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Hamartia

von Valchen
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P18 / Mix
OC (Own Character)
07.02.2021
01.01.2022
5
22.584
15
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Dieses Kapitel
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07.02.2021 3.928
 
Prolog

Armes kleines Rehlein. Völlig verängstigt und mit dem Rücken zur Wand. Es war fast schon zu einfach sie zu finden, das Fell weiß, wie Schnee und dennoch bot es ihr keinerlei Schutz oder Tarnung, zog sie doch eine schwache scharlachrote Spur hinter sich her, wo einer seiner Pfeile sie gestreift hatte.

Flankiert von zwei schattenhaften Hunden hockte Vi auf einem verschneiten Felsvorsprung. Die Schattenhunde glichen sich bis aufs Haar, nur in ihrem Wesen schienen sie völlig entgegengesetzt; während der Linke die bedrohliche Ruhe seines Herrchens ausstrahlte und sich vorfreudig über die Lefzen leckte, wurde das Tier zu seiner Rechten zunehmend unruhiger und weigerte sich still liegen zu bleiben.
Ein schwarzer, schattenhafter Hundekopf drückte sich an seine rechte Seite, was Vi kaum merklich zusammenzucken ließ. Gedankenverloren tätschelte Vi das Wesen, wendete seinen Blick aber nicht von seiner Beute ab.
Seine Augenbrauen fuhren irritiert zusammen, als er etwas Feuchtes im schwarzen Fell ertastete. Es dauerte einige Sekunden, bis er realisierte, dass es sein eigenes Blut war. Das Tier hatte wohl etwas davon abbekommen, als es sich an ihn geschmiegt hatte. Vi stieß einen verächtlichen Laut aus, was das ohnehin schon aufgewühlte Wesen zu seiner Rechten dazu veranlasste zu winseln.
„Ja, ich weiß, mein Junge…ich-“
Die kühle nebelhafte Schnauze stieß an seine rot verschmierten Finger und Vi schob sie grob von sich, was das Tier nicht davon abbrachte ihn stattdessen mit flehenden Augen anzustarren.
„Jetzt sieh mich nicht so an. Wir gehen zum Rudel zurück, wenn ich sie erlegt habe. Ist doch nur ein bisschen Blut...“
Großzügig ignorierte er die Tatsache, dass der Verband unter seinem Hemd sich bereits mit dem warmen Nass vollgesogen hatte. Beim Aufstehen wurde seine Sicht kurz schwummrig. Der rechte Schattenhund zerrte an seinem Mantel, wollte ihn zum Umkehren animieren.
„Nun hau schon ab!“
Wie auf Kommando kam das Wesen zu seiner Linken auf die Pfoten und entblößte knurrend seine Zähne in Richtung des Störenfrieds. Abrupt wurde von Vi‘s schwarzem Mantel abgelassen.
Die dunklen spitzen Ohren des Hundes zuckten kurz erschrocken zurück und eingeschüchtert klemmte das Wesen die Rute zwischen die Beine, ehe es sich komplett zu einem schwarzen Schemen wandelte und sich in Vis Brustkorb zurückzog.
Vi wischte seine Hand angewidert an seinem Hosenbein ab und gab dem verbliebenden Schattenhund ein Zeichen, dass er schon mal vorlaufen konnte, was dieser sich nicht zweimal sagen ließ. Er fletschte die Zähne und jagte davon. Sein Herrchen indes legte einen Pfeil ein und visierte sein Ziel an.

Yvaine schrie auf, als der Pfeil ihren Oberschenkel durchbohrte. Blut spritzte und färbte den Schnee rot. Verzweifelt versuchte sie ihren Atem zu regulieren, welcher in warmen Wölkchen über ihre bebenden blauen Lippen kam. Selbst schuld, dachte sie sich. Sie hatte sich zu lange in Sicherheit gewogen und jetzt ragte eine Pfeilspitze aus ihrem Bein und sie hatte jegliche Chance verspielt hier noch lebend rauszukommen.
Die Wunde fühlte sich nicht so schmerzhaft an, wie sie aussah, vielleicht weil ihr Körper mit Adrenalin vollgepumpt war, jedoch musste Yvaine kein Arzt sein, um zu wissen, dass ihre Lage alles andere als rosig war.

