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I'm Mr. Loverman (and I Miss My Lover, Man)

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte, Historisch / P18 / Mix
Ryomen Sukuna
08.02.2021
22.11.2021
4
7.210
4
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08.02.2021 2.694
 
Honoka

Sukuna Ryoumen war ein gewöhnlicher Junge, geboren als Sohn einer gewöhnlichen Familie. Er sah seinem jetzigen Wirtskörper nicht unähnlich mit den den erdbeerblonden Haaren und dem niedlichen Gesicht. Damals war er sogar niedlich mit Pausbäckchen, einer kleinen Nase und funkelnden Augen so wie alle kleinen Jungen und Mädchen. Er war neun, abenteuerlustig, frech, grün hinter den Ohren und ein Rotzlöffel und verliebt in ein Mädchen.

„Aua“, schrie seine beste Freundin, Honoka. Sie hatte lange, lange dunkelbraune Haare und dunkelbraune Augen und war so hässlich, dass Sukuna es einfach nicht lassen konnte, sie damit aufzuziehen. Er mochte sie, sie war das lustigste, mutigste Mädchen, das er kannte, aber sie war trotzdem hässlich mit viel zu großen Augen, langen dürren Gliedern und einem knochigem Gesicht und immer dreckig. Ihre Mutter schlug sie deswegen immer abends, wenn sie verdreckt zu Hause auftauchte, aber sie konnte nicht anders, als mit den Jungs Unfug zu treiben.
Honoka griff wütend in die Haare von Sukuna und rupfte dran.
„Aua, was soll das?“, schrie dieser
„Warum ziehst du an meinen Haaren“, schrie Honoka nur zurück.
„Deine Haare sind zu lang! Damit wirst du auch nicht hübscher, du blöde Pute“, regte Sukuna sich auf und zeigte auf den aufwendig geflochtenen Zopf von Honoka. Ihre Mutter gab sich immer viel Mühe, damit Honoka hübsch aussah, auch wenn das Sukunas Meinung nach nichts half, weil Honoka immer hässlich war, aber das war nicht schlimm. Sie hatte ja ihn und irgendwann würden sie heiraten und Honoka wäre seine hässliche, lustige, mutige Ehefrau, da musste sie nicht hübsch sein. Sie war schon perfekt.
„Du dummer Schwein! Du bist auch genauso pink wie eins!“, beleidigte Honoka. Sie stritten immer und immer wieder und vertrugen sich und spielten dann Räuber und Gendarm oder suchten nach verborgenen Schätzen am Strand und schwammen um die Wette im Sommer.
Sie wanderten immer Händchen haltend durchs Dorf, flüsterten sich Geheimnisse zu und versprachen sich die Welt. Er liebte Honoka und die hässliche Honoka liebte ihn.

Ihre kleine Glückseligkeit hielt über Jahre, sie nahmen sogar Kanaye in ihre Gruppe auf. Er sprach nicht viel, und oft sehr monoton und teils leise, aber er war gemeiner als beide zusammen, machte sich zu oft über die Dummheit beider lustig. Kanaye war ein Jahr älter als beide und geschickt im Umgang mit Schleuder, Angelrute und Holzschwert und schlagfertig war er auch. Sukuna sah zu ihm auf, er war sein Idol. Die Art wie er mit allem davonkam, weil die Erwachsenen nicht erkannten, was für eine Farce seine Manieren und sein hübsches Lächeln waren, war erstaunlich, bewundernswert.
Sie spielten jeden Tag zu dritt, bis Honoka 12 wurde, bis sie hübsch und fraulich wurde, bis sie unausstehlich wurde!
Am Anfang hatte es Sukuna nicht gestört, dass sie so hübsch wurde, dass sie in ihren Körper reingewachsen war, dass ihr Gesicht einer Prinzessin ähnelte und ihre Statur einem Schwan. Sein Herz schlug immer so schnell, wenn er sie sah und seine Ohren fühlten sich heiß an. Honokas Lippen und Wangen hatten immer das schönste rot, ihre Haut leuchtete wie Porzellan und sie war so so hübsch auf einmal, aber sie wurde so furchtbar nervig. Erst waren es kleine Dinge, wie dass sie nicht dreckig werden wollte, aber sie redete von Tag zu Tag immer förmlicher und quiekte nicht mehr so lustig und schrie auch nicht mehr. Ständig fragte sie, ob sie hübsch sei und wollte nicht mehr Räuber und Gendarm spielen oder mit dem Holzschwert kämpfen. Sie wurde einfach furchtbar langweilig und unerträglich, und fand Sukuna und Kanaye ebenfalls langweilig und unerträglich, also versiegte der Quell mit all den Gefühlen für die hässliche Honoka, als diese sich in eine hübsche junge Frau verwandelte. Sukuna wuchs aus seiner ersten Liebe raus wie aus alten Klamotten und rückblickend vermisste er sie, seine erste Liebe und beste Freundin. Warum wurde sie so viel früher als er erwachsen? Er hatte ihr versprochen sie zu heiraten, als alle, er eingeschlossen, sie hässlich fanden, aber er konnte sein Versprechen nicht halten, denn die Zeit lief unterschiedlich schnell für sie beide und zerriss das Band zwischen ihnen wie einen einfachen Faden. Jahre später verkaufte Honokas Vater sie an einen ihrer Verehrer, einen Feudalherren mit viel Gold und Ansehen, der von ihrer Schönheit gehört hatte. Sie kam am Abend davor zu Sukuna, bettelte und weinte, damit er mit ihr durchbrannte…


