Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Waldseelen

von Andras
GeschichteFantasy, Erotik / P18 / MaleSlash
08.02.2021
17.04.2021
13
24.400
4
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
08.02.2021 1.864
 
Hallo meine lieben Leser/Leserinnen

Endlich habe ich es geschafft den Anfang meiner Geschichte zu schreiben.
Ich habe zwar noch eine andere Geschichte geschrieben, aber die musste ich aus gesundheitlichenGründen pausieren und werde sie etwas umschreiben. Da ich leider immer so unsicher bin beim Schreiben, hab ich mir gedacht, das ich sie jetzt nicht noch mal lösche oder korrigiere, sondern ich verlasse mich auf euch.

Zur Info von Reden oder Gedanken.
Das Zeichen ist wenn einer reden ("")
Und das wenn einer was denkt (<<>>)

So, dann wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

In einem kleinen Dorf namens Aura, das südwestlich in Finnland liegt, treibt gerade ein heftiger Sturm sein Unwesen, reißt alles mit sich, was nicht Nied- und Nagelfest ist. Die Wälder versuchen dem Unwetter stand zu halten, was ihnen nicht so recht gelingt. Einige der Bäume wurden mit samt ihren Wurzeln aus dem Boden gerissen, oder in zwei gebrochen, andere wiederum werden von dem starken Wind nach unten gebogen, so als würden sie jeden Moment umknicken, doch in der nächsten Sekunde lässt er von ihnen ab, um sie dann kräftig durchzuschütteln. Der Himmel wirkt mit seinen dunklen Farben und den riesigen Quell-Wolken sehr bedrohlich. Das Rascheln der Blätter von Bäumen und Büschen, vermischt sich mit dem hellen lauten Pfeiffton, das der Wind nur allein durch die Ritzen und Löcher des Hauses erzeugt, eine Gänsehaut.
" Das ist ja die reinste Weltuntergangsstimmung, mein lieber Mann", murmelt Norwin in seine Tasse, die er gerade zum trinken angesetzt hat, dabei schaut er skeptisch aus einem der großen Terrassenfenstern und nippt ganz langsam an seinem heißen Tee.
Die Küche, in der er sich gerade befindet, ist schön quadratisch geschnitten und mittelgroß. Die großen Fenster spenden viel Licht von draußen, eine mind-grüne Farbe ziert die Wände, sowohl die Decke als auch die Fließen auf dem Boden sind in weiß gehalten, was den Raum heller und größer erscheinen lässt. Von der Tür aus gesehen, befindet sich auf der linken Seite eine moderne Küchenzeile, die wie die restlichen Möbel in diesem Haus in einem Beigeton, ist am Ende mit einer Tischplatte verbunden, an der zwei graue Barhocker in Leder stehen, mittig in den Raum zeigen, was eine L-Form ergibt und mittendrin eine Kochinsel. Auf der rechten Seite steht eine lange, große Schrankwand, die mit vielen Schubladen, Fächern und Elektrogeräten ausgestattet ist. Im hinteren Bereich findet man eine kleine Sitzecke, die genau wie die Hocker aus grauem Leder besteht, Grünpflanzen in vielen verschieden Größen und ein kleines Gewächshäuschen mit Kräutern verleihen dem Zimmer eine gewisse natürliche Umgebung.

Immer noch aus dem Fenster sehend, beschließt der junge Mann bei dieser stürmischen Darstellung ins warme und gemütliche Wohnzimmer zu gehen. In dem aus weißen Steinen gesetzter Karmin, brennt ein kleines Feuer, das vor sich hin knistert und eine wohlige Wärme abgibt. Auf dem Boden liegt ein dunkel-brauner Laminat und die Wände in einem Lavendelton. Vor dem Karmin liegt ein großer flauschiger hell-blauer Teppich, darauf eine graue Ledercouch mit Zweisitzer, links und rechts von ihr befindet sich jeweils ein Sessel in der selben Farbe und ein Beistelltisch, mit einem silbernen Gestell und einer Glasplatte darauf. An der Türseite ist ein großes aus dunklem Holz in die Wand eingebautes Regal, das mit ganz vielen Büchern, die ordentlich in einer Reihe sortiert wurden. Auch hier sind Grünpflanzen dekorativ plaziert, hier und da ein paar kleine Vogelfiguren aus Holz geschnitzt. Das Wohnzimmer ist im Vergleich zu der Küche etwas kleiner, es hat Standartfenster und die Sicht nach draußen, zeigt zum Wald, anstatt zum Dorf. Immer noch mit der Tasse in der Hand, setzt sich Norwin auf einen der gemütlichen Sessel, stellt sein Getränk auf den Beistelltisch ab, nachdem er noch schnell einen Schluck genommen hat, deckt sich mit einer kuscheligen, warmhaltenden Decke die Beine zu und schnappt sich das angefangene Buch.

