir bleiben. Ich fürchte nur, dass er irgendwann gar nicht mehr gehen will,” fügte sie kichernd hinzu und lächelte.

Akira atmete erleichtert auf. “Danke, Ann. Du hast was gut bei mir.”

***


Ann verließ das Leblanc am frühen Nachmittag wieder. Akira konnte sich, dank der überschaubaren Anzahl an Kunden, den Kopf darüber zerbrechen, wie er Akechi wohl am besten Begegnen würde. Es waren so viele Jahre vergangen, aber kaum etwas hatte sich geändert. Das, was vor drei Jahren passiert war, was... sie voneinander getrennt hatte, hatte Akira verändert. Wie hätte es das auch nicht? Aber... es gab etwas, dass ihn immer hatte daran zweifeln lassen, ob Akechi wirklich sein Leben verloren hatte. Es war, als hätte Akira die ganze Zeit über gewusst, dass er Akechi eines Tages wiedersehen würde.

Akira sah auf sein Smartphone. 19:00 Uhr am Abend. Die Sonne war bereits vor zwei Stunden untergegangen, den letzten Kunden hatte er vor einer Stunde bedient. Er trocknete gerade seine Hände an der Schürze ab, als seine Gedanken wieder zu Akechi wanderten. Sollte er ihm einen Kaffee zubereiten? Ob er etwas Curry essen wollte? So, wie er ihn kannte, hatte er die letzten drei Jahre sicherlich nichts anderes als Fertiggerichte oder Takeout gegessen. Hatte Akechi auf sich geachtet? Oder... hatte er jemanden kennengelernt, der auf ihn aufgepasst hatte? Akira biss sich auf die Lippe. Mit wem hatte Akechi seine Zeit verbracht? Wo hatte er gelebt, und... hatte sich das, was zwischen ihnen gewesen war, verändert? War es verblasst, nicht mehr als eine Erinnerung, oder.. würde Akira den Grund wiederfinden, weshalb er Akechi nicht loslassen konnte?

Eine lebhafte Erinnerung schoss ihm in den Kopf. Akira sah zu dem Hocker in der Mitte des Tresens, auf dem Akechi immer gesessen hatte, bevor er sich den Phantom Thieves angeschlossen hatte, und bevor —

Es war ein Tag im Juli vor dreieinhalb Jahren gewesen. Kein besonderer Tag, Akiras Sommerferien hatten gerade begonnen, als Akechi - wie damals häufig - nach einem Arbeitstag ins Leblanc kam, um Kaffee zu trinken und Curry mit nach Hause zu nehmen. An diesem Tag jedoch war es später als sonst, als er kam, und ausnahmsweise hatte er das Curry nicht zum Mitnehmen bestellt. Stattdessen hatte Akira angeboten, dass sie gemeinsam in seinem Zimmer auf dem Dachboden essen konnten, denn die Kundschaft war an diesem Tag ausnahmsweise mehr als sonst. Akechi hatte das Angebot zaghaft angenommen.
Nachdem sie gegessen hatten, hatte Akira angeboten, dass er bleiben könnte, um sich einen Film oder ein paar Folgen von Phoenix Ranger Feathermen anzusehen. Akechis Augen funkelten bei der Erwähnung von Feathermen - wie könnte er da ablehnen? Akira wusste, dass Akechi eine Schwäche für die Serie hatte. Also hatten sie gemeinsam auf Akiras klapprigem, alten Sofa gesessen und bereits nach der zweiten Folge konnte Akira beobachten, wie Akechis Augen schwer geworden waren. Akira hatte bemerkt, dass der Detektiv immer mehr in den Schlaf abdriftete, als er aus dem Augenwinkel beobachtete, wie er Akira immer näher kam - die Augen nur noch halb geöffnet und der Atem immer langsamer, gleichmäßiger - bis sein Kopf schließlich auf der Schulter Akiras landete und er sanft in einen kurzen Schlaf abdriftete.
Akira wusste zuerst nicht, was er tun sollte - damals war er sich bereits bewusst, dass er für den Detektiv schwärmte - so verletzlich, beinahe unvorsichtig, hatte er ihn bis dahin noch nicht gesehen. Im Gegensatz zu seinem falschen Lächeln im Fernsehen, bei Interviews oder wenn er nicht mit Akira allein war, hatte er eine andere Seite an ihm entdeckt. Akira legte einen Arm um seine Schultern und zog ihn näher zu sich, setzte sich leicht schräg und lehnte seine eigene Wange gegen den Haarschopf Akechis.
Er roch wirklich gut - nach Orangen und Seife, vermischt mit einem leichten Duft nach Kaffee. Der Kaffeeduft kam sicher daher, dass er so oft im Leblanc war. Akira roch selbst danach, das wusste er. Den sauren Geruch konnte man nicht mehr loswerden, und wenn Akira ehrlich war, hatte es ihm damals gefallen, zu wissen, dass die Spuren ihrer gemeinsamen Zeit an Akechi hingen.
Akira konnte nicht anders, als seine Finger sanft durch Akechis haselnussbraunen Strähnen gleiten zu lassen. Sein Haar so weich, viel weicher, als es aussah. Akira wollte seine Hände darin vergraben, aber seine Berührungen blieben sanft. So sanft, dass Akechi tiefer in seinen Schlaf glitt und Akira drohte, ebenfalls abzudriften. Eine weitere Folge lang schliefen beide, bis Akira von einem leichten Kitzeln an seinem Hals geweckt wurde. Schlaftrunken schaute er herab und blickte ihn die kastanienbraunen Augen Akechis, umrahmt von dichten, dunklen Wimpern, verschlafen, mit einem unerklärlichen Ausdruck. Akiras Blick wanderte an ihm herunter. Er war so nah, dass er die kleinen, unscheinbaren Sommersprossen auf seiner Nasenspitze sehen konnte. Sein Blick fiel auf Akechis halb geöffnete, matt-rosa Lippen. Er wusste nicht, was ihm damals den Mut verschaffte, doch ehe er es sich anders überlegen konnte, hatte er seine eigenen Lippen über Akechis streifen lassen. Sanft und leicht, fast, als hätten sie sich gar nicht berührt - bis Akechi seine Hand an Akiras Wange legte und ihn näher zu sich zog, um ihn richtig zu küssen. Es war kein perfekter Kuss, etwas unbeholfen und unerfahren, aber leidenschaftlich.  