Kanaye

Sukuna hatte Kanaye schon so lange er ihn, kannte idolisiert. Er war auch viel cooler und selbstbewusster als Honoka und wirklich hübsch. Alle sagten, dass Kanaye eigentlich ein Mädchen hätte sein sollen, weil er so schön war mit glattem, seidigem Haar in der Farbe von leuchtendem Kupfer und bernsteinfarbenen Augen. Er sah etwas aus wie ein Fuchs mit seinem langen Gesicht und den mandelförmigen Augen, aber es passte zu ihm und seiner Art.
Er war stets drahtig und gut gebaut, auch wenn er nicht so groß wurde wie Sukuna. Kanaye half seinem Vater immer mit dem Laden. Dieser war Händler für feine Kleider und edlen Schmuck, also waren sie recht wohlhabend, aber dies interessierte Kanaye nicht wirklich. Auch wenn er fies, schlagfertig und hinterlistig war wie eine Schlage, so war er trotzdem demütig und barmherzig. Er war auch so schlau und flink und geschickt. Er war Sukunas Idol, sein ein und alles.

Als Sukuna 14 wurde, hatte Kanaye sich mit einem Messer in die Hand geschnitten und Sukuna tat es ihm gleich, sodass sie ihre Blutsbrüderschaft besiegeln konnten. Als sie ihre Hände zusammenpressten, um das Blut zu mischen, sah Kanaye Sukuna tief in die Augen mit einem unergründlichem Blick. Sukuna konnte darauf nur ein Grinsen erwidern.
„Unsere Verbindung kann nichts mehr trennen außer der Tod“, flüsterte Kanaye mit heiserer Stimme.
„Für immer“, antwortete Sukuna mit bebendem Herz und drückte Kanayes Hand fester, bis daraus ein Wettkampf wurde und sie wieder mit ihren Faxen anfingen. Sie rollten und rangen grinsend und nach Luft schnappend am Boden wie zwei Wolfsjunge.

