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Love the Demon

GeschichteRomance, Übernatürlich / P16 / MaleSlash
09.02.2021
14.06.2021
16
59.330
13
Alle Kapitel
18 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
17.04.2021 7.812
 
„Life is like riding a bicycle. To keep your balance, you must keep moving“

~Albert Einstein~

12. Kapitel

Incubus betrat vor mir das Wohnzimmer da ich noch einmal Luft holen musste bevor ich meinem Geliebten gegenübertreten konnte. Ich hob meinen Kopf und setzte meine eiskalte Miene auf und folgte dann dem jungen Dämonen.

Lilith schlürfte noch ein Glas Wein während auf ihren Rücken eine Dämonenwaffe trug welche ich schon beim Kampf gegen Azraels Dämonenform gesehen hatte, dieser lehnte an dem Ledersofa in Gedanken versunken doch als würde er meine Anwesenheit genau spüren blickte er auf als ich eintrat.

Seine Miene zeigte eine Mischung aus Begeisterung mich zu sehen und Wut mich zu sehen, wie ein echter Badboy stieß er sich vom Sofa ab und blieb knapp vor mir stehen so das wir uns beide in die Augen sehen konnte, das Feuer in seinen und das Eis in meinen. Zwei Parteien die kämpfen und nicht verlieren wollten und nicht würden.

„ Was machst du hier?“, fragte er argwöhnisch doch ich konnte in dem Gold seiner Augen sehen das er schon sehr genau wusste was ich hier machte aber immer noch hoffte das er sich irrte und ich ihn gleich aufklären würde das ich auf den Weg in die Bibliothek war oder so und ihn nur verabschieden wollte.

„ Meiner Familie beistehen“, sagte ich ernst ohne das Gefühle meine Stimme durchtränkten denn wenn ich ehrlich war als ich Azrael gerade gesehen hatte hätte ich ihn am liebsten besinnungslos geküsst und auch jetzt schienen seine Lippen förmlich nach mir zu rufen doch ich versuchte mich beinahe schmerzhaft zusammenzureißen egal wie groß diese himmlische Verlockung war.

Kurz schien Azrael diskutieren zu wollen, er öffnete seinen Mund schloss ihn dann jedoch und hielt mir nach kurzem Zögern die Hand hin welche ich misstrauisch musste da ich wirklich nicht wusste was ich jetzt damit sollte, „ Ich weiß das ich dich nicht aufhalten kann, also bleib an meiner Seite, versprich mir das!“, seine Stimme klang rauer als sonst als würde ihm diese Tat wirklich schwer fallen aber mich brachte es zu einem verliebten Grinsen.

Azraels Blick zuckte zu mir als meine Hand sich sanft mit seiner verschränkte und sie an meine Lippen zog so das ich einen sanften Kuss auf seinen Handrücken setzen konnte, „ Versprochen“, lächelte ich und sah seinen Blick weicher werden aber auch entschlossener.

„ Los Turteltäubchen, lasst uns ein paar Gangstern in den Arsch treten“, rief Lilith feierlich Aus und schnappte sich Incubus Hand der die seines Bruders nahm und gemeinsam teleportierten wir. Wir kamen an einem selbst mit bekannten Ort raus der mich wirklich überraschte da ich es schon sehr oft auf Fotos gesehen hatte.

„ Willkommen in der Stadt der Liebe“, begrüßte uns Incubus und drehte sich einmal im Kreis um diesen wundervollen Ort in sich aufzunehmen.
Hier gab es im Moment kaum Leute da es hier bereits 21 Uhr war durch die Zeitverschiebung wodurch die Menschen bereits im Haus waren anstatt sich in den dunklen Gassen herum zuschlagen.

Die beiden Geschwister liefen vor da wir noch ein paar Ecken mussten um zu dem Gebäude zu kommen wo Incubus Kumpel gefangen gehalten wurde, Azreal schlenderte Händchen haltend mit mir an seiner Seite unter den Laternen hindurch und blickte auf den Pariser Eifelturm welcher sich neben uns erstreckte und die ganze Sache in ein ganz besonderes Flair tauchte.

Es beflügelte mein Herz den Dämonen den ich mochte so glücklich zu sehen wenn wir jetzt mal von der Tatsache absehen das wir gerade in einen Kampf zogen, es zeigte mir warum Paris die Stadt der Liebe und der Liebenden war. Hier fühlte man das Liebe in der Luft lag obwohl nicht in jeder Ecke Pärchen lagen oder jemand ausgeschildert hatte dass das hier Paris die Stadt der Liebe war, nein man spürte einfach eine gewisse Verbundenheit mit der Stadt. An ein Heimatsgefühl was für mich eine der bedeutsamsten Sache der Liebe war. Bei diesen drei Dämonen fühlte ich dieses Gefühl, vor allem bei dem an meiner Hand welcher beinahe abhob als er neben mir her hopst.

Als eine Art kleine Steinmauer kam die dort stand aus mir nicht erschließbaren Gründen, hob Az unsere verschränkten Hände ein wenig hoch als ein Zeichen das ich auf die Mauer springen konnte und er mich dabei sicher festhalten würde also folgte ich seiner unausgesprochenen Aufforderung und sprang elegant auf die Mauer um mit seiner Hand als Stütze drüber zu balancieren.

„ Ich hätte nie gedacht mal durch Paris zu schlendern“, seufzte ich mit spürender Trauer im Herzen da mir diese schöne Seite der Welt verschlossen war als ich noch ein Mensch war. Ich hätte all diese Orte ohne meine Familie nie gesehen und dadurch liebte ich die Dämonen nur noch mehr.

Jemand nutzte den Moment meiner Unaufmerksamkeit und Az ließ schnell meine Hand los um meine Oberschenkel zu umschlingen und mich hochzuheben so das ich fast lauthals gequietscht hatte aber nun hörte man nur Azraels lachen als er uns rumwirbelte und dabei beinahe das Gleichgewicht verloren hätte was mich dazu brachte meine Hände in seine Haare zu Krallen um bloß nicht runterzufallen. Ihn schien das gar nicht zu stören da er aus seinen süßen Augen zu mir aufblickte.

„ Ich verspreche dir mit dir an jeden Ort zu reisen den du dir wünscht und alles zu machen worauf du Lust hast“, er grinste zwar aber ich wusste dass das sein Ernst war, schließlich kannte ich diesen Dämonen nun auch schon etwas.

Sanft strich meine Hand von seinen Haaren über seine Wange bis ich sein Kinn umschließen konnte und ihn mit einer Hand sanft zu mir Hoch drücken konnte um ihn einen zarten Kuss auf die Lippen zugeben die schon den ganzen Tag nach mir gerufen hatten.