_

Ein lauter Knall reißt den Blondhaarigen aus dem Schlaf, mit rasendem Herz sitzt er kerzengrade im Sessel, reibt sich hastig die Augen und schaut sich irretiert um. Er muss wohl beim lesen eingenickt sein, ein kurzer Blick auf die Uhr verrät ihm, das es schon Abend ist, draußen hat es angefangen zu dämmern und der Stille nach zu urteilen, hat der Sturm anscheinend ein wenig nachgelassen.
>>Was war das denn für ein Geräusch? Hab ich das nur geträumt?<<, fragt sich der junge Mann und reibt sich mit einer Hand durchs Gesicht.
Langsam steht Norwin vom Sessel auf, dabei fällt ihm das Buch mit einem dumpfen Knall auf dem Teppich, das zuvor noch auf seinem Schoß lag, er knüllt die Decke zusammen, die ihn bis eben gerade noch warm gehalten hat, hebt das Buch auf und legt beides auf die Couch. An der Zimmertür streckt er sich, atmet tief ein und aus. Der junge Mann lässt seinen Blick durchs Wohnzimmer wandern, mit müden Beinen taumelt er in den kleinen Flur, wo er von da aus in jedes Zimmer in dem Haus geht, aber nichts, nirgendswo ein Anzeichen, das etwas runtergefallen sein könnte, oder jemand versucht hat einzubrechen.
" Bin ich jetzt total bekloppt? Ich hab doch was gehört?", wundert er sich und kratzt sich am Hinterkopf.

Plötzlich nimmt der Blonde ein Kratzen war, das von einem Jammern bekleidet wird und begibt sich schnell wieder in den Flur.
" Was ist das?", will er wissen und horcht genauer hin.
Die Geräusche scheinen von draußen zu kommen. Vorsichtig öffnet der junge Mann die Haustür und kann durch den schmalen Spalt ein dunkles Tier erspähen.
>>Was ist das, ein Hund? Aber für einen Hund ist das Tier doch viel zu groß, oder?<<, gehen ihm diese Fragen durch den Kopf.
Es hilft nichts einfach da zu stehen und drüber nach zu denken, was das da draußen sein könnte, das Tier braucht anscheinend dringend Hilfe, so wie es sich anhört. Mit einem mutigen Entschluss, öffnet Norwin weiter die Tür, darauf hin erblicken ihn ein Paar strahlend hell-blaue Augen. Beim genaueren Hinsehen, wird ihm klar, das es sich hier um einen verdammt großen Wolf handel. Das Tier streckt schwer atmend seine Zunge heraus, seine Augen wirken so müde und erschöpft. Mit einem gequälten Jaulen, sackt der dunkle Wolf in sich zusammen und landet auf den nassen Stufen. Schnell reißt der Blondhaarige die Tür ganz weit auf, beugt sich zu dem verletzten Tier herunter und bemerkt eine Blutspur, die um das Haus führt.
>>Scheiße, ich hätte nicht so zögerlich sein sollen<<, schalt er sich selber und beißt verärgert die Zähne zusammen.
Mit einem letzten Blick nach draußen zieht Norwin den bestwusstlosen Vierbeiner in den Flur und schmeißt mit Schwung die Tür zu. Der Gedanke ihn in Sicherheit gebracht zu haben, eilt der junge Mann sofort in das große Schlafzimmer, wo er dort hastig die Schranktüren aufmacht, die Klamotten darin Kreuz und Quer durch die Gegend wirft und mit einem erleichterten Seufzer ein altes Bettlaken hervor holt. Beim Wolf angekommen, zieht er den hellen Stoff auseinander, legt das eine Ende unter den regungslosen Körper, rollt ihn auf die andere Seite, damit das Tier vollständig auf dem Laken liegt und schleift ihn ohne Umwege direkt ins Wohnzimmer, wo Norwin ihn genau vor den Karmin platziert. Mit schnellen Schritten läuft er in das kleine Badezimmer, holt aus dem Schränkchen, das unter dem Waschbecken steht einen großen Verbandkasten heraus, schnappt sich das Wund-Desinfektionsmitteln und verschwindet wieder in das Zimmer, in dem sein zugelaufener Besucher liegt.
" Ja klasse Norwin, ohne Wasser kannst du hier gar nichts machen", meckert er mit sich selber und rennt erneut los.
In der Hoffnung endlich alles zu haben, fängt er mit der Säuberung der blutenden Wunde an, die der Blonde zu erst mit Wasser und dann mit dem Desinfektionsmittel versorgt. Ein mulmiges Gefühl lässt ihn wachsam sein. Es könnte ja passieren, dass der verletzte Wolf doch noch einiges mitbekommt und jeden Moment nach ihm schnappt. Damit Norwin nicht all zu lange in seiner Gegenwart ausgesetzt ist, schmiert er die Wunde mit einer selbst hergestellten Salbe ein und verbindet alles vorsichtig mit einem Druck-Verband. Erleichtert wischt sich der junge Mann die Schweißperlen von der Stirn, säubert anschließend das pechschwarze Fell, das verdammt streng riecht und verdreckt ist.

