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Love the Demon

GeschichteRomance, Übernatürlich / P16 / MaleSlash
09.02.2021
20.07.2021
20
76.490
13
Alle Kapitel
22 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
24.02.2021 3.503
 
„ Walking with a friend in the dark is better than walking alone in the light“

~ Helen Keller ~

5. Kapitel

Seit gefühlten zwei Stunden saß ich auf einem fremden Bett welches jedoch angenehm weich war, doch mich nur daran erinnerte das ich nicht mehr zuhause war wo meine Matratze unbequem und hart war worauf man kaum schlafen konnte, doch ich hatte mich auf die Dauer dran gewöhnt aber nie lieben gelernt, dagegen war dieses weiche Bett wirklich traumhaft obwohl es sich fremd anfühlte.

Ein angenehmer Duft hing an den Kissen und decken welcher mich ruhiger werden ließ, doch das Bett zu verlassen um mich umzusehen traute ich mich noch nicht.

Als ich aufgewacht war hatte ich einen halben Nervenzusammenbruch erlitten, welcher fast eine halbe Stunde andauerte bevor ich anfing mich mit irgendwelchen Atemübungen zu beruhigen welche ich in den Werbeprospekten entdeckt hatte die man früher noch durch den Briefschlitz an unserer Tür geworfen hatte, diese Prospekte waren jedoch mit der Zeit weniger geworden und mittlerweile machte sich der Postbote gar nicht mehr die Mühe in unsere Straße zu fahren um diese Prospekte auszuliefern.

Eigentlich schade im Nachhinein aber nun war es ja eh egal da ich nun hier in der Dämonenwelt steckte und nie wieder nachhause kommen würde, ob die hier auch Prospekte zum blättern hatten? Wahrscheinlich nicht, wozu auch?

Ich ergriff meinen letzten zurückgebliebenen Mut und kämpfte mich aus den vielen Decken und blieb auf dem beheizten Fußboden stehen welchen ich unter meinen nackten Füßen noch besser spürte. Meine Wangen wurden knallrot als ich bemerkte das ich nur mit einem fremden viel zu großen T-Shirt bekleidet war und ein Glück meiner Boxershort, man könnte meinen ich hätte einen ONS gehabt und mein Liebhaber wäre bereits abgehauen doch ich wusste nur zu genau wo ich hier war und das es da keinen Liebhaber gab sondern nur einen Dämonen der sich seinen Spaß mit mir machen würde.
In welcher Weise wusste ich nicht, aber es würde vermutlich nicht gut für mich ausgehen.

Hastig scannte ich den Raum mit seinen dunkelblauen Wänden obwohl eine Wand aus Spiegelglas war, das Weiße Himmelbett stand an der linken Seite des Raumes der wirklich geräumig war und mindestens so groß wie alleine unsere alte Wohnung war, die Tür war auf der anderen Seite und sonst gab es hier nur einen Schreibtisch mit einigen Büchern drauf. Auf dem dazugehörigen Stuhl entdeckte ich meine zusammengelegte Jogginghose welche ich mir flink überzog, mein T-Shirt entdeckte ich nicht also blieb ich notgedrungen in dem fremden Shirt bevor ich aus dem Zimmer schlich.

Diese Haus musste echt riesig sein da alleine diese Flure aus dunklem Holz in die Unendlichkeit zu führen schienen so das ich wie ein verlorenes Reh hindurch tapste auf der Suche nach irgendwas. Ja wonach war ich eigentlich auf der Suche? Die Dämonen wollte ich ungern finden aber vielleicht ein Stück Leben wäre echt nett, jemanden der mir alles erklärte und mir vielleicht half.

Doch ich blieb allein und schlich einfach weiter durch den Flur der nicht zu enden schien, dafür bemerkte ich die Gemälde an den Wänden welche wirklich besonders wirkten da es so real wirkte, da hatte jemand echt Talent und ein Auge fürs Detail.
Auf dem einen war eine verlasse Scheune zu sehen welche auf einer grünen wiese mit hohem Gras stand während der Himmel hellblau war und es beinahe so wirkte als würden die weißen Wölkchen weiter ziehen aber das konnte ja nicht sein.