Es war einfach wunderschön und vermutlich hätte ich noch Jahre einfach nur hier stehen können, in den Armen des Mannes den ich liebte und seine Lippen mit meinen verbunden doch natürlich hatte Schicksal andere Pläne und verschob meine auf später.

„ Kommt jetzt endlich, ich hab genug Fotos jetzt von euch zwei gemacht“, brüllte Lilith zu uns rüber und ich sah tatsächlich ihr Handy in ihrer Tasche verschwinden während sie noch verschwörerisch zwinkerte, „ außerdem brauchen wir euch“.

Seufzend setzte mich Az vorsichtig auf dem Boden ab und ich schenkte ihm ein kleines Lächeln bevor ich ihn mit mir zu den anderen beiden zog welche bereits auf uns wartete und Incubus die ganze Zeit zu einer Bar hinüber starrte.

„ Da drüben ist es“, meinte er erklärend und deutete tatsächlich auf die kaum gefüllte Bar, vielleicht 4 - 5 Männer saßen in dieser verteilt. Ein Glück waren die Wände aus Glas und innen war alles beleuchtet was zwar irgendwie seltsam war dafür das sie eine Gangstergang waren aber umso besser für uns.

„ Was machen wir jetzt?“, fragte ich da ich wirklich keinen Plan hatte während alle anderen genau zu wissen schienen was jetzt passieren würde und Az Miene zu urteilen würde es was mit mir zu tun haben was ihm gar nicht gefiel.

„ Ihr beide geht als Pärchen da rein“, erklärte Incubus doch er zeigte nicht auf Az und mich sondern auf Lilith und dann auf mich, „ Az ist zu bekannt um jetzt schon dort aufzutauchen und mich kennen sie wahrscheinlich auch. Wir brechen von hinten ein, lenkt ihr einfach die Männer vorne ab“.

Schneller als ich realisieren konnte liefen Lilith an meinem Arm und ich in Richtung dieser Bar, wir sahen aus wie normale Menschen und es war keine Spur von Waffen oder Dämonen.

Als wir die Bar betraten viel mir direkt die mit Rauch gefüllte Luft auf, was daran lag das jeder hier drin zu rauchen schien. Es waren Typen die aussahen wie Bodybuilder, welche mich im Normalfall mit einem Fingerschnipsen ausgeknockt hätten doch heute war nicht im Normalfall, ich war vorbereitet.

Man könnte meinen Lilith wäre wirklich meine Freundin so wie sie sich an meinen Arm schmiegte, ein Glück war sie wie eine Schwester für mich wodurch ich kein Problem hatte ihr näher zu kommen und zum Beispiel meinen Arm um die Schönheit zu legen. Alle Männer blickten argwöhnisch in unsere Richtung und bei einem weiteren Blick konnte ich ihre Waffen unterm Tisch entdecken oder in Rucksäcken.

Dieser Laden war echt voll mit Verbrechern die darauf aus waren zu töten, „ Schatzi lass uns dort sitzen“, sagte Lilith mit ein wenig ängstlicher Stimme was gar nicht zu ihr passte aber es brachte mich direkt dazu ihre Schauspielkünste zu bewundern.

„ Na klar“, wie ein Gentleman zog ich ihren Stuhl zurück damit sie sich setze konnte bevor der bedrohlich wirkende Barkeeper an unseren Tisch trat und irgendwas in seinen Schnurrbart nuschelt was sehr nach Bestellung klang.

„ Eine Flasche Alkoholfreier Champagner bitte, wir müssen schließlich feiern“, sagte ich mit einem stolzen Grinsen und strich sanft über Liliths Bauch welche mich im Moment vermutlich am liebsten umbringen wollte aber nicht aus ihrer Rolle fiel und einfach nur mädchenhaft kicherte und mir sachte auf den Arm schlug als wäre es ihr peinlich das ich nun so ein stolzer Vater war und es überall rum erzählen musste das meine Frau ein Kind erwartete.

„ Herzlichen Glückwunsch“, nuschelte der Mann mit einem anerkennenden nicken in Liliths Richtung welche meiner Meinung nach sogar ein wenig rot wurde, wenn mich meine Auge da mal nicht täuschten. Der Typ hatte wenigstens den Anstand um uns zu gratulieren, vielleicht war er gar nicht so ein schlechter Kerl, „ ich habe auch eine Frau und zwei wundervolle Kinder“, erzählte er schnäuzend und bestätigte meine Vermutung das da nicht nur Böses in ihm war, er schien einen guten Kern zu haben.

Da eilte er los um uns unser Getränk zu holen was es hier erstaunlicherweise auch in dieser runtergekommenen Bar zu geben schien, wieder ein paar Pluspunkte meiner Seits. Doch ich behielt deutlich im Kopf das diese Leute Incubus Kumpel entführt hatten.

Liliths Hand berührte sanft meine und drückte sie leicht, es war eine typische Geste unter Pärchen und nicht auffällig doch ich verstand was mir die Schwarzhaarige damit sagen wollte, ich musst ganz ruhig bleiben um ja keine Aufmerksamkeit zu erregen. Unauffällig blickte ich mich um und entdeckte neben der Bar eine weitere Tür die jedoch verschlossen war, entweder das war das Badezimmer oder dahinter befand sich Incubus Kumpel, an sich wäre eine Bar viel zu auffällig um eine Geisel zu halten doch hier in der hintersten verlassensten Ecke Paris verstand ich irgendwie das sie sich hier versteckten. Hier gab es so viele Bars und Cafés die nobler und besser waren, niemand würde überhaupt in die Nähe dieser Bruchbude kommen. Das alles hier mussten Gangmitglieder sein und ich wollte ehrlich gesagt gar nicht wissen wie viele noch hinter der Tür lauerten.

Da kam auch schon der Barkeeper wieder mit unserer Bestellung und schenkte uns beiden sogar ein, daraufhin stießen wir beide an und als der Mann immer noch nicht verschwand uns aber fast schon abwartend ansah tat Lilith vermutlich das worauf er gewartet hatte da sie mir einen langen Kuss auf den Mund gab. Das war der Moment wo mir mal wieder bestätigt wurde das ich zu 100 Prozent auf Männer stand und vor allem auf Liliths und Incubus Bruder der das wahrscheinlich gerade gesehen hatte und dem es höchst wahrscheinlich nicht unbedingt zu gefallen schien das ich ausgerechnet seine Schwester küsste obwohl das ja alles nur Tarnung war, ich glaube es war der falsche Moment um darüber nachzudenken also konzentrierte ich mich wieder voll und ganz auf die Frau vor mir.

Nachdem wir uns gelöst haben lächelte ich sie verliebt an was ehr daran lag das ich an Az dachte aber sie erwiderte es was mir ein schlechtes Gewissen bereitete da ich ihr immer noch nichts von Willow erzählt hatte, aber wenn das hier vorbei war würde dass das aller erste sein was ich tat, das nahm ich mir fest vor. Schließlich verdiente diese wundervolle Frau es nicht so hintergangen zu werden, in dem ich schweigen bewahrte.