Knurrend kam das Tier durch das Unterholz geschossen und kam einige Meter vor ihr zum Stehen. Mit gebleckten Zähnen und aufgestelltem Nackenfell wartete die Bestie auf den nächsten Befehl. Erst aus der Nähe konnte Yvaine feststellen, dass es gar kein Hund war. Jedenfalls kein richtiger Hund. Stattdessen erinnerte sie an wabernde pechschwarze Schatten, die lediglich die Form eines Hundes angenommen hatten. Nichtsdestotrotz machten das zahnbestückte Maul keineswegs einen weniger gefährlichen Eindruck.
Yvaine schluckte. Sie hoffte inständig, dass dieser Bastard ihr mit einem seiner Pfeile den Rest gab und nicht auf die Idee kam dieses…Ding auf sie loszulassen. Sie wollte nicht das gleiche Schicksal ereilen wie ihre Kameraden. Bei der Vorstellung drehte sich ihr der Magen um. Yvaine hatte ihre Männer nicht sterben sehen, weil der Pirat ihr befohlen hatte zu rennen. Aber die Schreie, bei allen Göttern, die Schreie hatten sich in ihr Gedächtnis gebrannt. Sie hatte es für undenkbar gehalten, dass Menschen so schreien konnten.

Das Knirschen von Schnee lies ihren Kopf hochfahren und ihr Blick heftete sich auf die Nebelwand vor sich. Eine Gestalt schälte sich aus dem grauen Dunst. Yvaine fiel sofort auf, dass sein Gang sich verändert hatte. Seine Schritte waren ohne Leichtigkeit, hatten jegliches Lauern eines Jägers verloren. Sie hatte sein Gesicht schon mal auf einem Steckbrief gesehen, doch auf diese kurze Distanz wirkte es noch makabrer. Vielleicht war er früher einmal schön gewesen, doch jetzt sah sein Antlitz aus, wie ein Gemälde, dass Vandalen achtlos aufgeschlitzt hatten; Sein noch vorhandenes petrolblaues Auge fixierte sie mit einer solchen Intensität an, dass es ihr kalt den Rücken runterlief. Seine Gesichtszüge schienen zu Lächeln, ein ewiges vernarbtes Lächeln, welches sich von den Mundwinkeln bis zu den Ohren zog.
Seine freie Hand kraulte den Schattenhund hinterm Ohr, liebevoller, als sie es einem Mann wie ihm je zugetraut hätte.
Etwas Blut rann aus seiner schmalen Nase. Anstatt es abzuwischen, leckte er mit der Zunge darüber. Dabei entblößte er eine Reihe weißer Zähne. Menschliche Zähne, spitz zu gefeilt, um alles zu reißen, was sich ihm in den Weg stellte. Yvaine war sich sicher, dass er ihr damit die Kehle durchbeißen könnte, wenn er wollte. Mit einem Kopfschütteln versuchte sie den Gedanken loszuwerden und ermahnte sich keine Angst zu zeigen. Entschlossen griffen ihre Hände nach dem Pfeil.