Einen Moment betrachtete ich das Bild noch fasziniert da das wirklich ein Meisterwerk war, obwohl ich keine Ahnung von zeichnen hatte und meine Leidenschaft da ehr beim Klavier spielen lag, was ich ja auch schon so lange bediente und trainierte.

Wie ein Schatten huschte ich weiter bis ich zu einer Treppe kam die in eine Art Vorhalle führte welche aus weißem Mamor bestand und es aussah wie eine Filmkulisse wo später hier die Prinzessin in ihrem Ballkleid runter schweben würde, doch nun war ich die Prinzessin die hier runter lief doch mein Blick war starr auf die Treppenstufen gerichtet um bloß keine zu übersehen und dann eine Bauchlandung hinzulegen.

Lange hielt ich mich hier nicht auf da die Chance entdeckt zu werden zu hoch war, ich war noch nicht bereit den Dämonen gegenüber zu treten also verschwand ich wieder aus der Vorhalle wo es jedoch 3 Wege hinaus gab wenn wir meinen Weg nicht mitzählten von dem ich gekommen war, ich entschied mich für den Weg ganz links da dieser doch schon ehr vertrauenserweckend für einen Menschen wie mich wirkte.

Okay, ehrlich gesagt wusste ich nicht wieso ich gerade diesen genommen hatte aber er wirkte einfach am sympathischsten obwohl das auch irgendwie gelogen war, die Wahrheit war das die anderen vielleicht ein wenig zu sympathisch wirkten, da standen direkt am Eingang Blumensträuße aus wunderschönen roten Rosen wofür ich leider schon immer geschwärmt hatte, genau deswegen hatte ich mich für den kahlen Weg entschieden, machte irgendwie Sinn, oder?

Ich seufzte, na super jetzt führte ich auch noch Selbstgespräche, es wurde langsam schon Grenzwertig, aber ich musste ja einfach mal mit jemandem intelligenten reden.

Gerade als ich an einer weiteren Tür vorbei schlich und in meinen Gedanken versunken war hörte ich einen weiblichen leisen Schrei den jemand direkt versuchte zu unterdrücken, mein Körper blieb wie angewurzelt stehen da ich diese Geräusche schon einmal gehört hatte, damals war ich noch jünger kurz vor der 10. Klasse und war mit meinem Fahrrad nachhause geradelt als ich eine Abkürzung nahm unter einer Brücke lang durch die niemand fuhr da dort immer ziemlich viele nicht seriöse Leute rumlungerten.

An dem Tag waren keine Leute dort und ich erinnerte mich noch an meine unendliche Erleichterung, obwohl mir das ja eigentlich zu denken hätte geben sollen doch man denkt in so einem Moment glaube ich kaum nach da war die Freude damals einfach zu groß.

Doch dann hörte ich genau wie jetzt so einen Schrei und jemanden der brutal versuchte die Frau zum schweigen zu bringen, damals bin ich beinahe vom Fahrrad gefallen und habe nur mit weit aufgerissenen Augen starren können bevor ich die Polizei benachrichtigen konnte und mich dann so schnell es ging aus dem Staub gemacht hatte, ich hatte damals panische Angst und ich war bis heute nicht stolz auf diese Tat da es einfach nur feige von mir war einfach abzuhauen.

Bis heute wusste ich nicht was noch passiert war, ob die Polizei den Täter geschnappt hatte, wie es der Frau ging. Es interessierte mich brennend aber diese Enttäuschung erdrückte alles in mir, ich war ein Feigling, doch das hatte ich geändert ich war nicht mehr der kleine Junge der Angst hatte. Ich bin Jason Jackson und dieser Typ konnte sich Da drin auf was gefasst machen.