Anscheinend schien der Barkeeper nun genug gesehen zu haben da er sich zurück auf den Weg machte hinter seinen Tresen als ein weiteres Mal die Tür aufging so das die kalte Abendluft durch den Raum flog was ja schon fast eine angenehme Abwechslung war nach dem ganzen Rauch hier doch da ging die Tür auch schon wieder zu. Leider saß ich mit dem Rücken zur Tür so das nur Lilith sehen konnte wer nun in die Bar gekommen war und ich sah wie ihre Augen groß wurden.
Am liebsten hätte ich mich umgedreht doch das hätte uns wahrscheinlich direkt verraten also steckte ich meine Neugierde wieder weg und warf meiner Freundin einen fragenden Blick zu die ihren Mund leicht geöffnet hatte vor Überraschung.

„ Guten Abend Chef, wir haben ein paar neue Gäste. Ein menschliches Paar“, hörte man den Barkeeper obwohl er den letzten Teil leider sagte sodass man merkte das diese Worte gar nicht für unsere Ohren bestimmt waren, ein wenig panisch griff Lilith unterm Tisch nach meinem Knie in ihren Augen stand etwas was mir stark nach Rückzug aussah, es war ja klar das der Typ hinter der Bar von uns redete.

Lilith schien diesen Chef zu kennen und mal wieder verfluchte ich es ihn nicht sehen zu können, doch das wurde mir auch schon abgenommen als eine Hand auf meiner Schulter landete, für einen normalen Menschen hatte er zu scharfe Nägel aber ich spürte durch die Last seiner Hand das es ein Mann war, doch ein Blick auf Lilith genügte mir um mich auf keinen Fall zu ihm umzudrehen. Die Frau vor mir lächelte aufgesetzt und man konnte deutlich sehen wie schwer es ihr fiel zumindest wenn man sie wie ich näher kannte.

„ Oh, hast du gesagt ein menschliches Paar?“, fragte der Chef und ich zuckte bei dem Klang seiner Stimme zusammen, doch erst bei dem verrückten Kichern war ich mir absolut sicher um wen es sich hier handelte.

Die Dämonin und ich reagierten zeitgleich doch auch in die anderen Barbesucher war Bewegung gekommen. Kurz dachte ich an meine Waffen welche daraufhin sofort in meiner Hand auftauchten als ich aufsprang und den Lauf einer Waffe gegen die Stirn meines Gegenübers drückte doch auch ich spürte wie etwas kaltes gegen meine Schläfe gedrückt wurde.

Alle anderen hatten ebenfalls ihre Waffen gezückte und standen kampfbereit vor uns doch niemand rührte sich da ich ihrem Boss immer noch eine Waffe an den Kopf drückte, diesen schien es gar nicht zu stören da er immer noch dasselbe verrückte Grinsen trug wie gestern im Club als ich ihn kennengelernt hatten. Es war tatsächlich der Badboy von gestern und er sah genau gleich aus mit seinen unordentlichen roten Haaren und der zerrissenen schwarzen Jeansjacke die sehr zum Rest seiner Kleidung passte. Nur die Kippe an seinen Lippen fehlte und der Typ mit dem Anzug.

„ Hätte ja nicht erwartet das wir uns so schnell Wiedersehen. Wo hast du deinen Verlobten gelassen?“, fragte er amüsiert mit einer Stimme die mir beinahe Angst machen, er war einfach zu entspannt als hätte er noch mehrere Asse im Ärmel und ich war ihm voll in die Falle getappt.

Bei der Erwähnung von Azrael knurrte ich nur bedrohlich und ein Glück antwortete Liliths für mich welche Ohren glühenden Dreizack gefährlich zwischen ihren Fingern schwang, „ Wo habt ihr unseren Freund gefangen? Sein Name ist Payton und er ist ein Heilerdämon“, erklärte sie mit ernster Stimme und ich konnte spüren das sie bereit war hier jeden zu töten um diesen Dämonen zu bekommen, wahrscheinlich war er auch ein Freund von ihr.

Leise kicherte der Boss dieser Bande, „ Wegen dem seid ihr hier? Es könnte sein das ich ihn bereits den Hunden zum Fraß vorgeworfen hab“, gespielt nachdenklich tippte er sich ans Kinn doch die Waffe verschwand nicht von meinem Kopf während die Männer immer unruhiger wurden da sie endlich angreifen wollte aber ihr Boss war immer noch nicht außer Reichweite also mussten sie vorerst Ruhe bewahren.

„ Wo ist er?“, fragte ich kalt was genau mein Gebiet war und bereits seit einer Weile spürte ich wie meine Energiestränge aktiv wurden und die Magie durch meinen Körper schoss ohne das ich sie aktiviert hatte als hätte sie gespürt das ich hier gerade in einer doofen Situation war.
Ich glaube wenn ich jetzt auch nur versuchen würde einen Schneeball zu formen würde ich sofort die Kontrolle verlieren und den Laden hochsprengen was vermutlich nicht die Schlauste Idee war.

Augenrollend antwortete mir mein Gegenüber, „ Ihr versteht wirklich keinen Spaß“, dann wandte er sich an den Barkeeper welcher ebenfalls ein Gewehr in seiner Hand trug und nun nicht mehr so nett aussahen, „ Hol den Heiler“, meinte er gelangweilt und mit einer kleinen Verneigung gehorchte der Barkeeper und verschwand hinter der Tür neben der Bar welche ich schon davor im Auge hatte.

„ Wo ist der hübscher Junge?“, fragte er nun aus heiterem Himmel und meine Augenbrauen schossen nach oben da mich seine Aussage sehr verwirrte.

„ Du weißt aber das er mit mir verlobt ist, oder?“, fragte ich sarkastisch was den Dämonen nur zum Lachen brachte doch er seine Waffe fester gegen meine Stirn drückte so das die Stelle fast schon schmerzte, keine Mimik zeigen schoss mir durch den Kopf und ich blieb Eiskalt ohne jegliche Regung.

„ Er meinte Incubus“, stellte Lilith plötzlich überrascht fest und wäre wir nicht in dieser ernsten Situation hätte ich mir jetzt gerne selber eine High Five gegeben da ich von Anfang an gesagt hatte das die beiden vom optischen süß zusammen wären, nun sah das aber ganz anders aus schließlich war er der Chef einer gefährlich Gang die einen Freund von den Geschwistern entführt hatten, das machte ihn nicht nur sehr unsympathisch sondern schloss ihn auch aus jemals überhaupt noch in die Nähe unseres Incubus zu kommen.