Als Sukuna 15 und großgewachsen wie eine Bohnenstange war und Kanaye kurz vor seinem 16. Geburtstag stand, waren beide in den Wald gegangen, um zu jagen und heimlich Sake zu trinken. Sie fühlten sich unbesiegbar und lebendig, jung und göttlich. Sie hatten ein paar Kaninchen erlegt und ein Feuer entfacht, als es zu dunkel war, um sich auf den Heimweg aufzumachen.
„Ich bin froh, dass du hier bist“, raunte Sukuna angetrunken und starrte den Nachthimmel an, „bei mir.“
„Immer. Wir gehören zusammen. Dein Weg ist mein Weg.“ Kanaye, welcher neben ihm lag, setzte sich auf mit dem Körper zu Sukuna geneigt. Sein Blick war so dunkel und unergründlich. Seine Atem ging flach und Sukunas Herz, ganzer Körper bebte.
„Und deiner ist meiner“, flüsterte Sukuna, ehe er den Oberkörper anhob, um die Lücke zwischen ihren Mündern, ihnen zu schließen. Panik ergriff ihn und er ließ ab, unsicher wie man überhaupt jemanden küsste und ob er Kanaye überhaupt küssen sollte. Er wars ein bester Freund und Blutsbruder…
Als er abließ, hatte Kanaye große Augen und wirkte panisch.
„Es tut m-“ Sukuna kam gar nicht dazu sich zu entschuldigen, denn der Junge mit dem Fuchsgesicht küsste ihn wieder. Ihr erster Kuss war sanft und vorsichtig, als würde man einen Fuß langsam ins Wasser tauchen, um zu testen, ob man darin schwimmen konnte, Dieser hier war stürmisch und wild und sie rangen wieder wie zwei Wolfsjunge um die Führung am Boden. Sie küssten und küssten einander bis ihre Lungen versagten. Erforschende Hände und neugierige Münder wanderten den Körper des anderen entlang. Kanayes geschickte Hände waren magisch. Er wusste genau, wie er, was machen musste, sodass Sukuna die Sterne am Himmel tanzen sah und nur Kanayes Nahmen stöhnte. Es war Himmel und Hölle zugleich, als würden Blitze durch ihre Körper jagen und Flammen auf ihrer Haut tanzen. Alles kitzelte, alles brannte. Gierig und hungrig konnten sie gar nicht voneinander ablassen. Sie nahmen sich, was sie wollte, brauchten und als Lust und Hunger gestillt waren, grinsten und lachten sie einander an und aus, ehe sie ein letztes bisschen Schlaf nachholten.

Dass sie Sodomie begingen, interessierte die beiden Jungen recht wenig, die Meinung der anderen war ihnen nicht besonders wichtig, dafür waren sie zu selbstverliebt und eitel. Sie hielten sich für den Mittelpunkt der Welt und alle anderen für dumme, unwichtige Statisten. Trotzdem hielten sie das Verhältnis zwischen ihnen geheim, es war besser für sie beide, nicht verstoßen zu werden. Es war leichter, wenn sie sich ungehindert treffen konnten, Tag ein Tag aus, Nacht für Nacht. Ohne jemandem Rechenschaft zu schulden, badeten sie den anderen in Küssen und Berührungen, in Bisswunden und blauen Flecken. Es war ihnen egal, ob sie dafür ins Jigoku, die Hölle, kamen, wenn sie sich jetzt wie Götter fühlen konnten, jung, stark, verliebt, unerschütterlich, unsterblich…
Aber wie alle Menschen, waren weder Sukuna noch Kanaye unsterblich…
Kanaye erkrankte an der Scharlach. Erst war es nur ein leichter Fierber und Schüttelfrost und niemand machte sich wirklich Sorgen, Sukuna lachte ihn noch aus.
„Du bist so zart besaitet, mein Freund“, neckte Sukuna, ehe er durch Kanayes klammen Haare fuhr. Schweiß klebte an seinen Händen, aber es stört ihn nicht.
„Nenn mich nicht deinen Freund, Liebster, oder willst du unsere Liebe leugnen?“, spottete Kanaye mit fiebrig rotem Gesicht.
„Es fiele mir nicht ein, dich zu leugnen. Dein Blut fließt in meinen Venen, du bist genauso ein Teil wie mein eigen Fleisch und Blut“, raunte Sukuna ins Ohr seines Geliebten, während er diesen an sich drückte, um sanfte wie auch hungrige Küsse von seiner Ohrmuschel über sein Kiefer bis hin zu seiner Kehle und seinem Nacken zu verteilen. Kanaye schmiegte sich nur an ihn wie eine zahme Katze. Sie rangen nicht wie Wolfsjunge um Dominanz.