Es war Akiras erster Kuss und auch nach allem was danach passierte, machte es ihn nach all den Jahren noch immer glücklich, dass er ihn mit Akechi geteilt hatte. Die Erinnerung daran ließ Wärme in ihm aufsteigen, die sich in seinen Wangen sammelte und diese zum Glühen brachte. Er legte beide Hände an sein Gesicht in der Hoffnung, die Röte aus seinem Gesicht zu vertreiben, als sein Smartphone neben ihm auf dem Tresen aufleuchtete.

Eine Nachricht von Ann, ob alles in Ordnung ist.

Akira antwortete ihr mit einem leichten Lächeln, dass sie sich keine Sorgen machen und den Abend genießen soll, als sein Blick auf die Uhrzeit fiel.
19:20 Uhr. Akechi sagte zwar, dass er am Abend kommen wollte, aber wann? Akira seufzte und sah sich um. Das Leblanc war ruhig, sauber, aufgeräumt. Er konnte sich nicht einmal mehr mit Putzen ablenken. Er ließ den Blick zum Fenster wandern und zur Tür, hinter der er einen Schatten erkennen konnte. Sein Herz machte einen Sprung.

Bevor er weiter darüber nachdenken konnte, ob es sich hierbei nicht nur wieder um eine Einbildung handelte, trugen ihn seine Füße zur Tür. Akira trat in die Dunkelheit, und blinzelte überrascht, als ihm zwei bekannte, kastanienbraune Augen entgegenstarrten.

Akechis Wangen und Nase waren von der Kälte bereits rot angelaufen, sein Haar war etwas länger geworden und hing ihm noch weiter in die Stirn, als vor dreieinhalb Jahren. Er trug vollkommen schwarze Kleidung, worauf sich bereits einige Schneeflocken gesammelt hatten. Der Stoff des Mantels an seinen Schultern war schon ein wenig durchgeweicht, sein Haar fing ebenfalls bereits Frost.

“Wie lange stehst du schon hier?” platzte es aus Akira heraus, er klang atemlos.

Akechi zuckte zusammen und trat einen Schritt zurück, als sei er bereit, jederzeit zu flüchten, aber Akira packte sein eiskaltes Handgelenk, bevor er diesen Plan in die Tat umsetzen konnte.
“Akechi…” sagte er und musterte ihn um sich zu vergewissern, dass es sich nicht um eine Halluzination handelte. Er war echt; er war hier — Akira konnte ihn berühren. Er fühlte Akechis rasenden Puls unter seinen Fingern, wo er Akechis Handgelenk eisern umschlossen hatte. Er war warm, er war hier und... lebendig! Goro Akechi lebte, er atmete. Akiras Herz drohte vor Freude zu zerspringen und er musste sich zusammenreißen, Akechi nicht zu sich zu ziehen, seine Arme um ihn zu schließen, ihn festzuhalten.

Akechi schwieg und wendete den Blick ab. Sein Haar fiel in glatten Strähnen um seine Wangen und warf Schatten auf sein Gesicht.
Für einen Herzschlag standen sie so da, einen weiteren und noch einen, bis Akira ihn sanft an seinem Handgelenk ins Leblanc zog und die Tür hinter ihm schloss.

Er positionierte sich zwischen Akechi und der Tür, in der Angst, er würde andernfalls sofort wieder auf dem Absatz kehrt machen verschwinden.

Akira bewegte sich langsam auf ihn zu, blieb aber einige Schritte vor ihm stehen, als würde es eine unsichtbare Wand zwischen ihnen geben. Akechi bewahrte für einen Moment die Distanz, bis er nach ein paar weiteren Herzschlägen endlich aufsah.