Das Lilith richtig lag bestätigte der Badboy mit einem anerkennenden Nicken in die Richtung der Dämonin welche genau so überrascht wie ich schien doch wir versuchten beide uns nichts anmerken zu lassen, „ Das kann dir egal sein“, meinte ich kalt und meine Augen bohrten sich finster in seine die den selben Ausdruck Annahmen und er nun auch kein Lächeln mehr auf den Lippen hatte.

Sein Gesicht trennte nun auch nicht mehr viel von meinem, er wollte wohl besonders bedrohlich wirken doch auch ich richtete mich auf da ich mich von diesem Idioten sicher nicht einschüchtern lassen würde, „ Gestern warst du irgendwie erträglicher“, gab er von sich und hätte mir wahrscheinlich vor die Füße gespuckt, „ hat dir dein Verlobter etwa keine Manieren beigebracht oder besorgt er es dir so schlecht das du deinen Frust irgendwo anders rauslassen musst?“, provozierte er mich doch ich schenkte ihm nur ein Augenrollen.

Seine Worte trafen mich nicht, das einzige was mich störte war das Azrael darin verwickelt war, „ Gebt uns einfach was wir wollen und wir beenden das ganze hier friedlich“, kam nun Lilith von hinten während er und ich uns ein böses Blickduell führten wo niemand bereit war nachzugeben.

„ So läuft das nicht“, bemerkte ich da ich in seinen Augen lesen konnte für wie naive und dumm er und hielt, „ er wird ihn niemals einfach so gehen lassen ohne etwas von uns zu bekommen“, schlussfolgerte ich ohne meinen Blick von seinem zu lösen doch das anerkennende Lächeln auf seinen Lippen zeigte mir deutlich wie richtig ich mit meiner Vermutung lag.

„ Dein Verlobter kann froh sein das du schlau bist, wegen deinem Aussehen hat er dich sicher nicht genommen“, stichelte er weiter und eigentlich war es ja zum Lachen auf welchem Niveau er versuchte mich zu ärgern, da hatten ja selbst kleine Kinder mehr drauf als er.

„ Was willst du?“, fragte ich ihn Schroff da es mir langsam wirklich auf die Nerven ging diesen Typen die ganze Zeit sehen und hören zu müssen. Wo war Azrael wenn man ihn brauchte? Da hätte ich wenigstens etwas schönes zum ansehen.

„ Einen gefallen den ich jederzeit bei euch einlösen kann“, sagte er und ich sah etwas gefährliches in seinen Augen glitzern was mich sehr misstrauisch werden ließ.

„ Was für ein gefallen?“, fragte ich nach und ein Raunen ging durch die Menge als wäre ich der erste der hier mal nachfragte anstatt direkt zuzustimmen.

„ Steht im Moment nicht fest aber irgendwann werde ich bestimmt mal jemanden suchen der mir einen Gefallen schuldet“, kicherte er verrückt und es ließ ihn gerade in meiner Sympathie Skala sehr weit nach unten fallen, noch weiter als er eigentlich schon war.

Da meldete sich Lilith zu Wort, „ Es wird nichts schlimmes sein, schließlich möchte er meinen Bruder für sich gewinnen“, sprach sie aus und es schien mir irgendwie logisch ihre Antwort und auch der Dämon kicherte ertappt.

„ Zwei schlaue Köpfe seid ihr, sagt mir ist er ehr der Blumenmensch oder ehr Pralinen?“, fragte er nach als wäre das hier ein ganz normales Gespräch unter bekannten und wo würden uns nicht mit geladenen Waffen bedrohen.

„ Bücher“, sprachen Lilith und ich aus einem Mund, der Dämon dachte Nach nickte dann jedoch grinsend.

„ Gut und Du solltest deinem Verlobten sagen wenn er ein Loch in mein Holz macht das ich dich umbringe und ihn gleich hinterher“, ein wenig überrascht über seine Worte blickte ich mich um konnte jedoch nichts sehen also versuchte ich ihn zu spüren so das mein Blick hoch zur Decke wanderte.

„ Azrael komm zu mir und mach bitte kein Loch ins Holz“, rief ich etwas lauter und tatsächlich öffnete sich eine kleine versteckte Dachluke und mein Verlobter landete neben mir mit einer Aura die jeden im Raum außer meine Gegenüber, Lilith und mit zurückweichen ließ. Ihm waren bereits Reiszähne gewachsen und seine Augen pulsierten förmlich so wie das Mahl an meinem Hals.

Ich ließ die Waffe in meiner rechten Hand verschwinden während meine Linke weiterhin gegen die Stirn des Bosses gedrückt war, liebevoll griff nach der Hand meines Verlobten um ihm zu zeigen das es mir gut ging und er hier niemandem umbringen musste obwohl ich sehr genau wusste das er gerade nichts lieber machen würde doch für mich hielt er sich zurück.

Als sein Blick meinen traf lächelte ihn an und lächelte kurz zurück bevor weiterhin versuchte jeden hier drin mit blicken zu töten und ich mich wieder dem Chef der ganzen Sachen zu wandte welcher ein wenig enttäuscht aussah das es nur mein Verlobter war und nicht Incubus doch nun sprang auch dieser herunter und landete leise wie ein Schatten an der Seite seiner Schwester während er wenn ich mich nicht täuschte ein Peitsche aus beweglichem und vermutlich tödlichem Silber in der Hand hatte.

In den Augen meines Gegenübers konnte ich ein freudiges leuchten sehen sobald er Incubus entdeckte und sein Griff wurde lockerer an meinem Kopf doch ich bewegte mich dennoch nicht von der Stelle, nun warteten wir alle darauf das der Barkeeper mit dem Heiler zurückkam.

Genau in diesem Moment ging auch die Tür auf doch nicht der Barkeeper trat wie erwartet heraus sondern es war der Anzugheini, hatte mich schon gewundert wo der nur steckte.

Er sah nicht begeistert über die Szene die sich ihm bot und hob kurz die Hand, ich hätte mit vielen gerechnet aber nicht das plötzlich alle Waffen jeglicher Art gegen die Decke flogen und somit aus unserer Reichweite, „ Wie oft habe ich dir gesagt das man Probleme auch mit Worten lösen kann und nicht immer mit Gewalt, Hunter?“, knurrte der Anzugträger böse und nahm den Badboy der anscheinend Hunter hieß, ins Visier woraufhin sich letzterer kleiner zu machen schien.

„ Sorry Vincent, aber die haben angefangen“, verteidigte sich der Dämon vor mir und vermutlich schossen allen die Augenbrauen ein wenig nach oben da Hunter wie ein kleines Kind im Kindergarten klang hätte nur noch gefehlt das er bockig mit dem Fuß stampfte.

„ Komm mir jetzt nicht mit deinen Ausreden? Sag mir lieber ist das der Typ dahinten aus dem Club auf den du so scharf bist?“, fragte Vincent nun und deutete offensichtlich auf Incubus wodurch ich leise kichern musste da Hunters Kumpel ihn gerade vor allen bloßstellte was einem ja fast schon leid tun könnte.