Ein Knacken durchbrach die Ruhe des winterlichen Waldes, gefolgt von einem zweiten und Yvaines schwerfelligem Keuchen. Sie hatte die Spitze des Pfeiles, sowie dessen Befiederung abgebrochen. Ihre klammen Finger krallten sich in die Rinde des Baumes, um sich abzustützen und mit einem Ruck kam sie wackelig auf die Beine. Wenn sie hier schon sterben muss, dann würde sie dies keinesfalls auf ihren Knien tun.
Ihr Gegenüber legte den Kopf leicht schief und betrachtet sie kurz nachdenklich, ehe er einen weiteren Pfeil einlegte und die Sehne seines Bogens spannte.
Yvaine hätte ihn wirklich zu gerne in die Augen gesehen. Schlussendlich kniff sie ihre gelben Seelenspiegel dennoch zusammen und wartete auf das Ende. Weit weg von ihrem geliebten Meer, auf einer gottverlassenen Winterinsel. Viel lieber wäre sie auf hoher See gestorben, aber die Schwachen konnten sich ihren Tod nun mal nicht aussuchen.
Stille. Der erwartete Schmerz blieb aus. Vorsichtig öffnete sie eines ihrer Augen und starrte auf einen durchtrainierten Rücken. Offenbar hatte sich jemand zwischen sie und den tödlichen Pfeil geschoben. Der Kerl kam ihr irgendwie bekannt vor. Hatte sie ihn nicht flüchtig auf dem Piratenschiff gesehen? Was für ein krankes Spiel wurde hier eigentlich gespielt?

Rhys befand sich öfter in solchen Situationen als ihm lieb war. Nur er stand zwischen einer verletzen jungen Frau und einem mordlustigen Irren. Nun von außen betrachtet mochte die Szenerie vielleicht heroisch wirken, würde man nicht die Tatsache außer Acht lassen, dass es sich bei der Frau, vor die er sich schützend gestellt hatte, um eine Marinekapitänin und bei den mordlustigen Irren um seinen eigenen Käpt’n handelte. Sie tat ihm fast schon leid. Sie war nur zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen und durfte jetzt dafür herhalten, um die Aggressionen seines Käpt’n abzubauen, weil die Dinge mal wieder nicht so gelaufen waren, wie dieser es gerne gehabt hätte. Aber immerhin konnte Rhys diesmal die miese Laune seines Käpt’n halbwegs nachvollziehen; Das Wetter war beschissen gewesen das Marineschiff der Kleinen war ihnen gefährlich auf die Pelle gerückt. Kaum war der Kahn versenkt und die Überlebenden gefangen, war schon Verstärkung am Horizont auszumachen gewesen. Vi hatte den waghalsigen Befehl gegeben mit dem Schiff in eine aufkommende Sturmfront zu segeln.
Als der Käpt‘n seinen Namen aussprach, setze Rhys ein beinahe entschuldigendes Lächeln auf. Nichts interessierte ihn weniger, als das Leben dieser Frau und nichts läge ihm ferner als dem Käpt’n den Spaß zu ruinieren, jedoch war Vi nun mal die Sorte von Menschen, auf die man Acht geben musste, weil sie es selbst nicht konnten, die nicht wissen, wann es genug war.