Ich entdeckte einen einfachen hölzernen Besen nicht weit von mir an einer Wand lehnen, keine beeindruckende Waffe aber im Moment musste es genügen um diese Frau zu retten, ich packte ihn mit entschlossenem Griff und schaffte es noch einmal tief durch zu Atmen bevor ich mit einem festen Tritt die Tür mit einem Knall auf trat so das sie gegen die Wand rumste und ich die Szene mit Schrecken überblicken konnte, ein Mann war über einen Tisch gebeugt und drückte mit seinem Gewicht eine Frau welche ich nicht sehen konnte auf den Tisch unter sich während seine Hose nach unten gelassen war.

Der Mann hatte nicht mal die Chance sich umzudrehen als ich ihm mit dem Besen vermutlich den Kopf von den Schulter schlug, der Schlag hatte so viel Schwung das der Mann ruckartig nach rechts taumelte bevor er zu Boden ging und er keinen Laut mehr von sich geben konnte, oh ich musste doller zu geschlagen haben als erwartet aber in diesem Schlag steckte alle Wut die ich gegen die Vergewaltiger dieser Welt hatte, ein wenig musste ich mich zurückhalten um nicht wenig zu zu schlagen aber ich wollte ihn ja nicht ganz umbringen.

Um mich von dieser Idee abzuhalten wandte ich mich der Frau zu und peinlicher Weise kreischte ich einmal nicht gerade männlich auf wobei ich beinahe meinen Besen verloren hätte den ich nun jedoch gegen die Frau hob, oder besser gesagt die Dämonin vom Vortag welche mich entführt hatte.

Sie saß auf dem Tisch wie eine Königin als hätte der Mann nicht gerade versucht sie zu vergewaltigen, ihr Blick war stolz, barsch doch auch amüsiert als wäre ich hier der Übeltäter der etwas falsch gemacht hatte und nicht der bewusstlose Mann am Boden, langsam dämmerte es mir das ich wirklich etwas verwechselt hatte, diese Frau war eine mächtige Dämonin die würde sich doch niemals von einem Mann vergewaltigen lassen.

„ Du hast mir meinen Mittagssnack versaut“, bemerkte sie spitz und ich hob meine Augenbrauen in die Höhe, Mittagssnack??
Sie redete von diesem Mann wie Essen als hätten sie hier nicht gleich Geschlechtsverkehr gehabt, bei ihr klang es als wäre der Mann vielleicht Koch und wollte ihr ein Menü servieren welches man wirklich essen konnte.

„ Schau nicht wie ein angefahrenes Reh, von irgendwas müssen wir Dämonen ja leben. Traumdämonen und Seelendämonen sind nun mal die einzigen die sich nicht von Blut ernähren müssen“, meinte sie als wäre das selbstverständlich und hüpfte grazile von dem Tisch von welchem sie direkt auf mich zu schwebte wie ein Ballerina über Parket.

Diese Dämonin hatte wirklich etwas von einer Königin, sie kam mir wirklich bekannt vor? Wie hatte man sie noch gleich genannt?

„ Wunder mich ja das mein Bruder noch nicht da ist, der lässt dich doch keine Sekunde aus den Augen“, kicherte sie und zu spät bemerkte ich das sie nun direkt vor mir stand, da lagen ihre warmen Hände schon auf meinen Wangen und ihr Gesicht welches aussah wie aus Porzellan war direkt vor meinem so das geradeso eine Hand zwischen uns passen würde, ihren Atem konnte ich auf meinen Lippen spüren doch bei mir löste das ziemliches Unbehagen aus und am liebsten hätte ich meine Lippen irgendwie einzogen, am liebsten hätte ich allgemein Abstand zwischen uns gebracht.
Diese Dämonin war wirklich seltsam.

„ Ich weiß ja nicht wie das bei euch ist, aber auf der Erde bei den Menschen hält man einen gewissen Abstand zu einander und rückt anderen nicht so auf die Pelle, da gibt es schnell mal eine Anzeige für sexuelle Belästigung“, mein Gehirn hatte wirklich auf Hochtouren gearbeitet sieht man mal was dabei rauskam, lassen wir es lieber im Energiespar zustand.

Ein wenig überrascht wich sie tatsächlich etwas zurück so das ich befreiter aufatmen konnte, „ Hm, du bist wirklich süß, schade das du bereits meinem Bruder gehörst, da er schon nicht mit Incubus teilen wollte wird das bei mir gleich sein“, ihre Stimme schnurrte leicht beim sprechen wie eine Katze welche gestreichelt wurde dabei berührte ich sie gar nicht.