Azraels konnte ich ansehen das er nun komplett verwirrt war und soeben den Glauben an die Dämonen aufgegeben hatte, während Lilith wie ich kichern musste und ihr anderer Bruder ein wenig rot geworden war aber auch überrascht schien, „ Sei du ruhig, oder soll ich erzählen wie du jedem Tag zu dem Kaffeeshop gegangen bist und mindestens 5 Kaffees am Tag dort gekauft hast nur um Jared zu sehen, obwohl du gar kein Kaffee magst?“, meckerte Hunter zurück und ich musste erneut lachen wobei ich darauf schloss das Jared der Boyfriend von Vincent war.

„ Ich hasse dich“, knurrte Vincent und zeigte ihm den Mittelfinger während Hunter ihm eine Kusshand zuwarf während er eine Kippe aus seiner Jackentasche zog und erwartungsvoll meinen Verlobten anblickte der den Wink zu verstehen schien, ich stand noch auf dem Schlauch als Azraels rechter Kleinerfinger Feuer fing so das Hunter seine Kippe dort anzünden konnte. Wow ganz schön praktisch, mein persönliches Feuerzeug.

„ Bekommen wir jetzt unseren Freund zurück?“, unterbrach Incubus zu aller Überraschung das Gespräch der beiden Männer welche ihn nun anblickten, als hätte er gefragt ob er mal ihre Toilette benutzen dürfte.

Ein leichtes Zucken ging durch die Ohren Hunters, die wie mir nun auffiel länger waren als normale Menschohren, es hatte etwas elfenhaftes da sie dennoch fein und schön waren und zu Hunters Aussehen passten.

„ Er ist gleich da“, lauschte der Boss und tatsächlich ging wenige Sekunden später die Tür auf und der Barkeeper trat ein, er hatte einen leichenblassen hageren Mann am Nacken gepackt und schleuderte ihn in unsere Richtung sobald Hunter es abgenickt hatte.

Der Mann fiel in Liliths und Incubus Arme die ihn direkt auffingen und ihn fest zwischen sich klemmten so das keine Gefahr bestand das er ihnen entgleiten könnte und eine Begegnung mit dem Boden hatte, er sah fertig aus und selbst wenn ich ihn nicht kannte spürte ich die Angst ins die Müdigkeit aus seiner Richtung. So sollte wirklich niemand aussehen und ich hätte mir gewünscht ihm durch irgendwelche heilfähigkeiten helfen zu können, doch das hier war ein Heiler welcher nun Hilfe brauchte.

Seine Augen waren geschlossen doch durch das Zittern seiner Hände und das unregelmäßige Atmen bemerkte man das er doch noch bei Besinnung war doch einfach keine Kraft mehr hatte um seine Augen offen zu halten. Lebensbedrohlich schien er nicht zugerichtet zu sein aber er sollte wirklich in der nächsten Zeit einen Heiler sehen welcher ihn untersuchte und das konnte selbst Ich sagen obwohl ich mich kaum mit solchen Sachen auskannte, nur von früher wo ich meine eigenen Wunden selbst verarzten musste.
Als Gezeichneter eines Dämonen war man selbst bei Ärzten nicht gern gesehen.

„ Wir gehen dann jetzt, du weißt ja höchstwahrscheinlich wo du mich findest wenn es um den Deal geht, davor brauchst du da nicht auftauchen“, sagte ich kalt und brachte Hunter damit zu einem weiteren grinsen.

„ Mensch, du bist wirklich der charmanteste dieser Truppe. Eine richtig warme und angenehme Gesellschaft“, haute er sarkastisch raus was mich zu einem nicht amüsierten grinsen bracht und ich ihm ein Zwinkern zuwarf.

„ Tja ich muss dich leider enttäuschen, ich bin bereits glücklich vergeben, da musst du dir jemand anderen suchen“, als wäre wir gute Freunde grinsten wir uns beide an als hätten wir uns gerade nicht gegenseitig Waffen an den Kopf gehalten um uns umzubringen.

„ Ob das mein armes Herz überstehen wird? Mach dir keinen Kopf Blondchen, ich stehe ehr auf schwarzhaarige“, dabei zwinkerte er Incubus zu welcher aussah als hätte er soeben einen Dinosaurier entdeckt hätte welcher Einrad fährt.

„ Da haben wir was gemeinsam, Rotschopf“, bemerkte ich und blickte meinen Verlobten an der wie sein Bruder nicht verstehen zu schien was hier gerade abging aber manche Sachen muss man auch nicht verstehen, „ man sieht sich“, meinte ich bevor ich nach Liliths Arm griff und ich vermutete Azrael uns zurück in unser Schloss teleportierte.

Dort stürmten Lilith und Inc direkt los um diesen Payton irgendwo unterzubringen und einen weiteren Heiler heran zu holen, dabei schienen sie uns nicht zu brauchen obwohl ich mich verpflichtet fühlte irgendwie zu helfen also blickte ich meinen Verlobten an welcher irgendwie fertig aussah also nährte ich mich ihm vorsichtig und schlang sanft meine Arme um seine Taille woraufhin er an meine Brust schmiegte und genießerisch seine Augen schloss.

„ Ich bin so froh das dir nichts passiert ist“, seufzte er tatsächlich erfreut während eine meiner Hände ihm beruhigend über den Rücken strich als wäre er meine kleine geschmeidige Katze, fehlte nur noch das er zu schnurren begann vor Freude, was ich mir an meinem Freund nur zu gut vorstellen konnte und tatsächlich sehr attraktiv an ihm finden würde.

„ Du hättest jeden umgebracht der mir auch nur ein Haar gekrümmt hätte“, stellte ich lachend fest und sah das auch seine Mundwinkel zuckten obwohl das hier die Wahrheit war, die ich nur mal aussprach.

„ Trotzdem. Dieser Typ hat es dennoch geschafft dir eine Waffe an den Kopf zu halten“, knurrte mein Dämon angepisst was ihn nur noch süßer aussehen ließ, er war vermutlich die einzige Person der es stand wütend zu sein da funkelten seine Augen so erregt aber das würde ich lieber in einer anderen Situation an ihm sehen.

„ Hunter hätte niemals abgedrückt“, grinste ich da ich dabei an Incubus denken musste. Dieser unschuldige Dämon hatte es geschafft einem beeindruckenden Gangchef den Kopf zu verdrehen ohne sich überhaupt angestrengt zu haben oder davon zu wissen, erinnerte mich ein wenig an die Sache mit Azrael und mir. Der unschuldige Mensch verdrehte ohne es zu wissen einem Oberdämonen denn Kopf, wir waren ihnen da schon sehr ähnlich und ich hoffte das sie auch so ein Happy End wie wir haben würden und vielleicht selber irgendwann irgendwo stehen und sich so im Arm halten wie wir. Ich wünschte es mir wirklich für Inc da ich immer noch fest davon überzeugt war das die beiden sehr gut zueinander passen würden, obwohl Hunter ein gefährlicher Gangchef war, vielleicht war das gerade gut, er würde Incubus immer beschützen können vor allem.