„Denkst du nicht, dass es reicht? Du bist seit Stunden hier draußen, der Rest ihrer Einheit ist tot, belass es dabei.“
Ein herablassendes Geräusch verließ Vi’s Lippen und er dachte erst gar nicht daran nicht daran seinen Bogen zu senken. Er würde schießen. Das wussten sie beide. Es war nur eine Frage der Zeit, wäre auch nicht das erste Mal. Der Schattenhund blickte irritiert zwischen Herrchen und vertrautem Crewmitglied hin und her, verwirrt was er machen sollte.
„Deine Wunde ist aufgegangen. Schon wieder.“
Rhys versuchte nicht allzu besorgt zu klingen. Vergebens.
Augenblicklich schien sich auch die Gesinnung des schattenhaften Vierbeiners zu ändern und er knurrte ihn unheilvoll an. Man tat stets gut daran Vi’s Emotionen an seinen Hunden abzulesen, die seine Launen und inneren Konflikte widerspiegelten, während sein Gesicht ausdruckslos blieb. Eine Lektion, die Rhys schon vor langer Zeit gelernt hatte.  Zu allem Überfluss flammten auch noch gespenstische blaue Lichter um ihre Köpfe herum auf. In der Regel kein gutes Zeichen, jemand hatte heute ganz besonders schlechte Laune. Jetzt hieß es schnell handeln, bevor es ihn noch in den Sinn kam sich zu verwandeln.
Ein Pfeil surrte an seinem Kopf vorbei und bohrte sich in den Baumstamm, an dem Yvaine lehnte.
„Du hast wohl schon wieder vergessen, wo dein Platz ist? Ich würde dir raten zur Seite zu treten, beim nächsten Mal verfehle ich nicht.“
Rhys nickte wissend. Es war immer wieder dieses kleine Spiel, dass sie spielten. Dieses Spiel darum, wer als Erster nachgeben würde, wer sich als erster Schwäche eingesteht. Rhys konnte gar nicht gewinnen. Also musste Plan B her.
„Ich würde auch nichts anderes von dir erwarten Käpt’n.“ Rhys nickte in Richtung der Waffe, was die Münzen an seinem Bandana zum Klippern brachte. Ein Lächeln umspielte seine Lippen.
„Willst du wirklich deine Pfeile für mich verschwenden? Findest du das, nach all unserer gemeinsamen Zeit nicht etwas unpersönlich?“ Seine Stimme klang fast schon beleidigt.
Vis rechter Mundwinkel zuckte unruhig, ehe er sich leicht nach oben zu einem schiefen Grinsen verzog.
„Du hast Recht. Das bist du nicht wert.“
Vi verstaute den Pfeil in seinem Köcher und schulterte seinen Bogen. Langsam ging er in die Hocke um sein Jagdmesser aus seinem Stiefel zu ziehen.

Yvaine wollte derweil die Gunst der Stunde nutzen und schleppte ihren ausgelaugten Körper langsam, aber stetig, von der angespannten Szenerie weg. Vielleicht konnte sie es doch noch lebendig von hier wegschaffen, auch wenn sie dafür auf allen Vieren durch den Schnee kriechen musste. Wenn diese zwei Spinner sich gegenseitig umbringen wollten, sollten sie dies auch tun. Sie war keine zwei Meter weit gekommen, als ein kurzes helles Aufblitzen und ein knisterndes Geräusch Yvaine dazu zwangen einen Blick zurückzuwerfen.

Die Luft schien wie elektrisch aufgeladen. Der Piratenkäpt’n lag bäuchlings im Schnee, während der andere Kerl sich neben ihn fallen ließ. Der gruselige Köter war verschwunden, ebenso die geisterhaften Irrlichter. Kurz war nur der kalte Wind zu hören, ehe der Weißhaarige in schallendes Gelächter ausbrach. Ob vor Erleichterung oder Wahnsinn konnte sie nicht sagen.
„Verdammte Scheiße war das knapp. Ich dachte diesmal geh ich echt drauf!“
Rhys klopfte seinem Käpt’n anerkennend auf die Schulter.
Spätestens jetzt war sich Yvaine absolut sicher, dass der Kerl sie nicht mehr alle am Sträußchen hatte, aller höchste Zeit ihren jämmerlichen Fluchtversuch fortzusetzten.
Ein belustigter Laut ließ sie zusammenzucken, ehe Rhys vor ihr auftauchte und ihr etwas vor die Nase hielt.