“Kurusu," war das erste, was er sagte. Seine Stimme war heiser, leise. Akira blinzelte bei dem vertrauten Klang, und als er die Augen wieder aufschlug, war Akechi immer noch da — keine Halluzination.

“Akira.”

“Huh?”

“Nenn mich Akira, Goro,” erwiderte Akira und lehnte sich gegen den Tresen. Er versuchte, seinen flatternden Herzschlag unter Kontrolle zu halten, was das Ganze aber nur noch verschlimmerte.

“Wieso bist du hier?” fragte Akira. Noch vor einigen Momenten hatte er an Akechi gedacht, aber das — das war ganz anders als er es sich vorgestellt hatte. Er wollte Akechi nah sein, immer noch, nach dreieinhalb Jahren — aber die Distanz zwischen ihnen erschien ihm größer als je zuvor. Größer als damals, im Maschinenraum der Yacht, oder danach, auf dem Schlachtfeld, vor Marukis Palast.

“Wie du willst. Ich, uhm -- “ Akechi biss sich auf die Unterlippe. Ihm lag etwas auf der Zunge, aber er konnte es nicht aussprechen. “Es tut mir leid,” presste er schließlich leise hervor.

“Es tut dir leid?” wiederholte Akira ungläubig.

“Das sagte ich gerade.”

Akira starrte ihn perplex an. Mit allem hatte er gerechnet, damit nicht.

“Es tut dir leid, dass…?” begann er und machte einen Schritt nach vorn, um die Distanz zu verringern. Akechi wich sofort einen Schritt zurück.

“Es tut mir leid, dass ich … ich, also — Akira — “ stotterte er und senkte den Blick, atmete tief durch und seufzte. “Das war eine dumme Idee. Ich sollte nicht hier sein,” beendete er den Satz und wollte gerade auf dem Absatz kehrt machen, als Akira nach seinen Arm schnappte. “Warte, Goro. Geh nicht," flehte er und hielt ihn fest.

Akechis Blick war eine Mischung aus Traurigkeit und Wut, aber er blieb. Akira konnte den inneren Konflikt auf Akechis Gesicht sehen, bis Akechi schließlich nachgab und seufzte. Akechis Arm wurde schlaff in Akiras Griff und Akira unterdrückte ein triumphierendes Lächeln.

“Willst du etwas essen?” fragte Akira neutral. “Curry?”

Akechi nickte wortlos, nahm das unausgesprochene Angebot, einfach zu bleiben, an. Akiras Hand löste sich von ihm. Zu Akiras Überraschung, nutzte Akechi den Moment nicht, um zu fliehen. Stattdessen ließ er sich auf einem der Barhocker nieder, während Akira sich daran machte, etwas von den Curry-Resten aus dem Kühlschrank zu erwärmen.

“Wo bist du in den letzten Jahren gewesen?” fragte Akira so beiläufig wie möglich und beobachtete Akechi aus den Augenwinkeln.

Akechi öffnete gerade die Knöpfe seines Mantels. “Du meinst, nachdem wir uns... getrennt hatten?” begann er und streifte sich den Mantel von den Schultern. “Ich habe mich versteckt, dumme Frage. In dieser Realität gelte ich immerhin als tot oder verschollen, auch für Shidos Anhänger. Ich war eine Weile außerhalb von Tokyo. Die genauen Details erspare ich dir. Ich musste meinen Namen ändern, habe mich für die Universität eingeschrieben und versucht, ein normales Leben zu führen,” er lachte dunkel. “Als wäre das so einfach.”
Sein Schal folgte. Während er weiterredete, krämpelte er sich mit behandschuhten Händen die Ärmel seines schwarzen Longshirts nach oben. “Sie haben mich nach nicht einmal einem halben Jahr gefunden. Shidos Anhänger. Bis dahin wollten sie noch irgendwie verhindern, dass er hingerichtet wird. Ich sollte ihnen dabei helfen. Diese vernarrten Idioten. Ihr Plan ging natürlich nicht auf - ich konnte fliehen und bin zurück nach Tokyo gekommen - habe meinen Namen zum zweiten Mal geändert… Ich arbeite drei verschiedene Teilzeitjobs und wohne in einem Apartment in Shinjuku.”

Akira platzierte wortlos einen Teller mit warmem, duftendem Curry vor ihm.

“Wieso bist du hier?” fragte Akira erneut und stützte sich auf den Handflächen am Tresen ab, genau gegenüber von Akechi. Er nahm einen Bissen, bevor er Akira antwortete.

“Wieso, Akira?" wiederholte er zuckersüß. "Ich habe dich vermisst, natürlich,” Akechi schenkte ihm ein perfektes, falsches Lächeln. Das Lächeln, dass er immer für Fernsehshows und Interviewer getragen hatte.

Akira schnaubte und stieß ein halbherziges Lachen aus. “Du willst es mir nicht sagen? In Ordnung," sagte er und kicherte zu sich selbst.

Akechi aß teilnahmslos weiter. “Und was ist mit dir?” fragte er zwischen zwei Bissen. “Wohnst du noch hier?”