„ Ihr beide scheint euch gut zu verstehen“, murrte mein Dämon gespielt unschuldig doch ich konnte deutlich seine Eifersucht aus seiner Stimme heraushören wodurch ein Grinsen auf meinen Lippen erschien. Azrael fand sich eine Sekunde später an der Wand lehnend und von meinen Armen, links und rechts dort angepinnt so das er sich nicht rühren konnte während mein Gesicht knapp vor seinem schwebte und und unsere Blicke miteinander verschmolzen waren.

„ Du hast keinen Grund eifersüchtig zu sein, der Typ ist deinem Bruder absolut verfallen und ich Incubus Bruder“, erklärte ich bevor ich unsere Lippen miteinander verband als er seine Arme um meinen Hals schlang um mich näher an sich ziehen zu können.

Ein elektrisches Kribbeln welches von Azraels Lippen ausging jagte ermunternd und zeitgleich erregend durch meinen gesamten Körper und löste einen Schwarm Schmetterlinge in mir aus welche empor stoben und sobald sie oben waren wie ein Feuerwerk explodierten, mir dabei nur noch mehr die Sinne raubten als eigentlich möglich wäre, Azrael löste bei mir allgemein Sachen aus die normalerweise nicht erklärbar waren aber dieser Dämon schaffte es.
Langsam wanderten meine Hände an seiner schlanken Taille hoch über seine Seiten bis ich meine Finger an seinen Gürtel klemmte um ihn noch ein näher zu ziehen.

Kurz löste Az seine weichen Lippen von meinen um mir ein ehrliches Lächeln zu schenken während seine rechte Hand sanft über meinen Oberkörper strich bei mir aber eine Reaktion erzeugte die meinen ganzen Körper zum Beben brachte, „ Du solltest wirklich öfter solche Sachen tragen, steht dir und es zeigt deutlich zu wem du gehörst“, schnurrte er mit tiefer Stimme woraufhin ich lachen musste und mein Gesicht wieder näher an sein brachte so das nur noch wenige Zentimeter unsere Lippen voneinander trennten.

„ Es gibt auch noch andere Wege zu zeigen zu wem ich gehöre“, flirtete ich leise so das er es verstand und eine Sekunde später musste ich mir ein quieken unterdrücken, welches wahrscheinlich nicht gerade männlich geworden wäre, als Az mich förmlich hochwarf so das ich gezwungen war meine Beine um seine Taille zu schlingen und dieses Mal war ich derjenige der meine Arme um seinen Hals schlang da seine bereits sicher an meinen Oberschenkeln lagen das ich auch ja nicht runterfallen konnte. Nun war ich ein wenig größer als er so das ich mich hinunter beugen musste um ihn zu küssen, er sich jedoch zeitgleich zu mir hoch streckte so das wir uns ziemlich schnell fanden und unsere Lippen wieder einander trafen.

Genüsslich schloss ich die Augen als hätte ich ihn jahrelang nicht gesehen, mir kam diese Zeit in der Bar zwar nicht wie eine Ewigkeit vor aber ich hatte ihn wirklich vermisst, seine warme Hand an meiner kalten, seine liebevollen Blicke wie er immer wachsam auf mich achtete, Seine wunderschönen Küsse, diesen unglaublichen Ausblick auf seinen Körper, sein verrücktes grinsen was mir bereits am ersten Tag den Kopf verdreht hatte und noch viel mehr. Man könnte meinen das es Schicksal war das wir beide uns treffen, aber an sowas glaubte ich nicht, ich glaubte daran das Az und ich für die Ewigkeit bestimmt waren denn selbst in 1000 Jahren wollte ich niemand anderen an meiner Seite als Azrael. Man könnte meinen dass das die anfänglichen, unmöglichen und vor allem Dummen Schwärmereien eines kleinen Jungen waren doch dieser Dämon gehörte zu mir so wie ich zu ihm.

Natürlich konnte man nicht wissen ob Az in ein paar Jahren jemand anderen besser finden würde aber ich war mir sicher dass dies nicht passieren würde. Dieser Dämon hatte mich als Kind gesehen  und eine Verbindung zwischen uns gesehen die damals eigentlich nicht da war. Er hatte 15 Jahre lang geduldig auf mich gewartet während ich alles einstecken musste nur weil ich sein Mahl am Hals trug, er hatte alles getan um mich zu beschützen was er tun konnte und denn Rest hatte ich ja auch hinbekommen.

Nun waren wir endlich zusammen und fragt mich einfach mal in 1000 Jahren und ich werde euch genau die selbe Antwort geben wie jetzt, vielleicht werde ich ihn dann noch viel mehr Lieben und er mich aber das war dann ja etwas anderes.

„ Du bist schön kalt“, schnurrte Az mit geschlossenen Augen als er mein Hemd aus der Hose zupfte um mit seinen warmen Händen unter mein Shirt über meinen Oberkörper zu streichen was mir eine wohlige Gänsehaut bescherte, da ich nicht klein beigeben wollte küsste ich sanft seinen Kiefer entlang bis zum Hals wo ich das tat worauf ich schon länger gehofft hatte das sich mir diese Möglichkeit bot und schneller als Azrael schauen konnte saugte ich mich an einer unbestimmten aber gut sichtbaren Stelle seines Hals fest.

Ein kleines Keuchen entwich seinem Mund was jedoch noch schmerzhaft sondern ehr erregt klang, es spornte mich jedoch nur an fester zu saugen so das der Knutschfleck größer und dunkler wurde somit vermutlich auch länger dort blieb, als ich mir sicher war das er perfekt war beäugte ich mein Kunstwerk Mit vor Begeisterung glitzernden Augen.

Diese Beobachtung brachte meinen Verlobten zum Lachen , „ Du bist wirklich süß, mein Herz“, bemerkte er doch ich hob nur meine Augenbraue, kein bisschen überzeugt von diesen Kosenamen.

„ Da musst du dir aber einen besseren aussuchen der nicht so 0815 ist“, sagte ich gespielte streng als wir plötzlich nicht mehr in dem verlassen Flur stand sondern vor meinem Bett auf welches mich Az fallen ließ und direkt über mich glitt und seine Arme neben meinem Kopf abstütze so das sein Gesicht direkt über meinem war, seine Beine jedoch links und rechts von meiner Hüfte. Viel zu deutlich spürte ich seinen Hintern an meinem Schritt welchen er vermutlich unbewusst viel zu oft darüber bewegte so das ich ein Problem bereits nahen sah wodurch ich mir schmerzhaft auf die Unterlippe biss um mich selber zu Ordnung zu rufen was bei diesem heißen Dämonen auf mir leider nicht so einfach war.