Skeptisch beäugte Yvaine den metallischen Flachmann.
„Nun nimm schon. Betäubt die Schmerzen.“, er schenkte ihr ein aufrichtiges Lächeln, „und in meinem Fall die dämliche kleine Stimme in meinem Kopf, die mir sagt, dass das hier eine absolut beschissene Idee war.“ Er nahm einen kräftigen Schluck aus der Flasche, ehe Yvaine das Angebot widerwillig annahm.
Angewidert verzog sie das Gesicht, als sich der süßliche schwere Geschmack auf ihrer Zunge ausbereitete und ihr durch die Glieder fuhr. Whiskey. Sie hasste Whiskey.
„Dein Käpt‘n scheint dich ja nicht sonderlich leiden zu können…“ Sie deutete mit dem Kinn in Richtung des am Boden Liegenden.
Verwundert hob Rhys eine Augenbraue.
„Eh? Ganz im Gegenteil! Ich bin so etwas wie sein bester Freund!“, seine Stimme klang so überzeugt, dass Yvaine beinahe gewillt war ihm zu glauben, „der Käpt’n hat nur eine seltsame Art das zu zeigen. Stimmt’s?“
Er bekam keine Antwort, nur Vi’s Finger zuckten krampfartig. Scheinbar war er nicht in der Lage sich zu bewegen.

„Na dann wollen wir mal.“
Erschöpft sah Yvaine dabei zu, wie der Weißhaarige seinen Käpt’n auf seine Schultern hievte, was bei dessen Größe kein allzu leichtes Unterfangen war.
„Etwa einen Kilometer südlich von hier liegt ein kleines Fischerdorf. Sieh zu, dass du nicht krepierst, wäre echt Schade um dich.“
Rhys hatte noch den Nerv ihr vielsagend zuzuzwinkern, ehe er sich mit seiner menschlichen Last auf dem Rücken zur Küste aufmachte, wo er ihr Schiff vermutete.
Yvaine war dankbar für die Wärme, die sich langsam in ihren Gliedmaßen ausbreitete. Sie umklammerte den kalten Flachmann wie einen Schatz und sah den beiden nach.
Was für seltsame Typen.

Die Bäume lichteten sich und die Schneelandschaft wich allmählich einer steinigen Küste. Auch hier krochen Nebelschwaden über den Boden und der Himmel über ihnen war mit grauen Wolken verhangen. In der Ferne konnte Rhys die Umrisse ihres Schiffs ausmachen, dass geisterhaft am Ufer lag. Er hätte gerne noch eine Weile die angenehme Stille genossen, doch sein Käpt’n hatte andere Pläne.
„Du weißt, ich hasse es, wenn du das tust.“, kam es leise, aber umso genervter von Vi, dessen Kopf an der Schulter von Rhys ruhte.
„Du meinst, wenn ich dir den Arsch rette?“
„Du weißt ganz genau was ich meine und jetzt lass mich gefälligst runter, ich kann selbst gehen.“
Rhys stieß ein langgezogenes Seufzen aus.
„Ich will nicht, dass jemand aus dem Rudel mich so sieht, das ist erbärmlich.“
Sein Crewmitglied ließ ihn mit so einer Vorsicht zu Boden gleiten, dass Vi ihn dafür am liebsten getreten hätte. Und das nicht nur einmal.
„Du hast das Rehlein laufen lassen, nicht wahr?“, er ließ Rhys keine Zeit zu antworten, ehe er fortfuhr, „Ich gebe dir die Schuld, wenn die Marine wegen ihr hier auftaucht.“
„Darf ich dich daran erinnern, dass du geradewegs in einen Sturm segeln musstest?“
„Darfst du nicht.“
Die helfende Hand, die ihm entgegengestreckt wurde, schlug Vi selbstredend aus und versuchte so würdevoll wie in seinem Zustand überhaupt möglich auf die Beine zu kommen.
„Verscherz es dir nicht.“
„Würde ich nie wagen.“
Vi musste sich nicht umdrehen, um zu wissen, dass der Idiot grinste.