Akira schüttelte den Kopf. “Nein, ich bin vor einem Jahr ausgezogen. Ich arbeite hier aber immer noch, neben dem Studium und schlafe manchmal hier. Leblanc ist näher an der Uni als mein Apartment," erklärte er. Akechi nickte nur und wandte sich wieder dem Curry zu. Für eine Weile - solange Akechi mit seiner Mahlzeit beschäftigt war - hatte Akira das Gefühl, alles sei in Ordnung. Es war seltsam, aber er gewöhnte sich viel schneller an Akechis Gegenwart, als er angenommen hatte. Er erzählte ihm von seinem Psychologie-Studium, wie er die letzten Jahre verbracht hatte - wie ein normaler Teenager und Student.

“Bist du nur hergekommen, um dich halbherzig zu entschuldigen und Curry zu essen?” fragte Akira als Akechi den letzten Bissen heruntergeschluckt hatte.

“Und wenn es so wäre?”

Akira lächelte. “Dann bin ich froh, dass du hier bist."

“Akira…” begann Akechi leise, “Du bist so ein unfassbarer Idiot.” Beendete er harsch den Satz und schüttelte den Kopf. “Wie kannst du so etwas sagen? Ich wäre weniger überrascht, wenn du Rattengift ins Curry gemischt hättest. Wieso solltest du dich über so etwas freuen?”

Oh, da war es wieder. Akechis unberechenbarer Selbsthass. Akira seufzte und fuhr sich mit einer Hand durch das lockige, rabenschwarze Haar.

“Das schon wieder? Wie oft soll ich es dir denn noch sagen? Glaubst du, seit unserem Gespräch vor dem Kampf mit Maruki hätte sich etwas geändert?” Akira trat hinter dem Tresen hervor. “Lass es mich dir noch einmal deutlich sagen —" begann er eindringlich und legte eine Hand an Akechis Wange. Seine Haut glühte unter Akiras Fingerspitzen. “— mir liegt etwas an dir. Und dass du hier bist ist nicht selbstverständlich.”

“Tch.” Akechi wendete sich ab und schlug Akiras Hand von sich. “Du bist ein Idiot. Und ich brauche dein geheucheltes Mitgefühl nicht," spuckte er und ballte eine Hand an seinem Oberschenkel zur Faust.

“Ich bemitleide dich ni—”

“Und ob du das tust!” Akechi erhob seine Stimme. “Das hast du schon damals, du hättest mich — du hättest mich sterben lassen sollen! Aber nicht einmal dafür war ich gut genug," ein dunkles Lachen entwich seiner Kehle und seine Lippen verzogen sich zu einem düsteren Grinsen. “Stattdessen wolltest du mich retten, nicht wahr?” er kicherte und legte den Kopf schräg, die roten Augen funkelten Akira an. “Lass mich dir etwas sagen: Du kannst mich nicht retten.”

Akira nahm einen tiefen Atemzug. Bevor er etwas erwidern konnte, fuhr Akechi fort: “Lass mich dir noch etwas sagen: Ich habe kein gutes Herz, auch wenn du das glaubst. Ich will deine Hilfe nicht. Du solltest nicht froh sein, jemanden wie mich zu sehen.”

“Und wieso bist du dann hier?” Akira bemühte sich, ruhig zu bleiben, doch das Zittern in seiner Stimme konnte er nicht verbergen.

“Ich —“

Akira wollte es nicht hören. Stattdessen schnitt er Akechi das Wort ab: “Du bist so egoistisch! Du glaubst, du hättest keinen Wert, in Ordnung, Goro, aber es dreht sich nicht alles nur um dich und deine verzerrten Ansichten!” Eisengraue, stürmische Augen fesselten Akechi. Akechi zuckte zusammen, als ihn Akiras harsche Worte trafen. “Wann begreifst du endlich, dass du das alles hinter dir lassen musst?” rief er und ballte ebenfalls eine Hand zur Faust.

Etwas in Akechi riss in diesem Moment, Akira konnte sehen, wie seine roten Augen unheilvoll zu Funkeln begannen. Mit einer eleganten Bewegung erhob er sich vom Barhocker, sodass er mit Akira auf Augenhöhe war.

“Und du? Was weißt du schon? Rache an meinem Vater war alles, wofür ich gelebt habe! Und du musstest es mir wegnehmen, so wie du mir alles genommen hast! Wenn du nicht wärst, wäre ich jetzt nicht hier!” Das Funkeln in seinen Augen verstärkte sich; Feuer brannte in seinen Augen.

“Könntest du nur etwas weiter als nur über deine lächerlichen Rachegelüste nachdenken! Du hättest dich uns anschließen können, wir hätten Shidos Herz —”

“Ich wollte diesen Bastard aber nicht zu einem Geständnis zwingen, sondern ihn tot sehen! Ich wollte Maruki tot sehen! Alle! Du und deine idealistische, idiotische Vorstellung von Gerechtigkeit mag das nicht verstehen, aber nicht alle Menschen können ihren Peinigern verzeihen, Akira!”

“Du sollst nicht ihm verzeihen, sondern dir selbst!” entgegnete Akira energisch.