Dieser vollkommen erregte Ausdruck in den goldenen Augen und dieses dämonische Grinsen was mich nur noch mehr erregte machten es mir eigentlich nur unmöglich mich zu beherrschen, wirklich unmöglich wurde es dann als Az sein Shirt über den Kopf zog und zu seinem Mantel schmiss welchen er schon davor irgendwann ausgezogen hatte, „ Darling? Hase? Schatz? Corazon?“, fragte er mit tiefer Stimme nach während er sich meinem T-Shirt zu schaffen machte doch sein Blick blieb die ganze Zeit mit meinem verankert.

Mein Blick schien ihm schon Antwort genug, das er mich mit diesen Aussagen verreiben konnte was er gerade absolut nicht zu wollen schien wo er mir doch gerade das Shirt entwendet hatte und es wie seins Bekanntschaft mit dem Boden gemacht hatte, was wirklich keinen von uns interessierte.

Kurz schien er nachzudenken bevor ich förmlich sehen konnte wie die Glühbirne über seinem Kopf anging, „ Baobei“, sagte er begeistert was sehr nach Chinesisch klang doch ich war wirklich kein Sprachexperte also hätte es auch Holländisch sein können und ich hätte es nicht verstanden.

„ Das bedeutet Schatz auf Chinesisch“, klärte er mich begeistert wie ein kleines Kind auf so das ich gar nicht nein sagen könnte selbst wenn mir der Name nicht gefallen hätte was er aber tatsächlich tat wodurch ich nickte als Bestätigung.

Nun verschwand das Kindliche aus seinem lächeln und der erregte Dämon kehrte zurück, mit seinen Lippen küsste er meinen Oberkörper nach oben und verteilte an manchen Stellen mehrere Knutschflecke als Revanche was ich an seinem Hals gemacht hatte, währenddessen musste ich mich bereits an seiner Schulter festkrallen um nicht lauthals los zu stöhnen was mir viel zu schwer viel doch ich kämpfte mit meiner Selbstbeherrschung. Azrael schien sehr genau zu wissen was er da mit mir veranstaltete da er nur noch mehr provozierte als er mir sanft in meine Brustwarze biss und Drumherum leckte.

Mein Gesicht brannte vor Hitze und alles in mir schrie nach diesem Mann auf mir als wäre er meine persönliche Droge die ich einfach nehmen musste da ich so süchtig danach war, doch ich würde Azrael nicht einfach so über mich herfallen lassen ich war hier eindeutig Top obwohl ich mir sehr gut denken konnte das mein Freund sich genau dasselbe über sich sagte, dann zeigen mal wie falsch er lag.

Er quietschte überrascht aber sehr niedlich auf als ich uns schnell rumrollte, nun war ich oben und er lag mit roten Wangen unter mir während sich ein siegessicheres Grinsen auf meinen Lippen bildete und Erkenntnis in seinen wunderschönen Augen aufblitzen, er zog einen Schmollmund auf welchem ich einen sanft Kuss drückte, „ Keine Angst, ich werde auch ganz vorsichtig sein“, versprach ich woraufhin er nur mit den Augen rollte, diese zickige Seite legte er jedoch ganz schnell ab als er lauthals und ungehemmt aufstöhnte als ich seinen Oberkörper entlang küsste und meine Zunge über sensible Orte führte, dabei schaffte ich es jedoch mit meiner rechten Hand seine Hose zu öffnen. Keine Sekunde später lagen meine und seine Hose achtlos in irgendeine Ecke warf.  

Meine Augen glänzten als ich seinen wunderschönen Körper mit den vielen Tattoos unter mir sah, seine Haare standen in alle Richtungen ab da ich schon so oft hindurch gestrichen hatte jedoch ehr unbewusst da ich das Gefühl seines fluffigen Haares zwischen meinen Fingern einfach Liebte.

Seine Händen griffen sanft nach meinem Gesicht um es näher an seines zu ziehen wodurch unsere Lippen sich erneut trafen und schon wieder ein Feuerwerk in mir explodierte.

„ Ich liebe dich“, hauchte er als seine Stirn an meiner lehnte und wir einfach die Zweisamkeit genossen ohne irgendwas zu tun.

Mein Herz begann mindestens drei mal so schnell zu schlagen als sowieso schon da Azrael die drei magische Worte ausgesprochen hatte auf die ich mein gesamtes Leben bereits gewartet hatte, es war ein romantischer Moment und wäre ich ein Romantiker würde ich jetzt sagen das es der perfekte Moment ist.

„ Ich liebe dich auch, Az“, antwortete ich verliebt und unsere Lippen verschmolzen erneut mit noch mehr Leidenschaft miteinander, langsam glitten meine Finger über seinen Oberkörper bis hin zu seiner Boxer als die Zimmertür ohne Klopfen aufgerissen wurde und Lilith plus Incubus hinein kamen.

Beide unterhielten sich entspannt so das sie nicht zu bemerken schienen wo sie hier gerade hineingeplatzt waren, „ Yo Jason, wir wollten fra...“, begann Lilith als beide Geschwister uns entdeckten wie ich stocksteif auf Az saß, jedoch nun hinunter rutschte, welcher seine Geschwister mit blicken tötete und mir eine Decke liebevoll um die Schultern schlang um seinen Geschwistern möglichst wenige Möglichkeiten zu bieten einen Blick auf meinen bis auf die Boxer nackten Körper zu erhaschen.

Sofort hielt Incubus sich und Lilith die Augen zu und drehte sie obendrein noch um mit Blick zur Tür um uns zu zeigen das wir uns ganz in Ruhe anziehen konnte, „ S..Sorry“, stotterte der Junge und war vermutlich mehr rot als ich was ein Wunder war. Lilith kicherte nur begeistert und bekam beinahe Schnappatmungen während Az aussah als würde er nur noch überlegen wie er seine Geschwister umbringen sollte und wie er die Leichen ohne viel Aufmerksamkeit um die Ecke bringen sollte.

Doch er reichte mir aus meinem Kleiderschrank einen seiner Pullis die ich mir vermutlich mal gemoppst hatte plus eine lockere graue Jogginghose welches ich beides schnell überzog, er selbst nahm eines meiner weißen T-Shirts welches ich schon öfter zum schlafen getragen hatte dazu eine einfach schwarze Jogginghose die an ihm verboten gut aussah, doch meine Lust auf Sex war gerade gewaltig vergangen.