„ Dein Bruder ist Azrael, richtig?“, fragte ich nach da ich irgendwie Zeit brauchte um einen Fluchtplan zu entwerfen da es wahrscheinlich nicht lange dauern würde bis die anderen Dämonen auftauchen würden und es beschlich mich das Gefühl das wenn dieser Azrael hier war ich keine Chance mehr hatte zu flüchten.

„ Incubus und Azrael sind beides meine Brüder, Incubus ist ein Traumdämon, Azrael ist ein Oberdämon und meine Wenigkeit ist eine Rachedämonin“, bei ihrer Vorstellung von sich selbst lächelte sie majestätisch doch es ließ mich nur ein wenig verwirrt die Stirn runzeln.

„ Zwei lassen sich von selbst erklären aber es erschließt sich mir nicht was ein Oberdämon ist“, erklärte ich während ich nebenbei unauffällig den Raum scannte ob ich sie irgendwie ablenken konnte und dann so schnell es ging flüchten konnte doch bis jetzt fand ich nichts was mir und Auge stach.

„ Oberdämon sind neben den Dämonen Königen die mächtigsten in unseren Galaxien. Sie können vieles aber es gibt neben Azrael nur zwei weitere und jeder kann etwas anderes. Azrael hat die besonderen Fähigkeiten das er seine Gestalt verändern kann, er beherrscht die Schatten und das Feuer und den Rest sollte er dir bei dir lieber selber erzählen oder du wirst es wahrscheinlich eh irgendwann sehen“, erklärte mir die Dämonin von der ich mich immer noch nicht an den Namen erinnern konnte, also überwand ich mich und fragte einfach gerade heraus.

„ Wie war dein Name noch mal?“, platzte ich heraus und ein verrücktes kichern war im Raum zu hören welches eindeutig nicht von der Dämonin stammte da diese nur grinsend nach oben schaute, dort war eine weitere Etage und auf dem Geländer hockten die beiden Dämonen Männer wobei das Lachen eindeutig von Azrael gekommen war.

„ Das ist unsere reizende Schwester, Lilith“, grinste dieser Incubus doch bei ihm sah es keines falls böse oder verrückt aus so wie bei seinen Geschwistern, es hatte etwas nettes und mir fiel auf das er auch kleiner war als die beiden anderen, selbst ich war ein Stück größer als ich aber auch mich überragten die anderen beiden.
Die hätten als normale Menschen wahrscheinlich super Topmodels abgegeben, sie sahen wirklich interessant vom Aussehen aus und jedes Girly oder jeder Junge würde sich in die 3 vergucken, sie umgab alle drei eine magische Aura die mir wieder zeigte das ich hier der Sterbliche im Raum war und das hier drei unsterbliche mächtige Dämonen waren wobei ich einem sogar gehörte.

Dieser grinste gerade verrückt auf mich hinunter so das seine ziemlich spitzen Zähne glänzten, oh Gott das waren ja richtige Reißzähne, damit konnte er wahrscheinlich locker Fleisch aufreißen, ähnlich wie bei einem Wolf, aber genau dafür war es da wie mir erschreckender Weise einfiel. Lilith hatte gesagt das alle Dämonen außer Traum- und Seelendämonen Bluttrinken mussten, also zählten Azrael und Lilith dazu. Incubus war ein Traumdämon, entweder ernährte er sich von normalem Essen oder was ich persönlich ja spannend finden würde von Träumen, aber wissen tat ich es nicht doch es faszinierte mich ein wenig.

„ Hab mich schon gefragt wo du solange bleibst, Az. Er ist schon länger hier und du hast dich nicht blicken lassen“, tadelte sie ihren Bruder und nahm aus einem Schrank eine Flasche alten Rotwein plus das passende Glas dazu und füllte es sich voll bevor sie die Flasche wieder im Schrank verschwinden ließ.
Genüsslich ließ die Dämonin sich wieder auf den Tisch sinken um ihr Glas zu genießen welches sie nicht aus den Augen ließ, doch ich bemerkte das sie mich über den Rand ihres Glases musterte bevor sie einen Schluck nahm.

