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I'm Mr. Loverman (and I Miss My Lover, Man)

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte, Historisch / P18 / Mix
Ryomen Sukuna
08.02.2021
22.11.2021
4
7.210
4
Alle Kapitel
5 Reviews
Dieses Kapitel
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22.11.2021 1.267
 
Naomi

Naomi kleidete sich langsam wieder ein, wobei Sukunas hungrige Blicke ihrem Körper und jedem seiner geschmeidigen Bewegungen folgten. Ihr Gesicht war gerötet wie die untergehende Sonne vor Scham. Scham, die sie an so banalen Tätigkeiten hinderte wie sich einkleiden. Naomi zitterte am ganzen Körper wie Espenlaub, sodass der Stoff ihrer Kleidung ihr ständig aus den Fingern rutschte, als würde ihr Körper die Kleidung abstoßen. Sukuna fixierte sie gebannt wie ein Wolf seine Beute. Er wusste, dass er wegschauen sollte, eine Faser in ihm gebietet es ihm sogar, aber er war ehrlos. Vielmehr noch: er war egozentrisch und hedonistisch. Seine Begierden überwogen ihre Sittsamkeit. Ihre Sittsamkeit erregte ihn sogar noch mehr als ihre Nacktheit zusammen mit diesem pathetischen Ausdruck in ihrem wunderschönen Gesicht. Sie erinnerte ihn an Miyu und ihr Schicksal, nur dass Naomi keine Meisterin der Verführung war (auch wenn es sich gerade so anfühlte in seiner Lende): eine Maid ohne Eltern, die ihren Körper verkaufen muss, um sich versorgen zu können.
„Wenn du dich noch langsamer einkleidest, werde ich dich mir nehmen!“, drohte Sukuna, während er sich Naomi näherte. Panik machte sich in ihrem Gesicht breit, sie ließ ihren Yukata los, um zurückzuweichen, bis sie die Wand in ihrem Rücken spürte. Ihr Herz musste pochen wie das eines Kaninchens, durchflutet mit Angst. Er blieb vor ihr stehen, begutachtete ein letztes Mal ihre weiblichen Rundungen, die süßen Konturen ihres Busens, ehe er wieder ihren Kiefer und Hals küsste und an der Haut sog. „Du bist so wunderschön“, hauchte er gegen ihren Hals, sie versuchte ihn wegzudrücken, scheiterte aber kläglich und weinte wieder bitterlich, als sie seine Männlichkeit gegen ihr Bein spürte. Sie war so verzweifelt, so schön, so schön verzweifelt...
Sukuna ließ ab, als er die lila Blume auf ihrer Haut erkannte, ein Bild aus verflossenem Blut und Leidenschaft. Ein Zeichen dafür, dass er der erste war, der sie befleckt hatte, der sie angefasst hatte, der sie gesehen hatte. Eine Trophäe, die er sich nicht entgehen lassen wollte, konnte. Jungfrauen waren ein Luxusgut, von dem sonst nur die Reichen, Ehrhaften und Liebhaber kosten durften, aber Sukuna, welcher aus einfachen Verhältnissen kam, hatte sie als erstes. Sie würden seine Reste. Die Genugtuung ihnen allen in einem Punkt überlegen zu sein bereitete sich in seinem Körper aus, er fühlte sich wie ein König, wie ein Gott. Ihm wurde bewusst, dass er nicht ehrbar sein musste, er musste nicht gerecht sein oder gütig oder gut, denn das, was ein Gott tat, war abseits von gut und böse, von Ehrhaftigkeit und Gerechtigkeit. Götter hatten immer Recht und das wollte Sukuna.
„Das wird reichen, damit niemand dich anfasst außer mir“, raunte er und richtete sich vor ihr wieder auf. Er sah in ihr angsterfülltes Gesicht und ergötzte sich an ihrer Verzweiflung, an der Tatsache, dass er ihr nach dem Funken Hoffnung, dass er ihr geschenkt hatte, sie geraubt hatte und sie nach alle dem wieder all ihre Hoffnung und Zuversicht in ihn setzen musste. Wieder weinte Naomi bitterlich, weshalb Sukuna ihren Yukata fest um ihren schmalen Körper verband.
„Solange du bei mir bleibst, werde ich dein Herr und Meister sein, verstehst du?“ Naomi sah ihn mit glasigen Augen an, ehe sie sich auf die Lippen biss und nickte, worauf Sukuna ihre Hand in seine nahm und sie hinter sich herzog.