Akechi begann zu lachen. Ein lautes, höhnisches Lachen, tief aus seinem Brustkorb.

“Du bist so, so gutherzig, nicht wahr? Siehst selbst in mir, einem verdammtem Mörderer, etwas Gutes? Etwas, dass sich lohnen würde, zu retten?” er lachte weiter, warf den Kopf in den Nacken und hielt sich eine Hand vor die Brust. “Wir hätten in Mementos weiter gehen sollen. Ich hätte nicht erst warten sollen, bis sie dich festnehmen würden. Erinnerst du dich? Unser Duell?" Akechis Lachen verstummte. Er sah Akira an, sein Blick war eiskalt, ohne einen Funken Menschlichkeit. "Einer von uns hätte dabei sterben sollen.”

Akira starrte ihn fassungslos an. Er wollte etwas entgegnen, irgendwas, aber Akechi kam ihm zuvor: “Ich hätte nicht zurückkommen sollen, nicht heute und auch nicht vor drei Jahren,” zischte er zwischen zusammengepressten Zähnen hervor.

Akira reagierte, bevor er darüber nachdenken konnte, was er tat. All die Wut, Trauer und Enttäuschung, die er in all den Jahren unterdrückt hatte, kam zurück. Akira hob seine rechte Hand und schlug seine Handfläche mit voller Wucht in Akechis Gesicht.

Akechi stieß flachen Atem aus, hielt sich eine Hand gegen die Wange und starrte Akira entsetzt an.

Akira sagte nichts, beobachtete Akechi lediglich aus eiskalten, stürmisch-grauen Augen. Die Wange, die er getroffen hatte, färbte sich karminrot unter Akechis Hand. Akiras Mundwinkel zuckten und verformten sich zu einem leichten Grinsen bei dem Anblick von Akechi; ruiniert und irgendwie... verwirrt. Aber Akechi fing sich schnell wieder. Seine Lippen teilten sich, als wollte er etwas sagen, aber stattdessen blieb es bei einem stummen 'O'. Er rieb an seiner Wange, als würde das den Schmerz lindern und entspannte sein Gesicht nach einigen Sekunden ein wenig. Akira meinte sogar, er würde zittern, als sein Blick an Akechi herunter wanderte und auf eine auffällig große Beule zwischen seinen Beinen fiel.

Akiras Lippen verzogen sich zu einem sadistischen Grinsen. Ein Teil seiner Selbstbeherrschung bröckelte, als er sah, wie Akechi auf ihn reagierte. Er leckte sich über die Lippen und hob Akechis Kinn mit einer Hand an - die Hand, mit der ihm noch vor wenigen Momenten eine Ohrfeige verpasst hatte - mit der anderen Hand griff er den Umriss von Akechis hartem Schwanz durch den Stoff der schwarzen Jeans.

Das Schaudern, dass Akechi überkam, sendete elektrische Stöße durch Akiras Fingerspitzen dort, wo er ihn berührte. Akechis Augenlider senkten sich nach unten in einer Illusion von Demut, und sein Blick nahm einen viel weicheren Ausdruck an, beinahe verführerisch. Anstatt auszuweichen, lehnte er sich Akira entgegen. Als Akira mit dem Daumen über Akechis Unterlippe fuhr, leckte er mit seiner Zunge schüchtern über das Fingerglied. Akira reagierte sofort; er sog scharf den Atem ein, murmelte einen leisen Fluch, löste den Daumen von Akechis Mund und schob stattdessen Mittel - und Zeigefinger zwischen seine Lippen. Akechi stöhnte leise auf, entgegen Akiras Fingern, die sich an seine Zunge pressten und tiefer in seinen Mund glitten, während Akira mit der anderen Hand den Druck verstärkte und Akechis Erregung durch den Stoff hindurch unablässig rieb. Akechi bewegte seine Hüften im Takt zu seiner Hand und leckte währenddessen zwischen seinen Fingern entlang; Sein Mund war heiß und feucht und — oh, es fühlte sich so gut an, die Oberhand zu haben.

“Du bist unfassbar,” raunte Akira dunkel, während er seine Finger aus Akechis Mund zurück zog. “Du kommst nach drei Jahren wieder angekrochen, um dich von deinem Rivalen ficken zu lassen? Hast du es so nötig, Akechi?” fragte Akira mit kratziger Stimme und fesselte Akechis Blick mit seinem. Akechi nickte nur, ganz leicht, Akira hätte es fast nicht bemerkt. “Deswegen bist du also hier, ja? Du widerst mich an."

Es war eine Lüge, natürlich war es das, und Akechi wusste das. Akira presste seine Lippen erneut auf Akechis. Der Kuss war wild, leidenschaftlich, verlangend. Akiras Zunge teilte Akechis Lippen, seine Zähne verfingen sich in seiner Unterlippe und bissen zu, bis ein metallischer Geschmack sich in seinem Mund ausbreitete. Akira löste sich von ihm, leckte sich über die Lippen.