Der Rotwein färbte ihre nicht geschminkten und somit blassen Lippen rot, als wäre es Blut welches ihre Lippen besiedelte doch ich wusste das Blut eine andere Konsistenz als irgendein Wein hatte. Irgendwie erleichterte es mich auch dass das nur Wein war und sie nicht Blut aus der Flasche geholt hatte und es hier jetzt vor mir trank, ich glaube dann hätte ich kotzen müssen, obwohl ich generell kein Problem mit Blut hatte nur wenn man es als Nahrung zu sich nahm wie irgendwelche Vampire aus den Filmen. Ob es hier wohl auch Vampire gab? Neben Dämonen war auf der Erde nichts weiter bekannt aber nun hatte ich ja schon einen Feuergeist kennengelernt. Wo der nur war?

Ich spürte einen stechenden Blick auf mir welcher sich in meine Haut zu bohren schien und eine altbekannte Gänsehaut sich über meine Haut ausbreitete, als ich meinen Blick hob traf ich das intensiv pulsierende Gold seiner Augen und der Dämon welchem ich gehörte sprang ohne Furcht von dem fast 3 Meter hohen Geländer wobei er landete wie ein echter Ninja, kein Laut war zu hören und ein leichter Windhauch den man kaum für voll nahm. Ein wenig beeindruckte mich dieser gelungene Sprung obwohl ich das niemals zugeben würde.

„ Sind deine Wunden bereits verheilt?“, sprach er mit ernster Stimme als er nicht weit von mir stand und das verrückte war aus seinen Augen verschwunden und wurde durch etwas ernstes ersetzt was ich nicht ganz zuordnen konnte.

„ Blödmann, er ist ein Mensch. Da verheilt so eine große Wunde nicht von heute auf morgen, wir sollten einen Heilerdämonen drauf schauen lassen“, bestimmte nun Incubus der wie ein Schatten lautlos neben mir aufgetaucht war und mir eine Hand auf die Schulter legte wodurch ich mich unangenehm versteifte da ich solche Berührung nicht von einem Dämonen wollte und allgemein nicht gewöhnt war schließlich rührte niemand die Dämonenschlampe an, doch das hier war anders, das hier waren die Dämonen und dem Dämon dem ich gehört stand ich direkt gegenüber.

„ Ich werde Salvan herschicken lassen, er wird sich Jasons Wunden ansehen“, beschloss nun Azrael und trat ein wenig nach rechts so das er neben seiner Schwester stand und ihr das Glas entwand um sich selber einen Schluck zu genehmigen bevor diese es sich bockig zurückholte.

„ Schenk dir deinen eigenen Wein ein“, knurrte sie während Incubus mich mit sich zog und er auf ein dunkelrotes Ledersofa zusteuerte wo wir uns setzten, ich ehr wiederwillig doch das schien Incubus entweder nicht zu bemerken oder einfach gekonnt zu ignorier.

„ Also Jason, nun Sind wir hier alle endlich versammelt, wir haben lange gewartet bis wir dich holen konnten, ob du Fragen hast brauche ich ja gar nicht fragen, stell sie uns einfach wir werden antworten“, meinte er und schenkte mir ein Lächeln welches vermutlich Vertrauen aufbauen sollte aber ich fühlte mich hier unter den Blicken dreier Dämon wirklich sehr unwohl und es war nicht das erste mal das ich mich einfach zurück nachhause wünschte, obwohl es da nicht unbedingt besser sein würde vermutete ich.

Tatsächlich brannten mir tausende Fragen auf der Seele doch eine nahm da deutlich die Überhand, „ Was wollt ihr von mir?“, fragte ich vorsichtig während meine Stimme eiskalt schien.