„Was macht das Weibsbild hier?“, fragte Hidehiko Sukuna, als dieser sich mit Naomi auf seinem Gaul der Söldnergruppe zustieß. Einige der Männer protestierten, andere führten Obszönitäten vor oder begafften Naomi wie ein Stück Fleisch. Das Mädchen wäre am liebsten gestorben in diesem Augenblick. Die Scham überwog sogar die, die sie empfand als sie in all ihrer Nackheit und Weiblichkeit sich Sukuna im Freudenhaus präsentiert hatte. In ihrem ganzen Leben war sie noch nie von so vielen Männern umgeben ohne, dass weitere Frauen anwesend waren, ohne zu wissen, was als nächstes passieren würde. Sie erschauderte beim Gedanken daran, was diese Männer mit ihr anstellen würden. Sie würden sich ihr nicht erbarmen wie Sukuna, der sich damit begnügte, dass sie ihn verehrte.
„Das ist meine Sklavin und jeder, der ihr sich mir in den Weg stellt, ihr auch nur ein Haar krümmen sollte, sie auch nur anfassen oder gar anschauen sollte, kann das mit mir hier und jetzt ausfechten. Mann gegen Mann! Auf Leben und Tod!“, verkündete Sukuna stolz und wütend zugleich, worauf sowohl die Proteste wie auch die Obszönitäten verstummten.
„Wer mein Eigentum nicht respektiert, respektiert mich nicht!“
Naomi sah bedächtig zu ihm hinab. Ihr wurde klar, dass unter all diesen Tieren Sukuna das gefährlichste war.
Hidehiko lachte nur, ehe fragte wie Sukuna denn an eine Sklavin gekommen sei.
„Sie folgt mir freiwillig, denn ich bin ihr Gebieter.“

Sukunas Zelt war schlicht, aber trotzdem wurde Naomi das Gefühl nicht los, dass Sukuna wohlhabender war als angenommen. Sein Zelt bestand aus schwerem dunklem Stoff, welches im Winter sein Inneres warmhielt. Der Futon dick mit einer schweren Decke mit Stickereien.
„Wie lange bleibe ich bei Euch, mein Herr?“, fragte Naomi, nachdem sie sich auf einen Teppich kniete und ihn durch ihre dichten Wimpern fixierte.
„Solange bis wir einen Käufer für dich finden“, raunte Sukuna und setzte sich auf ein weiches Sitzkissen ihr Gegenüber. Sie nickte bedächtig.
„Ich bin Euch zu Dank verpflichtet“, meinte Naomi und rückte vor. Sukuna horchte auf und lächelte amüsiert. „Dann zeig dich erkenntlich. Küss den Saum meines Yukata, hübsches Kind.“ Naomi gehorchte ohne das Gesicht zu verziehen. Sie könnte dienen, sie könnte gehorchen und ehren und vergöttern. Sie würde all dies mit einem Lächeln auf den Lippen tun, solange Sukuna sie beschütze, solange er sie nicht gegen ihren Willen anfasste.
„Dreh dich im Kreis!“, forderte er und wieder gehorchte Naomi, weshalb er laut loslachte, als sie ihn mit großen Augen ansah. Sie war wie ein Hund, nur besser.
„Hast du denn keine Würde? Kein Stolz?“, neckte er sie, weshalb ihre kühlen Wangen wieder feurig anliefen.
„Ich habe nur so viel Stolz wie mir gebührt, mein Herr. Nur so viel, um meine Ehre als Frau zu wahren, nicht als freier Mensch.“
Er bedachte ihre Worte und den ernsten Ausdruck in ihrem Gesicht, wies sie ihm Sake auf dem Tisch einzuschenken und sich zu ihm zu setzen. Sie gehorchte, weshalb er ihr über die mondscheinfarbenen Haare fuhr, sie streichelte wie ein braves Kind. Sie schaute ihn nur erwartungsvoll an.
„Süße Naomi“, sinierte er, „belüge dich nicht selbst mit solch Illusionen wie die Ehre einer Frau. Eine Sittsame Ehefrau ist auch nur die Hure, die Sklavin ihres Mannes. Jede Jungfer wird früher oder später entjungfert. Deine Sittsamkeit ist keine Tugend, die dich ehrt, vielmehr entehrt sie dich auf Weisen, wie eine Dirne nie entehrt werden kann. Die Erkenntnis, dass eine Frau jungfräulich ist, ist für einen Mann so erregend wie ihre nackte Haut. Er wird sich vorstellen, wie es ist sie zu als erstes zu ficken, sie zu beflecken vor allen anderen. Sittsamkeit ist nur eine Trophäe für Männer, liebes Kind“ Naomi sah Sukuna angewidert an.  
„Der Bluterguss auf deinem Hals ist der beste Beweis dafür. Ich hatte so viel Mitleid mit dir und trotzdem konnte ich es nicht über mich bringen dich unberührt zu lassen“, raunte Sukuna, sodass Naomis Gesicht an quoll und bittere Tränen über ihre roten Wangen kullerten.
Sukuna schloss sie ihn seine starken Arme, strich über ihren Rücken.
„Ehre gebührt den Tugendhaften, den Ehrlichen, den Weisen, den Mutigen, den Gütigen, den Freien. Sklaven können nur so ehrvoll sein, wie ihr Meister es ihnen erlaubt und du und ich, Naomi, sind Sklaven. Wir sind ehrlos...“
Naomi horchte auf. „Wessen Sklave seid Ihr denn, mein Herr?“, schluchzte sie verwirrt.
„Ich bin ein Sklave meiner Selbst, meiner eigenen Begierden.“
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