Als Az fertig war stiefelte ich nicht in der Stimmung zu reden an den anderen vorbei hinunter in die Küche wo tatsächlich einige Angestellte herum wuselten, alle hörten sofort auf als ich die Küche betrat, seitdem ich hier war hatten sich alle bemüht zu lernen Menschenessen zu kochen wodurch Az nicht mehr ständig auf die Erde runter musste um mir etwas zu holen.

Etwas schüchtern lächelte ich die Truppe an, „ Ich wollte fragen ob ihr vielleicht etwas zu essen für mich hättet?“, eigentlich war die Frage hier unnötig da diese Leute immer etwas zu essen für mich hatten und tatsächlich begleiteten mich ein Geist mit einem Teller ins Esszimmer wo die drei anderen bereits saßen und lauthals diskutierten jedoch sofort verstummten als ich eintrat.

Augenrollend ließ ich mich neben Az fallen so das der Geist mir ein selbst gemachtes Sandwich mit irgendeiner Kräutersoße, Salat, Hühnchen, Tomaten und Käse servierte, „ Vielen dank“, bedankte ich mich mit einem Lächeln welches die Sonne hätte aufgehen lassen hätte können. Der Geist verneigte sich vor mir bevor er aus dem nichts einfach verschwand, eine interessante Angewohnheit dieser Wesen.

Ohne die anderen zu beachten welche nun wieder mit reden angefangen hatte aß ich mein Sandwich  darauf bedacht niemanden von den dreien anzusehen da mir dieses Erlebnis von eben immer noch vor den Augen schwebte, ich unterdrückte es das meine Wangen jede Sekunde erneut rot anliefen da es mir wirklich peinlich war das seine Geschwister uns beim rummachen erwischt hatten, ein paar Sekunden später und wir hätten nicht mehr bloß rumgemacht. Dann wäre ich aber ausgezogen und hätte mir eine neue Galaxy gesucht wo ich hätte leben können um Lilith und Incubus nicht mehr ins Gesicht sehen zu müssen. Selbst Azrael konnte ich gerade nicht ansehen da er mich ebenfalls an das eben erinnerte.

„ Morgen ist irgendein cooler Rummel in Berlin glaube ich, habt ihr Lust dort hinzugehen?“, fragte Lilith begeistert und da ich noch nie in Berlin war nickte ich teilnahmslos bedachte die Frau dabei mit einem leichten Blick welche mir zuzwinkerte, sofort war die Hitze in meinen Wangen zurück und ich starrte nur noch auf den plötzlich sehr interessanten Teller auf dem das Sandwich eben lag.

Die anderen beiden Jungs schienen ebenfalls zugestimmt haben da Lilith begeistert auf den Tisch haute, „ Vielleicht möchte Willow ja auch kommen“, trällerte sie begeistert während ich mich sichtlich verspannte wodurch auch Incubus mich drauf ansprach.

„ Alles gut bei dir und Willow?“, sprach er mich direkt an und für einen Moment war diese peinliche Situation von eben vergessen da ich mit schmerzendem Herzen Lilith anblickte und dabei das Sandwich achtlos auf den Teller legte, das würde jetzt vermutlich nicht leicht werden.

Zur Ermutigung griff Az sanft nach meiner Hand was mir tatsächlich mehr Mut gab, ich holte tief Luft bevor ich zu sprechen begann, „ Ich habe mich letztens mit Willow unterhalten, dann habe ich sie gefragt ob sie eigentlich noch zu haben ist“, Lilith nickte doch es schmerzte mich nur noch mehr dieses funkeln in Iren Augen zu sehen.

Es brach mir das Herz es ihr nun mitzuteilen was ihr vermutlich das Herz brechen würde doch ich würde es genau jetzt tun, „ Sie ist seit 2 Jahren mit einem Mann verheiratet“, erklärte ich geknickt da ich die Wandlung in Liliths Gesicht nicht ertragen konnte.

Das Lächeln verschwand und die Energie schien aus ihrem Körper zu verschwinden, sie sah aus wie eine kleine zerbrechliche Puppe auf ihrem großen Stuhl. Ihr Ausdruck wurde leer doch ich konnte deutlich das Glitzern von Tränen in ihren Augen sehen, schnell erhob ich mich und kam zu der Dämonin herüber die sich ebenfalls wackelig erhob.

Ohne irgendwelche Worte öffnete ich meine Arme für sie und sie ließ sich schluchzend hinein fallen, sie versank in meinen sicheren Armen und krallte sich wie an einem Rettungsanker an mir fest.

Wie lange wir dort standen war nicht entscheidend, ich ließ sie sich ausweinen während ich ihr zeigte das wir da waren für sie. Dann spürte ich vier weitere Arme die sich um uns Schlangen so das wir ein großer sicherer knäul waren von welchem Lilith der schützende Kern bildete.

Es war nicht leicht so etwas über die Person die man liebte zu erfahren aber man sagt ja Zeit heilt alle Wunden und ich hoffte dass dies hier auch der Fall sein würde.

Irgendwann schlief die Dämonin ein, vermutlich aus Erschöpfung doch ich fühlte mich als ihr nicht blutsverwandter Verwandter einfach dazu berufen sie mit zu mir zu nehmen um auf sie aufzupassen.

Als wäre ich zu schwach trug Az sie bis in mein Bett wo er sie vorsichtig ablegte und Incubus sie liebevoll zudeckte, dann standen wir wie drei Beschützer um das Bett in welchem die Prinzessin lag welche wir um jeden Preis beschützen mussten. Ihr Herz war gebrochen doch ich kannte Lilith gut genug das ich wusste das sie bald wieder auf den Beinen sein würde, bis dahin waren wir für sie da.

„ Falls irgendwas ist, wir sind immer da“, meinte Incubus ernst während er die Augen nicht von seiner Schwester nahm doch ich wusste das er mich ansprach, als Antwort nickte ich.

„ Keine Angst, ich pass auf sie auf“, sagte ich genauso ernst und meinte es auch so das Lilith ebenfalls zu meiner Familie gehörte und mir schon so oft aus der Patsche geholfen hatte und mich genauso sehr liebte wie ich sie.

„ Könnte einer riesige Menge an Eiscreme verschiedenster Sorten besorgen?“, fragte ich noch bevor die beiden das Zimmer verließen und ich am Türrahmen lehnte.

„ Ich kümmer mich drum. Schlaf gut, Baobei“, sagte Az und küsste zum Abschied sanft meinen Mund was mir doch noch ein kleines Lächeln auf die Lippen zauberte.

„ Gute Nacht, ihr zwei“, verabschiedete ich und wuschelte Az noch durchs Haar bevor ich die Tür schloss. Schnell machte ich mich im Bad fertig wonach ich mich neben Lilith ins Bett legte.

Sie kuschelte sich im Schlaf an mich so das sie sicher im Arm halten konnte so das wir beide im Land der Träume verschwanden.
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