Nach der ganzen Aufregung um seinen unerwarteten Gast, gönnt sich Norwin eine warme und wohltuende Dusche.
>>Zum Glück sind seine Vitalwerte gut und bis jetzt hat er noch kein Fieber. Ich hoffe das der Große es wieder auf die Beine schafft und zurück in die Wildnis kann<<, wünscht sich Norwin für das Tier und stellt das Wasser ab.
Der Blonde greift nach seinem Badetuch, trocknet sich ab, läuft nur mit dem Tuch um die Hüften zum Schlafzimmer und zieht sich dort frische Schlafklamotten an. Da der junge Mann zwar seine Bedenken hat, nahe dem Wolf zu sein, ist er einfach nicht in der Stimmung alleine in seinem großen Bett zu schlafen und hat es sich kurzerhand mit seinen Schlafsachen auf der Couch bequem gemacht. Er möchte direkt vor Ort sein, falls der Vierbeiner aufwacht oder es ihm schlechter gehen sollte. Norwin ist kein Arzt, aber seine Oma, die Ärztin im Dorf war, hat ihr Wissen an ihren Enkel weitergegeben, damit er andere und sich selber helfen kann. Mit zwei Näpfen in den Händen, in der sich frisches Wasser und Futter befindet, stellt er sie vorsichtig in die Nähe des Wolfes.
"So mein Hübscher, ich stell dir hier mal was hin, falls du in der Nacht Hunger und Durst verspürst", erklärt er dem schlafenden Tier.
>>Man Norwin, du bist doch echt bescheuert, er kann dich doch gar nicht hören und verstehen tut er erst recht nichts<<, belehrt sich der Blondehaarige und muss über sich selber schmunzeln.
Der Gedanke dran sich um jemanden zu kümmern, nach so langer Zeit alleine in diesem Haus zu sein, gibt ihm ein warmes Gefühl von Fürsorge.
" Du hattest wohl einen schlauen Schutzengel bei dir, der dich direkt zu mir geführt hat?", flüstert er fragend und streichelt vorsichtig ein paar Mal über das strubelige Fell.
>>Gott, jetzt tust du es schon wieder<<, ermahnt er sich und atmet schwer aus.
Mit einem Gähnen erhebt sich Norwin, setzt sich auf die Couch und deckt sich zu. Er wird auf jeden Fall in dieser schwierigen Situation nicht von der Seite des Wolfes weichen und genau ein Auge auf ihn haben. Der junge Mann wird alles dafür tun um ihn gesund zu pflegen, schließlich hat das Tier noch ein Leben vor sich und das sollte er in seiner freien Laufbahn erleben. Das Feuer im Karmin spendet in dem Raum gedämmtes Licht, das Norwin noch die Umrisse von den Möbeln und allem anderen sehen kann. Falls es zu einem Notfall kommen sollte, kann er sich wenigstens auch im Dunklen fortbewegen. Aber mit einem guten Gewissen und Vertrauen in das Tier, lässt er sich von diesen Gedanken nicht beirren. Nach einer passenden Liegestellung schläft er ein. Hoffentlich wird der nächste Tag problemlos verlaufen und sein Gast zeigt eine Verbesserung.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ich hoffe das euch mein erstes Kapitel gefallen hat und über euer Feedback würde ich mich freuen.

Bis zum nächsten Mal

Euer Andras
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast