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Love the Demon

GeschichteRomance, Übernatürlich / P16 / MaleSlash
09.02.2021
27.09.2021
25
88.279
15
Alle Kapitel
27 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
10.02.2021 1.601
 
„ Life is just a mirror, and what you see out there, you must first see inside of you“

~ Wally Amos ~

2. Kapitel


Müde lag mein Kopf auf meinen Armen welche auf meinen Schultisch lagen und mein Gesicht vor neugierigen Blicken abschirmte, während ich einfach nur versuchte diesen blöden Tag rum zu bekommen und endlich etwas Schlaf nachzuholen denn ich mir selber gestern Nacht geraubt hatte da ich noch spät in der Nacht den Drang hatte ein langes Bad zu nehmen, dafür waren meine Muskeln mir jetzt auch dankbar doch meine Augen bestraften mich nun.

Heute war echt ein blöder Tag, nicht nur diese doofe Müdigkeit sondern auch die Tatsache das ich heute 18 Jahre alt geworden war, es nervte einfach nur extrem da es hieß das der Lehrer in den letzten beiden Stunden ein Geburtstagslied mit der Klasse für einen Singen würde, doch für den Jungen der einen Dämonen gehörte würde niemand singen und das würde dann eine ganz peinliche Nummer für alle werden, die letzten Jahre hatten sie sich wenigstens noch durchgerungen ein wenig zu trällern aber ich glaubte nicht das es dieses Jahr genauso sein würde.

Die Angst der Menschen war noch größer geworden und so auch die Sprüche die sie auf mich losließen, ich war hier die Dämonenschlampe, der der es so dringend nötig hat das er sich einem Dämonen verkauft, manchmal fragte ich mich echt ob sie die wahre Geschichte überhaupt kannten aber sie zu berichtigen hatte ich schon als Kind aufgegeben.

Das hatte alles keinen Sinn, die Leute ließen nicht vernünftig mit sich reden wenn sie Angst hatten, es gab schon mehrere Versuche mich umzubringen, ein Mädchen hatte mir Gift ins Essen gestreut während mehrere Jungs nach der Schule auf mich gewartet hatten und versucht hatten mich mit Messer abzustechen.

Ich hatte mehrere Narben am Rücken sowie an meinem ganzen Oberkörper und knapp unter meinem Kinn Richtung dem linken Ohr prangte ebenfalls eine kleine Narbe, alles durch die Taten meiner Mitmenschen doch nach und nach lernt man sich zu wehren und mittlerweile wagte sich niemand mehr in meine Nähe.

Doch nie wurde mir geholfen, selbst wenn jemand sah was sie mir angetan hatten niemand war stehen geblieben, kein Lehrer, Schüler, Erwachsener hatte sich aufgerafft mir zu helfen nicht mal meine eigenen Eltern hatten mir geholfen, natürlich hatten sie die Narben entdeckt aber getan hatten sie gar nichts.

Selbst als ich verblutend am Boden lag war niemand da und entweder hatte der Dämon einfach ignoriert wie es mir ging oder vielleicht freute es ihn auch wie man mit mir umging, das war alles seine Schuld und sollte er jemals hier auftauchen würde ich ihm das auch zeigen, vielleicht würde er mich dann schnell umbringen so das ich nicht für Ewigkeiten bei ihm feststecken würde.

Das ganze hatte echt nichts positives aber nun ja was will man von einem Dämonen erwarten? Früher sind sie noch über die Erde gezogen und haben die Menschen erschreckt oder in manchen Fällen sogar getötet und das alles nur zum Spaß der Dämonen.

Doch vor mehreren Jahren sind sie in ihre eigene Galaxy verschwunden und was sie dort machen ist uns allen ein Rätsel, es wird gemunkelt das sie von dort die Menschen beobachten und alles böse was zu uns runterkommt von ihnen stammt oder das es dort andere Wesen gibt die sie gerade foltern, mir war das egal, ich müsste dort meine Zeit absitzen also solange wie der Dämon mich wollte irgendwann würde er sich die Lust an mir verlieren und mich hoffentlich aus diesem Bund befreien so das ich endlich verschwinden konnte, das hoffte ich zumindest.

Auf einmal räusperte sich jemand und ich wusste das es an mich ging da der restliche Raum still war also hob ich langsam, als wäre ich ein Tier unterm Zielvisier einer Waffe, meinen Kopf und die ganze Klasse plus Lehrer standen mit Sicherheitsabstand um mich herum doch es war nicht so wie bei den anderen Schülern das merkte man deutlich, ein Wildfremder hätte sagen können dass das hier echt komisch und beschämend war, vielleicht hätte ich doch Schwänzen sollen und mir dieses Getue hier ersparen sollen aber nun saß ich hier stocksteif auf meinem Stuhl und rührte mich keinen Zentimeter als könnte etwas passieren sobald ich mich bewegte.

„ Ähm ja alles gut zum Geburtstag“, rief mein Lehrer aus doch die Unsicherheit war ihm ins Gesicht geschrieben und diese Worte kamen auf keinen Fall aus seinem Herzen, er presste sie hervor als hätte er sie am liebsten nie über die Lippen gebracht und betete das schnell wieder zu vergessen, ein leichter Schmerz breitete sich in mir auf doch dieser war altbekannt und es kostete mich kaum Mühe ihn beiseite zu schieben doch zu einem Lächeln reichte es nicht, nicht mal zu einem nicht echten, das tat es schon lange nicht mehr.