Kanayes Krankheit wurde von Tag zu Tag ernster, sodass er nichtmal mehr sein Bett verlassen konnte. Sukuna wartete Tag ein, Tag aus neben seinem Futon auf Genesung, während Kanayes Mutter weinte und immer wieder neue Medizin brachte. Sie verzehrten sich danach, Kanayes fiebrige Haut zu streicheln, durch seine schweißgebadeten Haare zu fahren, seine Hand zu drücken, aber der Arzt hatte ihnen strenge Anweisung gegeben, ihn nicht anzufassen.
Sukuna betete jede Nacht, brachte den Göttern jede Nacht Opfergaben, aber sie hörten nicht. Eitele Götter straften ihn für seine Arroganz, für seine Unverfrorenheit sich mit ihnen zu vergleichen, also ließen sie Kanaye sterben, seinen besten Freund, seinen Blutbruder, seinen Geliebten, seine andere Hälfte sterben…


Honoka

Kanayes Tod war gerade paar Monate her, aber Schmerz war nicht abgeebbt. Sukuna wusste, dass die Götter ihm eine Lektion erteilen wollten, aber alles, was die Götter ihm lehrten, war, dass sie unbarmherzig und grausam waren. Sie kannten keine Gnade und lehrten Sukuna nur Hass und Wut und Kaltherzigkeit, also wurde Sukuna ironischerweise ihnen von Tag zu Tag immer ähnlicher.
Eine Nachts klopfte die hübsche Honoka an der Tür seines Elternhauses. Seine Eltern liebten Honoka, so wie es jeder neuerdings tat, aber sie liebten Honoka schon seit ihren frechen Kindertagen, als sie und Sukuna spielten, dass sie heirateten und viele Kinder in Form von Stoffpuppen bekämen.
Sie ließen Honoka zu Sukuna in sein Zimmer.
Honoka sah hübsch aus wie eine teuere Puppe. Sie trug immer noch ihren Komon und in ihre glatten, langen Haare waren Perlen und kleine schillernde Metallornamente eingeflochten. Ihre Gesicht war ganz rot und ihre Augen glitzerten.
„Findest du mich hübsch?“, fragte sie mit rauchiger Stimme. Es lag eine gewisse Dringlichkeit in dieser.
„Jeder findet dich schön, Honoka“, brummte Sukuna Augen verdrehend und Honoka rümpfte unzufrieden die Nase, ehe sie sich auf ihn zu bewegte, bis sie wenige Centimeter nur trennte, bis er ihren Duft einatmen konnte. Sie roch nach Pfirsich und Grüntee.
„Erinnerst du dich an unser Versprechen?“, hauchte sie, während ihre Hände seine Schultern und Brust entlang fahren.
„Du hast mir versprochen mich zu heiraten…“ Ihr Gesicht war so rot wie eine Aprikose und ihr Flüstern so rauchig, es erweckte etwas in Sukuna. Sein Herz bebte erwartungsvoll. Er wusste, wie sowas verlief, wie es ausging. Er hatte diesen Moment tausende Mal mit Kanaye erlebt.
Honoka stieg auf die Zehenspitzen, küsste seinen Kiefer, nahm sein Gesicht in ihre warmen, weichen Händen. Sie fühlte sich anders an als Kanaye. Ihre Haut war weich, ihre Hände zierlich und glatt. Es war anders, besser, schlechter.
„Als Kind hab ich dauernd dein Gesicht geküsst.“ Sie strengte sich so sehr an und Sukuna wusste nicht wieso… Wieso sie ihn nach all den Jahren wieder wollte.
Eigentlich war es ihm auch egal, er wollte sie nicht. Er wollte nicht ihre perfekten Lippen auf seiner Haut spüren oder ihrem schamlosen Blick entgegen blicken.
Seine Gedanken drehten sich um Kanaye, süßer Kanaye, wertvoller Kanaye, nur um Kanaye.
Da war kein Platz für Honoka…
Er wollte sie von sich stoßen, ihre Schamlosigkeit rügen und beschimpfen, aber sein Körper wehrte sich ihm. In ihren Händen war er wie Wachs. Er deutete ihr, nicht aufzuhören, nahm sie in seine Arme, stöhnte in ihre süßen Küsse, aber trotzdem war Honoka unzufrieden. Ihre ernsten Augen verengten sich zu Schlitzen.
„Du bist so groß geworden, so stark und so jung, Sukuna.“ Sie kniete vor ihm nieder. Sein Herz bebte. Honoka sah so sogar noch hübscher aus, wenn sie ihn von unten hinauf ansah.
„Du bist ein guter Mann.“
Ein schiefes Lächeln wanderte auf Sukunas Gesicht. Er war nicht gut, er wusste das. Er war ungeduldig, wütend und eitel. Er erfreute sich viel zu sehr über Honokas Demut. Er würde alles niederbrennen, wenn es Kanaye zurückbringen würde. Er war nicht gut…
„Du bist ehrenhaft und ein Mann, der sein Wort hält.“
Er zog eine Braue hoch, hätte fast losgelacht. Dies war zu gut, zu köstlich. Er überlegte, ob er sie weiter zappeln lassen sollte. Überlegte, wie weit sie gehen würde, ehe sie verstand.
„Honoka, wir waren Kinder“, brummt er und ihre Mundwinkel zuckten. Unzufriedenheit zeichnete sich auf ihrem schönen Gesicht ab.
„Du hast es versprochen.“ Ein Beben lag in ihrer Stimme. Sie küsste den Saum seines Yukata und er fühlte sich wie Gott. Dieses Gefühl war ihm so fremd, seit Kanaye gestorben war.
„Kanaye ist erst vor ein paar Monaten getsorben. Seine Leiche ist noch nicht mal kalt!“, zischte Sukuna genervt von Honokas Beharrlichkeit.
„Kanaye? Es tut mir leid, um deinen Verlust. Ich weiß, ihr wart sehr vertraut mit einander, aber…was hat das damit zu tun?“ Verwirrung zeichnete sich auf ihrem Gesicht.
„Er war mein Geliebter, du dumme Pute.“
Beleidigt sprach Honoka auf. Diesmal rot wie eine Erdbeere. Ihre Lippen bebten und zitterten wie der Flügelschlag eines Vögelchens.
„Ich bitte dich aufrichtig, Sukuna. Mein Vater…hat mich an einen Adligen als Mätresse verkauft. Bitte, flieh mit mir, brenn mit mir durch.“
Große Krokodilstränen kullerten ihre Wangen herab. Sie weinte so schön, so viel schöner als ihr Lächeln.
„Ist doch gut, du wirst ein einfaches bequemes Leben führen.“ Er zuckte mit den Schultern, als sie ihn ungläubig ansah.
„Wo ist der Unterschied, ob du mit mir durchbrennst oder seine Mätresse wirst? Du hast eben bewiesen, dass es dir nichts ausmacht dich einem Mann zu geben. Du hättest hier alles getan, damit ich dich nehme. Wenn ich nicht so ehrenhaft wäre, würdest du breitbeinig am Boden liegen wie eine Hure.“ Er wusste, dass Gift aus seinem Mund floss, dass er das Herz seiner Kindheitsfreundin brach, aber wenn er jetzt nicht das Herz brach, würde er Kanaye verraten. Er konnte nicht Honoka ficken, während sein Herz für Kanaye blutete.
„Er ist so hässlich“, weinte Honoka bitterlich, wollte sein Gesicht wieder in ihre Hände schließen.
„Bei unserem Versprechen warst du auch hässlich…“
„Ich habe dich geliebt, liebe dich immer noch, aber als wir 12 waren, hast du dich mir abgewandt.“
Ein bitteres Lachen entfloh seinen Lippen, aber er blieb hart. Nahm ihre zierlichen Hände in seine, küsste ihre Handinnenflächen, ehe er sie davon schickte. Honoka war ne dumme Pute, sie verstand nicht, was für ein Glück sie hatte, dass sie fett werden würde, während alle hungerten, dass sie immer ein warmes Bett haben würde, während alle froren, dass sie faul und gesund sein würde, während alle schufteten und schufteten, um zu sterben.
„Süße Honoka, du bist immer noch eine dumme Pute“, hauchte er fast schon zärtlich.
„Du Schwein!“, schrie und weinte sie, ehe sie davon stürmte.
Das war auch das letzte Mal, dass er sie sah.
Ein Jahr später erreichte ihn die Kunde, dass Honoka im Kinderbett gestorben sei.
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