„Sicher, dass du keine Hilfe brauchst?“
Rhys verschränkte die Arme hinter dem Kopf und sah zu, wie Vi einen Fuß vor den anderen setzte, während er eine Spur aus roten Bluttropfen auf dem Kies hinterließ. Sein Gang schwankte gefährlich.
„Fahr doch zur Hölle.“
Der Weißhaarige wartete, ließ seinem Käpt’n einen kleinen Vorsprung und folgte ihm in einem respektvollen Abstand.
Vi strauchelte. Fing sich wieder. Zwei weitere Schritte und Vi kippte zur Seite.
So viel dazu, keinen erbärmlichen Anblick abzugeben. Rhys konnte jetzt wirklich einen Schluck – einen großen Schluck oder am besten gleich die ganze Flasche – gebrauchen. Die Suche nach seinem heißgeliebten Flachmann, mit dem noch heißgeliebteren Whiskey war, jedoch vergebens, bis ihm die Erkenntnis traf, dass er diesen der Kleinen von der Marine überlassen hatte. Was für ein beschissener Tag. Abermals hievte er seinen Käpt’n auf die Beine und schleppte ihn träge die Küste entlang. Hoffentlich hatte wenigstens ein Teil seines Alkoholvorrats den Sturm überlebt. Nüchtern war dieser Tag langsam unerträglich.  

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Hallöchen
und herzlich Willkommen! Nach langem Dasein als eher stiller Partner in Hintergrund von PMMFFs habe ich mich endlich dazu entschieden mich an meine eigene MMFF zu wagen! Jedenfalls freut es mich, dass du dich hier her verirrt und (noch) nicht weggeklickt hast! :D
Worum geht es? Im Grunde hast du es hier mehr oder weniger mit einer „klassischen“ Piratencrew-MMFF zu tun, die noch so manchen Twist bereit hält ;) Wie du siehst ist der Käpt'n schon mal kein Friede-Freude-Eierkuchen-Typ, seine Beziehung zu Rhys ist...ich nenne es mal "speziell" und du wirst es auf jeden Fall nicht leicht mit ihm haben. Dennoch hoffe ich, dass der Prolog dein Interesse geweckt hat. Sollte dies der Fall sein würde ich mich über eine Bewerbung freuen :D

Grüßchen
Valchen

Allgemeine Infos & Regeln

↠ Es wäre schön, wenn ihr euren OC vorher per Mail ankündigt. Diese sollte bitte die gewünschte Position und das Geschlecht des OCs beinhalten. Damit bekomme ich einen besseren Überblick wie viele sich für eine Position interessieren.
↠ Fertiger OC bitte mit dem Betreff Name des OC | Position | Hamartia an mich schicken.
↠ Einsendefrist ist der 28. März. 2021. Solltet ihr mehr Zeit brauchen gebt mir einfach Bescheid.
↠ Zeitlich spielt die MMFF im Jahr 1502 und wir starten auf der Grandline. Beachtet dies bitte beim Ausfüllen des Steckbriefs.
↠ Punkte mit * sind freiwillig.
↠ Klammern bitte löschen.
↠ Bitte keine Verwandtschaften und Ds.
↠ Solltet ihr Fragen haben oder Unklarheiten auftauchen bin ich nur eine Mail entfernt :D
↠ Die MMFF hat auch eine Website: Klick mich