Akira wollte ihn. Seit Jahren. Er wollte ihn berühren, er wollte ihn unter sich fühlen, er wollte ihn fesseln und nie wieder gehen lassen - er wollte ihn so sehr, dass sein Herz schmerzte bei dem Gedanken, ihn je wieder gehen zu lassen. Und jetzt, hier, in diesem Moment, konnte er ihn haben. Akechi gab sich ihm willig hin, kostete jede Berührung aus, als könnte er nicht genug davon bekommen.

Akira löste die Hand von seiner Jeans, und Akechi stöhnte enttäuscht auf. Er löste sich aus dem Kuss und zog Akechi wortlos am Handgelenk die Treppen nach oben, zu seinem alten Zimmer, in Richtung des Betts.

Akira setzte sich auf die Bettkante, legte endlich seine Schürze ab, warf diese achtlos auf den Boden neben sich und stützte sich dann an den Unterarmen auf der Matratze ab.

"Zieh dich aus.“

Akechi schluckte, tat aber, was Akira ihm sagte.

Akechi strich sich eine Haarsträhnen aus dem Gesicht, bevor er begann, seine Handschuhe zwischen seine Zähne zu nehmen und einem nach dem anderen von seinen schlanken, hellen Fingergliedern zu streifen. Mit entblößten Händen glitt er an seinem Oberkörper entlang, zum Saum seines schwarzen Longshirts, was er packte und langsam - quälend langsam, in Akiras Augen - entlang seiner Haut nach oben streifte. Angespannte Bauchmuskeln kamen zum Vorschein, dann der Rest seines Oberkörpers - rosa Nippel und scharfe, hervorstehende Schlüsselbeine. Akira konnte kaum darauf warten, überall auf dieser perfekten, weißen Leinwand den Abdruck seiner Zähne zu hinterlassen, Akechi zu markieren, jedem zu zeigen, wem er gehört -
Nachdem Akechi sein Oberteil achtlos neben sich und Akira auf den staubigen Fußboden geworfen hatte, strich er sich noch einmal sanft mit den Fingerspitzen über die Brust - er fuhr die hervorstehenden Knochen seiner Schlüsselbeine nach, herunter zu seinem rechten Nippel, den er zwickte, anschließend weiter herunter, über die Rippen zu seinem Bauch und schließlich zum Verschluss seiner Hose.

Die Jeans war so eng, dass sie unmöglich verbergen konnte, wie hart Akechi war. Er öffnete den Knopf und den Reißverschluss, darunter kam der Saum einer dunkelgrauen Boxershorts zum Vorschein.

Er ließ seine Hose mit einem Mal nach unten gleiten, trat aus den Hosenbeinen und sah Akira erwartungsvoll aus lustverhangenen Augen an.

“Alles,” Kommandierte Akira scharf und Akechi folgte. Er griff den Saum seiner Shorts mit den Daumen und zog diese ebenfalls nach unten - entblößte seinen harten Schwanz, dessen Spitze bereits feucht von Lusttropfen glänzte.

Akira schluckte. Akechi war wunderschön; das hatte er vor dreieinhalb Jahren gedacht und dieser Eindruck hat sich seitdem nicht geändert - seine Haut war bis auf einige Narben an Waden, Oberarmen und am Bauch perfekt, makellos. Sein Haar war so lang, dass er es in einem lockeren Pferdeschwanz tragen konnte.

“Komm her,” forderte Akira ihn auf und streckte eine Hand aus. Akechi kniete sich vor ihm, zwischen seine gespreizten Beine, auf den Boden und schmiegte seine Wange sanft gegen Akiras Hand. “Du weißt, was jetzt passiert, oder?” fragte er. Bevor Akechi antworten konnte, hatte Akira eine Handvoll haselnussbrauner Strähnen gegriffen und drückte Akechis Gesicht gegen seinen Schritt.

Akechis Mund war feucht und heiß gegen den Stoff von Akiras Jeans. Mit flinken Fingern öffnete er Akiras Jeans, zog den Stoff so weit herunter, dass Akiras halb-steifer Schwanz zum Vorschein kam. Akechi blickte nach oben, Pupillen geweitet und Wangen von einem sanften Rosaton geziert, bevor er mit seiner flachen Zunge einmal von oben nach unten über Akiras gesamte Länge leckte.

Akira stöhnte und hielt die Hand in Akechis Strähnen, signalisierte ihm, nicht so viel Zeit zu verschwenden.

Doch Akechi ließ sich Zeit. Er küsste die weiche Haut an Akiras Schwanz entlang, hinauf zur Spitze, an der er genüsslich die ersten hervorkommenden Lusttropfen ableckte. Er leckte am Rand der Eichel entlang; quälend langsam, bevor er die Spitze in seinen Mund aufnahm.

Akira war mittlerweile mehr als hart; allein Akechis Blick hätte dafür gereicht. Wie seine schönen Lippen sich um seinen Schwanz teilten, wie er die Augen schloss, während er Akiras gesamte Länge nach und nach in seinem heißen Mund aufnahm. Das warme Licht der Nachttischlampe neben dem Bett sorgte dafür, dass Akechis lange Wimpern Schatten auf seine Wangen warfen, als Akira seinen Griff in seinem Haar verstärkte und seinen Kopf mit sanfter Gewalt nach oben und unten bewegte.