Um lässiger zu wirken als ich war lehnte ich mich an meine Stuhllehne aber ein Wort sagte niemand so dass diese bedrückende Stille weiterhin auf uns lastete, man hätte nicht nur eine Stecknadel fallen gehört sondern selbst einen Floh Tango tanzen wenn das möglich wäre, eigentlich war mir im Moment nicht nach Scherzen zu mute aber mein übermüdetes Hirn brachte unter diesem Druck hier nichts besseres zu Stande als es mit Blödheit zu überflute.

Erneut räusperte sich der Lehrer und machte eine nervöse Handbewegung als könnte er den Zorn des Dämons auf sich ziehen, welchem ich gehörte, wenn er nicht bald etwas tun würde und die Klasse dazu bewegte für mich zu singen, kurz überlegte ich ihm zu sagen das der Dämon sich nicht um mich scherte und ihm diese peinliche Situation sicher nicht mal aufgefallen war oder ihn herzlich belustigt hatte, aber ich unterließ es schließlich wollte ich das hier hinter mir haben anstatt es unnötig in die Länge zu ziehen so wie es die Schüler gerade taten.

„ Na los, Kinder, auf 3 singen wir“, meinte der Lehrer und ich konnte förmlich die Schweißperlen über seine Stirn bis hin zu seinem Kragenanfang wandern sehen wo sie dann verschwanden, dieser Mann schien wirklich Angst zu haben, wenn ich jetzt Buh schreien würde, würde der sich ins Hemd machen doch dann hätte ich vermutlich ein Gespräch beim Direktor wo er dann heulte das ich ihn umringen wollte was natürlich absoluter Humbug war.

Der Lehrer musste nicht mal bis drei zählen da ein Junge wohl endlich mal den Mut aufbrauchte etwas zu sagen, dieser Junge hieß Erik und ich kannte ihn leider mehr als gut, er war der Mobber an dieser Schule und ein absolutes Klischee, er ärgerte nur die die schwächer waren als er und war nur stark wenn er von seiner Gang umgeben war die ein großer Haufen an Hyänen waren und natürlich auf die Anweisungen ihres Bosses hörten, kindisch wenn ihr mich fragt aber einmischen würde ich mich niemals da ich dann den Ärger an der Backe hätte, einmal hatte ich jemandem geholfen und dieser hatte nur angefangen zu schreien das ich den Dämonen von ihm fern halten soll.

Die waren doch alle ein wenig senil und das regte mich auf, nun gut ich versteckte das alles unter einer dicken Eismauer die bis jetzt noch nie durchbrochen wurde und niemand es vermutlich jemals schaffen würde sie zu zerstören.

„ Ich will für diesen Freak nicht singen, niemand ist froh das er geboren wurde also brauchen wir auch nicht seinen Geburtstag feiern“, knurrte Erik und ich sah bloßen hass in seinen Mandelaugen als hätte ich ihn gerade gesagt das ich seine Schwester geschwängert hätte, was gar nicht möglich war da Ich auf Jungs stand und eine Frau nicht mal mit der Kneifzange anfassen würde.

„ Mr. Melik das...“, begann mein Lehrer und er sammelte einen Pluspunkt bei mir bei dem kläglichen Versuch mich zu verteidigen obwohl ich wusste das er diesem Idioten Hundert Prozentig zu stimmte aber naja ich schätze es dennoch.

„ Nein, er hat recht“, quiekte ein Mädchen aufgebracht und stampft wie eine sechsjährige mit ihrem Fuß auf während ihre Wangen rot werden auf Aufregung, als wäre sie eine Tomate, dabei bekam sie auch rote Flecken am Hals, die muss aufpassen das sie nicht bald am ganzen Körper rot wird, dann wäre sie ein Marsmännchen, das würde bestimmt lustig aussehen.

„ Er ist so armselig, diese Dämonenschlampe“, brüllte nun ein großer Junge den ich für einen Footballspieler hielt aber da ich nie zu sowas ging wusste ich es nicht genau aber wenn ich überlegte hatte ich ihn glaube schon mal in einem Trikot vom Team gesehen, aber es könnte auch jemand anderes gewesen sein diese Idioten sehen doch alle gleich aus.

Ein leises Kratzen war am Fenster zu hören als das Fenster von einem Windstoß geöffnet wurde so das es klappernd gegen die Wand geknallt wurde, waren heute etwa Sturmböen gemeldet?
Das mussten aber besonders starke seien da ich kleine Risse quer durch das Fensterglas entdecke konnte, sowas konnte doch keine normale Böe auslöse, na super dann konnte ich heute im Sturm nachhause laufen, das würde ja ein Spaß werden.

Weitere Böen kamen durch das Fenster und das Geräusch von davon raschelndem Papier und Kleidung war zu hören, alle sahen etwas überrascht aus bevor ihre hasserfüllten Blicke wieder auf mir landete und ein Mädchen mit dem Finger direkt auf mich zeigte, „ Das ist das Werk des Dämonenschlampe“, kreischte sie wütend und wenn Blicke töten könnten wäre ich bereits unter der Erde und könnte die Steine von unter bewundern, wäre bestimmt besser als hier in diesem Moment.

Ich tat es mit einem Augenrollen ab obwohl ich diesen Wind auch ziemlich seltsam fand, trotz allem war ich mir ziemlich sicher ein leises Kichern aus der Ferne gehört zu haben, aber das war wahrscheinlich nur Einbildung.
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