Zur Crew

↠ Der Käpt’n sieht seine Crew als ein Rudel, dementsprechend ist der Steckbrief auch an diese „Wolfs-bzw. Rudelthematik“ angelegt. Euer OC muss selbstverständlich nichts mit Wölfen oder Hunden zu tun haben, nur um das klarzustellen, das ist eher so etwas wie Vi’s Spleen.
↠ Innerhalb der Crew gibt es eine Hierarchie ähnlich dem eines Wolfsrudels. Welchen Rang ihr bekleidet hängt in erster Linie von eurer Position und deren „Nützlichkeit“ ab, hat also weniger mit der Stärke des OC zu tun.
↠ Ein Teil der Crew wird schon von Beginn der MMFF vorhanden sein. Der Rest wird im Laufe der Story eingesammelt. Um welche Posten es sich jeweils handelt ist noch nicht festgelegt. Die Crew macht seit etwa einem halben Jahr die Meere unsicher.
↠ Die MMFF kann stellenweiße recht „dark“ werden (je nachdem wie man das auslegen möchte). So kann es zum Beispiel auch vorkommen, dass die Crew Zivilisten angreift, um Beute zu machen. Bedeutet natürlich nicht, dass ihr mir keine Sonnenscheine schicken dürft (die Mischung macht es schließlich), aber bedenkt, wie sich euer OC dementsprechend verhält, wenn er so etwas nicht tun möchte.
↠ Ich nehme maximal zwei zusätzlich vorgeschlagene Positionen an.
↠ Ich weiß, wie schwierig es ist, das Verhalten eures OCs gegenüber Vi und Rhys nach dem ersten Eindruck im Stecki auszufüllen (Vi hat schließlich auch noch andere Seiten, als der Arsch, der er im Prolog ist und selbiges gilt für Rhys.) Deswegen könnt ihr diesen Punkt erstmal nur allgemein ausfüllen, ihn nachträglich beantworten oder mir gerne Fragen stellen. Ihr findet die beiden auch auf der Website (einfach auf die Gesichter klicken)

Die Crew:
《α》Käpt’n: Vi (23) von Valchen
《β》Vize: vergeben
《γ》Navigator: Morfeo de la Baishan (22) von Manganime
《γ》Schiffsarzt: vergeben
《δ》Arzthelfer: Fly (19) von Aleviana
《γ》Koch: vergeben
《γ》Schiffszimmerer: vergeben
《δ》Kanonier: Liridona "Liri" (25) von cup of coffee
《δ》Musiker: vergeben
《δ》Euer Vorschlag:  Kämpfer | Kundschafter: vergeben
                                                Schmied: vergeben
                                                Assassine: vergeben
                                                Quartiermeister: Elara Saintimonde (28) von Realga
《Ω》Mädchen für alles: Rhys (24) von Valchen


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Crew-Steckbrief

↠ who keeps company with wolves, will learn to howl as a wolf.
Username:
Vorname:
Nachname:*
Spitzname:*
Alter: (Bitte mindestens 18)
Geschlecht:
Geburtsdatum: (Tag | Monat)
Sexualität:
Rasse: ( Hybride | Mischlinge sind erlaubt, aber auch z.B. eine eigene Rasse von Menschen mit Flügeln, die sich anders entwickelt hat als jene auf Birka oder Skypia. Ich möchte nur bitte keine Vampire, Dämonen etc.)
Blutgruppe: (One Piece Blutgruppen)
Charaktersong:

↠ I am not a wolf in sheep's clothing, I'm a wolf in wolf's clothing
Link zum Aussehen:
Gesicht:
Augen: (Form | Farbe etc.)
Haare: (Frisur | Länge | Beschaffenheit etc.)
Körperbau:
Teint:
Größe:
Besondere Merkmale: (Tattoos | Narben etc.)

↠ the wolf will die in his skin
Allgemeiner Kleidungsstil:
Alltagsoutfit:
Kaltes Klima:
Heißes Klima:
Gehobene Anlässe:
Schlafkleidung:*
Accessoires:

↠the wolf changes his coat, but not his disposition
Ausstrahlung: (Wie wirkt dein OC auf andere?)
Selbstwert: (Welche Meinung hat dein OC von sich selbst?)
Charakter in Sätzen:
Charakter in Stichworten: (Bitte untereinander)
Vorlieben:
Abneigungen:
Stärken:
Schwächen:
Ängste:
Hobbies | Interessen:
Macken | Angewohnheiten:
Träume | Ziele:

↠ paw prints of the past
Herkunft: (Heimatinsel | Blue | Mitgliedsstaat der Weltregierung ja/nein etc. Gerne auch ausgedachte, je ausführlicher desto besser.)
Vergangenheit:
Prägende Ereignisse: (Hier nochmal das Wichtigste Stichpunkartig zusammenfassen)
Familie:
(Vater/Mutter/ggf. Geschwister | Aussehen | Alter | Charakter | Beziehung zum OC | Status und alles, was noch wichtig erscheint)
Sonstige wichtige Personen:

↠If you call one wolf, you invite the pack
Position:
Trivia zur Position:* (Kleine Eigenarten zu euer Position. Z.B. Sumtje bereitet aus Prinzip kein Fleisch zu, weil er Vegetarier ist. Arzt verteilt liebend gerne Lollis an Patienten etc.)
Wie ist dein OC in die Crew gekommen | Wie kommt dein OC in die Crew? (Dient mir als Vorlage. Gerne könnt ihr euch einen ganzen Arc ausdenken und euch austoben. Ggf. werde ich mit euch nochmal Rücksprache halten was diesen Punkt betrifft.)
Warum will dein OC | wollte dein OC Teil der Crew werden? (Muss übrigens zu Beginn nicht auf freiwilliger Basis beruhen. Der Käpt’n hat schließlich kein Problem sich etwas zu holen, wenn er will. Kann aber z.B. auch Marinespion etc. sein)
Mit welchem Charaktertyp kommst dein OC gut klar:
Mit welchem Charaktertyp kommst dein OC nicht gut klar:
Steckbriefname:
Kopfgeld:*

↠Even a wolf will not harm his pal
Geheimnisse gegenüber der Crew:*(Irgendetwas, dass der OC für sich behält und wenn ja warum?)
Was bedeutet Loyalität für deinen OC?
Was ist die Belastungsgrenze deines OC? (Woran würde dein OC zerbrechen? Was könnte er niemals tun oder mitansehen? Was ist sein schlimmster Albtraum?)
Was ist die größte Schwäche deines OC? (Welche (Charakter)Eigenschaft könnte den Untergang des OCs bedeuten?)
Eure „Rudelmentalität“: (Alles für das Rudel? Befehlsverweigerung, wenn eine Anweisung gegen jegliche Prinzipien des OC verstößt? Fressen oder gefressen werden? Auf dem Prügelknaben rumhacken oder ihn in Schutz nehmen? Reaktion bei Verrat etc. Macht euch hier Gedanken wie euer OC innerhalb der Crew | des Rudels agiert und wie er sich in bestimmten Situationen verhalten würde. Je ausführlicher desto besser.)

↠A wolf's mouth is always covered with blood even if it did not steal its prey.
Waffen | Kampftechniken:*
Teufelsfrucht:*(Art | Fähigkeit |Stärken | Schwächen etc.)
Haki:* (Bitte kein Königshaki)
Stärken:
Schwächen:
Kampferfahrung:
Kampfverhalten:

↠wolves don’t loose sleep over the opinion of sheep
Meinung zu | Verhalten gegenüber…
Weltaristokraten:
Piraterie:
Marine:
Kopfgeldjägern:
Adeligen:
anderen Rassen:
Sklaven | Sklaverei:
Kinder:
dem anderen Geschlecht:
Töten:
Gewalt: (Sowohl die Ausübung, als auch gegen den OC gerichtet)
Intimitäten: (Körperliche sowie emotionale Intimität)
Prostitution | Prosituierten:
Zivilbevölkerung:
Tiere:
Alkohol:
Feiern | Partys:
Vi: (kann nachgereicht oder ergänzt werden, wenn du dir noch keine Meinung gebildet hast)
Rhys: (Bedenkt hierbei auch, dass Rhys „hierarchisch“ unter eurem OC steht. Was diesem z.B. auch die Möglichkeit gibt Arbeit auf Rhys abzuwälzen oder dergleichen. | kann nachgereicht oder ergänzt werden)

Wünsche für die Zukunft | für den Werdegang des OC: (Charakterliche Veränderungen, Waffenupgrade, Narben etc.)
Sonstiges:* (Ideen, Vorschläge, Bitten, Alles was im Stecki sonst keinen Platz gefunden hat…)
 
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