„ Unser lieber Azrael hat dich vor Jahren auserwählt und hat im Gegenzug eine tödliche Krankheit aus eurer Welt geholt“, erklärte mir Incubus die Geschichte die ich bereits kannte weshalb ich nur nicken konnte und darauf wartete das jemand weiter erzählte aber es herrschte schweigen, vermutlich warteten sie darauf das ich die nächste Frage stellte aber für mich war diese noch nicht beendet.

„ Aber warum ich? Er hätte jeden anderen wählen können“, sprach ich weiter und ein seufzen kam aus Azraels Richtung wodurch mein Blick nun auf ihm lag während er sich seine schwarzen Haare aus dem Gesicht strich was bei ihm wirkte als würde er das öfter tun.

„ Warum sollte ich jemand anderen wählen? Du trägst das Eis in dir und ich nun mal das Feuer. Gegensätze ziehen sich an“, meinte er ernst und ich wartete nur drauf das er zu lachen begann und das alles als schlechten Scherz outete doch er blickte weiterhin ernst auf seine Hände die nun in seinem Schoß lagen.

„ Ich stimme Az zu, Du hast mehr Eis als die meisten in dir. Du musst wissen Menschen tragen immer ein gewisses Element in sich, die meisten tragen Erde, Luft oder Wasser in sich. Selten kommt es vor das jemand Eis oder Feuer in sich trägt“, erklärte nun Lilith Ernst doch ich verstand nur Bahnhof.

„ Was erzählt ihr da? Niemand von uns hat irgendwelche magischen Kräfte, ihr seid hier die Dämonen“, knurrte ich da es mich wirklich nervte mir hier diesen Mist anzuhören, die sollten mir einfach die Wahrheit erzählen, ich würde es Schon verkraften war ja nun eh hier gefangen.

Incubus seufzte enttäuscht und spielte mit einer seiner blauen Strähnen, „ Jeder von euch hat so einen Teil und bei manchen ist es mehr ausgeprägt und bei anderen weniger, die über 50% sind könnten mit ein wenig Training sogar ihr Element beherrschen aber niemand weiß davon“.

„ Aha und das soll ich euch glauben? Eis ist nicht mal ein Element“, knurrte ich als Antwort und verschränkte bockig meine Arme vor der Brust sowas könnten die ihrer Oma erzählen aber nicht mir.

„ Du hast Eis und 98 % was die mächtigste Zahl ist die man bei Menschen je gemessen hat. Tja und somit bist du mein Gegenstück“, erklärte mir nun Azrael der etwas genervt wirkte von dieser Diskussion da ich absolut keine Einsicht zeigte.

„ Nehmen wir mal an dass das was ihr sagt stimmt, was soll ich dann hier? Es erschließt sich mir nicht“, fragte ich und versuchte das alles zu verstehen aber es machte alles einfach keinen Sinn.

„ Du bist hier um an Azraels Seite zu leben, ihr seid beide unsterblich und du bist sozusagen seine Ehefrau“, erklärte Incubus und dieser gesamte Satz brachte mich dazu zwischen einem amüsierten Grinsen bis hin zu hochgezogenen Augenbrauen zu wechseln.

„ Moment, ich bin ein Mensch! Ich kann nicht unsterblich sein und unteranderem bin ich ein Mann, schmiert euch eure Ehefrau sonst wohin“, protestierte ich und nun erschien dieses freche Grinsen wieder auf Azraels Gesicht während seine Augen zu schimmern begannen.

„ Schau dir das Mal an deinem Hals an. Es leuchtet Gold, damit habe ich dich unsterblich gemacht. Über das mit der Ehefrau lasse ich nicht mit mir streiten“, kicherte er und ich sah erneut seine Reißzähne die mich nervös schlucken ließen ich aber dennoch nicht vorhatte klein beizugeben.

Tatsächlich war das Mal an meinem Hals nun Gold und es schien förmlich zu pulsieren je näher ich an Azrael trat was ich natürlich sofort ließ und mich weit nach hinten auf dem Sofa lehnte wodurch dieses pulsieren sofort nachließ.

Das hätte die Leute in meiner Schule sehr amüsiert, nun war ich wirklich die Dämonenschlampe oder besser gesagt die Ehefrau des Dämonen.
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