Nachdem Akechi sich seinem Rhythmus angepasst hatte, ließ er etwas lockerer, lehnte sich zurück und genoss das Gefühl von seiner feuchten Zunge an seiner sensiblen Eichel; wie Akechi mit jedem Mal mehr von seiner Länge in sich aufnahm, bis sein Atem nur noch stoßweise über seine Nase ging.
Akira stöhnte, als er so tief in Akechis Rachen versank, dass sich die Muskeln an Akechis Hals um ihn zusammenzogen, als er versuchte zu schlucken.

“Du - ah fuck, du siehst gut aus — mit meinem Schwanz in deinem Mund —" stöhnte er gedankenverloren und streichelte durch Akechis Haar, nur um ihn anschließend an Ort und Stelle zu halten. Akira stieß seine Hüften nach oben und fickte Akechis Mund, beobachtete, wie sich Tränen in seinen Augenwinkeln bildeten als er diese zusammenpresste. Entfernt nahm er war, dass Akechi sich selbst berührte, während Akira seinen Mund benutzte. "Gut, dass du endlich still bist, du — du bist so talentiert mit deinem Mund; zu schade, dass du — dass du so viel Schwachsinn redest —"

Akechi wimmerte um ihn, und die sanften Vibrationen seiner Stimme sendeten elektrisierende Schauer durch Akiras Körper.

“Ngh, Goro — Ich, ich komme gleich!” keuchte er und biss sich auf die Unterlippe. Ein Stoß in Akechis Mund, ein weiterer und Akira ergoss sich mit einem lauten Stöhnen in Akechis Rachen.

Keuchend sah Akira zu ihm herunter, als er seine Hand aus Akechis Haar löste.

Akechi sah zu ihm auf, als er sich von ihm entfernte; Die Lippen geschwollen und rot, Speichel und Sperma klebten an seinem Mundwinkel. Mit der Spitze seiner pinken Zunge fuhr er sich über die Lippen, schluckte noch einmal. Akira beobachtete die Bewegung seines Halses und sofort schoss ein Schauer durch seinen Körper, der seinen weichen Schwanz wieder halb-hart werden ließ.
Akira wischte mit dem Daumen über seine Unterlippe und beugte sich zu ihm herunter um einen Kuss auf seine Lippen zu drücken.

“Das war unfassbar gut —” keuchte er zwischen den Küssen. Akira zog Akechi nach oben auf das Bett ohne sich von ihm zu lösen. Akechi lag nun unter ihm; immer noch hart, Akira über ihm. Während er sanft an seinem Mundwinkel entlang zu seinem Kinn küsste, versuchte er, mit der anderen Hand die Schublade des Nachtschranks neben ihnen zu öffnen. Als er endlich gefunden hatte, was er gesucht hatte, Gleitgel, arbeitete er sich von Akechis Kinn zu seinem Hals hinunter.

“Ich will dich hören. Halt dich nicht zurück, klar?" Murmelte er an seiner Haut. Akechi schauderte unter ihm und drückte sich ihm entgegen, stöhnte, als Akira seine Zähne in seinem schlanken Hals vergrub. Akechi rieb seine eigene, pochende Erektion gegen Akiras Hose in der Hoffnung, Linderung zu erhalten.

“Du bist so verzweifelt, hm? Du sehnst dich nach mir —” murmelte Akira gedankenlos, biss erneut entlang seines Schlüsselbeins, was Akechi laut aufstöhnen ließ. “Ngh - Akira - ich…” begann er und schlang die Hände um Akiras Hals.
“Sag mir was du willst,” sagte Akira neckend und küsste weiter entlang seiner Brust bis er schließlich einen Nippel erreichte. Er ließ die Zunge darüber gleiten und biss sanft zu, sodass dieser augenblicklich hart wurde. Er schloss seine Lippen erneut um die harte Knospe und saugte, bis Akechi unter ihm erschauderte. Mit einem feuchten 'Pop' ließ er von ihm ab, nur um anschließend seine Zähne über die empfindliche, rote Haut gleiten zu lassen.

“Fick mich endlich, Ah-Akira!” keuchte Akechi.

“Ich verstehe dich nicht, sei deutlicher.” Murmelte Akira an seiner Haut und zwickte den anderen Nippel zwischen Daumen und Zeigefinger.

“Ich will dich in mir… A-Akira — fick mich, verdammt! Worauf wartest du? Ich merke, wie hart du bist, du verdammter, sturer — Idiot —" stöhnte Akechi laut und bog den Rücken durch, Akiras Lippen entgegen.

Akira kicherte und gab ihm einen langsam, sanften Kuss. Dann löste er sich von Akechi und positionierte sich aufrecht zwischen seinen Beinen. Mit flinken Fingern entledigte er sich seines T-Shirts und öffnete das Gleitgel, ließ etwas davon zwischen seinen Finger laufen. Mit der anderen Hand spreizte er Akechis Beine weiter.

Als er den ersten Finger in ihm versenkte, bog Akechi erneut den Rücken durch und keuchte, murmelte Akiras Namen. Beim zweiten Finger suchte er nach Akiras Blick und oh, wie gern Akira in seine weinroten Augen schaute. Die weiten Pupillen waren unfokussiert und seine Lider halb geschlossen. Mit seinem hübschen Gesicht und den geschwollenen Lippen sah er unfassbar sinnlich, anziehend, erregend aus.

Als Akira einen dritten Finger dazu nahm, hatte Akechi keine Geduld mehr.
“Ah — Akira, ich brauche mehr — Los, das ist genug Vorbereitung!” Jedes seiner Worte jagte einen Schauer über Akiras Rücken.

“Goro, wenn du wüsstest, was du mit mir machst —” murmelte er, nahm seinen Schwanz und positionierte sich vor Akechis Eingang. Der Muskelring zuckte aufgeregt, als er seine Spitze in ihm versank und Akechi stöhnte laut auf. Akira beugte sich über ihn und Akechi schlang seine Arme um seinen Nacken, zog ihn erneut in einen hitzigen Kuss.

Akira versenkte seine Länge Centimeter für Centimeter weiter in Akechis enger Hitze, achtete auf jede Reaktion von ihm. Er fühlte sich so gut an, so gut, dachte Akira und keuchte. Als er schließlich ganz in ihm war, bog er den Rücken durch und betrachtete Akechi, strich mit der Hand über seine Wange und gab ihm einen Moment, um sich an seine Größe zu gewöhnen.
Mit dem Daumen strich er über Akechis wunde Unterlippe und -
Akechi biss zu. “Beweg dich endlich, Akira!” forderte er ihn auf und räkelte sich unter Akira.

Akira folgte. Er stützte sich mit den Händen links und rechts neben Akechis Kopf ab, beobachtete ihn, während er ganz aus ihm heraus glitt - nur um anschließend mit einem Mal wieder seine gesamte Länge in ihm zu versenken, ihn auszufüllen, ihn zu Seinem zu machen. Akechi stöhnte laut auf, die Augen geschlossen und den Mund halb geöffnet.

Mit rauen, unrhythmischen Stößen versenkte sich Akira immer wieder in Akechi, dessen Muskeln sich um seinen Schwanz verengten. Er stöhnte immer wieder Akiras Namen als er sich von ihm nehmen ließ, seine Fingernägel gruben sich in Akiras Rücken und hinterließen Spuren auf seiner Haut. Brennende Spuren, die Akira daran erinnerten, dass das hier wirklich passierte - dass er Akechi spürte, so nah bei sich wie noch nicht zuvor.

“Ah-Goro… Goro! Fuck!” fluchte Akira und biss erneut, hart, in Akechis Hals bis er Blut schmeckte.

Der süße Schmerz, Akira über ihm, das Wissen, dass er - Goro - ihn gerade um den Verstand brachte, ließ Akechi in mehreren Schüben kommen.  Als Akira bemerkte, wie nah Akechi dem Orgasmus ist, begann er, seinen Schwanz mit seinen Stößen zu pumpen, bis dieser völlig erschöpft unter ihm erschlaffte.

Es dauerte nicht lang, ein, zwei Stöße, bis Akira das zweite Mal kam - tief in Akechi.

Erschöpft, keuchend, aber glücklich ließ er sich neben Akechi auf die Laken fallen.

Er hatte die Augen geschlossen, die Wimpern und die Wangen von Tränen verklebt. Sein Haar klebte vom Schweiß an seiner Stirn und an den Schläfen. Am Hals, an den Schlüsselbeinen und um seine Nippel herum zierten ihn Akiras Bisse, welche blutrot und violett unter seiner Haut leuchteten. Akira lächelte zufrieden. Sanft fuhr er einige der Hämatome mit den Fingern nach.

“Goro...” Murmelte er und sah auf.

“Hm?” erwiderte dieser müde und drehte sein Gesicht zu Akira, der Blick weich und mit einem leichten Lächeln auf den Lippen.

“Bleib bei mir,” sagte Akira eindringlich und strich mit dem Handrücken über Akechis Wange, welche unter seiner Berührung glühte.
Für einen Moment sah er ihn an. Dann atmete er aus und schloss die Augen.

“Ich kann nicht, Akira," entgegnete Akechi leise.

“Nur für diese Nacht?”

“War ich so gut im Bett?” Akechi kicherte und öffnete die Augen wieder, weinrot leuchtend.

“Das auch, aber… ich will nicht, dass du wieder verschwindest,” sagte Akira und zog seine Hand zurück.

Akechi verzog das Gesicht und seufzte. “Wenn es das ist, was du willst.”

“Und was willst du?” fragte Akira und rutschte näher an ihn, so nah, dass sich ihre Lippen beinah wieder berührten.

“Ich weiß es nicht.”

Akira antwortete nicht, stattdessen küsste er sanft Akechis Lippen. Federleicht und liebevoll.
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